Ausgabe 
19.4.1898 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Part«. 17. April. Nach Madrider Depeschen geben die dortigen RegterungSkreise noch immer nicht die Hoffnung auf Erhaltung de» Frieden» auf. Der päpstliche Nuntius, sowie der amerikanische Gesandte rechnen mit Bestimmtheit darauf, daß Mac Kinley sich -u Loncesstonen herbeilassen werde.

Petersburg, 17. April. Stu UkaS de» Zaren ordnet die Bildung zweier neuer Schützeoregtmeoter in Ostasieo an. Der Commaodaut des Schiffe»Saratow" erhielt den Auftrag, eia zweites Truppen-Detachemeut nach Port Arthur zu befördern.

Madrid, 17. April. Nach au» Washington hier einge- troffrncu RegierungSdepescheu ist infolge de» Beschlusses de» amerikauischen Senate» nunmehr jede Hoffnung auf Er­haltung de» Frieden» geschwunden. Der Minister- rath hat daher bereit» alle Vorschläge festgesetzt, welche die»- bezüglich dem Parlament zu unterbreiten find.

Madrid, 16. April. Alle waffenfähigen Männer, welche im Auslande weilen, wurden von den spanischen Consulaten benachrichtigt, daß fie sich unverzüglich in ihre Heimath zurück' zubegeben hätten.

Washington, 17. April. Der Senat hat gestern mit 67 gegen 21 Stimmen die Ausschußresolutton mit einer Abänderung, welche die Anerkennung der cubanischen Republik auSspricht, angenommen.

Die Anwendung von Vorrichtungen zum Fangen von Baumschädlingen.

An der Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim sind in dem abgelaufenen Jahre verschiedene Vorrichtungen zum Fangen von Baumschädlingen einer Prüfung unterzogen worden, deren Ergebnisse in Nachstehendem kurz mitgethellt werden sollen.

Da» von Geisenheim empfohlene Wellpapier ist nach Vorschrift an einer größeren Zahl von Obstbäumen ver­schiedener Arten und Sorten zum Zwecke des Fanges des Blüthenstechers angewendet worden. Der Erfolg war be­friedigend. Es hatten sich nämlich ziemlich viele Blüthen- stecher in dem Wellpapier angesammelt. Ferner wurde fest­zustellen gesucht, ob sich Wellpapier-Gürtel nicht auch etwa eignen sollten zum Fangen von weiteren Schädlingen, näm­lich der Obstmade und des Frostnachtspanners.

Zu diesem Zwecke wurden ebenfalls wieder bei einer größeren Anzahl von Obstbäumen auf verschiedenen Grund­stücken Gürtel aus Wellpapier mit Holzwoll - Einlage Ende Juli v. I. gelegt.

Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß sich das genannte Papier zu diesem Zwecke nicht eignet. Es hat nämlich nicht genügend Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit. Es ist im September, während der damals anhaltenden regnerischen Witterung verdorben, außerdem so stark von Ohrwürmern zerfressen worden, daß bis Ende October die meisten Vor­richtungen besagter Art von den Stämmen abgefallen waren und somit für die Bekämpfung von Frostnachtschmetterlingen nicht mehr verwendet werden konnten.

Etwas bester hat sich die FangvorrichtungEinfach" von Hins berg, Insel Langenau, bewährt, die ebenfalls aus Wellpapier mit Theerpapier-Umfchlag angefertigt ist.

Die Raupenfallen SystemMerle", Papiergürtel mit Holzwoll-Einlage, haben sich zum Fangen der Obstmade gut, weniger dagegen für die Bekämpfung des Blüthenstechers und Frostnachtspanners bewährt. Das Papier verwittert auch bald und kann dann nicht mehr Verwendung finden zum Aufträgen des Raupenleims, behufs Fangens des Frostnacht­schmetterlings.

Die idealsten, zweckmäßigsten und billigsten aller bis jetzt bekannten Fangvorrichtungen sind die von R. Zorn in Hofheim i. T. construirten. Sie bestehen aus Theerpapier mit Wellpapier und Zellstoffwatte-Einlage. Solche Vorrich­tungen sind an verschiedenen Bäumen Ende Juli 1897 angelegt worden. Eine Revision Mitte October ergab, daß sich der Apfelwickler (Obstmade) in großer Anzahl unter den Vorrichtungen eingenistet hatte. Ende October wurde die obere Seite der Papiergürtel mit Raupenleim bestrichen. Die sämmtlichen Vorrichtungen befinden sich trotz ungünstiger Witterung noch heute in einem guten Zustande.

