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GrLuberg, 15. November. Schfnrkenstreiche. Einen recht empfehleo-werthen Anlaß für polizeiliche Nachforschung bietet eine am Turn« und Spielplatz bet der Schule verübte Rohheit. Außer einem nicht näher wiederzugebenden Act ist die- eine das Leben gefährdende Handlung, Indem an einem dort aufgestellten Barren der eine Holm von unten derart durchsägt worden ist, daß beim Gebrauch ein Durchbrechen derselben erwartet werden mußte. Glücklicherweise wurde die Nichtswürdigkeit rechtzeitig entdeckt.
(?) Mücke, 15. November. Als am vorgestrigen Sonntag der Abeudzug vou Gießen vor unserer Station Halt machte, um den von Alsfeld kommenden Zug eiufahreu zu lasten, glaubten einige Reifende, sie feien schon auf der Station Mücke. Ein Brautpaar öffnete die Wagenthüre und wollte ausstetgeo, ein anderer Mitreisender folgte ihm. Hierbei trat Letzterer der Braut auf da» Kleid und diese stürzte mit ihrem Bräutigam sammt dem ihnen folgenden Manu die Böschung hinab. Außer dem Schrecken kamen Alle mit heiler Haut davon. Leicht hätte aber dieser Fall andere Folgen haben können. Darum laste man sich gesagt sein: sttzen bleiben, bis der Zug eingefahren ist und stille steht.
Ulrichstein, 13. November. Man schreibt der „Darrnst. Ztg.": Nachdem vom Großh. Hessischen Ministerium der Finanzen die Erlaubniß zur Vornahme der Vorarbeiten betreffs Aufstellung eine« generellen Projeete« für dir Eisen- bahnliuie Mü cke —Ulrichstein —Lauterbach (Herb- stein) ertheilt worden ist, hat die Eoutinentale Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft zu Berlin diese Arbeiten bereit« energisch in die Hand genommen und durch Herrn Ingenieur Habold schon mehrere Kilometer abstecken lasten. Ob e« möglich ist, dabei auch die Wünsche von Groß-Felda vollauf zu berücksichtigen, darüber laßt sich zur Zett noch nicht« Bestimmtes sagen, da die vorhandenen Terraiuschwtertgkeiteu gerade für diesen Ort besonder« ungünstig sind.
Butzbach, 15. November. Bet der gestern stattgehabteu Gemeinderath«-Erg8ozung«wahl stimmten vou 427 Stimmbrrechttgten 212 ab. ES wurden wtedergewählt die aus dem Amte wegen Ablauf der Dienstzeit auSschetdeuden Herren: Gerberetbefitzer Bernhard Grüniuger 4r. mit 159 und Wagenfabrtkant Friedrich Grauer mit 183 Stimmen. Au Stelle der freiwillig zurückgetreteuen Gemeiuderäthe, Herr» Gerberetbefitzer Earl Flach 3r. und Herrn Schuhmachermeister Trust Rothhardt wurden neugewählt die Herren: Farbenfabrikant Hermann Küchel mtt 108 und Gr.-Oecouom Trust Muth mit 87 Stimmen. Die nächst Höchstbestimmten waren die Herren: Earl Wenzel mtt 71, Carl Hadermann mtt 66, Carl Flach 3t. mit 54, Conrad Sommerlad 2t. mit 49, Ph. Bieling mit 21, Phtl. Groh mit 16 und Ludwig Matern mtt 16 Stimmen. Auf 42 Personen wurden Stimmen abgegeben.
Vermischtes.
