•* bp»ttplatz tu der Hardt. Die Hebungen der Lrainir f chüler auf der hiesigen Rennbahn haben unter Leitung des Herrn Franz B er hey en bereits begonnen, nnd es find dazu vorläufig die Stunden von 10 bis 11 Uhr vormittags, sowie 3 bis 4 Uhr und 5i/2 bis 6 Uhr Nachmittags festgesetzt worden. Der Zutritt ist gegen 10 Pfg- Entree Jedermann gestattet. — Anmeldungen zur Theilnahme an dem Traintrcursn» werden auch ans dem Sportplätze entgegen genommen.
*♦ «in Waarenhaus im Stil der Großstädte eröffnete gestern Schulstraße 6 Kaufmann Adolf Baer dahier. Die EröffnungSdecoration bewunderten eine große Menge Paffanten.
•* Turnerisches. In dem Saale des Turnvereins zu Kastel fand am Sonntag Vormittag unter dem Vorfitz des SreiSvertreterS Rothermel - Darmstadt der diesjährige 59. Turntag des mittelrheinischen Turn kreise- unter einer Überaus zahlreichen Betheiligung statt. Nach einer Begrüßung von Seiten des Vorfitzenden fand die Lonstituirung des Vorstandes statt, worauf der Borfitzende Bericht über das abgelaufene Jahr erstattete. Der Vorfitzende theilt der Versammlung die Namen einer Anzahl Turner mit, welche bereits fett 25 Jahren und länger jeden mittelrheivischen KreiSturntag beschickt hätten. Weiter gab der Vorsitzende I« Krnntniß, daß im abgelaufenen Jahr dem MittelrheinkreiS 22 neue Vereine zugegangen feien, dafür seien aber 38 Vereine aus dem Kreis ausgetreten, so daß der Krei», der bei dem Beginn des Geschäftsjahres auS 587 Vereinen bestand, am Ende des Jahres nur noch 571 Vereine gezählt habe. Der Borfitzende klagt darüber, daß die Jahresberichte der Gaue so spät etnliefen; jedes Jahr mache er damit schlimme Erfahrungen, lobend erwähnte er bei dieser Gelegenheit des Gaues Rheinheffrn, der stets frühzeitig seine Berichte liefere- trotz der Abnahme der Vereine habe aber der Bestand an Mitgliedern überhaupt zugenommen, die Zahl derselben betrage jetzt 57301 oder 563 mehr wie im vorigen Jahre, die Zahl der turnenden Mitglieder betrage 22 590 oder 130 weniger und die der Zöglinge 8365 oder 48 weniger und die Zahl der der KreiSkaffe steuerpflichtigen Mitglieder 47 322 »der 463 mehr wie im vorigen Jahre. Die Mitgliederzahl der Frauenabtheilnng betrage 805 oder 152 mehr wie im vorigen Jahre, er wüffe dies auch als eine recht freudige Er- fcheinung bezeichnen. Bki dem nun folgenden Bericht über das KreiSturnfeft zu Homburg wurden verschiedene Kritiken geübt, besonders über den zu abseits gelegenen Festturnplatz und über die Betheiligung der Radfahrer beim Festzuge, denen die weitmarschirenden Turner nicht hätten folgen können. Der Rechnungslegung entnehmen wir, daß sich die Einnahmen im abgelaufenen Jahre auf 6275,46 Mk. und die Ausgaben auf 4892,68 Mk. belaufen, fo daß ein Ueberschuß von 1362,78 Mk. verblieben wäre- dazu käme noch der Ueberfchuß der Unterstützung-kaffe mit 1690,98 Mk., fo daß die Kreiskaffen einen Ueberfchuß von 3073,76 Mk. aufzuweifen haben. Bezüglich des erwähnten Kreisturnfeste» zu Homburg bemerkte der Vorsitzende, daß das Fest mit einem Deficit von 700 Mk. abgeschlossen hatte, wenn trotzdem ein Ueberschuß von 4000 Mk. verblieben wäre, so käme die- dadurch, daß die Bürgerschaft und Behörden zu Homburg derart persönliche Zuwendungen gemacht hätten, daß der Verein schließlich mit einem Ueberschuß rechnen konnte, trotzdem daS Fest selbst einen Fehlbetrag ergeben hätte. AuS diesen Gtünden war der Kreistag damit einverstanden, daß von dem Turnverein zu Homburg