Ausgabe 
15.5.1898 Drittes Blatt
 
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raschungen nicht ausgeschlossen. Da die Gesängnifle über­füllt find, werden weitere Gefangene nach Turin überführt. Au- der Provinz Pavia werden schwere Unruhen und Str.keS gemeldet. Auch in ToScaoa hat der Aufstand zugeuommen.

Loudon, 13. Mat. DerStandard" meldet au- Was­hington: Der Admiral Deweh, welcher sich in Manila befinde, könne garnichtS thun, weder zu Waffer noch zu Laode. Die Spanier erklärten, daß fie Manila nicht übergäben, sie besäßen noch für länger als ein Jahr Leben-mittel, sodaß fie der Blockade trotzen könnten.

London, 13. Mat. Ein Telegramm de-Star" meldet, ein amerikanisches Torpedoboot und ein Torpedoboot-Zerstörer recoguoscirteu Saint Pierre auf Martinicque. Dieselben bestätigten die Anwesenheit von fünf spanischen Schiffen.

Madrid, 13. Mat. Große Begeisterung herrscht hier infolge der Nachricht, daß die Amerikaner verhindert wurde», ihre Truppen bei Cienfuego- zu landen. Die hiesigen Blätter find der Ansicht, daß die Niederlage bei Manila bald durch einen Sieg der Spanier zu Laude wett gemacht werden würde.

Madrid, 13. Mai.Jmparcial" meldet, da- neue Ta bin er werde morgen definitiv gebildet, aber voraussicht­lich werde e» bet der ersten Schwierigkeit wieder gestürzt werden. Bet der jetzigen kritischen Lage scheuten die hervor­ragendsten Männer Minister zu werden. ES bleibe daher nicht- anderes übrig, al- den Krieg mtt Amerika zu beenden.

New-York, 18. Mat. Die öffentliche Meinung ist hier aufgebracht gegen Frankreich, wegen der Nachricht, daß der Dampfer Lafahette kürzlich 80 frühere französische Artilleristen tu Havanna gelandet habe, welche von Marschall Blanco engagirt wurden, um die großen Geschütze tm Hafen von Havanna zu bedienen.

Gieffer Gaffeliedche.

Wäi merr noch klaane Buwwe warn, War Gieffe aach noch tlaa;

Kaa Omnibus fein do grfahrn, Fast noch kaa Eisebah.

Unn Straße hatte merr noch net, Aa Oalag nur dät Schoor, Geschmackvoll iS se umgedaaft Schont längst von Dhor ze Dhor.

Drß Neuewejer-, Neuschladter-, Deß Seldersch- unn'S Walldhor- All da dehinner lag net viel, Uon'S lag aach nix davor!

De Kerche-, Mark- unn Linneblatz Warn unser Dommelblätz, Am Oswald- Garde, Brand und Kreuz Da gabbs gar manch doll Hetz.

De Telderschweg, dät Schinnergaß, Mäu-burg unn Ratchesand, Dät Leewegaß unn KablanSgaß, Sammt Borggrawe unn Brand - De Diebsweg unn dät Neustadt aach, Kaddrtnegaß, mei Lust!

Aach'S Deuwelslustgärdche hat oft Geschwellt ahm die jung Brust.

Dät Neuebäu, dät Kthgaß unn Dät Schulgaß unn bat Sonn, Kanzleiberg, Braud- unn Schloßgaß, Warn gar oft unser Wonn.

unnöthig, ich habe ja-nur noch eine Stunde zu leben. Aha es scheint, Sie verstehen deutsch. . . nun, ich sage Ihnen, daß Sie davonkommen werden, nicht wahr Doctor? Ein, den Krankenträger begleitender Arzt, untersuchte flüchtig die Wunde und hob mit einem bezeichnenden Blick den Kopf. Sie sehen selbst, daß ich verloren bin, sagte der französische Offizier. Keineswegs vorwärts!

