Beerdigt,.
Mertu.gemeinde.
Den M. September. Hmrtette Wallenfels, geb. Sauer. Ehefrau »on Rentner Karl Wallenfels, 66 Jahre alt, starb dm 12. Septbr.
LukaSgemrtnd e.
Den 15. September. Wilhelm Freitag, Sobn de- Weichen- stellers Karl Freitag, 10 Jahre alt, starb den 13. September.
Brodpreife
vom 18. September bi» 1. October 1898.
Dar hiesigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Laselbrod......
2 Kg. (4 Pfd.) lafelbrod......
1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod......
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot).....
Der auswärtige« Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bet L. Steinmüller, Gr.,Ltndm L. Schmidt, Gr.-Ltndm W. Weitzel von Lang-GönS C. Poft von Wieseck
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bei L. Schmidt (Großm-Ltndm) L. Stetnmüller, Gr^Ltndm W. Weitzel von Lang-GönS Wild. Fabel von Wtefeck C. Poft von Wtefeck
3 Kg. (6 Pfd.) Wetßbrod bet Ernst Christ von Wtefeck
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) bei W. Steinmüller, Lang-GönS L. Schmidt, Großm-Ltndm W. Weitzel von Lang-GönS
2 Kg. (4 Pfd ) Schwarzbrot) bet W. Stetnmüller tn LanggönS L. Schmidt Gr.-Ltndm W. Weitzel v. Lang-GönS L. Stetnmüller, Gr.-Ltndm Job. Kd. Belte v. Ktrch-Gön» C. Post von Wtefeck G. Jacoby v. Alten-Bufeck
8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) bet Wllh. Fabel von Wtefeck G. Jacoby v. Altm-Bufeck C. Post von Wtefeck
Der Brodvertäufer.
Bet den htesigm Brodverkäufein bestehen dtefelbm Preise den hiesigen Bäckern.
I I^Gießen, den 17. September 1898.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl.
28 Pfg 56 r 26 , 52 , 24 , 48 ,
24 Pfg.
24 , 24 , 27 r
48 , 48 ,
48 „ 50 „
54 ,
72 , 22 , 22 , 22 , 44 ,
■ 46 , 48 w 48 , 68 , 72 , 72 ,
wie bei
Verteil taub« und
Gießen, 17. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butler per Pfd. 0.90—1.20, Hühnereier per St. 0—0 2 St. 14—16 H, Enteneier 2 St. 00—00 Gänse«
eier per St. 00—00 H, Käse 1 St. 5—7 Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 18 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar JL. 0.60—0.70, Hühner per St. JK 1.00—1.20, Hahnen per Stück 0.80—1.20, Enten per St. JL 1.80—1.20, Gänse per Pfund 0.00—0.00, Ochsenfleilch per Pfd. 66—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—66 Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 3>, Kalbfleisch per Pfd. 62—64 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bis 7.00 Jt, Weißkraut per St. 0—00, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16
Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nickt feilgeboten werden.
— Lebeusverficheruugs-Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegmfetttgkeil gegründet 1830 (eite Leipziger). ES sind vom 1. Januar bi- Ende August 1898 4266 Versickerungen über 33 677 600 Mk. beantragt wordm, 91 Antrüge mit 69 700Mk. mehr alS im gleichm Zeitraum« de- Vorjahre-. AlS gestorben wurden tn derselbm Zett angemeldet 587 Mitglieder, die mit 3 762 150 Mk. versickert warm. Der Verficherungsbeftand stellte sich Ende August 1898 aus 70 800 Per« sonm mit 531 Millionen Mark Versicherungssumme, da4 Vermögm auf 165 Millionen Mark. Für fällig gewordme Versicherungssummen sind bi- jetzt »uSgezahlt 112 Millionen Mark, al- Dtvt- dmden an die Versichertm gewährt 56 Millionen Mark; Dividenden» reserven in Höhe von 26 Millionen Mark Hegen zur weiteren Vertheilung an die Versicherten bereit. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließm alle Ueberschüsie dm Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger alS fünf Jahre bestehenden Versicherungen im lausenden Jahre 42pCt. der ordentlichen JahreSprämte und bei abgekürzten Ber- ficherungm außerdem V/iP6t der Summe der gezahlten Zusatz« prämtm.
Neueste Nachrichten.
Depefchm de- Bureau „Herold*.
Berlin, 17. September. Der Wahl de- sozialistischen Stadtverordneten Singer zum Mttgltede der städtischen Schuldeputation ist auf Anweisung der Aufsicht- Instanz seitens des Magistrat- die Bestätigung versagt worden.