eine Beisteuer zur KreiSkaffe nicht erhoben würde. Nachdem die RechnungSprüfungS-Lommisfion die Rechnung de« Kreistags für richtig befunden hatte, wurde beschloffen, daß künftighin derjenige Verein die RechnungS- Prüfer zu stellen habe, in welchem der nächste Kreistag statt- fände- da derselbe in Offenbach tagen soll, so hat der Offenbacher Turnverein für die Rechnungsprüfer Sorge zu tragen. Bei der nun folgenden Wahl der Kampfrichter und deren Stellvertreter für da- deutsche Turnfest zu Hamburg ent- stand darüber eine Debatte, weil einige Gaue durch 2—3 Vertreter berückfichtigt seien, und andere Gaue, z. B. der Unter- nahe-Gau, gar nicht- durch das ZurÜcktreten eines Stellvertreters der Kampfrichter wurde auch diese Angelegenheit erledigt. ES kommr nun der Antrag de- Gaues Rheinheffen, daß an Orten unter 5000 Einwohner ein sich bildender zweiter Turnverein nur dann in den Kreis ausgenommen werden soll, wenn nachgewiesen werde, daß der bereit- bestandene Verein seine turnerische Pflicht nicht erfüllt habe. Trotz der eingehendsten Begründung dieses AnttageS durch den Gauvertreter des rheinheffischeu GaneS wurde der Antrag mit 110 gegen 153 Stimmen abgelehnt. Auch auf dem vorjährigen Kreißturntag in Biebrich wurde der Antrag, aber mit einer geringeren Majorität abgelehnt - ebenso wurde ein Antrag de- Main TaunuS-GaueS, jedem Turner, der sich nach Hamburg begebe und sich dorten an dem gemeinsamen Turnen detheilige, einen Zuschuß von 2 Mk. au- der KreiSkaffe zu gewähren, abgelehnt. Die Übrigen Gegenstände der TageS- »rdnung waren von untergeordneter Bedeutung. Um V38 Uhr wurde mit einem »Gut Heil" der Turntag geschloffen. Hieran schloß fick ein Mittagsmahl.
•• Bisherige Ergebniffe des Gesetze» über bett nnlentetee Wettbewerb. In der im Februar d. I«. in Mainz statt- gehabten Versammlung des Mittelrheinischen Fabri- kantenvereinS, welche unter dem Vorsitz des Herrn Dr. L. B e ck-Biedrich zur Abhaltung kam, erstattete Herr Dr. Fnld-Mainz ein Referat über die bisherigen Erqebniffe M Gesetze- Über den unlauteren Wettbewerb. Referent führt an, daß bei verschiedenen im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte erlaffenen wirihschastlichen und wirthschaftSpoli« tischen Gesetzen man die Beobachtung hätte machen können, daß die auf ihre Wirksamkeit gesetzten hochgehenden Erwartungen nicht in Srsüllung gegangen seien, so bei dem Wacher- gesetz von 1893, bei dem Gesetz über die Abzahlungsgeschäfte und bei manchen Theilen deS Börsengesetzes. Such bezüglich beS Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb sei zweifellos liefe Meinung verbreitet und durch manche Fehlfprüche der
Gerichte bestärkt worden. Unverkennbar fei, daß die bisherige Rechtsübung auch nicht annähernd daS Verständniß für die Bekämpfung deS unlauteren Wettbewerbs bewiesen hätte, wie dies bei der französischen Rechtsprechung der Fall sei. Redner ist jedoch der Ansicht, daß eS verfrüht sei, wenn man sagen wolle, daß die deutschen Gerichte nicht im Stande seien, bei der Auslegung des Gesetzes von 1896 den BedÜrfniffen der Jntereffenteu Rechnung zu tragen. Auch in Frankreich habe es ein ganzes Menschenalter gedauert, bis das dort bestehende Schutzsystem in seiner jetzigen Weise zur Ausbildung gekommen sei. Sache der Jntereffenteu sei es, die Gerichte recht oft in Anspruch zu nehmen, damit denselben Veranlaffuvg gegeben werde, sich mit dem Gesetz und seiner Auslegung bekannt zu machen. Trotz alledem