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Sonntag den 3. Juli
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m. 153 Viertes Blatt.
Krscheinl täglich tut Ausnahme des MnntagS.
Die Gießener ^«milien-tätter »erden dem Anzeiger ^Schentlich viermal beigelegt.
Gießener Anzeiger
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Fernsprecher Nr. 51.
Anrtlicher Lbeil.
Gießen, den 1. Juli 1898.
Vetr.: Die Rewunertrung des Feldschutzpersonal-.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
es die Orstzh. Vür-ermeistereie« des Kreises.
Don Großh. Minifterium deS Innern ist uns auch in | diesem Jahre zur Belohnung des Feldschutzpersonal- ein \ Credit zur Verfügung gestellt worden.
Sie wollen uns daher binnen 14 Tagen über die Dieustführung derjenigen Frldschützen Ihrer Gemeinde, welche stch durch treue Pflichterfüllung ausgezeichnet haben, nach folgendem Schema berichten.
Name.
Alter.
Dienstjahre.
Anzahl der pro 1897,98 von dem Feld- schützen erhobenen Anzeigen.
Zahl der in Folge der Anzeigen erfolgten Bestrafungen.
Aeußerung über die Dienstführung.
1
Wir machen noch darauf aufmerksam, daß eS weniger auf die Zahl der zur Anzeige gebrachten Feldfrevel ankommt, al- auf den von den betr. Bediensteten berhätigten Dienst» eifer, insbesondere in Verhütung von Freveln durch stete Anwesenheit im Felde, und daß ferner auch da- außerdienstliche Verhalten (nüchterner Lebenswandel) mit in Betracht zu ziehen ist.
Gleichzeitig werden Tie unS diejenigen Feldschützen, welche Sie einer Belohnung nicht für würdig halten, unter Angabe der Gründe btneunen.
v. Gagern.
Gefunden: Geld, 1 Portemonna e mit Inhalt, 1 Brosche, 1 Lotterie-Loo», 1 Brodbüchse, 1 Notizbuch, 1 Säbelscheide, 2 Regenschirme, 1 Schürze, 1 Medaille, 1 Drehorgel und 1 goldener Ohrring.
Gießen, den 2. Juli 1898.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.
Deutsches Reich.
Berlin, 1. Juni. Die Reise deS StaatSsecretärS v. Podbielski nach Oesterreich-Ungarn hängt nach der „Mil. u. Pol. Corresp." mit dem Bestreben zusammen, den Reichspoftdienst nach Möglichkeit zu vereinfachen und zu verbilligen. Hand in Hand damit geht der Wunsch, den erwerbsfähigen Frauen ein Feld der Thätigkeit tn höherem Maße zu erschließen als dies bisher der Fall war. In Oesterreich find im Postdienft weit mehr Frauen und Mädchen angestellt als bet uns.
Berlin, 1. Juli. Vorbereitung von Handel-- Verträgen. Die vom ReichSamt deS Innern neu und ausdrücklich für die Boiberettung der Handelsverträge heraus- gegebenen sogen, „grünen Hefte" sollen nach Behauptung be- Iheiligter Kreise in Abweichung von der ReichSstattstik nicht nur lückenhaft sein, sondern in dem gegebenen Material mancherlei Fehler und Versehen enthalten, so daß ihre praktische Brauchbarkeit wesentlich beeinträchtigt erscheint. Dem Der- nehmen nach soll die „Centralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen" bereits mit einer Revifion beschäftigt sein. — Osfik'ös wird zunächst auf diesen Vorwurf Folgende- er- widert: „Die Reich-verwaltuog ist natürlich nicht in der Lage, gegenüber einem so allgemein gehaltenen Angriff, der jede Bezeichnung bestimmter Mängel vermeidet, in eine Nach- Prüfung der Hundertausende von Z'ffern einzutreten, die in der Zusammenstellung enthalten find. Genügen muß für jetzt die Bemerkung, daß die Zusammenstellung im kaiserlichen Statistischen Amt ganz na* denselben Grundsätzen ausgearbeitet ist, wie der im Jahre 1891 erschienene Band 51 der Veröffentlichungen deS Statistischen Amt-, welcher den allgemeinen Beifall der betheiligten Kreise gefunden hat."
