stoß mit Ras Maugascha sei unmittelbar bevorstehend. Die . Blätter fordern deshalb die Regierung auf, BorfichtSmaß- regelu zu ergreifen.
— Aufstarkd in Marokko. Zur selben Zeü, wo der Telegraph die Nachricht bringt, daß Meneliks erprobter Heerführer sich gegen den siegreichen Löwen vom Stamm Juda empört habe, kommt aus Marokko eine ähnliche Kunde, zwar ist kein Name genannt, aber da die aufrührerische Oase Tafi et — nach Lenzens Terminologie Tafilalet — sammt dem Theile des dort ruhenden, nicht unerheblichen marokkanischen Staatsschatzes von dem Oheim des Sultans verwaltet wird, so ist wohl mit Sicherheit in diesem das Haupt der in französischem Solde angezettelten Rebellion zu suchen. Wie dem „Reute?schen Bureau" aus Tanger gemeldet wird, find auch viele andere Frankreich ergebene Grenzstämme mtt Waffen und Munition gut versehen. Französische Agenten ständen im Verdachte, sie zum Widerstande gegen die marokka- Nische Regierung aufgereizt zu haben, um es Frankreich zu ermöglichen die Ain-Sefra-Bahn so weit auszudehnen, daß sie mit der Senegalbahn über Tafilet verbunden werden kann. Die marokkanische Regierung hat- die Entsendung großer Truppenabtheilungen nach dem Aufstandsgebiet ange* ordnet. Wir wünschen im Jntereffe des Friedens der scherifischen Majestät Abdul Asis recht baldige Ruhe innerhalb der Grenzen des Reiches — was jedoch nicht hindert, daß auch für ihn in absehbarer Zeit die Stunde schlagen wird, wo er, gleich dem seligen Dey von Algier und Tunis für die Sünden seiner seeräuberischen Väter mit seiner Talmi- kröne herhalten muß aä majorem Galliae gloriam.
Cocates tmb provinzielle».
Londorf, 18. October. Einen in raschem Tempo die Straße Londorf-WeiterShain entlang eilenden Radler traf das Malheur, daß er unfreiwillig abfitzen mußte, als er die Bahn Londorf-Keffrlbach pasfirte- er wurde heftig zur Seite geschleudert und als er wieder auf die Beine kam, sah er die beiden Räder seines in der Mitte auSeinandergebrochenrn StahlrosieS noch ein Stück weiter rollen.
Butzbach, 18. October. Die aus Anlaß der hier stattgehabten Oderheifischen Industrie- uvd Gewerbe-Ausstellung verliehenen Medaillen siad nunmehr den damit ausgezeichneten Ausstellern zugegangen. Die in dunkelbrauner Bronce ge« haltene Medaille zeigt auf der einen Seite das gut an»- geführte Bildoiß unseres Großherzogs Ernst Ludwig, auf der anderen Seite die Umschrift „Oberhesfische Industrie- und Gewerbe-AuSstellung", im Mittelfelde die Worte „PreiS- Medaille. Butzbach 1898". DaS Begleitschreiben resp. Besitz- zeugniß für die Medaille hat folgenden Wortlaut:
Die Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe.
An Herrn......
(folgt der Name deS mit der Medaille Ausgezeichneten.)
Die Ihnen von der BemtheilungS Commisfion gelegentlich der Industrie« und Gewerbe-AuSstelluug zu Butzbach zuerkannte
Preis-Medaille
beehren wir uvS hiermit zu übersenden unter verbindlichstem Dank für Ihre erfolgreiche Betheiligung.
Darmstadt, am 10. October 1898.Noack.
