Ausgabe 
20.12.1898 Zweites Blatt
 
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Reinigung kann und nur nützen. Jeder rechtschaffene und tapfere Mann muß genau wissen, wohin er -u halten hat, ans welche Persönlichkeiten und Charactervorbilder er sein vertrauen setzen will. N rmand kann zwei Herren dienen und ebenso wenig zweierlei Urberzeugungen haben. Wer aber auf beiden Achseln Waffer trägt, den sollen die Kriegervereine aus ihrem Bunde ausschließen. Die K^iegervereine müssen es thun, weil ihre Gesetze und Ordnungen daS Gegenthril von dem erheischen, waS die Soctaldemokratie will; denn niemals kann ein Toeialdemokrat fich zu der Parole bekennen: Mit Gott für König und Vaterland, für Kaiser und Reich." Socialdemokratie und Kriegrrverein paßt wie die Faust zum Auge."

Berlin, 17. Deeember. Wahlproteste. Die zehn« tägige Frist, innerhalb deren Wahlaufechtuugen gegen die Mandate der ReichStagsabgeordneten zulässig sind, ist nunmehr abgelaufen. ES find im Ganzen 76 Proteste etngegangen; außerdem sind voa den Abtheilungen vier Wahlen für zweifel­haft erklärt worden, sodaß im Ganzen der Wahlprüfuugs- eommtsfion 80 Wahlen zur Prüfung überwiesen find. (In der vorigen Legislaturperiode waren es 100.)

Eine bemerkenSwerthe Aenderung der parlamentarischen Lage in Frankreich hat die Frettagsitzuug der Deputirteukammer herbeigeführt. Die Kammer hatte die Wahl des Möliuisten Barttffol in Nar- boune für ungiltig erklärt, weil bewiesen wurde, daß die Regierung, waS übrigens in der Republik ja gang und gäbe ist, mit ihrem ganzen Awtseiufluß und Geld für ihn gewirkt hatte. Der socialisttfche Abgeordnete Vioiani begnügte sich damit nicht, sondern forderte vom gewesenen Cabinet Mölme Rechenschaft für seine Wahlnmtriebe. Nun nahm der Mi­nisterpräsident Dupuy zur Ueberrafchuog der gemäßigten Republikaner oder Möltnisten gegen seinen AmtSvorgäuger Partei und schloß sich einer Tagesordnung an, die erklärt, daß die Kammer den Regieruugsdruck zu Gunsten amtlicher Bewerber brandmarkt. Die Radikalen jubelten Dupuy zu, Krantz und Legrand, die beiden Vertreter der Möltnisten- gruppe im Ministerium Dupuy, wollten erst aus diesem aus- treten, gaben diese Absicht indessen wieder auf. Dupuy ist nunmehr ein Ministerpräsident der Radikalen und des linken Flügels der Grmäßtgten, er hat sich schroff von den reinen Möltnisteu loSgesagt und sie zu drn Bekehrten, den Clerikalen und Monarchisten abgedrängt. Die gemäßigten Blätter er­klären allerdings, auch die Stellung dcS Tabinets habe da­durch einen argen Stoß erlitten.

Crefeld, 17. December. Die Arbeit ruht noch voll­ständig, für morgen früh ist eine große Weber-Bersamm- lang augesagt. In derselben sollen die Forderungen der Strikenden nochmals besprochen werden. Die Fabrikanten haben weitere Verhandlungen mit den Strikenden abgrlehnt, solange die Arbeit nicht wieder ausgenommen ist.

Pari», 17. Deccmber. Jüngst erstattete im Haushalts- Ausschuss- der französischen DeputirtewKammer der Abge- ordnete Boudenoot Bericht über den Voranschlag des Kriegsmintsteriums für 18 99. Trotz der Abstriche in der Höhe von 9</2 Millionen hauptsächlich an dem Capital für Lebensmittel ist der Voranschlag noch um 10 Millionen höher als für das laufende Jahr. Die bedeutendsten Mehr- ausgaben erheischen die Wiederherstellung der vierten Bataillone, die Thetlung des sechsten Armeecorps, die Schaffung neuer Festungs-Artillerie Batterien, die Wiederherstellung der Regt- «eutS'A?jutanten und die Organifirung der Sahara-Spahis. Bondenoot verwies darauf, daß die Erhöhung der Lasten des KriegSbudgets einer wirklichen Brrmehrnug der Streitkräfte und namentlich der Einverleibung der höchsten Cootiugente znzuschretbeu ist, die man seit 25 Jahren zu verzeichnen hatte. Der Jstbestand für 1899 wurde auf 577,000 Mann mit

