Deutschen Reichls über. Mit England find drei Kabelvrr« btndungen varhaodeo: Die erste gehört dem Deutschen Reich, ist vteradrtg und geht von Greetsiel über Borkum oach Lowestoft an der Küste von Norfolk, dasselbe gehörte bis Ende 1888 ebenfalls der letztgenannten deutschen Gesellschaft. Das zweite Kabel gehört dem Deutscheu und Britischen Reiche gemeinsam, ist ebenfalls vteradrig, verbindet den englischen Ort Bacton mit der Insel Borkum, und ist von dieser mit dem deutschen Festlande durch ein deutsches Kabel verbunden. Daß dritte Kabel gehört Großbritannien und verbindet die Insel Norderney mit Lowestoft, von Norderney führt rin deutsche- Kabel weiter bi- Norddeich (Emden). Nach Nor- wegen führt ein dem Deutschen Reiche gehörige- Kabel von Soyer an der Westküste von Schleswig über Westerland (Sylt) nach Areodal, früher der ehemaligen Gesellschaft für Legung und Unterhaltung des Deutsch-Norwegischen unter- seeischen Kabel- gehörig. Mit Dänemark bestehen zwei Bcr- otndungen, die beiden Staaten gemeinsam gehören: da- vteradrtge Kabel Warnemünde Gjedser (Falster) und da- dreiadrige Kabel Fühnenschaff (Alsen) nach Horneuä- (Fünen). Nach Schweden führt ein ebenfalls beiden Staaten gehörige- dreiadrige- Kabel von Arcona (Rügen) nach Trelleborg. Die beiden Kabel über den Bodensee endlich von Rowan-. Horn nach Friedrich-Hafen bezw. Nonnenhorn gehören der Schweiz und Württemberg bezw. Bayern gemeinsam.
Universität^ - Nachrichten.
— Don der Universität Bonn. Die sechste und letzte große Einschreibung neuer Studtrender, deren Zahl inzwischen auf 844 gestiegen ist, wurde am 7. bä. vorgenommen. Der Rector, Gehetmrath Wilmanns, kam in seiner Ansprache auf die schon viel
fach in Erwägung gezogene Universitäts-Reform zu sprechen, wonach der Hochschul-Unterricht dem gewöhnlichen Schulunterricht mehr angepaßt und durch ausführliche Studienpläne, durch controlirte Arbeit in Seminaren und Hebungen, durch Zwischen-Examina oder gar durch Semesterprüfungen der grade Weg mit allen einzelnen Stationen dem Studenten vorgeschrieben und dieser so, des eignen Suchens überhoben, vor Irr- und Umwegen geschützt werden würde. „Mit einseitiger Conscquenz verfolgt", so fuhr Redner fort, „würde dieser Weg zum Ruin Der Universitäten führen und der Siugen, dm die Reform den Mittelmäßigen verspräche, würde den Schaden nicht aufwtegen, den der Mangel an Bewegungsfreiheit den Bessern bringt. Die Universitäten ftnd keine Pressen, und die Professoren sollen nicht zu Einpaukern berabsinken. Die durch Examina controlirbaren Leistungen sind nicht das einzige und nicht das höchste Ziel des Uni- versitätsunterrichttz. Nur um ein Examen zu bestehen, bedarf es der Universitäten nicht. Wenn der Staat diese kostbaren Institute unterhält und seinen künftigen Dienern das nicht geringe Opfer e»neS mehrjährigen Besuches auferlegt, so thut er es, weil er von ihnen Leistungen erwartet, die durch Examina nicht so leicht zu controliren sind, sich nicht durch Points «usdrücken und in statistischen Tabellen verzeichnen lasten. Die Universitäten sollen Pflegestätt n der Wissenschaft sein, und nur der Student erfüllt seine Pflicht recht, der an ihrer wistenschaftlichen Arbeit theilnimmt. Er fall sich nicht genügen lasten, auf längst gebauten Straßen einige Gebiete deS Wissens zu durchziehen, sondern versuchen, auf eigenen Wegen weiter vorzudringen. Es ist ja nur Wenigen betrieben, ihr Leben vorzugsweise der Wissenschaft zu weihen, den Meisten wird der spätere Berus überhaupt keine Zeit lassen, selbsttbätig daran theilzunehmen; aber den Geist in der strengen Zucht wtstenfchaftlicher Arbeit geübt, den beglückenden Reiz eignen Forschens und Findens kennen gelernt zu haben, wird für Jeden ein Segen fein." — Im Vergleich zu den Neu-Anmeldungen von Ostern v. I. ergibt sich bis jetzt ein Plus von 48 (Ostern 1897: 796), datz der katholisch-theologischen, der medicinischen und der philosophischen Fakultät zu gute kommen. ES ist nicht unmöglich, daß die Gesammrzahl der eingeschriebenen Studirenden in diesem Sommer die Höhe von annäb rnd 2000 erreicht. Dem Vernehmen nach wird bis zum Winter Prinz Friedrich Wilhelm, der dritte Sohn des Prinzregenten von Braunschweig, die Universität beziehen.
