Ausgabe 
18.9.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

zweifellos demisfioutreu dürfte, dem Ministerpräsidenten Briffon anzuvertrauen.

Paris, 16. September. Hiesige Blätter bringen die Nachricht, Sarrien laffe morgen im Mioisterrath mittheilev, daß er die DreyfuS-Acten der zuständigen Justiz-Commission übergeben habe, welche da» Revisions-Verfahren eiuleiten werde. Mit Ausnahme Zurltudeu» werden sämmtltche Minister dem Vorschlag Sarrien» zustimmeu.

Paris, 16. September. Einer Meldung derAurore" zufolge, soll tu nächster Zeit ein Offizier, der bet der Zu­sammenstellung de» Acteobündel» in der DrehfuS-Sache mit­gearbeitet hat und im Departement Meuse in Garnison ist, verhaftet werden.

Part», 16. September. In einer Versammlung der hier wohnenden Elsaß-Lothringer wurde nach einer Debatte über den AbrüstungSvorschlag de» Zaren eine Tagesordnung angenommen, in welcher erklärt wird, daß die Versammelten zwar Frieden wollen, jedoch keine Abmachung anuehmen, die nicht die elsaß-lothringische Frage endgültig und billig regele, indem sie Elsaß-Lothringen seinem Mutterlande Frankreich wiedergtbt. Durch kampflosen Verzicht werde Frankreich sich für ewig vor der ganzen Welt erniedrigen.

Pari», 16. September.Libre Parole" will wtsien, General Mereter habe an die Regierung ein Telegramm gerichtet, durch welche» die Regierung bewogen werden soll, ihre Absicht, gegen den ehemaligen KriegSmtntster einzuschreiten, aufzugeben.

Pari», 16. September.Agence HavaS" erhielt au» Argentinien die Meldung, daß der Conflict zwischen Argen­tinien und Chile durch einen Schiedsspruch England» beigelegt werden soll.

Loudon, 16. September.Daily Chronicle" undDaily Mail" beschuldigen die belgische Regierung und den Cougo- staut, im Etnverstäudniß mit Frankreich gegen England zu verhandeln. Auch der sonst gut unterrichteteGlobe" schreibt, England werde sich dieser seltsamen Neutralität de» Congostaate» bei gelegener Zeit erinnern.

Caudia, 16. September. 80 Rädelsführer wurden den Admiralen überliefert. Sie sollen vor da» Kriegs­gericht gebracht und dort abgeurtheilt werden.

Localer unb j-rovinzrelles.

Gießen, 17. September 1898.

* Lehramtspersonalien. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 14. Sep­tember den provisorischen Lehrer au der höheren Bürgerschule zu Dieburg, Lehrawrsaffrsior Carl Gustav H en sing, zum Lehrer an dieser Anstalt zu ernennen.

Kirchliche Dieustuachrichteu. Seine König!. Hoheit der Grohherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Sep­tember demPfarrverwalterFritz Pfannmüller zuWimpfen, Decanat Zwingenberg, die zweite evangelische Pfarrstellr da­selbst zn übertragen.

Hessische Geld-Lotterie. Bei der vorgestern Nach­mittag begonnenen Ziehung wurden 200 Gewinne dem Glückirade entnommen, worunter der 1. Gewinn von 25,000 Mk. Derselbe fiel auf LooS Nr. 131,595 in die Hauptcollecte des Herrn I. B. Heim jun. in Mainz. Die glücklichen Gewinner find die Glieder einer Handwerker- famtlie und hat Fortuna in diesem Falle eine gerechte Ber- theilung vorgenommen. Gestern Bormittag wurde der dritte Hauptgewinn (5000 Mk.) gezogen und fiel auf Nr. 90130.

Gießener Bolttbad. Nach reger ununterbrochener Arbeit ist das im Winter 1895/96 in Anregung gebrachte, im Juli 1897 begonnene Werk heute vollendet, unser DolkS- bad ist eröffnet worden. Eine Zierde für unsere Stadt ist damit geschaffen, ein Anziehungspunkt für Gesunde und Kranke, denn ohne Uebertreibung können wir sagen, nur wenige Städte Deutschlands haben ein gleich geschmackvoll, wir möchten sagen gleich einladend auSgestatteteS Bad auf­zuweisen. Wie schon bisher aus vielen Städten Deputati­onen hier gewesen find, um diese» Musterbad fich anzusehen, so wird, wir zweifeln nicht daran, dieses Bad noch vielfach anregend wirken, al» Muster für andere Anstalten benutzt werden. Bor Allem aber wird für unsere Bevölkerung da» Bad mit seinen in jeder Beziehung vollkommenen Einricht­ungen eine Stätte der Erholung und Erfrischung, eine Halle der Gesundheit werden.

