Werkskammern. Ulrich stellt fest, daß der Handwerkerstand stetig zurückgegangen sei. Die Schuld trage da- Vordringen der Großindustrie und deS Capitalismu».
Deutsches Reich.
Berlin, 11. März. Der Kaiser empfing gestern den bisherigen Generalkonsul in Sofia, Dr. v. Voigt» Rheetz, weicher zum Gesandten bei den Freistaaten von Ceutral- amertka ernannt worden ist. Heute Vormittag wohnte der Kaiser deu Besichtigungen der Offizier-Reituoterricht» bet den Tavallerie Regtmenteru der Berliner Garnison bei und Nach- mittag» begab er sich nach dem Tempelhofer Felde, wo Truppenübungen starrfauden.
Verltn, 11. März. Infolge de» gestrigen Zusammen« stoße» de» Abgeordneten Gerlich (fr.cons.) und Motty (Pole) im preußischen Abgeordnerenhause sandte Motty gestern dem Ersteren seine Cariellträger.
Berlin, 11. März. Dem Abgeordnetenhause ging rin von den Louservaetveu, Freiconservativen und National- liberalen unterstützter Antrag Ring Mendel-Steinfel» zu, die Regierung zu ersuchen, auf die Revision der Bestimmungen über die Btehetufuhr au» seucheuverdächtigen Ländern bet der ReichSregierung htnzuwtrkev, die Bor« schrtften über die Seucheuverschleppuug im Jnlande abzu« ändern und eine Vereinheitlichung in ganz Preußen und ganz Deutschland herbetzusühreu, der patholog scheu Seuchen' bekämpfuog durch ausreichende Staatsmittel und Versuche im Großen die Wege zu ebnen; ferner die Regierung zu ersuchen, sofort nach dieser Session einen Gesetzentwurf vorzulegeu, wodurch die obligatorische Fleischbeschau nur für da» gewerbsmäßig zum Verkauf gelangende Fleisch und im Uebrtgen generell nach Maßgabe der am 1. Juli 1892 für die Provinz Hefsen-Nafiau erlaffenrn Verordnung iu Preußen eingeführt und auf alle ausländischen Einfuhren von Fleisch und Fletschwaaren ausgedehnt wird; ferner auf die Errichtung localer Schlachtvieh-Versicherungen mit RUckverstcheruugSzwang und Unterstützung auS öffeut« lichen Mitteln, sowie auf zweckmäßige Berwerthuug der Cou» stöcate htuzuwtrken und dem BundeSrathe gleichzeitig mit den obigen preußischen Maßnahmen auf die Einführung einer gletchwerrhigen Eontrole de» Fleisches und der Fletschwaaren an den Grenzen Deutschland» hiuzuwirkeu.
Berltn, 11. März. Im Schauspielhaus hatten Humper- dtnck'RoSmer» „KönigSkinder" mit deu Scenen im verzauberten Wald einen rauschenden Erfolg. Weit weniger gefiel der mittlere Act. Humperdinck dirtgtrte und wurde mir deu Schausptelgästeu Ehrtsttau» und Frl. Erl nach allen Acten mehrfach gerufen. gitf. Ztg.
Berlin, 11. März. Der wtrth schaftliche Aufruf ist mit seinen Unterschriften heute erschienen und von über 1500 Personen unterzeichnet, u. A. auch, wie die „Deutsche TAge»ztg." mittheilt, vom Abg. Grafen Hompesch (Ceutrum). Die größere Anzahl der Natioualliberalen haben dem „Berl. Tagebl." zusolge nicht unterzeichnet und zwar von deu 48 Reich»tagSmitgliederu fehlen 25, darunter die Abgeord- neteu v. Benda, Clemm, v. Crmy, v. EuuecceruS, Hammacher, Osann und Andere. Bon den 84 Mitgliedern des Abgeord« ueteuhause» haben 42, also genau die Hälfte, den Aufruf unterzeichnet.
Berlin, 11. März. Nach der im ReichSeiseobahuamt aufgestellten Nachweisung ereigneten fich im Januar d. I. auf den deutschen Eisenbahnen, au»schließltch Bayern», 210 Betriebsunfälle. Dabet wurden 63 Personen getödtrt und 170 verletzt.