— An der Universität Halle wurde der Professor der Theo- logie, D. Emil Kautzsch, als Rector für das nächste Studienjahr gewählt.
— Der Profestor der Theologie, Buhl, an der Universität Leipzig hat einen Rus an die Universität Kopenhagen erhalten und angenommen.
— Dem Privaidocenten in Leipzig, Dr. Geffken, ist daS neu errichtete Extra-Ordinariat für deutsches und bürgerliche- Recht an der UniveiftlSt Rostock übertragen worden.
— Der Sohn deS verstorbenen Componisten Cornelius, Dr. Karl Cornelius, hat sich in Freiburg i. B. als Prioatdocent für neuere Kunstgeschichte habilitirt.
— Der außerordentliche Professor der Mathematik an der Universität Heidelberg, Dr. Hermann Schapira, ist auf einer Reise in Köln einer Lungenentzündung erlegen. Schapira, ein geborener Russe, hat ein Alter von 58 Jahren erreicht. Er war früher Kaufmann und fing erst zu fiubiren an, als er fast 40 Jahre alt war und die zum Studium nöihigen Geldmittel erspart hatte. Seine mathematischen Unterfuchungen verrathen großen Scharfsinn; auch war er ein gründlicher Kenner der hebräischen Geschichte und Literatur. In der letzten Zeit wandte er sich der zionistischen Bewegung zu; noch vor wenigen Monaten trat er in Frankfurt a. M. in einer Versammlung der Zionisten als Redner auf.
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Angebot der Arbeitnehmer: 1 Sattler, 1 Bau- oder Möbelschreiner, l Mobelschremer, 2 Kistenmacker, 1 Mann für leichtere Beschäftigung, 1 Mann für eine Holzschneiderei, 2 Lagerarbeiter, 3 Taglöhner, 1 Herrsckaftskutscher, 2 Fuhr- kneckte, 1 Werkführer für eine größere Schreinerei oder Möbelfabrik.
Nachfrage der Arbeitgeber: 2 jüngere Buchbinder, 1 Installateur, 2 Krankenwärter, 3 Gerber, 1 Glaser (Rahmenmacher), 1 jüngerer und 1 älterer Lackirer, 1 Weißbinder, 1 Sattler und Tapeziergehülfe, 1 Bauschlosser, 1 lücht. Hufschmied, 1 Jungschmied, 4 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Möbelschreiner, 2 tzaus- burschen, 1 tücht. Fuhrknecht, 3 Dienstmädchen.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Fncdhof von jetzt ab bis zum 15. August d. Js. von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eme Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden.
Gießen, den 9. Mai 1898.
Groß herzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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Verdingung
Die zum Ausbau der Credner- straße erforderlichen Erd-, Maurer-, Pflaster- und Chausstrarbeiten, sowie die Sleinzeuglieferung sollen freitag den 20. Mai d. Is.,
Bormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitöbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienst« stunden auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen.
Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichcn.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, dm 6. Mai 1898.
Das Stadtdauamt.
Schmandt. 4894
Verdingung
Die zum Ausbau des Mittelweges erforderlichen Maurer-, Pflaster- und Chausstrarbeiten, sowie die Steinzeuglieferung sollen
Freitag den 20. Mai d. Is.,
Bormittags lV/2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienft- stunden auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen.
Angebote aus Vordruck stnd bis zum genannten Termin bei uns oei« schloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 6. Mai 1898.
Das Stadtbauamt.
Schmandt. 4896
Verdingung.
Die zum Ausbau der Hillebrand- ftraße erforderlichen Erd«, Maurer- Pflaster und Chausstrarbeiten sollen Freitag den 20. Mai d. Is.,
Bormittags ll3/t Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbcitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dierst- stunden auf Zimmer Nr. 7 zur Einstcht offen.
Angebote auf Vordruck stnd bis zum genannten Termin bei uns ver- fchloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen.
Zuschlogrfnst 14 Tage.
Gießen, den 6. Mai 1898. Das Stadtbauamt. ________Schmandt._____4895
Jagdverpachtung.
Mittwoch den 18. d. Mts., Bormittags S'/r Uhr, soll die Freiherrlich von Schenck zu Schweins- berg'sche Wald- und Feldjagd in der Gemai kun t Hermannstein bei Wetzlar (ca. 350 Hectar) in der Wohnung des Herrn Förster Fischer zu Her- mannstein auf 4X/X Jahr öffentlich verpacktet werden. 4801
Homberg a. d. Ohm, 5. Mai 1898. G. Repp, Revenuen-Verwalter.
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