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meten empfallgeu zwar keim prSfideat Rod) will für ihre Wethoachrtfreude erwög- eu Retchitagsabgeordaeten «il- htbauk die Raste 6tl Stld)lta|l iigtrß, blanke- Silbergeld rivzu. -m Zweck der Raste überwiese» fmarkstückeo, je 1OOO Mark In Pftlllllg'ktückcll.
jtl, 18. Decewbrr, wird gr« (itt in der Rnr des Appeain-, rin im Bau begriffene- H°n- mren zwei Lobte und meh«« (nStiboreei-li. »»“* rillittM to« 19' Dit™1” »bi°d SW wo «tf „I an b» Hut W W«« e an» »1° Sn'.’
röunbungtn I>°1 l'W*“ bitt, l«6 «°4 f“" K®"t“, chtt itorl*« I** L tal «nMI 5atl!' |u!
Tintenfaß ist diesmal eine Nachbildung de» Kapitol» in solidem Silber, 24 bei 36 Zoll groß, die Höhe de» Kapitol- Gebäude» in richtigen Proportionen zu der Länge und Breite. Die Bast» de» Gesäße» ist breiter, weil vor dem Miniatur- Kapitol ein Bebälter für Postmarkeu und ein Gestell für Federhalter und Bleistifte angebracht stnd. Da» Ganze ist ein prächtig gearbeitete» Kunstwerk, besten Herstellung tausend Dollar» gekostet hat. Die hohe Standuhr in Mahagoni- Gehäuse ist ebenfall» ein kostbares Stück, und hat nicht viel weniger gekostet. Diese »Souvenir»- werden au» dem »Conlingent Fund" de» Senat» bestritten, über welchen das Somit6 für die Auslagen des Senats unbedingte Jurisdiction besitzt. Die Abrechnungen desselben unterliegen keiner Controlle, und außer den Mitgliedern des Comite» erhält nur der Sergeant.at.Arm» und der Zahlclerk de» Senat» — und diese sind stumm, wie da» Grab — Kenntntß der kleinen Luxus Gegenstände, welche die würdigen Herren de» Senat» sich gönnen. Der Thetl de» Fond», der für d rartige unenthüllt bleibenden „Extra»" bestimmt ist, beläuft sich auf 34000 Dollar.
* Zorückgekehrte Frewdenlegionare. Dieser Tage find zwei ehemalige Frembeulegionäre au» Afrika nach Deutschland zurückgekehrt, deren traurige Erlebnisse während ihrer Dienstzeit abentenersüchtigeu jungen Leuten die Last zu« Eintritt in die erwähnte Fremdenlegion wohl gründlich verleiden dürsten. Der eine der Heimgekehrteu war früher Buchdrucker tu Gotha, der andere Golda,beiter in Karlsruhe. Auf der Wanderschaft wurden sie nach ihrer Erzählung in eine« Orte kurz vor Belfort eine» Abend» von dem Maire, an den sie sich mit der Bitte um Tchlafgeld gewandt hatten, betrunken gemacht. In diese« Zustande legte «an ihnen einen Werbevertrog vor, den sie, ohne recht zu wiffen, worum es sich handelte, unterzeichneten. In derselben Nacht waren sie schon aus der Eisenbahn, die sie nach Marseille brachte, von wo «au sie nach Afrika einschiffte. Sie wurden bann in Saida beim zwölften Regiment, wo fich außer ihnen noch dreihundert Deutsche befanden, al» Soldaten eingestellt. Um dm schweren Mühsalm und der Noth zu entkommen, versuchten sie mit mehreren Kameraden vier Mal zu desertiren. Stet» wurden die Flüchtlinge jedoch wieder aufgegriffen. Schließlich zog fich der Buchdrucker eine Lähmung de» rechten Beine» und ein Kehlkopfleiden zu. Al» er fich daraufhin krank meldete, wurde er von dem Arzt vor der Front geschlagen und mit strengem Arrest bestraft. Dem Goldarbriter war inzwischen bei einem R«eogno»eiruvg»gefecht ein Auge ansgeschoffen worden. Da man sah, daß man mit den Beiden nicht» mehr anfangen konnte, bewilligte man ihnen schließlich nach 3^/, jähriger Dienstzeit ihre Entlaffung. Jeder erhielt sage und schreibe 4 Franc» Baargeld. Zu Schiff wurden fie nach Antwerpen gebracht, wo da» deutsche Eonsulat ihnen bi» Aachen weiter half. Bon dort wandern fie nun von Stadt zu Stadt, um so allmählich, an Geist und Körper gebrochen, wieder in ihre HQwoth zu gelangen.
Neueste Nachrichten.
Depesche» de» Berten »Herold".
Berlin, 20. Deeember. Wie die „Berl. Reuest. Nach,." hören, wird der Entwurf de» Hypothekeu-Bank-
gesetze», welcher jetzt de« Bundesraih vorliegt, Anfang nächsten Jahres de« Reichstage zugrhen.
