Bemerkungen wird § 172, unter Ablehnung aller Anträge, in der CommissionSfaffung angenommen.
Die 8^ 173—231 werden ebenfalls in der Commission-- faffung erledigt.
Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Fortsetzung der heutigen Debatte und dritte Lesung der Dampfersubveurion.
Schluß 5 Ubr.
Deutsches Reich.
Berlin, 18. März. Dem „Localanzeiger" wird au« Kiaorschau gemeldet, daß der Unterosfizier Lehmann und zwei Toldateo, welche in dem Dorfe Konschuntino chinesischen Arbeitern Lohn ausgezahlt hatten, auf dem Rück wege von Chinesen überfallen wurden, welche die Deutschen berauben wollten. Letztere setzten sich zur Wehr und nachdem ein Chinese tödtlich verwundet worden war, entflohen die Angreifer und entkamen unbehelligt. Die Untersuchung ist sofort eiogeleitet worden.
Berlin, 18. März. Der Senatspräfident beim Kammer, geeicht, Dr. jur Coing, der Präsident der PrüfungS-Com- Mission für da« erste juristische Ttaar-examen, ist von einem Recht« caudidaten, der zum -weiten Maie durchgefallen war, zum Ptstolenduell herausgefordert worden.
Kraukfart a. M., 18. März. Der „Frkf. Zig." wird aus Homburg v d. H. gemeldet: Die Kaiserin, der die Aerzte Luftveränderung empfohlen haben, wird, je nachdem ihr da« hiesige Klima bekommt, vier Wochen oder länger im hiesigen Schlöffe Wohnung nehmen. Wie lauge der Kaiser hier bleibt, ist unbestimmt.
Frankfurt a. M., 18. März. Der „Frkf. Ztg." wird ans Konstantinopel gemeldet: Auf eine Anfrage deS Sultans beim Berliner Hof über die Reisepläne Kaiser Wilhelms kam die Antwort, daß dieselben noch nicht fest« gesetzt seien. T'vtzdem werden schon Vorbereitungen für den Empfang getroffen.
Hamburg. 18. März Bei der heutigen Feier des 25jährigen Jubiläums der Geographischen Gesellschaft, die unter Theiluahme zahlreicher Vereine und Geographen deS In- und Auslaudrs stattfand, brachte Bürgermeister Dr. Mönckrberg da« Hoch auf den Kaiser auS. Der Afrikaforscher Dr. HauS Meyer aus Leipzig ließ den Fürsten Bismarck hochleben, worauf an den Fürsten, al« den Wieder- belebet der nationalen Geographie, ein Telegramm abgesandt wurde.
Stuttgart, 18. März. Nach zweitägiger Debatte hat die Kammer der Abgeordneten bei der Berathung der Der- fassungS-Revisiou den Regierungsantrag auf Einführung von Proportionalwahlen zum Ersätze der au« der zweiten Kammer auSscheidendenPrivilegirten mit 64 gegen 29 Stimmen angenommen, also nicht mit der erforderlichen Zweidrittel- Mehrheit.
Kaiserslautern, 17. März. Die „Pf. Pr." meldet aus Landau: Bon den heute Morgen bei dem Einsturz einer Scheune verunglückten Arbeitern find vier ihren Verletzungen erlegen.
Arr-larrd.
Wien, 18. März. In Hofkretsen wird versichert, daß die Installation des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta Mitte Juni erfolgen wird.
Madrid, 18. März. Der „Jmparcial" meldet: Die Torpedo-Flottille bleibt bet den Kanarischen Inseln, nm einen Kreuzer zu erwarten, der sic nach Cuba begleiten wird.
velmez (Spanien), 18. März. In einer Kohlengrube entstand eine Explosion, wodurch eine große Anzahl Ar- beiter getöbtet wurde. Etwa 60 Arbeiter wurden bisher ans Tageslicht gebracht.
Washington, 18. März. Den beiden Kammern deS (Son* griffe« ist gestern ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, wonach der Bestand der Armee auf 103,000 Mann erhöht werden soll.
