pfählen werden, dieselben möglichst sofort und auf jeden Fall vor dem 1. Oktober -ur Umschreibung in die pateatamtliche Zeichmrolle anzumelden. Das Waarenzeicheabureau F. A. Hoppen, Berlin, Lharlotteustr. 3, ertheitt den Lesern diese» Blatte» kostenfrei weitere Auskunft. Geographische Namen al» Waarenzeichea sind bekanntlich al» Herkunftsangaben, die dem loyalen Verkehr nicht entzogen werden dürfen, von der Eintragung tu die Waareozeichenrolle au»geschlosi:n. Trotzdem ist, wie uu» daS Wrareuzeicheubureau F. S. Hoppen, Berlin SW. 12, «ittheilt, von dem Patentamte, auf Grund der Anmeldung einer Grazer Firma da» Wort „Styria" al» Waarevzeicheu eingetragen worden, welche» Wort nicht» weiter al» die genaue englische Uebersetzung de» Ländernamen» Steiermark ist. Da nun Graz die Hauptstadt von Steiermark ist, stellt also da» Wort Styria für die Grazer Firma zweifellos eine Her« kuvftSbezeichouog dar. In Folge de» durch eine Eoncurrenz- sirma gestellten Löschungsantrage» wurde al»dano in erster Instanz auch wirklich die Löschung de» Wortzeichen» „Styria" ausgesprochen. Die zweite Instanz hingegen hob den Löschung»» beschlug wieder auf und erklärte die Eintragung für recht»« giltig mit der Begründung, daß daS Wort „Styria" aller« d»ng» die englische U«brrsetzuvg de» Lävderuamen» ^Steiermark" darstelle, aber neben dieser geographischen Bedeutung auch noch eine ideale bezw. allegorische Bedeutung (Styria d'e Schutzpatronin Steiermark») habe, und in diesem Sinne schutzfähig sei. Natürlich könne durch die Eintragung Niemand gebindert werden, da» Wort Styria in geographischer Be- ziehnnq (z. B. »Made in Styria“) zu gebrauchen. So scharssiaoig diese Entscheidung ist, so erscheint ihre Anwendung auf die Proxt» doch mit großen Schwierigkeiten verknüpft, da e» in vielen Fällen schwer sein wird, im Verkehr die feinen Unterschiede zwischen allegorischer und geographischer Bedeutung heroußzufinden, welche da» Patentawt zur Unter- scheidung seiner Begründung heranzog.
• Der „Pest. Ll." erzählt folgende lustige Doppelgänger- Geschichte. „Im Klausenburg-Pester Schnellzuge ereignete sich dreier Tage em ergötzliche» Histörchen. In Großwardein hatten drei Herren den Zug bestiegen, unter ihnen Herr X., ein Handlung»retseoder, der daS weitestgehende vertrauen ie nrS Vorgesetzten nicht bloß seiner geschäftlichen Tüchtigkeit, sondern vornehmlich dem Umstande zu danken hatte, daß er, in entschuldbarer Heuchelei, sich al» Muster eine» soliden Manne», al» Wein-, Weib- und Kartenverächter gab, obgleich er just einem Spielchen nicht abgeneigt war. Auch während der Fahrt wurde eine kleine KlabriaS-Partie gespielt und in der Hitze de» Gefecht» merkten die Spieler gar nicht, daß in der Station PüepökLakävy ein Herr tu den Wagen trat, oer sichtlich unangenehm berührt schien, al» er Herrn X. eine „kontrirte" Quart-Bela Kasse „ansagen" hörte, mit der Leiden« schäft, die ein solche» Ka'tenereiguiß verdient. Der Ankömmling störte da» Terzett bi» zur Erledigung de» Spiele» nicht, daun aber, die Sltrne furchend und die Hand schwer auf die Schulter X' legend, sagte er: „So, so, Herr X. ! Sie spielen also Karten?" — Herr X. blickte auf, erkannte seinen ge« strengen Vorgesetzten, war aber auch im Nu mit sich im Reinen. Er blickte den Störenfried kalt an und erwiderte dann herausfordernd: „Verzeihung, ich habe nicht das Vergnügen. Wer sind Sie denn eigentlich?" — Herr U. fuhr auf: „Na, das »ft nicht