Ausgabe 
11.12.1898 Erstes Blatt
 
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Abends bildete die Neuwahl bei Vorstandes für dal Jahr 1899. Derselbe setzt sich zusammen aul Stadtbaumelster Schm and t (Borfitzeuder), Gymnasiallehrer Dr. Neßling (Stellvertreter), Kaufmann Fritz Kühn (Kassirer), PostsecretSr Haubach (Schriftführer), Realgymnafiallehrer H e d d e r t ch (Bibliothekar) und Fabrikaut Adolf Zurbuch (Beisitzer). Möge der Verein auch im neuen Jahre blühen und gedeihen!

* Sin bedauerlicher Unfall, dem ein junge! Menschen­leben zum Opfer fiel, ereignete sich gestern in Okarben. Ja einer Brennerei wollte ein Arbeiter in dem noch heißen K fiel einen Mißstand beseitigen, konnte aber infolge der H tze die AulzangSöffüuag nicht erreichen, weßhalb ein zweiter Arbeiter in den Riffel stieg, um Hilfe zu leisten. Beide wurden derart verbrannt, daß sie tu die hiesige Klinik gebracht werden mußten, wo der eine auf dem Transport den Verletzungen erlag.

Fernsprechverkehr. Dom 15. December ab wird bet Gesprächen tm Fernverkehr, welche dadurch nicht zu Grande kowmm, daß der gewünschte Thetloehmer, sei el wegen zeitweiliger Abwesenheit, sei el wegen gestörter Leitung, nicht za errufen ist, der gerufene Theiluehmer von dem erfolgten Aufruf durch die Anstalt, an welche er äuge- schloffen ist, benachrichtigt. Diese Benachrichtigung erfolgt unentgeltlich.

bteivbach, 9. December. Heute feierte der an der hiesigen Gerne udeschule seit fast 40 Jahren wirkende Lehrer Habermann die Bollrudung ftinrl 70. Leb en ljahrel. Bon nah und fern waren dem Jubilar, welcher sich einer seltenen geistigen Rüstigkeit erfreut und drffeu körperliches Leiben mit GotreS Hilf; wohl bald geheilt sein wird, Glück« wünsche bargrbracht worden. Auch die Gemeinde selbst harte el sich nicht versagt, dem um daS Grmrtudewohl so verdienst­vollen Manne au seinem Ehrentage ihre Mitfreude aulzudrücken. An der Spitze del zur BeglückDÜaschung fast vollzählig er­schienenen Grmeinderaths überreichte Herr Bürgermeister Krämer ihm ein Exemplar vonBiSmarckS Gedanken und Erinnerungen", indem gleichzeitig der hiesige Gesangverein ^Eintracht", dem der Jubilar lauge Jahre als Dirigent vor- gestandeu hatte, ihm ein Ständchen brachte. Mögen dem­selben noch lange Jahre ungetrübten Erden- und FamUten- glück! beschiedeu sein.

Srüuberg, 8. December. Der Beigeordnete unserer Stadt, Herr Jacob Henuricy, hat diese! Amt au! Gesund- heitlrLckstchteu nie der gelegt, so daß demnächst eine Neu­wahl vorzunehmeu sein wird. Verursacht durch die lang- anhaltende Trockenheit im Spätsommer und Herbst, herrscht schon seit Wochen in verschiedenen Ortschaften unserer Gegend, namentlich in den nördlich von unserer Stadt gelegenen Orten ReiuhardShetn, Beltershain, Stangenrod u. a. großer Wassermangel. Die Sammelbehälter, die in der Regel da! für da! Vieh und zu WtrthschaftSzwrcken uöthtge Waffer liefern, find vollständig geleert, und so müffeu die Leute oft in benachbarten Ortschaften ihren Bedarf decken. Auf dem zwischen hier und Beltershain gelegenen Warthof versagt jetzt sogar der vom Besitzer vor wenigen Jahren mit bedeu­tendem Kostenaufwand angelegte au 30 Meter tiefe Brunnen, ebenso ist der tu der Nähe de! Hofes befindliche Teich schon fett October leer. Ern solcher Waffermaugel tu dieser Jahreszett ist den Leuten kaum erinnerlich- im trockenen Sommer 1893 herrschte eine ähnliche Calamttät.

