beiden ersten Jahren 13 Dollar» monatlich, im dritten Jahre 14, im vierten 15 und im fünften 16 Dollars. Nach fünf Jahren ununterbrochenen Dienstes erhält der Soldat monatlich 2 Dollar« Extrazulage. Wahrend des Krieges erhielten die Mannschaften eine Zulage von 20pCt. Die Bewaffnung besteht für die freiwillige Armee auS dem Bpringfirld-Ge- wehre, Kal, 11 Mm., für die Regulären aus dem Krag. Jörgenseu Repetir-Gewehr, Kal. 7,5 Mm., während die Marine mit dem Rrpettrgewehr Lee, Kal. 6 Mm., bt- waffnet ist.__________________________________________
Locales rind ^provinzielles.
Gieße», 19. November 1898.
*e Von den höheren Schulen. Se. König!. Hoheit der Großherzog Haden Allrrgnädtqst geruht, dem Lehrer an der Realschule zu Groß'Umstadt Ör. Ferdinand Günther, dem Lehrer au dem Gymuafium und der Realschule zu WormS Heinrich Habermehl, dem Lehrer an dem Ludwig Georgs Gymuafium zu Darmstadt Heinrich Fritz, dem Lehrer au der Ober-Realschule zu Darmstadt Dr. Otto Weinsheimer, dem Lehrer an dem Gymuafium zu Büdingen Dr. Karl Kost, dem Lehrer an der Realschule und dem Progymuafium zu Alzey Heinrich Vteuerwald, dem Lehrer an der Realschule zu Oppenheim Friedrich Oben- au er, dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Ludwig Falkeuhagen, dem Lehrer au dem Gymnasium zu MainzDr. Friedrich Kiefer, dem Lehrer au dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. @gon Ihne, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Alexander HammeSfahr, dem Lehrer au dem Realgymnasium zu Darmstadt Georg Heil, dem Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Ludwig Schaum, dem Lehrer au dem Realgymnasium zu Darm« stadt Dr. Karl Gaul, dem Lehrer au dem Realgymnasium zu Darmstadt Dr. Karl Lindt, dem Lehrer an dem Gymnasium zu BrnSheim Dr. Christian Langstroff, dem Lehrer au dem Realgymnasium zu Mainz Karl Stoltz, drm Lehrer au dem Realgymnasium zu Gießen Dr. Adolf Strack, dem Lehrer au dem Gymnasium und der Realschule zu WormS Ernst Kleinen, dem Lehrer au dem Realgymnasium zu Mainz Dr. Julius Jäger, dem Lehrer au der Realschule zu Groß-Umstadt Dr. Heinrich Heil, dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Mainz Dr. Hermann Willig, dem Lehrer an der Victoriaschnle zu Darmstadt Karl Keil und dem Lehrer an der Btetortaschule zu Darm« stadt Dr. Ernst Belker den Charakter als „Professor" zu erthkileu.
Aus Oberheffeo. Das Schottener Rathhaus, eines der hübschesten Fachwerkbauten unseres engeren Heimathlandes, wird gegenwärtig wieder hergestellt und erweitert. Bei der Entfernung des Verputzes an einem Theil der Fassade haben sich mehrere gothische Fenster sowie eine seither unsichtbare Thür gezeigt Würde bei der schon begonnenen Restauration des Baues im Sinn kunsthistorischer Pietät verfahren, wie es zu erhoffen ist, so würde sich das Schottener Rathhaus denen zu Alsfeld und Michelstadt an die Seite stellen können. Es müßte vor Allem überall das ebenso kräftig wie geschmackvoll pofilirte Holzwerk wieder zur Geltung kommen und dürfte nicht wieder unter nüchterner Tünche verschwinden; dann aber müßte bei der bevorstehenden Verlängerung der Rückseite darauf geachtet werden, daß dem schönen Gesammtbild durch die neuen Bautheile kein Eintrag geschieht. Hoffen wir, daß die Fragen eine glückliche Lösung finden werden, und daß fich nach vollendeter Wiederherstellung das Schottener Rathhaus wieder in derselben schmucken Gestalt zeigt, die es vor zwei Jahrhunderten zur Ehre und Zier der Stadt hatte!
Darmst. Ztg.
Vermiete».
