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Maßregeln zur Vertilgung diese» Ungeziefer» ergriffen, wobei namentlich die Schuljugend die beste Hilfe gewähren kann. Ätnzelne Gemeinden haben Geldprämien für da» Einsammeln ser Käfer angesetzt. Diese Ausgabe, die ja wieder den Kindern der Gemeinde zu Gute kommt, wird sich sehr lohnen, denn ohne Gegenmaßregeln wird der Schaden, den die Käfer And die au» ihnen entstehenden Engerlinge anrichten, ein ungeheurer sein. G» muß also unermüdlich, durchgreifend und allgemein gegen diese Plage eingeschritten werden.
• • Grüne Schuhe. Im Gegensätze zu der von einigen Blättern gebrachten Notiz über die angebliche Gefährlichkeit rer grünen Schuhe, wird den „N. Heff. Bolkrbl." von maß- gebender fachmännischer Seite mitgetheilt, daß von einer Gelahr beim Tragen grüner Schuhe absolut keine Rede lein kann. „Gegerbt wird das grüne Leder genau wie ba» schwarze und oa» braune. Gefärbt wird es, wie die «aderen Leder auch, mit völlig unschädlichen Anilinfarben."
— Die Liebhaber grünen Schuhwerks können sich also beruhigen!
• • Wetterbericht. Die Depression im Westen zieht auf Nordöstlicher Bahn weiter. Ihr Cenrrum lag am Morgen Eber Schottland. In den contiuentalen Lagen ist aber die Luftdruckvertheilnng ungleichmäßig geblieben und besteht daher »heil» auch wolkige», theil» auch trübes zu Gewittern geleigte» Wetter fort. Die Morgentewperaturen lagen tiefer als gestern. — Voraussichtliche Witterung: Meist wolkige» Wetter mit Neigung zu Gewittern und stellenwetsen Niederschlägen.
Nidda, 4. Mai. Da Herr Bürgermeister Rullmann auf die von ihm bekleideten Gemeindeämter entsagt hat, ist Herr ; Beigeordneter Braun mit Führung der Bürgermeisterei und de» Standesamts, sowie Herr Stadtrechner Mantel mit Ver- srhung der OrtSgericht-vorsteherstelle bi» auf Weitere» betraut worden.
Büdingen, 3. Mai. Sicherem Vernehmen nach werden Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin am nächsten Montag den 9. zum Besuche unsere» Fürstenhauses hier eintreffen. Voraussichtlich werden Ihre ' Königl. Hoheiten Nachmittags 4 Uhr hier eintreffen.
Mainz, 4. Mai. Ja den letzten Tagen haben sowohl ba» Feld-Artillerie Regiment Nr. 27, al» auch da« Fuß- Ärtillerie-Regimeat Nr. 3 eine große Anzahl neuer Geschütze erhalten, die ersteren erhielten Schnellfeuergeschütze and die letzteren Geschütze neuerer Constructioa, wodurch der Rücklauf eines Geschütze» nach dem Abfeuern eines Schusses durch eine hydraulische Einrichtung auf ein Minimum reduzirt i«irb. Eine größere Anzahl Broncegeschütze, die noch in den hiesigen militärischen Räumen lagerten, find in die Geschütz- zießeret nach Spandau verbracht worden. M. Anz.
I Vermischtes.
• Bingerbrück, 4. Mai. Im hiesigen Bahnhofe wurde Zrute Nachmittag der ledige Rangirer Teigert von einer au-wechselnden Maschine der HundSrücker Bahn überfahren nnb getödtet. Der Körper de»Unglücklichen war förmlich in Stücke zerschnitten.
• Elberfeld, 4. Mat. Eine an» ihrer Wohnung ex- «ittirte Frau sprang, wie die „Elberfelder Zeitung" meldet, gestern Abend in der Verzweiflung mit ihren vier Kindern in die Wupper, wurde jedoch noch lebend heran»- gezogen.