Karlsruhe, 11. März. Die heute zu Ende geführte dreilagige Debatte der Zweiten Kammer de» Landtages über die Anträge auf Einführung der directeu Wahlen zum Landtage, hat ein positives Ergebniß nicht geliefert. Der uationalliberale Antrag auf Einführung allgemeiner directer Wahlen sowie Wahl von 11 Abgeordneten durch die KreiS- Bersammlungeu wurde mit 33 gegen 24 Stimmen abgelehnt. Dasür stimmten nur die Natioualliberalen. Der Antrag de» LentruwS aus Giusührung der Allgemeinen directeu Wahlen ohne jede wettere BerfaffuugSäuderung wurde mit 32 gegen 25 Stimmen angenommen. Dasür stimmte die gesammte Opposition und die Antisemiten. Der Antrag ist damit gefallen, weil er die erforderliche zwei Drittel-Mehrheit nicht gefunden hat. Der Antrag der Socialdemokraten, dem GtaatSmiuisterium wegen seiner Haltung in der Wahlrechts« frage eine entschiedene Mtßbilltguog auszusprechen, wurde gegen die fünf Stimmen der Socialdemokraten und zwei Demokraten abgelehut, der Antrag de» EentrumS, dem Staats« Ministerium wegen seiner Haltung tu der Wahlrechtsfrage da» Bedauern auszusprechen, wurde mit 32 gegen 25 Stimmen angenommen.
Wilhelmshaven, 11. März. Für die Hafenarbeiten tu Kiaotschau ist der Hafentnspector Groniug in Kiel ernannt worden.
Arrskrud.
Budapest, 11. März. Der frühere österreichische Botschafter in Berlin, Graf Szecheuht, ist gestern gestorben.
Loudon, 11. März. „Daily Mail" meldet au» Washington: E» verlautet, daß Mac Kinley iw Congreß rineu Antrag stellen wird, der die Unabhängigkeit Tuba» verlangt.
Loudou, 11. März. Wie „Daily Mail" berichtet, hat der Kaiser von Japan eineu obersten Kriegörath, bestehend au» deu Corpsführern, etuberufen. TS sollen sieben Divtfiouen mit 150000 Manu auf Kriegsfuß gestellt iverden.
Loudou, 11. März. Im Uoterhaufe erklärte der Chef der Admiralität, indem er den Mart ne-Etat ein« brachte, daß die verlangte Summe für die Deckung der erforderlichen Ausgaben unbedingt nothweudtg sei. Die Admiralität habe in aller Stille 283 Schiffe mit 50300 Mann ausgerüstet. Da» Geschwader de» Mittelländischen Meere»
sei jetzt sowohl zum Angriff al» auch zur Vertheidigung vollständig bereit und alle nöthigen Maßregeln seien für deu Fall eine» Kriege» getroffen. ES sei nicht an der Zeit, den KriegSPlan zu erklären, jedoch könne er versickern, daß Eng- land im Falle eineß Kriege» de» Stege» sicher sei. Ein Abgeordneter war der Meinung, daß die verlangte Summe nicht genüge. Der Chef der Admiralität erklärte hierauf, daß, wenn uöthig, die Zahl der Martuetruppen erhöht werden würde.
Cecek» *n6 provinjka«,
Offenbach, 11. März. Bei der gestrigen Gewerbegerichtswahl wurde der von socialdemokratischer Seite aufgestellteZettel der Arbeitnehmer-Beisitzer mit 1048Stimmen, der von der Handelskammer und dem Gewerbevereiu aufge« stellte Arbeitgeber-Zettel mit 180 Stimmen gewählt. Gegenzettel waren nicht aufg-stellt. — Die hiesige Handel»- kämm er tritt für die Berlängernng de» ReichSbank-Privi« legiums, für die Beibehaltung langfristiger Handelsverträge und der MeistbegünstiguugSklaufel ein.
Mainz, 10. März. Die neunjährige Emilie Rettig bat fich am 1. d. MtS. au» der elterlichen Wohnung ohne Grund entfernt und konnte bis jetzt trotz aller Nachforschungen nicht oufgefunden werden. Man vermuthet, daß dem Kinde ein Unfall zugestohen ist. Da» hiesige Polzeiamt bittet um Nachrichten über drn Verbleib der Vermißten.
Kastel, 9. März. Vor einigen Wochen wurde hier ein Hundertmarkschein gefunden, ohne daß sich der Verlierer derselben bi» jetzt hier gemeldet hat. ES ist anzuuehmen, daß der Schein von Jemanden au» einet der benachbarten Städte oder deren Umgebung verloren wurde und sei deshalb auf beffen Vorhandensein aufmerksam gemacht.
