Gießen, den 9. August 1898.
Betr.: Die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen.
Die
Großh. Kreis-Schulcommission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir erinnern Sie daran, daß die Schülerltsten in rubr. Betr. bi- Ende des MouatS an uuS einzusenden find.
Wir machen Tie darauf aufmerksam, daß nach § 6 pos. 2 a. b. o. d. deS MiutsterialauSschreibeuS vom 13. Juli 1875 in die Listen alle schulpflichtigen Schüler einzutragen find und bei von auswärts Etutreteuden die betr. Gemeinde auzugeben ist.
Die auS Ihren Gemeinden in andere Gemeinden übertretenden Schüler find getrennt von den anderen aufzuführen und dahinter ist zu bescheinigen, daß die nöthige Mit- theilung an den Schulvorstand der betr. Gemeinden erfolgt ist. pos. 2 c.
Die Verzeichnisse find nicht, wie vereinzelt geschehen, durch die Lehrer, sondern durch die Vorsitzenden der Schulvorstände mit Begleitbericht an uns etuzusendeu.
Zugleich fordern wir Sie auf, etwa einlaufende Gesuche um Dispensation vom Besuche der Fortbildungsschule, auch spätestens bis zum 1. September d. I. au uns gelangen zu lafien, da wir später einlaufende Gesuche nicht berücksichtigen können.
v. Bechtold.
Frietionen.
Der ruhige Verlauf, den unsere iunerpolttischen Ber- hältoisie seit längerer Zett nehmen, ist Vielen gar nicht nach der Mütze- wenn sie nun auch nicht gerade lüsternen Auges nach der Seine hioüberschielen, wo die DrehfuS-Angelegeuhett alle Kreise durch- und unterwühlt, so hätten sie doch ganz gerne einen kleinen Confltct, der die Nerven auspauut und etwas Abwechselung bringt in daS ewige Einerlei. Der Tod deS Fürsten Bismarck, die Veröffentlichung seines EntlaffungS- gesuchs und so manche an daS Hinschetden deS Fürsten sich knüpfende Nebenumstäode haben die Erinnerung an die letzte Zett wachgerufen, in welcher der erste Kanzler des Deutschen Reiches noch im Amte war. Der Heimgang deffelben ist wohl in Deutschland sowohl wie tu der übrtgeu civiltfirteu Welt tief betrauert worden, aber schon ehe die Leiche etu- gesargt worden war, fanden sich jene Leute ein, die wir oben im Auge hatten, und suchten nach kleinen, nebensächlichen Dingen, auS denen geschloffen werden konnte, daß die Differenzen, welche ja thatsächlich zwischen dem Kaiser und seinem ersten Kanzler bestanden haben, noch über da- Grab de» Letzteren hinan» forttaueru. Der Umstand, daß nicht Fürst Herbert Bismarck dem Monarchen Kenutniß vom Ab- lrbeu des Altreichskanzlers gemacht habe, sondern daß solche nur von dem dirtgtrendeu Arzte erstattet worden ist, mußte ebenso wie die Verlöthung des Sarge», bevor der Kaiser in Frtedrich-ruh eintraf, dazu dienen, Gerüchte von einer anhaltenden Verstimmung der Familie des Entschlafenen gegen daS ReichSoberhaupt wachzurufen. Daß es sich hierbei nur um Zufälligkeiten handelt, daß von einer beabsichtigten Kränkung des Monarchen nicht die Rede sein kann, wollte man aber nicht sehen. Auch der vom verstorbenen Fürsten selbst bestimmten Grabschrift „Ein treuer Diener Kaiser Wilhelm» de» Großen" will mau eiue besondere Bedeutung beilegen, ohne zu bedenken, daß Fürst BtSmarck thatsächlich unter der Regierung deS ersten Kaisers sein Lebeurwerk vollbracht sah, daß ihn nach dem Tode deffelben nur noch die Pflichttreue und die Sorge um sein Werk im Amte erhielt. Wer da weiß, mit welcher Innigkeit der Fürst an seinem alten Kaiser hing, der vermag e» zu schätzen, daß er deffeu Namen auf seinem Grabstein gelesen zu werden wünschte.