♦ SimplomTunuel. Diese« neue großartige Uaternehmeu, welches sich dem St. Gotthardt-Tunnel würdig zur Seite stellen wird, soll bekanntlich eine neue Bahnverbiudoug zwischen der Schweiz und Italien schaffen. Abgesehen vou deu ganz eminenten Bortheileu, welche der neue Tunnel für die handelspolitischen Beziehungen der beiden betheiligten Länder haben wird, dürfte derselbe auch zur Förderung de« ioteruatioualeu Fremdenverkehrs zwischen der Schweiz und Italien, welcher sich bisher nur auf der St. Gotthard-Linie bewegen konnte, ganz besonder« beitragen. Der Stmplon- Tunnel wird nach seiner Vollendung eine Länge vou etwa 20 Kilometer haben. Der nördliche Eingang desselben liegt auf der Etseubahnstattou Brtgue (Cantou Wallis), welche heute noch eine Endstation der Jura-Simplou-Bahn ist, während mau deu Bau tu Italien etwa bet Jselle, einem kleinen Flecken oberhalb der weltbekanuten Poststation Domo d’Osaola, welches nunmehr viel von seiner Berühmtheit verlieren wird, begtuut. Groß find die Schwierigkeiten, welche sich dem kühnen Unternehmen entgegeustelleu, aber Dank der zähen Energie und Umsicht der Ingenieure, welche deu Bau leiten, find nunmehr die Vorarbeiten soweit gediehen, daß jetzt mit deu etgeutlichru Bohrungen begonnen werden kann. Zu diesem Zwecke find auf beiden Seiten de« Tunnels umfangreiche Installationen errichtet worden. Dieselben dienen znm Betriebe der mächtigen hydraulischen Gesteiu«-Drehbohr- Maschinen nach System Brandt, welche die Sohlen und First- stollen bohren sollen, sowie zur Ventilation de« Tunnel« während de« Baues und zur Lüftung nach der Inbetriebsetzung desselben. Don dort au« werden auch die Beleuchtungsanlagen, wie alle sonstigen mechanischen Einrichtungen, welche deu Bau de« Tunnel« sörderu helfen, bedient. Die für die nördliche Installation bet Brigue erforderlichen Betrieb-Maschinen werden von der bekannten Firma Heinrich Lanz tu Mannheim geliefert. ES gelangen drei große stationäre Compouud-Lecomobtleu diese« Etablissement« zur Aufstellung, welche eine Kraft von mehreren 100 Pferde- kräfteu entwickeln, und die dazu bestimmt fiud, Hochdruck- Pampen anzutreibeu, welche da« hochgespannte Waffer zum Betriebe der Gisteiu«bohrmaschiuen u. s. w. liefern. E« hat somit auch unsere heimische deutsche Industrie sich au der Ausstattung dieser Installationen durch ihre Lteferuugeu be- theiligeu können und ist die« ein neuer ehrender Beweis für deren Concurrenzsähigkeit.
• „Nur kein Handwerker, — um GotteSwIllen, unser Jnuge mit seinen Gaben, mtt seiner Handschrift, mit seinem hellen Kopf, — ein Handwerker?!" — So ungefähr lauten die Ausführungen, die der Schreiber dieser Zeilen kürzlich vou der Frau eines — Handwerker» (!!) hörte. Also immer »»höher hinaus" will heutzutage die Welt, — die arme Mutter könnte ja auch einmal tu dte Lage kommen, ihren begabten Sprößltng mit dem hellen Kopf in der ArbeitS- bloufe in der Tischlerwerkstatt oder mit dem Hammer und Schurzfell tu der Schmiede zu sehen! Und da» wäre doch schrecklich, — nicht wahr, lieber Leser? Diese thörichteu
Leute! Al« ob da« Handwerk keine „hellen" Jungen« brauchen könnte, als ob die begabten Jungen« für das Hand- werk zu „gut" wären! Gerade daran «augeltS dem Handwerk! „Was wir brauchen", sagte auf einer Handwerker- Versammlung ein alter Meister, „da« fiud intelligente, junge Leute, die mit Lust und Liebe sich dem Berus widmen, die etwas Tüchtiges gelernt haben und stolz von fich sagen: „Ich bin ein Handwerker!" — Ein wunder Punkt im socialen Leben ist das allgemeine Streben, „weiter hinaus" zu wollen und schlimm ist es, daß man selbst in Handwerkerkretsen theil- weise dte Achtung vor dem eigenen Berus verloren hat. „Der Junge muß ,etwas Bessere«' werden" heißt, wenn irgendwo die Frage der Berufswahl wieder in den Vordergrund tritt, ist in manchen Familien leider die Parole, oder utau sagt auch wohl, „er soll sein Brod leichter verdienen, wie der Vater!" Letztere« ist zwar eine sehr löbliche Ansicht, aber immer wieder ist dem entgegeuzuhalten, daß heutzutage nicht der Beruf selbst den Mann „leicht" verdienen läßt, sondern daß vor Allem die Intelligenz und die Tüchtigkeit de« Menschen die Factoren find, auf welche fich da« spätere Fortkommen gründet. Da« ist beim Handwerk so wie tu allen anderen BerufSkreiseu. Man laffe die jungen Leute getrost ein Handwerk erlernen, fiud die ebengenauuteu Voraus- setzungen vorhanden, so finden fie auch in dem vielgeschwähtev Handwerkerstand noch ihr gutes Fortkommen und eine geachtete Existenz. „D. T. A."
