Ausgabe 
24.3.1898 Zweites Blatt
 
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sie in die Halle etngetreten waren, hielt der Prinzregeot folgende Ansprache:Wir begehen heute eine schöne und zu­gleich wehmüthige Feier, gilt sie doch der Erinnerung an den verewigten Deutschen Kaiser Wilhelm I., König von Preußen. Mit Freude denke ich daran, daß eS mir während de- Feld zugeS vergönnt war, monatelang an der Beite des Kaisers zu weilen. Kaiser Wilhelm wird al» Begründer de- neuen deutschen Reiches, al- großer Feldherr in den Annalen der deutschen Geschichte groß und ruhmgekrönt fortleben. Heute am 101. Geburt-tage de- Kaiser- wird die Büste drS ver« ewigten Kaiser- in der deutschen RuhmeShalle enthüllt werden. Ts falle die Hülle." Nachdem die Hülle gefallen war, hielt Prinz Friedrich Heinrich folgende Ansprache:Es freut mich, meinen tiefgefühltesten Dank für die wohlmeinenden Worte Euer fön'g1. Hoheit aussprechen zu dürfen. Ich danke aber ganz besonder-, daß an diesem Tage die Büste deS ersten deutschen Kaiser- allhier Aufstellung gefunden hat, wodurch ein neues Glied in der Kette der Freundschaft zwischen Bayern und Preußen geschaffen ist." Nach der Eilhüllung sangen die Bereinigten Regensburger Gesangvereine ein Lied, worauf der Prinzregent mit seinem Gaste nach Regen-burg zurück­fuhr. Heue Abend findet große Beleuchtung der Walhalla statt, vorder ein Festmahl bei dem Fürsten von Thurn und Taxis.

totales r-it- prtroittiitUe*.

Gießen, den 23. März

* Radfahren. Das Großh. Ministerium veröffentlicht eine Verordnung über da-Radfahren auf öffentlich en Wegen, Straßen und Plätzen vom 14. März, die für zwei Jahre gilt; später tritt die Regelung durch Gesetz ein. Die Bestimmungen schreiben die Führung einer von den Polizei» oder Kreisämtern auSzustellenden Radfahrkarte sowie daS Tragen einer Nummerplatte am Fahrrad vor. Die von einer hessischen Behörde ausgestellte Fahrkarte nebst Nummer platte genügt aiS Legitimation für caS ganze Großherzogthum. Das Radfahren ist innerhalb der Ottschasten auf den Ban­ketten allgimeia untersagt. Außerhalb der Ortschaften ist die Benutzung deS Fußgänger-Bankett-, soweit dasselbe nicht durch Alleebäume, Gräben oder sonstwie von der Fahrbahn fichlbar abgegrenzt oder durch besondere» Placat al- für Radfahrer verboten bezeichnet ist, unter der Borau-setzung gestattet: 1) daß ein erheblicher Verkehr von Fußgängern auf dem Bankett Überhaupt nicht ftatlfiadet und 2) daß bei dem Begegnen einzelner Fußgänger oder bei dem Vorbei­fahren an solchen das Bankett in einer Entfernung von mindesten- 20 Metern vor und hinter dem Fußgänger von dem Radfahrer freigelaffen wird. Nach emgetretener Dunkel­heit ist das Radfahren auf den Fußgängerbankettrn unter­sagt. Aus öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen dürsen mehrere Radfahrer nur daun nebeneinander fahren, wenn eS ohne Beeinträchtigung de» übrigen Verkehr» geschehen kann. Beim Ausweichen haben die Radfahrer h nteretnanbti zu fahren, den Radfahrern gegenüber haben Fußgänger, Reiter, Leiter von Fuhrwerken oder Biehtransporten u. s. w. ein solches Verhalten zu beobachten, welches den Radfahrern die Erfüllung der ihnen obliegenden Verpflichtungen ermöglicht- tn-besondere ist jede Handlung verboten, welche dahin zielt, den Radfahrer am Fahren zu verhindern, ihm solches zu erschweren oder seine Person oder sein Fahrzeug zu gefährden. Fuhrwerke (mt Ausnahme der Lastfuhrwerke), Reiter und Fußgänger haben den Radfahrern, weiche ihnen entgegen- kommen oder welche von hinten an ihnen vorbei fahren wollen und die- durch eia Glockenfignal anzeigen, erforderlichen Fall- genügend nach recht» au-zuwetchen. Die Verordnung tritt am 1. Mai in Kraft.