Neuerdings sind auch wieder einmal Krisengerüchte in Umlauf gesetzt worden- „hie Hohenlohe-Bülow", „hie Miquel- PosadowSky" ioll der KrtegSruf erschallen. Aber man hat damit nur alte Sachen wieder aufgewärmt, die wohl noch öfter wtederkehren werden. Die Demission de» Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe sagte wan schon vor zwei Jahren al» ganz sicher voraus, aber die Stellung desselben gilt noch heute als sehr sicher, und wenn das zunehmende Alter des Fürsten ihn nicht bald zum Rücktritt zwingt, so ist nicht einzuseheu, weß- halb unser jetziger Reichskanzler nicht noch auf Jahre hinaus die Geschäfte fortführen sollte, insbesondere wenn er einen
zweiten Tage soll diese Wanderzett nicht um Vieles überschritten werden. Vom dritten oder vierten Tage an können mit Erfolg größere Strecken zurückgelegt werden. Und dieser Ersolg ist ost so groß, daß selbst tuberkulöse, im ersten Stadium brfindltche Lungenkranke Heilung durch angemeffene Fußwanderungen gefunden haben. Aber vorsichtig müffeu sie vollzogen werden, immer nur im mäßigen Marschschritt- sobald Athemlofigkeit, Druck in der Brust, Herzklopfen und Pulsiren im Kopfe eintritt, ist die Wanderung sofort zu unterbrechen.
Beim Bergsteigen, wo die Lungen durch die Thätigkeit des Steigen» schon ungewöhnlich in Anspruch genommen werden, soll man da» Sprechen nach Möglichkeit vermeiden, denn auch zum Reden gehört Kraft. Da» Rauchen unterläßt mau bet allen Fußwanderungen am besten ganz.
Nicht nur körperlich Kranke, auch seelisch Verstimmte werden durch richtige Fußwanderungen erheitert, gekräftigt und beruhigt. Ost ist die Hypochondrie und Nervosität nicht» andere», al» die Folge der Ueberarbetrung, der Abspannung durch eintönige Arbeit. Hier muß der Mensch sich auSspaunru und in die Natur hiuauSwandern, um sein Blut zu ver- jüagen, denn nur Derjenige ist gesund, dem da» Blut leicht durch die Adern rollt, und wo dieses da herrscht auch Glück, denn Gesundheit hat Heiterkeit und Lebenslust stets im Gefolge.
Modu» findet, sich in der BereinSgesetzfrage mit der Volksvertretung auseinander zu setzen. Auch Herrn v. Bülow, dem neuen StaatSsecretär de» Auswärtigen Amt», ist bereit» Amt»müdigkeit nachgefagt wordeo, aber e» darf ja al» genügend bekannt gelten, welch' großes Vertrauen der Kaiser gerade auf diesen Beamten setzt, den man bet seiner Berufung tu die jetzige Stellung schon al» den künftigen Kanzler an* sah. Und bann bleibt zu erwägen, daß mau bei der gegeu- wärtigeu tuteruatioualeu Lage, wo man immer gewisser mit dem unvermeidlichen Eonfltct zwischen England und Rußland in der ostafiatischeu Frage rechnet, kaum einen Wechsel io der Person deS StaatSsecretär» für opportun halten könnte. Jedeufall» darf man auuehmen, daß bi» zur Eröffnung der ReichStagSsesfion von einer Krtfi» keine Rede sein kann. Der Zusammentritt de» ReichSparlameotS dürfte freilich manche Conflicte zeitigen, bei denen der Wahlaufruf des Grafen Posadowrky eine große Rolle spielen wird. (xx)
Deutsches Reich.
Berlin, 10. August. Der „ReichSanzetger" veröffentlicht die Verleihung deS Großkreuze» de» Rotheu Adlerordens au den hessischen StaatSmintster a. D. Finger in Darmstadt.
Berlin, 10. August. Die Meldung de» „Berliner Local-Anzeiger", daß im Herbst ein größerer Wechsel In den höheren Eommandostellen der deutschen Marine stattfinden werde, entbehrt, wie die „Post" von maßgebender Stelle erfährt, jeder Begründung.