Übel, thut der Mensch, al» wüßte er nicht, daß ich sein Ehef bin." — Herr X.: „Mein Ehef? Entschuldigung, Sie irren sich. Ich habe keinen Chef. Mein Name »st Dr. ß.; ich bin Kreisarzt in R—g. Und nun bitte ich Sie, Herr, un» nicht weiter zu behelligen." — Herr j). vollständig irre geworden durch die Sicherheit, mit der Herr X auftrat, stammelte eine Entschuldigung, er babe nie eine verblüffendere Ähnlichkeit gesehen, und al» X. dann in einer Zwischenstation den Zug verließ, war Herr U. völlig überzeugt, daß sein Reisender einen Doppelgänger in ärztlichen Kreisen besitze. Bier Tage später, al» sich tu Pest Herr X. ö-i seinem Vorgesetzten meldete, erzählte ihm dieser lächelnd: „Na lieber X., wa» mir vor einigen Tagen bet PüSpök- Ladäny pasfirte, da» ist einfach unerhört. Auf dem Zuge traf ich einen Herrn, der Karten spielte und Ihnen so ähnlich sah, daß ich ihm beinahe grob kam." — Herr X. machte eine schrecklich mißmutdige ÜRieoc; „War da» nicht der K—er Kreisarzt Z?" — „Gewiß war der rS." — „Habe mirS gleich gedacht; eS ist einfach gräßlich, wa» für Unauaehm- > schreiten wir dieser Mensch mir seiner unerhörten Aeholtch- k tt bereitet. . . ." Herr X. aber sitzt noch fester im Sattel al» bisher und selbst fünfzig neidische Nebenbuhler können ihm die Gunst seine» Vorgesetzten nicht abwendig wachen.
* Die Enthüllung de» Storm Denkmals in H« u«. .lieber Husum, der grauen Stadt am Westmeere, ging strahlend d»e Sonne auf an dem Ehrentage des großen Ehrenbürgers, der den Namen Husum auf immer durch die Verklärung, die er ihm durch seine Dichtung gegeben, mit der Geschichte der deutschen Dichtung verwoben hat. Der 14. September war ein Tag der Freude und Weihe, dieser 81. Geburtstag des seit 11 Jahren im Grabe ruhenden Meisters de» Liedes und der Novelle. Festlich prangten im Flaggenschmuck die Straßen mit ihren alten Giebelhäusern, und lebhafte Bewegung und freudige Stimmung herrschten allenthalben, die besonders noch gehoben wurde durch das Erscheinen hoher Gäste, wie vor allem des Herzogs Emst Günther von Schleswig-Holstein- Sonderburg-Augustmburg, ferner des Oberpräsidenten Staats- Ministers o. Köller, des Klosterpropstes Rochus Freiherrn o. Liliencron, des Landtagsmarschalls, der Schriftsteller Graf Baudiffin und Hermann Heiberq u. f. w. Freilich hatte die Feier einen mehr provinciellcn Charakter: aus weiterer Feme waren nur als Vertreter des Hauptcomitös der Commercien- rath (Strom Paetel-Berlin, Verlagsbuchhändler George Wester- mann-Braunschroeig und Pros. Dr. Alfred Biese-Coblenz erschienen, die in langjähriger freundschaftlicher Beziehung zu dem Dichter gestanden haben. Ein Husumer (Prof. Brütt) hat das Werk (Bronzebüste auf Marmorsäule) geschaffen, da» feine Charakteristik mit trefflicher Aehnlichkeit verbindet, ein Husumer (Profeffor Tönnis-Hamburg, der bekannte Social- ^rhilosoph) hielt die Festrede im Schloßpark, wo da» Denkmal
eine sehr wirkungsvolle Stelle gefunden hat. Die ausge- zeichnete Rede, wächer Gesänge de» Theodor Storm-Gesang- verein» voraufgingen und nachfolgtm, gipfelte in dem Satze: Die große Liebe war in ihm, die Liebe, die alle Zweifel und Enttäuschungen überwindet, die nicht nach dem Erfolge de» Tages fragt, jene schaffende Liebe, die sich ihre» Werkes freut und ihres Werke» pflegt — jene Liebe zu allem, was Menschenbrust erhebt und erwärmt, zu Weib und Kind, zu Land und Volk, jenes Heimathgefühl, jener Familiensinn, jene