Ausgabe 
3.4.1898 Viertes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

»ber weniger bhreet der spastischen Souveränetät widerstreiten. Gvtfchiedeu war mau für Ablehnung einer beftimmtzn Frist jtnr Beendigung des Kriege-. In Meftm Sinn wird eine Este an Woodfort abgehen. Ob Krieg oder Frieden hän^t »ach einer Aeußerung einer hervorragenden militärischen Per- ssvlichkeit an einem Haar, namentlich an der Antwort Mae Kinley» und an dessen Einfluß auf die Cupaner. Die Tourse fallen.

Hamborg, 1. April. DerHamb. Eorre'p." meldet, daß durch kaiserliche» Handschreiben Generaloberst Gra Waldersee an Stelle de» in den Ruhestand tretenden Feld- »arschall» Graf Blumenthal zum Jnspeetor bet 3. Armee- Atspeetion ernannt worden sei.

Sitzung öer Stadtverordneten

am 1. April 1898.

Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Vrigeordneten Georgi und Wolff, von Seiten der Stadtver« rrdneten die Herren Adami, Brück, Faber, Grünewald, Heyligenstädt, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Homberger, Keller, Kirch, Köber, Ocbtg, Petri, Schmoll, Schiele, Scheel »vd Br. Thaer.

Za Beginn der Sitzung stellt Herr Oberbürgermeister Gnauth die Namen derjenigen Mitglieder fest, welche durch »«entschuldigtes Fehlen e» verschuldet haben, daß die Sitzung erst/< Stunden später als anberaumt beginnen konnte und darüber die rechtzeitig erschienenen Mitglieder ihre Zeit ver­loren haben.

Es wird zunächst für die freihändig erfolgte Abgabe von Holz au» der Hand die erforderliche nachträgliche Genehmigung der Versammlung ertheilt.

Gegen den verkauf mehrerer Quadratmeter an der Hofmannstraße liegenden, in die Hollergaffe fallenden Hospital» gelände» an die Stadt hat die Versammlung nichts zu erinnern.

Der vom Allgemeinen Verein für Armen» und Krankenpflege bezüglich dessen Miethepatronats über die von demselben bisher innegehabten Häuser beantragten Neu­regelung, wonach die au bezeichneten Häusern nöthigen Her­stellungsarbeiten auf Grund eine» besonderen Voranschlag» au»geführt, kleinere Herstellungen durch den Verein selbst» ständig vorgenommen und solche dringender Art selbst mit Leberschreitung Le» Voranschlag» auSgeführt werden können, wird auf Antrag der Baudeputation zugestimmt.

Da» Gesuch de» Herrn L. Seultng um Belassung von 3 Meter breiten Vorgärten vor den beiden projrctirten Neubauten an der Wallthorstraße wird befürwortet.

Die Versammlung genehmigte die Voranschläge über falgenbe behufs Verbesserung der Beleuchtung vor- zvnehmende Arbeiten: 1. Versetzen der Candelaber und Ein­richtung von Glühltcht in denselben, sowie Aufstellung zweier «euer Eandelaber am LudwigSplatz und dem anschließenden Thetle der Grünbergerftraße (676 Mk.), 2. Aufstellung eiferner Eandelaber au Stelle der hölzernen in der Bergstraße $320 Mk.), 3. Auswechselung der provisorischen Rohrleitung i» der Moltkeftraße und Ersatz der Holzcandelader durch etferne (615 Mk.), 4) Verbesserung der Beleuchtung am west» ltchen Eingang der Nordanlage durch Verletzen eine- Cande- laber» und Aufstellung eines neuen (165 Mk.). Herr Köber st>rach fich für Aufstellung eines mehrarmtgen Candelaber» am Dreieck zwischen Garten» und Bergstraße aus, wogegen Herr Oberbügermeister Gnauth bemerkte, daß dadurch keine Laterne in einer der beiden Straßen entbehrlich werde, glaubt auch nicht, daß ein solcher Eandelaber zur Verschönerung deS Platzes beitragen würde. Auf die Bemerkung deS Herrn Heichel­heim, ob nicht da» Trottoir entlang der Mauer an Steins Garten in der Bergstraße verbreitert werden könne, entgegnet Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß wohl sobald daran nicht zu denken sei. Nach einer wetteren Mittheilung de» Herrn Oberbürgermeisters hat die Gaserzeugung im gestern abgelaufenen Betrtebsjahre eine erfreuliche Steigerung er» jähren, sse hob fich von 995 164 Cubtkmeter in 1896/97 auf 1090959 Cubikmeter in 1897/98, was einer Zunahme von IM/j pLt. entspricht.