AusUrind
— Die spanische Antwortnote auf die Friedens- bedingungen Nordamerikas ist dem Präsidenten Mc Kinley am Dienstag in Washington durch den fraozöfischeu Bot- schafter Cambon überreicht worden. Sie besteht aus etwa 1200 Worten und ist in fünf Abschnitte eingetheilt. Grundsätzlich erklärt die Note sich damit einverstanden, daß die spanische Oberhoheit über Euba aushöre, wirft jedoch die Frage der künftigen Verwaltung der Insel auf, wobei sie in bestimmter Weise auSsührt, die Bereinigten Staaten sollten die Insel unter Berücksichtigung de» Umfange» der spanischen Interessen verwalten. Der Zeitpunkt der Räumung der Insel werde al» einer der Etnzelpuokte hiugestellt, deren Regelung dem gemeinsamen Ausschüsse zu überlassen sei. Dieser werde auS je fünf Mitgliedern beider Staaten bestehen und wahrscheinlich in Part» tagen. In amtlichen Kreisen Washington» hofft man fest auf den Frieden, doch ist eine Verzögerung wahrscheinlich, wenn Spanten gewisse schwerwiegende Bedingungen durchzusetzen sucht- in diesem Falle ist eS sogar möglich, daß die Bereinigten Staaten sich weigern, die spanische Note al» Antwort auf die amerikanischen FrtedenSbediugungeu anzuerkennen.
— Spanische Preß stimm en zur FriedeuSfrage übermittelt der Draht aus Madrid. Der „Jwparctal" sagt, die Mehrzahl der Persönlichkeiten, welche Sagasta befragt, äußerten ihre Meinung dahin, daß ein neues Cabiuet nöthig sei, um über den Frieden zu verhandeln. Der „Liberal" verlangt die Einberufung der Eortes oder die Aufhebung des Belagerungszustandes. Der ministerielle „Globo" endlich glaubt, e» sei uothweudtg, die Cortes einzuberusen, um die FrtedenSverhandlungen gutzuheißeu. (Das spanische Straf- gesetz bedroht allerdings mit lebenslänglichem Kerker ein Mtntftertum, das spanische» Gebiet ohne CorteS-Bewtlltgung abtritt.)___________________________________________________________
Vermischtes.
♦ Paris, 8. August. Bismarck im Lhceum von Bar- Le-Duc. Emil Gebhart veröffentlichte kürzlich im „Journ. des DebatS" eine Episode au» Bi»marck» Leben, die sich am 26. August in der genannten Stadt abgespielt hat. Da» Lycenm»gebände war verlassen, die Klaffen geschloffen, bloß einige der Lehrer waren in dem Rrfectorinm versammelt und nahmen still ihr Frühstück ein. Die Stadt war in begreif- ltcher Aufregung- die deutschen Truppen drangen durch die Thore und schwenkten gegen Sedan ab- Bar-Le-Due diente ihnen in einiger Beziehung al» Stützpunkt. Zwei preußische Offiziere kamen auf das Lyceum zu und traten ein. Der eine, ein hoher, starker Mann in weißer Kürassier-Uniform und ebensolcher Kappe — BtSmarck — begehrte höflich, das Gebäude besuchen zu dürfen. Einer der anwesenden Lehrer bot fich sofort al» Cicerone an und geleitete die beiden Besucher. Der Kürasfier betrat stet» zuerst die Säle, ließ den Professor al» Zweiten eintreteu, dem dann de» andere preußische Offizier auf dem Fuße folgte. Da» Gespräch, da» der Besucher mit dem Cicerone führte, war recht eigenthümltch. Bt»marck erkundigte fich nach der Anzahl der Schüler jeder Klaffe, nach dem Stundenplan und ließ fich die ArbrttSsäle zeigen, in denen er über ihre eigenartige Einrichtung sein Erstaunen äußerte. Er verurtheilte scharf die Gucklöcher der einzelnen Thüren, von denen aus die Zöglinge überwacht wurden. „Ich war ebenfalls", sagte er, „in den ersten Jahren meiner Jugend in einem Internat- auch ich sah lauge Zett meine Eltern nicht und wurde streng gehalten . . .! Stet», wenn ich ähnliche Anstalten besuche, erzürne ich mich über dergleichen Aufen haltSorte der Jugend!" Er setzte ferner