Außerdem ließ sich constatiren, daß sich viele Frostnacht- schmetterlinge auf den Gürteln und unter ihnen eine große Anzahl von Blüthenstechern und anderer schädlicher Rüffelkäfer, sowie eine Menge sonstiger Schädlinge eingenistet hatten. Die sämmtlichen Schädlinge können jetzt leicht durch Abnehmen und Verbrennen der Gürtel vertilgt werden. Auf Grund unserer Beobachtungen, sowie der Erkundigungen, die wir auch anderenorts über diese Zorn'schen Vorrichtungen cinge- zogen haben, sind letztere das beste Mittel, um bie wichtigsten Baumschädlinge, nämlich Obstmade, Frostnachtspanner, Blüthen- stecher und eine Menge anderer Schädlinge mit gutem Erfolge zu bekämpfen.

Wir besitzen also in den Zorn'schen Fangvorrichtungen thatsächlich eine Ungezieferfalle, ein vorzügliches, leicht an­wendbare» Mittel, um die wichtigsten Baumschüdlinge auf eine bequeme und billige Weise bekämpfen zu können.

Trotzdem werden an der Wein- und Odstbauschule zu Oppenheim auch noch andere geeignet erscheinende Mittel zum Zwecke der Bekämpfung von Schädlingen angewendet und geprüft werden, wie überhaupt diesem wichtigen Gegenstand auch in Zukunft eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden wird.

<HäU» *** provinziell«»

Aogerbbach. 14. April. Heute Nacht gegen 12 Uhr wurden unsere OrtSeinwohner durch Feuerlärm au» der Ruhe aufgeschreckr. Die Scheuer der sogenanuten Schulmühle, deren älterer Thetl gegenwärtig gerade neugebaut werden sollte, wozu auch schon die Vorarbeiten in Angriff genommen waren, stand in Hellen Flammen. Durch da» energische und umsichtige Eingreifen unserer Ort»feuerwehr wurde ein Ueber-

greifen de» verheerenden Element» auf da» Wohnhaus ver- hütet und der Brand bald so gedämpft, daß die zu Hilfe I gekommene Lauterbacher Feuerwehr nicht in Action zu treten brauchte.

X. Darmstadt, 17. April. Gestern hielt der Verein hessischer Lehrertunen zur Gründung eine» Heim» oder, wie er nunmehr heißen soll: VereinHessische» Lehrerinnen.Heim" seine Hauptversammlung unter dem Vorsitze von Frau L. Wolf»kehl und tu Gegen­wart der Großherzogin, der hohen Protectorto de» Vereins, welche bis zum Schluß anwesend war, ab. Nach dem Jahresberichte war das vom Großherzog zur Verfügung gestellte Sommerhetm tm Fürsteulager bet Auerbach vorjährig von 11 Lehrerinnen besucht- auch dieses Jahr wird wieder von höchster Stelle diese Wohlthat dem Verein gewährt. Der Verein, der die Rechte einer juristischen Person erworben hat, besaß Ende 1897: 150 ordentliche und 497 außer- ordentliche Mitglieder- sein Vermögen war auf 80778 Mk. angewachsen. Der vorjährige Bazar in Darmstadt ertrug 12 000 Mk.; aus der russischen Kaiserspeude erhielt der Verein 1000 Mk. DaS wichtigste Eretgniß des letzten Verein»- jahres ist die Erwerbung eine» ständigen Lehrerinnen- Heim» mit Garten, Kteßstraße 101, verhältoißmäßig central, nicht wett von der electrtschen Bahn und dabei gesuud ge- legen. Die Erwerbung kostete 32000 Mk.- ca. 40 000 Mk. find uoch für die innere Umgestaltung für die speciellen Zwecke de» Heim» und die Beschaffung de» Mobiliar» nöthig und werden von der Generalversammlung bewilligt. Man gedeukc da» Heim am 1. Juli, vielleicht auch etwas später, mit einer kletuen Feierlichkeit in Benutzung zu nehmen. Nachdem für die auSscheidenden Herren Pfnorr und Zimmer­mann die Herren Bürgermeister Köhler und RrgterungS- rath Weber in den Vorstand gewählt worden, fetzte die Versammlung die neuen Statuten fest, meist unter An­nahme einer Reihe von ErgänzungSbeftimmungen, die der Vorstand beantragt hatte. Zur Aufnahme in daS Heim sind nicht nur die in Heffen angestellten und verwendeten Lehrerinnen und Erzieherinnen, sondern auch solche außerhalb unsere» Lande» thätige, die in Hessen geboren oder deren Familien daselbst ansässig waren, zugelaflen. Neben vorübergehenden Benutzerinnen werden dienstunfähige Lehrerinnen, die min­desten» fünf Jahre ordentliche BereinSmitglieder waren, al» ständige Pensionärinnen mit einem Eintritt»gelö von 400 Mk. und zu einem jährlichen Pensionspreis von 500 Mk. auf- genommen - eigentliche Kranke find ausgeschlossen. Der Jahres­beitrag zum Verein selbst beträgt 6 Mk., für die unter 700 Mk. Jahreseinkommen besitzenden Lehrerinnnen aber nur 4 Mk.- freie Wohnung und Verpflegung wird hierbei al» 300 Mk. Einkommen gerechnet. Bei gewissen Kategorien von Lehrerinnen wird vor der Aufnahme in daS Heim event. neben dem Nachweis über ihre Thätigkeit als Lehrerin auch eine Bescheinigung über die erfolgte Ausbildung gefordert werden. In Krankheitsfällen der Bewohnerinnen des Heims wird der Verein mit der Beihilfe eintreten, wo dies nöthig erscheint. Neben Gewährung des Aufenthalts und etwaiger Beihilfe aus der Hilfskasse beschäftigt sich der Verein mit einer Stellenvermittelung für seine Mitglieder u. dgl. m.; man kann feinen ebenso berechtigten, wie für die Lehrerinnen unseres Landes in hohem Maße wohlthätigen Bestrebungen nur regsten Fortgang wünschen.