Berlin, 20 Drcernbrr. Da» »Kleine Journal" meldet au» Pari»: Die gestrige «amwersitzung hinterließ den Eindruck, daß ein Zwiespalt zwischen der Regierung und dem Eaffationshofe bevorstebe, da die Bedingungen de» Krieg» Minister» bezüzltch der Auslieferung der geheimen Acten mit der Würde de» Eaffationshofe» unvereinbar erscheinen. Die Lage ist sehr gespannt. Ein zweite» Pariser Telegramm lautet: Die ueuiste Geheimthuerei Frey ein et», welcher dem Eaffat'onshose die Geheimaeteu nur bedingungsweise mittheilen will, erregte große» Aussehen. Der (Sofia« tionshos ist entschlossen, die Vorlage der Geheimsten zu fordern und fall» dieser Forderung keine Folge gegeben wird, dieselben al» nicht vorhanden anzusehen. Gestern verhörte der (iafiatiov-hof Lebrun Röuauld drei Stunden lang.
Berlin, 20 Deeember. Au» Madrid wird der „Bofi. Ztg." telegrophirt: Rach zuverläifigen Berichten wird d-e ttrifi» im nächsten Ministerrath jiim AnSbruch kommen, mindesten» heute oder morgen. Gegen Erwarten Gamato» hat fich Montero Rio» Sagasta ongrschlofien. Wahrscheinlich wird Sagasta mit der Neubildung de» Eabinrt» betraut werden und zwar mit Unterstützung Römers Robledo». General Weyler dürfte eine eonservattve Richtung mit Silvela al» Haupt fordern. Ein militärische» Labiuet erscheint kaum möglich.
Wien, 20. Deeember. Die Gerüchte von einer Demisfion de» Bürgermeister» Dr. Lueger, weil der Statthalter mit Lueger» Geschäftsordnung» - Proxi» nicht einverstanden sei, werden von competenter Seite entschieden demeutirt.
Budapest, 20. Deeember. Der Abgeordnete Asboth vermittelt zwischen der ungarischen Bolkspartei und den Hof- kreiseo. In einem Schreiben an seine Partei erklärt er seinen Austritt au» dem Verbände mit dem Hinweise, daß durch die Obstruktion da» G e f ll g e der Monarchie erschüttert werde. Man erblickt in diese« Austritt den Einfluß der Hospartei.
Paris, 20. December. In der gestrigen Kamme,fitzung fanden stürmische Debatten statt. Der natioualistlsche Abgeordnete Laste» interprllirte die Regierung über die Maßregeln, die fie zu ergreifen gedenke, um die Wahrung der Staat»geheimniffe zu sichern. Laste» erging sich in heftigen Worten gegen da» frühere Ministerium Brtssou. Er bezeichnete dasselbe als ein Ministerium de» Verrath», weil es die Revision eingeleitet habe. Laste» sagte weiter, die Revifion sei nicht auf richtigem Wege eingeleitet worden und verstoße gegen die Verfassung. ES sei ein Staat»- streich. Redner beschuldigte die Richter de» Cassation»- hofe», gekauft zu sein, fie seien Deutsche. Diese Worte veranlaßten den Präsidenten, den R'daer zur Ordnung zu rufen. Hierauf forderte Lasie» den Kriegsmiuister auf, fich klar und deutlich zu erklären. Frrycinet antwortete sofort, die Justiz sei augenblicklich mit dem Revisionsverfahren beschäftigt. Er, der Minister, werde dem EafiatiouShose keine Dokumente aulllefern, welche den Staat gefährden könnten. Er sei im Besitz geheimer Dokumente, liefere dieselben aber nur dann an», wenn er genügende Garantieen erhalte, daß die Geheimnisse gewahrt würden.
Laste» gab fich mit dieser Erklärung de» KriegSmloister» zufrieden. Der Soeiolist Millerand interpellirie sodann die Regierung über die Bedingungen, unter denen fie da» geheime Do>ü:r dem EafialiooShose übermitteln wird. Ministerpräsident Dupuy erwiderte, er Hobe vom Cassations- Hose gew sie Garantieen fordern müssm bezüglich der Mittheilung de» geheimen Doifier». Wenn der (Sofia* tionshos diese Bedingungen ersülle, werde da» Dossier übermittelt werden, andernfalls nicht. Mehrere Mit« glieder peoiestiren dagegen, daß der Eafiationshvf nicht die vollständige Freiheit erhalte, um über die gestellten Bedingungen sein Gutachten auSzuiprechen. Brisson betritt nun unter großem Brifall der Linken die Tribüne unb forbert, daß dem Lass 'tionshos alle Rechte eingeräumt würden. Der frühere Kriegsminister Lavaignoc gab sodann eine Erklärung ab, daß außer dem geheimen Dossier auch noch andere wichtige Schriftstücke ex stirten, ou» denen die Schuld vrtyfu»' zu ersehen sei und die nicht der Orffentlichkeit prei»gegeden werden dürften. Sodann wurde auf Antrag eine» nationalistisch»», Abgeordneten Über ein Vertrauensvotum für die Regierung abgeftimmt, welche» mit 870 gegen 80 Stimmen angenommen wurde.