♦ Alte Leute gibt e« in Brasilien besonder« unter den Negern und Mulatten viele. In einer kleiueu Ortschaft in S. Paulo starb vor einiger Zeit eine Negerin im Alter von 95 Jahren, und zwar weil sie fich mit Waffermeloven den Magen verdorben hatte. Jetzt lebt noch eine alte Mulattin bei der kleinen Stadt Morrete« in Parana, die schon 125 Jahre zählt. Seit 110 Jahren gehört diese Alte der kirchlichen Bruderschaft vom hl. Benedicto an. Maria Moitiuho, so heißt sie, geht täglich in deu Straßen spazieren, besorgt alle ihre Einkäufe selbst und ist sofort bereit, wenn ihre Hilfe bei Entbindungen beansprucht wird. Seit ihrem 29. Jahre ist fie Hebamme und behauptet, mehr als 2000 Kinder zur Taufe gebracht zu haben. Ihre älteste Tochter ist 93 Jahre alt und arbeitet noch fleißig tu der Pflanzung. Zwei jüngere Kinder starben im Alter von 70 und 80 Jahren. Maria Moitiuho kann weder lesen noch schreiben, ihr geistige« Leben geht nicht Über den engen Kreis der täglichen BedÜrfniffe hinaus. Kürzlich starb in einer Stadt Rio Grande« ein Neger im Alter vou 110 Jahren. Dieser war früher al« Sclave von feinem Herrn immer gut behandelt worden, vor einem Menschenalter gab man ihm die Freiheit, er aber blieb getreulich bei der Familie und bei den Nachkommen seine- alten Besitzers. Das höchste Alter, da« bi« jetzt bekannt wurde, erreichte ein Schwarzer, der jetzt in Rivera gestorben ist. Rivera ist ein kleine« Städtchen der Republik Uruguay und liegt an der Grenze von Rio Grande. Nur eine Straße trennt Rivera von der brasilianischen Stadt Livrameuto, wo jener Neger bi» vor wenigen Jahren gelebt. Ein Anderer, ein Mulatte von 115 Jahren, verspricht durch seine Rüstigkeit, auch ein sehr hohes Alter zu erreichen. In einem Dorf de« Staate« Rio lebt dieser Mann, Namen« Manoel Bernardo de Sa. Am 2. August kam der Bischof von Petropolis durch da« Dors B. Petro, wo Manoel wohnt, und wurde aus der Weiterreise von dem de« Wege« kundigen Alten begleitet. Beim Durchreiten eine« Fluffe« strauchelte da« Pferd des Bischof-, und der Kirchenfürst stürzte in« Waffer. Der starke Strom riß den Bischof sogleich mit fort, Manoel aber sprang in deu Fluß und schwamm ihm nach. ES gelang dem rüstigen Greis auch bald, den schon bewußtlosen Bischof an« User zu bringen. Erst nach längerer Zeit kam dieser wieder zu fich und setzte mit der Schaar seiner Begleiter die Reise fort. Dem heldeumüthigen Alten schenkte darauf ein reicher Nachbar ein stattliche- Haus, Andere laffen ein Oelgemälde nach seinem Bildniß machen und diese« soll in der Hauplkirche neben dem de« Bischof« seine Stelle finden.
