Ausgabe 
11.12.1898 Fünftes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

sonder» zahlreich sind die Rohheitsverbrechen der Tschechen bei uni: Belästigungen der Deutschen, selbst mit dem Mefier, find nicht selten. Der LHSter sucht dann möglichst schnell nach dem nahen Böhmen zu entkommen, wo die Ermittel« nngen deutscher Behörden, namentlich bet den tchechtschen Be­hörden, meistens wenig Entgegenkommen finden. Nicht nur in Dresden, sondern auch tu anderen sächfischen Städten, halten fich Tschechen in großer Zahl auf. Sie bilden Ver­eine zur Pflege ihrer Nationalität, und viele von ihnen treten bei uns ganz zwanglos als Gegner des Deutschthnms auf. Tschechische Vereine giebt es in Dresden, Bautzen, Leipzig, Plauen, Meißen, Chemnitz und selbst in kleineren Orten wie Potschappel u. s. w. Auch die Mitglieder vieler heruwziehenderTiroler Musikkapellen" find Tschechen. Im Allgemeinen ist diese fremde, für Wohlthaten undankbare, gegen alles Deutsche feindliche Bevölkerung hier wenig beliebt. Sie wird mit Nachsicht ertragen, wie sie von den Behörden geduldet wird. Aber es unterliegt keinem Zweifel, daß ein schärferes Vorgehen der sächfischen Regierung gegen diese fremden Staatsangehörigen hier höchsten! einige socialdemo- kratische Phantasten erregen würde. Wir wiffen, daß die sächsische Regierung nicht daran denkt, ohne sehr triftige Gründe von ihrem Answetsungsrecht Gebrauch zu machen. Aber Graf Thun soll nicht vergessen, daß bisher allein in Sachsen viele Tausend Tschechen anstandslos geduldet find, obgleich man weiß, welche unversöhnliche politische Feindschaft sie selbst gegen ihre Gastfreunde hegen.

Die MünchenerAllgemeine Zeitung" meldet: Der Großherzog von Baden wird zum Besuch des Prinz­regenten am Montag Abend 7 Uhr in München eintreffen. Am 13. December findet Nachmittags 4 Uhr Festtafel und Abends ?Vi Uhr Festvorstellung im Hoftheater statt. Die Abreise des Großherzogs wird am 14. December erfolgen.

Internationaler Postverkehr. vom 1.Ja­nuar 1899 an treten im internationalen Postverkehr ver­schiedene Aendernngen ein. Die wesentlichsten find: die Er­höhung des Meistbetrages für Postanweisungen von 500 Frei, auf 1000 Frei, die Ermäßigung der Postanweisungsgebühr für Teilbeträge über 100 Fres. die Zulassung der Nach- sendungen von telegraphischen Postanweisungen von einem Ver­einslande nach einem anderen,- die Erhöhung des Meistge- wtchts für Waarenproben von 250 auf 350 Gramm; die Zu­lassung von Waarenproben mit GlaSsachen, Flüsfigkeiten, fetten und abfärbenden Stoffen nach sämmtlichen Vereins- ländern, sowie von Postkarten, auf deren Bortersette Vignetten und Recklamen angebracht find, unter der Voraussetzung, daß die Deutlichkeit der Adreffe nicht beeinträchtigt wird- die Zu- laffang von Nachnahme auf Einschreibbriefen, Briefen und Kästchen mit WerthAngabe und auf Postpacketen bis zum Höchstbetrage von 1000 Fres. statt, wie bisher von 500 Frei., die Festsetzung des Höchstbetrages des Schadenersatzes für Postpackete auf 25 Fres. ohne Rückficht auf daS Gewicht im Verkehr zwischen denjenigen Ländern, die Postpackete bis fünf K logramm zutaffen- die Erweiterung der Raumgröße für Postpackete im Verkehr mit einzelnen Landern.

