Herrschaften war ein vortreffliche», worüber unter der Bevölkerung allgemein lebhafteste Freude herrschte. Zahlreiche Rosensträuße wurden der Frau Großherzogin während des RundgangeS überreicht.
Darmstadt, 19. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 17. August der am 10. August d. I. durch die Stadtverordneten-Ber- sammlung in Worms vollzogenen Wahl des besoldeten Bet- geordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt Bürgermeister» Heinrich Köhler zum Bürgermeister der Kreisstadt Worms die Bestätigung zu ertheilev.
Mainz, 19. August. Französische Buben. Heute früh uw 10 Uhr kamen fünf Franzosen vom Exercierplatze aus dem großen Saud, woselbst sie photographische Aufnahmen von den Truppen u. f. w. gemacht hatten, nach Gonsenheim. Dort betrugen sich die Söhne der grande nation in bübischer Weife. Sie hüpften unter Abfinguug der Mar- feillaise um das Kriegerdenkmal herum und bezeugten ihre Verachtung des Deutschthuws dadurch, daß sie das Denkmal fortwährend anfpuckten. Auf Beraulaffuug verschiedener Herren, die über den Vorfall empört waren, wurden die Franzosen am MÜnsterplatz verhaftet und dem Poltzribezirk tu der Neubruuuenstraße vorgeführt. Die photographischen Apparate wurden einstweilen confißcirt. Man braucht kein Chauvinist zu sein, um das freche Brtragen jener Leute aufs Schärfste zu verurthrileu. Ein Deutscher, der sich derart in Frankreich betrüge, würde sicher gelyncht.___________________________________
vermischtes.
♦ Fulda, 18. August. Gestern Abend verschied der Domeapitular und Profeffor am bischöflichen Priesterseminar zu Fulda Hermann Breitung, 56 Jahre alt.
♦ Metz, 16. August. DieGedächtnißseier in der Schlucht von Gravelotte nahm gestern Nachmittag wie in den Vorjahren den würdigsten Verlauf. Die Feier nahm um halb 4 Uhr am AuSfichtSthurm ihren Anfang mit dem Abfptelen des Chorals: „Wie sie so sanft ruh'n", worauf da» Lied „Deutschland, Deutschland über Alles" gesungen wurde. Mit Musik und der Fahnengruppe an der Spitze begaben sich sodann die Festtheilnehmer nach der Schlucht, wo eine zahlreiche Volksmenge den Zug erwartete. Zu der Feier hatte sich Bezirk-Präsident v. Hammerstein mit Gemahlin eingefunden,- die hier garnisonirenden Regimenter hatten OsfijierSdeputatiouen entsandt. Nach dem Choral: „Nun danket Alle Gott", gespielt von der Capelle de» Kgl. Bayer. 4. Infanterie-Regiment», trug der Männergesang- vereiu das Lied „O sanfte, sel'ge Ruh'" von E. Röder vor, worauf Archivdirector Dr. Wolfram die Festrede hielt, die gleichzeitig eine Gedenkrede auf den aus dem Leben geschiedenen ersten Kanzler de» wieder erstandenen Deutschen Reiches war und mit einem Hoch auf den Kaiser schloß, das emeu begeisterten Widerhall bet allen Theilnehmern fand. An daS Hoch schloß fich der Gesang der Volkshhmne und eine- auf Bismarck» Tod gedichteten Liede» an. Im weiteren Verlaufe der Feier trug der Mäunrrgesangverein den Kreutzrr'schen Chor „Au da» Vaterland" und da» „Schlachtgebet" von Himmel vor, woran fich später noch mehrere Lieder abwechselnd mit den Vorträgen der Capelle de» 4. Bayer. Infanterie-Regiment» reihten.
* Von einem Bienenschwarm wurde auf LundSgaardfeld in Schleswig eine achtzigjährige Frau in unmittelbarer Nähe ihres Hauses überfallen. Sie wurde bewußtlos aufgefunden, der Tod trat nach einigen Stunden ein. Unzählige Bienenstachel fanden sich im Gesicht und an den Händen der be- dauernswerthen Frau vor.