gestanden, durch die Drohungen des Zaren etngeschüchtert, im Vertrage von Olmütz (29. November 1850) nach und »Uugtt, da ihm nichts an dem Eivtritr der gesammten öster­reichischen Länder in den den scheu Bund gelegen war, lieber in die Wiederherstellung der alten Baude-Verfassung. Ebenso schwach und unentschlossen wie zu Olmütz zeigte fich die preußische Regierung tu der Jnangrtffuahme der schleswig- holsteinischen Frage. Dänemark nahm widerrechtlich Schleswig in Anspruch, Preußen fiel die Aufgabe zu, Deutschlands Rechte zu wahren. Zu seiner Unterstützung schuf die Reichs- «gierung die Anfänge einer deutschen Flotte. Die preußische Regierung führte jedoch den Krieg mit Dänemark nicht nur äußerst lässig, sondern gab schließlich die Schleswiger den Dänen preis. Ohne nachhaltigen Beistand ihrer Verbündeten zu längerem Widerstande zu schwach, unterlagen die Schles- wiger am 25. Juli 1850 bei Idstedt ihren dänischen Unter­drückern. Die deutsche Flotte aber wurde in Bremerhaven öffentlich versteigert.....

Das war das Ende der Bewegung von 1848. Die nationale Erhebung allenthalben niedergedrückt, die Reactton triumphtrend, der alte Schlendrian des Bundestages wieder hergestellt, Preußen, und in ihm Deutschland, bet Olmütz schimpflich gedemüthigt, so trostlos mußte enden, was so glorreich begonnen hatte. Ein Olmütz beschloß die erste Hälfte des Jahrhunderts ... und wieder faß in Frankreich, ein Napoleon auf dem Thron, welcher bestimmt war, den ersten Deceunien der zweiten Hälfte feinen Stempel auf- zudrücken. Wie Napoleon I, so sollte auch der dritte dieses Namens ein Werkzeug des Schicksals werden; wie der Erste ausersehen war, allenthalben den Geist der Nationen zu wecken, so sollte der Dritte mit oder wider Willen die Be­wegung zum Ziele führen. Ein einiges Italien, ein einiges Deutschland sollte durch ihn erstehen, er selbst aber, wie sein großer Oheim, dem Untergänge geweiht sein, nachdem er seine historische Aufgabe erfüllt hatte.

einem Abzüge von 9 v. H. für Urlauber festgesetzt. Der Budget-Ausschuß pflichtete seinem Berichterstatter in den meisten Punkten bei, wie nicht anders zu erwarten stand.

Cecofcs und provinzielles.

