Ausgabe 
7.1.1898 Zweites Blatt
 
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Einnahme

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Ausgabe A

138025.60 Rest auS vorderen Jahren

12998.97 Stiftungscapitalien

An- unb Verkauf von Gebäuben und

42436.32 Grunbstücken

24 60 Erbauung gemeinheitlicher Gedände

23486.28 Erbauung von Straßen

200. Canalbauten

Erbauung eines Gaswerks

Erbauung eines Wasserwerks

Erweiterung bes Friebbof»

1679238 97 Capitalaufnahrne unb Rückzahlungen

1896410 74 Summe ber Vermögens Rechnung

HauptwiedrrholttNO.

1171856 95 Betriebs-Rechnung

1896410.74 DermögenS-Rechnmrg

3068267.69 Hauptsumme

Die Einnahme beträgt nach ber Rechnung

Ausgabe

Verglichen bleibt Ueberschuß und dieser besteht in:

1. Baarvorrath: A

a. für den Betrieb 81799.30

b. für bas Vermögen 320259.70

2. Vorlagen:

a. für ben Betrieb 1320.

b. für das Vermögen

12998.97

83199.59

13334.51

129237 55

517.45

77764 54

29660.94

3199 40 1201567.12 1551480 07

1087691.80 1551480 07

2639171.87

3068267.69

2639171.87

429095.82

402059.

1320.

3. Uquibirten Ausständen:

a. für ben Betrieb (ein­schließlich 35.47 A liquibtrteKirchensteuer) 1045 84

b. für bas Vermögen 24670.97

Summe wie oben (Fortsetzung folgt.)

25716.82

429095 82

Berlin, 3. Januar. Die gegen Profeffor An ton von Werner angestrengte Privatklage des iuternatio' «allen Genfer GastwirthSgehilfenverbandeS wegen Beleidigung des Kellnerstandes ist vom Amtsgericht abgewieseu worden. Das Organ des klagenden BerbandeSLUnion" bringt «och den näheren Bericht über den Vorgang und zugleich eine kritische Besprechung der Beschlußgründe deS Gerichts, aus denen Folgendes wiedergegeben sei. Profeffor Anton v. Werner hatte tu einer Rede über die neue Richtung in der modernen Kunst behauptet, daß auf dem Bilde des Franzosru Bäraudle chemin de la croixChristus vou modernen Pariser Kellnern, Freudenmädchen und andere» Gesindel begleitet würde". Die Ablehnung der Klage des BerbandeS nun ist zunächst deshalb erfolgt, weil nach An­sicht deS Gertchis kein zwingender Grund vorlag, die ange­griffnen Worteund andere- Gesindel" auf dieKellner" za bez'eheu. ES giebt allerdings die Möglichkeit einer solchen Beziehung zu, schenkt aber demgegenüber der Erklär­ung deS Beschuldigten vollen Glauben, daß er die Worte and anderes Gesindel" nicht auf die Kellner, sondern bloß auf die Freudenmädchen bezogen habe.Und dieser Bei- sicheruug glaubt dar Gericht ohne Wettere»", so bemerkt daS Fochblatt,trotz deS ausdrückltchen HtuwetseS unsere» Ber- tretet», daß auf dem dem Gerichte in photographischer Nach­bildung überreichten Bild sich gar keine Kellner vorfiodev, daß vielmehr Profeffor v. Werner in da» Bsraud'sche Bild, da» er mit der trüben Brille seiner akademischen Borurthetle betrachtet hat, nur Kellner hineingedichtet hat." DaS Ge­richt spricht ferner dem Verbände daS Recht zu klagen ab. DaS Beschwerdegericht hat zwar im ^Gegensatz zum Amts­gericht zugegeben, daß unter einer Lollectivbezrichnung unter Umständen sehr wohl eine Mehrheit einzelner Personen be­leidigt werden könne. Allein nach seiner Ansicht wird durch die gebrauchte BezeichnungPariser Kellner" weder der Kellnerstand als solcher, noch ein bestimmter einzelner Kellner, »och der Berbaud beleidigt. Bon dem Hinweis, daß der Genfer Verband auch in Frankreich und Parts eine stattliche Anzahl Mitglieder besitzt, habe daS Gericht anscheinend gar keine Notiz genommen. DaS Blatt fragt zum Schluß, ob wohl Profeffor v. Werner z. B. Schutzleute oder andere in der Taxirung deS grünen Tisches höher stehende Stäade mit Freudenmädchen und anderem Gesindel ebenfalls ungestraft in d'e gleiche Beziehung wie die Kellner hätte setzen dürfen?