DieASphaltarbeiten zur Anlage erhöhter Trottoir» ta der Dammftraße zwischen Nordavlage und Walllhor und am Seltersweg zwischen Kreuzplatz und Matgaffe sollen der Firma Herm. Thiele hier übertragen werden, die Kiese» rmig von gepreßten Sementplättchen für die Dammstroße xmb die Marburgerstrahe, 930 Quadratmeter & Mk. 3.13, »er Firma Ken je in Kreiensen, und die Kieferung von Basaltlava-Bordsteinen, ä Quadratmeter Mk. 4.50 für ge» rabe, Mk. 4.90 für geschweifte, der Firma Heinr. Winu ta Gießen.

Die Kieferung der Röhren zur Ableitung der Gase und Dünste aus dem Kaboratorium des Realgymnasiums-Etwette» rungSdaueS soll der Firma Rübsamen hier übertragen werden.

Bon den Schreinerarbelten für ben ErweiterungS» bau des Realgymnasiums wurde das erste KooS zu 858.68 Mk. der Firma J.K. Bernhard, daS zweite KooS zu 1611.96 Mk. iÄQn^ltnia Weigel, das dritte KooS zu

1680.11 Mk. der Firma Earl Hahn übertragen. Bon ben Sch lo ff er arbeiten erhielten Koos I oie Firma l«xl etoht I. 8u 829 TOf., 8oo« II btc frtma H.L-y-r. japf Au 690,70 Mk., 800« HI bte z,rm° wuhklm Sie gier zu 793.60 Mk., und von diu Witßdinder- 8*imo $> Lauo«pu<d ba« erst- Loo« für 84ooä?^,»tm8l,ma ®«- ®0ner in. do« zmette Loo« »» 2845.12 Mk., d,e F rmo PH. Hohm-h-r Wwe. do« Mtil L°°«»u 1530.76 Mk. Von den G los - ror d-tl-» !»ll do« erste Loo« »u 874.78 Mk. -erFumnPH. Jacobi, ebeufo da, dritte Loo, »n 843.22 Mk., d°« »wette Loo, den Firmen H. Scherfs und H. Fillmann zu 1076 78 Mk., bo» vierte Koo» der Firma ». Bieren zu 943 41 Mk. übertragen worden. Für die Herstellung des K tu oleum- belag» in bezeichnetem Gebäude erhtelt die Firma Bl i bn er wlt 3.10 Mk. pro Quadratmeter den Zuschlag.

Herrn Deeonom Friedrich Soft soll auSaahm-weise die Errichtung mehrerer Oeconomtegebäude VN der Rodheimer» straße ausschließlich eines gegen die Bestimmungen de- § 18 de» OrtSbauftatut» verstoßenden Schuppen- gestattet werden.

Nachdem bereits seit längerer Zeit seitens der In­teressenten die Feldbereinigung aus dem rechten Kahn u ser inS Ange gefaßt ist, soll demnächst ein förmlicher Antrag in dieser Richtung gestellt werden. Der landwtrrh- schasrltche Kocalvereicr hat fich in seiner letzten Sitzung unter Bers-tn deS Herrn Oberbürgermeisters und mehreren Stadt­verordneten eingehend mit der Frage beschästigt und konnte auS den Verhandlungen mitgetheilt werden, daß die Stadt Gießen ihre Mitwirkung und Entgegenkommen in Aussicht ^stellt. Die landwirthschastliche Commission hat beantragt, im Falle ein r Feldbereinigung die ganzen Kosten der Wege- planirung und Chaulfirung der Hauptwege, die Anlage der HauptentwässerungSgräben auf die Stadt zu übernehmen, sofern unter Verzicht auf daS Gelände der alten Wege ihr d S zur Anlage neuer erforderliche Gelände kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ferner hat fich die Commiffion dafür ausgesprochen, daß ein Austausch von Gelände zwischen den Gemarkungen Heuchelheim und Gießen stattfinden möge. Die Gemarkung Gießen grenzt hart bis an Heuchelheim heran, so daß beispielsweise der Heuchelheimer Bahnhof zum größten Theile ouf Gießener Gemarkung liegt, anderntheilS besitzt die Gemeinde Heuchelheim Gelände an der Kahn, welches der Stadt Gießen näher liegt. Die Versammlung beschloß Annahme deS auf Austausch dieser Flurtheile lauten­den Antrages, sofern der Bonttirungswerlh oer beiderseitigen zu vertauschenden Gemarkungstheile möglichst ausgeglichen wird. Nach vorliegenden Mittheilungen find jenseits der Kahn 402 Morgen Feld bereinigt, 1802 Morgen noch nicht.