Die Postvorlage
ist am Dienstag bekanntlich einer Commission überwiesen worden, und damit find die lang erwarteten Reformen vorerst auf die lange Bank geschoben. Und warum? Weil Herr v. Podbielski wie der „Kladderadatsch" bemerkte, mit der Wurst nach der Speckseite wirft, indem er Beseitigung der Privatpostaustalien und Ausdehnung de» Poftregal» auf den Ortsverkehr verlangt, al» Gegenleistung für die geplanten Porto« Ermäßigungen. So wie der Sohn des Trajan aber denken viele unsrer Reichstagsabgeordneten und sprechen daher entschieden für Beibehaltung der Privatpostanstalten und gegen die Ausdehnung de» Post Regals. Dienen Sie aber damit der großen Maffe des Volke»? Wohl kaum, denn wer hat wirkliche» Jntereffe an der Beibehaltung der Privatpostanstalten? Zunächst die Unternehmer der genannten Anstalten und deren Angestellte, im Weiteren die Geschäftsleute, (der größeren Städte) deren Ortsbriefe durch die Privatposten etwa» billiger bestellt werden, wie von der ReichSpostver- waltung. Die große Maffe de» Volke», namentlich die Bewohner des flachen Lande» und der kleinen und mittleren Städte, sie haben von drn Privaiposten so gut wie nichts, ungleich mehr aber von den versprochenen Porto-Ermäßigungen, und entschieden noch mehr davon, wenn die erste Ge- wichtSstufe der 10 Pfg.-Briefe von 15 auf 20 Gramm festgesetzt wird, al» wenn die wenigen Privatposten beibehalten werden, die ja doch die Bestellung der Briefschaften nicht mit der Pünktlichkeit und Raschheit auSsühren, wie die ReichSpoft- Verwaltung. Weßhalb also diese» zwecklose Eintreten für die wenigen Privatposten. Hat man einmal eine Reichspost« Verwaltung, danu überlaste mau dieser auch die Bestellung und Beförderung der Briefe ausschließlich, sorge aber dafür, daß die Privatposten entsprechend entschädigt, und ihre Angestellten von der Postverwaltung übernommen oder sonst entschädigt werden.
DaS große Publikum wird fich dabei wohl am Besten stehen, weil ja die gesteigerte Porto-Einnahme, die die Post- Verwaltung infolge Bestellung der gesammten Ortsbriefe, etwa erzielt, doch der Gesammtheit der Steuerzahler zu Gute kommt, und im Uebrtgen auch nach Ausdehnung des Post- Regals auf den Ortsverkehr, es Jedem überlasten bleibt, innerhalb deS Orte» feine Briefe (Rechnungen, Empfehl« ungeu rc.) durch besondere Boten, einen Angestellten de» Geschäfts oder Dienstmann bestellen zu lasten. Daher gönne und überlaste man die Speckseite ruhig der Postverwaltung und begnüge fich selbst mit der zugeworfenen Wurst, auf dir ja schon so lange gewartet wurde. 0. H.
Verwischtes.
