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22.7.1898 Erstes Blatt
 
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man sich in einer Mädchenklasse Ruhe nicht verschafft." Der Latein - Profeffor:Da rauscht- schon wieder in den \ Schachtelhalmen . . . wer spricht, hat von vornherein nicht­genügend." Der griechische Profeffor:Wern S' jetzt nicht bald Ruh' geben? Sonst sperr' ich a paar ein. A so a Tratsch'n!" Der Physik-Professor:Die Freileins miffen stch aber ruhiger verhalten, sonst kann ich ja nicht priesen." Der frühere Geschicht-profeffor:Ihr Geplauder ist sehr anmuthig, meine Damen, aber würden Sie vielleicht gestatten, daß ich auch einen Augenblick spreche?" Der gegenwärtige Geschicht-profeffor:Ihr schwätzt'- in einem fort- und dann könnt'- Ihr gar nix. So ist dem." Diese Notiz in der Kneipzeitung verräth aber vielleicht mehr, als den Ver- fafferinnen lieb ist, die Einstimmigkeit der Profefforen bezüg­lich des Mangels an Schweigsamkeit bei ihren Schülerinnen.

Der Capitän eine! großen transatlantischen Dampfer! machte unlängst die Bemerkung, daß er ein steinreicher Mann sein könnte, wenn er so viele Zwanzig-Markstücke besäße, wie es nach Ansicht der zahllosen Reisenden, die er bereite an Bord seines Schiffes gehabt Heilmittel gegen die Seekrankheit gäbe. Jeder Reisende scheint etwas Besonderes zu wiffen, besten Anwendung von unfehlbarer Wirkung sein soll, sobald stch dasschauderhaft unheimliche Gefühl" bemerkbar zu machen droht. So behauptet ein wohlgenährter Sohn des schönen Sachsenlandes, daß man, wenn man der Seekrankheit wirksamen Widerstand entgegen­setzen wolle, beständig etwasgauen" müsse. Er selbst be­sorgte dies auch mit rührender Gewistenhaftigkeit, indem er unablässig seine Kinnbacken in Bewegung setzte. Der gute Mann blieb allerdings von jedem Uebelsein verschont, doch würde dies wohl auch ohne seinprobates Mittel" der Fall gewesen sein. Eine junge Dame, die bereits die ersten An­zeichen der Krankheit zu fühlen glaubte, wandte stch in ihrer , Angst an den Capitän mit der Bitte, daß er doch einen seiner Matrosen, der dieselbe Fahrt schon dreimal gemacht, ohne die Seekrankheit zu bekommen, beauftragen möge, sie zuküssen". Der Kuß eines solchen erprobten Seemannes sei das einzige Mittel, das helfen könnte. Da das junge Mädchen sehr hübsch war, meinte der Capitän schmunzelnd, daß er selbst die Fahrt auch schon oft genug munter und gesund zurückgelegt habe und ein Kuß von ihm sicher ebenso helfen würde Erröthend ließ die Schöne es sich gefallen, daß der forsche Seemann ihr ein paar derbe Seemannsküste I gab, und tapfer beherrschte sie dann jede Anwandlung von Schwäche. Roch seltener dürfte das Mittel eines älteren | Herrn erscheinen, der sich bei den ersten Anzeichen einer I stürmischen See mitten auf Deck niedersetzte, eine Photographie I aus der Brusttasche nahm und sie mit einem merkwürdig I zornigen Ausdruck in seinem sonst sehr gemütlichen Gesicht I stundenlang anstarrte. Zuerst glaubte man, daß die Photo- I graphie die Angebetete des Herrn vorstellte, und hier und da I nickten sich die Leute bereits bedeutungsvoll lächelnd zu. Da I wagte einer der Reisenden, nach der Ursache seines sonder- I baren Benehmens zu fragen, und bereitwillig erklärte ihm I dieser, daß er das Bild seines ärgsten Feindes betrachte, um I sich durch die bitteren Gefühle, die dieser Anblick in ihm er- I wecke, gegen die Seekrankheit zu schützen. Ein anderes männ- I liches Individuum machte sich aus Furcht vor dem Hebet I gar einer strafbaren Handlung schuldig. Eines schönen I Morgens entdeckte nämlich der Capitän, daß man in seine I Cajüte eingebrochen war und seine beste Uniform gestohlen I hatte. Die Sache erregte sofort großes Aufsehen, und die I Matrosen hielten überall Rachsuchung. Endlich sah man die I vermißte Uniform aus der Gegend der Schiffsküche daher- I geschwankt kommen, und die darin besindliche Person näherte I sich, eine Schlangenlinie beschreibend, der Reling. Beim I Anblick des todtblassen Gesichts verrauchte der Zorn dcs I bestohlenen Capitäns, der nun mit Lächeln die Entschuldigung I des Missethäters entgegennahm.Ich habe immer geglaubt, die Capitänskleidung fei fo eingerichtet, daß die Seekrankheit I Einem darin nichts anhaben könne", stammelte der Mann; Iaber ich merke schon, daß ich mich geirrt habe Sie können I die Uniform sofort zurückbekommen, Herr Capitän, mir hilft I sie ja doch nichts."