Naturfreude, jener Humor, die im echten D.chter erst die Größe ausmachen. Cornrnercienrath Paetel, der am Zustande- kommm des Denkmals die höchsten Verdienste hat, übergab es im Namen des Comites der Stadt, und der Bürgermeister Menge, der in meisterhafter Weise das ganze Fest leitete, übernahm es mit zündenden Worten. Als die prächtige Möllersche Melodie des Schlußliedes „Am grauen Strand, am grauen Meer- verklungen war, wurden herrliche Kränze am Denkmal niedergelcgt. An dem Festesten, da» die Stadt Husum zu Ehren des Herzog» Ernst Günther im Bahnhofs- Hotel veranstaltete, nahmen etwa 40 Herren theil: die Speisen waren spccifisch husumisch und vortrefflich; der Herzog brachte den Kaisertoast und zur Antwort auf des Bürgermeisters Begrüßung in markigen Worten den Toast auf die Stadt Husum aus. Der Abend brachte noch reiche Genüste, da der Theodor Storm-Gesangverein ein Fest in Hensens Garten veranstaltete; auf das von vielen Reden gewürzte Abend- effen folgten trefflich gestellte lebende Bilder aus Storms Werken: Lena Wies, Zur Wald- und Wasterfreude, Regen- trübe. Das macht, es hat die Nachtigall, Wenn die Aepfel reif sind, Aus Jmmenfee, Unterm Tannenbaum. Erft in früher Morgenstunde des 15. ds. fand das schöne Fest, das jedem, der daran cheilnehmen durfte, eine Quelle weihevollen Erinnerns fein wird, den Abschluß.
• Der tägliche Verbrauch von Taschentüchern in den Bereinigten Staaten wird von der dortigen Fachzeitschrift „Textile Mercury“ berechnet. Um ein Mtßverstänbniß zu vermeiden, sei gleich bemerkt, daß diese vom industriellen Standpunkt gar nicht so sonderbare Statistik unter der Zahl der verbrauchten Taschentücher diejenige versteht, die an einem Tage von den Bürgern der vereinigten Staaten gekauft wird. E» wird vielleicht zunächst in Erstauen setzen, daß die Amerikaner in diesem Sinne täglich 75,000 Dutzend Taschentücher „brauchen", da» macht im Jahre 27,375,000 Dutzend oder 328,500,000 Stück im Jahre. Da aber die Bevölkerung der Bereiaigten Staaten sich auf 78 Millionen Einwohner beläuft, so kauft durchschnittlich doch jeder von ihnen im Jahre nur 4 Taschentücher, und da» erscheint allerding» so wenig, daß e» den verdacht nahe legt, daß man sich noch recht vielfach unter dem Sternenbanner de- sogenannten „natürlichen Verfahren»- in dieser Hinsicht bedient, denn ein Städter von einiger Bildung — und solcher gibt eS doch Millionen in jenem Lande — dürfte kaum mit 4 Taschentüchern jährlich au»kommen. Daß der Hauptverbrauch sich auf die Großstädte znsammenzieht, geht z. B. darau» hervor, daß in New Aork dauernd wenigsten» 350 Millionen Taschentücher sich auf Lager befinden. Der Preis für da- Dutzend schwankt zwischen 1,25 und 160 Mk. Die Sache hat auch ihre internationale Bedeutung, da in Amerika selbst wenig Taschentücher hergestellt werden, eigentlich nur billige Sorten aus Baumwolle und mioderwerthiger Seide. Die schönsten feidenenTaschentücher kommen besonder» au»Japan, woher durchschnittlich im Jahre 17 bi» 18 Millionen Stück ausgeführt werden. Frankreich und Belgien liefern die Bartist-Taschen- tücher, wahrend die leinenen vorzugsweise aus Nord-Irland und au» dem schweizerischen Santon St. Gallen kommen. Für die japanische Waare werden 15 bi» 160 Mk. daS Dutzend bezahlt, für B-üffeler Battlst 22 bl» 32 Mk und für daS gewöhnlichste baumwollene Taschentuch, wie e» in Pennsylvanten und in Nrw-Jerseh hergestellt wird, nur 1,25 Mk. da» Dutzend.