Rewyoek, 18. März. Nach einer Depesche deS „Newhork Heralb" aus Washington werden zwei neue Geschwader gebildet werden. DaS eine soll aus Panzerschiffen und Kreuzern bestehen, um einen etwaigen feindlichen Angriff auf die nördlichen Häfen zurückzuwetsen, daS andere wird aus Monitors zusammengesetzt sein und die südlichen Häfen zu vertheidigen haben.
Cocalt# «ird
Gießen, 19. März 1898.
• • Milttardieustnachrichlcn. Bet der soeben erfolgten Cadettenverthetlung kamen in hessische Regimenter: in das 1. Großh. Heff. Inf. Regt. (Leibgarde Regt.) Nr. 115 Porltpee-Unleroff. v. Olberg al« Sec.-Lt., in das Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 Cadett Frhr. v. d. Goltz als charact. Portepee-Fähnrich, in daS 4. Großh. Heff. Inf Regt. Nr. 118 Portepee Unterosfizier Simon als Sec.-Lt. und Cadett Oldenburg al« charact. Portepee Fähnrich, in das 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168 Cadett v. Dobbeler als charactertfirtrr Portepee- Fähnrich.
• * Rene Altardecke für die Stadttirche. Eine in der Paramenten-Anstalt des Darmstädter EltsabethenstiftS herge- stellte kostbare Altar decke ist für die hiesige Stadtkirche bestimmt und bereit- hier eingetroffen. Sie wird eine Zierde des GotteSbauseS bilden.
• Realschule. Bei der gestern stattgefundeaen mündlichen Abgang-prüfung der Realschüler wurden von 25 14 di-penfirr, einer konnte die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienste nicht erhalten. Von den 24 Bestandenen erwählten al- Beruf: Ameud, Friedrich, Großen-Linden, Kaufmann. Cahn, Ludwig, Gießen, Kaufmann. Chambre, S'vst, L-ch, Kaufmann. Curz, Lodwig, Fleißbach, Postfach. D tzenrodt, Christian, Gießen, Bahnfach. Keck, Georg, Lich,
Bahnfach. Kolb, Ludwig, Gießen, Bankfach. Slingelhöfer, Ludwig, Gießen, Lehrer (Seminar Friedberg). Lichtenberger, Otto, Gießen, Electrotechniker (Oberrealschule Darmstadt). Marburger, Max, Laasphe, Kaufmann. Mayrr, Julius, Wieleck, Kaufmann. Nau, August, Gießen, Bankfach. Noll, Hermann, Gießen, ZahlmetstercarriLre. Reitz, Ludwig, Freien Steinau, Finanzsach. Sames, Balrhaser, Dorfgill, Kaufmann. Schäfer, Wilhelm, Wingershausen, Mathematik (Oberrealschule Darmstadt). Schaumberger, Wilhelm, Gießen, Kaufmann. Schulze, Bernhard, Gießen, Mathematik (Realgymnasium Gießen). Schwarz, Wilhelm, Dorfgill, Bahnfach. Stamm, Isidor, Gladenbach, Electrotechniker (Oberrealschule Darmstadt). Theis, Friedrich, Herborn, Postfach. Waag, Karl, Gießen, Bahnfach. Wahl, Fritz, Hausen, Techniker (Technikum Mittweida). Ziegler, Wilhelm, Wteseck, Lehrer (Seminar Friedberg).