Deutsche Colonien in Rußland. Der Fürst SchachowSkoi veröffentlicht imOdäffki Listok" folgende Characteristik über deutsche Colonien im Bachmutschen und Slawianoßärbschen Kreise. Beim Reisen durch diese beiden Kreise begegnet man oft Dorfschaften, die sich durch ihre Sauberkeit auszeichnen. Die kleinen Häuser sind hübsch und gefällig, mit sauberen Zäunen versehen, und die Straßen der Dörfer sind breit und gut gehalten. Das sind deutsche Colonien. Diese Colonisten wohnen schon seit langer Zeit in den Grenzen des Jäkatärinoßlawschen Gouvernements, wo Viele bewegliches Eigenthum besitzen. Sie erfüllen streng und gehorsam die gesetzlichen Vorschriften, vertragen sich mit der russischen Bevölkerung sehr gut, und bei alledem haben diese Deutschen auf eine erstaunliche Art alles Deutschnationale und selbstverständlich auch ihre Sprache erhalten. Ganz un­bemerkt haben sie allmählich verbefferte Maschinen, einen guten Viehbestand und besonders gute Pferde angeschafft, woran in dieser Gegend ein Mangel herrscht. Auch ihre Bodencultur ist eine ganz andere, wie in den gewöhnlichen russischen Dörfern. Dank der sich immer mehr in dieser Gegend entwickelnden Berg- und Metallindustrie haben es die deutschen Colonisten verstanden, noch viel wohlhabender zu werden und gestcherter dazustehen, als ihre Landsleute im Taurischen Gouvernement.

Coloniales. DerDaily Chronicle" erfährt ans Kamerun, Anfang November sei rine 100 Mann starke deutsche Expedition unter der Führung des Gouverneurs v. Puttkawer und vier deutscher Olfiziere nach dem Saugha abgegangen. Sie soll diesen Theil der Hinterlandes von Kamerun erschließen und Handelsbeziehungen mit den Ein­geborenen Herstellen. ,

Gesellschaft Süd -Kamerun. Im Bureau derNorddeutschen Bank" in Hamburg ist gestern dieGe­sellschaft Süd Kamerun" gegründet worden. Der Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. DaS GesellschaftS-Capital beträgt 2 Millionen Mark. Die Gründer find die Discontogesell- schäft in Berlin, die Norddeutsche Bank, die Firma Hardy u. Hinrichseu, die Firma C. Woermanu und Dr. Scharlach in Hamburg, sowie die Societä anonyme beige pour le commerce du Haut-Congo, die Compagnie du Congo pour le commerce et lindustrie, die Soci6t6 Gönerale pour favoriser lindustrie nationale, die Banque de Bruxelles, 8- M. Philipsou, Balser u. Cie., Oberst Thy» und Hippolyte LippenS, sämmtlich in Brüssel. DaS Direktorium der Ge­sellschaft besteht aus den Herren Mox Schinkel, Adolf Woer- mann, Sigmund Hinrichseu, Dr. Scharlach in Hamburg, Graf Sholto DonglaS in Berlin, Geh. Justizrath Robert Effer in Köln, Oberst THHS, Cousnl Franz Philipsou, Bürger­meister a. D. Hippolyte Ltppens und Alexander Delcommnne, sämmtlich in Brüssel. Den Vorsitz sührt Dr. Scharlach, stellvertretender Vorsitzender ist der Generaldirektor der Congo-Eisenbahn, Oberst THYS aus Brüssel. Der Zweck der

Gesellschaft ist die Erschließung del Südens der deutschen Colonie Kamerun. Die8ociet6 anonyme beige pour le commerce du Haut-Congo, welche zwei Anlagen auf dem deutschen Gebiete hat, tritt diese der neuen Gesellschaft ab, sodaß letztere, sobald die Genehmigung des Reichskanzlers ertheilt ist, in einen wohlorganisirten Betrieb eintreten kann.

Wien, 9. December. Im Abgeordnetenhause wurde heute die bereits angeküudigte Vorlage betreffend die Verlängerung deS Status quo mit Ungarn bis Ende Juni 1899 eiugebracht. Der Abgeordnete Hoffmann von Wellenhof gab im Namen der deutschen Bolkspartei, Dr. Groß im Namen der deutschen Fortschrittspartei eine Erklärung ab, daß, solange die berechtigten Forderungen der Deutschen nicht erfüllt und insbesondere die Sprachen-Verordnung nicht zurück­gezogen werde, die Berathuug aller Regierungs vorlagen, an deren Zustandekommen der Regierung etwas gelegen sei, ver­hindert werden soll.