hätten sich die Folgen des Gesetze- schon bemerkbar gewacht und zwar vor Allem auf dem Gebiet der Reclawe- die Ausschreitungen de- ReclamewesenS hätten abgenommen. Ferner sei die Anwendung der Bestimmungen über die Anschwärzung befriedigend, während wieder die Ergebniffe bezüglich der Anwendung der gegen den Berrath von Fabrikgeheimniffen gerichteten Paragraphen unbefriedigend seien. Auch die Anwendung der Vorschriften Über die mißbräuchliche Abweigung de- Namen- laffe viel zu wünschen übrig. Zum Schluß feiner Ausführungen bemerkt Herr Dr. Fuld, daß einer der meisten hervorgetretenen Mängel darin zu erblicken fei, daß e- an der Jaitiative der Jntereffenten fehle, auf welche die rractische Anwendung der Vorschriften vollständig gestellt sei. Die Jntereffenteu sollten sich zu korporativen Schutzverbänden zusammenschließen, deren Ausgabe e» wäre, den unlauteren Wettbewerb zu Überwachen und, wenn nothwendig, aus gemeinsame Kosten zu verfolgen. Wo man die- gethau habe, sei kein Grund vorhanden, mit den gemachten Erfahrungen unzufrieden zu fein. Hierdurch würde man auch in Deutschland mit der Zeit denselben Schutz gegen den unlauteren Wettbewerb erhalten, wie er zum Segen und Nutzen de- ganzen OewerbfleißeS in anderen Staaten schon seit vielen Jahren gewährt werde.
•• Zum Gedachlniß der im Jahre 1866 bei Laufach gefallenen Krieger beabsichtigt der Evangelische Verein Laufach auf dem dortigen Friedhöfe eine Capelle zu errichten, diese äußerlich durch Wappen und Inschriften zu kennzeichnen und in deren Chor in entsprechender architektonischer Umrahmung Marmortafeln mit den Namen, dem burtSort und der RegimentSangehörigkeit aller in Frohnhofen und Laufach gefallenen Offiziere und der bi- jetzt auf den verschiedenen Denkmälern nicht genannten Mannschaften, deren eS nahezu 300 find, anzubringen. Der Verein richtet an die Zweite Kammer der Landstände deS Großherzogthum- Heffen die Bitte um Gewährung eines Beitrages zu dem Bau einer Gedächtnißcapelle für die 1866 bei Frohnhofen und Laufach Gefallenen.
Schlitz, 2. April. Der Kaiser wird, wie dem „Berl. Local-Avz." ans Fulda gemeldet wird, in der dritten Aprilwoche wiederum als Gast des Grafen Görz nach Schlitz zur Auerhahnjagd kommen.
Aus dem Kreise Oppenheim, 3. April. Schlechte Geschäfte hat die Militär-Ersatz-Commission bei den diesjährigen Aushebungen in unserem Kreis gemacht. Im Bezirk Oppenheim wurden von über 500 Gestellungspflichtigen 92 tauglich befunden, im Bezirk Wörrstadt von nicht ganz 500 Leuten 87 eingetheilt. Bon Sulzheim stellte sich in Wörrstadt ein Schmiedegeselle mit einem Körpergewicht von 250 Pfund. Der Mann wurde als dauernd unbrauchbar entlaffen. Mainzer Anz.
* Aachen, 4. April. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde an einer Hebamme au- LSckelShausen ein Mord verübt. Der Mörder, ein hiesiger Schlaffer, der sein Opfer mit der Bitte, seiner Frau zu Hilfe zu kommen, auS dem Hause gelockt hatte, ließ sich nach vollbrachter That durch einen Eisenbahnzug Überfahren. ES scheint Wahnsinn vor- zuliegen.
* Apolda, 4. April. Einen traurigen AnSgang nahm ein fröhliche- Kinderspiel. Zwei etwa fünf- bis sechsjährige Knaben spielten in der Annastraße »Ziegenbock" und stießen im Spiel so heftig mit den Köpfen zusammen, daß beide Gehirnerschütterungen erlitten. Der eine kleine Patient verstarb noch am Nachmittag desselben Tage-, der andere folgte seinem kleinen Spielgefährten bald daraus auf dem Wege des Todes.
