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schule beging heute Mittag in Gegenwart der Anstaltßleitung ihr Jahres fest, wobei die Kinder mit Bretzeln und Milch regalixt wurden. — Gensdarm Sachs dahier wurde auf Nach« suchen in den Ruhestand versetzt.
A Mainz, 14. August. In der aus Anlaß der erstmaligen Hterheikuustdes deutschen Kaisers gestern Abend stattgehabten Sxtrafitzung der Stadtverordneten machte der Oberbürgermeister ledig die Mittheilung von der officiellen Anzeige des Kaiserbesuches und ließ sich von de« Vtadtverord« netencollegium ermächtigen, über die Art des Empfanges mit de« Hofmarschallamt in Unterhandlung zu treten. Einstweilen wurden Mk. 8000 für die Errichtung einer Ehrenpforte bt* willigt. Bis jetzt steht über den Katserbesuch nur das eine fest, daß die Herkunft am 20. August um 6M Morgen- er- folgt. Auf welchem Wege der Kaiser hterherkommt und wie lang er hier verweilen und ob officieller Empfang stattfinden wird, über Alles dieses ist hier noch nichts bekannt. Nach den militärischen Dispofitionen dürfte der Kaiser schon gegen Abend von hier wieder abreisen. — Der hessische Hauptverein des evangelischen Bunde» wird seine diesjährige Landrsversammlung am 18. September hier in Mainz abhalten. Wie mitgetheilt wird, hat der bekannte Exjesuit Graf Paul Hoeußbroech zugesagt, auf der LaodeSversammluug zu erscheinen.
Aus btt Leit für bU Zeit.
Jßot 28 Jahren, am 16. August 1870, erfochten bei Maria Tour die deutschen Heere unter dem Prinzen Friedrich Karl einen glänzenden Sieg über die Franzosen. Der Tag ist ein Ehrentag unvergänglichen Ruhme- für da- 3. Armee- eorp-, von dem der dritte Mann mit seinem Körper da- hart erstrittene Siege-feld deckte, und für da- 10., in welchem Hannoveraner, Braunschweiger und Oldenburger den Kern bildeten.
Eingesandt.
Gieße«, 15. August 1898.
I. E- ist nicht wahr, daß eine Gesellschaft junger Leute in „einer" d. h. „der" Wtrthschaft in der verlängerten Bleichstraße die angrenzenden Bewohner wiederholt durch Gesang und Clavterspiel biü in die frühen Morgenstunden hinein malträtirt hat. ES ist vielmehr die Wtrthschaft stet- so zeitig geschlossen worden, daß die Polizei nie in die Lage versetzt war, Polizeistunde achteten zu müssen. 2. ES ist nicht wahr, daß durch Gesang und Clavterspiel, die höchstens einige Mal im Ganzen und nie über 11 Uhr hinaus in der fraglichen Wtrthschaft vernehmbar waren, ungebührlicher Weise ruhestörender Lärm verursacht worden ist, auf den doch die anonyme Denunciation, daß die angrenzmden Bewohner „malträtirt" und in den „frühen Morgenstunden" in ihrer „Nacht"ruhe gestört worden seien, htndeuten soll. 3. ES ist n t ch t wahr, daß durch Gesang und Clavterspiel, die weder falschklingend noch überlaut waren, normale Gefühlsnerven „malträtirt" worden find. 4. ES ist nicht wehr, daß die Polizei nervös empfundene „Belästigungen", auch „Unfug-
genannt, abzustellm hat, die sich außerhalb der Grenzen der Straf' iL?eIten 5' Es ist nicht wahr, daß der Polizei wirkliche „Belästigungen der Bewohner" „mehrfach" entgangen sind. Sie ?eL denunciatorischen Unterstützung von namenloser Seite nicht. 6 E- ist nicht wahr, daß die Polizei dem „Zweck" ano- n2°\<T Zeilen ihre „Aufmerksamkeit" zuzuwenden und namenlosen „Aufforderungen" zu gehorsamen hat.
Der Wirth und die jungen Leute.
Spiflplau itr ütrtiaigfrn haakfatftr SiiMfljtnftr. Omtirai.
Dienstag ben 16. August: Der fliegende Holländer. Mittwoch dm 17. August: Lohengrin. Donnerstag dm 18 August: KönigSkinder. Freitag den 19. August: A Basso Porto. SeirathSautomat. SamStag dm 20. August. Hänsel und retel. Cavalleria rueticana. Sonntag dm 21. August:
Margarethe. Montag den 22. August. Der Dogelhändler.
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Dienstag den 16. August: Die zärtlichen Verwandten.
Mittwoch dm 17. August: Der Probepfeil. Donnerstag den 18. August: Bartel Zurater. Freitag den 19. August: Die wilde Jagd. SamStag dm 20. August: Don Carlo-. Sonntag dm 21. August: Madame Bonivard. Vorher: Was die Leute sagen. Montag den 22. August: Nathan der Weise.
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•räntrtf, 13 Aug. Frachtpreise. ffleijen X00,00—00,00, Korn X 16,00-16,50, Gerste X 00,00 -00.00, Hafer X 17,18-18,00, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 3,00—3,50, Samm X 11,00—UM
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Erlaube mir, das geehrte Publikum besonders auf meine interessanten Proben, welche an allen Wochentagen Vormittags von 10 bis 1 Uhr stattfinden, aufmerksam zu machen. — Der Besuch derselben ist gegen einen Eintritt von 20 Pfg. für Erwachsene und 10 Pfg. für Kinder ge-
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1. Ist es wahr, daß alle Colouialwaarenhäudler Gießen» in zwei Tagen sogenannte Consumwaare angeschafft haben, oder ist der Zweck, der damit erreicht werden sollte, unlauterer Wettbewerb?
2. Wenn es wahr ist, warum ist die Consumwaare „zu noch billigeren Preisen", wie die Concurrenz damals schrieb, in den meisten Geschäften Mlht zu habe»?
3. Wo liegt das Land, wo sogenannte Consum-Kaffee-, Reis, Erbsen, Linsen, Weizen gepflanzt und wo Hoffmanns u. Remys Stärke, Henkels Bleicksoda, Quäker Oats, Kneipps Malzkaffee, Kölner Zucker, Reuwieder Cichorie und Effenz als sogenannte Consumwaare sabricirt werden?
4. Ist es nicht wahr, daß der Detaillisteu-Berein meiner Behauptung entsprechend mit seiner ersten bis jetzt entschiedenen Klage gegen mich foftlllfäOig abgewieseu worden ist?
5. Wenn die Kölner Cousum-Anstalt (C. F. Hackenberg) nicht leistungsfähig und billig ist, weshalb besaht man sich so sehr mit dieser Firma, oder ist der große Betrieb derselben Coucurrenzneid?
6. Ist es wahr, daß in Ihrem Verein schon vor meiner Eröffnung be- schloffen war, gegen meine Waaren zu agitiren?
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