* Kleine Winke für den Uw-ng. Umzug! Welche Hau-frau Überliefe nicht ein Schauer beim Klange diese» Worte-, welche- eine unerquickliche Perspective von Unbe­hagen und häuslichem Wirrwarr eröffnet! Und wehe dem Haushalt, deffen Umzug nicht mit der nötigen Besonnenheit und Kaltblütigkeit geleitet wird, denn in solchem Falle pflegt sich da- alte Sprichwortdreimal umziehen ist so gut wie einmal abbreaven" thatsächlich zu bewähren. Wie bei ollen Dingen gilt eS auch hier al- erste Regel, zritig an- Werk gehen und alle- zum Umzug erforderliche Material, Pack­tücher, Packheu oder Seegras, B ndfaden, Stricke, Zeitungs­papier rc. bereit zu halten. Line wesentliche Erleichterung und große Aunehmlichkrit bei einem Umzug gewähren Pack­listen mit festem, verschließbarem Deckel, bei denen da» um­ständliche und zeitraubende Zunageln und Wiederausbrechen sortsällt, und zwar müffen sämmtliche Schlöffer m>r demselben Schlüssel zu öffnen sein. Wer gevö-higt ist, de- öfteren um­zuziehen, sollte unbedingt seine ttistcnveckel durch Eisenbänder befestigen und vorn ein Borhängschlvß anbrinpen laffen, wie eS bei Betikasten meisten- der Fall zu sein pflegt. Da die Bettstücke theilS in Säcken trausporttrt, theilS zum Ber- pack.'N von Spiegeln, Bädern und anderen leicht gefährdeten Möbelstücken verwrnvet und mit Packtuch umschnürt werden, bleibt der Bettkasten zur Verpackung anderer Gegenstände verfügbar. Kleine B'lder, Statuetten, Lampen, Vasen, Uhren rc. bringe man tbenfalls, tu Betten geborgen in Schränken unter, die fest abzuschlteßen sind. Holz- und Metallgegenstände berge man in Küchenschränken, Waschtischen oder dergleichen, die, fall« sie nicht verschließbar find, fest zu umschnüren sind. Waschzuber und Eimer nehmen da» un­zerbrechliche Küchcngeräth auf. Kleider kann mau ruhig in den Schränken hängen laffen; abgesehen davon, daß man dadurch der Mühe des Ein und Auspacken» enttiobtn ist, entgehen sie hier dem sonst unvermeidlichen Gedrücktwerdeu. Dor allen Dingen aber achte man darauf, daß alle unent­behrlichen täglichen GeorauchSgegenstande zusammen in eine Kiste kommen, damit man, an Ort und Stelle angelangt, alle» Nothwendige sogleich zur Hano hat und n.cht erst sämwt- siche Kisten und Kasten nach diesem und jenem durch­suchen muß.

X kermuihlhaio, 21. März. Der hiesige Landwirth und Wagner Johanne» Klein II. wollte Abends bei einem hiesigen Kaufmann Futterartikel für sein Vieh kaufen. Al» er später nach Hau- ging, wußte er im Hau-flur eine etwa- steile Treppe hinauf, um zu seiner Schlafstube im zweiten Stock zu gelangen. Oben angekommen wurde ihm von feinen Angehörigen zugerufen, erst doch noch einmal rach einer kranken Kuh zu sehen. Al- er die Treppe wieder herunter wollte, glitt er au-, stürzte kopfüber über dieselbe mit dem Kopf auf ein scharskantige» Holz und erlitt einen complictrten Schädelbruch.

-s- Nidda, 23. März. Eine Frankfurter Firma be» i abfichtigt die Errichtung eines W a a r e n h a u s e S am hiesigen Platze, sobald die wegen Erwerb« der erforderlichen Gebäude angebahnten Unterdandlungen zum Abschluß kommen.

r Büdingen, 21. Minz. Der Kreistag de» KreiieS ; Büdingen hat tu seiner heutigen Sitzung beschlossen, für den s diesseitigen Kreis einen besonderen Obftbanteckuiker an- . zustellen. Demselben soll nicht allein die Aussicht über die ; zum Kreikeigenthum gehörigen Obstbäume (ca 10000 Stück) übertragen werden, sondern er soll auch verpflichtet sein, den Gemeinden bei Zucht und Pflege ihrer Obstbäuwc mit Rath und That brizustehen, Privaten Anleitung xtnd Belehrung über Obstbau und Obftverwerthung zu geben und überhaupt da- ganze Obstbauwesen überwachen.