• In Gedanken. Räuber: „Geben Sie mir sofort Ihre Börse und Ihre Uhr?- — Professor: „Aber, mein Herr — ich kenne Sie ja gar nicht".
* Der zerstreute Jurist. „Du, Mann, die Köchin schreibt hier sür 8 Tage 40 Mark auf. Kann das sein?" — Ja- wohl! 40 Mark — oder 8 T-ae Gesänaniß.
Lingesaudt.
Lich, 4. April 1898.
Im „Gießener Anzeiger" vom 30. März b. I. finden wir unter „Eingesandt," oaß der Vorsitzende deS Bergmännischen Verein-, Ad. Marx, die Verhältnisse in hiesigem Bezirk durchaus nicht kennt, denn die wirklichen Thalsachen liegen ganz anders, alS solche durch genannten Herrn bargestellt find.
1. find hier nur solche Arbeiter beschäftigt gewesen, welche auch elwaS Dtehstand und Ackerbau Haden, bavon aber nicht allein leben können, aber unbedingt daraus angewiesen sind, noch einen Nebenverdienst zu haben, können aber ihre Lachen nicht hn Stich lasten und nach Trat» Horloff oder JlSdors gehen, wo sie in Kost und LogiS gehen müssen.
2. warm aus dem Nebmbetrieb nicht 15 bi« 18. sonbern 40 bis 42 Mann in Arbeit, auch würbe ber Betrieb der Grube nicht auS polizeilichen Stcherheit«grünben von ber Bergbehörde, sondern wegm mangelnder Rentabilität von der eigenen Firma eingestellt. Durch diese Betriebseinstellung ist allerdings in gewistem Sinne ein Nothstand für die bettoffenen Bergleute eingetreten, da an ein Nebenverdienst für die vielen Leute nicht zu denken ist.
Wir haltm den Antrag unseres sehr geehrten Abgeordneten, Herrn Köhler für ganz und gar berechtigt, benn was kann - unnützen, wenn bie Firma Krupp in Esten und SuthonnungShütte zu
Oberhausen in hiesiger Gegend bie besten Gruben haben und fre rühm lastm, hol n aber ihre Erze auS dem Ausland; e« gibt Heute gmug, bte nichts zu froh wärm, wmn sie fragl. Gruben betreiben könnten. Uederhaupt gikt <8 auch Leute, die Alle«, was ihnm nicht gefällt, für sozialistiich holten.
Für bte Bergleute be« Bezirk« Grünberg-Lich gez. Mohr.
«»tteSdieu- tn der Synagoge
Donnerstag ben 7. und Freitag den 8. Apnl 1898 Paflahsest.
1. Tag. Vorabend 6« Uhr, Morgens 8*° Uhr Predigt, Nachmittaas 4 Uhr, Abends 7* Uhr.
2. Tag. Morgens 8« Uhr Predigt, Abends 644 Ubr.
Samstag den S. April 1898.
Vorabend 6" Uhr, Morgens 8* Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7*» Uhr.
In den Hatbfeiertagen: Morgens 7 Uhr, Abends 7“ Uhr.
Während der Sommermonate beginnt der Morgen- gotteodienst am Sabbaih um IP Uhr Morgen».
Verkehr, €<mb* nttö
G-est-a, 6. April. Marktbericht. Aus dem heutige» Wochenmartt kostetm: Butter pr. Pfd. X 1,00—1.20, Hühnereier pr. 6t. 6-0 4, 2 St. 11-12 ch, Enteneier 1 St. 6-7 4, Gänse- cier pr. St. 12—13 H, Käse pr. Et. 4—8 A. Käsemattc pr. St. 3 Lrbsm pr. Liter 19 Linsen pr. Liter 31 A, Tauben pr. Paar X 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,30 di« 1,50, Hahnm pr. Stück X 1,20—1,60, Enten pr. Stück X 1,7c—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh. und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 A> Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bi« 72 A, Schweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 * Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 A. Kartoffeln pr. 100 Silo 5,50 btt 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 A. Zwiebeln pr Lattner 8,50—9,60 X, Milch pr. Liter 16 A-
Neueste Nachrichten.