* ein Vries Napoleon« I. an Josephine. Malmaison, die verwahrloste und zerfallene Wohnung der Kaiserin Josephine, wird augenblicklich auf Kosten de« Millionär« OfiriS wieder in Stand gesetzt und zwar mit getreuer Berückfich- tiguvg ihre« ursprünglichen Zustande«. In dem ersten Stock sollen die Sammlungen de« sogen. Napoleon-Museum« untergebracht werden. Bei -er AuSbefferung der ursp.Ünglicheu Bibltotekmöbel fand mau folgenden Brief deS Kaisers vom 15. August 1818, worin er seine verschwenderische erste Gemahlin zur Sparsamkeit auffordert. „Ich habe Deinen Bries erhalten. Ich sehe mit Vergnügen, daß Du Dich wohl befindest. Ich habe mich auf einige Tage nach Trianon begeben. Ich beabfichtige, nach CompiSgue zu gehen. Meine Gesundheit ist sehr gut. Bringe Deine Angelegenheiten in Ordnung - gieb nur 1,500,000 Franken au« und lege jede« Jahr ebensoviel zurück für Deine Enkel- da« wird Dir in zehn Jahren eine Summe von 15,000,000 machen. E« ist angenehm, wenn man ihnen etwa« geben und ihnen nützlich sein kann. Statt deffen hast Du, wie man mir sagt, Schulden, und da« wäre sehr häßlich. Beschäftige Dich mit Deinen Angelegenheiten und gieb nicht Allen, die nehmen wollen. Wenn Du mir einen Gefallen thun willst, so sorge dafür, daß ich weiß. Du besitzest einen großen Schatz. Denke, welche schlechte Meinung ich von Dir hätte, wenn ich wüßte, daß Du bei 3,000,000 Frauken verschuldet bist. Leb' wohl, meine Freundin, bleibe gesund." Dte Bemerkung von den zehn Jahren ist ein Beweis, wie wenig Napoleon feinen Sturz vorau-sah; vor Ablauf dieser Zeit war ex selbst schon zwei Jahre lang lobt.
♦ Neue Forschungen über die November-Meteore. Obwohl das Schauspiel des großen Sternschnuppenfalls vom 14. auf den 15. November erst im nächsten Jahre 1899 mit einiger Wahrscheinlichkeit in großartigem Maßstabe zu erwarten ist, hat sich doch auch schon in diesem Jahre größere Aufmerksamkeit diesem Naturereigniß -ugewandt. Besondere« Intereffe darf ein in der diesjährigen Sitzung der Britischen Astronomischen Vereinigung in London am 26. October ge».
haltener Vortrag beanspruchen, in welchem der Dubliner- Astronom Johnston Stoney seine Untersuchungen bekannt gab. Er behauptet, daß es nicht nur einen Meteorschwarm der Leontden gibt, sondern ihrer drei; er schlägt vor, sie al« Ortho-Leoniden und zwei Arten von Klino Leoniden zu unter» scheiden. Unter Ortho-Leoniden oder geraden Leoniden versteht er diejenigen Meteore, die in ziemlich dichtgedrängter Wolke nahezu alle die gleiche Bahn um die Sonne beschreiben, sodaß die von ihnen ausgehenden Sternschnuppen alle fast genau von demselben Punkte im Sternbilde des Löwen zu kommen scheinen, plötzlich austreten und nach wenigen Stunden eines lebhaften und glänzenden Schauspieles wieder verschwinden. Die Klino Leoniden ober schiefen Leoniden find dagegen diejenigen Meteore, die weniger genau von einer bestimmten Stelle des Himmels in der Erdathmosphäre eintreten, einen schwächeren Sternschnuppenfall erzeugen und fich über mehrere Tage vertheilen. Die geraden oder echten Leoniden kreuzen die Erdbahn dreimal in einem Jahrhundert in Zwischenräumen von etwa 33V< Jahren und erzeugen dann in wenigstens zwei aufeinander folgenden Jahren einen Sternschnuppenregen, weil der Strom der Meteore lang genug ist, um von der Erde auch nach Verlauf eines Jahre« noch angetroffen zu werden. Nach Stoneys Ansicht müssen die Meteore in einer bandförmigen Fläche angeordnet fein. Da nämlich eine solche wandernde Wolke von Meteoren nicht Jahrhunderte lang ungestört dieselbe Bahn durchlaufen kann, sondern durch den Einfluß anderer Himmelskörper und besonders der großen Planeten Störungen und Ablenkungen erleidet, so würde fie in einem Jahrtausend wahrscheinlich aus der Erdbahn herausgerückt sein, wenn die Meteore eine verhältnißmäßig scharf begrenzte cylinderförmige Maffe bildeten und nicht