Berlin, 17. September. Au- Paris meldet das „Kleine Journal": Die Dreyfus«Acten enthalten einen wahren Rattenkönig von Illegalitäten. Mercier zwang Ptcquart, den Richtern tm Dreyfusprozeß die geheimen Acten mitzu- theilen. Picquart wehrte sich gegen die ungesetzliche Handlung, bis Mercier drohte, ihn wegen Ungehorsam vor ein Kriegsgericht stellen zu lasten. Ein heilloser Scandal ist unvermeidlich. Mindestens fünfzehn Generalstabs-Osfiztere sind compro mittirt.
Wien, 17. September. Der Neuen freien Preffe meldet man aus Genf: Luccheni wird zur Rü Clusion verur- theilt werden, einer furchtbaren Strafe. Die Zellen für diese Sträflinge liegen drei Stockwerke tief unter der Erde, wohin kein Sonnenstrahl dringt und die Verbrecher nur Moderluft athmen. Die Sträflinge erhalten kein Bett und wüsten auf der Erde liegen und büßen in Finsteruiß bis zum Tode. Nur einmal in der Woche werden sie auf eine Stunde in den Gefäogvtßhof gebracht. Das Gefäagviß Saoct Antotiz beherbergt jetzt nur einen zur Re Clusion verurtheilten Mörder. Luccheni wird der zweite sein. Auch andere al- er dürften den Tod dieser lebenslangen Berdammatß vor« ziehen.
Wien, 17. September. Der Zudravg des Publikums zu der Hofburg-Kapelle war auch am gestrigen Nachmittag ein ungeheurer. Da um 5 Uhr die Kirche geschloffen wurde, so konnte nur der geringste Theil der Wartenden Zutritt erhalten.
Pari», 17. Skptember. Das Blatt „Menschenrecht" versichert aus bester Quelle, ein Entschluß io der Dreyfus« Angelegenheit sei bereits gefaßt, e8 werde nämlich keine Revision, sondern einfach die gänzliche Anuullirung des Ur« thrils wegen Frevelhaftigkeit der Richter erfolgen. Drehsu- werde beute noch hiervon benachrichtigt werden. Eine ander- weite Bestätigung dieser Nachricht steht noch aus.
Paris, 17. September. Wie verlautet, haben außer Zurlinden gestern sämmtliche Minister tn einer Vorbesp.echuvg den endgülttgen Beschluß gefaßt, dem Antrag Sarriens betreff» Einleitung de- Revifioos-Verfahren- in der Drehsus« Sache -uzustimmen. Der heutige Ministerrath wird fich nur mit der Regelung einiger Siozelheiten befaffeu.
Paris, 17. September. Man versichert, die geheimen Dossier- enthielten Schriftstücke, die mehrere Offiziere über« führten, ein Komplott gegen die republikanische Regierung aogezettelt zu haben. In den nächsten Tagen sollen wieder zahlreiche Verhaftungen erfolgen.
Pari», 17. Septewber. Die Untersuchung über einen Mordanschlag, der vor einigen Tagen auf einen Re» »acteur der „Aurore" gemacht wurde, hat ergeben, daß die Attentäter von einer roch nicht bekannten Persönlichkeit 20 Francs bekommen hatten, um den Betreffenden zu ermorden.
Havre, 17. September. Gestern fand hier eine Volk,-» Versammlung unter dem Vorsitz eines Mitarbeiters de- „Trwps" statt. Ueber 2000 Personen wohnten der Versammlung bet, tn welcher die Rothwendigkeit der Aauullirung deS DrehfuS'ProzeffrS hervorgehoben wurde.
Ravcy, 17. September. Im hiesigen Stadttheater entstand zwischen einigen Zuschauern ein heftiger Wo r t- wechsel über die Dreyfus Angelegenheit. Bald entstand eine allgemeine Schlägerei, so daß da» Schauspiel unterbrochen und der Vorhang fallen mußte. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
Brfiffel, 17. September. Die „Jndöpendance belge" erklärt alle Meldungen über eine internationale Anarchisten- Convention für aussichtslos, weil England, Belgien und die Schweiz ihre einheimische Gesetzgebung nicht der Cintrole fremder Staaten unterstellen würden. Dagegen wünscht das leitende belgische Blatt eine Verschärfung der Fremdenpoltzei, eine schonungslose Ausweisung aller fremden Anarchisten und die schärfste Ueberwachung der einheimischen Anarchisten.
London, 17. September. „Daily Mail" meldet aus Kairo, mau sei noch immer ohne jegliche Nachricht über General Kirchener. Seit dem 9. September, seit welchem Kitcheoer Karthum verlaffeu habe, habe mau keinerlei Meldungen von ihm erhalten. Man glaubt, daß Kitchener fich auf dem Rückwege befinde. Der „Times" zufolge ist Oberst Gleenfenn von Omdurwan aufgebrochen, um deo General Kitchener aufzusuchen.