* Lebensregeln für Neurastheniker. Bon Dr. med. Ralf Wichmann Nervenarzt in WleSoadeu und im Gommer dirig. Arzt der Curanstalt tu I mrnau. Preis 1 Mark. Verlag von Otto Salle tu Berlin W. 30. — Seinen für Laten bestimmten und seither weitverbreiteten Schriften „Die Neurasthenie und ihre naturgemäße Behandlung" und „Die Neurasthenie und ihre naturgemäße Behrndlnng" und „Die Wasserkuren im Hause" läßt hiermit der schnell bekannt gewordene Nervenarzt ein weiteres Buch folgen, welches den
Vaterland in dm Tod gingen. Das von der Stadt Gießen gewidmete Denkmal trägt die Inschriften:
„Friede sei mit Euren Seelen und mit Denen, die um Euch weinen."
sowie:
„Denen, die in treuer Pflichterfüllung
Den Heldentod starben, sei ein geheiligtes
Andenken in unserem Herzen bewahrt."
Groß ist die Zahl der Grabstätten, die nur ein einfacher Denkstein ziert, der außer dem Namen nur noch Geburtsund Sterbetag erwähnt, erheblich ist auch die Zahl der Gräber, die weder Stein noch Kreuz schmücken; die der Vergessenheit anheim gefallen zu sein scheinen.
Ob Derer, die darunter schlummern, wohl noch gedacht wird
Der Tag ist gekommen, an welchem ihrer gedacht werden wird und an welchem auch wir uns der Vergänglichkeit alles Irdischen erinnern müssen, daß wir dahin zurückkehren werden, woher wir gekommen.
An dem hervorragendsten Grabmal, das unseren Friedhof schmückt, weist ein Sinnspruch auf diese Rückkehr hin, mit welchem wir diese Zeilen schließen:
„Wir sind nur Kinder, die mit Widerstreben
Gleich Tropfen, von dem Meer sich losgemacht, Und die vom Tode werden heimgebracht Und liebend an das All zurückgegeben."
zahlreichen über ihre Nerve« Klagenden Aufklärungen über die verschiedenen Erscheinungsformen ihrer Krankheit giebt. Alle Klagen werden sachgemäß einzeln behandelt; so gelangen, um nur einzelnes hervorzuheben, die Kopfbeschwerden, die Rückenschmerzen, das Gefühl allgemeiner Körperfchwäche und großer Mattigkeit, das Herzklopfen, die Klagen über Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen, die sexuelle Neurasthenie, die Klagen über Zwangsgedauken und über Angstgefühle zur Besprechung. Bei den einzelnen Fällen werden gleich die betr. Verhaltungsmaßregeln angeführt. Angesicht» der wetten Verbreitung der Neurasthenie dürfte diese» neue Buch, da» auS langjähriger nerveuärztlicher Praxis heraus entstanden ist, vielen Nervenleidenden willkommen und eines Erfolge» sicher fein; dasselbe ist durch jede Buchhand, lung wie auch direkt durch den Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30 zu beziehen.