• St. Petersburger Studeuteu Eleud. In St. Petersburg find tu den letzten Jahren die Miethpreise so außerordentlich in die Höhe gegangen, daß die wenig bemittelten Leute, zu denen in erster Linie die rusfischen Studenten ge- büren, gezwungen find, mit einer mehr als bescheidenen Behausung sürlieb zu nehmen. In dumpfen, feuchten „Löchern" wohnen ost drei bis vier Studenten zusammen und zahlen fünf bis sechs Mark der Manu. Dir meisten von diesen Unglücklichen müffeu nach kurzer Zeit um Aufnahme in ein Krankenhaus bitten. Gin gewisser Wasfili Mitric beschäftigt sich ausschließlich mit dem Zuiammenkaufen aller möglichen Ueberreste der Restaurants und Hotels und verkauft diese in Portionon für drei bis fünf Kopeken an die ärmeren Stu- deuten. Die Roth ist aber bei diesen oft eine solche, daß fie, um auch nur dieses sich leisten zu können, in den Nachmittagsstunden iu Schneiderwerkstätten arbeiten müffeu. Diejenigen von ihnen, die rnufikalisch sind, verdienen sich ost ein kärgliches Brod als Mitglieder einer Musikkapelle, die zum Tanze aufspielt. Nicht besser haben es viele Studentinnen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, daß fie Nachts in Waschanstalten oder in Wäschesabriken arbeiten.
dem Sarge, in den der Leichnam erst am Grabe hinetngelegt zn werden pflegt. Der Zug selbst bot einen ganz merkwürdigen Anblick dar. Von den Soldaten trugen manche schmutziges Drillichzeug in den griechischen Farben blauweiß, die meisten freilich waren in ihrer Uniform, die aber sicherlich nicht» Parademaßige» an sich hatte. Nur von den Offizieren sahen manche recht gut aus, und jedenfalls suchten fie e» im Monocletragen unseren Potsdamer Garde-Oifizierea gleich zu thuu.
Ueber dir herrlichen Standen, dir in Griechenland dem Studium der alten Kunstdenkmäler gewidmet waren, will ich hier nicht schreiben. Da» find zu persönliche Eindrücke, um in den Rahmen dieser Berichte zu paffen, und außerdem ist über die Akropolis soviel Vortreffliches veröffentlicht worden, daß man doch nichts Neues von Belang hervorzubringen vermöchte. Höchstens könnte bemerkt werden, daß die Par- thenoufatzide noch immer vom Baugerüst verdeckt ist und daß durch die Propyläen Eisenschienen gelegt find, auf denen die zu den RecovstructionSarbeitrn erforderlichen Steine nach der Höhe des BurgbergrS hinansbefördert werden.
Unsere „Bohemta" hat sich inzwischen auch wieder in Bewegung gesetzt, und wir fahren eben an der bei Darda- nelli vor Anker liegenden türkischen Flotte vorüber, an einer Anzahl von alten Holzschiffen, von denen man begreisrn kann, daß fie im Kriege sich nicht in daS offene Meer hinaus- wagten.
• Der Tenorist als Portier. Wie das „Neue Wiener Tageblatt" mittheilt, hat der bekannte Tenorist Ladislaus MierzwinSki kürzlich die Stellung eines Portiers im Hotel d'Augleterre in Cannes angenommen. Der Name dieses Tenoristen, so schreibt daS genannte Blatt, ist tu Wien noch tu srtscher Erinuerung. Gleich einem Meteor ging sein Ruhm am Kunsthimmel auf. Durch die Macht, die Schönheit und die Höhe seiner Stimme setzte er die wufikalische Welt in Erstaunen, erregte er ihre Bewunderung. MierzwinSki war eine stattliche, echt männliche Erscheinung; auS dem vom kurzgeschorenen Vollbarte umrahmten Antlitze leuchteten zwei feurige Augen. ES war kein Wunder, daß ihm die Herzen der Frauen und daS klingende Gold der Jmpresarit von allen Seiten zuflogen. LadiSlanS MierzwinSki war Mitte der Achtzigerjahre der gefeiertste, begehrteste und höchstbezahlte Tenorist. In Wien, Berlin, in allen großen Städten Europas hatte der stimmgewaltige Pole Geld und Gold in Hülle und Fülle eivgeheimst. Jetzt ist dieser einst so gefeierte Künstler Hotelportier geworden, er, dem die Welt huldigte und dem Hun- derttausende in die Tasche flogen, ist jetzt auf die freiwilligen Gaben der Hotelgäste