Darmstadt, 17. April. Die freiwilligen Spenden aus der Johannesgemeinde für eine demnächstige Guyot-. Stiftung zum dauernden Andenken an ihren ersten Seel­sorger belaufen fich auf Über 1600 Mk., Über deren nähere Verwendung Herr Guyot selbst entscheiden wird.

D. Frankfurt a. M., 18. April. Wie bereits kurz be­gannt gegeben wurde, findet in diesem Jahre auf dem Terrain der vorjährigen Allgemeinen Rosen-, Blumen- und Pflanzen- auSstellung an der ForsthauSstraße wieder eineGroße Rosenausstellung" statt. Dieselbe wird daS g-sammte Gebiet der Rosencultur umfassen, und eS wird keine Ver- Wendungsart für die Rosen geben, die dem Publikum nicht zur Ansicht vorgeführt wird. Ferner find zugelaffeu alle Pflanzen, die zur Decoration dienen, sodann Gartrn-Pläue, -Geräthe,-Industrie und-Litteratur. Anmeldungen zur AuS- stellung, die von Juni bis September dauern wird, müssen bis längstens 15. Mai d. I. bei dem AuSstellungSbureau zu Frankfurt a. M., ForsthauSstraße, von wo au» auch Pro­gramme bezogen werden können, gemacht werden.

Hanau, 15 April. Da» Staatsministerium hat nun­mehr auch an dem htefigen Platze die Errichtung eine» großen Getreidesilo» genehmigt und einen Zuschuß von 80 000 Mk. bewilligt.

In Marburg gelangt jetzt, dargestellt von Bürgern der Stadr, tat gesch chtliche DramaConrad v Marburg", ein Werk de» jetzt in Zittau al» Redacteur de» dortigen städtischen AmtSdlatte» lebenden Schriftsteller» Han» Hagen, mit großem Erfolge zur Ausführung. Der Premiere am Ostermontag wohnte der Dichter bei, dem stürmische Ova­tionen gebracht wurden. Die zweite Aufführung am 13. und bte dritte am 17. d. M. erzielten ebenfalls durchichlagende Erfolge. Die Titelrolle gab Volksspielregisseur Viktor Härtel, der fich vor Allem um die Einstudtruug de» Stücke» große Verdienste erworben hat. Die erste Frauenrolle, Ilse v. Lotz, gab eine Frankfurter Schauspielerin, Fr. Hertha Jensen. Man geht nicht fehl in der Behauptung, daß unter den vielen dramatischen Erzeugnissen, die die kirchengeschichtltche Ver­gangenheit Marburg» behandeln, Han» Hagen»Conrad" da» hervorragendste Werk und besonder» geeignet ist, auch andere deutsche Kunststätten für Marburg» bedeutsame Ge

schichte zu tntereifken.