* Sin hofschaufpieler als Barbier. Man erzählt sich — wie wir hören — in Kassel folgende Anekdote, die sich während einer bet letzten Frühjahrsparaben zugetragen haben soll. Ein bort beliebter Darsteller wohnt in einem Gasthause, gerade über ihm wohnt ein Barbier. Ein Fremder, welcher eiligst rasirt sein will, wird entweder scherzweise zur Wohnung de» Schanfpielers gewiesen, ober er hat sich in den Stockwerken geirrt. Genug, er tritt am frühen Morgen, ohne Umstände zu machen, in da» Zimmer des Darstellers, welcher im Cabinelte eben mit der eigenen Toisitte beschäftigt ist, dabei seinen Kaffee braut und in der Meinung, es sei der ihn Bedienende, auch nicht weiter des Eingetretenen achtet. „He, holla! Ist Niemand da?" ertönt es nach kurzer Pause. Der Schauspieler, gerade beim Rasiien, ruft „gleich" und beendet seine Arbeit. Dies dauert dem Gaste, welcher sich bereit» vor dem großen Spiegel in Positur gesetzt hat, jedoch zu lange und er läßt unwillig und grob noch einmal ein „Na, wird» bald?" hören. Der Schauspieler, ganz im Neg- ligee, da» Rasirmeffer noch in der Hand, öffnet die Thür, erblickt den ihm unbekannten Gast und fragt: „Was wollen Sie?" — „Rasirt fein, schnell, ich habe Eile, seifen Cie mich ein", sagt er kurz, legt den Kopf an die Stuhllehne und streckt die Beine gemächlich au». — Dem Schauspieler gefällt der Spaß. „Sogleich", sagt er, hott eine Serviette, legt sie dem Gaste um dem Hals und seift ihn gehörig ein, dann geht er ruhig in sein Cabinet. Der eingeseiste Gast fitzt eine Welle erwartungsvoll da, als ober der vermeinte Barbier nicht wieder erscheint, flucht er alle Donnerwetter über besten Langweiligkeit vom Himmel herab. Da auch da» nicht» hllst, springt er wüthend empor und reifet die Cabinetthüre auf, um einen mächtigen Fluch in des Barbiers Angesicht zu schleudern. Wie vom Blitz getroffen bleibt er, aber sprachlos stehen, al» er diesen ganz gemächlich im Lehnstuhl erblickt, eine Cigarre rauchend und den fertig gewordenen Kaffee schlürfend. „Mensch!" schrett er dann außer sich vor Wuth, „plagt Sie denn der Teufel?" — „Das müssen Sie am beften wißen-, erwidert der Schauspieler ruhig. — „He!", rast der Fremde fort, .wollen Sie mich zum Narren haben?-
— „Sonst hat» weiter keinen Zweck", lacht der Schauspieler. — „Herr!" schreit der Fremde, auf ihn einfahrend, außer sich, „rasiren Sie mich oder — Der Schauspieler immer ruhig, sagt: „Da müßen Sie sich gefälligst eine Treppe höher bemühen, ich seife die Leute nur ein!" — „Wa, — ©ie sind nicht —" — n$)er Bardier?" lächelt bet Schauspieler ausstehend; „nein, nur so ein Appendix der Kunst — der Hofschaufpieler". — Einen Augenblick stand der Fremde mit offenem Munde da, bann stolperte er ein geseift zur Thür hinan», währenb bet Schauspieler sich vor Lachen schüttelte.