bandartig über eine größere Fläche verstreut wären. War den Ausgangspunkt betrifft, so wird dieser durch dar menschliche Auge leicht an eine falsche Stelle verlegt, weil die Anziehungskraft der Erde die in ihre Atmosphäre eintretenden Meteore trotz ihrer Geschwindigkeit von 70 Kilometer in der Secnnde aus ihrer ursprünglichen Bewegungsrichtung ablenkt. Die Ermittelung des wahren Strahlungspunktes ist aber von größter Bedeutung, weshalb Stoney nachdrücklich zur Be° Nutzung der Photographie mahnt. Leuchtet ein Meteor auf, so wird deffen glänzender Streifen auf der Platte zwischen den Sternen, erschrinen, deren Stellung bekannt ist. Hat man recht viele solcher Photographien von Sternschnuppenbahnen, so wird sich aus ihnen der wirkliche Strahlungspunkt ergeben, da das photographische Bild nicht so unzulänglich ist, wie das menschliche Auge. Das bisher Gesagte bezoK sich auf die Ortho Leoniden. Die schiefen Leoniden wären nach Stoneys Auffassung diejenigen Meteore, die nicht so genau von einem Himmelspunkte in die Atmosphäre hineinstrahlen und sich auch sowohl einige Tage vor als nach dem Falle der eigentlichen Leoniden zeigen. Sie gehören zwar demselben Wanderoolke von Himmelskörpern an, find aber durch besondere Störungen von dem großen Schwarm der Ortho Leoniden abgelenkt worden. Die November Meteore, die aus dem Zerfall eines 1866 als Ruine noch entdeckten Kometen entstanden sind, beschreiben nämlich um die Sonne eine langelliptische Bahn, die auf der einen Seite bi« zur Erdbahn und am anderen Ende bis zur Bahn des Uranus reicht; wahrscheinlich wurden sie Überhaupt durch den letzteren Planeten, dem sie zu nahe kamen, in das Sonnensystem für immer hineingelenkt. Danach aber hat der Uranus jedesmal, wenn der Haufe wieder an ihm vorüberzog. feine anziehende Kraft wieder an ihm bewiesen. Dasselbe thut auf der andere« Seite die Erde, und so kommt es, daß bei jedem Vorübergange der Meteore an einem dieser beiden Planeten ein Theil der kleinen Himmelskörper die Richtung verliert und^ etwas aus der Bahn des Hauptschwarmes hinausgeräth. So entstanden die Vorposten und Nachzügler der Ortho Leoniden, von denen man bisher nur weiß, daß sie sich eben etwa» früher ober später als diese durch die Erscheinung einzelner Sternschnuppen bemerkbar machen und daß sie nicht gena» dieselbe Bahn verfolgen, weil sie nicht von demselben Strahlungspunkte ausgehen. Auch hier kann allein durch die Photographie Aufklärung gegeben werden.
• tttne große Feuerkugel winde am 2. November, 7 Uhr Abend«, im südlichen Thetlr der Rheivprovtuz gesehen. Nach dem Bericht eine« kenntvißvolleu Beobachter« tu Limbach durchlief da« Meteor die Sterubtlder Dreieck, Fische, Pegasus und Adler und strahlte iuteufive«, weiße« Licht au« gleich einer elektrischen Lampe. Die Kugel hatte einen kurzen Schweif vou weißer Farbe uud die ganze Erscheinung dauerte wenige Vecuuden, war aber so überwältigend, daß Arbeiter auf dem Felde laut aufschrieen. Vielleicht haben Beobachter an andern Orten den Lauf der Kugel durch die Sternbilder festgestellt, sodaß eine Bahnberechnung diese« großen Feuermeteor« möglich wäre.
Wissenschaft, Literatur unö Annst.
— Breittopf & Härtel, Leipzig haben wie alljährlich so auch diesmal die besonders zu WeihnachlSgaben sich eignenden Werke ihres Verlages in einem reich ausgestatteten mit vielen Abbildungen versehenen Heftchen aufgeführt. Die darin ausführlich angezeigte Gesammtautzgabe der poetischen Werke von Felix Dahn wirb gewiß auch für unseren Leserkreis von hervorragendem Interesse sein. In eigener Druckerei hergrstellt giebt der saubn gedruckte Catalog in eigenartigem Umschlag gleichzeitig ein Bild von der Arbeitsweise derselben. Der WeihnachtScatalog steht, soweit der Dorrath reicht, Jedermann auf Wunsch portofrei und unberrchnet zur Verfügung.
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