•*H. Stadttheater. Zum Benefiz für Frl. Käthe Viotti gelangte gestern ein Volksstück au« dem Schwarzwald „Die Else vom Er len Hof" zur Aufführung. In diesem Bolk-stück, deffrn Verfaffer Herr Siegfried Conrad Staack ist, werden zwar keine hochgradig spannenden, Nerven erregenden Dinge verhandelt oder vorgeführt, aber es hat Sinn und Verstand, offenbart gute Beobachtungsgabe, giebt die Menschen wie fie naturgemäß sind, nicht wie sie sein könnten oder sollen, und hat nur da« einzig Mißfallende: daß manche ©eenen an zu langer Rührseligkeit leiden. ES behavdelt, wie der Erlenhofbauer der Rächer seiner vom Freiherrn v. Altringen verführten und in den Tod gegangenen Schwester wird, sich ihres Kinde- Else väterlich annimmt, und in seinem Erlenhof großzieht. Nach zwanzigjährigem Warten gelingt es dem Erlenhofbauer daS wegen gänzlicher Verschuldung der Versteigerung unterstellte MajoratSgnt derer von Altringen durch sein Meistgebot an sich zu bringen, den Freiherru aber vor die Thür setzen zu können. Doch die Vorsehung lenkt, und zwar zum Guten. Der in der ver- schuldungsangelegenheit seines Onkels zur Untersuchung und womöglichen Rettung ankommende Neffe, Dr. juris Erich von Altringen, lernt Else kennen und lieben und da- Ende * vom Liede ist, daß nach langem Sträuben der Erlenhofbauer dem Paare seinen Segen und den MajoratSfitz übergibt. Damit ist alles Unrecht gutgemacht und Else vom Erlenhof glücklich mit ihrem Erich. — DaS Stück wurde recht wacker wiedergegeben. Vor Allen glänzte die Beneficiantin, Frl. Viotti, durch vorzüglich Wiedergabe ihrer Else. Sie verkörperte das schlichte, in Schönheit und Herzensgüte ausgewachsene Bauernkind in ganz vortrefflicher Weise, fodaß der herzliche, lebhafte Beifall, sowie die gespendeten Bouquets und Blumenkörbe wohlverdiente Ehrung und Zeichen ihres Beltebtseins waren. Frl. Viotti ist in ihrem Fach als „Sentiwentale" eine tüchtige Kraft und hat dies durch vorzügliche Leistungen schon mehrfach bewiesen. Die übrigen Mitwtrkenden thaten da- Ihre für flottes Zusammenspiel und befriedigten insgesammt durch gute Wiedergabe ihrer Rollen. Das Haus war leider schwach besetzt. Hoffentlich wird die Sonntagsvorstellung mit „Madame Bonivard", sowie das bedeutsame Gastspiel von Frl. Nina Sandow in „Cameliendame" und „Phillppine Welser" nochmals ausverkaufte Häuser bringen.
* * Stadttheater. Hebet Nin a Sandows „Cameliendame", mit 6er die berühmte Künstlerin, am Montag den 21. März, ihr Gastspiel im hiesigen Stadttheater beginnt, schreibt eine Kritik au- Stuttgart, woselbst Frl. Sandow vor Kurzem gastirte: „Die Verkörperung der Marguerite durch Nina Sandow war eine meisterhafte. Leicht und anspruchsvoll klang die Conversatiou der verwöhnten Courtisane. Hinter abgeriffenen Worten sah man den Geist hervorbltcken. Packend und an die Seele greifend war die Darstellung des Sehnen- nach dem Glück und de» Ringens um die Entsagung. Am unmittelbarsten wirkte die Scene, in der ihr der greife Vater des Geliebten das Versprechen abringt, diesen zu meiden. Die Sterbescene war von einer großartigen Realistik- die pathologischen Erscheinungen des Uebergang- vom Leben zum Tode waren mit, man möchte sagen Wissenschaft- licher Treue wiedergegeben. Fräulein Sandow darf die Gewißheit mit fortnehmen, manches Herz gerührt und erschüttert zu haben.
• • Das Theater Wallenda auf Oswald» Garten bildet, wie in früheren Jahren, so auch diesmal einen Anzrehung-- punkt für Schaulustige. In der That ist auch da-, was geboten wird, sehen-werth. Die bisherigen Vorstellungen brachten neben bereits Gebotenem eine stattliche Reihe N ruhe tt en. Die Darstellungen werden präcts autgeführt. Neben bet Parterre-Gymnastik und Akrobatenkünste, die eine erstaunliche Fülle von Kraft und Gewandtheit zeigen, erfreuen besonders die Jongleur-Künste. Wer einige amüsante Stunden verleben will, dem sei ein Besuch deS Theaters Wallenda, das jeden Tag reiche Abwechselung bringt, angelegentlich empfohlen.