* Ueber Karl Neufelds Befreiung veröffentlicht die „Boss. Ztg." einen ihr au» Kairo zugehenden Bericht, dem wir u. A. Folgende» entnehmen: Neufeld ist ein großer, nicht zu schlanker Mann, dessen Gesichtszüge bedeutende Energie und Intelligenz widerspiegeln. Mit seinen blauen Augen, seinem rothblonden Backenbärte und seiner geraden strammen Haltung verräth er auf den ersten Blick den Germanen. Neufeld, der Universitätsbildung genossen hat, drückt fich mit großer Schärfe und Lebhaftigkeit aus, und es ist ein wirkliches Vergnügen, ihm, wenn er plaudert, zuzuhören. Unser Gespräch gerieth natürlich bald auf die LeidenSzeit, die er durchgemacht hat, und Neufeld beklagte fich über die Unrichtigkeiten, die über ihn in der Presse erzählt worden seien. So fei es beispielsweise unwahr, daß er seiner Z it, als er fich in den Sudan begab, mit einem englischen Passe versehen gewesen sei; nie habe er daran gedacht, fich einen solchen zu verschaffen. Bon verschiedenen Seitcn sei ferner behauptet und auch an officieller Seite sei es geglaubt worden, daß Neufeld zur Zeit, da Pater Roffignoli befreit wurde, ebenfalls aufgefordert worden sei, die Flucht zu unternehmen, fich jedoch geweigert habe. Um mir das Gtgeniheil zu beweisen, zeigte mir Neufeld zwei Briefe, die er im Gefängniß zu Omdurman an Pater Ohrwaldrr in Suakim geschrieben habe und in denen er ihn auf» Flehentlichste bittet, um Gotte»- willen keine Bemühungen zu scheuen, um die Erlösung an» einer qualvollen Gefangenschaft herbeizuführen. In humoristischer Weise schoberte er mir dann sein Erstaunen, als er am Tage seiner Rückkehr die ersten elektrischen Straßenbahnen, überall elektrisches Licht und die sonstigen großen Veränderungen gewahrte, die während feiner Gefangenschaft n Kairo vorgegangen. Dann sprach er über die letzten Stunden, die er in der Gewalt de» Chalifa zugebracht und die Gefühle, die ihn beherrschten, als er nach zwölfjähriger Gefangenschaft den Kanonendonner hörte, der ihm anzeigte, daß die Befreier in unmittelbarer Nähe seien und daß in den nächsten Stunden über sein Schicksal, Leben oder Tod, entschieden werden würde. Neufeld ist der Ansicht, daß der Chalifa, hätte er noch Zeit dazu gefunden, seine Gefangenen wahrscheinlich hätte tödten lassen. Nach der Schlacht bei Omdurman mußte er jedoch so schnell fliehen, daß er fich um eine Gefangenen nicht mehr kümmern konnte. Eine der ersten Fragen Kitchener Pascha», als er an der Sp'.tze der Truppen mit Slatin Pasch', Wingate Bey, General Gattacoe, dem deutschen und italienischen Militärattache in Omdurman einzog, war nach Neufeld. Slatin Pascha diente als Führer. Am Gefängnisse angelangt, traten Kitchener und hinter ihm ein gesammtes Gefolge ein. Neufeld stand, mit Ketten an* gethan, aufrecht im Gefängnisse. Wer vermöchte es, die Gefühle zu beschreiben, die sich in diesem Augenblicke seiner bemächtigten? Kitchener trat al» Erster auf ihn zu und indem er ihm die Hand reichte, begrüßte er ihn auf englisch zu einer glücklichen Befreiung. Seit Jahren die ersten Laute einer europäischen Sprache und nun frei, wirklich frei nach zwölfjähriger, unendlich harter Gefangenschaft. Neufeld wollte antworten, aber der Hal» war ihm wie zugeschnürt, er wollte sprechen und bewegte die Lippen, aber kein Laut wurde hörbar. Und die Bewegung drohte ihn zu Übermannen, als nun Hauptmann v. Tiedemann, der deutsche Milüär-Attachä, auf ihn zutrat und ihn in den so lange nicht mehr gehörten Lauten der Muttersprache beglückwünschte und ihm mittheilte, daß der Kaiser ihn entsandt habe, um an der englisch-ägyptischen Expedition theilzunehrnen, daß mit einer der ersten Zwecke feiner Entsendung gewesen fei, Alle» aufzubieten, um ihn, Neufeld, zu befreien, und daß er fich herzlich freue, daß die» nun gelungen fei. Hierauf wurden Neufeld die Ketten abgenommen und man ritt gemeinsam wielerum durch die Stadt zurück. Der Straßenkampf hatte noch nicht aufgehört und noch während de» Rittes wurden drei oder vier Soldaten der Begleitung Kitchener» durch Schüsse au» den Häusern getödtet. Bei den GepäckSstücken angenommen, versorgte Hauptmann von Tiedemann Nenfeld mit Kleidungsstücken und allem sonst Röthigen. Ein Lager war nicht aufgeschlagen worden und die Truppen, sowie der bei Weitem größte Theil der Offiziere schliefen auf bloßer Erde, die Zügel der Pferde im Arme. Neufeld konnte nicht schlafen, sondern saß auf einem Koffer de» Militärattaches neben dessen Lagerstätte. ES war eine wunderbare Skrrnennacht, deren Stille nur ab und zu durch das Wiehern de» Pferdes, das Rufen der Posten und durch in der Ferne fallende Schüsse unterbrochen wurde. Neufeld dachte an da», was hinter ihm lag und an da», waS die Zukunft ihm wohl bringen möge, ob er seine Lieben daheim, von denen er Jahre hindurch nichts gehört und von denen ihm auch Hauptmann v. Tiedemann leider keine Nachricht geben konnte, wohl noch lebend und in welchen Berhältnissen er sie an treffen würde, was mit seinen Freunden in Kairo geschehen sei n. s. w. Die letzte Nacht auf dem Boden, auf dem er länger al» ein Jahrzehnt gelitten, und morgen mit TageSgraueu der Heimath zu!"