Berlin, 1. Juli. Gegen die Socialdemokratie. Von manchen Blättern wird eine Kundgebung von höchster Stelle an sämmtliche Beamte in Au-ficht gestellt, worin ihnen die Betheiligung an der Socialdemokratie auf doS Strengste verboten wird. Fortlaufend soll dem Kaiser über die Durchführung de- Erlöste- berichtet werden.
Straßburg, 1. Juli. Der Mörder der Leonie Lau
bacher ist in der Person eines Korbmachers Jacob Gier, gebürtig von Huelzweiler, ermittelt und verhaftet worden.
Attsts«-
Wien, 1. Juli. Nachdem die Covfrrenzeu des Grafen Thun mit den jungtschechischen Vertrauensmännern resultatlos abgebrochen find, beabsichiigt Graf Thun mit dem verfassungstreuen Großgrundbesitz Fühlung zu nehmen. Der verfaffungStreue Großgrundbefitz in Böhmen hält au- diesem Grunde in Prag am Sonntag eine Eonfereuz ab, welcher auch der HandelSrninister beiwohnen wird.
Wien, 1. Juli. Der neu ernannte hier eingetroffene spanische Botschafter stattete heute Nachmittag dem ‘ Grafen Goluchow-ky einen längeren Besuch ab. Man ' glaubt, daß zwischen beiden Diplomaten ein Austausch der Meinungen über die Chancen einer Friedensvermittelung stattgefunden habe.
Lemberg, 1. Juli. Ein furchtbares Unwetter zerstörte die Ortschaften Skilvow und Bafiowka fast vollständig und richtete große Verwüstungen in verschiedenen Ortschaften an.
Loudon, 1. Juli. „Daily Mail" meldet auS Washington, man scheine in politischen Kreisen versichert zu feh, daß Deutschland sich bemüht, mit den Insurgenten Manilas einen Vertrag abzufchließen und Aguiualdo zu unterstützen, eine unabhängige Regierung zu bilden. Deutschland werde durch diese den Insurgenten geleisteten Dienste bedeutende Vortheile erhalten. Jedenfalls bereite die Lage auf den Philippinen den Amerikanern große Besorgniß.
Loudon, 1. Juli. Aus Washington wird gemeldet, daß tn Amerika vier Insurgenten angekommen find, welche derart erschöpft waren, daß fi: bald nach ihrer Ankunft starben. Man schließt daraus, daß eS den Insurgenten an Nahrung fehlt, und daß man sich bei einem Angriff auf Santiago nicht zu sehr auf die Insurgenten verlassen kann.
Madrid, 1. Juli. ES verlautet, die Regierung habe ein Telegramm über eine Schlacht bei Santiago erhalten, deren Au-gang für die Spanier günstig sei. Da- Gerücht ist amtlich noch nicht bestätigt.
Madrid, 1. Juli. Fünf amerikanische Kriegsschiffe bombardirten die Fort- von Cafilda und fügten ihnen namhafte Beschädigungen zu.
Kairo, 1. Juli. Der Kreuzer „Bisa de Luzon" ist gestern Abend tn Port Said angekommen, desgleichen mehrere andere spanische Schiffe, bet denen große Reparaturen vor- genommeu werden müffen. Die spanische Regierung sammelt im Mittelmeer große Mengen Kohlen an, um die Flotte im Rothen Meere damit zu verprovtcmtiren.
New-Hort, 1. Juli. Nach Meldungen des „New ^ork- Herald" find die Vertreter Oesterreich-Ungarn- und Frankreich- in Washington bemüht, wegen der FrtedenSdeding- unaen zu fonMren.