* Reformen im Bauwesen, Bau billiger Wohnungen. Mau kann der sächsischen Regierung die Anerkennung nicht versagen, daß sie in Beziehung auf die Wohnungsfrage verständigen Anschauungen huldigt. Sie hat schon früher daS Schlafstellenwesen möglichst zu beschränken gesucht und ist auch dem Bau von MtethSkaseruen auf dem Lande nach Möglichkeit entgegengetreteu. Jetzt hat sie, so schreibt man der „Franks. Ztg.", tu einer neuen Verordnung darauf hin- gewiesen, daß rS eine» besonderen Nachweises der gesundheitlichen Mängel der Häuser mit 4 oder 5 übereinander- liegenden Wohnschtchten nicht bedürfe. Im Innern großer Städte werde man derartige Häuser aus wirthschaftltchen Gründen in der Regel ertragen müffen, doch es liege nicht die geringste Beranlaffung vor, derartige Wohnungsver- hältniffe auch tu den neueren Stadtthetlen sich entwickeln zu laffen. Nachdem der Chef des Bibliographischen JnstituS in Leipzig, Herr Mtyrr, bereit» um die Mitte der achtziger Jahre zum Dank dafür, daß sein Sohn, der Afrikareisende Dr. Hans Meyer, au» der Gefangenschaft eine» asrtkantscheu Häuptlings errettet wurde und unverletzt in die Heimath zurückkehrte, eine Million Mark für den Bau von 27 Arbeiterhäusern in Leipzig-Ltudenau gestiftet und diese Bauten in mustergilttger Weise unter Berücksichtigung der Errichtung von Kleingärten und der Pflege der Kinder der Bewohner ouSgesührt hat, sind auS den Etnuahme-Ueberschüffen inzwischen weitere acht Häuser daselbst erbaut worden. Jetzt gedenkt Herr Meyer noch achtzig Häuser im Norden der Stadt, in der Nähe de» Berliner BahnhosS, nach denselben humanen Prinzipien mit Kleinwohnungen zu errichten. Der Dtrector des städtischen Statistischen Amt» in Leipzig, Reichstagsabgeordneter Proseffor Dr. Haffe, hat ebenfalls eine Colonie von Arbeiterhäuseru im Nordwesteu der Stadt vor Jahren errichtet, die sich, gleichwie die erste Leipziger Unternehmung dieser Art, welche von dem Generalconsul de Ltagre ins Leben gerufen wurde, durchaus den gehegten Wünschen entsprechend entwickelt. Im Osten der Stadt hat Frau Baurath Roßbach einen Baugrund sür die Errichtung einer Anzahl Häuser, die im Cottage-System erbaut, nach und nach 160 Familtenwohnungeu enthalten sollen, für 100000 Mk. erworben. Zu dem Bebauungsplan hat der Rath der Stadt Leipzig bereit» seine Genehmigung ertheilt. Endlich ist laut Veröffentlichung im „ReichS-Anzetger" ein Arbetterwohnung»- bauveretu für Leipzig und Umgebung in Wahren am 26. Juli
bei« Amtsgericht zu Leipzig als Genossenschaft eingetragen worden.
♦ „Kaiser Wilhelm I. und die Wahrsagerin". Dieser Tage ging ein merkwürdiges Zahlenspiel über die Geburt«- und Sterbedaten des Fürsten Bismarck durch die Presse. Dies erinnert an eine ähnliche Anekdote, die man sich von unserem alten Kaiser Wilhelm erzählt. Der Kaiser, damals Prinz von Preußen, soll sich während seines Aufenthalts in England anno 1849 einstmals zu einer Wahrsagerin begeben haben. Sinnend betrachtete die Alte die Linien seiner Hand, um dann in die prophetischen Worte auszubrechen: „Du wirst die Krone tragen, nicht nur Deines Stammes, sondern aller Stämme Deines Volkes." Auf die erstaunte Frage, wann denn das sein solle, erwiderte sie: „Zähle zu der Jahreszahl dieses Jahres nochmals die gleiche Zahl hinzu!"
1849
1 8 4 9 1871
Der Prinz wandte darauf ein: „Das wird wohl schwerlich in Erfüllung gehen, da würde ich ja schon sehr alt sein." „Oh, Du wirst dann noch lange leben", war die Antwort, und auf die weitere Frage: „Wie lange?" „Verfahre mit der zweiten Zahl also wie mit der ersten!"