Paris, 9. December. Seine vorläufige Entscheidung in der Picquartfrage hat der Cassation» Hof also gefällt, und zwar zu Gunsten PicquartS. Der Gerichtshof erklärt in seinem Urthetl, er sei, da ihm die militärischen Acten nicht vorlägen, noch nicht genügend unterrichtet, um von Grund aus über den Rekurs Picquarts zu entscheiden. Er beschließt demnach, die Acten des Kriegsgerichts einzu­fordern, und beauftragt den Staatsanwalt, diesen Beschluß dem General Zurlinden zuzustellen mit der Angabe, daß innerhalb 15 Tagen vom Tag der Zustellung an der mili­tärische Dossier auszuliefern sei. Zur gleichen Frist werden der civile und der militärische Untersuchungsrichter gehalten, ein Memorandum einzureichen. Zugleich ordnet der Caffa- tionshof die Unterbrechung beider gegen Picquart schwebender Verfahren an bis zur endgiltigen Entscheidung des Rekurses. Je nach ihrem Parteistandpnnkte beschäftigt fich die Pariser Preffe lebhaft mit dem Erkeuntniß. Die nationalistischen Blätter greisen den Caffationshof aufs Schärfste an und er klären, er sei offenbar entschlossen, eine Art Gerichtsdictatur auSzuüben und sich im Kampfe gegen das Heer an die Spitze zu stellen. Die republikanischen Organe dagegen sagen, die durchaus legale Entscheidung deS CaffationshofeS sei da! einzige Mittel, um eine Beruhigung der Gemüther herbei- zuführen. Zur Sache verlautet noch, Labori werde un­verzüglich vom CaffationShofe ober von dem Zuchtspolizei­gericht die Freilaffuug Plcquart» verlangen, welcher von der Civtljastiz nur zeitwillig der Militärgerichtsbarkeit überlaffen worden sei.

* Spanien und Nordamerika. Die spanische Regierung hat fich entschlofirn, die Berathuug der Pariser Frieden»- confer en z zu beendigen, da jede Verhandlung über die Nebeufragen unmöglich sei, nachdem die amerikanischen Be­vollmächtigten fich geweigert haben, der Einleitung einer internationalen Untersuchung über die Explofion derMaine" zuzustimmen. In dem FriedcvSvertrage, der in der Donners- tagssitzung völlig fertiggestellt ward, ist über die Uebernahme der cubanischen Schuld nicht» enthalten. Für die Abtretung der Philippinen, wo fremde Staaten mit Ausnahme der spanischen nicht Me Zoll-Vortheile der amerikanischen genießen sollen, ist eine Entiuzadtgung von 20 Millionen Dollars fest­gesetzt. AuSgeschieden wurde die Karolinensrage, weil beide Theile mit Rückficht auf die Interessen eine« kauflustigen Fremdstaate» e» angeblich vorzteheu, darüber gesondert zu unterhandeln. Für die Genehmigung de» Vertrages durch die Parlamente beider Länder ist eine Frist von 6 Monaten vereinbart. Der von den spanischen Vertretern am Schluß der Sitzung verlesene Einspruch lautet:Wir find weniger getroffen durch die uns auf erlegten Zugeständnisse, al» durch die in der Botschaft des Präsidenten Mac Kmleh uns zu­gefügte Beschimpfung. Wir erheben von Neuem Einspruch gegen die Anklage bezüglich derMaine". Wir wiederholen unseren Vorschlag, die Frage einer internationalen Cowmtsfion von Deutschen, Engländern und Franzosen zu unterbreiten, um die Verantwortlichkeit für die Catastrophe festzustellen." Doch wiesen, wie schon in der zwei Tage vorher abgehaltenen Sitzung, die Vertreter der vereinigten Staaten den Vor­schlag aufs Neue zurück, da ihnen nicht damit gedient ist, eine ihnen unbequeme Wahrheit etwa ans Licht kommen zu taffen. ,/Tägl. Rundsch."