X. Darmstadt, 9. December. Für dal Fach der Naiven am Ho st Heater ist, da Frl. Walthers Weggang nun ein­mal beschlossene Sache ist, Frl. Albrecht vom Sradttheater tu Hall-, (rrotz der Einwendungen der gründlichen Kritik) eugsgtrt worden. Heute sitz'e Herr Han! Schwartze vom Residenz Theater in Wiesbaden in der Titelrolle von MosersVeilchens ress er", dem noch heute bezüglich setner Wirkung unverwüstlichen Stücke, sein auf Eagagement ab- zielende! Gastspiel fort. Auch in dieser sehr dankbaren Rolle zeigte der Gast große Bühnrnroutiue und Sicherheit, aber die Verkörperung der Figur litt unter dem Mangel an Temperament und Wärme und die Wirkung war auf da! Publikum, weuigstenl den lttterarisch gebildeten Thetl des« selben, dementsprechend- auch die nur mittelgroße Statur und da! nicht besonder! modu ationlreiche Organ waren einer vollen Wirkung hinderlich.

Darmstadt, 9. ®tctmber. Den Hauptgegenstand der Besprechung auf dem am 12 d. M. in Offenbach adzuhalten- den hessischen Städtetage sollte die Regelung der Gehalte der städtischen Lehrer bilden. Nun hat fich durch private Briprechungen die Unmöglichkeit ergeben, einheitliche, für alle S.äote allgemein gültige Grundsätze anfzustellen. Es find daher die Bürgermeister Gaßaer-Mainz, Morneweg- Darmstadt und Köhler-WormS der Ansicht, daß eine Ver­handlung Über diesen Gegenstand ans dem Städtetag gar keinen praktischen Zweck habe und deshalb am besten ganz unterbliebe. Daß dadurch die Regelung der Lehrer-Besol- dunglsrage verzögert oder gar v:rhtudert würde, davon sei keine Rede. Daß die Städte in der allernächsten Zeit die Lösung dieser Frage unternehmen, sei ganz sicher. Wahr­scheinlich wird übrigens, da die Sache nicht von der Tages­ordnung abgesetzr ist, eine Aussprache darüber doch erfolgen.

Lorsch, 8. December. Die diesjährige Tabaklernte ist sehr schlecht ausgefallen und wurden nut Preise von 25 bis 33 Mark p>o Centner erzielt- schon im letzten Jahre haben viele Pflaozer twm Tabaksbau Abstand genommen. Während Jahre 1897 noch 800 Morgen gebaut wurden, waren el 1898 nur noch 300 Morgen, ob aber im Jahre 1899 diese 300 Morgen wieder bestellt werden, ist sehr fraglich, da die Pfirnzer in Folge der M ßernten, hohen Steuern und den heradgedrückten Tabakpreisen total verstimmt find.

Mainz, 3. Dtcrmber. Soeben ist der Rechenfchaftl- Bericht oer städtischen Verwaltung für dal Rech- uungljahr 1897/98 tm Druck ferliggestellt worden. Daraus ist zu ersehen, daß sich die Emvahmen auf 6071227,33 Mk., die Aulgaben auf 5865667,35 Mk. belaufen haben, mithin fich ein Reinüberschuß von 215 559,98 Mk. ergeben hat.

Xms bew V&* Me Litt.

Vor 115 Jahren, am 11. December 1783, wurde in Tilsit der Dichter Max von Schenkendorf geboren. Er nimmt unter den Sängern der Befreiungskriege eine rühm­liche Stelle ein und war begeistert für des deutschen Volkes Vergangenheit und Zukunft. Zu seinen schönsten Liedern gehört das Landsturmlted. Der Dichter starb am Tage der Wiederkehr seines Geburtstages, am 11. December 1817 in Coblenz.

Vor 28 Jahren, am 12. December 1870, ergab fich die Festung Pfalz bürg in Lothringen den deutschen Truppen. Die Stadt selbst ging in einem elenden Zustande in die Hände der Deutschen über, denn viele Häuser waren Schutt- und Brandstätten, und ein großer Theil der Einwohner war von Armuth und Krankheit heimgesucht.