Bom Main, 20. März. Der Preis der Kartoffeln hat b<n S trag von 7 Mk. pro 100 Kgr. bereits überstiegen. Noch vor einigen Wochen kosteten sie nur 3,50 Mk Durch den raschen Aussch'aq find die ärmeren L'Ute hart bedrückt. E» ist inbtfftn Hoffnung auf Prei-errnäß gung vorhanden. Die FutterauSfichteu find fo ausgezeichnet, daß die Land- wirthc glauben, schon in 14 Tagen zur Grünfütterung schreiten zu können. Mit der KarioffelauSsaat hat man hin und wieder bereits b gönnen. Wenn aber einmal das Kartoffelsaatgut gebicft und grünes Futter vorhanden ist, kann sich der ho)e Kartoffelprei» unmöglich länger halt n.

Mainz, 22. März. Gestern Nachmittag erschien auf dem hiesigen Standesamt ein Arbeiter ml seiner Braut. Der Mann war aber derart betrunken, daß der anwesende Be­amte ihn wiederkommen hieß, wenn er erst nüchtern sei. Der Mann scandalirte schließlich derart, daß er von dem Arm der Braut hinweg in das Haftlocal verbracht werden mußte. Ein Geschäftsmann aus Mombach geriet!) dieser Ta^e In eine Animirkneipe der Heiliggrabgaffe, woselbst ihm binnen verhättnißmäßig kurzer Zeit 266,50 Mk. für Getränke ab- genommen wurden.

vermischte».

* Berlin. 21. März. Die auf einem Friedhof gefundenen Reichskafsenscheine sollen einen weit höheren Betrag darstellen, als wie bisher genannt wurde. Man spricht von 120000 Mark. Der Dieb, der ehemalige Oberfactor der Reichsdruckerer Grünenthal, galt, wie mugethellt wird, als ein tüchtiger Fachmann. Sein Jahresrinkommen in der Reichsvruckcrer wurde auf 8000 Mk. geschätzt. Sein Scheiden aus dem Dienste erfolgte vor zwei Jahren -ganz plötzlich. Er hatte einen Conflict gehabt und bat sofort um seine Ent­lassung. Als seine näheren Bekannten hierüber ihre Ver­wunderung aussprachen, sagte er:Ach was, ich habe ja zu leben!" Er dachte auch thatsächlich nicht daran, eine andere Stellung anzunehmen, sondern suchte seine Hauptthätigkeit in Speculiren an der Börse. Wenn man dem Berichte einer mit den Verhältnissen betrauten Persönlichkeit trauen darf, so hat er mit fabelhaftem Glück agirt und besonders bei den Actien der Großen Pferdebahn bedeutende Gewinne eingeheimst. Er brauchte aber auch viel Geld, denn er hatte nobele Passionen. In seinem mit allem eidenklichcn Comfort ein­gerichteten Heim, Bärwaldstraße 51, saß er den ganzen Tag; er fand, wie er stet- erklärte, sein Glück in der Häuslichkeit. Nur ausnahmsweise machte er ein kleines Gelage mit, so am Abend vor seiner Verhaftung. In heiterster Stimmung kam er nach Haufe, nachdem er in den Tagen zuvor ein scheue-, gedrücktes Wesen zur Schau getragen hatte. Al- er von der Auffindung der 44 000Mk. Kenntniß erlangt hatte, erschrack er sichtlich. Die Haussuchung in seiner Privatwohnung hat eine Menge Werthgegenstände und auch einen ganz erheblichen Betrag baaren Geldes zu Tage gefördert. Alles wurde von der Behörde beschlagnahmt, nachdem die fällige Miethe an die Wirthin gezahlt war. Die Frau des Verhafteten lebte mit zwei Kmdern von ihrem Manne getrennt in Magdeburg; Giünenthal hielt sich als Ersatz eine sogenannte Geliebte. Wie der Diebstahl möglich war, wird wie folgt beschrieben: Wenn Die Reichskaffenscheine alle Instanzen durchgemacht haben, die zu ihrer Herstellung erforderlich find, so werden von jeder Plummer zwei Exemplare hergestellt. Die dazu bestellte Prüfungscommission wählt von den beiden Exem­plaren das beste aus, das zweite wird vernichtet. Die Ver­nichtung liegt dem Oberfactor ob und hat auch zu den Obliegenheiten des j-tzt Beschuldigten gehört, der seine Pflicht jedoch gröblich verletzt und sich mit den zur Zerstörung be­stimmten, sonst aber zweifellos echten Kassenscheinen bereichert hat.