Für wenig Geld und kurze Zeit, Erkauf Dir hier Behaglichkeit.

Den Kranken und Leidenden ruft der Spruch im Brause- raum zu:

Plagt Dich daS Asthma oder Gicht, Kannst Du nicht gehen noch fitzen, Nur Muth gefaßt, verzweifle nicht, Treib beide weg durch Schwitzen.

Gesunde und Kranke, Alt und Jung, Arm und Reich, für Alle steht da» Bad offen, Alle sollen fich dort sür die Arbeit stärken und stählen, die Wunden heilen, die ihnen de» Leben» Stürme geschlagen, hell und freundlich find alle Räume de» Bade», mit blinkend weißen Plättchen find die Bade­wannen in den geräumigen Zellen belegt, blitzblank die gelben Messingarmaturen de» Wafferzulanf» und die^Brause, die fich in jeder Zelle befindet. Schön harmonirt mit diesen Wannen der Terrazzoboden und da» in Naturholz gehaltene Mobiliar. Wir glauben nicht zuviel zu sogen, wenn wir behaupten, daß wohl kein Privathaus unserer Stadt Baderäume besitzt, die fich mit den Wannenbädern erster Klaffe des VolkSbadeS an Freundlichkeit und Behaglichkeit, Schönheit und Sauberkeit meffeu könnten. Die Schwimmhalle zu beschreiben, ist schwierig, Jeder gehe hin und schaue selbst, sie allein ist das kleine Eintrittsgeld werth, mit viel Geschmack und feinem Berständniß ist hier eine Halle geschaffen von seltener Har­monie und Schönheit. Wir haben die Hallen in den Millionen- bädern Stuttgart, Frankfurt und Heilbronn gesehen. Sie find reicher, prunkvoller, machen aber theil» einen überladenen,

theilö zu orientalischen, weichlichen Eindruck, keine ist so frei, frisch und harmonisch wie die nnsrige. Hell und klar, blau wie daS Waffer eines Hochgebirgsee», durchsichtig bi» zum Grunde ladet da» 9 Meter breite, 19.50 Meter lange Bassin zum Bade ein und spiegelt fich wieder, die Halle um daS Doppelte verlängernd, in dem großen Spiegel, der mit der ihn umgebenden Stuckdecoration der großen Muschelnische von Herrn Commercienrath S. Heichelheim und Frau Gemahlin gestiftet ist, während die links und recht» von dem Spiegel in die Wand eingelassenen, prachtvoll ausgeführten Porzellan- bilder, Kunstwerke au» der Fabrik von Billeroy und Boch, noch de» Stifter» harren. Unter den Stiftungen, mit welchen da» Bad bedacht worden ist, find noch hervorzuheben die beiden in grauem Blendstein au»geführten prachtvollen Kamine in den beiden Vorderräumen, ein Geschenk der Gail'schen Dampfziegelei.

* Der laudwirthschaftliche Verein für die Provinz Ober- heffen hat in diesem Jahr zur Blutauffrischuug, des in der Provinz gezüchteten Simmenthaler Vieh'» einen Bezug von 40 Stück Vieh aus dem Simmenthal bewirkt. Be­theiligt hatten fich an diesem Bezug 14 Gemeinden mit Be­stellungen von Bullen, 20 Private mit Kühen und Kalbinnen und die Zuchtvereine der Provinz, welche 12 Stück Station»- bullen bestellt hatten. Die Commission, welche den Einkauf besorgt hatte, konnte leider nur vier hervorragende Thiere für diese Zwecke erwerben. Die Besetzung der übrigen Bullen- statiouen wird daher erst nächste» Frühjahr erfolgen. Der Durchschnittsankaufspreis der getauften Bullen betrug 765 Mk. der Kühe 730 Mk. und der Kalbinnen 700 Mk. Gelöst wurden bei der am 12. September in Gießen vorgenommenen Versteigerung der Thiere unter die Besteller: für die Bullen nach der Reihe ihrer Ordnungsnummer 1710 Mk. (Burg- gräfenrode), 1210 Mk. (Sambach), 1460 Mk. (Reichelsheim), 1310 Mk. (Bickendorf), 1050 Mk. (Wohnbach), 930 Mk. (Nauheim), 1210 Mk. (Rixfeld), 1610 Mk. (Stockhausen), 960 Mk. (Lauterbach), 960 Mk. (Obereschbach), 1010 Mk. (Rodheim), 500 Mk. Nteder-Wöllstadt), 817 Mk. (Anger»- dach), 890 Mk. (Langsdorf): für Kalbinnen 925 Mk., 700 Mk., 680 Mk., 610 Mk., 809 Mk., 615 Mk., 600 Mk., 650 Mk., 606 Mk., 805 Mk., 875 Mk., 560 Mk., 705 Mk., 813 Mk., 1205 Mk., 860 Mk., 645 Mk., 800 Mk.: für Kühe 820 Mk., 688 Mk., 728 Mk. und 840 Mk. Da der Mehrerlös auf die Steigerer reparttrt wird, so erhalten die Steigerer der Bullen einen Nachlaß von über 80 pCt., die Steigerer der Kühe und Kalbinnen einen solchen von 5 bis 6 pCt. Da der Verein die Kosten des Ankaufs trägt und auch sonst noch einen weiteren Nachlaß de» Ankaufspreises gewährt, so dürfte» unsere Viehzüchter, welche fich an diesem Ankauf betheiligt haben, verhältnißmäßig billig in den Besitz werthvoller Zuchtthiere gekommen sein.