1871 1 8 7 1
1888
Und so, wie sie prophezeit, ist es auch eingetroffen. Se non d vero, d ben trovato.
• Die englische Regierung hat bei der Geschützgteßeret Dicker» & Co. neue Geschütze von 12 und 16 Zoll Caliber — die letzteren find Schnellfeuergeschütze — in Auftrag gegeben. Dieselben sollen bei den angestellten Proben außerordentlich günstige Resultate gegeben haben, die namentlich in dem vereinfachten und verbesserten Verschlußmechanismus, sowie in der Zündvorrichtung ihren Grund haben. Bei ihnen kommt ferner eine gänzlich neue Lafetteuconstruction zur Verwendung. Bei den Proben brauchte man zur Abgabe eine» Schüsse» aus dem neuen Rohre, welches auf einer alten Lafette monti,t war, 9Ve See. Für 20 hintereinander abgefeuerte Schüsse brauchte mau, wenn nicht gezielt wurde, 214 See. Beim Zielen stieg diese Zeit auf 249 See. Unter Anwendung der neuen Lafette dagegen verringert sich die Zett für einen einzelnen Schuß auf 8,56 resp. 6,5 Sec., je nachdem man zielt oder nicht. Das Geschoß aus diesen neuen Geschützen besitzt eine Energie von 1,664,328 Ktlogramm- meter pro Secunde, während Geschütze derselben Caliber» jetziger Construction nur 1,003,738 Kilogrammmeter erreichten. (Mittheilung de» Internationalen Patent-Bureau» Carl Fr. Retchelt, Berlin NW. 6.)
* Daß manche Thiere Zungen einer anderen Gattung au KiudeSstatt amnhmeu, dafür sind ja die Beispiele zahlreich. Ein gewiß seltener Fall von Adoption ist jedoch jüngst zu West Haddon, einer Farm in England, beobachtet worden. Lämmer, die durch einen Zufall ihre Mutter verloren hatten, vertraute man einer Kuh an. Diese ließ das erste ohne Widerstand an fich heraukommen und auch saugen. Da der Versuch mit einem Lamm geglückt war, verwehrte man die Zahl der Stiesktuder, und bald hatte die Kuh sechs davon zu versorgen. Diese behandelte die ganze Familie sehr gut- sie ließ sie nicht bloß saugen, wenn sie wollten, sondern sie beleckte und liebkoste die Lämmer, als wenn es ihre Kälber gewesen wären. Die Lämmer gediehen auch vorzüglich unter dieser Pflege.
* Verschärfung. Mutter: „Aber warum hast Du dem Herrn Müller, al» er auf dem Spaziergang um Dich warb, nicht gleich einen Korb gegeben?" Tochter: „Den soll er fich im Frack und Cyliuder holen, dann ist's feierlicher."
* Kein Vergnügen. A. (spöttisch zu seinem Bekannten, der schwer bepackt soeben mit dem Zuge angekommen ist): „Na, Sie find wohl aus Vergnügungsreise?" B. (mürrisch): „Unsinn, Hochzeitsreise."
Auszug aus den Standeramt-registern
der Gtadt Giessen.
Aufgebote.
August: 17. Johann Wilhelm Uhl, Maurer zu Braunsel», und Christine Marte Lepper, Dtenstmagd daselbst. 17. Konrad Adam Fenner, Postassistent zu Caffel, und Margarethe Wilhelmine Berck dabter. 17. Karl Heinrich Altred Michi, Kaufmann zu Erfurt, und Wilhelmine Georgine Antonie Wallenfels dahier. 18. Wilhelm Kahn, Schlaffer dahier, und Juliane Auguste Marte Otterbetn dahier. 19. Wilhelm Ullrich, Kaufmann dahier, und Karoline Margarethe Amalie Ziegenhain hterselbst.
Eheschließungen.
August: 13. Albert Marlin Karl Ludwig Emil Lehr, Weißbinder dahier, mit Karoline Schleuntng, geb. Hof, hierfelbst. 13. Konrad Eller, Streckenarbeiter dahier, mit Margarethe Hartmetz hierfelbst. 13. Wilhelm Burkhardt, Gärtner dahier, mit Charlotte Kaufmann bierselbst. 13. Heinrich Paulus Ruhl, Lacktrer dahier, mit Marte Sophie Henkel hierfelbst. 17. Philipp Lemp, PosthtlfS- bote dahier, mit Eltsabethe Moller hierfelbst.