* Waffel, 21. März. Der ständige Blttgerau-schuß Hai nunmehr leine Zustimmung zu dem veränderten Ver­trag der Eingemeinoung mit Wehlheiden gegeben, womit Kassel in die Reihe der Großstädte Über 100,000 E n- wahner rückt. Der streitige Punkt war die vertragsmäßige Festlegung einer jährlichen Ausgabe von 80,000 Mk. zehn Jahre lang für Straßen^uiag-n in Wehlheiden. Der nun­mehr genkhmigie Vertrag setzt die jährliche Ausgabensumme für Wehlheiden auf 60,000 Mk. fest. Die Annahme erfolgte mit 12 gegen 8 Snrnm-n.

Leipzig, 20. März. 600000 Mk. Entschädigung verlangt cci B-fitzer der Leipziger P ioatpoft ,L pfia", fall» die Plivaipostoorlagr Gesetz werden sollte.

* Weich' enormer Besuch von auswärtigen Turnei» auf 1 dem deutschen Turnfest in Hamburg zu erwarten ist, geht

au» folgenden Mitthetlurgen de- PreßauSschuffe» hervar. Die Zahl der am Fest theilnebmenden Turner ist auf 30000 anzunehmen,- nach Abzug der in Hamburg oder in der nächsten Umgebung ansäfigen Turner und derjenigen, die bei Be­kannten und Verwandten Unterkunft finden od-r sich selbst Wohnung verschaffen, wären analog den in BreSlau gemachten Ersahrungen noch etwa 22500 Turner einzvquartieren. Nach ungefährer Ueberficht sollen von diesen 16 500 in Massen- quartieren in Schulen, Kasernen uiw. und 6000 in IBßrqeiquartieren untergebrocht werden. Der Wohnung»- auSschuß hegt indeß die Hoffnung, daß noch eine größere Zahl von IBürgerquortieren zur Verfügung stehen wird.

* Gegen bö8 Cabinet der Kaiserin gedenkt der Portier Reichert eine Klage anzuftrenpen. Er hatte am 1.Juni v. I. auf dem Paradefelde einen Orden gefunden, welchen die Kaiserin verloren hatte. Ec erhielt hierauf einen Finderlohn von 150 Mk. Seinen Einwendungen, daß die Belohnung zu niedrig sei, wurde Seiten» de» ObersthosmeisteramtS der Kai'rrin mit dem Hinweise begegnet, daß der Orden einen Werth von 1000 Mk. habe. Der gesetzmäßge Finderlohn betrage zehn Procent- eS seien mithin bereit» 50 Mk. über denselben be­zahlt worden. Der Finder bemängelte jedoch die Toxruns deS Ordens. E» ist der Ansicht, daß bad mit Brillanten besetzte Schmuckstück, da» al» Mittrlbild die Pottrast» der Königin von England und de» Prinz-Gemahl» enthalte, einen wesentlich höheren Kunstwerth, al» Se trn» de» Eabiuet» an­genommen wird, haben müffe.