••Q Besoldung der HUssgerichtSschreiber. Man schreibt unS: Gelegentlich der jüngsten Kammerdebatten über die Stellung der Hilf« gerichtS sch reib er und ihre dienstliche Verantwortung unterliefen irrige Ansichten, welche ein klares Bild über die thatsächlichen Verhältnisse und Zu- stände nicht ermöglichen. Die in ihren Wünschen und Hoffnungen getäuschten HilfsgerichlSschretber de- Großherzog- ihumS sahen sich deshalb neuerdings veranlaßt, in einer ausführlichen Denkschrift ihre Dienstverhältmffe eingehender zu beleuchten. Diese, den einzelnen Landtagsabgeordneten unterbreitete Denkschrift erbringt auf Grund der Gesetzgebung und ministerieller Verordnung den Nachweis der schweren Verantwortung, welche in den verschiedensten Dienstzweigen einzig und allein dem HilfSgerichtSschreiber zufällt. Die Denkschrift widerlegt sodann die gegenteiligen Anschauungen, schildert die Stellung ähnlicher Beamtencategorien, erörtert die GehaltSverhältniffe, die Schwierigkeiten und Gefahren des Dienstes und das schleppende Avancement der HllsS- gerichtsschreiber. Wer mit den einschlägigen Berhältuiffen der HilfSgerichtSschreiber auch nur einigermaßen vertraut ist,
der muß wünschen, daß bei der bevorstehenden Berathung deS Beamten - Besoldungsgesetzes diese GerichtSbeamten in richtiger Würdigung ihrer Amtspflichten nicht leer ausgehen.
• • Ter Verband deutscher Touristenvereine, der jetzt an 70000 Mitglieder zählt, hält seine diesmalige Generalversammlung am 11. September zu Marburg ab.
• • Verkauf von Margarine ic. betreffend. Im dritten Blatt der heutigen Nummer ist daS am 1. April in Kraft tretende Gesetz, bett, den Verkehr mit Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmittel, veröffentlicht.
* • DawpfkeffelUeberwachuug. Dem an Stelle deS Dampf» kessel-UebetwachungS-DereinS in Offenbach neu gegründeten Verein, mit dem Sitze in Frankfurt, tft durch Entschließung de« Ministerium- deS Innern widerruflich gestattet worden: 1. die regelmäßigen technischen Untersuchuugen und Waffetdruckproden- 2. die Wafferdruckproden nach einet Haupt- repatatut- 3. die ersten Waffetdruckproden einschlleßltch Prüfung der Bauart der für Mitglieder erbauten Dawpf- keffel durch die Beteln-inspectoren vornehmen zu laffen. Hiernach ist, abgesehen von den gemäß Ziffer 3 zugelaffeuen Ausnahmen, die Vorprüfung der Gesuche um Conceffionirung von Dampskrffelu und die Aufnahmeprüfung von solche» allgemein der staatlichen Dampfkessel-PrüfungS-Commiffioa Vorbehalten.
• • Organisation de» Handwerk». Die in Aussicht genommene Kaiserliche Verordnung übet die thetlweise Inkraftsetzung de« HandwerkS-OtganisationSgesetzes ist nunmehr im „Reichsanzeiger" veröffentlicht. Danach treten am 1. April die neuen Bestimmungen der Gewerbeordnungsnovelle vom 26. Juli 1897 insoweit in Kraft, als fie die freien und Zwang- Innungen, die JnuungS-AuSschüffe und JnnungS-Verbände, sowie die allgemeinen Bestimmungen über die LehrliugSvethältniffe betreffen. Wegen der Inkraftsetzung der Vorschriften betreffs der Handwerkskammern, der besonderen Bestimmungen betreff- bet Lehrling-verhältniffe für Handwerker und der Vorschriften über den Meistertitel wird später eine Kaiserliche Verordnung ergehen.
* • Vom 9. deutschen Turnfest in Hamburg. Die Anmeldung von Turnvereinen zur Thetlnahme an dem 9. deutschen Turnfest mehren fich von Tag zu Tag. Erfreulich ist besonders auch daS lebhafte Jntereffe außerdeutscher Vereine- so beabfichtigt z. B. der Moskauer Turnverein einen ober zwei WrMurver und eine Musterriege am Barren zu stellen. Der eibgenöffiiche Turnverein hat seinen Central« Präsidenten Hügin unb den Präsidenten Reimann zu offlciellen Vertretern beim Hamburger Fest ernannt- fie werden für die Bildung einzelner Turnriegeu zur Vorführung de- Schweizer SectionsturoenS Sorge tragen. Ferner gedenkt aus Zürich eine Anzahl älterer Turner das Fest z» besuchen und aus anderen schweizerischen Städten wird auf Zuzug gerechnet. Der Turnverein zu Mediasch In StrbendÜrgeu hofft ebenfalls einen Vertreter nach Hamburg senden zu können. Ebenso beabfichtigt bet Turnverein zu Blumenau in Süd-Brasilien einen Abgeordneten zu sch cken.