Geborene.
August: 7. Dem Bremser Wilhelm Köhler ein Sohn, Richard Johann Theodor. 9. Dem StattonSasststent Karl Wagner eine Tochter, Elisabeth Anna Aurelle. 10. Dem Kaufmann Heinrich Friedrich Nassauer ein Sohn. 10. Dem Kürschner und Kappenmacher Richard Frenzel eine Tochter. 11. Dem Schreiner Georg Beck eine Tochter, Elisa Anna Katharine. 11. Dem Schlaffer Marcellus GaltnSkt ein Sohn, Theodor. 12. Dem Brauereibesitzer Eugen Asprton eine Tochter. 12. Dem Wirth Ludwig Flamme ein Sohn, Karl Ludwig. 13. Dem Taglöhner Justus Sauer eine Tochter, Elisabeth. 14. Dem Hilfsheizer Wilhelm Konrad Preis eine Tochter. 14. Dem Vorarbeiter Peter Schepp ein Sohn, Georg Karl Otto. 15. Dem Zahlmeisteraspirant Johannes Wilhelm eine Tochter. 15. Dem Vtcefeldwebel Heinrich Specht eine Tochter. 15. Dem HülfSbremser Heinrich Wilker eine Tochter, Auguste. 16. Dem Heizer
Johann Peter Barthen ein Sohn, Johann Peter. s!7. Dem Eisen dreher Franz Brunow ein Sohn, Robert Martin, und ein Sohn Franz Albert.
Gestorbene.
Auaust: 12. Juliane RuckelShauß, geb. Graulich, 51 Jahre alt, Ehefrau des Heilgehülfen Nicolaus RuckelShauß zu Burggemünden. 13. Joseph Sttnner, 1 Jahr alt, Sohn von Wirtb August Sttnner zu Herdorf. 13. Auguste Weigand, geb. Fischer, 67 Jahre alt. Ehefrau deö LocomottvführerS i. P. Johannes Weigand dahier. 14. Johannes Lapp, 3 Monate alt, Sohn deö Dachdecker» Johannes Lapp dahier. 14 Dr. Fritz Ploch, 59 Jahre alt, pract. Arzt dahier. 14. Ltsette Philippi, geb Dtenstbach, 53 Jahre alt, Wittwe des Fritz Philippi zu Usingen. 15. Katharine Susann« Anna Lina Elisabeth Schlierbach, geb. Häuser, 22 Jahre alt, Ehefrau ded Buchhalter» Konrad Schlierbach dahier. 15. Elisabeth Schneider, geb. Schneider, 26 Jahre alt, Ehefrau des Kutschers Karl Schneider zu Rodheim v. d. Höhe. 15. Johann Friedrich Stork, 60 Jahre alt, Zugführer in Pension dahier. 16. Philipp Schweitzer, 58 Jahre alt, Taglöhner dahier. 16 Hermann Philipp Ludwig Panz, 1 Jahr 4 Monate alt, Sohn des Dachdeckers Georg Wilhelm Panz dahier. 17. Philipp Hamm, 48V, Jahre alt, Ackermann zu ElSheim, Kreis Bingen. 17. Johannes Stede I., 78 Jahre alt, Schneider zu Blofeld. 18. Pauline Dorothea Arnold, 19 Jahre alt, Nähterin zu Wetzlar.
Auszug aus -en Airchenbüchern
der Stadt Gießen.
«vavgeltfche Gemrinde.
Getraute.
MatthäuSgemetnbe.
Den 13. August. Albert Martin Karl Ludwig Emil Lehr. Weißbinder zu Gießen, und Karoline Schleuntng, geb. Hof, Wittwe von Weißbindermetster Julius Adam Martin Ludwig Schleuntng zu Gießen.
Denselben. Heinrich Paulus Ruhl, Lackierer zu Gießen, und Marie Sophie Henkel, Tochter von Stuhlmacher Philipp Henkel zu Gießen.
Markusgemeinde.
Den 13. August. Konrad Eller, Streckenarbeiter zu Gießen, und Margarethe Hartmetz, Tochter deS Spenglermeisters Ludwig Hartmetz III. zu Daubringen.