Türkei. Die Ernennung de» Prinzen Georg von Griechenland zum Ober Commifiär von Kreta wird von der rusfischeu Preffe al» Sieg der russischen Orient-Politik bezeichnet, welcher da» Ansehen Rußland» unter den orien­talischen Christen mächtig heben dürste. DieNowoje Wremja" meint, dem Beginnen Rußland» sei e» gelungen, Kreta endgiltig zur Ruhe zu bringen und einen den Welt­frieden bedrohenden Factor verschwinden zu machen. Die Freundschaft zwischen der Türkei und Rußland könne dadurch nur eine Stärkung erfahren, weil die Uneigennützigkeit Ruß­land» außer Zweifel stehe. Die christliche Welt de» Orients aber werde in Rußland mehr als je ihren natürlichen Be­schützer erblicken. Diese Bemerkung enthält natürlich eine gewisse Spitze gegen Deutschland. In türkischen Kreisen dürste man übrigen» betreff» der Uneigennützigkeit Rußlands etwas anderer Meinung sein, als jene» Petersburger Blatt. Unliebsam wird man e» in Konstantinopel auch empfinden, daß zufolge neueren Beschlusses der Admirale die ortomanische Flagge nur auf der kleinen, ausschließlich von Mohammedanern bewohnten Insel Suda, an der Mündung de» gleichnamigen Hasen», gehißt werden, in allen Städten dagegen nur die Fahne der Autonomie wehen soll. Diese soll ein weiße» Kreuz auf blauem Grunde haben, mit einem kleineren weißen Kreuz auf rothem Grunde in der linken Ecke. Da» soll eine Bereinigung der türkischen und griechischen Farben sein, allein die Mohammedaner werden fich weigem, unter dem Kreuz zu dienen. Die Ankunft de» Prinzen Georg in der Suda- Bai wird am 18. d. M. stattfinden. Au» Schonung für die Empfindlichkeit de» Sultan» soll der Prinz auf der

griechischen DachtAmphitrite" nur bi» zur Insel Mila fahren, dort aber da» französische Flaggenschiff besteigen. Man hofft in den ihm wohlgefiunten Kreisen, daß er durch gewinnende» Wesen, wie durch seine einem Naturvolke be­sonder» Achtung einflößende große körperkrast fich die Sym­pathie der Kreter erwerben werde, unter denen übrigen» der mohammedanische Bcstandtheil, und zwar gerade der woh'- habcndere, durch massenhafte Auswanderung immer mehr abnimmt.

Chinesisches.Da Zeitungen nur dazu dienen, die Mafien aufzustacheln, die gegenwärtige Ordnung der Dinge umzustoßen und die Zeitungsschreiber der Hefe de» literarischen Stande» angehören, kann au» dem Weiterbestehen solcher ge­fährlichen Werkzeuge nicht» Gute» ersprießeu. Wir befehlen hiermit deßhalb die vollständige Unterdrückung und da» Auf­hören aller bisher im Reiche erscheinenden Zeitungen, die sämmtlichen Herausgeber und Redacteure find zu verhasten und mit der schärfsten Strenge des Gesetzes zu bestrafen." Da» ist der Wortlaut der unter« 9. Octobtr d. I. erlassenen Verfügung derKaiferiu Tze-Hst, wodurch 56 chinesische 8 eit nngen betroffen wurden. DieStrenge des Gesetze»" heißt, ans dem Chinefischen ins Deutsche übersetzt, der Strang, und zwar nicht allein für die unglücklichen Zeitungslente, sondern nach dem üblichen Verfahren in China, für die ge­lammte Verwandtschaft des Betreffenden, bis in den nennten Grad hinein. Der Redacteur desChinefischen Fortschrittes", Liang, batte fich rechtzeitig in Sicherheit gebracht, dafür find seine Pfl'gemutter, Taute, seine Onkel, Brüder und Neffen ins Gesängniß gesteckt. Utbrigen» gelingt es der Kaiserin nicht, das gedruckte Wort ganz aus "ihrem Reiche zu ver­bannen, denn über die in Händen von Ausländern befind­lichen Zeitungen hat fie keine Machtbescigniß und ihnen nur einstweilen eine gute Reclame gemacht.

Ahrszn- aus den StarrdesaintOregrftern

der Stadt Gieße».

Aufgebote.

December: 7. Carl August Robert Wtndtsch, Etscndreher zu Gießen, mit Luise Katharine Schul zu Btedenkops-LudwigShütle. 7 Oscar Netnbold Carl Grauer, Dorarbeiter dahier, mit Elise Wagner Hierselbst.

Ehefchlietzuugerr.

December: 3. Carl Theokor Heinrich Bourgeois, Buchbind'r dahier, mit Anna Margarethe Elisabeth Katharine Phtlipptne Luise Rinn Hierselbst. 3. Johannes Hermann Leyerzavf, Schlosser dahier, mit Anna Maria Elisabeth Arnold hierselbst. 3. Karl Otter, HilsS- bremser dahier, mit Katharine Adolph hierselbst. 3. Johanne» Brandau, Schneider dahier, mit Anna Katharine Htsgen hierselbst. 6. Johann Conrad Mankel, Privatmann dahier, mit Anna Marga­rethe Bechtold, geb. Hartmann, Wtttwe von Taglöhner Georg Bechtold hierselbst.