Die Krankenträger näherten sich. Nein, wehrte sich der Verwundete mit Anstrengung, Ihr schafft mich nicht weg. Das wollen wir sehen!Um mich herum liegen Kameraden genug, die Eure Hilfe nöthiger haben wie ich, hebt sie auf und vergeudet Eure Zeit nicht an meinen Leichnam. Wir Verlieren wirklich unsere Zeit, murrte der preußische Offizier; dennoch machten die Träger einen neuen Versuch: Ich sagte Euch, daß ich hier bleiben will, Ihr hört doch, daß ich zu Tode getroffen bin, ich will nicht mehr in Gefangenschaft geführt werden, ich will da sterben, wo ich gefallen bin! Mit zitternder Hand schien sich der Widerspenstige an den Boden zu halten- an den Boden, den er so tapfer ver- theidigt hatte.

Diese Franzosen, sagte der Preuße achselzuckend, müffen immer bis zur letzten Minute widerstehen. Hebt ihn auf! befahl er dann, seinen Kopf abwendend. Ah! Bandit! . . . röchelte der Verwundete. Er suchte seinen Säbel, sich zu vertheidigen, richtete sich dabei halb auf, fiel aber sofort schwer auf die Erde zurück, die Glieder vom Todeskampf durchschauert. . . Hierauf Huben ihn die Träger auf, um ihn Hinwegzubringen, doch plötzlich stieß der Fackelträger ein Triumphgeschrei aus. Unter dem Körper des Todten hatte er den Fetzen einer preußischen Fahne, die während des Kampfes entrissen wurde, aufgehoben. Hei, rief der deutsche Offizier aus, jetzt begreife ich feine Dickköpfigkeit; er wollte auf feiner Trophäe einschlafen!

Laßt doch die Todten schlafen! grollte eine Stimme in der Nähe; plündert die Leichname, Raben! aber ver­spottet sie nicht! . . .

So wurde 1870 eine deutsche Fahne den Franzosen wieder genommen!

(Fortsetzung folgt.)

Däi Jiddegaß, bat Drillergaß,

Sinne- unn FlichelSgaß,

So oft merr an euch benke dhut, W?rn ahm die Aaoge naß.

De Asterweg, bät Htnuergaß,

Bachgaß nun Scheeferei,

Unn erscht's Dreihänsergaßche gar

Wäi gern hippt äich euet!

Weib-, Brau-, Sand-, Kablaneigaß,

Dezu de- kaale Loch,

Dr Neueweg, bat ahle Ställ, Aeich kenne se immer noch!

De Junkersch Garbe hält äich bahl

Vergesse um e Hoar-

Dät HunnSgaß aach nun Matgaß

IS aach kaa iwwel Poar!

Däi Kornblumme- unn ZotzelSgaß

Hob uff Sich bis zuletzt -

Tuch allmtnanner habb tm Herz

E Denkmoal äich gesetzt!

Karl Geißler.

Vevssstschtes.

* Frankfurt a. M., 13. Mat. Die große Rosen- auSstellung an ber ForsthanSstraße wirb Anfang- Juni eröffnet werben unb bis September bauern. Bekanntlich werben bte Roseuculturen, bie großenthetls schon tm brttten Jahre auSgepflauzt find, tu höchster Vollenbung gezeigt werden - aber auch für gebtegene Unterhaltung wirb besten- Sorge getragen. Wir haben bte tm Ban begriffene große Waffer- bahn schon erwähnt unb können heute hinzufügen, baß auch ethnographische Schaustellungen burch Vorführung fremd- länbischer Bölkertruppen geplant find. Das Arrangement ber Vergnügungen wirb nach künstlerischen Principten von dem zu biesem Zwecke eigens engagirten Balletmeister Herrn Max Feretty besorgt. An Stelle ber Abonnement- tritt in biesem Jahre ba- vielfach bewährte Ticketsystem. ES werben Ticket- in Block- au-gegebrn unb zwar je ein Block mit 10 Tickets zu 3 Mark, mit 25 Ticket- zu 7 Mark, mit 50 Ticket- zu 13 Mark unb mit 100 Ticket- zu 25 Mark.

