Ausgabe 
3.4.1898 Drittes Blatt
 
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der Betriebszeit das Gebäude verlassen, und jeder muß die üblichen Erholungspausen innerhalb der genannten Räume verbringen; es ist das kein besonderes Opfer, denn es be­findet fich in dem Gebäude auch eine Speiseanstalt, aus der diejenigen, die kein Essen mübringen, kalte Speisen und geeignete Getränke in den Arbeitszwischenpausen beziehen können, wovon natürlich sehr ergiebiger Gebrauch gemacht wird. Die Unterhaltung dieser Speiseanstalt erfolgt auf gemeinsame Kosten der Betheiligten, die gegen einen ein­maligen Beitrag von 1.50 Mk. an den jährlichen Ueber- schüffen der Einrichtung zu gleichen Theilen mitgenießen.

Deutsche» Leich,

Berlin, 1. April. Für den Zuwachs der Bevölke­rung Einkommen zu schaffen, au- dem Nahrung, Klei­dung, Wohnung und sonstige Bedürsuiffe bestritten werden können, ist bei einem so rasch wachsenden Volke, wie dem unsrigen, eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe bildet eine- der stärksten Argumente zu Gunsten derjenigen WirthschaftSpolttik, die unS eine wachsende Ver- werthung der Erzeugniffe unsere- Gewerbefleiße- im AuS- laude gestattet. Er ist noch nicht ernstlich versucht worden, nachzuweisen, woher denn da- Einkommen für den Zuwachs beschafft werden könnte, wenn nicht durch die Ausfuhr- Industrie. DaS kaiserliche statistische Amt hat kürzlich den Beweis geliefertt, daß Deutschland weit stärker auf Aus­dehnung seines Absätze» im Au-lande angewiesen ist, al- die anderen mit ihm vergleichbaren Länder. Allerdings nehmen Rußland und die Bereinigten Staaten noch schneller an Bolkszahl zu, al» Deutschland, aber beide haben noch weite Landflächen, auf denen sie sie uuterbringeu und fich ihren Unterhalt erwerben kaffen können,- beide find ungleich dünner bevöikert als Deutschland. DaS europäi-che Rußland (vom asiatischen ganz zu schweigen) hat nur 19,7 Einwohner pro Quadratkilometer, und wenn man da» nördliche Drittel als unbewohnbar ganz außer Ansatz läßt, immer erst etwa 30; die Bereinigten Staaten haben gar nur 7,5, Deutschland da­gegen 96,7. Frankreich hat nur 71,8 Einwohner pro Quadratkilometer und dabei einen Geburtenüberschuß von jährlich nur 93 700 oder ein Viertel Prozent. E» ist in der Lage, fich mit dem Absatz im Au-lande, den e- nun einmal besitzt, zu begnügen. Großbritannien und Irland haben 126 Einwohner pro Quadratkilometer und nehmen jährlich um 1,22 Prozent oder 479 000 Seelen zu. Auch sie können diesem sehr beträchtlichen Bevölkerungszuwachs kein Einkommen au- der heimischen Landwirrhschaft ge­währen, sondern nur au- der Industrie nebst Handel und Schifffahrt. Auch England kann nicht stehen bleiben und noch weniger darf e- seinen Absatz einschränken lasten. Die Sorge, daß die- wider feinen Willen dennoch geschehen könne, bildet die Beunruhigung der britischen Staatsmänner. Eng­land ist genöthigt, fich wachsenden Absatz im Au-lande zu verschaffen. Für Deutschland ist diese Nothweudigkeit noch bedeutend größer. Unser GeburtSüberschuh, der erfreulicher Weise zum Theil durch die Abnahme der Sterbefälle veran­laßt ist, beträgt nach der ärmlichen Siatistik für 1896: 815,783 Personen oder 1,55 pEt. Die überseeische AuS> Wanderung umfaßte tm selben Jahre nur 33,824 Personen und wird durch die Einwanderung einigermaßen ausgeglichen sein. Die außereuropäische Welt ist nur noch ia beschränktem Maße aufnahmefähig für unfern BrvölkeruugSüberschnß. Und wer auch der Auswanderung nichts in den Weg gelegt sehen will, vielmehr die AuSwanderungSsreihett für noth- wendig und heilsam hält, wird es doch für wünschen-werth erachten, wenn Deutschland seine Kinder bet sich behalten und ihnen selbst zu leben geben kann. Die Aufgabe der Lenker der deutschen Geschicke ist also, einem Bevölkerungszuwachs Einkommen zu verschaffen, der denjenigen der europäisch- britischen Länder um mehr als das anderthalbfache übersteigt. Dazu bietet sich als hauptsächlichstes Mittel die Ausfuhr- induftrte dar.

Die Rechtsconsulenten.

Unter den Abänderungen, welche die jetzt in der Com­mission des Reichstages durcbberalhene Novelle zur Civil Prozeßordnung durchführen will, ist ein Zusatz zu § 143 von einschneidender practischer Bedeutung. Dieser Paragraph der Civtlprozeßordnung bestimmte bisher, daß das Gericht Be­vollmächtigte und Beistände, welche das mündliche Verhandeln

strtS ungemein kindlich und wahr, männlich und klar. In btnLiebesliedern", namentlich den kürzeren, spruchartigen Gedichten desBuches der Liebe" macht sich eher ein kunst. volle» Schaffen geltend, worauf auch der Retchthum an Bildern und Gletchniffeo deutet.