Kaubia, 17. September. Die türkischen Behörden fahren mit der Ausgretfuug der muselmanischen Mörder und Brandstifter fort. Ueber 30 wurden bereits verhaftet. Der Admiral Noel erklärte, daß die Engländer nunmehr allein die Unterwerfung der Stadt durchführen könnten. Dir übrigen fremden Truppen werden fich daher demnächst wieder einschiffeo.
Meyers Konversations - Lexikon
in Umtausch gegen älter« Werke) sowie alle andern Bücher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstrahe 2.
Angebot der Arbeitnehmer r 1 Küfer, 2 Taglöhner, 2 Lauffrauen, 3 Dienstmädchen, 1 Kinderfräulein oder Stütze der Hausfrau, 2 Büglerinnen, 1 Nähfrau, 1 Comptorift.
Nachfrage der Arbeitgeber: Einige tücktige Spengler, Keffelschmiede und Schlosser für eine auswärtige Fabrik für Beleuchtungswesen, 1 Tapezier, 4 Bau- sckloffer, 1 Sckmied, 1 Wagner, 1 zuverläss. Sckneider für alle Werkstättearbeiten nack Auswärts, 2 tücktige Bauschreiner, 3 landwirthsckaftlicke Arbeiter, 1 Mann lum Säcketragen, 2 Hausbürfckcken, 3 Fuhrkneckte, 1 Kindermädchen, 1 Kinderfräulein, 1 AushülfSmädcken, 5 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit.
Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Dreck'ler, 1 Drucker, 2 Glaser, 1 Kupferschmied, 1 Lackirer, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Sckneider, 2 Schreiner, 2 Sckriflsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner.
VerfiMmiMn,
Mobiliar-Versteigerung.
Dienstag den 20. September dS. Js., Nachmittags 2 Uhr, wird Tüdanlage 7, I, eine Partie 9RöbfL runde und viereckige Tische, ein großer Lthürig. Kleiderschrank, Bettstellen, Matratzen, eine Commode, Regale, ein Stehpult, eine große Partie Flaschen und verschied. Haus- geräthe, 1 Ziwmerschcidewaud, co. 31/, m hoch und 4*/, m breit, mit DurchgangSthüre, gegen Baar- Zahlung versteigert.
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9221] Liebigftr.61 zwet Wohn., ;e drei Zimmer, Kücke :c per 1. Oct, tu verm.
8215] Zwei schön möbl. Zimmer sogleich oder später zu vermiechen.
vahnhosftratze 5, II.
Oeffenlliche Aufforderung.
Ansprüche an die unten näher verzeichneten, den beigemerkten Besitzern in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils überschrieben werden sollen, sind so gewiß binnen vier Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mutationsverzeichniffe verfügt werden und zwar:
I. Gemarkung Allendors a. Lda.:
Salomon Höchster und Ehefrau geb. Lion zu Nordeck: Flur XIII Rr. 284.
II. Gemarkung Burkhardsfelden:
Johannes Mohr II. und Ehefrau geb. Döring zu Burkhardsfelden: Flur I Nr. 92, 90.
III. Gemarkung Gießen:
Georg Konrad Simon und Ehefrau geb. Gerhard zu Gießen: Flur XXVI Nr. 160, 150 a.
IV. Gemarkung Großen Linden:
Georg Schmidt, Friedrich'« Sohn zu Lützellinden: Flur V Nr. 203.
V. Gemarkung Leihgestern r
Jacob Jung II. zu Leihgestern: Flur I Nr. 459, 458; Johann Georg Jung V. und Ehefrau geb. Jung daselbst: Flur XVI Nr. 379.
VI. Gemarkung Lang-Göns:
Ludwig Velten und Eheftau geb. Henrich zu Lang-GönS: Flur XXIX Nr. 115.
VII. Gemarkung Lollar:
Ludwig Klinkel III. zu Lollar: Flur I Nr. 46, 164; Kaspar Geißler daselbst: Flur I Nr. 612.
VIII. Gemarkung Mainzlar:
Daniel Vogel ledig zu Mainzlar: Flur V Nr. 131.
IX. Gemarkung Bersrod:
Geheimrath Zwierlein zu Winnerod: Flur I Nr. 384, 3.
Gießen, den 12. September 1898.
Grobherzogliches Amtsgericht. 9211
Langermann. Schmidt. Neuenhagen.
9219] Wohnung zu vermiethen.
__Sonueuftraße 11.
9229] Wetzsteingaffe 19 ist ein Fa- milienlogiS zu vermiethen.__
9225] Eine Stube m. Kücke 'Bodenkammer, u. Keller zu verm. Gr. Mühlgaffe 21
9226] «eustadi 79, 4. Stock, sckön möbl. Zimmer billig zu vermiethen.
9230] Einzelne Stube zu vernnetheiü __LSweu-asse 9.
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Ederstraße 5.
9204] Möbl. Zimmer zu vermiethen. '________Seltersweg 24, Ul.
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