Die Baugenossenschaft de» evangelischen Arbeitervereins hat, um mit dem Bau von Arbeiter» Wohnungen fortfahren zu können, um ein Darlehen von 20,000 Mk. ans der Plock'fchen Stiftung nachgefucht. Wie Herr Oberbürgermeister Gnauth mittheilt, hat die Bauge­nossenschaft nicht die Absicht, die von ihr errichteten Häuser mit Hypotheken zu belasten, weil dann die Häuser zu leicht in das unbeschränkte Eigenthum der Inhaber Übergehen und Gegenstand der Spekulation werden würden, dies aber nicht der Abficht und dem Zwecke der Genossenschaft entspreche. Da nach den Bestimmungen der Plock'fchen Stiftung indeß Capitalien aus derselben nur gegen hypothekarische Sicherheit ausgeliehen werden können, so hätte im vorliegenden Falle die Stadt Gießen zu haften. Nach Vortrag der einschlägigen Verhältnisse, in welchen fich die Baugenossenschaft befindet, theilte der Herr Oberbürgermeister mit, daß keine Bedenken vorliegen, diese Garantie auf die Stabt zu übernehmen und beschloß die veriammlung demgemäß.

Die folgenden Gesuche um Erlaubniß zum WirlhschaftS» betrieb werden durch Bejahung der Bedürfnißfrage hinsichtlich des AuSschankeS von Branntwein btjaht: Gesuch deS Balthasar Schornber für daS HauS Brandplatz 13, des Michael Kreiling Mr das Haus Rodheimerstraße 2, der Martin Gebauer Wwe. für daS HauS Kicherstroße 26, des Fritz Müller für das Hau» Kudwigftraße 6. Bezüglich drS Gesuchs des W. Latz um Erlaubniß zum Ausichank von Branntwein über die Straße im Hause Bahnhofstraße hat die Versammlung die Bedürfnißfrage mit Rücksicht auf da» Vorhandensein mehrerer Schanklocale und Verkaufsstellen in nächster Umgebung verneint.

In dem nicht öffentlichen Theil der gestrigen Sitzung der Stadiverordneten-Bersammlung wurden die drei neuer­richteten Schutzmanustellen nach Antrag Großh. Polizeiamtr» dem HülsSdremser Carl Brasch zu Nidda, dem Wärter Carl Haas zu Hofheim und dem Straßenbahn- Schaffner Carl Kachmann zu Köln übertragen. DeS Weiteren wurde die Enteignung deS zur Ausführung einer Querstraße zwischen Kiebigftraße und Riegelpfad erforder- ten Kennel'schen Geländes (318 Quadratmeter) be- chlossen. Endlich wurde dem Beitauf des Ecke der Nordanlage und Steinstraße gelegenen städtischen Bauplatzes (652 Quadratmeter) um 7500 Mk. juge» iirnwt.

Cocalts Mnt prwtttiirUe».

Gieße», den 2. April.

* KeineBluihenkatzchen" brechen! Raum hat der erste Sonnenstrahl vie schlummernde Natur wieder erweckt, so kann man auch den alljährlich gerügten Unfug wieder beob­achten, daß hauptsächlich Kinder eine förmliche Jagd nach ogenannteu Weidenkätzchen anstellen. Man begnügt fich nicht mit einem Zweige, fordern ganze Hefte werden ob- gerisseu. um in der nächsten Stunde weggeworfen zu werden. Berufene Organe möchten bod) diesem Unfug steuern!

Da» Abendessen der Soldaten. vom 1. April a 6 >aben unsere Soldaten Anspruch auf ein Abendessen! Noch )er Karte werden die MarSsöhne allerdings nicht speisen, trotzdem bedeutet die Neuerung eine wesentliche Erleichterung der Dienstpflicht. ES ist angeordnet, daß zur Morgen- und MittagSkoft stets warme Speisen verabreicht werden. Al» Morgenkost dient Suppe oder Kaffee, zum Mittagessen sollen warme Speisen in verschiedener Zusammensetzung gegeben werden. DaS Abendessen kann namentlich im Sommer und an Festtagen, aus kalten Speisen bestehen, welche schon bald nach dem MittagSkffen zur Ausgabe gelangen können. An Soun- und Feiertagen, sowie nach längeren, über die Mittags- zeit hinaus dauernden Uebungen soll statt getrennter Mittags» und Abendkost eine entsprechend verbesserte Mittagskost auS» gegeben werden. Die Vorgesetzten sollen besonder- darüber wachen, daß die bezüglichen Anordnungen über Qualität und Quantität der Speisen jederzeit Beachtung finden.