hinzu, daß früher oder später Frankreich Deutschland nachahmen würde, um die Internate aufzuheben. In der Kapelle de» Lhceum» tadelte er die Anordnung der Bänke, die nicht gegen den Hauptaltar zu, sondern parallel mit den Seitenwänden tu Rethen aufgestellt waren. Er bedeckte fich erst wieder, nachdem er die Kapelle verlassen, und begab sich in den „Cercle" der Anstaltslehrer. Er trank daselbst einen „Kirsch": „Auf baldigen Frieden!" Im Laufe der Unterhaltung bestätigte er, daß der Krieg ebenso Deutschland wie Frankreich Schaden zufüge — eine Aeußerung, die er 1887 tm Deutschen Reichstag wiederholte — und daß die Gefahr neuer Complicattonen noch fünfzig Jahre nach dem Kriege nicht aufgehört haben würde. Er kritifirte alsdann die fran- I -östsche HeereSorganisatioo, die Mobilsoldaten und die Massen
auShebung, die sich seiner Anficht nach nur io Spanien bewährte. „Ihr seid", sagte er im wetteren Gespräch, „ffti uuS sehr beunruhigende Nachbarn. Seit Ludwig XTV. habt ihr unS etwa zwölf Mal angegriffen. Wir wollen, daß fich solche Dinge künftighin nicht mehr wiederholen!" Er erwärmte fich später mehr und mehr und wurde noch mittheil- samer. Er sagte mehreremal», daß er den Krieg nicht erwartet hatte. Zur Zeit der Kriegserklärung sei er in eine« Badeort (?) gewesen, als ihn eiue Depesche nach Berlin berief. „Ich konnte nicht glauben," schloß er, „bafc es wahr wäre, daß Frankreich unS den Krieg erklärt hätte!" Er grüßte hierauf seinen Führer und die übrigen Anwesenden und schritt, von seinem Adjutanten gefolgt, dem Gewühl der Soldaten zu.
• BtSmarck al» Student. Am 10. Mai 1832 wurde Otto v. BtSmarck al» Student der Rechts- und Staat»- Wissenschaft an der Universität Göttingen immatrikulirt. Der Lcctiourplau tm ersten Semester lautete: „7—8 Heeren, Länder- und Völkerkunde- 8—9 Am. Wendt, Logik und Metaphysik- 10—11 Hugo, Recht»enchk>opädte- 11—12 Göschen, Institutionen - 4—5 Thtebaut, Reine Mathematik." Also fünf Stunden täglich. Da» amtliche Semesterzeugniß lautete: „Fleißig, eine Vorlesung aber unfleißtg." Je wehr BtSmarck in da» CorpSleben hinetngerieth, desto mehr nahm sein Studieneifer ab. Der Lretionsplan seine» zweiten Semester» lautete: „8—9 Balett, Institutionen- 9—10 Heeren, Statistik und Geschichte der europäischen Staaten- 10—11 Meister, Crtminalrecht." Der LectionSPlav im dritten Semester beschränkte sich auf da» täglich zweistündige Pandectev- colleg bei Balett. Dem Corp» „Haunovera" ist BtSmarck am 7. December 1832 beigetreten. Seinen ersten Verweis vom UntversiiätSgericht erhielt der flotte CorpSstudeut „wegen AvSwerfenS einer Bontetlle aus dem Fenster." Später folgten schwerere Strafen, von denen sein AbgangSzeugutß Kunde gibt. ES heißt darin: „Hinsichtlich seines Betragen» wird bemerkt, daß außer einiger weniger erheblichen Rügen zehn Tage Karzer wegen Gegenwart bei einem Pistolenduell, sodann neben der bedingten Unterschrift de» consilium abeundi drei Tage Karzer wegen Gegenwart bet einem Duell und viertägiges strenges Karzer wegen Ueberschreitung des für die Gesellschaften der Studirende« vorgeschriebenen Regulativ» gegen ihn erkannt worden find." Am 11. September 1833 verließ Bismarck Göttingen, um in Berlin seine Studien fort- zusetzen. Trotz seine» flotten Leben» in Göttingen ging er nach den damals sür da» Recht»studium üblichen sechs Semestern von der Universität ab — er ließ sich am 25. März 1835 in Berlin exmatrtculiren — und bestand am 20. Mai 1835 das Auscultatorexamen. Seine ungewöhnliche Begabung und ein geschickter Repetitor erleichterten ihm die Erreichung diese» Ziele».