Homburg v. d. H., 8. Mat. Ein seltener Fall ereignete sich, dem ,T.»B." zufolge, in einer ber letzten SchöffengerichtS- verhandlungen. Al- Schöffe fungirte ber Kaufmann Kitz an- Seulberg, welcher in ber Anklagesache von den Angeklagten, al- bei der Sache betheiligt, abgelehnt wurde. Hierauf trat derselbe al- Zeuge aus, erhitzte sich bet seiner Aussage rc. derart, daß er wegen Ungebühr vor Gericht mit einer sofort zu verbüßenden Haft strafe von 6 Stunden bestraft wurde. Derselbe «ar also im Verlaufe weniger Stunden Schöffe, Zeuge und Gefangener.

* Die (HectticitSt wird gegenwärtig auch in den Dienst de- JagdsportS gestellt. So fanden bei den jüngsten Anerhahnjagden des Kaisers von der Firma Siemens n. Halske construtrte Scheinwerfer Verwendung, denen al- bequem mitzuführende ElectricitätSquelle transportable Sammler der Accumulatoreu- und Electrteitäiswerke-Actiengesellschaft vorm. W. A. Böse u. Co. in Berlin dienten. Neber die Hand­habung des Apparates wird jetzt mitgetheilt: Zwei Förster trugen die in tornisterartige Kästen eingebaute Batterie. Durch einfache Aus- bezw. Umschalter wurde die Veränderung der Lichtstärke für die verschiedenen Zwecke bewirkt. Der Apparat arbeitete zur vollen Zufriedenheit.

* Unlängst war in Poschiavo im (Santon Graubünden der Posten des Orts-Schornsteinfeger- ausgeschrieben. Da- Gehalt für dieses Amt betragt jährlich 800 Franken und steigt später um ein Geringes. Unter den Bewerbern befinden sich d r e i S ch u l l e h r e r der benachbarten italienischen Dörfer, die ihre Dienste als Schornsteinfeger anboten.So ist es also bester, in der Schweiz Schornsteinfeger, als in Italien Schulmeister zu sein!" ruft bieItalia del Popolo* schmerzlich avS.

* Sine furchtbare Dynamit-Explosion hat sich in der Nähe von New-York, bei Dover auf denAtlantic Dhnamite Works", die ans 81 etwa 50 bi- 75 Fuß auseinander- liegenden einzelnen Holzgebäuden bestehen, zugetragen. In einem dieser Häuser fing die Explosion an, der rasch auf­einander zwei Explosionen in benachbarten Häusern folgten. Mit entsetzten Gesichtern stürzten die übrigen Arbeiter auS den Häusern, da fie meinten, da- ganze Werk fliege in die Luft. Als sie sahen, daß ihr eigene- Leben nicht in Gefahr war, machten fie sich an die RettuugSarbeiten. Zunächst galt eS, das Feuer, welche- durch die Explosion entstanden war, und zwei weitere Gebäude einzuäschern drohte, zu löschen. Unter den Splittern und Trümmern ber zerstörten Häuser fanb man bte bi- zur Unkenntlichkeit entstellten Leichen von sechs verunglückten Arbeitern. Die BedauernSwerthen waren alle verheirathet unb Väter unversorgter Kinder. Außer den Getödteten wurden noch vier Männer, welche während der Explosion von ihren Arbeitsstätten flüchteten, mehr oder minder schwer verletzt,- einer ist von den Aerzten bereits auf- gegeben worden. Sofort nach der Explosion traf eine große Anzahl Aerzte auf der Unglücksstätte ein, welche die zum Theil entsetzlich zugerichteten Verwundeten verbanden. Der Director der Dhnamitfabrik, I. S. Schrader, erklärte, daß sich wohl nie werde feststellen lasten, auf welche Weise bte Katastrophe entstauben fei, ba oft baS kleinste Versehen ber Arbeiter genüge, um schweres Unglück hervorzurufen.