Butzbach, 1. April. DieButzbacher Zeitung- präsentirt fich heute zu Ehren de» Altreichskanzler» in festlichem

Universität- - Nachrichten.

Hamburg, 29. März. Der Kgl. Mufikdireclot Reinbrecht Organist der hiesigen Nikolaikirch., wird einem Rufe als Univcrsi ätS- mufikdtreclor nach GreiiSwald Folge triften.

Die Kaiserlich Leopo>dinisch Karolinische deutsch- Akademie der Naturforscher in Halle erkannte ihre goldene Cotheniu» Medaille dem Chemiker P ofiffor Emil Fischer in Berlin zu.

Gewände. Die ^Getreuen von Butzbachs haben, m'e wir 1 daraus entnehmen, dreseS Mal als GeburtStagSge chenk einen Elender auf da» 84. Lebensjahr des Fürsten Bismarck pc» pkndet, der olbumari.g ansoestaltet und wobei in kunstvoller Ausstattung recht Tüchtiges geleistet ist.

Laubach, 31.-z. Der Einzug de» neu vermählte» gräflichen Paares in unsere Stadt wird, dem vernehmen nach, Dient tag den 19. April erfolgen.

VevAnischtes.

* Der jüngste Abiturient des Deutsche» Reichs ist der \ einzige Sohn deS practtschen Arztes W: l li m in Breslau, I der mit der ehemaligen Herzogin Paulrne von Württemberg vermählt ist. Der Abiturient steht tu dem Älter von 15Vi Jahren.

«iu Unternehme», wie es in feiner Großartigkeit einzig dastehen wird, ist tn Dresden geplant. Es handelt sich darum, einen großen Theil deS Königreichs Sachsen vo» einer einzigen Centralstelle auS mit elektrisch:? Energie zu versehen. Man will bei den südlich von Dresden belegenen Hänichener Kohlenwerkeu eine Centrale errichten, au die 168 Ortschaften angeschloffen werden sollen. Es handelt sich hier um einen Fortschritt, zu dem, wenn er ausgeführt ist, daS Königreich Sachsen zu beglückwünschen ist.

* Der Untergang der81 be" bat jetzt noch einen Proceß flegen daS Deutsche Reich zur Folge gehabt, der soeben zum Nachtheile deS letzteren entschieden worden ist. Die Be* | mannung des Ostender Fischerkutters Nr. 0,144 hatte in der Nordsee einen Beutel der deutschen Post ausgefischt, der 450 eingeschriebene Briefe enthielt. Davon hatten 17 fich durch den Einfluß deS Waffers geöffnet. Ketztere allein schon enthielten Checks im Werthe von mehr als 100000 Franken. Obwohl die deutsche Regierung den Fischern unverzüglich eine Belohnung von 500 Franken hatte anszahlen lassen^ verlangte der Rheder der betreffenden Schaluppe ein Drittel deS WertheS, laut deS EatschädigungSrechteS für gerettete Gegenstände, die von Schiffbrüchen herrühren. Da» Handels­gericht von Ostende war nun zwar nicht der Meinung, daß ein Postfack ein Wrackstück im eigentlichen Sinne darstellt, es vrrurtheilte aber trotzdem die Reichsverwaltung zur Zahlung einer Entschädigung von 1800 Franken.

Sine unnatürliche Mutter ist die Kuise Dombrowski aus Rosenberg bet Hohenstein, welche kürzlich ihr ehe» 8 Tage altes Kind lebendig vergrub und fich dann entfernte. Der Knecht Jsler, welcher in der Nähe weilte, eilte hinzu und zog den kleinen Erdenbürger auS seinem unfreiwilligen Grabe wieder hervor. Die Mutter wurde ergriffen. Sie ist bereits Mutter von fünf Kindern, ihr Mann fitzt seit einem Jahre im Gefängniß.

* Rußlands Gefammt-kevolkermig beläuft fich nach der fünften Zählung auf 128 Millionen ©feien. Eine Bevölkerung von mehr als 100000 Seelen zählten 19 Städte Rußland», darunter (in Tausenden) Petersburg (1133), Moskau (989), Warschau (638), Odessa (405), Lodz (315), Riga (256), Kiew (247), ferner Charkow, Tiflis, Wilna, Taschkent, Ssaratow, Kasan, JekaterinoSIaw, Rostow a. Don, Astrachan, Baku, Tula und Küchinew. Die Zahl der Städte belief fich tm europäischen Rußland (ohne Polen) auf 604, in Polen auf 114, in Kaukasien auf 44, in Sibirien auf 49 und in Centralafien auf 54.