* Ans dem Manöver. In den ersten Tagen der nächsten Woche gehen die Uebung en der zur Zeit in der Umgebung von Marburg zusammen gezogenen Truppen zu Ende. Die in Frankfurt, Hanau, Mainz, Wiesbaden u. s. w. garui- sonirenden Truppen pasfireu Gießen mit der Eisenbahn am Dienstag Nachmittag und Abend. Da» Infanterie-Regi­mentKaiser Wilhelm" kehrt am 24. September, Abends 71/, (Stab und 1. Bataillon) und um 9 Uhr (2. und 3. Ba­taillon) mittelst Sonderzügen nach Gießen zurück.

* * Wetterbericht. Da» ausgedehnte barometrische Mari- mum besteht noch fort und dauert somit auch der bisherige WitterungScharacter an. Den Norden des Erdtheil», von wo zwar heute Nachrichten fehlen, bedeckt dagegen niederer Druck und weist letzterer, nach den Anzeichen zu schließen, noch ein ziemlich tiefes Centrum auf. Vom Atlantischen Ozean nähert fich eine neue Depression, welche voraussichtlich in östlicher Richtung an Raum gewinnen wird. Zunächst wird zwar unser Gebiet nicht beeinflußt werden, doch ist die Fortdauer des bestehenden WitterungScharacter» nicht mehr so sicher. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch heiter und warm.

Bad Nauheim, 16. September. Auf die telegraphischen Beileidsbezeugungen de» hiesigen Stadtvorstande» gingen sowohl von dem Oberststabelmeister der Kaiserin, Excelleuz von Berzeviczh, wie auch von der kaiserlichen CabinetScanzlei herzliche Antworttelegramme ein. Im Auftrage des Professor Dr. Schott wird der kaiserliche Leib' arzt Geheime Hofrath Dr. Wiederhofer einen Kranz aus weißen Rosen, im Auftrage der Frau Kracht, der Besitzerin der Billa Kracht, Gräfin, Sztray, die Hofdame der Kaiserin, einen Kranz au» Eichenlaub, eigenhändig gepflückt im hiefigen Hochwalde, dem Liebling-aufenthalte der Kaiserin und im Auftrage de» Herrn Affeffor Dr. Ortwein, der Vorleser und Freund der verstorbenen Kaiserin, Herr Barker ein Palm­wedel-Arrangement mit weißen Rosen an der Bahre nieder­legen.

X. Darmstadt, 16. September. Blumenthal-Kadel- burgs jetzt vielgenanntes LustspielIm weißen Rößl" kam heute vor sehr zahlreichem Publikum im Hoftheater zur Erstaufführung und errang ungeheuren Heiterkeits- und Lacherfolg. Da» Stück hat sehr launige, au» dem Sommer- frtschlerlebeu im Hochgebirge treffend scizzirte Sceneu und ist jedenfalls den besten schwankartigen Erzeugnissen der Gegenwart beizurechnen. Hervorragend waren namentlich Frl. Grohö (Rößl-Wirthin), Herr Conradi (Gisecke), Herr Kreidemann (Leopold)._____________________________________

Aus de* Aeit fflr die -ett.