* Srönlandforfchung. Mit der Brigg „Tjalfe" der Königlich grönländischen Handelsgesellschaft kehrte in diesen Tagen eine von der „Commission zur Untersuchung der geologischen und geographischen Verhältnisse Grönland»" an»-
gesandte Expedition, bestehend aus dem bekannten Geologen und Grönlandforscher Dr K. I. v. Steenstrup, dem Maler Grafen H. Moltke und dem Botaniker Candidat Marten Petersen, nach Kopenhagen zurück. Die Hauptaufgabe der Expedition war die Erforschung der EiSverlält- niffe auf Di»ko. Diese Insel, ungefähr von der Gröhe Seeland», ist, trotzdem ihr die meisten der wiffenschafrlichett Grönlandixpeditionen galten, im Innern noch so unbekannt, daß man z. B. nicht wußte, ob die tiefen Fjorde und Thäler der Küste fich durch die ganze Insel erstreck.n und miteinander in Verbindung stehen oder ob da» Innere von Et» bedeckt ist. E» ist nun festgestellt, daß Disko im Innern ein ei»* bedeckte» Hochland ist und daß keine» der tiefen Tbäler fich durch die ganze Insel zieht, sondern daß alle in Gletschern endigen. Die meisten dieser Fel-Wände und Gletscher wurden gemessen, Photographin und gezeichnet, und diese zum größten Theil unter großen Schwierigkeiten gewonnenen Bilder, darunter eine Anzahl vorzüglicher Aquarelle, illusteren in ausgezeichneter Weise eine der geologisch allertntereffantesten Gegenden Grönlands. Die botanischen Untersuchungen umfaßten vorzüglich Moose und SÜßwafferplankton. Eine Sammlung von mehr als 2000 Nummern an Herbariumpflanzen und 600 Glas Spirituspräparate wurden mit hierher gebracht.
• Sin Menu für Wagnerfreunde lag kürzlich auf der Tafel, an welcher sich zu wethrvollem Gastmahl treue Freunde des Dichterkomponisten in Dresden versammelten. Die Tafel war würdig geschmückt. DaS feine Tafel-Linnen war mit einer eingewebteu Bordüre von Noten au» Wagner» Motiven geziert, der Tasrlaufsatz war ein Schiff, von Schwänen gezogen, jeder Teller au» der Meißner Porzellanfabrik war mit einer Scene, der Rand mit den dazu paffenden, in Ber- golbung ausgeführten Noten nebst Text. Da» Mcnu selbst lautete:
1. Walkürbis-Suppe.
2. Alliteragoü? fin en Ooquettes, Pastetchen von Nibe- lungenhachö.
3. Siegfricandeau von Kalb.
4. Rheingoldfisch ä la Maitre MariniNer Aalberich in Esfig.
5. Fafner Filet mit Tarncapernsauce. Frica fföe mit WotawKlößchen.
6. Wogliasenpuräe mit Drachenblutwurst. Zukanstskohl mit Wahufricandellen.
7. Asenbraten Reh (porter) Keule.
8. Wigalaweiugelee mit abgeriebener Patronenschale.
9. Erda-beer-EiS.
10. Wabender Lohkuchen.
11. Große Rosinen und Krach Mandeln. — Dry Lost- madeira. Schleinitzberger Auslese. (Dämmerungsseite.) Hojotohallt. Tauterne. Bur-gunther.
Soweit das originelle Menu. ES ist wohl unvöthig, zu bemerken, daß sich der „Schleinitzberger" auf die Ministerin von Schleinitz, die Gönnerin Wagners in Berlin, bezieht. So reich und geschmackvoll aber auch da» Menu war, einen Gang haben wir leider vermißt, nämlich: Fliegenden Holländer Käfe.