* Aachen, 4. Januar. Im benachbarten Orte Birgden wurde ein 20jähriger Mensch verhaftet, der seine Mutter Wi vergiften suchte. DaS Verbrechen wurde rechtzeitig entdeckt.

Bremen, 3. Januar. Der Handluogsgehülfe Jacobi, der der Firma Reinhd. Badecker 93,000 Mark unter- |f djlagen hat, wurde in Nizza verhaftet. Dem Bet- «ehmen nach hat er jetzt plötzlich Aussicht, mit Einigen Spekulationen, die er mit einem Theil de» Geldes etnlettete, gut obzuschließen, sodaß das geschädigte Tabakhaus wohl noch daen Theil der unterschlagenen Summe wiedererhalten wird. Jacobi, der sehr sprachengewandt ist, wurde in London und Paris bemerkt. In Paris sah ihn sogar sein früherer Lehr- Herr, der allerdings noch nichts von der Unterschlagung ge­hört hatte. AIS Jackson, so nannte Jacobi sich, hatte er sich tn Part» durch seine Liebenswürdigkeit sogar schon einen Bekanntenkreis gebildet.

* Eonstanz, 2. Januar. Im badischen Orte Büsing en erschlug eine Frau gestern Vormittag ihr achtjährige» Kind und stürzte sich dann mit der Leiche in die Fluchen be» Rhein». Ueber die Ursache der grausigen That verlautet «ichrs Bestimmtes. Die übrigen Familienmitglieder waren gerade in der Kirche.

* Toronto, 3. Januar. Bei einer sehr stark besuchten Volksversammlung, die in der vergangenen Nacht im Rath- Hause von London (Canada) stattfand, brach der Fuß- »oben ein. Der Versammlung wohnten etwa 2000 Personen bei. Infolge Nachgeben» eine» verfaulten Balkens brachen 4i)0 Quadratfuß de» Fußboden» ein, sodaß eine rrtchter- sirmtge Oeffnung entstand, in welche 200 Personen hinab- Mrztrn. Ein sehr großer Geldschraak und eine Menge

Eisenwerk fiel noch auf dieselben herab. Feuerrufe brachte» eine furchtbare Panik zum Ausbruche. Die Verunglückten waren in den Amtsraum de» Bürgermeisters hinabgestürzt, wo der Fußboden durchschlagen wurde, sodaß ein großer Menscheuknäuel in den Keller hinabgeriffen wurde. Die Zahl der Verunglückten ist bis jetzt auf 28 Todte und 100 Ver­wundete festgestellt- unter ihnen find viele hervorragende Bürger der Stadt.

3» Berlin ist ein Schutzmann, der in der Rächt zum 31. December ein Mädchen nach dem Thiergarten ver­schleppt mb ihr unsittliche Zamuthungen gestellt haben soll, nach Eingang ber Beschwerde vom Amt suSpeudtrt worden und wird, wenn die im Gang befindliche Untersuchung den Verdacht bestärkt, ber Staatsanwaltschaft überwiesen werben.

* Die Deutsche Landwirlhfchafts Gesellschaft bereitet all­jährlich für ihre Mitglieder eine Gesellschaftsreise vor zur Gewinnung eine» Einblicks in die landwirthschaftlichen Verhältnisse unserer Nachbarländer bezw. einzelner Thetle unseres Vaterlande»- in diesem Jahre sollen Schleswig- Holstein, Dänemark und Güdschweden vom 8. bis 28. Jnni besucht werden. Der Führer dieser Reise wird im April eine Borreise machen, um alle Einzelheiten des Reiseplanes festzustellen und günstige ZettaaSnütznag und förderliche Auf­nahme der Reisegesellschaft nach Kräften zu sichern. Wenn e» auch bedauerlich ist, daß ein Zusammenfällen dieser Reise mit der Ausstellung in Dresden nicht zu vermeiden war, so ist doch eine volle Besetzung der beschränkt zuläffigen Be- theilignngSziffer zu erwarten und eine befruchtende Anregung durch diese vierte Reise vorauSzusehen.