angewiesen. In Wien, wo Mier- zwinSki zuerst als Stern erster Größe ausleuchtete, hatte er auch ausgezeichnete künstlerische Beziehungen, denn da» seltene wunderbare Stimmmaterial, mit welchem ihn die Natur in so beispielloser Fülle bedacht hatte, erhielt erst durch die Lehr- knnst Pauline LuccaL eine gewiffe künstlerische Form. LadiS- laus MierzwinSki ist ein Opfer des Spiels geworden. Er, der plötzlich von einer Fluth vor, Gold überschüttet wurde, glaubte, daß niemals Ebbe eintreten werde- er verlor den Sinn für den Werth des Geldes, das er in verhältnihmäßig leichter Weise verdiente. Die Leidenschaft, welche jeden Künstler für seine Kunst beseelen muß, fie wurde in der Leidenschaft deS Spiels begraben. Er setzte Tausende und opferte in seiner Verblendung manchmal in einer Nacht baß, waS er in einem Monat sich ersang. Und er sang sich in einem Monat zuweilen ein vermögen, von dessen Zinsen eine Familie sehr anständig leben könnte! Man erzählt unter Anderen, daß er in einer Nacht 30000 fl. verlor, daS Honorar für eine Tournee, welche er erst am Tag nach dieser verhänguißvollm Nacht antreten sollte. Die Nerven deS Künstler» begannen unter diesen Aufregungen zu leiden, die Kraft seiner Stimme, der eine ausgeglichene künstlerische Bildung mangelte, erlahmte. Und von da an war er auch nicht mehr der von aller Welt gesuchte Tenorist, er war gezwungen, schließlich an Provinzbühnen zu Honoraren zu fingen, die ihm früher zwar verächtlich erschienen, ihn aber immerhin in die Lage versetzten, bequem zu leben. Doch er gab sich damit nicht zufrieden, er spielte weiter, er verlor auch weiter, und als alle Mittel, mit denen er den ersehnten Glückscoup zu erhaschen trachtete, versagten und versiegten, da wendete er sich dem Btllardspiel zu. Durch Monate konnte man ihn täglich im Berliner „CafH Saiserhos" stuudenlang am Billard sehen, mtt dem Queue in der Hand, zagend und ängstlich, da» Spiel um einzelne Markstücke. ... Jetzt ist e» zu Ende mtt dieser Künstlerlaufbahn, die so viel verheißend begann und von so kurzer Dauer war.
* Ueber die Xyphus-Spidemie bei dem Infanterie-Regiment Nr. 156 zu Brieg berichtet die „Verl. Ztg." folgende» Genauere: Im G nzen find bi»her 54 typhös-erkrankte und 3 typhöS-verdächtigc, zusammen also 57 Soldaten in da» Garnisonlazareth eingeliefert worden. Bon dem gemeldeten Stillstand der Krankheit kann zunächst noch feine Rede sein, da sowohl die Einlieferung neuerkrankter Mannschaften noch keiueöfall» zur Ruhe gekommen ist, al» auch die KrankhettS- form selbst ihren bedenklichen Charakter durchaus noch nicht verloren hat. Zwar ist seit Mittwoch eine Neueinlieferung nicht erfolgt, doch daS will Nichts besagen, da wiederholt Pausen in der Erkrankung eingetreten sind. Bon den erkrankten Mannschaften find vier der Epidemie erlegen- sie gehörten sämmtllch der 5. Compagnie deS 156. Infanterie- Regiments an. E» find dies der Gefreite Robert Wagner, die Musketiere Robert KozielSky, Robert Koza und Josef Paprotny. Den erkrankten Mannschaften wird in ausgedehntester Weise ärztliche Behandlung und Pflege zu Theil. AuS auswärtigen Garnisonen find mehrere Aerzte nach Brieg beordert worden, so daß die Behandlung der Kranken von acht Militärärzten geschieht. DaS Pflegepersonal ist ebensall» ganz bedeutend verstärkt worden. Es sind inSgesammt vierzig Lazarethgehilsen bezw. Ober- Lazarethgehilfen im Garnison-Lazareth thätig. Urber die Ursache der Krankheit ist Bestimmtes nicht mitzutheilen. Die Erkrankungen begannen kurz nach erfolgter Rückkehr auS dem Manöver - zwei Soldaten wurden schon als typhuskrank noch während des Manövers nach Brieg geschickt. DaS Regiment lag in der Gegend von Helnrichau und Münsterberg, und eS ist sehr wahrscheinlich, daß der Genuß geringwerthigen Obstes und schlechten WafferS die Ursache zu der traurigen Epidemie ist. .
