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1808
Dienstag den 6. December
Nr. 286 Drittes Blatt.
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Heneral-Anzeiger
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Aintlichcv Theil.
Bekanntmachung.
Die am 22. November l. I. angeorbnete Sperre des SchiffeubergerwegeS zwischen Berg- nnl Licherstratze wird hiermit aufgehoben.
Sieben, den 8. December 1898.
Großherzogltches Polizeiamt Gießen.
___________________Muhl.___________________
Deutsches Reich.
Berlin. 3. December. Wie die „Verl. Nenest. Rachr." hären, befindet fich unter den vorlageo, welche die Regierung dem Reichstage machen wird, auch die fogeuauute Lex Heinze.
Berlin, 8. December. Die ^Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wie In früheren Jahren, so find auch in diesem Jahre wiederum Mittheilungen aus dem erst vor Kurze» au den Buudesrath gelaugteo Entwurf des Reichshanshalts« »tat für das Rechnungsjahr 1899 vorzeitig in dir Tages- puffe gelangt. Es muh nachdrücklich darauf hiugewieseo werd», daß dtefe Mittheilungen nur auf unzulässige« Wege in die Preffe gelangt sein können. Der Etats-Entwurf ist Itm Buudesrath von dem Reichskanzler vorgelegt worden- bas Recht von Veröffentlichungen ans dieser Vorlage steht ssoach allein de« Buudesrath und de» Reichskanzler zu. Keiner von Beiden hat die veröffentlichnng auS diesem ismwnrf veranlaßt oder fie auch nur zugelaffen. Sie find v elmehr ohne Wißen und Willen des vuudesraths nab des Reichskanzlers erfolgt.
Berlin, 8 December. Siu großer Fabrikbrand hnt heute die Aetten-Gesellschaft für Pappen-Fabrikation heim- zeucht. Das Fabrikgebäude ist vollständig uiedergebrauut. Vrr Schaden beträgt ea. 400,000 Mk., welcher durch ver- ßchernogen gedeckt ist.
Berlin, 8. December. Der Raubmörder Wegener ist heute früh tu de» krankenhausc zu Zeitz gestorben.
Breslau, 3. December. Auf der Station Hartlieb stieß brate früh wie der Breslauer .Gen.-Anz." meldet, ein 8 Leerzug auf einen Wagen, welcher dnrch den in der «acht herrschenden Stnrm in ein offenes Geleise getrieben -ar. Die Maschine nud 15 Wagen entgleisten, »in Heizer vnrde schwer verletzt, drei andere Zugbeamte erlitten leichtere Brrrounbnngen.
Breslau. 3. Decewber. Der hier tagende Vorstand d-i Lalouial-Seiellichaft unter de« Vorsitz des Herzog-Regentrn Zahann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin sandle an Kaiser »lhel» anläßlich seiner glücklichen Wiederkehr von der Valästiua-Reise ein Glückwunsch-Telegramm.
XuBlawK
Wien. 3. December. Wie nachträglich bekannt wird, idtklieh der Kaiser die nen gestifteten Militär-Er- inuernugs-Medaillen auch allen Mitgliedern souveräner HLnfer, welche Regiwents-Jnhaber oder nominelle Mitglieder in österreichisch-ungarischen Armee sind. Die goldene Jubi- anms-Mrdaille erhielt der Großherzog Adolf von Luxemburg, vatl er bereits feit 50 Jahren Inhaber eines Regiments ist. Die broueeue Medaille erhielten der deutsche und rusfische katser, die Könige von Italien, Sachsen, Württemberg, Nrmänien, Belgien und Griechenland.
Wie». 3. December. Nachdem nunmehr zwischen den |iir zrreta-Mächttn volle Emigung über die Dauer des vaootsoriums der Machtbefuguiffe des Prinzeo Georg trlolgt ist, reist derselbe nächste Woche nach Kreta ab. Die !5-iglichr Yacht ^Amphitrite, begleitet von je einem rusfischeu, nzlischen, ftauzöfischeu und italienischen Kanonenboote, wird >t, Prinzen nach «anra bringen, wo ihn bereits ein russischer 0 istzier mit einem eigenhändigen Glückwunsch-Schreibeu des Soren erwartet.
Pola, 3. December. Grzhrrzog Karl Stephan, der au kl«« Halsübel erkrankt ist, degiebt fich nach Triest, um ta die Behandlung des Sp-cialisten Dr. Braun zu treten. , 1 Petersburg, 3. December. Das Geschwader des Stillen Leeans wird nm zwei S ch i f f s - D i v i si o u e n vrr- rehrt. Den Oberbefehl über dasselbe übernimmt der KHmixQl Weffelago, welcher bereits zn de« verstärkten Ge- ^-vader abgereist ist.
Devmischter.
• Der Katfrr hat zu« Bau einer evangelischen Kirche in Stralkowo, eine« Dorfe nahe der rusfischeu G<ruze, ein Goadengeichenk von 20500 Mark gemacht.