Bor 112 Jahren, am. 18. September 1786, wurde zu Ludwigsburg der Dichter JustinuS Kerner geboren. Zu seinen besten Gedichten gehören u. A. da» wohlbekannte: Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein",Der reichste Fürst" undKaiser Rudolfs Ritt zum Grabe". Mit Vor- liebe beschäftigte sich Kerner mit der Geisterwelt und deren | Beziehungen zum Menschen. Berühmt ist in dieser Hinficht j sein Buch:Die Seherin von Prevorst". Der Dichter starb am 21. Februar 1862 zu Weinsberg als Oberamtsarzt.

Bor 17 Jahren, am 19. September 1881, starb der Präsident von Nordamerika JarneSGarfield nach monate­langem TodrSkampf. Er war von einem wahnwitzigen Menschen Namens Guiteau, der mit Bewerbung um einen ConsulatS- posten abgewiesen wurde, iödtlich verletzt worden. Der Mörder büßte später seine That mit dem Leben. Garfield wurde am 19. November 1831 in Orange (Ohio) geboren.

Wissenschaft, Literatur nnd Aunst.

Die Jllustrirte Frauerrzeitung (Verlag von Franz Lipperheide Berlin) ist unstreitig eine der erfreulichsten Erscheinungen unter dm deutschen FamilienblSttern, ste nimmt als Mode-Zeitschrift eine führende Stellung ein und ihr Unterhaltungstheil zeichnet sich durch vornehme Gediegenheit aus. Hier ist nichts von jener Lectüre zu finden, die alsfeinsäuberlich für dm Nachtisch der Damen bereitet" verhöhnt wird, sondern alle Beiträge sind literarisch werth­voll, sie entflammen den namhaftesten Schriftstellern unserer Zeit und dürfen mit Fug und Recht als eine Kost bezeichnet werdm, die kräftigt und nährt, im geistigen Sinne natürlich. Gute Novellen, Erzählungen und Humoresken wechseln mit ernsten wissenschaftlichen Aufsätzen ab, und wir müssen bekennen, daß erstere wie letztere auf einen guten Geschmack der Leserinnen der Jllustrirten Frauenzeitung schließen lassen. ES war daher auch ein glücklicher Gedanke der Redactton, die Leserinnen zur Bethätigung ihres guten Geschmackes anzuregen und ein Preisausschreiben zu veranstalten, in welchem vierzig Preise ausgesetzt find sür die beste Auswahl und treffendste Characterisirung dreier in dm letzten drei Jahren erschienenm Werke deutscher Schriftsteller. An der Preisbewerbung können sich nicht nur die Abonnenten der Jllustrirten Frauenzeitung, sondern alle deutschen Frauen betheiligen, wir möchten unsere Leserinnen. daher auf das Preisausschreiben besonders aufmerksam machen.

Auszug aus den Standesanrtsregifteru

der Stadt Gießen.

Aufgebote.

September: 12. Jakob Abt, Kaufmann zu Angenrod, mit Ros« Strauß dahier. 14. Karl Maximilian Hoch, Glaser zu Wetzlar, mit Emma Wilhelmine Katharine Rörig dahier. 16. Karl Ferdinand Philipp Ebel, Bureaubeamter zu Mainz, mit Emilie Rör,g dahier-

Eheschließungen.

September: 10. Wilhelm Kadn, Schlosser dahier, mit Juliane Auguste Marie Otterbein hterselbst. 10. Karl Philipp Schädel- Werkfübrer zu Hanau, mit Antonie Ernstine Seeth dahier. 10. Ludwig Käs, Fabrikarbeiter dahier, mit Elisabeth Herzbrrger Hierselbst. 14. Karl.'Heinrich Alfred Michi, Kaufmann zu Erfurt, mit Wilhelmine Georgine Antonie Wallenfels dahier. 14. Konrad Wilhelm Heinrich Lindner, Cigarrenfabrikant zu Grünberg, mit Marie Louise Karoline Schmall dahier. 14. Emil Anton Hertrich, Schreiner dahier, mit Marie Hanisch dahier. 15. Hartmann Fassold, Königlicher Eisenbahn» Betriebs-Werkmeister zu Soest in Westfalen, mit Henriette Lenz, geb Ockel, Wittwe des Bäckermeisters Karl Ludwig Christian Lenz, dahier.

Geborene.