* Unkollegial. Samrät»ratd: „Nun, wa» ist teäbttnh meiner Abwefeaheit vorgekommen?" — Stellvertreter (junger Arzt): „Zwei Patienten find gestorben, darunter Eommerzten- rath Goldstein!" — SanitätSrath: „Den hätten Sie mir aber leben lallen lallen!"
Wissenschaft, Citcrahtr^unfc Kunft.
— Dr. Karl Weyrmanrr. Der „Frank. Ztg." wirb geschrieben: In Lübeck starb der Geschichtsforscher Dr. Rett Wehrmann, der vormalige langjährige StaatSarchivar, im Alter von 89 Jahren. Wehrmann hat sich nadmhaste Verdienste um die Geschichte seiner Vaterstadt Lübeck erworben. Man verdankt ihm Forschungen und Studien zur politischen Cullur, Wirthschast»- und Verfassungsgeschichte Lübeck«. Seine Hauptarbeit galt dem „Lübecker Urkundenbuch". An diese schließt sich da» Werk „Die älteren Lübecker Zunstrollen" (1864) an. Bon Wehr mannS Einzelstudren sind der- vorzuheben die Mittheilungen über die Fastnachtsspiel« der Patricier in Lübeck, Über btt Lübecker Zunstausstände 1408 bi» 1416, über da» Lübecker Kirchenwesen, über das Schuldenwesm und die Zollein- nahmen von Lüb-ck, über da» Lübische Patriciat, über da» deutsche Oldenshau« in Lübeck. Zu dem Djeekr'schcn Sammelwerke über die Geschichte Lübeck« steuerte Wehrmann die Darstellung der Geschichte de» Gerichtswesen», der Staats- und Gemeinde-V.rwaltung, de» Kirchen-, Schul- und Armenwesen» bei und eine Urbersicht über dir Geschichte Lübcck» lieferte er für die Festschrift zur Lübecker Naturforscher-Versammlung. In Wehrmann verliert die hansisch- Geschichtsforschung einen ihrer verdientesten Mäkmer.
— Das große Leid, in welches ganz Deutschland durch den Tod des Fürsten Bismarck versetzt worden ist, drückt auch den neuesten Nummern der „Gartenlaube" seinen Stempel auf. Nachdem schon in Nummer 31 ein in ergreifenden Worten abgeiatzter Nachruf und Bilder, welche auf daS erschütternde Ereigniß Bezug nahmen, durch eine außerordentliche Beilage veröffentlich worden sind, bringen die Nummern 33 und 34 ausschließlich Illustrationen, welche dem Leben deS Altreichskanzlers entnommen sind und ihn in den verschiedensten Lebensjahren und Lebenslagen darstellen. Die Stätten, an denen er gelebt und gewirkt hat, und Scenen auS neuester Zett, wie sie sich unmittelbar nach dem Hinscheiden deS großen ManneS in und um FriedrichSruh abgespielt baden, werden uns im Bilde vorgeführt. Ferner beginnt eine ausführliche Schilderung von BiSmarcks Lebensgang zu erscheinen und verschiedene andere Beiträge entsprechen der Stimmung, von der jeder Deutsche erfüllt ist. Alle diese Darbietungen von Schriftsteller- und Künstler- Hand find dem innersten Herzen entwachsen, sie müffen deshalb auch zu Herzen sprechen und werden, als lheure ErinnerungSblätter auf- bewahrt, einen bleibenden Werib baden.
Universität- - Nachrichten.
Würzburg. Der ordentliche Professor vr. Karl Hiller wurde zum Professor deS Strafrechts an der Universität Graz ernannt.