*Wohnungen" Der KrriSwundarzt in Bomst, Dr. Ascher, hat eine Umfrage über Arbeiter Wohnungen veranstaltet. Dabei wurde ermittelt, daß nächst Argenau in Posen eine Colonie bewohnter Erdhöhlen besteht. Ein Lehrer schildert sie folgendermaßen:Eine solche Höhle steht ungefähr ein Meter in und ein Meter über der Eide. Ihre Lange beträgt bis cur Meter und ihre Breite bis drei Meter. Dec Fußboden ist von Lehm, hier und da von einem Stückchen Brett unterbrochen, hergestellt. Die Wände und die Decke sind von ungefähr zehn Zentimeter im Durchmesser starken, dicht zusammenstehenden Rundhölzern gebildet, die wohl e.nen Werth von 6 bis 8 Mark repräs.ntiren. Da» so gebildete Holzhaus ist von außen mit Rasen und Sand beworfen; dadurch bebt es sich ein wenig vom Erdboden ab. Innen hat das Holzhäuschen seine Ursprünglichkeit beibehalten ; von einem Abputz der Wände durch Kolk ober Lehm ist also keine Rede. Wände und Dccke sind im Großen und Ganzen trocken, wenigstens ist an den Rundhölzern feine Feuchtigkeit zu sehen. Eine Wand ist durchbrochen und bei den Reicheren durch Glas verschlossen. Das nennt sich ein Fenster. Es hat, wenn ich schon sehr hoch anschlagen will, eine Größe von V8 Quadratmeter. In die Wohnung hinein gelangt man von dem Erdboden wenige Stufen hinab durch eine einfache dünne Thür birect in bafi Wohnzimmer. Wenn bas nur allein ein Wohnzimmer wäre. Rechts ist ein Eckchen für da» Schwein, links ein Eckchen für die Ziegen abgegrenjt; bann stehen außer einem Ti'ch unb zwei bis brei Schemeln noch bis zwei Bettgestelle barin. In biefem engen Raum nut Vieh unb Ungeziefer hausen bis zehn Personen, Erwachsene und Kinber. Die Zimmerluft ist äußerst bick unb mit allerlei unangenehmen Dünsten angefüllt Es würbe wohl dem besten Chemiker Mühe machen, biefe zu analysiren. . . . Unter bem Fußboben sinb ebenfalls Gelaffe, bie ber eirrfretenbe Fremde wohl niemals entdecken würde. Sie dienen nicht etwa aU Kartoffelkeller, sondern als Schlupfwinkel, wenn einmal da» Auge de» Gesetzes einen Miffethäter sucht. Ja man spricht sogar von kurzen unterirdrschen Gängen. Doch kann ich das letztere nicht verbürgen, weil ich nicht zu denEingeweihten" gehöre und somit noch niemals dieRinaldiniwinkel" geschaut habe. Vor der Höhle liegt der Düngerhaufen, der Luxus eines Abortes ist unbekannt. Die Höhlen liegen ziemlich dicht zusammen. Zwei bis drei sind meistentheils von einem kleinen Zaun umgeben. Im Sommer lebt und webt e« darin. Da sieht man Kinder mit Schweinen und Ziegen in traulichstem Verkehr. Hat sich die Famllie in der Höhle zum Effen um den Tisch geschaart, so sieht man auch da» Schwein unter dem Tisch, das gleich einem Hund die ab­fallenden Brocken aufsammeln. Es geht bei Sommerszeiten ebenso ein und ans, wie die Bewohner selbst. Gar zu drollig macht sich solcher Anblick! Doch dem Lachen möchte das Weinen folgen, wenn man die armen Kinder ansieht. Aufs dürftigste sind sie gekleidet, im Winter müssen sie frieren und Hunger leiden ..."

* Verplappert. Gan:Ihr Hund schnappt immer nach meinem HaseodrarkN." Wirth:W ffrn Sie, da» ist die alte Feindschaft- d«: beiden haben sich nie vertragen können." (Mt-Äu!)

Verkehr, und VoUswirthschaft.

W. Kietze«, 23. Mär,. Der Austrieb aus dem gestrigen Dtehmarkl belief sich auf 800 dis 900 Stück Rindvieh, darunter etwa der vierte Theil Kälbrr. Schwere Kühe (schwarz bunte 2Btere) fehlten aävzlich am Markt, dagegen waren gute MilLkühe, PogelS- berger Raffe unb ober hessische Landkühe, aufgetrieben. Fremde Käufer waren wenig erschienen. Die für daS Vieh erzielten Preise waren lür gu e und mittlere Waare oerhältnißmäßig hoch, weghalb der Handel auch nur langsam von Statten ging. Kälber hatten gegen den letzten Markt weichende Preise und wurden etwa 60 Stück für den locaten Bedarf angekauft. Feile Rinder, bie nur vereinzelt am Markt waren, fanden nur schwer Abnahme. ES wurde bezahlt für die besten Milchkühe am Markt 400 bi» 450 Mk., für Mittel- waare 350 Mk., geringere Waare war sehr billig unb biteben auch hiervon etwa 30 Stück üde>ständig. Kälber wurden in bester Sötte nut 57 dis 59 Mk., leichtere mit 49 di- 51 Mk. pro Centuer Schlachtgewicht bezahlt.

dieselbe ist sehr angenehm unb von vorzüglicher Wirkung für die Haut, da sie ein Spiödewerden gänzlich verhindert, was befonberi im Winter Jedem zu Statten kommt, der gezwungen ist, seine Hände täglich ungezählte Male zu waschen." Dies ist die Erfahrung, welche ein bekannter Arzt gemacht hat. Ueberall, auch in den Apo theken, erhältlich. 360

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