September: 4. Dem Buchdrucker Wilhelm Sell eine Tochter. 6. Dem Bureau-Vorsteher Karl August Spitz ein Sohn, Friedrich Arnold. 7. Dem Mechaniker Vitus Georg Goldstein eine Tochter, Martha Katharine. 7. Dem Glasermeister Georg Hofmann ein Sohn. 7. Dem Schneider Clemens Narz eine Tochter, Frida Therese. 8 Dem Weichensteller Karl Freitag ein Sohn. 8. Dem Wirch Friedrich Philipp Faatz ein Sohn. 9. Dem Fuhrmann Heinrich Babuin ein Sohn, Hans Georg. 10. Dem Glasreiniger Georg Otter eine Tochter. 12. Dem Locomotioheizer Wilhelm Schomber eine Tochter, Lina. 12. Dem Gärtner Max Bruno Victor Pechtold ein Sohn. 12. Dem Locomotioheizer Gustav Junker ein Sohn. 14. Dem Lehrer an der Gewerbeschule Wilhelm Mühlberger eine Tochter. 14. Dem Zahlmeister Karl Albert Schramm ein Sohn, Karl Friedrich Paul.

Gestorbene.

September: 10. Richard Karl Hormann, 7 Monate alt, Sohn von Schneider Ludwig Hormann dahier. 11. Adam Boniser, 61 Jahre alt, Pflasterer von Friedberg (Hessen). 12. Johannelte Wallenfels, geb. Sauer, 66 Jahre alt, Ehefrau von Rentner Karl Wallenfels II. dahier. 12 Georg Heeger, 4 Monate alt, Sohn von Bierhändler Philipp Heeger zu H-rmannstein. 12. Carl Wilhelm Penschuck, 35 Jahre alt, Forstassessor aus Tilsit. 13. Johannes Lepper, 44 Jahre alt, Auffeher von Hermannstein. 13. Wilhelm Freitag, 8 Jahre alt, Sohn von Weichensteller Carl Freitag dahier. 14. Eberhardt Neef, 65 Jahre alt, Bergmann von Wilgersdorf, Kreis Stegen. 14. Ein Kind weiblichen Geschlechts, 131/« Stunden alt, Tochter von Lehrer an der Gewerbeschule Wilhelm Mühlberger hterselbst. 16. Karl Adolf Becker, 45 Jahre alt, Hüttendtrector von Christians- Hütte, Post Runkel. 16. Otto Wilhelm Döll, 5 Monate alt, Sohn von Conditor Ludwig Döll dahier.

Auszug aus den Aircheudüchern

der Stadt Gießen.

Evangelifche Gemeinde.

Getraute.

Matthäusgemeinde.

Den 11. September. Wilhelm Kahn, Schlosser zu Gießen^ und Juliane Auguste Marie Otterbrin, Tochter des Schneiders Christian Otterbein zu Gießen.

Denselben. Karl Philipp Schädel, Werkführer zu Hanau, und Antonie Ernestine Seeth, Tochter des verstorbenen AnaiomiedimerS Heinrich Seeth zu Gießen.

MarkuSgemeinde.

Den 15. September. Hartmann Fassold, ein Wittwer, König!. Eisenbahnbetriebs-Werkmeister zu Soest in Westfalen, und Henriette Lenz, geb. Ockel, Wittwe des Bäckermeisters Karl Ludwig Christian Lenz zu Gießen.

LukaSgemeinde.

Den 10. September. Ludwig Käs, Fabrikarbeiter zu Gießen, und Elisabeth Herzberger.

Johannesgemeinde.

Den 14. September. Konrad Wilhelm Heinrich fILtndner, Cigaerenfabrikant zu Grünberg, und Maria Lutse^Karoline Schmall, Tochter des SchuhwaarenhändlerS Daniel Christian Schmall zu Gießen.

Getaufte. Matthäusgemeinde.

Den 11. September. Dem Bankier Konrad Dietz eine Tochter, Anna Marte Johanna Auguste, geboren dm 21. Juli.

MarkuSgemeinde.

Den 11. September. Dem Bierbraueretbesitzer Eugen ASprton eine Tochter, Hedwig Josephine, geboren den 12. August.

Denselben. Dem Mtlchfahrer Karl Pitzer eine Tochter, Johann« Henriette Phtlippine, geboren den 29. 3ult.

Den 15. September. Dem Fabrikant Emll Horst eine Tochter, Auguste Frida, geboren den 31. Juli.

LukaSgemeinde.

Den 11. September. Dem Eisendreher Franz Brunow Zwillingssöhne, Robert Martin und Franz Albert, geborm den 17. August.

Denselben. Dem Vorarbeiter Georg Schepp ein Sohn, Georg Karl Otto, geborm den 14. August.

Johannesgemeinde.

Dm 11. September. Dem Kaufmann Heinrich Friedrich Naffauer ein Sohn, Friedrich Heinrich Georg Hermann, geborm dm 10. August.