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Vermischte»
* Kölner Schülerreise. In den reichen Kranz der Kölner : Schülerreisen wird in diesem Jahre das 16. Blatt ein- , gefügt werden. — Fünfzehn wohlgelungene, lehrreiche und billige Reisen hat deren Begründer, der städtische Turnlehrer Weidner zu Köln, mit Geschick und Glück geleitet. — So groß auch öfters die Entfernungen und die Zahl der jugend- : lichen Theilnehmer waren, der Oberleitung ist es doch stets gelungen, Groß und Klein mit heiler Haut in die Heimath zuiückzuführen. — Im vergangenen Jahre hatte Jung-Rhein- • land zum zweiten Male der Lagunenstadt an der Adria mit vollen 25 Mann einen Besuch abgestottet, dieser Jahr ist die Kaiserstadt an der schönen blauen Donau als das Endziel der Reife in Aussicht genommen. — Ueber München und 1 Partenkirchen, wo eine ganze Woche Standquartier bezogen und für die minderjährigen sowie die erholungsbedürftigen , Schüler auf vier Wochen ein Gebirgs-Ferienheim, überwacht : von einem erfahrenen Pädagogen, eingerichtet wird, geht der - Zug der fahrenden Scholaren zunächst in das Gebiet der j Oetzthaler Alpen und von hier aus über Meran in die ! Dolomiten, zu einem nochmaligen, längeren Aufenthalte. — Erwachsenen Angehörigen steht, wie auch früher, der An- schluß frei. _____________________
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Carl , LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 30. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.! Der Doppelschrauben-Postdampfer Königin Luise, Capttän W. v. Schuckmann vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr > Morgens wohlbehalten tn New-Aork angekommen.
Auszug aus den Standesanrtsregistern
der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Juni: 16. Otto Hugo Meyer, Kaufmann zu Gießen, mit Johannette Henriette Phittppine Matkomesius Hierselbst. 24. Friedrich Carl Wilhelm Ludwig Poly, Secondelieutenant dahier, mit Friederike Caroline Alexandrine Leopoldine Sofie von Meibom Hierselbst. 25. Karl Leib, Maurer zu Gleiberg, mit Dorothea Weitz dahier. 25. Theodor Brückmann, Schutzmann zu Aachen, mit Marte Schwalb zu Rödgen. 28. Georg Morschcck, Weißbinder zu Salzböden, mit Elisabethe Schneider zu Fronhausen. 29. Georg Ludwig Schmitt, Glaser dahier, mit Marte Antonte Treibenftdn zu Biedenkopf. Juli: 1. Gabriel Levi, Lehrer und Kantor zu Kolbei g, mit Therese Levy hierselbst. 1. Heinrich Martin Klärner, Hilfswagenmeister dahier, mit Sophie Georgine Eckhard zu Wetzlar.
Eheschließungen.
Juni: 25. Johann Emil Koch, Friseur dahier, mit Mathilde Elise Marie Weisel hierselbst. 25. Justus Henning, Locomotioheizer zu Dillenburg, mit Marie Helene Ottilie Müller hierselbst. 25. Philipp Hahn, Fabrikarbeiter dabter, mit Anna Hormel von Oberwalgern. 27. Hermann Fleischer, Schneider dahier, mit Katharine Schneider von Bobenhausen. 28. Paul Friedrich Heinrich Constantin Pfann- müller, Pfarrverwalter zu Wimpsen, mit Luise Dorothea Katharine Philippine Mayer hierselbst.
Geborene.
Juni: 23. Dem Eisendreher Wilhelm Lotz eine Tochter, Lin« Katharine. 24. Dem Schutzmann Hermann Schäfer ein Sohn. 24. Dem Sortirmetster Heinrich Stimmer eine Tochter 26. Dem Eisendreher Karl Enz ein Sohn, Friedrich. 29. Dem Großh. Beigeordneten Hans Wolff ein Sohn. 29. Dem Director der höheren Mädchenschule Dr. Adolf Stoeriko eine Tochter. 29. Dem Kaufmann Louis Benner ein Sohn. 29. Dem Herrschastsdiener Franz Gopon eine Tochter, Else Martha. 30. Dem Braumeister Carl Adolf Beichele ein Sohn.