* Eine sonderbare Reise. Eine heitereScenenfolge hat sich jüngst in Wien abgespielt. Kein Autor hat sie erfunden; sie hat sich, nach der „N. Fr. Pr." im buntbewegten Getriebe Wiens wirklich ereignet. Ein junger lebenslustiger Graf verlor an eine schlanke brünette Bühnenschönheit sein Herz. Dies kostete ihn mehr Zeit und Geld, als die gräflichen Eltern für vorcheilhaft fanden. Es ward beschloffen, den Sohn auf Reisen zu schicken Wunderbarer Weise ging das ohne besondere Ueberredung. Sehr erfreut über die merkwürdig rasche Einwilligung de» Sohnes besorgten die Eltern ihrem Sprossen em Rundreisebillet und gaben ihm nebst ihrem elterlichen Segen einen ansehnlichen Creditbrief auf die Reise mit. Die Fahrt ging nach dem Norden, und von allen Stationen und Fjords sendete der folgsame Sohn Briefe ins elterliche Heim, in welchen er voll Entzücken seine Reise-Eindrücke aus dem Lande der Mitternachtssonne schil« derte und über die Wandlung, die sich in ihm vollziehe, triumphirend Bericht erstattete. Die Eltern waren überglücklich, bis eines unseligen Tages eine anonyme Mittheilung einlief, der junge Graf habe seine Reise niemals angetreten, lebe in äußerster Verborgenheit in einem Wiener Hotel und besuche seine Dame nach wie vor unter dem Schutze einer sinnreichen Verkleidung. Diese Mittheilung erwies sich als richtig. Zwischen Sohn und Eltern kam es zu einer dramatischen Scene, und der unglückliche Liebhaber mußte aufs Neue in die Welt hinaus; zur Vorsicht aber in Begleitung eines
Bekannten des gräflichen Hauses. Diesmal ging die Fahrt nach dem Süden. Damit ist aber die Geschichte noch nicht zu Ende. Jene unsichtbaren Hände, welche während de» Grafen erster „Reise" den Eltern die beruhigenden und erfreulichen Berichte gesendet hatten, waren offenbar nicht recht» zeitig abcommandirt worden, und so lausen von Zeit zu Zeit noch immer Briefe von dem braven Sohne ein, und bit Eltern schlagen verwundert die Hände über dem Kopf zu- s mmen, denn statt Schilderungen aus dem warmen Süden erhalten sie herrliche Beschreibungen aus der EiSregion. Nächstens kommt vielleicht v n dem folgsamen Sprößling, der an der Rwiera bewacht wird, eine Correspondenzkarte vom Nordpol, wenn es nrcht rechtzeitig gelingt, seinen unsichtbaren Zauberlehrling unschädlich zu machen.
* Die Fahrt in der Nutzschale. Aus Kapstadt, 26. Januar, wird der „K. Ztg." gemeldet: Tas vor einigen Wochen von Natal angekündigte Boot ,Spray", das kleinste Segelschiff der Welt, ist mit seiner ganzen Mannschaft, die aus dem Capitän Josua Slocum besteht, glücklich in die Tafelbai eingelaufen, wo ganz Kapstadt den mutigen Seemann und seine Nußschale bewundert. Das Schaff ist zwölf Meter lang, hat 9 Tonnen und einen Tiesi-ang von 1,5 Meter. Der Capitän hat das ganze Fahrzeug selbst gebaut, und zwar aus nordamerikanffchem Elchen« und Fichtenholz. Slocum ist von mittlerer Größe; aus dem wettergebräunten, faltigen Gesicht leuchten blaue Augen. Ein trockener Humor belebt seine Beschreibungen Am 24. April 1895 trat er von Boston aus seine Reise um die Welt an und hat seitdem 34 000 Seemeilen zurückgelegt. Er wandte sich direct nach Gibraltar, kreuzte den Atlantischen Ocean zurück in südwestlicher Richtung und fuhr an der Ostküste von Südamerika entlang, passirle die Straße von Magellan und wurde am Kap Hora von einem Sturm erfaßt, der in seiner unmittelbaren Nähe ein großes Schiff in den haushohen Kreuzwellen begrub und einen nicht minder imposanten Viermaster seines Takelwerks beraubte. Slocum steuerte an dem einsamen Eiland Juan Fernandez vorbei nach Samoa in 62 Tagen, ohne irgendwo Anker ausgeworfen zu haben. Von Samoa fuhr er nach Tasmanien, dann in- den Indischen Ocean durch die Meerenge von Torres und nack der Insel Maurrti», nach Natal und Kapstadt. Von hier gkdenkl er über Sanct Heia Westindien aufzusuchen und von dort nach Nordamerika zurückzukehren. Wenn er dieses Ziel erreicht, wird sich die Reise auf mehr als drei Jahre ausgedehnt haben. Der „Spray" ist stets reichlich mit Lebensmitteln, Trink wasser, Thce, Kaffee versorgt, namentlich führt er große Vorräthe vegetabilischer Nahrung, die in jedem Hafen durch frische ersetzt werden Diese Beköstigung zieht Slocum den Prüfer- virten Fleischsorten vor. Der joviale, etwa 50jährige Herr hat fich hier durch seine freien Vorträge und die Bilder, die er den Zuhörern mit einer laterna magica vorführt, große Beliebtheit errungen, und man wünscht ihm glückliche Heimkehr nach Boston. Wenn je ein kühner Abenteurer sich der wohlverdienten Ruhe erfreuen kann, so wird dies bei dem tapferen Amerikaner der Fall sein, wenn er einst „den Hafen erreicht hat und hinter sich ließ das Meer und die Stürme."