X. Darmstadt, 17. December. Bon der heute hier statt­gehabten Hauptversammlung desMittelrheinischen Architecten- und Jngentenr-Vereins, die unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Wtckop stand, möchte, als auch weitere Kreise tuteressirend, zu berichten sein, daß der verein jetzt 207 Mitglieder und ein Ehrenmitglied zählt. Für eine demnächst auzubringende Gedenktafel für den Erbauer des Hauptgebäudes der Technischen Hochschule wo auch die Versammlung tagte Geh. Baurath Wagner, hat der Verein 100 Mk. bewilligt. Die Einnahmen des Verein- in 1898 waren 2749 Mk., die Ausgaben 1843 Mk. Nach weiteren geschäftlichen Mtttheilungen verbreitete fich Herr Geh. Ober­baurath Hofmann in sehr intereffanter Weise über die künstlerische Gestaltung des Städtebaues unter Bezugnahme auf die den Fachgenoffen wohlbekannten Werke von Sitte- Wien und Stübben Köln. Schon Aristoteles sagte, eine Stadt müffe so gebaut sein, um die Menschen sicher und zugleich glücklich zu machen. An letzteres knüpft die neue Richtung im Städtebau (repräsentirt durch Sitte, Henrici-Aacheu, Hof­mann n. A.) an, indem fie den Städtebau im höchsten Sinn als eine Kunstfrage, natürlich unter aller Berücksichtigung der hhzieuischen und anderen Jntereffen, erklärt und demgemäß verfährt, ohne in das ungesunde Gewinklel der ol en Städte irgendwie verfallm zu wollen. Die heutige Stadtplau- gestaltuug ist viel zu viel beherrscht von der gesetzlichen Vor­schrift, daß tu Städten die Straßen nicht unter 12*/, m, in anderen Orten nicht unter 10 m breit sein sollen. Der Vortragende legt an Nmbebauunzrpläneu von Deffan, Han­nover, Aachen usw. näher dar, was die neue Schule bezweckt- namentlich geht ihr Bestreben auf eine geschickte Anordnung der öffentlichen Gebäude an den öffentlichen Plätzen, und zwar so, daß diese ersteren an- oder eingebaut, nicht, wie dies jetzt der Fall ist, gleich eines Wasserflasche auf den Tisch aus­gestellt find. Noch rücksichtsloser als in der Stadt gehe mau auf dem Land mit derBegradigung" vor- hier sei von einer charakteristischen Erweiterung des StraßennrtzeS meist nicht mehr die Rede, zum Theil infolge der gesetzlichen Bestimmungen, zum Theil infolge der Thatsache, daß hier Geometer (deren ehrenvollem Stande al- solchem Redner alle Anerkennung zollr), nicht eutsp cechend dasür architek. onisch geschulte Techniker die Ausführung haben. Bei dieser Sachlage begrüßt Redner die demnächstige Einrichtung eines Eollegs Über Städtebau an der hiefigen Hochschule und auch einer Vorlesung für im Amt stehende Techniker und BerwaltungSbramte, beides von Privat- doeent Pützer hier, dem seinerzeitigen Mitarbeiter HeuriciS in Aachen. Eine Neubearbeitung der Allgemeinen Bau­ordnung stehe bevor, wie Redner noch mittheilt. Urber das Project der baukünstlerifcheu Umgestaltung des Schloß­platzes in Mainz, dem durch die projrctirte Erhöhung und AuSbauung der Schloßkaferne Gefahr droht, berichtete Herr Architekt Sutter von da, uammrlich auch auf das franzöfische Denkmälerfchutzgesetz und daS nächstjährige Erscheinen eines FachvlatteS für Denmkalpflrge in Berlin als uachahmenswerth bezw. erfreulich ytuweiseud. DaS Project wurde schon von * anderer Seite in Ihrem geschätzten Blatt besprochen. Der \ Hauptvereiu deS M. A.- u. J.-V. schloß fich, nachdem der Vorsitzende bemerkt hatte, es handle fich hier um eine Landes- (nicht Local-) Frage, dem Beschluß des Mainzer OrtSverrinS an, der bei den städtischen Factoreu um Vorlage eines neuen Bebauungsplanes (ohne Schloßkaserue) des Thetls zwischen Großer Bleiche und Rheinstraße, inclusiv: Raimnndi Garten, vorstellig geworden, und wählte eine Commtsfiou zur ein­gehenden Erörterung der Frage, bestehend aus neun Fach- genoffen aus Mainz, Darmstadt und Wiesbaden. Der seitherige Vorsitzende, Herr Prof. Wickop, wurde einstimmig wiedergewählt.

Vermischtes.

* Krefeld, 15. December. In der Stadtverordneten­sitzung besprach der Beigeordnete Dr. Bertram, der Vor­sitzende der socialen Commission, die Web er beweg ung und führte unter Anderem aus: Auf den günstigen Verlauf der Vergleichsverhandlungen mit den Arbeitern der Firma Emst! Engländer hat besonders die Mittheilung des Redners, der ; diese Versammlung leitete, eingewirkt, daß die Stofffabrikanten > sich bereit erklärt hätten, einem zu gleichen Theilen aus! Arbeitgebern und Arbeitern bestehenden Ausschuffe mit un- \ parteiischer Spitze beizutreten, der bei Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Fabrikanten befragt werden und dem auch die Ausarbeitung der gemeinsamen Lohnliste aufgetragen werden solle. Um überhaupt zu einer einheitlichen Lohnliste, die für das ganze Seidenstoffgewerbe gar nicht aufgestellt ' werden könne, zu gelangen, solle die Aufstellung von gleich- ; lautenden Lohnlisten für die einzelnen Geschäftszweige, wie \ Cravattenstoff-, Schirmstoff- und Kleiderstoffweberei ang-bahnt ! werden. Diese Mittheilung ist auch nach der erzielten j Einigung den Arbeiterausschüssen gemacht worden. Um so ; unerklärlicher ist es, daß fie die Wiederaufnahme der Arbeit ! ablehnten. Heute sei nun die Arbeit nicht wieder aufge- \ nommen worden und nach den Vorgängen in der Nach- \ mittags-Versammlung sei der Friede noch nicht zu erwarten. t Immerhin sei es eine Thatsache, daß viele Arbeiter gern : die Arbeit wieder aufnehmen würden und die Fabrikanten i hätten deshalb schon um polizeilichen Schutz für ihre arbeits- willigen Weber gebeten, da sie von den Hetzern, vor denen fie sich fürchteten, bedroht werden würden. Dieser erbetene polizeiliche Schutz solle den Arbeitswilligen in vollem Maße werden. Die Polizeibeamten seien angewiesen, mit möglichster Ruhe und Vorsicht, aber mit allem Nachdruck die Arbeits­willigen zu schützen und zu verhindern, daß ste beleidigt oder angegriffen werden. Trotz der Beschlüsse in der heutigen Weberversammlung solle nach Mittheilungen an die städtische