Die Roseuernte in Bulgarien ist heuer, rote aus Kasanlik gemeldet wird, um ein Drittel schwächer als im Vorjahre ausgefallen. Das Pflücken und Kochen der Rosen- blätter ist beendet; die Qualität des Rosenöls ist sehr gut, der Preis 650 bis 700 Francs für das Kilogramm.

Ueber die Trockenlegung bet pontinifchen Sümpfe schreibt man demB. B. C." au» Rom, 13. Juli:Zu wieder- holten Maten ist auf da- Project de» preußischen Major« I v. Donat zur Trockenlegung der pontinischen Sümpfe hin- I gewiesen worden. Da» Project ist auf dem besten Wege, verwirklicht zu werden. Die Besitzer der Sümpfe haben ein Consortium zur Ausführung bei Projectes gebildet, doch I fehlte bisher noch da» vöthige Capital. Seit einigen Tagen I verweilt nun, all Vertreter deutscher Capitalistrn, Graf I von Hatten Czapskt in Rom, der mit dem Confortium erfolg- I versprechende Verhandlungen wegen Ausführung der Trocken- I Ifflnna anqffnüpft bat."

Theile des Schiffes schlafenden Cajütenpaffagiere und das ( Mafchinenperfonal. Das letztere dürfte verbrannt fein, da < auch aus den Keffeln die heiße Gluth herausgefallen fein mußte. Henschel behauptet auch, nebst der schon in früheren | Berichten erwähnten Engländerin fei noch eine Frau, eine I deutsche Gouvernante, gerettet worden, und »war in demselben Boote, in dem er sich befand. Friedrich Henschel theilte ferner mit, daß die Bemannung der Bourgogne meistens aus Cotfen | bestand. Die Disciplin auf dem Schiffe fei die denkbar schlechteste gewesen. Das Schiff war auch mangelhaft aus­gestattet. Obwohl erst in jüngster Zeit erbaut, hatte die Bourgogne nur eine Schraube, während die modernen Dampfer fast alle zwei Schrauben besitzen. Ueber jeder Coje soll ein sogenannterLebensretter" angebracht sein. Auf der Bourgogne haben die meisten Lebensretter überhaupt gefehlt, und nach Angaben Henschels soll erst auf je drei ober vier (Sojen einer I entfallen sein. Der Seevorrath, der nach dem Seereglement sich auf jedem Rettungsboote befinden muß, bestand aus altem verschimmelten Zwieback, der von den Würmern schon ange- freffen war, und aus schlechtem Waffer. Aus den deutschen und auch den meisten anderen Schiffen wird täglich Vor- I mittags dasKlar an die Rettungsboote" und werden Rach- mittags dieFeuerposten" geübt, damit bei einem Unglücks­falle die Mannschaft geistesgegenwärtig und geschult ihre Pflicht erfüllen könne. Auf der Bourgogne fanden, kroie Henschel erzählt, überhaupt keine solche Hebungen statt, wodurch auch die Disciplinlosigkeit und Panik, die auf dem Schiffe herrschten, erklärlich werben.