Depeschen be« Bureau „Herold"'.
Berlin, 5. April. Wie dem „Berl. Tagebl." au- Posen telegraphirt wird, verboten die Polizeibehörden der Provinz Posen den wetteren verkauf von Uhren und.Schmuck- fachen mit dem polntschea Reichsadler nnd Inschriften polnisch- vattovalen Inhaltes.
Luzern, 5. April. Am Urner Loch am St. Gotthardt stürzte eine Lawine herab unb begrub zehn Personen, Zwei davon find tobt, vier liegen noch unter den Schutt- maffen, die übrigen find gerettet. Der Postverkehr ist unterbrochen.
Wien, 5. April. Der Ulanencabett Burnaco rfi gerieth gestern wegen eines Mädchen« mit Rabfahrern in Streit. Er gebrauchte hierbei feinen Säbel und spaltete einem Mechaniker den Schädel. Die Untersuchung ist eingeleUet.
Rom, 5. April. Der Marineminister vrin lehnte dankend die Anträge de- amerikanischen Bevollmächtigten, welcher mehrere Schiffe be« Reseroe-Marine- Geschwader« anlaufen wollte, ab. An Spanien werden ebensoll« keine weiteren Schiffe mehr verkauft.
«rüffel, 5. April. Der Prozeß Car pelle wurde auch gestern noch nicht zu Ende geführt. Der Staat«an«alt beantragte gegen Carpelle und gegen die Wuchert» van de Neynde daS höchste Strafmaß, nämlich 2, bezw. 4 Jahre. Die Platdoyer- wurden ebenfalls bet geschloffenen Thüren gehalten.
Paris, 5. April. »Echo de Paris" sagt, daß der Krieg-- Minister den KriegSrath für nächsten Donnerstag zu- sammenberufen werde. Das Blatt glaubt zu wiffen, daß die Oberoffiziere und der KriegSminister selbst, bte von Zola angegriffen wurden, keinen Special Prozeß anstrengen werden. Die Sitzung de-Krieg-ratheS wird tm gewöhnlichen Sitzungt- saale stattfinden.
Athen, 5. April. ZaimtS verlas gestern in der Kammer ein königliches Decret, wodurch die Kammer aufgelöst wurde.
Wien, 5. April. Die Ministerberathungen über daS gemeinsame Budget werden heute fortgesetzt, da auch gestern noch keine Einigung erzielt wurde. Die Entscheidung dürfte heute Nachmittag in dem gemeinsamen Mintsterrath unter dem Borfitz deS Kaisers fallen. Die Marinefordernoge» gelten als zum größten Thetle abgelehnt.
Newyork, 5. April. Infolge eines Dammbruche- am Ohio-Fluß im Staate Illinois sollen über 500 Menschen verunglückt sein.
NewPotk, 5. April. Die fremden Vertreter find von ihren Regierungen benachrichtigt worben, daß zwischen mehreren europäischen Mächten Noten, einen Vermittlungsversuch betreffend, ausgewechselt worden find. Eine Note besagt, daß die Bereinigten Staaten weder eine Vermittelung noch eine Dazwischenkunft einer fremden Macht annehmen könnten. Im Uebrigen sei bis jetzt noch kein BermittlungSvorschlag an» geboten worden.
WB. Habana, 5. April. Sin Manifest der cuba- nischen Regierung besagt, die Autonomie bedeute den Frieden und Eintracht, von denen Niemand anSgeschlofftn - fie eröffnet ein Feld allen gesetzlichen Bestrebungen. Da- Vaterland muß gegen Süßere und innere Gefahren vertheidigt werden. Die cudanische öerfaffung ist verbeffernngSfShig. Die Mehrheit der Kammer wird über die eigene Regierung entscheiden - der Weg ist offen für jede sociale Bethätiguog«- art- der Augenblick ist gekommen, die Feindseligkeiten einzu- stellen und in Eintracht zu leben. Ergreifen wir die Jnitia. tive, indem wir Achtung de« Leben- gewährleisten und drücken wir den Wunsch nach Frieden an- nnd verzweifeln wir nicht, ihn aufrecht zu halten an« Liebe zu Cuba.
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