Verwaltung in einer großen Zahl von Fabriken morgen die 6 Arbeit wieder ausgenommen werden. Der Redner richtete . zum Schlüsse seiner Ausführungen die dringende Mahnung an die Arbeiter, doch ja an den Ausschuß zu denken, Deffen Bildung die Fabrikanten gutgeheißen haben. Er bat sie, sich nicht aufhetzen zu lassen. Würde dann der Ausschuß ein­gesetzt, dann würden in Krefrld Zustände geschaffen roerben können, wie sie allen billigen Anforderungen entsprechen.

* Eine deutsche Seemauusthat. Der deutsche Dampfer Maria Rickmers", welcher bti Kap Henry (Virginia) acht Ueberlebende von dem verlaffenen DawpserLoudontan" gerettet hat, berichtet, alsLondonian" in Sicht g kommen sei, habe hoher Seegang und Oftrvind das Herunterloss rr eines Bootes von derMaria RickmerS" sehr erschwert. Dennoch machte der zweite Steuermann Lenz mit 6 Leuten einen Rettungsversuch- fie konnten jedoch erst nach drei­stündigen Anstrengungen zu dem verlassenen Schiffe gelangen. Als die Rettenden endlich nach dem Hintertheil derLon- douian" kamen, riefen fie den auf der Brücke zusammen- gepferchten Leuten zu, nach hinten zu kommen und warfen ihnen alsdann Taue zu. Die Ueberlebenden schlangen die Taue um den Leib, sprangen in die See und wurden dann in das Rettungsboot und von dort an Bord derMaria Rickmers" gezogen. Man sah dieLondovian" in der Dunkelheit forttreiben- fie ist zweifellos gesunken. Wegen hohen Seeganges konnte dieMaria Rickmers- das aus­gesandte Rettungsboot nicht wieder an Bord nehmen, sondern mußte es zurllcklaffen.

* Deutsche Dampferverbiuduug zwischen Neapel-Sorrento- Capri. Der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat am Schluß der Nordserbäder-Sasson seinen bisher in der Fahrt nach Norderney beschäftigten SaloudawpferNajade" nach Neapel entsandt, woselbst derselbe während der Wintrrmoaate sür eine tägliche Verbindung zwischen Neaprl-Sorrevto Capri Verwendung findet. Der auf da- eleganteste auSgestattete, für den Hochseeverkehr gebaute Dampfer besitzt Raum für etwa 700 Passagiere. Die Fahrten haben am 10. November begonnen. Gegenüber den bisherigen maugelhastm Fahr­gelegenheiten zwischen Neapel und Capri bedeutet die Em- führung des Lloy^dampferS, der mit allen möglichen B^qarm- lichkeiten ausgerüstet ist, eine außerordentliche Verbtssernng, welche sich jetzt bereits der Gunst des Reisepubltkums im höchsten Maaße erfreut. Für drn Nordseebäderverkrhr ist abermals ein neuer Schnelldampfer in Bau gegeben, welcher an Größe und Schnelligkeit die bisherigen, im Verkchr nach Norderney und Borkum beschäftigten Dampfer noch bei Weitem übertrifft._____________________________________________

Wissenschaft, Literatur «nd Knnft.