* Sine seltene Promotion. An der Warschauer Uni­versität wurde unlängst, wie polnische Blätter berichten, Herr RochuS Borysik, ein Greis von 76 Jahren, zum Doctor der Medtctn promovirt. Dr. Borysik er hält wohl den Record unter denbemoosten Häuptern" aller Universitäten war seit Beendigung der Ghmnasialstudien im Jahre 1847 durch zehn Jahre gezwungen, das harte Brod eine» HosmeisterS zu effen- 1857 begann er die medicinischen Studien, aber die politischen Ereigniffe führten ihn, wie so viele Andere, ins Exil und er mußte sich wieder al» Lehrer im Ausland durchs Leben schlagen. Bor nicht langer Zeit ins Vaterland zurück- gekehrt, erhielt er die Erlaubniß zur Ablegung der Prüfungen. Derjunge" Doctor ist nach Litthaurn abgereist, wo er seine Praxis zu beginnen gedenkt.

* 3« Kaffeeverkanf besteht bekanntlich und nicht zum Leidwesen der Consumenten eine Concurrenz wie kaum in einem anderen Artikel. Wer die Annoncen der TageSblätter studirr, kann sich hiervon einen Begriff machen. Auch in Neustadt wurden neulich derartige Eoncurrenzkämpse in den Blättern ausgefochten. Die Stadt Mühlhausen i. E. aber hat in dieser Beziehung zweifellos den Bogel abge- schoffeu- sie ist zu einem wahren Eldorado für die Kaffee­schwestern geworden. Prießen da zwei große Geschäftshäuser ihren guten Kaffee an mit d:m Bemerken:Wer drei Pfund zu 1 Mk. kauft, erhält ein Kilo Zucker gratis". Ein HauS gibt sogar bekannt:Wer zwei Pfund Kaffee zu 1 Mk. ein- kauft, erhält einen Liter Wein gratis." Hoch lebe die Concurrenz!

Befehle an» alten Parolebuchern. DaS Lesen eines ParolebncheS" gehört gerade nicht zu den anregenden Dingen- trotzdem beweist ein lefenSwerthe» Buch:Au« alten Parole­büchern der Berliner Garnison zur Zeit Friedrichs deS Großen", daß diesem trockenen Gegenstände doch Jntercffe abzngewinnen ist. Die Befehle beleuchten scharf die Bet* hältniffe der Zeit, welcher sie angehören. Der große König beglückwünschte seine Offiziere zu Neujahr 1781 also:Jhro Majestät der König taffen allen Herren Offiziers -um neuen Jahre gratulireu und die nicht so find, wie sie sein sollen, möchten sich bessern"- und am 1. Januar 1783:Jhro Majestät der König taffen allen guten Herren Offiziers zum neuen Jahre gratulireu und wünschen, daß sich die übrigen so betragen, daß Sie künftig ihnen auch gratulireu können." Die Mäßigkeit scheint nicht zu den Haupttugenden der da­maligen Zeit gehört zu haben, waS au» folgenden Befehlen ersichtlich ist: 9. 3. 1752.Die Wachtparade vom 1. Ba» taillon steht morgen präzise 10 Uhr am Spritzenhause, in allen Stücken rein und proper und möchten die Compagnien danach seben, daß sie nicht wie letzten» besoffen kommen!" 10. 10. 1783.ES wird nochmals erinnert, daß kein besoffener Kerl sowenig vom Offifier, noch weniger vom Unteroffizier geschlagen werden soll." Zur Verhinderung der damals sehr häufigen Fahnenflucht tragen folgende Befehle bei: 24. 1. 1754.E- wird befohlen, daß, wenn Soldaten zum Thore hinau-gehen, soll allemal ein Unteroffizier mit­gehen." 9. 3.1783.Die Unteroffiziere auf den Wachten nebst den Gefreiten und Schilderposten müffen sehr genau acht haben auf die großen Frauenzimmer, damit sich kein Soldat verkleidet hinau»schleicht." Auch die versuchte Fahnen­flucht in da» Jenseit» wurde bestraft: 31.1.1781.Morgen ist Execntion über den Grenadier MuSka des Capitän von Zeuge Compagnie, weil v sich hat den Hals abfchveiden wollen. Er läuft 16mal Spteßruthen in 2 Tagen." Ueber die Handhabung des Garnifon-WachtdtensteS und die Strafen für Vergehen während desselben giebt eine Reihe von Be­fehlen Auskunft:Wenn Lärm oder Schlägereien in den Gaffen oder WirthShäusern Vorfällen, so sollen die Patrouillen AllenS arretiren, und wenn auch de» Prinzen von Preußen DomestiqueS mit dabei wären."Die Schtldwachen sollen die Schilderhäuser nicht nach dem Winde drehen, sondern sie gerade stehen loffeft."Die 2 Schildwachten, so gestern Abend von 67 vor Prinz Heinrich» PnlaiS standen, sollen in Arrest und morgen 6mal Gaffen laufen, weil sie, statt vorn, hinten sich aufgehalten haben." Ueber den Anzug: Die Herren Offiziere, so sich noch nicht Maß nehmen taffen, sollen beim Schneider Noak gehen."Die Herren Offi­ziere, so zur Cour kommen, sollen ordentlich und propre an- gezogen sein, widrigenfalls sie vom Schloß aus gleich in Arrest kommen."Die tuchenen Hosen werden so lange getragen, al» man kann."