* Lippstadt, 29. April. Ein gräßliches Unglück ^eignete sich im Circus Lobe, der hier augenblicklich Vor- irllungen giebt. Einen Athleten, der zr>ei Stangen zu Italien hatte, an denen je ein Knabe turnte, verließen wäh- rend der Production die Kräfte; er ließ die Stangen fallen -end die beiden jugendlichen Artisten stürzten zu Boden; sie waren sofort tobt. Der Athlet liegt im Hospital. Zahl- reiche Damen wurden bei dem Unglücke ohnmächtig.
* Trarbach, 3. Mai. Auf das Preisausschreiben b es Trarbacher Casinos: „1000 feine Flaschen für ein v^lksthümliche» Moselweinlied", sind bis jetzt schon mehr als 400 Gedichte eingegangen. Als Preisrichter werden wirken: Heinrich Seidel, Johannes Trojan und Dr. Hans Hoffmann. Das Trarbacher Casino beabsichtigt eine größere Anzahl der bis zum Schlußtermin, dem 1. September d. I., eingehenden Gedichte ohne Nennung der Verfaffer und unter Vorbehalt ihrer Rechte Ansangs September im Druck erscheinen zu lassen.
* Saarbrücken, 1. Mai. Todtschlag in der Noth- wehr. Auf der benachbarten Simbach erschlug gestern eine Frauensperson, die auf dem Felde arbeitete, einen Mann, der sich ihr in unsittlicher Absicht näherte.
* Eine dauerhafte Uhr. Der Gutsbesitzer Ernst Eichler in Bischdorf (Königr. Sachsen) verlor vor vier Jahren beim Roggenmähen seine Taschenuhr. Alles Suchen war wmals ergebnißlos. Kürzlich fand der Besitzer sie beim I Steinlesen auf demselben Acker unversehrt wieder vor. Vom Staub gereinigt, ging der Zeitmesser, nachdem er aufgezogen, ledellos weiter. Alle Temperatureinflüsse haben der Uhr richt» anthun können. — So berichten die „Dresd. Nachr."
* Den scheidenden bisherigen Bischof, jetzigen Erzbischof non Freiburg, Komp, hat die Stadt Fulda zum Ehren- bürget ernannt.
* Opferwilligkeit amerikanischer Millionäre. Wie der Aiw Dorker Correspond^t einer Londoner Tageszeitung tele- xraphtsch meldete, haben verschiedene der bekanntesten Dollar- fürsten dem Präsidenten Mac Kinley große Geldsummen i u Kriegszwecken zur Verfügung gestellt. Mr. I. Astor offerirte dcm Staate außerdem eine vollständig eqalpirte Batterie im Werthe von 50000 Doll, und sicherte als Chef btr Findlay, Fort Wayne und Western Railroad dem Gou- otrneur von Jndiania freien Transport der Truppen zu. Nr. Fred Shermerhorn hat seine Jacht „Free Lance" geifert, Mr. Howard Gould seine „Niagara", deren Stapellauf erst vor Kurzem stattgtfuvden hat und die zweifellos
die schönste Dacht ist, die jemals in Amerika gebaut wurde. Mr. George Gonld, der sich ebenfalls feiner prächtigen Dacht „Atlanta" entäußerte, soll erklärt haben, daß er, im Falle der »Krieg größere Opfer verlange, sofort bereit wäre, seinen gescÄmten Besitz der amerikanischen Nation zur unbeschränkten Verfügung zu stellen. Sollte Uncle Sam diese im ersten Enthusiasmus gemachte Aeußerung wirklich ernst nehmen, so dürften die 35 Millionen Dollar» (140 Millionen Mark) des Herrn Gould eine ganz nette Beisteuer sein. Unter anderen opferbereiten Millionären verdient der Forschungsreisende Mr. William Astor Chanler genannt zu werden, der dem Präsidenten das großmüthtge Anerbieten machte, auf seine Kosten ein ganze» Regiment zu equipiren und zu unterhalten. Der berühmte DachtSmann Oliver Jselin will ebenfalls für sein Land thuu, was tn seinen Kräften steht und bedauert nur, daß seine Dacht „Defender" nicht in ein Kriegsschiff verwandelt werden kann.