Geborene.

November: 26. Dem Taglöhner Friedrich Jeschke ein Sohn. 30. Dem Sergeant Arthur Hermann Otto Günther eine Tochter, Elisabeth Gertrud Wilhelmine. December: 3. Dem Pofthilfsboten Johann Emig ein Sohn. 8. Dem Maurer Konrad SpieS eins Tochter, Elisabeth Helene.

Gestorbene.

December: 2. Philivv Koch, 76 Jahre alt, Schmied dahier. 5. Elisabethe Margarethe Eifert, 5 Jahre alt, Tochter von KretS- pfandmeister Heinrich Eifert zu Grünberg. 6. Prter Schweizer, 49 Jabre alt, Bergmann von Hordorf. 7. Magdalena Hinkel, geb. Fries, 43 Jahre alt, Krankenpflegerin dahier. 8. Heinrich Zecher, 73 Jahre alt, Taglöhner von Staufenberg, KreiS Gießen.

Auszug aus den Aircherrbüchern der Stadt «Sieben.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

MatthäuSgemelnde.

Den 3. December. Johannes Brandau, Schneider zu Gießen, und Anna Katharine Hisgen, Tochter von Johann Georg HiSgen zu Lich.

Den 4. December. Johannes Hermann Leyerzapf, Schlaffer - meister zu Gießen, und Anna Marie Elisabeth Arnold, Tochter de» verstorbenen Küfermetsters Johanne» Arnold zu Gießen.

Markuögemeindr.

Den 4. December. Karl Theodor Bourgeois, Buchbindermeister zu Gießen, und Anna Margarethe Elisabeth Katharine Phtlipptne Rinn, Tochter des verstorbenen Schuhmachermeisters Ludwig Rinn zu Gießen.

Den 6. December. Johann Konrad Mankel, Privatmann, ein Wittwer, und Anna Margarethe Bechtold, geb. Hartmann, Wiitwe des Taglöhnerö Johann Georg Bechtold zu Gießen.

JohanneSgemeinde.

Den 3. December. Carl Otter, Hilssbremser zu Gießen, und Katharina Adolph, Tochter des verstorbenen Schreiners Johann Adolph II. zu Klein-Linden.

Den 7. December. Wilhelm Göbels, Kaufmann zu Frankfurt am Main, und Juliane Moritztne Amalie Emilie Haustein, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Johannes Hanstetn zu Gießen.

Getaufte.

Matthäusgemetnde.

Den 4. December. Dem Eisenbahnschaffner Georg Emil Baum eine Tochter, Margarethe Lina, geboren den 10. November.

Denselben. Dem Bahnarbetter Karl Nolte eine Tochter, EmUie Marie, geboren den 29. October.

Markusgemeinde.

Den 4. December. Dem Babnarbeiter Ludwig Stork eine Tochter, Karoline Johanna Anna, geboren den 3. November.

Denselben. Dem Kaufmann Georg Herbordt ein Sohn, Georg Hans Stephan, geboren den 11. November.

Denselben. Dem Karousselbesttzer Rudolf Winter eine Tochter, Wilhelmine Emilie Anna, geboren den 20. October.

LukaSgemeinde.

Den 4. December. Dem Schlaffer Louis Größer ein Sohn, Wilhelm, geboren 2. November.

Denselben. Dem Oberkellner Heinrich Fett ein Sohn, Heimich Jakob, geboren den 15. November.

JohanneSgemeinde.

Den 4. December. Dem Fabrikarbeiter Johannes Funk ein Sohn, Hermann Wilhelm Dietrich Johann, geboren den 21. Novbr.

Denselben. Dem Arbeiter Christoph Wetz eine Tochter, Marga­rethe Elise, geboren den 18. October.'

Den 9. December. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Alfred, geboren den 3. December.

Beerdigte.

LukaSgemeinde.

Den 4. December. Philipp Koch, Schmied an der Main- Weser-Bahn, 78 Jahre alt, starb den 2. December.

Den 9. December. Magdalme Htnkler, 43 Jahre alt, starb dm 7. December.