•* Ehrung. Herr Regieruugsrath Nover tu Darm- I stadr, welcher fich um die Gründung und Wetterentwickelung I de- Verein- zur Züchtung und Veredelung der Vogelsberger I Rindviehrosse im Kreise Gießen hervorragende Verdienste er- I worben, wurde tu Anerkenuuug dieser Verdienste zum Ehren- I Präsidenten des Verein- ernannt.
•• Auf dem Ausstellung-Platze fand gestern Abend eine I Nachfeier start, vet welcher die Capelle Gröntnger den I musikalischen Theil übernommen hatte. ES ging noch recht I lebhaft zu und wurde noch mancher Topf de» durchgängig vorzüglichen Stoffe» der verschtedeueu Bräue verzapft. Wie I da» Gesammiunternehmen, so dürften auch die Wtrthe finanziell I gut abgeschoitten haben.
•• Nachträgliches von der Hundeausstellung. Wie uu- der AusstellungsauSschuß der am 18. und 19. Juni statt- gehabten Hundeausstellung mittheilt, haben die Ermittelungen bezüglich der Vergiftung des auf der Ausstellung hoch- prämiirteu Hundes des Herrn Förster Lüthje zu Bösensell ein positives Resultat nicht ergeben. Herr Förster Lüthje hat am Tage nach der Ausstellung den Hund selbst in tue Kiste gethau und dieselbe verfchloffeu, doch kam der Hund als bereit- stark tu Verwesung übergegangeu an seinem Bestimmungsorte an. Die vorgenommeue Sectiou ergab eine acute Magen- und Darmentzündung. Dagegen ist mcht fest- gestellt, daß die Krankheit durch Gift hervorgerufen wurde, da eine chemische Untersuchung nicht stattfaud.
Pariser Weltausstellung. Die Kgl. Preußische und | Großh. Hessische Eisenvahu-Direction Mainz hat folgende Frachtbegünstigungen für die Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 festgesetzt: Für Gegenstände, die zu der vom 16. April bis 5. November 1900 tu Paris ftattfindenden Weltausstellung besördert werden, ist bet der Hinbeförderung I via Elsaß-Lothrtngen die halbe tarifmäßige Fracht zu be- rechnen, sofern vom Versender eine Bescheinigung der Reich-- comm sston darüber deigebracht wird, daß die betr. Gegen- stände für die Au-stellung bestimmt sind. Die Güter sind mit einer Bezeichnung zu versehen, woran» ihre Bestimmung für die Ausstellung ersichtlich ist,- auch müssen die Frachtbriefe den Vermerk enthalten, daß die Sendung durchweg aus Ausstellungsgut besteht.
•# Alice-Deukmal. Der von den Frauen HeffeuS gefaßte Gedanke, der hochseligeu Großherzogin Alice tu Darmstadt I ein Denkmal errichten zu wollen, ist von dem günstigsten Erfolg begleitet gewesen. AuS allen Kreisen des Landes, aus I den kleinsten Landgemeinden find reichliche Gaben geflossen I welche bis jetzt zusammen die Summe von ca. 33000 URL I erreicht haben. Gewiß ein Beweis dafür, wie hoch das Ge- I dächtniß dieser herrlichen Fürstin und Frau in allen Schichten I der Bevölkerung unseres Laude» noch heute geehrt wird. Die I letzte Gabe ist nach den „N. Heff. VolkSbl." von der früheren russischen Gesandttn tu Darmstadt, der Frau des jetzigen Bot- schafterS in Berlin, der Gräfin Osten-Sacken eingegangen, welche das pietätvolle Eintreten der hessischen Frauen für eine der Edelsten ihre» Geschlechtes nicht hoch genug zu rühmen wußte. Man gibt sich der Hoffnung hin, daß die in der Kaffe des Comite» für die Errichtung des Denkmal» für weiland Ludwig IV. vorhandenen Überschüsse dem Fond für daß Alice-Deukmal überwiese« werden können, damit da» Alice- Denkmal dem LudwigS-Denkmal würdig an die Seite gestellt werden kann.
*• «egen die Versagung von Gehaltszulagen au Beamte, die fich im Dienste Verletzungen zugrzogeu und dadurch ihre volle Dieustfähigkeit eingebüßt haben, hat der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten den zuständigen Ber- waltungsstellen seine» Ressorts eine bemerkenSwerthe Rund- Verfügung zugehen laffeu. Einem Eiseubahubeamten, der fich zur Zufriedenheit geführt hatte, wurde eine Gehaltszulage voremhalteu mit der Begründung, daß seine fernere Dienst- fähigkett wegen einer im Dienste erlittenen Verletzung aus- geschloffen sei. Der Minister hat iudeffeu ein derartige» Verfahren für ungerechtfertigt erklärt. Die unverschuldete Abnahme der Leistungsfähigkeit berechtige an fich nicht zur Versagung einer zulässigen Gehaltszulage, unbeschadet der pflichtmäßigen Prüfung, ob der Beamte in seiner Stellung zu belaffen sein werde.