• • Nationalfestspiele. Die städtischen Collegien in Go-lar haben für ble NatiovalFestspielstätte 300000 Mk. bewilligt. Von bet Bürgerschaft sind bl- jetzt rund 86 000 Mark und von den Ortschaften bet Umgegend 60000 Mk. gezeichnet worben. Anherbem will daS benachbarte braunschweigische Dorf Harlingerobe für den Fall, baß daS erforberliche Wafferbecken für den Rnbersport im sog. Steinfelde zwischen Go-lar unb Vienenburg hergestellt wird, 50 Morgen an bet Oker gelegenen gerlngwerthigen Lanbes, ben größten Theil des in Frage kommenden Terrains, un» entgeltlich hergeben. Bekanntlich steht GoSlat jetzt trat noch mit dem Niederwald in der engeren Wahl, und die Entscheidung wird demnächst getroffen werden. — Auf Einladung de- Beigeordneten Piecq befaßte fich gestern eine Versammlung im Rathhause mit der Frage, welche Stellung Köln zu dem deutschen Nationalfestspiele einnehmen soll. Der Obetbürgetmetstet, Stadtbaurath Stübb-n u. A. traten warm für die Unterstützung der Spiele ein, während' Prof. Moldenhauer auf die großen Schwierigkeiten unb die Unmöglichkeit, schon im Iahte 1900 ein völlig fertige« Fest za bieten, hinwies. Schließlich wurde ein au« 15 Heitren bestehender Ortsausschuß gebildet, der die Vorarbeiten besorgen unb mit den einzelnen Vereinen in Köln in Verbindune treten soll.
* ♦ Froschscheukel. lieber eine in hohem Grade vetabscheuungSwütbige Thierquälerei wirb bet „Darwst. Ztg." geschrieben: Kaum hat die Frühlingssonve die grünen Was se»r frösche au« dem Winterschlafe erweckt schon fallen gewiffe Menschen übet ble armen Thiere unb her. Die Hinterschenkel bleuen nämlich zum leckeren Mahle (ein gesetzliche« verbot blefe« Gericht«, ohne baS auch die Menschheit au-kommen könnte, würbe jeder Thierfreunb mit Fteuben begrüßen. D. Red.)- bobe? werden nun oft ben Fröschen bie Schenkel abgeschnitten unb ble noch lebenden Thiere einfach wieder fortgeworfen. Thatsächlich wurden dieser Tage in einem Waffergrabeu de« unteren Maingebiete« etwa 25 ans die angegebene Art verstümmelte Frösche beobachtet, die sich in ihrem elenden Zustande t« Wasser fortzuschleppen versuchten (!) Es sei hiermit die Aufmerksamkeit maßgebender Kreise aus diese Schändllchkeite» gerichtet.
* * Wetterbericht. Die Depression im Norden hat an Ausdehnung noch gewonnen. Zugleich hat sich ihr Centru» an bet nordskanbinaoischen Küste noch vertieft. Das barometrische Maximum besteht babel im Südwcsten Europa« fort. In Südbeutschland fallen bei meist westlichen Winden allent- halben Niederschläge, bie Temperaturen liegen jeboch verhält- nißmäßig hoch. — Vorau-sichtliche Witterung: Zunächst noch Fortbauer be- unbeftänbigen Witterung»charakter«.
□ Darmstadt, 18. März. Der Ort-gewer b ev erein, der heute seine Hauptversammlung abhielt, zählt jetzt 565 Mltglieber, barnnter weit über ble Hälfte Gewerbe- treibenbe (ber Lanbesgewerbevereiu Ist jetzt 7150 Mltglieber