* Gegen die vermeintlichen Vorzüge de» Höhenklima», z. v. von Davo», bei der Behandlung Lungenkranker hat aus der Wiesbadener Heilstätten-Versammlung fich auch Geheimrath Dettweller Falkenstein ausgesprochen. Wie wir seinem in der ZeitschriftDas Rothe Kreuz" veröffent-

lichten Vortrag entnehmen, faßte er seine Anficht in folgenden Sätzen zusammen:Die Schwindsucht ist ferne klimatische Krankheit, fie wird auch durch kein Klima al» solches geheilt. Sie wird in allen Höhenlagen angetroffen- fie fehlt hier und da im äußersten Norden fast gänzlich - fie grasfirt In südlichen Ländern. Die Langenschwindsucht ist ohne Zweifel heilbar, in den Anfangsstadien sogar relativ leicht und sicher- fie tarnt überall geheilt werden- da» Höhenklima spielt keine specifische Rolle, ebensowenig die Witterung und die Jahreszeiten. Die Hauptsachen find eine gute, reine, bewegte Lust, die ganz auf den einen Zweck eingerichtete Anstalt, ein energischer, allge­mein und auch seelenärztlich gebildeter, fast souverän gestellter Specialarzt und die confequent durchgeführte hygienisch-diäte­tische Methodik der Behandlung. Jeder Lungenschwindsüchtige kann, und da» ist ein auS'chlaggebendcr Punkt, in feinem Baterlande geheilt werden."

Ein Morgenkleid fit 80.000 Franc», eineTheerobe", ist für die junge Comreffe de Castellane, die Tochter des amerikanifchen Etfenbahnkönig» Jay Gould, von einer Pariser Weltfirma angefertigt worden. Da» Wunderwerk weist verschiedene Arrangement» auf, die in Bezug auf Morgenroben gänzlich neu find. Der Grundstoff ist der jetzt so moderne gekreppte Sammet in zartestem Heliotrop, vorne öffnet fich die Robe über einem Stabiler von cremefarbenem Seiden-Mouffellne, da» von einer ganzen Fluth gelblich an­gehauchter Seidenspitze überrieselt ist. Zu beiden Seiten diese» Einsätze» bildet ein Besatz von duftiger, weißer Feder­rüsche, in der hier und da da» Farbeogefunkel kostbarer Diamanten aufleuchtet, einen reizvollen Abschluß. Der ge­schloffene Aermel ist nach oben zu in zwei breite Säume gelegt und endet an der Schulter in einem SchmetterllngS- puff. In dem Spitzengewoge am Halse ist ein kleiner Zweig künstlicher Blumen angebracht, ebenfalls ettva» ganz Origi­nelle» an einem eleganten Schlafrock. Die purpurfarbenen und weißen Orchideen in Verbindung mit Veilchen find la dem zarten Cräme der Spitzen von so entzückender Wirkung, daß diese von der Gräfin angeregte Mode sicher sehr viel Nachahmung finden wird, wa» In Bezug auf die Diamanten, mit denen diese prächtige Theerobe verziert ist, nicht leicht fein dürfte. Da die Comtesse in diesem reizenden Negligee schön wie ein Traum auSfieht, dürfte fie da» kleine Ver­mögen von 30,000 Franc», daS sie-dafür gezahlt hat, nicht reuen.

Der Sport, Ansichtspostkarte« zu sammel«, ist längst so allgemein geworden, daß eS gar nicht Wunder nahm, wenn man schon seit mehreren Wochen die Frage hörte: Wo bleiben denn nur die Postkarten au» Klautschou? E» war eigentlich selbstvelstäodlich, daß diese Postkarten kommen mußten. Heute liegt un» eine Serie von neun Karten vor, die den Abbildungen der Leipziger Jllustrirten Zeitung ent­nommen ist. Die Hafenanficht, die Kriegsschiffe in der Bucht, die GouvernementSgebäude, da» Ariillerielager und mehrere andere Bilder zum Theil mit figürlichen Darstellungen find vertreten. Die Karten bieten dem Beschauer ein kleine» Panorama unserer ostafiatischen Erwerbungen.

Einnetter Mensch". Die Polizei tu Charkow sucht, tote da» dortigeAmtsblatt" schreibt, eineu gewissen Adam Sr uschinSki, 28Jahre alt, der in kurzer Zeit fich mit sechs Frauen hat trauen lassen und unter Mitnahme der Mitgift verschwunden ist. Erkennungszeichen : Netter Mensch, hoher Wuchs, seine Manieren, sympathische Stimme, singt Romanzen und Arien.

Cifaratnr uufc Üutift.