** Unlauterer Wettbewerb. Für den Handwerker wie
für den Kaufmann ist die Erläuterung einer bestimmten Art de» unlauteren Wettbewerbs wichtig, die kürzlich in einer Entscheidung des Reichsgericht» gegeben worden ist. Danach wird das Heravztehen von Kunden durch unwahre Angaben zum Schaden einer Concurrenzfirma al» Betrug im engeren Sinn des Strafgesetzbuchs künftig aufzufaffeu fein. E» heißt in der Entscheidung: „Ein unbefugter Eingriff in den VermögenSstand der betr. Firma findet statt, wenn mau mittel» Täuschung deren Kundenstand abwendig zu machen sucht." Dabei ist nach derselben Entscheidung nicht nölhig, daß ein etwaiger Schaden nachgewiesen wird, sondern e» kann schon der fragliche Nutzen, der der betr. Firma unter Umständen entgangen fein kann, geltend gemacht werden.
•• Für Aufichtspostkarten-Sammler. Herr Jac. Boettcher, Pfarrer in Bethlehem versendet zu Gunsten des dortigen deutschen Waisenhauses Ansichtspostkarten von Bethlehem. I Wie der Genannte jetzt mittheilt, ist zu Gunsten des erwähnten wohlthätigen Zweck» die Zahl dieser Karten ver- | mehrt worden. E» kommen durch Herrn Pfarrer Boettcher zur Versendung acht verschiedene Ansichtskarten von Beth, lehem, zu denen in nächster Zeit noch weitere drei mit Typen au» dem Volksleben Palästina» hivzukommen werden. An Jerusalemer Ansichten werden fünf verschiedene, und au» Nazareth zwei verschiedene versendet. Jede Karte wird mit einem handschriftlichen Gruß versehen uuo postfrei mit Stempel von Jerusalem versandt. Um dem Publikum die Bestellung und Einsendung des Betrages zu erleichtern, hat Herr Pfarrer Boettcher zwei Vertrauensmänner gewonnen, die für die gute Sache die Bestellungen und Geldbeträge unentgeltlich nach Bethlehem vermitteln. Für Norddeutschland Herrn Hofliefe- rant Ludw. Bertram, Hannover, Theaterplatz Nr. 13; für | Süddeutschlaud Herrn A. Renglh fr., München I, Süddeutsche Bodencreditbank. E» werden gegen Einsendung de» Betrage» die Karten zu folgenden Preisen verschickt: Je eine Karte zu 40 Pfg., sechs Stück für 2 Mk. 20 Pfg., zwölf Stück für 4 Mk. 20 Pfg. Sobald die neuesten Muster eingetroffeu find, wird der vollständige Satz von 18 Stück zu 7 Mk. versandt.
** Ueber falsche Fünfmarkscheine theilt die Altonaer Polizeibehörde mit, daß in den letzten Wochen eine Anzahl falscher ReichSkaffenscheiue zu 5 Mk. in Umlauf gesetzt wurden. Die wesentlichen Merkmale find folgende: Da» Papier ist kein Faserpapier mit Wafferzeichen, sondern gewöhnliche» Schretbpapier, in welchem die Fasern durch Tinteustriche nachgebildet find. Die Rückseite ist Handzeichnung. Die Worte „Fünf Mark" und die Nummer find in schmutztg- rother Farbe hergestellt. Auch halten die Ziffern und Buch- staben der Nummerreihe nicht Linie. Sämwtliche Falsifikate tragen die Nummern I. Nr. 159 383 Berlin, den 13. Ja- nuar 1882, und die blaue Farbe auf der Rückseite läßt fich leicht abwaschen.