* Nur keine Examina «ehr! Wenn unsere Schüler StandeSgesühl haben, sammeln sie zu einer Ehrengabe für den russischen Arzt Dr. Jgnatiew. Dieser edle Maon erklärt die Examina für schädlich, nachdem er festgestellt hat, daß die Prüfungen nicht nur Arbeit und Schweiß, sondern auch Körpergewicht kosten. Während der Dauer der Prüfungsperiode haben 79 Procent aller Schüler an Gewicht abgenommen, 10 Procent Angenommen, und bet 11 Procent der Zöglinge ist das Gewicht das gleiche geblieben. Im Einzelnen liegt da» Verhältniß für die vorgeschritteneren Schüler mit der langen Examen-zeit viel schlechter al» für die unteren Klaffen. Sie haben alle durchweg an Gewicht verloren, und zwar recht beträchtlich, zwischen 3l/2 und 5 Pfund. Dr. Jgnatiew kommt deshalb zu dem Schluß, daß die Examina in ihrer Wirkung auf den jugendlichen Organismus einer schweren Erkrankung zu vergleichen seien, die Ernährungsstörungen in den Geweben zur Folge hat, und jedenfalls das dabei am meisten angestrengte Organ, das Gehirn, nicht unberührt läßt.
* Leichenrede in Versen. Der „Magdeb. Ztg." schreibt man : Zu Anfang dieses Jahrhundert» lebte tm Jllerthal ein Pfarrer Michael Jung, ein Sonderling ersten Ranges, aber ein braver Mann, dem wegen feiner Aufopferung bet Gelegenheit einer Seuche ein mit dem persönlichen Adel verbundener Orden verliehen war. Seine Leichenreden machten nicht den tröstlichen Eindruck, den er wünschte; er tarn deshalb auf den Gedanken, die Musen der tragischen Dichtkunst und de» Gesanges, Polyhymnia und Euterpe, zu Hilfe zu rufen, brachte feine Grabreden in Verse und sang solche zur Guitarre am Grabe ab, dis ein Verbot seiner Oberen dieser Art der Bestattung ein Ende machte. Einige Proben mögen den Lesern den Character der Jung'schen Trauermuse veran- schaultchen. An dem Grabe eines Mannes, der dadurch verunglückte, daß die Spitze eines Schirmes ihm ins Auge gedrungen, schildert er, wie alle Kunst der Aerzte vergeblich gewesen:
„Weil leider nahm die Hirnentzündung Unwiderstehlich überhand, Wodurch am Ende die Verbindung Der Seele mit dem Leib entschwand."
Al» ein Mädchen durch übermäßiges Tanzen sich den Tod geholt, singt er warnend:
„ES tanzen ja die Weisen auch, Doch nur sich langsam drehend. Sie tanzen mit Vernunftgebrauch Und nur vorübergehend —".
Einer in der Residenz an der Cholera verstorbenen Sängerin, die ihre Beerdigung tn der Heimath angeordnet hatte, widmet er folgenden Nachruf:
„Sie traf die weitesten Distanzen, Sang tief hinab und hoch hinauf Und löste alle Dissonanzen In süße Harmonien auf!
DaS Es und Fis, auch Moll und Dur Ward ihr zum leichten Spiele nur!"
Dann zu den sittlichen Gefahren der Theaterlaufbahn übergehend, tröstet er durch Hinweis auf solche die Leidtragenden über den frühen Tod der Verblichenen, mit den Worten schließend:
„So daß die Cholera sogar
Für sie das Allerbeste war —"
ES konnte nicht außbltiben, daß, wer solche Reime gehört hatte, erheitert und mithin auch getröstet den Gottesacker verließ. Die Grabgeiänge Jungs hat Hofprediger Dr. Fromme! mitgetheilt.