Wit Lchlägcl und Eisen. Eine Säuberung deS Berg­baues U'id feinet technischen Hilfsmittel. Von Dr. Wilhelm Beisch. (Mit 26 Vollbildern und über 300 Tex'-Ädbtldungen.) In ^5 Liefe­rungen zu 50 Psg., davon 15 erschienen. A. HartlebenS Verlag in Wien. Wer Gelegenheit sand, eine G-gend, in welcher Bergbau betrieben wirb, zu bereifen, wird häufig den -um Herzen gehende» BergmannSgrutzGlück aus!" vernommen haben und veranlaßt worden sein, in den Herrn Sinn dieses schönen GrutzeS einzudringen. Dann regt sich auch woh'. der Wunsch, mehr von dm oft uralte» Sitten und Gebräuchen deS Bergmannes zu erfahren und btffen Tbäligkeit selbst, fein Leben und Wirken kennen zu lernen. Dazu finbet aber der Gebilbete, foferne er nicht längere Zeit in einem Bergbaudistrlcte verweilt, kaum Gelegenheit; benn auch bie Literatur hat außer zahlreichen tr-iflichen Fachwelten kein Buch auszuweifen, welches blefem ganz allgemeinen Wunsche aller Gebilbeten Rechnung zu tragen vermag.Mit Schlägel unb Eisen" schildert nun nicht nur trefflich das Leben deS Bergmannes, eS macht unfl auch in leicht verständlicher Darstellung mit den technischen Hilfsmitteln de» Berg­baues unb allen feinen Zweigen bekannt, wobei zahlreiche Abbil­dungen unb Earton-Dollbilder da» getriebene Wort unterstützen Auch bie Gefahren bes Bergbaues unb ihre Bekämpfung, bie berg­männisch geförderten Rohstoffe unb deren Verarbeitung, die Ge­winnung der Edelmetalle, der Salze unb Edilsteine werden geschildert, so daß der Leser einen vollständigen Ueberbllck über diesen fo wich­tigen Zweig der Urprobuctton erhält.

Zu Beginn beS Semesters ist es vielleicht nicht unangebracht, die ©tubenten der Philologie unb Geschichte, speciell junge Semester, auf ein Heslchcn zu verweisen, ba» kürzlich im Verlage der Fupinger- fchen Buchhandlung erschienen ist. Es betitelt sich:Anleitung zum Studium der klassischen Philologie und Geschichte." Im Gegeniay zu der massrnhaslen (Secunb Citeraiur, die aus diesem Gebt te producirt nn:b, enthält daS Heftchen, abg.sehen von einigen Kleinigkeiten (,. B. bei der Beurtheilung de» philologischen SemlnarS) viel Brauchbaris, unb eS ist durchaus n cht zu viel versp ochen, wenn der Versaffer, Dr. Richard Pappritz, seine Einteilung mit ben Worten schließt:Ich zweifle intot, daß mancher Stubent wenigsten» ben einen ober anderen Fingerzeig in diefem Büchlein finden wird."

Universität» - Nachrichten.

An der Universität Göttingen werden auch in diesem Jahre wieder FortbildungScurfe tür practifche »erzte ge­halten werben, und zwar in der Zett vom 25 Juli bl« 6. August.

In der Frage de« Rechte studiumS an außerpreußifchen Universitäten werft bieFranki. Ztg.* * * daraus hin, daß auch an der Universität Lausanne ter erste RrchiSunterrtcht durchaue der neuen preußischen Stublenorbnung angepatzt worben ist. So wird im kommenden Semester Geschichte unb System be» römischen Recht» achtstündig diulfch gelesen, daneben auf französisch Gajus xegese unb römischer Civtlproceh. HnÜngerübungen über römische« R.cht unb bürgerliche« Gesetzbuch werben in Lausanne schon feit zwei Jahren mit gutem Erfolg betrieben.

StB

i SNÄmäi -rd-L

.. bl

KA

Dienstag ,b iel naiW1

6d

1 Triebl der Gießen, i

Die Rechm liegt wahrend 8 rechnet, zur Ems Zumner Rr. 15 nannten Zeit be

Gießen,

die

Sus obiger jilftn mit 525 tut ittaeülische \ bi61. Mai d. 3'

Gießen, t

Der

in Hand« und

Äldbtrn erfolgt 1

Verdi

Die bei den Feld unten in der @emar weiter vorkommender

unt bhausfirung '«lagt zu ca. 121 obreren Loosen di aeboi vergeben werd, Voranschläge und

W Großh. Bürger »u'en mt Einsicht }« Werten, deutlich Jmat geschrieben, i IW nut der ^mnigungsarbeiten «Termin ei JymerDffer 2LZ vieler statt.

^en ^amchlags zu eis ®iegen, am 16.' Culturinsve __Jßif Wk 6 , '8 Stück L 2 h1 und 15 ci 29 K lQn9 unt Qm oberen

Na, J*te bis ^ureau ber £ Netzen,

hfrs»

tS6»«:

1 &Srä" L' «eit, A2 Lasche,