’♦ Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach. Mit der Stelle können die Functionen eine» Oberlehrer» an gedachter Schule verbunden werde»; die Remuneration derselben beträgt 300 Mk. jährlich. Be- Werber, welche die im Artikel 33 des Volksschulgesetzes vorgesehene erweiterte (Oberlehrer-) Prüfung bestanden haben, erhalten den Vorzug, — die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ebers berg, Kr. Erbach. Dem Herrn Grasen zu Erbach-Erbach steht das Präsentation-recht zu derselben zu, — beide mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter fich bemeffenden Gehalt.
| ganz Deutschland in Königsberg i. Pr. angekommen, immer | und immer noch sein liebeS „Hotel" prangen steht, fragt I sarkastisch: „Wann kommen wir denn nach Deutschland?" Im obgenannten Artikel ist aber zugleich noch ein sehr zweck-
I mäßiges Verfahren — und, wie wir glauben, das allerzweck- mäßigste — gegen französische Speisekarten in deutschen Gast- Höfen angegeben, nämlich, daß von jedem Deutschen die Höfe mit deutschen Karten bevorzugt werden möchten. So sollte es aber nun auch noch mit dem „Hotel“ gemacht und gesagt werden: „Kein Deutscher geht in deutschen Landen in ein Hotel, Restaurant usw." Wenn das allseitig geschähe, mit
I welch wunderbarer Emsigkeit sollten da die Franzosen weg- gepinselt werden! Diese leidige Nachäfferei des Ausländischen, des Französtschen, tst eine alte deutsche Untugend, der ein höchftbedauerlicher Mangel an nationalem Sinn zu Grunde liegt. Wie muß man da doch vor den Franzosen Respect haben! — Nach und durch 1870/71 war man iw AuSlande stutzig geworden und begann eifrig, namentlich die gewohnten Badegäste, das Deutsche zu studiren; aber sie konnten fich gar bald von ihrem anfänglichen Schrecken vollkommen erholen und ihrem Deutschlerneifer Zaum und Zügel anlegen--I
die compläsantea Deutschen in den Hotels parlirten nach wie vor französisch und englisch und verfaßten ebenso ihre betr. Anzeigen in den Bläüern und die Anschläge an den Säulen: nun gehe du hin, guter Deutscher, wenn du Etwas willst und lerne Französisch oder Englisch, je nach Belieben! — Natioualgesühl!--Die Gasthofschtlde fallen zunächst in
die Augen und drücken dem Orte so zu sagen da- äußere Gepräge aus: deßhalb erscheint uns die eben berührte Sprach- reform noch dringender und wichtiger, als die Verdeutschung der Speisekarten.
Friedberg, 18. Juli. In der gestern im hiesigen I Saalbau abgehalreneu General - Versammlung der „ObstverwerthungS-Genoffenschaft Wetterau e. G. m. b. H." wurde mit 17 gegen 2 Stimmen die Auflösung beschlossen. Rechtskräftig wird dieser Beschluß indessen erst dann, wenn die nach den Statuten innerhalb 14 Tagen abzuhaltende zweite Generalversammlung mit mindesten» drei Vierteln der anwesenden Mitglieder ihm beitritt. Bei der unter den Genossen herrschenden Stimmung ist indessen kaum auzuuehmen, daß die zweite Abstimmung von der ersten abweichen wird. Die genannte Genossenschaft wurde im Jahre 1895 gegründet. Sie wurde nunmehr von demselben Schicksal ereilt, da» bi» jetzt noch alle ObstverwerthungS-Genossmschafteu, mit Au»- nähme der in Oberndorf in Bayern bestehenden, die fich namhafter Geldunterstützungen erfreuen kann, getroffen hm. Optimisten wagen zu hoffen, daß fich bald wieder eine neue OdstverwerthungSgenoffeuschaft hier gründen würde. — Nach den Mittheilungen der aus verschiedenen Orten zusammengekommenen Genossen haben wir in der Wetterau eine sehr gute Zwetschen-, dagegen eine geringe Aepfel- und Birnen- ernte zu erwarten.
— Sellnrod, 18. Juli. Gestern fand hier da» Bezirks- kriegerfest des Bezirks-Krieger-Berbandrs Vogelsberg in Verbindung mit der Fahnenweihe des KrtegeroeretnS Sellnrod statt. Ein stattlicher Festzug mit 24 Vereinen, wovon 19 dem Bezirk angehörten, nahm gegen 2 Uhr Aufstellung an dem vor dem Eingang des Ortes luftig und frei gelegenen Festplatze und durchzog die OrtSstraßeu. Auf dem Festplatze au- gelangt, begrüßte der BezirkSpräfideut, Herr Bürgermeister Biehl von Rainrod die zahlreichen Krtegerkameraden und Festgäste mit markigen Worten. Herr Lehrer Schmidt sprach sodann nochmal» herzlichen Willkommeogruß im Namen de» KriegervereinS und der Gemeinde Sellnrod. Zu dem nun folgenden Wetheact hielt Herr Pfarrer Medert die eindrucksvolle Weiherede. Redner betonte die Aufgabe der Krieger- Vereine, die Vaterlands- und religionslosen Elemente auch bet einem solchen Feste liegen zu lassen. Nach Enthüllung und Ueberreichung der neuen Fahne nahm daS Fest bei Musik, Tanz und GesangeSvorträgeu verschiedener Gesangvereine seinen wetteren Verlauf.