Der Mamille Weihnachtsmann. Folgendes nette Ge- schichtchen vom heiligen Nikolaus «acht jetzt in denChrist- maS Number»" aller englischen Zeitschriften die Ruvdr. Der gute, alte Weihnachtsmann, der in den letzten vierzehn Tagen vor Weihnachten bald hier, bald dort in den mit Kindern gesegneten Familien auftancht, um die Wunschzettel der erwartungsvollen Kleinen in Empfang zu nehmen, erschien auch kürzlich in einem sehr vornehmen englischen Hause. DaS einzige Kind, ein fünfjähriger Knabe, kannte den guttu Sankt Claus" zwar schon seit zwei oder drei Jahren, doch war die Scheu vor dem weißbärtigen Alten noch immer sehr groß und nur stammelnd vermochte bet kleine Blondkopf seine diversen Wünsche vorzubringen, die in einem Zweirad mit wirklicher Laterne und silberner Klingel gipfelten. Mit klopfendem Herzen und weit aufgerifsenen Blauaugen starrte Freddy dabei den heiligen Nikolaus an und folgte verstohlen in einiger Entfernung, als der Alte wieder herauSrumpelte und sich von der hübschen Bonne die Thüreu öffnen ließ. Bald darauf erschien der Papa, ber zu Freddy» Aerger nie zu Hause war, wenn Sarct ClauS einmal kam, und daS erregte Gesicht seines Söhnchens bemerkend, nickte er dem Mann schmunzelnd zu. Als man sich bann mit einigen zum Besuch im Hause weilenden Freunden gemüthlich um daS flackernde Kaminsener gruppirt hatte, mußte Freddy, auf Papas Schooß sitzend, erzählen, waS er sich denn vom Weih­nachtsmann anSgebetrn hätte. Mit blitzenden Sagen berich­tete der Kleine und schloß mit den triumphirenden Worten: Und wenn Sar.ct Clau» mir daS Bicycle nicht bringt, dann erzähle ich allen Menschen, daß er meiner Miß Nellie unten an ber Thüre einen Kuß gegeben hat!"

* WaS eine Spielhölle tinbrtn»L Die Spiel-Grsellschaft in Monaco hat mit bem Fürsten diese» Ländchens eine» Beitrag abgeschlossen, welchen die Hauptversammlung bet Actionäte genehmigen soll. Danach wird die Spiel Concefsion sür abermals 30 Jahre verlängert. Dafür erhält der Fürst sofort die Summe von 10 Millionen Franck baar, im Jahre 1913 aber eine solche von 15t/, Millionen Franc». Außer­dem wird die Gesellschaft für ihre Rechnung verschiedene Neubauten und sonstige Arbeiten auSsühren lassen, welche die Summe von 25 Millionen Franc» beanspruchen, im Jahre 1900 ein neues Theater für 2 Millionen Franc» er­bauen, beffen Unterhalt sie ganz aus ihrer Tasche zu bestrei­ten hat- u. A. soll der Leitung dieses Theaters für jede Vorstellung die Summe von 25000 Franc« zur Verfügung gestellt werden, damit nur Künstler allerersten Range- nach Monaco kommen. Ohne Kosten für den Betrieb de» neuen Theaters bezahlt also die Spielgesellschaft nicht weniger al» 324/, Millionen Franc-, nur für die Verlängerung ber Spiel-Concesfion um 30 Jahre. Trotzdem stehen die Actien dieser Gesellschaft, welche einen Nennwerth von jc 500 FrcS. haben, an ber Pariser Börse 3200 Francs. Um die zn zahlenden großen Geldsummen aufzubringea, will die Gesell« fchaft 4proc. Schuldverschreibungen in Höhe von 17 Millionen Franc» au-gebev. Mau darf begierig sein, ob in der That gelingt, solche Schuldverschreibungen, welche keine an­dere Sicherheit haben, al» die Epielwuth der Leute, an den Manu zu bringen.