Pünktlich wie seit 32 Jahren um die Weihnachtszeit erschien soeben die nächstjährige Ausgabe des großen Zeitungskataloges der ältesten und bestrenommirten Annoncen-Expedition Haasen­stein & Vogler A.-G., welche bekanntlich an allen Hauptplätzen des Inlandes und vielen großen des Auslandes eigene Nieder­lassungen besitzt. Welchen Aufschwung und welche Bedeutung die Zeitungslitteratur in Verbindung mit dem Jnsertionswesen er­langt hat, beweist am besten der überraschend große Umfang dieses neuesten Zeitungskataloges, der sich für 1899 als stattlicher Großfolio-Band von über 600 engbedruckten Seiten präsentirt. Das Werk ist äußerst geschmackvoll und luxuriös ausgestattet. Alle Zeitungen der Welt, sowohl politischen als auch fachlichen Inhalts, sind übersichtlich nach Ländern und Erscheinungsorten geordnet und mit genauen Titeln darin aufgeführt, nebst allen für den Annoncentheil in Betracht kommenden Angaben, wie z. B. Erscheinungsweise, Zeilenpreis, Spaltenanzahl und Breite derselben, Tendenz des Blattes rc. rc. Außerdem enthält dieses, für Inserenten unentbehrliche Nachschlagebuch, einen für Jedermann verwendbaren Tages- und Notizkalender und den Abdruck vieler für die Geschäfts­welt wissenswerther Verordnungen, Tarife und Tabellen, wie Reichsbankverkehr, amtliche Veröffentlichungen betr. das Post- und Telegraphenwesen u. s. w. Jedenfalls hat die nunmehr über 40 Jahre bestehende Annoncen-Expedition Haasenstein & Vogler A.-G. mit diesem Zeitungskatalog für 1899 ein Werk geliefert, welches Alles bisher aus diesem Felde Gebotene überragt. Be­merkenswerth ist übrigens auch die fortgesetzt erfolgende Ausbreitung und Erweiterung der geschäftlichen Beziehungen dieser Firma, worüber uns das Vorwort des Zeitungskataloges für 1899 einige Andeutungen giebt; so z. B. erscheint die Firma zum ersten Male auch als Besitzerin einer bedeutenden Buchdruckerei, welche den über 600 Seiten umfassenden Zeitungskatalog diesmal bereits selbst her- gestellt hat. Ferner ist eine Special-Abtheilung abgezweigt, welche sich mit der publizistischen und thatsächlichen Einführung chemisch- pharmaceutischer Specialitäten und Neuerungen, die Nahrungö- und Genußmittelbranche betreffend, beschäftigt. Erprobten, sachkundigen und licterarischen Kräften ist die Leitung dieser Special-Abtheilungen anvertraut. Bei der Fülle der Anregungen, die jedem Interessenten aus der Bekanntschaft mit dem Zeitungskatalog der Firma Haasen­stein & Vogler A.-G., erwachsen muß, zweifeln wir nicht, daß dieses practische und interessante Adreßbuch aller existirenden Zeitungen, ausgestattet mit allen zur Insertion wissenswerthen Hinweisen, in immer weitere Kreise Eingang finden und sich in zunehmendem Maße der Beachtung und erfolgreichen Benutzung des Publikum- erfreuen wird.

Spichlau d» ntrtioigftn Frankfurter Zladtthealer. vpeimtzarr-.

DtenStag den 20. December: Glöckchen des ©rcmiten. Mittwoch den 21. December: Aschenbrödel. Donnerstag dm 22. December: Amelia oder: Der Maskenball. Freitag dm 23. und Samstag den 24. December geschlossen. Sonntag dm 25. December, Nachmittags 3'/, Uhr: Aschenbrödel. Abends 7 Uhr: Die Jüdin. Montag den 26. December, Nachmittags 3</,Uhr: Aschenbrödel. Abends 7 Uhr: Rienzt. Dienstag den 27. De­cember, Nachmittags 3», Uhr: Aschenbrödel. Abends 7 Uhr: Mignon.

DtenStag den 20. December: Die Zähmung der Wider- spänstigen. Mittwoch dm 21. December: Glück im Winkel. Donnerstag dm 22. December: Zaza. Frettag den 23 De­cember: Im weißen Rößl. Samstag den 24. December geschlossen. Sonntag den 25. December, Nachmittags 3Vs Uhr: Circusleute. Abends 7 Uhr: Zaza. Montag den 26 December, Nachmittag- 31/» Uhr: Im weißen Rößl. Abends 7Uhr: Zaza. Dienstag den 27. December, Nachmittags 31/« Uhr: Im weißen Rößl. Abends 7 Uhr: CircuSleute.

Die für den Weihnachtstisch viel begehrten Port Cherry re. Flaschmweine der The Continental Bodega Company n)erben zu Weihnachten bei Ankauf von sechs Flaschen unter GratiSzugabe eine- hübschen Flaschenkorbs bei Herrn Karl Dchwaab, Gießen abgegeben.