(§) Groß-Eichen, 18. Juli. Der hiesige bejahrte Land- wirth Rühl bestieg am vorgestrigen SamStag das Gerüst
M
*«*5 *
Ä«»
Vor 32 Ja Seeschlacht v' einen glänzende» -stündigen SeA nichts WM «Berfano M w Wie Lenedek in dem Unwillen de üntechchnng unte
* Bismarck Weitem größten S v.-Poschinger stuilles" (SM anftalt) nehmen 1 Krieges mit Ko Einzelheiten men Kanzler und der 21. October U verfehlte schon Wirkung aus dei heißt es: „®r Gemalt, von au kaum fünfzig , Kürassirobersten solchen. Unter Militärcostüm, Diplomaten M fommen^eit 2ii Art Kappe Überz Kommode lag ei er W mar mi Papieren VM\ hauptsächlich nn und die alldem dem Maire z' weigerte sich । werden Sie si sagte dann der Ä haben m ich in meinem druck vermeigei ich ihn jemals
der zweiter GWrafe von: Verwaltung von Uhrwerkes auj ‘önne keine St ? Gkineindevel Nachlässigkeit öl Mng des N ^Msse dieser 1 eil
Seite; d-r ®ewi,
Sage I t ei” ’M ®a9en gefalle 7 ®Wi ft ’e ™ N P, f» t? ®“6e fN In»."
* bt"
zu ernennen.
** Der eene Proviuzialdireetor für Oberheffen, Herr v. Bechtold, steht tm 63. Leben»jahre; er gehört dem Ministerium de» Innern tu der Eigenschaft eines Ministerin!- rath» feit dem 16. Juli 1894 an. Bis zum Jahre 1884 bekleidete derselbe in diesem Ministerium die Stelle eine» Ministerialsecretär» und wurde am 16. August 1884 als fRatö an die Provinzialdirection in Gießen versetzt, später zum KreiSrath in Bensheim ernannt und von letzterer Stelle aus in da» Ministerium berufen.
•• veffentltche Anerkennung edler Thaten. Seine König- l-che Hoheit der Großherzog haben dem Steuermann Friedrich Erdmann zu Bingen in Anerkennung der von ihm mit Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr ausgeführten Rettung der vierjährigen Margarethe Flrck, de» dreijährigen Johann Nikolaus Fleck und de» Steuermann» Theodor Brillmayer IV., sämmtlich zu Bingen, vom Tode de» Ertrinkens die Rettungsmedaille, dem Steuer- mann Theodor Brillmayer IV. zu Bingen, in Anerkennung de» von ihm bei der Rettung der vorgenannten Kinder bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens, j fcem Jakob Embach zu Mainz, in Anerkennung der von ihm mir Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr anSgeführten Rettung de» Reinhold Lander-Heim tn Mainz vom Tode be» Ertrinkens, eine Geldprämie zu verleihen geruht.
•• Handwerkerkammern. Ueber die Vorstellung des Vorstande» bt» Ort-gewerbeverein- Darmstadt, bie Durchführung de- Reichsgesetzes vom 26. Juli 1897 betr., welche bahin geht: 1. Es möchten drei Handwerkskammern I — je eine für jede Provinz — mit dem Sitz in den drei I Provinzial-Hauptstädten errichtet werden; 2. die durch die I Einrichtung dieser Handwerkskammern entstehenden Kosten I feien mindesten» zur Hälfte auf bie Staatskasse zu über* I nehmen, der Rest auf bem Wege ber Umlage burch bie I Commuval-Berbäude aufzubringen; 3. ber Großh. Central- I stelle für bie Gewerbe fei gegenüber den Handwerkskammern he Befugniß ber Aufsichtsbehörde gemäß § 103 be» erwähnten Gesetzes zu übertragen unb bie genannte Behörbe fernerhin I ulcht mehr al» Vorstanb unb Geschäftsstelle beS Laubes- gewerbevereinS fungiren zu lassen, — hat ber Abg. Weidner Namens be» vierten Ausschusses Zweiter Ständekammer Bericht erstattet. Darnach gelangt der Ausschuß im Etn- verstäudniß mit ber Regierung zu bem Antrag: „Hohe I Kammer wolle bie Vorstellung beS Vorstandes des OrtS- I gewerbevereinS Darmstadt zur Zeit für erledigt erklären." I
*♦ Eomert. Am nächsten Sonntag wird baß bekannte I Kromer-Septett vom Hoftheater in Stuttgart an nur I einen: Abend conccrtiren. Eine Verlängerung ist leider nicht I zu ermöglichen, da die Sänger anderweitig verpflichtet find. I Eß dürfte von großem Interesse fein, zu erfahren, baß bei dem Coucert der Componift des Liede»: „Grüße an die I Heimath", welches jetzt, gleich Koschats „Verlassen diu ich", I von allen Gesangvereinen mit besonderer Vorliebe gesungen I wird, persönlich mitwirkt.