Zu dem Grubenunglück in der Paulusgrube bei Morgen- roth meidet bieBreslauer Ztg." noch: Zweimal hatte de- reit« die För der schale nach dem Schuckmauuflötz je 25 Mann heruuterdesörbert. Eben sollte dieselbe zum dritten Male wieder mit 23 Mann und 2 Oberhäuern in die Tiefe gehen. Steiger Keil kam im letzten Augenblicke an, er schiebt einen Mann bei Seite und stellt sich auf die Schale zur Einfahrt. Die Steiger ttihm und Peterek find ebenfalls zur Abfahrt bereit. Im Einsteigen hält Herr Kihm seinen Collegen zurück, er hätte ihm noch Etwa» zu erzählen. Inzwischen geht die Förderschale ab, doch nur einige Sekunden vergehen und die I Umstehenden sehen das Seil nach oben schnellen. Sie empfinden, daß ein Uoglückssall geschehen, doch hält Niemand denselben sür so ernst, da ja Fangvorrichtungen vorhanden find, die I erst am Tage vorher erprobt wurden. Jndeffen ist da« Un* | geahnte in dem gräßlichsten Umsang zur Wirklichkeit geworden. Das erst am vergangenen Tage neu eingeschraubte Seil hat sich aus dem patentirten Seilschloß, genannt Klemme, herauS- gezogen und die 70 Ctr. schwere Doppel-Eiageschale ist durch da» Viciorioflötz nach dem Schnckmannflötz in die Diese ge­saust. Dort ist eine feste, aus eichenen Balken mit starken Faschinen errichtete Bühne. Diese« gewaltige Hinderns wurde jedoch durchschlagen und die Schale blieb verbogen in dem Hainitz- und Pochhawmeiflötz hängen. Die Fangvor­richtungen versagten. Bon der 25köpfigen Mannschaft find | 23 sofort todt gewesen. Die armen Opfer sind zum Theil herausqeschleudert, zum Theil in der Schale hängen geblieben. Die Bergungsarbeiten find vom Kynafiflötz unternommen worden. Der königl. Bergrath Sättig, Bergwerksdirector Janik, Bergverwalter Kaintoch und Andere find sofort ein­gefahren. Die Rettungsarbeiten find mit aller Energie in I Angriff genommen worden. Doch waren dieselben sehr er- schwere. Die Kunde von der gräßlichen Katastrophe hat fich mit furchtbarer Schnelligkeit verbreitet. Der Muastschacht war bald mit den Angehörigen der.eingefahrenen Mannschaften belagert, die händeringend und herzzerreißend jammerten. Lebend zu Tage gefördert wurden der Häuer Mathias Schwienrek au- Schömberg, der alsbald nach Empfang der letzten Oelung verstarb, und der Häuer Emanuel Kurek aus Orzegom, der nach Beuthen ins Knapplchaftllazareth befördert wurde. An feinem Auskommen wird jedoch ge» zweifelt. Die anderen Unglücklichen wurden leider nur als gräßlich verstümmelte Leichen, zum Theil ohne Köpfe und ohne Füße, zu Tage gebracht. Auf der Grube und im ganzen Orte herrschte eine gedrückte Stimmung. Im Lause des Nach- mittag wurde die Siaatsanwaltschast und der Lavdrath Dr. Lenz erwartet. Das königl. Oberbergamt hat alsdann dem Kaiser nach Norwegen von dem erschütternden Unglücksfall Bericht erstattet.

* Die Abiturientinnen de» Wiener Mädchengymnafiuws veranstalteten kürzlich eineAbschiedskneipe. Dabei wurde natürlich auch eine Kneipzeitung hergestellt, über deren Inhalt Wiener Blätter ergötzlich zu berichten wiffen. Der Geist, in dem diese Zeitung redigirt ist, zeigt überall männliche Reife, verräth aber doch in gewissem Sinn die Weiblichkeit. Reit unsanft springen die jungen Studentinnen mit ihren Profefforen um. So bringt z. B. ein Auszug aus der Schulordnung: § 1. Die Professoren haben sich für ihr jedesmaliges Er­scheinen zu entschuldigen. § 2. Die Schülerinnen durch ungeschickte Fragestellung in Verlegenheit zu fetzen, so daß es den Anschein gewinnen könnte, als ob sie nichts wüßten, ist strengstens verboten. § 3. Professoren haben sich den Schülerinnen gegenüber der größten Höflichkeit zu befleißigen, was besonders von Griechisch-Professoren gilt. § 4. Stört ein Professor durch unnütze Fragen die Schülerinnen in ihren Privatbeschäftigungen, so soll er eine strenge Rüge erhalten; im Wiederholungsfälle bekommt er das consilium abeundi.