Wissenschaft, Citeratur nnd ICunft
— Von „Deutsche Kunst und Dekoration", Verlag von Alex. Koch, Darmstadt, ist das 2. Heft deS zweiten Jahrgange» erschienen. Dasselbe ist wiederum überaus reichhaltig und bringt neben einer Reihe von Textbeiträgen, kleine Mtttheilungen, Atelier- Nachrichten, Wettbewerbs-Entscheidungen, viele Vollbilder und Jlln- strationen im Texte, sowie mehrere Beilagen außerhalb des Texte». Wir nehmen immer wieder gern Veranlassung, auf da» verdienstvolle Unternehmen empfehlend hinzuweisen.
— Von der seit October d. I. herausgegebenen Monatsschrift „Der THÜrmer" ist das Nooemberheft erschienen. Dasselbe bringt neben einer Würdigung Th. FontaneS dessen wohlgelungenes Bild in Photogravure, außerdem eine Reihe interessanter Beiträge, dazu Kritik, Rundschau, ThürmerS Tagebuch, offene Halle, Briefe, sowie Heft 2 der Thürmerbücher.
— Im Reiche der Cyklopeu. Eine populäre Darstellung der Stah.- und Eilentechntk. Von Amanb Freiherr v. Schweiger- Lerchenfeld. Mit ca. 400 Abbildungen. In 30 Lieferungen ä 50 Pfg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen Zwischenräumen. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Ein neues populäres Werk des bestens bekannten, unermüdlichen Schriftsteller«, der sich diesmal auf ein Gebiet geworfen, das er besser beherrscht als irgend ein Anderer. AtS vor drei Lustren desselben Autors epochemachendes Werk „Da» eiserne Jahrhundert" erschien, daS in Tausenden von Exemplare« verbreitet und in mehrere Sprachen übersetzt ist, hatte man einen ausgezeichneten Maßstab für die Möglichkeit, den spröden technischen Stoff in einer Weise mundgerecht zu machen, daß daraus fast eine belletristisch anziehende Lectüre wird. In seinem neuen Werke r3m Reiche der Cykloprn" bekundet der Verfaffer seine bewährte Geschicklichkeit, technische Materien in höchst anregender Weise zu behandeln. DaS bezeugt schon die vorliegende erste Lieferung, welche neben einer sehr anziehend geschriebenen Einleitung über die Darstellung de» Roheisens handelt — ein Eapitel, das sich wie ein Feuilleton liest. Nach der vorliegenden Lieferung zu urthetlen, wird die illustrative Ausstattung eine wahrhaft glänzende sein. Der Gesammttnbalt de» Werkes wird neben der Herstellung der Rohmaterialien den Brückenbau und die Eisrnarchtlectur, den Mercantil- und Kriegsschiffbau, die Krtegtzmittel zu Land und zur See, bk Verkehrsmittel zu Land und Anderes umfassen. Das ist ein weitläufiges und hochinteressante» Programm und eS ist vom Verfaffer des „Eisernen Jahrhunderts" zu erwarten, daß er der großen Ausgabe, die er sich vorgesteckt hat, in jeder Beziehung Herr werde. „Im Reiche der Cykloprn" ist das einzige populäre Werk über die gejammte Eisentechntk und empfiehlt sich vornehmlich als OrtentirungSbehelf für weite Kreise.
— Die Umschau. Uebersicht über die Fortschritte und Bewegungen auf dem Gesammtgebiet der Wiffenschaft, Technik, Literat« und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk. 250. PostzettungspreiSltste Nr. 7362. Verlag von H. Bechtold in Frankfurt a. M., Neue Kräme 19/21. Die neueste Nummer der „Umschau" enthält: „Die Entwicklung deS Krupv'schen Feldartillerie- Materials von 1892—1897 von Major L. (Mit Abbildungen von Schnellfeuergeschützen). — Die Geschichte der Literatur des 19. Jahrhunderts von Leo Berg. — Eine Geschichte der Menschheit von Dr. AcheliS. — Blitzableiter für Starkstromanlagen. — Die Bülchn'- sche ThermosSule.