Berlin. Die Wahl des ordmtlrchm Professor» in der medicinischen Facultät, Geheimen Mediclnal Raths Dr. Wilhelm Walbeyer, zum R.cior der Friedrich-WUhelmv-Universilät hier« selbst für daS Studienjahr 1898/99 hat die Königliche Bestätigung erhalten.
— Dr. Felix Rachfahl, Privatdocent der Geschichte an der Universität Ktel, ist als außerordentlicher Professor nach Halle berufen worden.
— Dr. jur. Richard Weol, Privaldoceni an der Universität Königsberg, ist zum außeiordentlichen Professor an der Universität Kiel ernannt worden.
Leipzig. Für den vor einiger Zeit verstorbenen außerorbent- lich-n Professor Dr. OSkar Paul übernimmt von Beginn de» neuen Halbjahre» an der Universitätsmustkdirector Prof. Dr. Kretzscdmar die Vorlesungen über Musikgeschichte und über Aesthelik der Musik an der Universität Leipzig.
— Der Privatdocent Dr. Adolf Haussen ist zum außerordentlichen Dtostssor der deutschen Sprache und Literatur an der deutschen Universität in Prag ernannt worden._________
Unterhaltungen in Bad Nauheim
vom 20. September bi» 25 September.
Dienstag den 20. September, Nachmittag» von 4‘, bi» 61/« Uhr und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasie. Mittwoch den 21. September, Nachmittags von 4'/, bi» 6</i und von 8 bi» 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasie. Abend» Operetten-Concert. Donnerstag den 22. September, Nachmsttaa» von 4‘/i bis 611 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasie. AdendS 8 Uhr: Zauderoorstellung von Herrn und Frau Meunier-SSlar aus Frankfurt a. M. Freitag den 23. September, Nachmittag» von 4% bi» 61/» und von 8 bi» 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Samstag den 24. September, Nachmittags von 4'/» bis 7 und von 8 biSlOUbr auf der Terrasse: Concert der Capelle de» Thüringischen Ulanelr-RegimentS Nr. 6 aus Hanau. Bei gutem Welter spielt die Kurcapelle von 4 bi» 6 Uhr am Teichhause. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 25. September, Nachmittag» von 4«/, bis 7 und 8 bi» 10 Uyr auf bet Terrasie: Concert der Capelle de» 2. Großh. Heß. Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus Gießen.
Königskinder.
SchnrrsptelhE».
Dienstag den 20. September: Im weißen Rößl. Mittwoch den 21. September: Im weißen Rößl. Donnerstag den 22. September: Don Carlos. Frettag den 23 September: Im weißen Rößl. Samstag den 24. September: Emilia Galotti. Sonntag den 25. September, Nachmittags 3*t Uhr: Im weißen Rößl. Abends 7 115r: Logenbrüder. Montag den 26. September: Im weißen Rößl. Dienstag den 27. Sep- tember: Seelenstürme Hieraus: Die goldene Eva.
Apichlav ter vereinigte» Frauksurter AtüLttheater.
Lperndau».
Dienstag bat 20 September: Margarethe. Mittwoch den 21. September: Der Ring de» Nibelungen Vorabmd: DaS Rheingold. Donnerstag dm 22. September: Der Ring des Nibelungen. Erster Tag: Die Walküre. Frettag dm 23. September: Orpheu». Samstag dm 24. September: Der Ring des Nibelunaen. Zweiter Tag: Siegfried. Sonntag dm 25. September: DaS Glöckchen deS Eremiten. Montag ben 26. September: Der Ring deS Nibelungen. Dritter Tag: Die Götterbämmerung. Dienstag ben 27. September:
„Die einzige Seife, bie bisher meine tlolle Zufriebmbett erlangte," schreibt ein Arzt, nachbem er Versuche mit ber Patml- Myrrholtn-Seise, gemacht. Ueberall, auch in dm »pothekm, erhältlich.