Johannesgemeinde.
Den 13. August. Wilhelm Burkhardt, Gärtner zu Gießen, und Charlotte Kaufmann, Tochter des Taglöhners Johannes Kaufmann zu Geilshausen.
Den 17. August. Philipp Lemp, Hilfspostbote zu Gießen, ein Wittwer, und Elisabeth Möller, Tochter deS verstorbenen Landwirth» Valentin Möller zu Heblo».
Getaufte.
Matthäusgemeinde.
Den 14. August. Dem Schneider Hermann Müller ein Sohn, Lüdwig Georg, geboren den 19. Juni.
Denselben. Dem Hausburschen Florenz Goffelmeyer eine Tochter, Marie Mathilde, geboren den 24. Juli.
Denselben. Dem Küfer Georg Schmidt ein Sohn, Karl Friedrich Wilhelm, geboren den 4. Juli.
Markutzgemeinde.
Den 14. August. Dem Maschinist Ludwig Waldschmidt ein Sohn, Karl Adolf Leonhard Heinrich, geboren den 25. Juli.
Denselben. Dem Spengler Ernst Hosch ein Sohn, Ernst August Wilhelm Ferdinand, geboren den 20. Juni.
Denselben. Dem Kaufmann Louis Benner ein Sohn, Rudolf Alexander Wilhelm, geboren den 29. Juni.
LukaSgemetnd e.
Den 14. August. Dem Wagenwärter Heinrich Volk ein Sohn, Heinrich Nikolaus, geboren den 30. Juni.
Johannesgemeinde.
Den 14. August. Dem Dachdecker Hermann Meier eine Tochter, Elise Dorothea, geboren den 6. Juli.
Denselben. Dem Briefträger Conrad Becker eine Tochter, Anna Marie Helene, geboren den 21. Juli.
Denselben. Dem Taglöhner Friedrich Dietrich ein Sohn, Heinrich, geboren den 27. Juli.
Den 15. August. Dem Schlosser Heinrich Lehrmund eine Tochter, Selma, geboren den 27. Juli.
Beerdigte.
Mattbäusgemeinbe.
Den 16. August. Dr. Fritz Ploch, practischer'.Arzt, verheirathet, 59 Jahre alt, starb den 14. August.
Denselben. Auguste Weigand, geb. Fischer, Ehefrau von Loco- motivführer i. P. Johannes Weigand, 67 Jahre alt, starb den 13. August.
Markusgemeinde.
Den 17. August. Philipp Schweitzer, Bahnarbeiter, verheirather, 58 Jahre alt, starb den 16. August.
LukaSgemetnde.
Den 15. August. Adeline Friederike Bechtoldt, Tochter deS verstorbenen Kaufmanns Friedrich Bechtoldt zu Braunfels, 58 Jahre alt, starb den 12. August.
Den 17. August. Lina Schlierbach, geb. Häuser, Ehefrau de» Buchhalters Conrad Schlierbach, 23 Jahre alt, starb den 15. August.
Denselben. Johann Friedrich Storck, Zugführer i. P., 60 Jahre alt, starb den 15. August.
Johannesgemeinde.
Den 17. August. Elisabeth Schneider, geb. Schneider, 27 Jahre alt, starb den 15. August.
Bremen, 19. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Capitän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern, 5 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen.
verkehr, Land, «nd volk-wlrthschaft.
Gießen, 20. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. Jü 0.95—1.10, Hühnereier per St. 6—7 H, 2 St. 11—13 H, Enteneier 2 St. 14—15 H, Gänseeier per St. 12—00 H, Käse 1 St. 5—7 Küsematte per St. 3 Erbsen per Liter 18 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar JL 0.80—0.00, Hühner per St. 0.85—1.20, Hahnen per Stück JL. 0.65—1.00, Enten per St. 3L 1.50—1.80, Gänse per Pfund 0 00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—74H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—66 4, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 H, Kalbfleisch per Pfd. 60—64 Hammelfleisch per Pfd. 80—00 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bis 8.00 JL, Weißkraut per St. 0—00, Zwiebeln per Ctr. JL 5.00—6.00, Milch per Liter 16 H.
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 20. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag»: Wasser 19'/,°, Luft 23°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.