Der Einfluß ber sibirische« Eisenbahn auf bte Arbeit-- Verhältnisse in ber Eisenindustrie de- Ural wird in einer längeren Corrripondeuz derUfascher Gouvernement-.Zettuug" beschrieben. Wo in den vorhergehenden Jahren 1000 Arbeiter in den Fabriken beschäftigt wurden, da haben jetzt 8000 Ar­beiter Beschäftigung. Ja einer Eisengießerei wurden jährlich 20 000 Bud (1 Pud = 16375 Kilogr.) Elsen gegossen, tm vorigen Jahre schon 70000 In einer Sensensabrik, in wrlcher 18 000 Sensen jährlich angefertigt werden, ist die Production jetzt auf 200000 Stück gestiegen. Die küust-

| lerische Ausführung macht auch Riesenfortschritte. Die Lage i der Arbeiter ist aber nicht besser geworden. Der Bericht« z erstattet sucht alles Ueble in den Konsumvereinen. Dem (Arbeiter wird ein Credtt auf Eheck- gewahrt und zwar auf Gegenstände, bte er gar nicht nöthig hat, z. B. thenere ShawlS, Teppiche und Anderes. Solide Sachen werden manchmal so hoch augekreidet, daß daraus Proceffe eutsteheu. Kommt bie Ablöhnung, so sieht ber Arbeiter nicht einen rothen Heller. ®r ist gezwungen, seinen theueren Teppich au Durchreisenbe zu verkaufeu, um Gelb für nötigsten Be» bürfutffe zu bekommeu.

* Eiserne Bahnen auf Landstraßen. Wenn beladene Wagen auf einer glatten, au- Eisen- oder Grauitplatteu her­gestellten Bahn bewegt werben, so verrniubert sich der Zug« widerstand sehr wesentlich- gegenüber ber Beförderung auf gewöhnlicher Landstraße finkt er um etwa 80 vCt. Wie die D. BerkehrSztg." bemerkt, wird dieser bedeutende vorthell bisher nur in geringem Umfange au-genutzt. Und doch ist der Nutzen solcher Bahnen nicht etwa erst in neuerer Zeit bekannt geworden. Fahrbahnen aus Steinplatten werden schon beim Bau der Pyramiden erwähnt- auf den wilden Höhen de- TaygetoS find noch jetzt in Greine gehauene Ge- lei-wege erkennbar, in denen zur Zett der Blüthe Griechen­lands die Fahrzeuge fortbewegt wurden- hölzerne Bahnen scheinen beim deutschen Bergbau tm 16. Jahrhundert vor- gekommen zu sein- 1738 wird au- England von Bahnwegeu auö Gußeisen berichtet. In weiterem Umfange bestehen eiserne Radbahnen zur Zett in vielen nordamerlkantscheu Städten, wo mtt Rücksicht auf die tm Allgemeinen mangelhafte Straßen- befesttgung solche GeletSwege besonderen Bortheil gewähren. Im deutschen Reich find erst vor kaum zehn Jahren Versuche mit eisernen Radbahnen auf Landstraßen gemacht worden, und zwar 1889 in OftfrieSland, wo sich ber Mangel an natürlichen Straßen besouberS fühlbar macht, 1894 in der Nähe von Stade, 1895 am Bahnhof Oebisfelde unb auf ber Kreisstraße von Garbelegen nach Kloster Neueudorf. Bahnen au- Granit haben auch für Postzwecke Berweubung gefunden. So wurde im Jahre 1879, gelegentlich de« Umbaues beS Bahnhof- tu Lieguitz von nub zu dem am Bahnhof befindlichen Postamt eine Granitbahn hergestellt, um den Unterbeamten, die bei der großen Unebenheit des Straßen» Pflaster- beschwerliche Fortschaffung der Packerhaudwagen zu erleichtern. Nachdem diese Granitbahn 19 Jahre lang tm Gebrauch gewesen ist, wird fie jetzt entbehrt werden müffen, da der Magistrat in Llegnitz bie betreffende Straße mit Würfelsteinen zu pflastern beabsichtigt. Bei den großen Anforderungen, welche der tu letzter Zeit gewaltig gesteigerte Verkehr an die Güte der Fahrbahnen stellt, würde bie aus- gebehute Einführung eiserner Radbahuen auf Landstraßen auch im Deutschen Reich von wesentlicher Bebeutung sein. Da erfahrung-mäßig Straßen mit solchen Bahnen nur un­bedeutende Unterhaltungskosten erfordern, fallen ihre Bor- theile nm so mehr in- Gewicht, je höher die Arbeitslöhne und bte Kosten für Materialien sich bei ber Straßenunter- haltuug im Laufe ber Zeit steigern.