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März: 5. Heinrich Wiegand, Schuhmacher dahier, mit Elisabeth Margarethe Lipp Hierselbst. 8. Christian Wilhelm Semmler, Schlosser dahier, mit Sophie Wilhelmine Elffabeth Bmder hierselbft. 9. Christin, Friedrich Emil Mandler, Fabrikant zv Wetzlar, mit Charlotte GerdtS Hierselbst. 11. Jacob Göbel, Fabrikarbeiter dahier, mit Katharina Pitz von Steinbach.
Februar: 27. Dem Feldwebel Reinhard FaurS ein Sohn, Otta Daniel Julius Theodor. März: 1. Dem Metzgermetster Adolf Bernhard ein Sohn, Adolf Robert. 1. Dem Rangtrer Heinrich Biedenkopf eine Tochter. 2. Dem Fuhrknecht Konrad Maus ei» Sohn, Wilhelm. 4. Dem Friseur Ludwig Zutt ein Sohn. 4. Dem Zuschneider Karl Wilhelm Erfurth eine Tochter, Johanna Margarethe. 5. Dem Heizer Christian Grünewald eine Tochter, Anna Phjtippirre. 6. Dem Fabrikant Alfred Bock eine Tochter, Margarethe Carola. 6. Dem Schlaffer Peter Schmidt ein Sohn, Heinrich Han» Philipp Adolf. 7. Dem Fuhrmann Jacob Zimmermann ein Sohn, Jacob. 7. Dem Briefträger Eberhard Ruhl eine Tochter. 9. Dem Bau- «Spirant Wilhelm Christian Fuchs ein Sohn.
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März: 4. Adolf Weiß, 12 Jahre alt, Sohn von Fabrikarbeiter Adolf Weiß dahier. 5. Marie Falk, 20 Jahre alt, Dtenstmagd vo» Slcinfurtb. 5. Christian Kiefer, 43 Jadre alt, Fuhrunternehmer dahier. 6. Lina Klaffke, 37 Jahre alt, Ehefrau von Straßenbau- aufseher Julius Klaffke zu Wetzlar. 7. Heinrich Rübfamen, 56 Jahre alt, Kürschner dahier. 7. Johanna Krämer, 34 Jahre alt, Prioatin dahier. 7. Helene Nachtigall, 68 Jahre alt, Prioatin dahier. 8. Wilhelm Mandler, 21 Jahre alt, HauSbursche dahier. 10. Georg Schütz, 34 Jahre alt, Schneider dahter. 10. Adam Scheyda, 51 Jahre alt, Druckereidefitzer dahier.
Briefkasten.
Nbonneut. DaS 11. Jäger-Bataillon nimmt auch am 1. October Freiwillige an. Längenmaß genügt, Bruftmaß fraglich. Ihr Sohn kann sich erst schriftlich beim Bataillon melden, er erhält dann Aufforderuna zur vrsönlichen Gestellung.
Lairdwirthschaftttches.
• Um litte gut« uns reichliche Stacheldeirerttte z« er« ziele» ist e» unbedingt nöthig, die Sträucher jedes Jahr ordentlich zu beschneiden. Am Besten geschieht das Beschneiden im Laufe deS Winter», wenn gerade kein Frost ist, da die Sträucher im Frühjahr zu schnell auStretben. Za diesem Zwecke räume man bei schneefreiem Wetter die Erde unter dem Strauche weg, ohne bte Wurzel zu beschädigen. Die zu allen, mit Moos und gelben Flechten bedeckten Stämme, welche keine ordentlichen Früchte mehr bringen, find heraus,usägen; von den jüngeren, gut verzweigten Arsten läßt man zwei bis drei sieben, alle anderen werden entfernt Die Wurzel- ausläufer werden so weit als möglich mit der Scheere oder noch besser mit dem Messer glatt vom Boden weggeschnilten und die Erde wieder auf die Wurzeln gebracht.
Desteipe, taub» uufc X>sUsunrto^aVi<
Diehmarkt. Auf dem am 8. und 9. dS. Mt». hier abgehal- tenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 926 Stück Rindvieh und 416 Schweine. In den Preisen machte sich eine Aenderung nicht merklich. Nächster Markt Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. ds. MtS., am letzteren Tage auch Krämermarkt.
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