Schwurgericht.

W. Gießen, 9. December 1898.

Schluß der Verhandlung gegen den 36 Jahre alten ver- heiratheteu Maurer Lout! Schwing, gegen den 35 Jahre alten Maurer Hetnrich Philipp Momberger und gegen den 34 Jahre alten Arbeiter Georg Knapp, sämmtlich aul Kohden. Die Anklage ist auf Meineid bezw. Anstiftung zu diesem Verbrechen gerichtet. W

Der Angeklagte Hornberger erklärt, dem Rtchter ge­sagt zu haben, er sei verschwägert mit Knapp. Trotzdem sei er nicht darauf hingewie'en worden, er könne sein Zrugniß verweigern, er sei auch vereidetwordeu. Er will an dem Tage, wo die Währum von seinem Schwager geschlagen sein soll, nicht gesehen hoben, daß biejei die Sandkaute verlassen, er will auch kein Gewimmer gehört haben. Richtig sei, daß er er­fahren, daß die Währum von seinem Schwager Knapp ge­schlagen wurde, und daß er und seine Mitangeklagten überein gekommen seien, es solle nicht! rau! kommen. Schwing habe den ersten AnlaF dazu gegeben, und habe dieser und er ver­einbart, zusammen zu halten, damit nicht! rau! komme. Knapp war bei der bezüglichen Vereinbarung dabei und war damit zufrieden, ob derselbe ihn etwa zu der Vereinbarung ermuntert oder veranlaßt, kann Momberger nicht sagen. E! ist öfter über die Sache gesprochen worden, und hat Schwing besonders Jedem, der in die Grube kam, erzählt, es sei nicht wahr, wenn die Währum behauptet, er könne, wenn die Sache vor Gericht komme, da! Gegentheil beschwören. ES sei keines Falles vereinbart worden, wa! man eveutl. bei Vernehmungen aulsagen wolle. Die erste Vernehmung fand vor dem Bürger­meister in Kohden statt. Schwing wurde zuerst vernommen, und machte sein Protokoll, dies wurde ihm vom Bürgermeister vorgelesen und von ihm genehmigt.

Der Amtsrichter Earl Römheld, der s. Zt. die Ver­handlungen gegen Knapp all Borfitzender vor dem Schöffen­gericht geleitet, erklärt, er glaube, den Momberger gefragt zu haben, wie er alle Zeugen frage, ob er mit dem Ange­klagten verwandt sei- hätte dieser erklärt, verschwägert mit Knapp zu sein, dann hätte er denselben unvereidet vernommen. Die Zeugen find damals vor Meineid verwarnt, in der elften Verhandlung find beide Angeklagte Momberger und Schwing auch vereidet wordeu, während in den weiteren Terminen diese fich auf den früher geleisteten E d bezogen.

AufBefragen erklärte Herr Amtsrichter mH eld, el könne ja möglich sein, daß Momberger! Angabe, er sei der Schwager Knapps, von ihm übnhört worden, doch glaube er dies nicht.

Nach dem Protokoll über jene Verhandlung vor dem Schöffengericht Nidda kann Momberger sein verwandtschaft­liches verhältnih zu dem damaligen Angeklagten Knapp nicht angegeben haben. Die ProtäEollführer an! den drei Sitzungen bestätigen den Inhalt der Protokolle über die bett. Verhand­lungen, darin ist allerdings von einem verwandtschaftlichen Berhältniß Momberger! zu dem Knapp keine Rede.

Die Wtttwe Juliane Währum von Ober-Widderl- heim schildert, wie fie von Knapp mit dem Schippenstiel so mißhandelt worden, daß dieser davon gesprungen war. Als fie mit dem Gärtner Möser au! der Grube kam, standen auch die Frauen Rad und Blum dort. Die Zeugin bemerkt, sie habe den Vorgang in Nidda vor Gericht erzählt und be­schworen und daraufhin habe man fie tnl Gefängniß gesetzt.