5. Jeder Professor bezahlt für jeden schlechten Witz, den er macht, eine Krone. (Würde dieser Paragraph streng ein­gehalten, so könnte das Gymnasium von den Strafgeldern erhalten werden.) § 6. Die Professoren haben sich pünktlich eine Viertelstunde vor dem Glockenzeichen zu entfernen. Ein ausgezeichnetes Gedächtniß haben die jungen Mädchen, wenn es gilt, Aussprüche der Professoren sog.Kathederblüthen" wörtlich anzuführen. So z.B.:Wie oft habe ich Ihnen verboten, in meiner Stunde sich mit anderen Dingen zu be­schäftigen. Ich sage es Ihnen zum letzten Mal, wenn Sie das durchaus in meiner Gegenwart thun wollen, dann warten Sie, bis ich draußen bin oder unterlassen Sie es ganz!" Der Wirklichkeit abgelaufcht ist wohl auch die Notiz:Wie

Scbiffsnacfyridpten*

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhot.

Bremen , 20. Juli. (Per transatlarEen Telegr«b.j Der DoppelschrRubev-Postdamvfer Friedrich drr Große, C^Pt. M. Eich-, vom Norddeutscdcr Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Ubr Abends woblbebalten Newyork enaefnmmen.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 23. Juli 1898.

Vorabend 7« Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 9'* Uhr.

Temperatur der Lahn und Lust

nach Reaumur gemessen am 21. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags.

Waffer 151 ° Lust 16'/,°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Neueste tlacbricbtcit.

Depeschen des Bureaufcerolb*.

Berlin, 21. Juli. DemLocal-Anzeiger" wird von der Vesteraalskr-Dampfschlfffahrts-Gesellschaft «itgetheilt, daß die in der Nahe von Spitzbergen gefundene Flaschenpost nicht von dem verschollenen Lustschiffer Andree, sondern von der diesjährigen schwedischen Polar-Expedition unter dem Capitän Ernst Andree herrührt.

Berlin, 21. Juli. Gestern ist hier der nationalltberale Reichstags- und Landtags-Abgeordnete Dr. von Cuny gestorben.

Berlin, 21. Juli. In Bezug aus die durch die Presse gegangene angebliche Depesche des Kaisers an den Prinzregenten von Lippe hören dieBerl. Neuesten Nachr." von zuverläsfiger Seite, die Veröffentlichung des kaiserlichen Telegramm» sei nicht durch leitende L'ppe'ichr Stellen veranlaßt, sondern ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen erfolgt. Auch sei der Wortlaut des Telegramm- ungenau wiedergegeben. DieDeutsche Tages-Zeitungs da­gegen erfährt aus sehr gut unterrichteter Detmolder Quelle, man glaube dort weder an die Thatsächlichkeit des angeb­lichen Anlaffes, noch an die des kaiserlichen Telegramm» selbst. DieNeue Bayerische Landes Zeitung" sei also das Opser einer Mystificatiou geworden.

Berlin, 21. Juli. Prinz Friedrich Leopold von Preußen wird wie verlautet, binnen Kurzem die Gar de-Caval-- lerte erhalten. Sein Nachsolger als Commandear der 4. Garde-Cavallerie Brigade soll Herzog Albrecht von Würt­temberg sein.

Berlin, 21. Juli. Die vom Cultusminister in Ausficht genommenen Conf erenzen der Rectoren der Hniverfi- täten zur Besprechung der wichtigsten Hniverfitäts-Angelegen- heiten, sollen nunmehr beginnen. Die erste dieser Eon- serenzrn wird zu Anfang October bl. Js. stattfinden.

Budapest, 21. Juli. Die Ernte-Resultate find in ganz Ungarn ü berraschend günstig.

