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-rn jetzigen Maskenball erst recht, da io diesem Wirrter nicht so viele Maskenbälle wie tm vorigen Jahre von anderen Vereinen veranstaltet zu werden scheinen. Schon im Jn- terefle der guten Sache wünschen wir dem Verein ein volle» Haus, zumal hier da» Angenehme zugleich mit dem Nütz- ltchen verbunden ist. Im Urbrigen verweisen wir auf das Inserat.
Selter», 19. Januar. Tine gut situirte Bauersfrau von ungefähr 40 Jahren von hier hat fich gestern Morgen in dem im hiesigen Dorfe bcfindlichen Wasserbehälter, die sogen. Wete, ertränkt. WaS sie zu dieserThat getrieben, ist unbekannt.
Eingesandt.
Gieße«, 22. Januar 1898.
In der letzten Zeit hat sich im StadttHeater ein Mißstand bemerklich gemacht, durch welchen den Besuchern der Genuß des Abends oft stark gestört wird; wir meinen da» häufige Znspät- Lammen. Bet der Aufführung von leichteren Stücken, wie den „Bockipringen", den „Logenbrüdern" rc., läßt man sich einzelne Nachzügler noch gefallen. Bet ernsten Dichtwerken jedoch, die dem gebildeten Zuschauer einen wirklichen künstlerischen Genuß bereiten sollen, verlangt es die Achtung vor dem Dichter, wie die Rücksicht auf die übrigen Besucher, daß man rechtzeitig seinen Platz einnimmt. Es sei daher an das Publikum das dringende Ersuchen gerichtet, sich pünktlich vor Beginn der Vorstellung etnzufinden, während wir andererseits der Theaterleitung und dem Theaterverein anheimstellen möchten, bei ernsten Stücken die Saalthüre während offener Scene geschlossen zu halten. "m-
Zur Fleischbeschau in Hessen.
Es ist von Setten der Betheiltgten wiederholt darüber geklagt worden, daß dir Fleischbeschau in Hessen weitaus strenger gehand- habt wird wie in den übrigen derMchen Bundesstaaten, Preußen, Bayern, Sachsen u. s. w., und daß mitunter Prachtthtere wegen einem einzigen Tuberkelknötchen an der Lunge oder einer tnfictrten ober verkalkten Drüse der Freibank überwiesen werden mußten.
Herr Reichs- und Landtagsabgeordneter Köhler hat nun bei der zweiten Kammer den Antrag etngebracht, daß auch in Hessen mildere Bestimmungen, ähnlich wie in Preußen rc., erlassen werden möchten; der Antrag wird im Laufe der Woche im vierten Ausschuß der Ständckammer zur Verhandlung kommen. Herr Köhler hat den Vorstand der hiesigen Fleischer-Innung zu einer Besprechung etn- geladen, um über die Stellung des Metzgergewerbes in obiger Sache genau informtrt zu fein. Auf Grund der preußischen und bayerischen Mtnisttrtalerlaffe, welche auf jahrelange.Versuche sich stützen, sowie der Verhandlungen des Berner CongresseS und sonstigem Mc^rials, kam man nach längerer Unterhandlung zu der Ueberzeugung, daß das hessische Fleischbeschau-Gesetz den benachbarten Bundesstaaten angepaßt werden müsse, — daß gut genährte Thtere, welche in den übrigen Bundesstaaten — unter Beseitigung der erkrankten Organe — dem freien Verkehr überlassen werden — auch in Hessen nicht alS minderwerthig zu erklären seien. Gleichzeitig müsse auch mit Aenderung des Fleischbeschau-Gesetzes — oder richtiger des Polizei- Strafgesetzes — eine Aenderung des WährschaftSgesetzes eintreten.
Viele Landwtrthe, die in früheren Jahren ausschließlich ihre gut gemästeten Thiere nach Hessen verkauften, sind hiervon abge- kommen, da ihnen die strengen Bestimmungen nicht zusagten. Man kann sicher überzeugt sein, daß, sobald die Bestimmungen im Sinne der Antragsteller ^ändert werden, die Landwtrthe gerne wieder ihre Schlachlthtere nach den hessischen Städten verkaufen, und durch ein stärkeres Angebot eine Verbilligung der Preise etntritt. -r.
8«»r«S «*• »en StaHbesewtewtftfc** de® Stadt •Ufa.
Stafoe»«te«
Januar: 18. August Josef Valentin Werner, BersicherungS- beamter zu Marburg, mit Marte Meyer zu Gladenbach. 19. Heinrich Pitz, Arbeiter dahier, mit Wilhelmine Louise Katharine Auguste Wolf daselbst. 20. Philipp Lang, Brauerei-Arbeiter dahier, mit Margarethe Erck daselbst. 21. Friedrich Wilhelm Bechthold, Fuhrmann dahier, mit Louise Becker von Kessclbach.
GdesDtteß««Aa tt.
Jrnuar: 15. Karl Armin Böttger, Schriftsetzer dahier, mit Karoline Luise Becker Hierselbst. 20. Josef Brühl, Metzger und Wirth dahier, mit Anna Horn Hierselbst.