Nach Vernehmung weiterer Zeugen läßt RechtSanwalt vr. Jung durch den Borfitzenden constatiren, daß sein Client, der Angeklagte Knopp, in dem Verfahren vor dem Niddaer Schöffengericht weiter Nicht! gethan hc-t, wie in Abrede ge­stellt, daß er die Wittwe Währum geschlagen habe.

Die au die Geschworenen gerichteten Schuldstagen lauten: Wegen bei Angeklagten Schwing auf Meineid in drei Fällen und ob eventuell die Gtrafthatrn ein fortgesetztes Verbrechen darsttllen- wegen de! Angeklagten Momberger werden erstens dieselben Frag n wie im Fall Schwing an die Jury gestellt, und ferner die Mtlderunglfrage: Hat Momberger zu Gunsten einer Person feine vorsätzlich falsche Aussage erstattet, rück- sichtlich deren er die Aussage verweigern konnte, ohne vorher Über diese! Recht belehrt zu sein? Hat Momberger den Schwing zum Meineid angestiftet oder liegt nur Beihülfe zu dem verbrechen, welche! Schwing begangen, vor. Wegen de! Angtklagen Knapp lauten die Schuldfragen auf Anstiftung znm Meineid oder eventuell auf Beihülfe -n dem Verbrechen del Schwing. Die Jury hat fich im Einzelnen mit der Be­antwortung von 15 Fragen zu beschäftigen.

Der Vertreter der Staatlbehörde, GerichtSaffeffor Dr. Bopp plaidirte gegen Schwing und Momberger auf Schuldig bei verbrechen! bei vorsätzlich begangenen falschen Eibe!. Betreff! bei Angeklagten Momberger bitte er die Geschworenen auch die Milderungsfrage, daß jener wegen der Verweigerung setner Aussage gegen seinen Schwager Knapp nicht belehrt sei, ebenfall! zu bejahen.

I Justizrath Batst erklärte, er bitte wegen seine! Clienten ganz de« Anträge de! Staatlauwalt! gemäß die Schuldfrage zu bejahen.

Rechtsanwalt Rosenberg, der vertheidiger bei Mom­berger, plaidirt für diesen Angeklagten wegen eine! N cht- schuldig betreff! der Anstiftung, sowie auch betreff! der Bei« Hilfe zu dem von Schwing geleisteten Meineid.

Rechtlanwalt Dr. Jung legt in einstündiger Rede bra Geschworenen dar, daß der Angeklagte Knapp, der feige Schuld entschieden bestreitet, und auch von Anfang an in ollen Pro­tokollen bestritten hat, freizusprechen sei, der Anstiftung bei Meineid! wegen sowohl, wie auch der Beihilfe zu diese« verbrechen.

Nach erfolgter Rechtlbelehrnng ziehen fich die Ge­schworenen zu einer */, stündigen Berathung zurück, worauf deren Obmann Psstsecretät Meyer-Gießen den Wahrspruch wie folgt verkündet: Der Angeklagte Schwing ist schuldig de! Meineidei. Der Angeklagte Momberger ist schuldig bei Meineide! unter Bejahung der gestellten Mtlderunglfrage und schuldig der Beihilfe zu dem vom Angeklagten Schwing begangenen Verbrechen. Der Angeklagte Knapp ist ebenfalls schuldig der Beihilfe bei vom Angeklagten Schwing begangene» Verbrechens.

Da! Gericht erläßt Urtheil, daß Schwing und Mo«, beiger zu je 2 Jahren Zuchthaus zu verurtheilen seien unb den Ersteren noch die vom Ankläger beantragte Nebenstrafe unb die dauernde Aberkennung der Eibelfähigkeit zu, treffen hat. Der Angeklagte Knapp wird zu einem Jahre 3 Monate» Gefängniß vernrthetlt.

Eingesandt.

Stelle«, den 10. December 1898.