Citeratur « IfcmfL

«in znverlLfli-t* Führer durch die gelammte Z-iiuugS- unb Zeitschriften Literatur des Zn- und Auslandes ist der weben ix 31. Auflage erschienene große Zeitongskatalog und Jnsertions- kölender für 1898 der Annoncen-Expedition Rudolf Mojse. Uebersichtlich angeordnet, enthält der Katalog ein vollständiges Ver- zrichniß sämmtlicher Zeitungen und Fachblättrr Deutschlands, Oester­reichs und der Schweiz, sowie aller wichtigen Blätter detz übrigen Auslandes. Er informirt den Inserenten üb r die Verbreitung, Erscheinungsweise, politische Tendenz der einzelnen Organe, über JnsertionS: und RcclameprriS, Spaltenbreite, Spaltenzahl und über die ber Anzeigenberechnung als Basis dienende Grundschrist der Blätter nach d-rn beigesüg'en Normal-Z'.ilenmesser. Die Methode, nach welcher man Annoncen durch typographische oder illustrative Mittel am Vortheilhaftesten ausstattet, so daß der Blick des Leser- unwillkürlich auf die betr.ffenden Anzeigen gelenkt w rd, ist besonder» ausführlich und anschaulich behandelt. Was die äußere Ausstattung des Zeitungskataloges anlangt, so ist die b isälliz aufgenommene Form einer Pultmappe mit Schreibkalender für alle Tage bei Jahre», unter Bzrroenbung eines neuen und eigenartigen Einbände-, beibehalten. Alles in Allem gibt der Inhalt deS Katalogs wiederum ein Bild von der Leistungsfähigkeit ber Annoncen Expedition Rudolf Moste, währertd seine typographische Ausführung der Druck-rei bei Hauses das beste Zeugnrß ausstellt. Seinen Zweck, den Ins menten nach jeder Richtung bin zu brrathrn, gleichzeitig aber ein für de« täglichen Gebrauch bestimmtes Handbuch auf jedem Schreibtisch jm sein, erfüllt der Katalog in vollstem Maße.

üniverfitäts - Nachrichten.

Von ber Münchener Universität ist wegen seiner Verdienste um die Electricitätslehre und um die moderne Entwickelung ber Electrotechnik bet Ingenieur F. v. Hesner-Alteneck in Berlin zum Dr. phil. honoris causa ernannt worben.

Heibelberg, 3. Januar. Der außerordentliche Profestor Dr. Atzkenasy ber hiesigen Universität würbe zum Honorarptofestor unb der Privatdocent Dr. Eugen v. Hippel zum außerordentlichen P.ofeffor ernannt.

Verkehr, Land- nnö voLkrwirrhschaft.

Die zahlreichen Verluste, die ber Besitz auslLnbifcher Werthpapiere bem beuischen Publikum fortgesetzt zufügt, lasten einen Ersatz sür solche zwar hochverzinslichen, aber unsicheren Anlage« äußerst erwünscht erscheinen. Einen solchen Ersatz gewä rt die Rentenversicherung bei einer solchen Versicherung'anstatt. Man er­zielt bamlt meift eine weil höhere Vermehrung seine« Ein­kommens, als mit bem Ankauf au8lLnbisch?r Papiere unb befreit sich anbererfeits von ber Sorge um Courüvertast, Ausloofung, Künbigung, sichere Aufbewahrung der Werthstücke u. dergl. Unter den deutschen Versicherungsanstalten ist die Preußische dienten« Versicherungs-Anstalt die einzige, die den Abschluß solcher Rentenversicherungen, sowie von AuSsteuerverstcherungen als Havpt- aefchäft betreibt. Die VersicherungSformen, die sie barbietet, find daher sehr mannigfaltig unb zweckmäßig. Die Renten werben in ber Regel gegen Rentenscheine, Coupons, die ber Rentenempfänger an seiner Zahlstelle vorzulegen hat, gezahlt. Auch bte Rentner nehmen, waS sonst nur noch bei einer einzigen beutschen Anstalt ber Fall ist, am Gewinn Theil unb haben daher Aussicht darauf, daß sich ihre Renten noch durch Gewinn-Anthetle (Dividenden) erhöhen.