Paris, 20. Dccember. Die „Agence Nationale" versichert, aus bester Quelle zu wissen, daß der Caffationshos von dem Kriegsminrster die Auslieferung der geheimen Dossiers verlangt hat. Der Caffationshos verpflichtet sich, die vollständige Geheimhaltung des Inhalte» zu beobachten. Dieselben Bedingungen werden übrigen» beobachtet werden bei der Auslieferung der Dossiers an den Advokaten Mornard.
Pari», 20. December. Esterhazy hat seinem Verleger den zweiten Band seines Buches über die Dreysus-Affaire zum Druck übergeben. Esterhazy erklärt, wenn der Caffationr- hof sich weigere, ihn zu verhören, so werde er au» seiner Reserve heroortreten und Enthüllungen machen.
Paris, 20. December. Die Socialisteu haben bs- schloffen, die Regierung darüber zu interpklliren, wa» sie zu thun gedevke, wenn der LaffationShof die Auslieferung der Dosfier» und geheimen Schriftstücke fordert in der Abficht, dieselben dem Bertheidiger Mornard zu überliefern, lieber diese Frage muß fich einfach die Regierung offen und klar aussprechen und e» ist ficher, daß fie gestürzt wird, wenn fit fich weigern sollte, solche Rechte einzuräumen.
Paris, 10. December. Der Generalstab bemächtigt sich mehr und mehr de» Prozeffe» der Frau Henry gegen Rein ach. Der Generalstab will fich dies'ö ProzeffeS bedienen, um durch neue Aussagen der Generale und der KriegSminifter die Schuld Dreyfu» zu entkräftigen. Der Generalstab hofft dadurch ein Unheil gegen Driyfu» zu erwirken unb hiermit gleichzeitig das RevlfiouSverfahren rück- gängig zu machen.
3WF* Notiz. EHWL
Die für den Weihnachtstisch viel begehrten Port Lherry >c. Flaschenweine der The kontinental Bodega Company werden zu Weihnachten bei Ankauf von sechs Flalchen unter GratiSzugabe eine» hübschen FlaschenkorbS bei Herrn Karl Lchwaab, Gießen abgegeben.
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Bekanntmachung.
Beide Abteilungen de» Umlagekatasters der land- und forstwirth- schaftlichen Berussgenoffenschaft, fortgeführt für 1898, liegen zwei Wochen lang, nämlich vom 20. December 1898 bl» 5. Januar 1899, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Betheiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieser Kataster sind innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und forstwirth- schaftlichen Berufsgenoffenschaft in Darmstadt bei Meldung späterer Nichtberücksichtigung vorzubringen.
Gießen, den 17. December 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
12490 Gnauth.
Bekanntmachung,
betr.: Die Offenlegung der Resultate der Flurvermeffung in der Gemarkung Steinbach.
Diejenigen hiesigen Einwohner, welche in der Gemarkung Steinbach Grundbefitz haben, werden auf die heute am Rathhause dahier angeheftete Bekanntmachung in obigem Betreff aufmerksam gemacht.
Gießen, den 19. December 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 12489
Bekanntmachung.
Da» 5. Ziel Gemeindesteuer pro 1898/99 ist innerhalb acht Tagen bei Meidung der Einleitung de» Beitreibungsverfahren» an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag zur hiesigen Stadtkaffe zu bezahlen.
Gießen, den 20. December 1898.
Der Stadtrechneri Doepfer. 12491
Iltillkilltrnttilen,
Mittwoch den 21. Lecember 1898,
Nachmittag» 2 Uhr, werden im Bieker'scden Saale versteigert:
SophaS, Eommoden, Kleiderschränke, Slasschränke, 2 vollst. Betten, em Nußb.-Schreibtisch, ov.Tiscke, Spiegel, 1 Regulator, 3 Nähmaschinen, drei Ladenschränke, 1 Theke, 2 Hobelbänke, eine Partie Werkholz, eine Partie Filzhüte, eine Partie Schuhwaaren u. V. m
12497 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Die Hoftaithe de» verstorbenen Schmiedemeister» Jacob Kolmer in Steinberg soll erbtheilung», halber unter günstigen Bedingungen am Dieostag deu 27. Decbr., Nachmittags 1 Uhr, öffentlich versteigert werden.
Die Schmiede ist die einzige am Orte, und e» gelangen sämmtliche Werkzeuge und Gerätschaften mit !zur Versteigerung. 12503
Gießen, de» 20. December 1898.
Großh. Amtsgericht Gießen.
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