Eine gestrige Annonce imGießener Anzeiger" macht auf die schlechte Passage auf dem Wege nach Heuchelheim aufmerksam. Mit Recht wendet sich der EinsenderEin Menschenfreund" an die Stadtvertretung und bittet um Abhilfe. Diesen Herbst wurde die Wafferleitung bis zum Feldschlößchen gelegt, warum hat die Direction des Gas- und Wafferwerks nicht gleich 2 bis 3 GaSlate»nen an­bringen lasten? Es ist dringend nothwendtg, daß in Anbetracht des starken Verkehrs und der Bteberthalbahn baldigst Abhilfe geschafft wird sowohl im Beleuchtungsfache al« auch durch Best-.rung bei WegeS. Warum werden in anderen Stadttheilen Trottoirs angelegt und im westlichen Viertel so wenig für Verbefferung der alten Wege gethan? Betrachtet man die Mardurgerstraße mit dem Viertel über der Lahnbrücke. O, welcher Unterschied, trotz gleicher Belastung im städttschm Haushalt.

ein täglicher Passant ver Rovheimer Straße.

Brodpreife

vom 11. bis 25. December 1898.

Der hiesigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......28 Pfg.

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......56 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......26 ,

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......52 .

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......24 r

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot».....48 ,

2 (4 ) in der Köln. Consnm-Anstalt 39

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot»......72 ,

Der anlwärtigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Stetnmüller, Gr.-Linden 24 Pfg. L. Schmidt, Gr.-Lindm 24 , W. Weitzel von Lang-Göns 24 W. Fabel von Wteseck 24 E. Post von Wtefeck 26

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Velte v.Ktrchgöns 46 , L. Schmidt (Großen-Linden) 48 L. Stetnmüller, Gr.-Ldtden 48 , W. Weitzel von Lang-Göns 48 Wtlh. Fabel von Wteseck 48 , E. Post von Wtefeck 52 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot» beiW. Stetnmüller, Lang-GönS 22 , L. Schmidt, Großen-Linden 22 , W. Weitzel von Lang-GönS 22 ,

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Joh. Kd. Veste v. Kirch-Göns 42 W. Stetnmüller in Langgöns 44 , L. Schmidt Gr.-Linden 44 W. Weitzel v. Lang-Göns 44 L. Stetnmüller, Gr.-Linden 44 , C. Post von Wteseck 46 , G. Jacoby v. Alten-Buseck 46

8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei WLH. Fabel von Wteseck 66 , G. Jacoby v. Altm-Buseck 69 C. Post von Wteseck 70 , Ernst Christ von Wteseck 70

Der vrovverkänser.

Bet den hiesigen Brodverkäufern bestehen dteselbm Preise wie bei den hiesigm Bäckern.

Gießen, den 10. December 1898.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Muhl.

verkehr, Land, nnd Volk»»irth1chaft.

Gietzen, 10. December. Marktbericht. Auf dem heutige« Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. Jt 1.001.10, Hühnerei« per St. 710 2 St. 0000 H, Enteneier 2 St. 0000 H. Gänse«

eier per St. 1118 Käse 1 St. 58 Käsematte per St. 8 4 Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Pa« JL 0.000.60, Hühner per St. X 1.001.20, Hahnen per Stült X 0.901.40, Enten per St. X 1.802.50, Gänse per Pfrnü X 0.440.58, Ocksenfleisch per Pfd. 6874 Kuh. und Rindfleiss per Pfd. 4658 Schweinefleisch per Pfd. 6876 H, Schwein» fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 H, Kalbfleisch per Pfd. 6000 A. Hammelfleisch per Pfd. 5066 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 W 6.50 X, Weißkraut per St. 1020, Zwiebeln per Ctr. X 5.005.50, Milch per Liter 16

Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgen! bi! 2 Uhr Nack mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf ia Umherziehen nicht feilgeboten werden.

1500 Epileptische

und eine fast ebenso große Zahl anderer Wethnachtsgäste aller AN Geisteskranke, Krüppel, Waisen, Heimathlose in der Zion^ gemeinde bei Bielefeld hoffen in diesem Jahre abermals, eine Gabe der Liebe unter ihrem Weihnachtsbaume zu finden, und ein großem TheU hat Niemand auf Erden, der ihrer in Weihnachten flcbemU wenn es nicht Freunde sind, die für diese Armen und Kleinen gern Herz und Hand zu Weihnachten aufthun.

Für jede kleinste Gabe wttd von Herzm dankbar sein Bethel b. Bielefeld, Advent 1898.

U. v. Bodelschwingh, Pastor.