«Moteee«
Januar: 8. Dem Taglöhner Johann Vernarb Westbrock ein Sohn, Ernst Ludwig. 10. Dem Ober-Postassistent Adam Ritzel eine Tochter. 10. Dem Zimmermann Christian Staffel eine Tochter. 12. Dem Restaurateur Hermann Otto ein Sohn, Heinrich Georg Hermann. 13. Dem Gastwirth Georg Hebstrett ein Sohn. 14. Dem Taglöhner Konrad Balser ein Sohn, Karl. 15. Dem Metzger Samuel Rothschild ein Sohn, Rudolf. 15. Dem Packmeister Heinrich Hof ein Sohn. 16. Dem Architect HanS Miyer eine Tochter. 16. Dem Kaufmann Julius Schulhof ein Sohn, Ernst. 16. Dem Maurer Georg Schupp ein Sohn, Karl Jnkob Johann Georg. 17. Dem Kaufmann Hermann Zülch eine Tochter. 18. Dem Schneider Karl Martin Allgeter eine Tochter, Margarethe Elisabethe Lina. 21. Dem Taglöhner Christoph Bellof eine Tochter, Marte.
Januar: 14. Friedrich Hardung. 57 Jahre alt, Landwirth zu Annahetm. 15. Friedrich Böcher, 26 Jahre alt, Knecht zu Kaulstoß. 16. Heinrich Sommerlad V., 54 Jahre alt, Landwirth zu Wteseck. 16. Christtan Karl Wilhelm Emil Schopbach, 34 Jahre alt, Schreiner- meister dahier. 19. Anna Schnabel, 1 Jahr alt, Tochter des Tag- löhnerS Wilhelm Schnabel dahier. 21. Leonhardt Gerhardt Kalb, 42 Jahre alt, Kaufmann von Hanau. 21. Anna Hardt, geb. Best, 79 Jahre alt, Hospitalitin, Wittme von Flurschütz Karl Hardt dabier. 21. Amalie Becker, geb. Keiper, 51 Jahre alt, Wittwe von Metzger Jacob Becker auS Diez a. Lahn.
Auszug aus -en AircheiUiüchern
ver Stadt Gietzeu.
Evangelische ®esteinbe.
®eh?6teit.
Johannesgemeinde.
Den 16. Januar. Carl Armin Böttger, Schriftsetzer, und Karoline Luise Becker, Tochter des Schuhmachers Georg Becker zu Gießen.
AUa«N»»
MatthäuSgemeinde.
Den 16 Januar. Dem Polsterer und Tapezirer Ludwig Offenbacher eine Tochter, Emma Luise Johanna, geboren den 25. November.
LukaSaemetnde.
Den 16. Januar. Dem Former Wilhelm Pletsch ein Sohn, Wilhelm Eiwin, geboren den 24. November.
JohanneSgemeinde.
Den 16. Januar. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Marie, geboren den 20 December.
Denselben. Dem Hilssheizer Caspar Heinrich Ltnkmann ein Sohn, Heinrich Hans, geboren den 16. December.
ÖttiMete.
Markusgemeinde.
Den 18. Januar. Christian Karl Emil Wilhelm Schopbach, Schreinermeister, verheirathet, 34 Jahre alt, starb den 16 Januar.
verkehr, Land- «nd votk»wirthj-haft.
22. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0.95, Hühnerel-r
pr. St. 7-8 4,2 St. 00-004, Enteneier 1 St. (—00 4, eler pr. St. 00-00 4, Käse pr.St.4-9 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2.00, Gänse pr. Pfund X 0,60-0,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 4, Schweim» fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4, Hsmrnrlfleisch pr. Pfd. 50—66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,CO 6l< 6,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centner 6,00—0,00 X, Milch pr. Liter 16 4-
Neueste Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 22. Januar. Die Stadtverordneten. Versammlung wird fich mit dem gestrigen Beschluß de» Magistrat» in Sachen de» Denkmals für die Märzgefallene« vorauSfichtlich nicht beruhigen. Wie verlautet, wird btan* tragt werden, den Magistrat zu ersuchen, über die Ange- legevheit noch einmal in gemischter Commisfion mit den Stadtverordneten zu berathen.
Wien, 22. Januar. Eämmtliche deutsch-liberaleu Blatter besprechen abfällig das gegen die Deutschen gerichtete Verbot des Farbentragen». Sie verlangen in ihren Artikel« sofortige Zurücknahme drffelben, widrigenfalls die Deutsche« stark aenufi seien, fich ihr Rrcht zu erzwingen.
Brüffel, 22. Januar. I« einer Kohlengrube zu Waßme stürzte infolge Reißen» de» Kabel» ein Aufzug mit 15 Arbeitern in die Tiefe. Sammtliche Jnsasie« wurden zerschmettert.
«rüffel, 22. Januar. General Briamont erklärte die Verurtheilung DreyfuS al» eine untilgbare Schmach für die franzöfifche Armee.
Amsterdam, 22.Januar. Die Krönung der Königin geht ohne Cerewonie vor fich, weßhalb die Hterhe.kunft Kaiser Wilhelms unterbleibt
Gent, 22. Januar. Studenten und Pcofefforen der hiesigen Universität sandten Glückwünsche an Zola.
Paris, 22. Januar. Heute wird in der Kammer die Interpellation Cavatgnac über die DreifnS» Angelegenheit zunächst verhandelt werden. Die Regierung glaubt für ihre abzugebende Erklärung 80 Stimmen Mehrheit zu erhalten. Die drei Schriftsachverständigen fordern von Zola Schadenersatz im Betrage von je 100000 Frc».
Ein Urtheil von vielen Tausenden ähnlich
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