* Interessante Versuche zur Bertilguag von Mäuse» mit dem Löffler'ichen Mäusebazillus hat im Auftrag de» LandwirthschaftSministerS die Forstakademie Eberswalde gemacht. Die Versuche sind jetzt abgeschlossen und haben folgende beachtev-werthe Resultate ergeben: Der Wirkung deS BazilluS unterliegen sowohl Hau»- und Waldman-, sowie auch die gemeine Feldman-, die Erdmaus und die Wald- wühlmau», dagegen haben der Wirkung widerstanden die Brandmaus und die Wanderratte, während bezüglich der Wasserratte und der Zwergmau» ein abschließendes Er- gebniß nicht erzielt wurde. Auf Fruchtspeichern, in Ställen und Scheunen war der Vertilgungsversuch bei den der Wirkung unterliegenden Arten von durchschlagendem Erfolg. Auf dem Felde wurden gleichfalls Erfolge erzielt, sobald die Vertilgungsmaßregeln nicht auf wenige Hectare, sondern auf größeren Gebieten einheitlich und gleichzeitig durchgeführt wurden. Der Umstand, daß die Bacterien auf Brodwürfel vertheilt tn den Boden gelegt werden müssen, vertheuert allerdings die Versuche sehr, je nach der Anzahl der Mauselöcher wird auf 1 Hectar für 0,50 bi» 1 Mk. Brot gebraucht. Die Akademie hält daher die Anwendung de» Bazillus für geboten, wenn die Vertilgung auf Fruchtspcichern, in Ställen und Scheunen stattfinden soll, da die Bacterien für alle HauSthiere völlig unschädlich find, waS man von anderen Giften nicht sagen kann, empfiehlt ober die Anwendung zu unterlassen, wenn in Feld
oder Wald durch Strychninhafer, Phosphorbrei nnb andere Gifte mehr nach bekannten Verfahren Erfolge billiger erzielt werden.
fiteratar un» Kntxfct
— Von der „«eschichte der rheinischen Städteeultnr" im Auftrag des Fretherrn Cornelius Hey! zu Herrnsheim herauS- gegebenen von Professor Heinrich Boos, iUuftrirt von Joseph Sattler, erscheint nun im Verlag von I. A. Stargardt in Berlin auch eine Lieferungsausgabe. Die ertte Lieferung des prachtvoll auSgeftatteten Werkes, welche uns soeben zugebt, enthält die Capiiel Vorzeit, die Romanistrung der Rheinlande, der Kampf um den Rhein, das Reich der Burgunder in Worms und ist mit 17 größeren und kleineren Zeichnungen von Joseph Sattler ausgeftattet. DaS besonders für alle rheinischen Bürger hochinteressante Werk wird in 18 Lieferungen zu dem geringen Preise von nur L 1 Mark biS Ende dieses JahreS vollständig erschienen fein. Alle Buch- oder Kunsthandlungen nehmen Subscriptionen an.
Sotteiidieutz in der Synagoge.
Samstag den 7. Mai 1898.
Vorabend 78 Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 8®8 Uhr.
Verkehr, CanO» mird Votkswßrthschaft»
Gießen, 5. Mai. Auf dem gestrigen Ochfenmarkt waren ca.36 stück Fahroieb aufgefahren. Es fehlte jedoch an Käufern; trotzdem waren die erzielten Preise keine schlechten. Die beiden besten Paar Ochsen wurden mit je 850 Mark umgesetzt, die wetteren Geschäfte wurden pro Paar mit 550 bis 650 Mark abgeschlossen. — Der Schwetne- markt hatte einen Austrieb von 8- bis 900 Stück, darunter ein Diertheil Ferkel. Die Preise waren, trotzdem der Handel flott ging, etwas niedriger wie an den letzten Märkten. Ferkel schwankten im Preise je nach Alter und Güte zwischen 30 bis 50 Mark, Läufer wurden von 60 bis 100 Mark gehandelt. Fettvieh war nicht am Markt.
towtwtg, 4. Mai. Fruchtmarkt. Rother Wstze» JL 20,68, weißer Weizen X 00.00, Korn X 14.74, Gerste X 10.04, Hafer X 851.
Neueste Nachrichten.
Depeschen de» Bureau „Herold".
Berlin, 5. Mai. Die Einladungen zum feierlichen Schluß deS Reichstages im weißen Saale des Königlichen Schlosse» find nunmehr für morgen früh 10 Uhr ergangen. Heute hält der Reichstag feine letzte Sitzung ab.