* Zum hundertsten Geburtstage Bolta». des Erfinders der electrischen Batterie und der Volta'schen Säule, haben die Telegraphisten in Italien ein Rundschreiben an ihre College« der ganzen Welt ergehen lassen, dem wir die wichtigsten Stellen entnehmen: Die Telegraphisten Italiens sind von einem Gefühl der Dankbarkeit und der Hochachtung gegen Volta beseelt. Die Stadt Como, wo der große Physiker da» Licht der Welt erblickt hat, wird ihm durch die Veranstaltung einer Weltausstellung der Electricität, die am 1. Mai 1899 eröffnet und eine Reihe von Festlichkeiten und feierlichen Vorstellungen in sich schließen wird, die größte Ehre erweisen. Die Telegraphisten beschlossen, sich diesen Ehrenbezeigungen durch eine ganz spezielle Kundgebung anzu- schließen, indem sie die Vertreter der College« aller Länder einladen, sich in Como zu einem Congreß der Telegraphisten einzufinden, und am Fuße des bronzenen Standbildes Voltas, das die Vaterstadt dem berühmten Erfinder errichtet, einen < Kranz niederzulegen. — Die Einladung ist in etwas schwer I verständlichem Deutsch, in franzöfischer und italienischer Sprache I an die Telegraphenverwaltungen aller Länder, an die Kabel-
Gesellschaften und an^die Telegraphisten aller Staaten gerichtet.
* Thiere auf der Buhne und nicht nur im CircuS, sondern auch <m Schauspiel usw., sollen schon, wie ein deutscher GeschichtSsorscher kürzlich feststellte, seit 1650 ausgetreten sein. Damals figurirte in Paris in einer Oper „Andromeda" ein mit Flügeln geschmücktes Pferd al» Pegasus. Daß die Verwendung von Thieren auf der Bühne nicht immer ganz eiuwandssrei ist, zeigte fick kürzlich in der rusfischen Stadt Kiew, wo ein in der Oper „Die Glocken von Cornewlle" erscheinender Esel einen so donnernden Spplau» davontrug, daß die Direction fich genöthigt sah, das p. t. Publikum zu bitten, in seinen Beisallsbezeugungen für bat Esel etwa» weniger verschwenderisch zu sein, da — die Primadonna fich tief gekränkt sühle. Weniger häufig ist der Hund auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dennoch hat auch er sozusagen eine historische Bedeutung erlangt. Ein Hund war bekanntlich die Ursache, daß Goethe fich von der Leitung der Weimarer Theater» zurückzog. Der dramatische Vierfüßler sollte nämlich in einem Drama den Mörder seine» Herrn entdecken, indem er dem Verbrecher an die Kehle sprang. Hierüber brach zwischen Herzog und Dichter ein Streit au», infolge dessen sich Letzterer von der Leitung bei Theater» zurückzog. DaS im Allgemeinen auf der Bühne häufige Pferd ist bei den Schauspielern nicht sonderlich beliebt. Aengstliche Seelen gehen ihm am liebsten au» dem Wege, mag e» auch noch so gut dresfirt sein. Denn ersten» lenkt e» die Aufmerksamkeit der Zuschauer ab und zweiten» kann z. B. BrÜnhilde nie sicher sein, daß ihre „Grane" nicht gerade im ungeeignetsten Moment ein recht irdische», lustige» Wiehern ertönen läßt.