Budapest, 21. Jul. Vor einigen Tagen ging von hier ein Pilgerzug nach LourdrS ab. Gestern erhielten hiesige Angehörige von Theilnehmeru an dem Ptlgerzuge aus Lyon telegraphische Nachricht, daß die Wallfahrer, die man dort für Deutsche hielt, angegriffen und geschmäht wurden. Zwei Bauern aus der Umgegend von Ofen find getödtet worden. Ein Theil der Wallfahrer mußte fich auf Wagen retten.

Paris, 21. Juli. Bei dem gestern zum Ausirag ge­kommenen Pistolenduell zwischen dem Redacteur der Libre Parole", Guertn, und dem Journalisten de Bruchard wurde der Letztere leicht verwundet.

Paris, 21.Juli. Der für gestern angeordnete Prozeß Zola gegen Jude Judet und Marimoni wegen Ver- leumdung des verstorbenen Vaters Zola wurde auf 14 Tage verschoben, während welcher Zeit das Gericht sich über die Comprtenzfrage entscheiden will.

Paris, 21. Juli. Wie jetzt behauptet wird, soll Zola fich nach Luzern begeben haben. Dort war tndeß bis gestern Abend von Zola» Ankunft nicht- bekannt.

Bologna, 21. Juli. Ein Postdampfer aus Calais stieß mit einem Fischdampfer zusammen, wobei der Post­dampfer derartige Havarie erlitt, daß er in den Hafen ge­schleppt werden wußte.

London, 21. Juli.Standart" meldet aus Santiago, daß Hunderte von spanischen und amerikanischen Soldc>ten VerbrüderungSseste feiern. Die Magazine find wieder geöffnet. In denselben wurden zwei Millionen Rationen gefunden.

London, 21. Juli. Dem General LinareS wurde gestern in Santiago der linke Arm amputirt.

Madrid, 21. Juli. General Augustin kabelte aus Manila, tn den neuerlichen Kämpfen hätten die Aufständt- schm beträchtliche Verluste erlitten, infolge deffen fei ihr Muth bedeutend gesunken. Die Spanier dagegen seien von bestkm Geiste beseelt. Augustin sei entschloffm, noch lange Widerstand zu leisten und er hoffe, bie Lage zu retten, weil immer mehr Philippiner zu Spanien zurückkehren.

Madrid, 21. Juli. Da der Krtegsmintster wie auch Marschall Bianco bestimmt in Abrede stellen, den General total zur Hebergabe von Santiago autorifirt zu haben, so robb letzterer vor ein Kriegsgericht gestellt werden.

Madrid, 21. Juli. Die Königin-Regemin unterstützt aus'S eifrigste die Friedens-Berhandlungen.

Madrid, 21. Juli. Der Marinemiutster erhielt Briefe aus Hongkong, deren Jnhslt noch nicht bekannt ist. Der Minister erstattete Bericht über die Beratungen deS militärischen AusschuffrS bezüglich der Untersuchung eine- neuen Ge­schützes.

Belgrad, 21. Juli. OsficiöS w.rd die Blättermeldung von einem Fehlbeträge von 8Millionen bei der Monopol- Vrrwaltung dementirt.

Washiogton, 21. Juli. General MileS hat den Präsi­denten um die Eelaubniß gebeten, seine Truppen nach der Einnahme von Portorieo nach Spanien führen zu düefen. I Die Antwort siebt nott au».

New-York, 21. Juli. Sobald bekannt wurde, daß der Hafen von Santiago allen Handelsschiffen geöffnet fei, verließen drei mit Lebensrnitteln befrachtete Dampfer den Hasen. Infolge der großen Noth, die in den letzten Wochen unter der dortigen Bevölkerung und den Fremden herrscht, hoffen die amerikanischen Händler mit Lebensrnitteln gute Geschäfte zu machen

CqiHo nur ächt, wenn direct ab meinen Henneoerg-beiae Fabriken bezogen, - schwarz, weiß und farbig, von 75 Pffl. bis Mk. 18.65 Meter-in ben mobernften Geweben, Farben und DesfinS. An Private perto- andteee'* Ine Hane. Muster umgehend.

6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k- k. ««.), Zürlci.