Berlin, 5. Mai. Dem „Local-Anzeiger" wird aus Bern gemeldet, die deutsche Regierung habe fich bereit erklärt, die Schweizer tn Manila unter ihren Schutz zu nehmen. Der deutsche Cousul in Manila wurde angewiesen, sich mit dem dortigen Schweizer Cousul in Verbindung zu setzen.
Berlin, 5. Mai. Wie ^u» Dresden gemeldet wird, beschloß die sächsische erste Kammer bei Berathung des Verein»- und Bersammlungsrechts, tm Gegensatz zur zweiten Kammer, den Frauen da» Brrsammlungsrecht ungeschmälert zu belasse» und nur den Minderjährigen die Theilnahme an politische« Versammlungen zu verbieten.
Berlin, 5. Mai. Aus Paris meldet der „Local-Anz.": Nach einer Privatmeldung wären die amerikanischen Panzer Java und Indiana sowie die Kreuzer New-Jork, Monitor und Puritad nach Kry West unterwegs in der Richtung nach Portorico. Ein Zusammentleffen mit dem spanischen Geschwader ist in den nächsten Tagen zu erwarten. Die Mariae- Attachs» Deutschland», Englands, Oesterreich», Frankreich» sollen tn letzter Stunde ote Erlaubniß erhalten haben, fich in einem der nächsten von Key West abfahrenden Dampfer einzuschiffeu.
Bozen, 5. Mai. Bei einer WallfahrtS-Prozesfiou i« Fineie scheuten öie Pferde einer vorüberfahrende« Equipage und jagten in die Volksmenge. Drei Fraue« wurden lebensgefährlich, zahlreiche andere Personen, darunter viele Kmder, leicht verletzt. Eine Frau ist bereit» gestorben.
Fiume, 5. Mai. Wegen der neuerlichen Wahl bei Dr. Hayländer zum Bürgermeister löste der Gouverneur die Stadr-Rrpräsentation auf.
Rom, 5. Mai. Die italienische Regierung hat beschlösse«, in den Provinzen, in welchen die Bevölkerung tn den letzten Tagen Ausschreitungen beging, den Belagerungszustand zu erklären.
Sofia, 5. Mai. Blättermeldungen zufolge sei zwischen Bulgarien und Serbien ein ernster Zwischenfall ein- getreten. Der Secretär der bulgarischen Gesandtschaft in Ucfltaeb sei auf der Reise nach Sofia von der serbischen Behörde au der Grenze inhidirt und ihm die Briefschaften abgenommen worden. Für diesen Vorgang verlangt Bulgarien Genugthuung.
London, 5. Mai. „Standard" erfährt, daß der an Bord des Argonauten eingefangene Oberst der Schwager und Flügel-Adjutant des Marschall Bianco fei.^
Loudon, 5. Mai. Wie bte „Times" au» New-Jork erfährt, glaubt man doch, daß die Spanier versuchen werden, einen amerikanischen Hafen zu bombarbtren, um die Nieder- metzrlung vor Manila zu rächen.
Madrid, 5. Mai. Zahlreiche Bischöfe haben die Er- laubniß ertheilt, tn den Kirchen und Kastellen milde Collecten zur Bestreitung der Krtegskosten zu veranstalten.
Madrid, 5. Mat. Der Mehrheit der republikanischen Senatoren ist nach einer Meldung deS Washingtoner Corre- fponbenten deS „Jmparctal" für die Abtretung der Philippinen an England gegen die englischen Antillen. Heute werde den cubantschen R-bellen eine Expedifau mit vier Millionen Patronen, 25,000 Gewehren, 1400 Pferden und 500 Maulthieren zugrsandt.
Washington, 5. Mai. Man versichert aus guter Quelle, daß Mac Kinley befohlen habe, alle regulären Truppen, die in den Hafenstädten entbehrt werden können, mit de« Freiwilligen der Staaten (Kalifornien, Colorado, Washington und Oregon nach den Philippinen zu entsenden.
New York, 5. Mat. Ein „Abendblatt" meldet, Mac Kinley habe einer hohen finanziellen Persönlichkeit versichert, der Krieg werde innerhalb drei Wochen beendet sein.