* Veranlaßt durch die jüngsten Massenerkrauknugen im Heere, ist den RegimentscommandoS folgende Verfügung des preußischen Kriegsminifters zugegangen: Die Ernährung der Mannschaften ist beim Auftreten von Epidemien besonders sorgfältig zu überwachen. Beim Aufenthalt der Truppen in Gegenden, in denen der Genuß des örtlichen Trinkwaffers in ungekochtem oder unverbessertem Zustand gesundheitsgefährlich ist, sowie beim Auftreten oder Drohen von Krankheitszuständen, bei denen ärztlicherseits an Stelle oder zur Verbesserung des Trinkwassers die Verabfolgung von Theeauf- güffen oder von bestimmten Zusätzen zu jenen für erforderlich erachtet wird, darf zu deren Beschaffung ein Zuschuß von zwei Pfennig für den Kopf und Tag neben dem niedrigen Beköstigungsgeld durch das Generalcommando nach Anhörung des Sanitätsamtes für Rechnung des Naturalverpflegungsfond» bewilligt werden. Ist Gefahr tm Verzug, so kann das Truppencommando auf militärärztliche Bescheinigung der Nothwsndigkeit die Gewährung von Theeaufgüffen rc. selbstständig anordnen. Die Bewilligung eines derartigen Zuschusses neben dem hohen Beköstigungsgelde ist dem Militär-Oeconomie- departement vorbehalten.
♦ Sin Mondregenbogen. Von Herrn Alfred Grafen Shevenhüller auf Schloß Ostrowttz in Kärnten erhält die „N. Fr. Pr." folgende, vom 31. Juli datirte Mittheilung: „Ich hatte gestern Gelegenheit, ein äußerst seltenes Natur- Phänomen zu beobachten. Ich kam von der Rehpürsche und stieg den Frauenberg hinab. DaS Firmament war sehr bewölkt, nur im Südost waren freie Flecken, durch die der Mond seine Hellen Strahlen warf. ES mochte 9/t9 Uhr gewesen sein, al» ich im Nordwest einen Theil eines schwache« Lichtbogens wahrnahm, der im Thale fußte und etwa 30 Grad ausstteg und fich in den Wolken verlor. Ich konnte mir Anfang» die Ursache dieser L chtbildung nicht recht erklären und zerbrach mir vergebens den Kopf. Mein Weg führte mich durch eine bewaldete Mulde, sodaß ich auf wenige Minuten den Lichtbogen verlor. Welch überraschende» Bild empfing mich aber, al» ich wieder daS Freie gewann. In Hellem Lichte erstrahlte ein vollkommener Bogen, begleitet von einem zweiten dunkleren. Man sah deutlich die Farben- schattirungen de» Regenbogen», jedoch ohne die Farben selbst sicher ansprechen zu können. Da» vom Bogen erfaßte Terrain befand sich im hellsten Mondlichte, während darüber hinan» die tiefe Dunkelheit wunderbar contrastirte. Die» mochte ungefähr drei bi» vier Minuten gedauett haben, als ein leichter Sprühregen fiel und der Bogen zu erblassen begann. Ich eilte raschen Schritte» in» Schloß und e» gelang mir noch, meine Familie ans da» schöne Schauspiel aufmerksam zu machen, ehe e» gänzlich verschwand. Die Dauer de» Phänomen» dürfte 12 bis 15 Minuten betragen haben. Ich hatte zwar öfter von dem Mondregeubogen gehört, aber gesehen habe ich ihn zum ersten Male."
* Die Ernährung der Ruhthiere. Die tiefeingreifenden Wandlungen, welche die Feldcultur durch die Einführung der künstlichen Düngemittel erfuhr, sind gleichwerthig mit den Veränderungen, die sich in der Ernährung der Hausthiere zwischen heute und früher vollzogen haben und die durch die Einführung gehaltreicher Kraftfuttermittel aus allen Gegenden unseres Erdballes veranlaßt find. Welchen wichtigen
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S'f, sr* j». fragen ’ fcW „gaben W s? 1*6* neueste M Wen NM L Go. Bulb Lon hem"' Heftes. J"d wirb Bulwe Pompeji" foi
♦ Son: gemeldet. 3 „Der Lieder! tritt haben, Anblick in d sicher, von o, C. Frank Z der „Moderne £eftw und Hinter Kunst" sei f« Maler Mol Zahlreiche Abl den Aussatz, eigneten Holz „Wtze BÄ । < ZMLmch Nussatz hehi W. v. Modi rviedergegebe den wunder gestatteten der „Moder zu rühmen.
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