** Dünsberg-Thurm. Durch bie Erbauung ber Bieber- I tyalbahn wirb nufer höchster Berg unb umfassendster Aussichtspunkt der Umgegend, der DünSberg, unserer Stadt so nahe gerückt, daß er bald ein vielbesuchter Ausflugspunkt I werden wird. Eine lohnende Rundficht vom DünSberg bietet I stch jedoch nur, wenn ein solider AuSfichtSthurm auf dem Gipfel errichtet wird. Die Erbauung eine» festen, für Jeder- I wann erreichbaren, steinernen Thurme» tst daher geplant. I Es find hierzu, da ein kleiner Stock au» früheren Jahren vorhanden ist, noch ca. 2500 Mark auszubrtugeu unb wenben wir uns baher an unsere Mitbürger mit ber Bitte um ihre Beihilfe zur Verwirklichung beS Projecte». Jeder Freund unserer schönen Umgebung, alle die, welche den Werth einer W-nderung durch Berg und Wald zu schätzen wissen, werben gerne einen Beitrag stiften. Ji ben nächsten Tagen werben EinzeichnungSltsten in ber Stabt circuliren; eß wirb jeder I Betrag gerne angenommen, unb hofft man bei günstigem I »ußfatt bet Sammlungen noch in diesem Jahre mit dem I Bau beginnen zu können. Daß fertige Werk wird gewiß jedem Spender Freude bereiten. Diejenigen Freunde der Sache, welchen etwa die Listen nicht zugehen sollten, werden höflichst gebeten, fich in die bei ben Herren I. KurzLCo,! Bankgeschäft, Fabrikant A. Zur buch ober Papierhandlung KSH» oufhe0enben Listen -inzuzeichnen.
" Stimtoötht. Man schreibt uni: Im „Siegener Huje Bet" v°m 14. dl. Mtl. ist auch vom „Allg-mein-n D-u'!ch°n Spracho.rein«, insond-rh-i. seinen Bemühungen um endliche Hulmet jung der Fremdwarte, im Be- 1
*" ’m deutschen Gafthösen, di- Rede. Dal ist sehr : "blich und jeitgemaß, daß endlich einmal gegen diese greuliche 1 Unsitte in deutschen Landen Etwas geschieht «ber nicht blas aus die Speisekarte sollte fich, unsere-Erachten- die Resorm ! erstrecken, sondern ebenso auch aus die sranzöfischen Be- ' "-nuungen der Gasthöfe uito,: Hotel, Cafe, Caf6 Royal , Restaurant, Restaurant et Cafe und was el sonst ist Aber ' i°lch° Franzöfireret klingt und däucht dem guten Deutschen I ' mit seiner alten, leidigen Vorliebe für alle! Fremdländische 1 in Sprache, Sitten, Mode, Gebräuchen so gar herrlich und > "haben! Der in 1870 nach Deutschland »erbracht- gefangene franzästsch- Offizier, der endlich glücklich und wohlbehalten durch '
3- Ä
BsdevhkM' hi.ß,-« Mibirt °°« 8
nkiäagmß nach Sbtn z mit flink« Tag ko««rn tonn«.
für den Fall der Ankuuft deS Geschwaders Sawpsou». Mau mißtraut dort der Haltung der Eogläuder. Die hiesigen Zeituugeu erscheinen wieder wie früher ohne Lücken.
Locale, und provinzielles.
Gießen, 19. Juli 1898.
Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. Juli den seither mit der Wahrnehmung der Functionen be» RheinschifffahrtS- bevollmächtigten beauftragten Oberfioauzrath Maximilian Freiherr« v. Biegeleben zum Großherzoglichen Bevollmächtigten bet ber Centralcommission für bte Rheiuschifffahrt