Die Angst nm den ZnlinSthurm. Nach einem schweren Gewitter, ba- tn voriger Woche Spandau heimgrsucht hat, verbreitete sich da- Gerücht, baß der Blitz in den Julins» thurm eingeschlagen habe. Daraufhin kam am SamStag der mit Ueberwachnug des RetchskrlegsschatzeS beauftragte Ausschuß ber ReichSschulbeucommlffion nach Spanbau und nahm mit einem Kgl. Garnison-Bauinspector den JuliuS- thurm in Augenschein. Von den Wirkungen eines Blitzstrahle­hat man aber nicht- wahrgenommen, da- Gerücht war also falsch. Auch sonst wurde Alle» tu bester Ordnung vorge­funden. Wir lassen dahingestellt, ob die Lommtffiou, welche alljährlich dem JuliuSthurm einen Besuch abstattet, wegen de- Blitzschlages gekommen war. Ein Blitzschlag würde wohl auch den Goldschatz, welcher au- Barren und gemünztem Golde besteht, kaum geschädigt haben.

* DaS LooS bei Haushundes, wie elend ist! vielerorts k Dem menschlichen Wächter gibt man einen Kapuzenmantel und reicht Ihm zuweilen einen Schnaps, aber der thierifche Wächter ist oft Übel daran, er liegt tn der Kälte, ist vor Nässe kaum geschützt und soll habet ja nicht wild werden? Nur dem Menschen ist so 'wa- erlaubt. Möchten doch Lehrer und Pfarrer, wenn sie ihre Schüler entlassen, jedesmal ihnen auch bie gute, sorgliche Behandlung ber Thiere anempfehlen. Das wäre keine bloße Sentimentalität - o nein! Wenn man aber Kiuberfchutz predigt, so muß ber Thierschutz baS zweite sein. Die beiden Kapitel gehören innerlich zusammen, e- gibt nur eine Humanität, alle Wesen haben Anspruch daraus, unb manche Marter bliebe ben Kindern erspart, hätten nicht ihre Eltern in ber Jugrnb biefe Marter an Thiereu geübt und probirt. Nur zu viele Menschen, nicht verwahrloste allein, auch solche, bte sich zu ben besseren rechnen lassen, stob brutal n cht auS Absicht, fonbern au« Gewohnheit- die Erziehung, hat btesen Punkt nicht genügend beachtet. Da- Mitleid ist nicht angeboren- wir sehen ja täglich, wie grausam kleine Kinder unbewußt find- um so mehr bemühe man sich, jene- in den Herzen auzufachen, wenn fie noch welch und für gute Eindrücke empfänglich find. AuS der Züricher Post.

Universität- - Unchpichten.

Bonn, 12. Mai. Der Prioatdocent Dr. Robert Rieder, Secundärarzt der chirurgischen Klinik, ist zum außerordentlichen Pro­fessor ernannt.

Der Prioatdocent für Kunstgeschichte an der Straßburger Universität, Dr. W. Doge, hat auf die venia legendi verzichtet, ba er in die Verwaltung der Kgl. Museen in Berlin al« Hilfsarbeiter eingetreten ist.

Der achte allgemeine Neuphilologentag wird vom 30. Mai bis 2. Juni d. I. in Wien abgehalten. Unter den tn der k. k. Universität gehaltenen Vorträgen erwähnen wir auch den des früheren Prooinzialschulraths der Rhein Provinz, Geh. Reg.-Rath Dr. Münch tn Berlin, über bie Bedeutung der neueren Sprachen im Lehrplan ber preußischen Gymnasien, sowie beS Directors Walter aus Frankfurt a. M. über Schulreform und Reformschulen in Deutschland.