* Die Geschichte vom neuen Robinson hat fich jetzt wirklich al» ein großer Riesenfchwiudel entpuppt, nachdem in den letzten Tagen eine Reihe von Thatsachen brkannt geworden ist, denen gegenüber da» wunderbare Märchen von dem „LouiS de Rougemont", der von 1863 bis 1865 auf einer unbewohnten Koralleninsel in der Timor-See und von 1865 bi» 1895 unter den Wilden von Australien, abgeschnitten von aller Civllisation, feine LcbenSj ihre verbräche, nicht mehr bestehen kann. Der Australien-Reisende W. Carr-Bohd hat nachgewieseu, daß jener Hume, auf den fich der neue Robinson al» auf den Weißen beruft, der ihn 1872 unter den Schwarzen Central-Australiens angetroffen habe, selbst ein Schwindler war, der wegen Pserdediedstählen und anderer Vergehen eine mehrjährige Gefangnißstrafe abgebüßt hat. Ferner hat ein gewisser W.lliam Moy erklärt, daß sich „Loni» de Rougemput" ganz unberechtigter Weise so nenne, da er ihn vor Jahren unter dem Namen Green in Sidney gekannt. Dort habe er zusammen mit einem gewiffen Moquillon Versuche mit einem neuen Taucherapparate angestellt, und zwar i. I. 1895, also gerade in d-m Jahre, in dem er au» dem dreißigjährigen Exil bei den Wilden zurückgekehrt sein will. Noch Genaueres Über die wahre LebenSgefchichte de» falschen Robinson ergab eine telegraphische Anfrage deS Londoner „Daily Chronicle" an den „Sydney Daily Telegraph", die lautete: „Bitte, telegraphiren Sie gütigst, wie lange Greeu in Sydney lebte und Alter ältesten Kinde»" - darauf kam au» Sydney die Antwort: „Siebzehn Jahre. Häufig fort. Aelteste» Kind vierzehn." Damit war die Unwahrheit der ganzen Rodinsonade schon nahezu erwiesen. Da» „Daily Chronicle" hat aber auch in der Schweiz Erhebungen anfiellen lasten. Der falsche Robinson heißt darnach mtt seinem richtigen Namen Henri Loni» Grin uud ist 1847 in der Nähe von Yverdon am Nenchateler See geboren. Sein Vater war ein kleiner Gutsbesitzer. Mit seiner Mutter kam der junge Henri Loni» in Streit und darum verließ er 1863 ober 1864 bas elterliche Hau», er kehrte viele Jahre borthin nicht zurück, man verlor seine Spur, und eine Zeit lang galt er für tobt. Der junge Grin aber war vom Glücke begünstigt. Er würbe Kurier bei einer bekannten Schauspielerin, mit ber er Eog« land, Italien nnb Amerika bereiste. So ging e» ihm eine Reihe von Jahren gut. Er söhnte fich mit seinen Eltern aus unb besuchte auch Yverdon wieder. Dann trennte er fich von ber Schauspielerin und nahm verschiedene Stellungen als Hausdiener unb dergleichen an. In dieser Thätigkeit scheint er Erfolg gehabt zu haben unb auch darum zu höheren Stellungen in diesem Fache vorgerückt zu sein. Schließlich soll er sogar staatsmännische Ambitionen gehabt haben, und zwar gerade zu der Zelt, da er in Australien austauchte. „Die Wahrheit ist merkwürdiger, al» die Dichtung", sagt das „Daily Chronicle" zu der von ihm enthüllten wahren Lebens- geschichte jene» Manne», besten erlogene Rodinsonade so große Sensation erregt und gelehrte uod ungelehrte Häupter mit staunender Verwunderung erfüllt hat.
• Katteu-bammler-Maefch. Es ist eine alte Tatsache, daß die Kunst fich den Zeitbedürfniffeu avpaßt. Einer Bewei» hierfür bringt die Anzeige eines Breslauer Mufikaliew. Verlages bei. Unter den angezeigten Neuheiten steht ehe „Karten-Sarnrnler- Marsch".
Frankfurter Stadttheater.
Die berühmte italienische Sängerin Gemma Beilin ciovl wird demnächst im Frankfurter Opernhause ein Gastspiel atfolDtra, welches fich im günstigsten Falle aus zwei Abende »strecken wltL Dasselbe beginnt nächsten Montag, den 24. ds., in der Oper „Mignon^ in weicher Signora Bellincioni die Tiieipartie singt. — Die Prei« bei diesem Gastspiel werden die normalen großen Preise deSOperv- hausrs sein. — Platzbestellungen werden von jetzt ab entgegen genommen.
MWMMN AM
Wir alle waschen uns Myrrholin - Seife, weil dieselbe vollständig neutral, absolut reizlos ist, He Haut Uv und geschmeidig macht, daS Ausim Ingen verhindert und von viel« I angesehenen Aerzten als beste Kinderseise zum täglichen Gebra« I empfohlen wird. Für die zarteste Frauen- und Kinderhaut gibt t» I keine bessere Seife, wie dieS auS den zahlreichen Briefen angesehea« | Aerzte ersichtlich. Ucberall, auch in den Apotheken, erhältlich.