• Mit der Kehrichtverdreuuuug beschäftigt fich tu der oruesteu Rümmer de- ,Lechu. Gemriadeblattes^ Stadt- bauraih Wiebe unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Gffeu, tu deren Diensten er steht. Wiebe führt zunächst aus, daß der tu Esten entstehende Kehricht etwa 340200 6«. wiegt nnb baß für die Abfuhr ia bcn Etat 86000 Mk. eingestellt find. Mit oller Entschiedenheit erklärte Verfaster fich aus hygietnischrn Gründen dagegen, daß der Kehricht zur Anschüttung von Straßendäwmen verwandt wird. Die Versenkung in das Meer sei von mehreren Hafenstädten versucht worden, habe fich jedoch als nupraktlsch erwiesen. Die Kosten der Abfuhr müßten in den Hafenstädten fich stets erhöhen, da eutsprecheuo der zunehmenden Bebauung die AblagernußS- Plätze von dem größerem Theil der Stadt immer weiter ent« fern» liegen werden. Segen die Abfuhr sprechen sodaou die Gefahren, welche ans der nur schwer ganz zu verhütenden Thätigkeit der sogen. Naturforscher entstehen, nud die dadurch hervorgerufeue Belästigung d»S Publikums. Aus diesen und anderen Gründen empfiehlt Wtebe die Kehrtchtverbreuuung, und berichtet über diesbezügliche Beobachtungen, zu deneu ihm eine Studienreise nach England Gelegeuheit bot. Die Kehricht- Verbrennung macht in England schnelle Fortschritte- 1876 war fie nur tu einer, 1894 war fie bereits in 66 Städten durchgeführt. Mit Ausführuogeu über die kosten der Kehricht- Verbrennung schließt der interestante Aufsatz.
e von dem greuzenlofeu Mihdrauch. een die Taxis- scheu Postbeamten mit der thuen gewäh.teu periönltcheu Portofrei Helt trieben, weiß der verfaster etues jüngst verösteotlichten Buches: ,T)ie Beseitigung des Thurn- und ToxiS chev Postwesens tu Deutschland dnrch Heinrich von Stephan^ — von OScar Große, Brnns Verlag tu Minden (Westfalen) — einige aumuthtge Beispiele zu erzählen. Stephan, der sich einige Tage hintereinander die in Frankfurt eingegangeaen mit ,fr. 0*, d. h. ^Franko: Rull" gekennzeichneten Gegenstände hatte vorlegen lasten, fand selbst Stiefel und Bürsten tu den Bltefbeutelu vor. Die verhet- ratheteu Beamten bezogen ohne Portokosten ihre Wirthschafis- bedürfniffe auS den Orten, wo sie am billigsten waren, wie das Bter von Mainz turch Fahrpost und die Ledersachen aus Offenbach- ja die auf ErziehuugsanstUten befindlichen Post- beamten öhue verfehlten iogar nicht, ihre Wä che zum Waichea regelmäßig unter ,fr. 0* nach Hause zu senden, worauf fie die gereinigten Sachen natürlich auch wieder portofrei zurück- erhieliev. Es konnte hiernach kaum Wunder nehmen, wenn ein Posthalter in Hoheuzollern die Portofreiheit seinerseits dazu benutzte, um kurz vor den Wahlen zum Norddeutschen Reichstage ein Flugblatt der demokratischen Partei unter „fr. 0* in Mafien über das Land zu verbreiten.
* Die Schiller Vlocke von Echaffhansen. Bekanntlich hat Schiller das Motto für sem berühmtes Lied von der Glocke von der Inschrift der großen Müosterglocke in Sch?ffhanien genommen: vivos voco, mortnoa plango, fulgura frango. D e Glocke ward 1498 vom G cckeng-eßrr Prior io Bafel gegosten und hing seitdem im Münsterthnrm zu Schaffhausen. Im Laufe der Zeit erhielt fie einen Sprung und verlor ein Stück ihres Metalls, infolgedefien fie einen nnmelolische» Ton von fich gab, der allmählich immer unangenehmer klang sodaß fie in den letzten Jahren nicht mehr geläutet wurde. Immer mehr faßte der Gedanke Wurzel, die alte geschichtliche Glocke im Museum der Stadt aufzustellen und dafür eine neue gießen zu lafieu. Dies ist nunmehr geschehen. Die alte historische Schiller-Glocke ist jetzt ins Stadtmuseum gebracht worden. Der Strcheuchor, verstärkt auf 250 Sänger, führte bei dieser Gelegenheit in der Kirche von St. Johann Schillers Lied von der Glocke, Musik von Romberg auf. Das neue Geläute wurde in einem Aufzuge der Bürgerschaft eiogeholt, vou den Schüleru des Gymoofiams auf den Turm gewunden nnb am 27. November durch einen feierlichen Gottesdienst unter Betheiliguug aller Behörden eingeweiht.