£iieratur unfc Kunft.

Sine muftergiliige Himmclskundc. .,Dar MektgeSäude". Ein gemeinverNändlichc Hnnmetekunde. Bon Dr. M. dSUoeim Meyer. Mit 287 Abbildungen im Text, 10 Karten und 31 Tafel» in Heliogravüre, Holzschnitt und Farbendruck. In Halbleder ge» bunten 16 Mk. oder in 14 Lieferungen zu j. 1 Mk. Verlag de» Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Der schwierigen Ausgabe, ein einheitliches Gemälde des Wellgebäudes, der hmrmlischcn Wellordnung und ihres innersten Wesens zu schaffen, konnte sicherlich Niemand besser als der vormalige allbekannte Director der BerlinerUrania" gerecht werden. Dr. M. Wilhelm Meyer ist eine in der deutschen populärwissenschaiiltchen ßiteialut längst obenan stehende Erscheinung. Sein die aesammten Gebiete der modernen Neturforschuvg mit phll^sophtscher Gedankentiefe über­schauendes Wissen ist in ben festen Schranken strenger Deduclion gehalten, während doch die Darstellungsweise durch die anerkannte Formvollendung deS Autor» und seine feltene Gabe tief poetischer Naturanschauung es dem Leier so leicht und reizvoll macht, diese» j Deduktionen zu folgen. Die Erhabenheit und üb^rwältlaende Größe deS unendlichen Gegenstandes, vor welch n früher oft Kr Laie al» vor etwas dem Fassunpi-vermögen de« gewöhnlichen Sterblichen Unerreichbarem zuruckjchlickle, we ben zu fesselnden und begeisternde» Momenten für bk Lectüre. B-kanntltch war Dr. Meyer der erste, der es wagte, selbst dem flüchtigen TageSzritungSleser astronomische Gegenstände in Feuilleton» vorzuführen. Ader «uch er hätte die große Aufgabe nicht völlig befikbigmb läsen können, wenn ihm nicht der Bei leger, da» Bibliographische Institut, mit der Voll­kommenheit der technischen Ausführung des Anschauungsmaterial» ; jur Seile gestanden hätte. Nirgend» im ganzen Gebiete ber Nalur- tchilderuiig find blldliche Darstellungen so unumgänglich, als in dem der Sternkunde, weil es dem 'Nichtastronomen unmöglich ist, die bei weitem meisten bet dehanbelten Objecte aus eigenem Augenschei» kenncn zu lernen. Selbst die wenigsten Fachleute sind ja Im Stande, die interessanten HimmelSwunder direct zu sehcn, da nur sehr wenige so glücklich sind, über den nöthigenHlmmelSschlüssel" zu verfügen. ES ist nun ganz verw.mberlich, zu sehen, wie perobiu piimitto die meisten der oiSher erschienenen Werke in bkfer Hmstcht auSgeftaitet tnb. Hier hat die VerlagShanblung thatkrästig Wandel g-sraffm, j und sie hat ben illustrativen Theil deS Meyer schcn Werke?, ber nicht weniger als 287 Abdilbungen im Text, 10 Karten unb 31 Tafel» | m Heliogravüre, Holzschnitt unb Farbendruck aufwcist, zu einer j Vollendung erhoben, die nur mit Dem Aufgebot aller Hilfsmittel I ber hochentwickelten graphischen Kunst erreicht w rden konnte. Dir bekannten Maler berUranta", H. Harber unb W. Kranz, haben unter ber Anleitung b?9 Autors höchst wirkungsvolle (^emäibe von lanbfchaftlich interefiar.ten Wirkungen astronom,scher Eleigntsse, wie Sonnen- und Monbficifterr., Kometerschelnungen ?c., Ideal Ansichten I von anderm Weltkölpern entworfen. Alle» in Allem Haden wir unzweifelhaft ein epochemachendes Werk vor uns.

7 *

JWt«8 * 26' 8 i Ixl' *"*R e*«bhl In?

Ärofborf« ?p' Der Älirc Klei

(Ufr e« ff m birCeättl jtiit btimtn, ® frifdjer Waare ArKMchi Ambros

Grab, vnb von allen äi e!8 daS empge n Arahambrod von bei «wivhlen. Die t ist bet

Ph. Her Mertweg 33.

Kischsbst, Türk.

Aprikosen, Apselrmg, ilose uti.

Datteln, Feigen re.

«pfi hll in mir I WLigft

fr HW

&

*®mkaDi8chi

,b8a»pen.Brf

Üeriei flel|

^ohlschmei Nahrhaft Reicht

Bülii