Gestorbene.
Juni: 26. Elise Balser, 7 Wochen alt, Tochter von Fabrikarbeiter Johannes Peter Balser dahier. 26. Philipp Bernhardt, 50 Jahre alt, Wagenputz?r dahier. 27. Friederike Ruhland, geb. Bambey, 51 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Philipp Ruhland zu Nieder-Wöllstadt. 28. Elisabeth Müller, 65 Jahre alt, Lehrerin in Pension dahier. 29. Fanny Reis, geb. Katz, 62Jabrealt, Wiitwe von Lithographen Salomon Reis dahier. 29. Gäspär Goldberger, 27 Jahre alt, Student dahier. 30. Wilhelmine Helene Dapper, 6>/r Monate alt, Tochter von Bremser Baltbaser Dapper dahier.
Auszug aus den Kirchenbüchern
der Stadt Gietzcu.
Evangelische Gemeiutze.
Getraute.
Matthäusgemeinde.
Den 25. Juni. Justus Henning, Locomotioheizer zu Dillenburg, und Marie Helene Ottilie Müller, Tochter des Wagenmeisters Otto Bernhard Müller zu Gießen.
Den 26. Juni. Johann Emil Koch, Friseur zu Gießen, und Mathilde Elise Marie Weisel, Tochter des Mineralwafferhändler Johannes Weisel zu Gießen.
Den 27. Juni. Hermann Fleischer, Schneider zu Gießen, und Katharine Schneider, Tochter des Ackermanns Johannes Schneider zu Bobenhausen.
M«rkuSgemeinde.
Den 26. Juni. Friedrich Wilhelm Müller, Wagner zu Gießen, und Katharine Schweitzer, Tochter des Maurers Philipp Schweitzer zu Gießen.
JohanneSgemeiude
Den 25. Juni. Philipp Hahn, Fabrikarbeiter, und Ann« Hormel, Tochter deS T«glöhners Johannes Hormel zu Marburg.
Getaufte.
M«ttdäusgemeindk.
Den 26. Juni. Dem Bureauoorsteher bei Großh. Provinzial- direction Oberhessen und Großh. Kreisamt Gießen Georg Philipp Eduard Schtffnte eine Tochter, Marie Wilhelmine Clottlde, geboren den 3. Juni. ,
Denselben. Dem Küfer Friedrich Knorr eine Tochter, Johanna Ida Margarethe, geboren den 15. Mat.
Denselben. Dem Bahnarbeiter Heinrich Berg eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine, geboren den 7. Juni.
Den 28. Juni. Dem Wirth Albert Rahneseld ein Sohn, Georg Johannes Wilhelm, geboren den 3. Juni.
M«rkuSgemeinde.
Den 25. Juni. Dem Schutzmann Karl Lachmann ein Sohn, Karl, geboren den 7. Juni.
Den 26. Juni. Dem Wagner Friedrich Müller eine Tochter, Anna Maria, geboren den 26. März.
Denselben. Dem Weißbinder Friedrich Schupp eine Tochter, Luise Katharine, geboren den 8. Mai.
Den 27. Juni. Dem Wirth Johannes Arnold ein Sohn, Wilhelm, geboren den 15. Mai.
Den 29. Juni. Ein unehelicher Sohn, Philipp Friedrich, geboren den 10. Juni.
JohanneSgemeinde.
Den 26. Juni. Dem Packer Philipp Müller ein Sohn, Johann Hermann, geboren den 16. Mai.
Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Wallbott ein Sohn Carl OSkar, geboren den 25. Mai.
Beerdigte.
Matth äusgemeinde.
Den 29. Juni. Philipp Bernhardt, Bahnarbeiter, ein Wittwer, 51 Jabre alt, starb den 26. Juni.
Den 30. Juni. Elisabeth Müller, Lehrerin i. P., 65 Jahre alt, starb den 28. Juni.