• Ucter eine merkwürdige Epidemie m Gelbsucht berichtet das »Boston Medical and Surgical Journal. In der Zeit vom Juni 1897 bis Januar 1898 tarnen in dem durch seine großarttgeu Kupferbergwerke berühmten Orte Calumet in Michigan uns feiner Nachbarichafr innerhalb einer Bevölkerung von 30 000 Menschen 695 Fälle einer Erkrankung vor, deren Ursache ein Räthsel geblieben ist. Die Aerzte glauben, daß die Krankheit durch irgend einen übertragbaren Austeckungskei» erregt wurde und daß ihre Entstehung sowohl vou ber Temperatur als vou der B.-
schaffcoheit des Teinkwaffers unabhängig »ar; dagegen zeigte fich die Oettlichkett von einem merkwürdigen En flah. Wenn tu einem Hause schon mehrere Kranke vorhanbeo waren, schien das Sist der Susteckuno an Kraft zu gewinnen, sodaß das zuletzt befallene Mitglied immer die ernstesten Erscheinungen auswtes. Niemals aber wurden sämmtliche Familienmitglieder vou der Krankheit ergriffen. Meist hieU fie fich an Kinder; Erwachsene wurden überhaupt nur in 30 Fällen krank. Bei den Kindern zeigte fich zuerst eine Entfärbung der Haut, während bei den Erwachsenen dem fichtbareu Eintritt der Gelbsucht mehrere Tage lang ei« Schmerz vorauging, wie er beim Durchgang eines Gallensteins beobachtet wird. Todesfälle kamen nicht vor, sodaß mangels der Gelegenheit einer Leichenumersuchung der Zustand der besallenen Organe nicht genauer erforscht «erden konnte. Die mühsamsten Untersuchungen des Blutes und der Ausscheidungen des menschlichen Körpers blieben ergebnißlos. Die weiteren Merkmale der Krankheit bestanden tu Erbrechen, kurzandauern^em leichtem Fieber nnb heftigem Hautjucken. Em merkwürdiger Umstand bei dieser Epidemie war daS gleichzeitige Auftreten sehr zahlreicher Fälle von Gallenstein. Es scheint fich hier um eine neue Krankheit zu handeln, über deren Anlaß fich vorläufig noch nichts Weiteres aussagen läßt.
• Sie Röntgen - Strahlen ans de» Hühunhofe vo« Erhabenen zum Lächerlichen «st oft nur ein Schritt I Die großartige Entdeckung der X Strahlen hat viele gerechte Be- »duberung erregt nnb der ernftea Wissenschaft viele neue Beobachtnngswege erschlossen. Sie haben sich aber auch schon manche höchst merkwürdige Anwendung gefallen lafieu «Affen. Die wunderlichste aber, obgleich gar nicht dumme, ist wohl die, die Herr Rudolf Spreckles in Caltfornien erdacht hat. SpreckleS besitzt unweit von San FrouziSco ein Sü chen, auf dem er nicht weniger als 14000 Hennen unterhält. Er hatte schon früher beobachtet, daß ihm das Vorhandensein von Faulpelzen unter feine« Federvieh eine bedeutende Einbuße an Eiern verursachte, ohne daß er die Schuldigen heeausfindeu konnte. Da fielen ihm die X Strahlen ein, und er durchstrahlte nun der Reihe nach alle seine Hennen, um ihre Begabung für daS Eierlegen festzustelleu. In jeder Stunde konnten 30—40 Hennen untersucht werden. Wurde der geringe Werth eines Huhnes hinfichtlich des Eierlegens festgestellt, so wurde cs von vornherein zur Mast bestimmt und später als fetter Braten verkauft. So erzielt Heir SpreckleS den denkbar größten Nutzen auS feine« Hühnerhofe, bank den X-Snahleu.
• Die Geschichte eines Punktes. Das neue Reichsbankgebäude in der Jägerstraße zu Berlin, eine Schöpfung des Geheimen BmralhS Hitzig, war glücklich vollendet, und feine Einweihung und Eröffnung — ci war in den siebziger Jahren — stand nahe bevor, lieber dem Gebäude prangte bereist die Inschrift „Reichsbank", (wohlbemeikt, mit einem Punkte hinter dem Worte .Re'chSbank^). Da erhielt eines Tages, so wird dem ,®ed. Local-Anz." geschrieben, Gehelmrath Hitzig eine offene Postkarte etwa folgenden Inhalts: ^DaS schöne Gebäude sei nun fertig, doch zugleich würde es verunziert durch den ganz überflüfsigen Punkt hinter der odengedachteu Inschrift. Jedermann sähe doch, daß ein neuer Satz nicht begönne, und so könne der Einsender nur dringenbst rathen, den nichtssagenden Punkt wieder zu beseitigen." Die Herren Baumeister stutzten ob dieser unerwarteten Kritik und traten in Beraihnng, was zu thuu sei. Die Nothweudigkeit deS Punktes wurde mehrfach verneint, der Tadler hatte ja ,fo Recht!" aber ihn beseitigen zum Triumph für den Kritiker? Nein! Mau beschloß, nunmehr auch vor de« Worte ^ReichSbank" einen Punkt onzubriugeo. Dies geschah, und in Folge dieses Monitums p-anit nun die Inschrift
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biS auf den heutigen Tag an bem Berliner Cioil Julius- thurwe. Nur Wenigen, welche daS ReichSbunkgedäude be« trauten, dürfte bekannt sein, welchem Vorgänge dieser vordere Punkt an der Inschrift seine Entstehung verdankt.
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