In den übrigen, heiter angelegten Gedichten, den originellenTrinkliedern",Soldatenliedern" undLands- knechtSliedern" und den feit 1827 in verschiedenen Samm­lungen herauSgegebenen anmuthtgenKinderliedern" waltet dat volksthümliche Element vor. Diese Lieder stnd für den Gefang gedichtet und zum Theil mit vorzüglichem Geschick.

Außer den Gedichten, die 1874 in Berlin in achter Auflage erschienen, find noch insbesondere folgende Samm­lungen hervorzuheben:Rheinleden",Fünfzig Kinderlieber", »Fünfzig neue Kindrrlieder" usw. Eine vollständige Ausgabe derSiaderlieder" erschien 1877 in Berlin.

Eine Liedersammlung aber gab e» unter Allem, waS er gedichtet, welche für Hoffmann» Leben von der ent- scheidensten W cht'gkeit war, da» waren die von ihm also benanntenUnpolitischen Lieder", welche im Jahre 1840 herau»gegeben wurden. Eine große Reise nach Oesterreich, der Swweiz und Frankreich im F.ühjahr und Sommer 1839 lenkte nämlich seine Aufmerksamkeit mehr al» bisher auf da» politische Leben. Eine Reihe von Gedichten entstand, die sich rückstchtßloS gegen Fürsten und Adel richtete, ohne deshalb demagogisch zu sein. Unter dem täuschenden Namen sendete

vor Gericht gewerbsmäßig betreiben, zurück weisen kann. Die Vorlage macht hierzu den von der Commission gutgeheißenen Zusatz, daß diese Vorschriften keine Anwendung auf Personen findet, denen das mündliche Verhandeln vor Gericht durch eine Seitens der Justizverwaltung getroffene Anordnung gestattet ist.

In der der Novelle zur Civilprozeßordnung beiqegebenen Begründung wird diese Abänderung der Bestimmung des § 143 damit motivirt, daß die Bestimmung bei den einzelnen Amtsgerichten sehr verschieden gehandhabt werde, und die daraus sich ergebende Unsicherheit in den Kreisen der Rechts- consulenten lebhafte und ost wiederholte Klagen hervorgerufen habe. Indessen lasse sich, auch wenn man anerkenne, daß die Thätigkeit solcher Personen im amtsgerichtlichen Verfahren unter Umständen mit den Aufgaben der Rechtspflege wohl vereinbar sein kann, die Vorschrift nicht einfach beseitigen. § 35 der Gewerbeordnung, der die gewerbsmäßige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten polizeilich^ untersagt, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbe­treibenden darthun, sei unzureichend. Der Vorschlag ober, einer willkürlichen Handhabung der nach §143 dem Richter zustehenden Befugniß dadurch Schranken zu ziehen, daß gegen die Zurückweisung das Recht der Beschwerde gewährt wird, würde den Fortgang des Rechtsstreites zum Nachtheile der Parteien verzögern. Deßhalb schlägt die Regierung als gangbarsten Weg die erwähnte Abänderung vor.

Von Seiten der Anwälte wird der Vorschlag mit Ent­schiedenheit bekämpft, und der Verein deutscher Anwälte sowie die Vorstände von Anwaltskammern haben dagegen Petitionen an den Reichstag gerichtet. In diesen Petitionen wird geltend gemacht, daß die Neuerung eine materielle und ideelle Schädigung des Anwaltsstandes bedeute, und es wird hervor­gehoben, daß es ungerecht sei, den Consulenten Rechte ein­zuräumen, die der Anwalt auf sich nehmen müffe Es darf aber andererseits nicht verkannt werden, daß der Beruf der Rechtsconsulenten für alle die kleinen Amtsgerichte, an denen sich Anwälte aus Mangel an lohnender Praxis nicht nieder­lassen, eine Nothwendigkeit ist. Gegen Ende des vorigen Jahres betrug bie Anzahl der Amtsgerichte, in deren Bezirk sich noch fein Rechtsanwalt niedergelassen hat, 785. Für diese Bezirke, die vor allem in Süd- und Westd utschland gelegen sind, hat sich aber eine Erleichterung der Thätigkeit der Rechtsconsulenten als sehr erwünscht herausgestellt. Daß diese erleichterte Zulaffung nothwendig Mißstände im Gefolge haben muß, wird doch nicht ohne Weiteres behauptet werden können, da schon der § 35 der Gewerbeordnung Handhaben bittet, um unlauteren Elementen unter den Rechtsconsulenten entgegenzutreten. Diese Handhaben werden aber durch den § 143 der Civilprozeßordnung auch in der veränderten Gestalt erheblich verstärkt. Wird doch in der Begründung zu dem Gesetzentwurf über die Abänderung des § 143 aus­drücklich bemerkt:Selbstverständlich wird die Landesjustiz­verwaltung ober bie von ihr mit ben erforberlichen Anforbe- rungen betraute Behörbe auch in ber Lage sein, bie Zulaffung örtlich ober sachlich zu beschränken."

Vermischtes.

* Die Taufe eines NegrrmädchenS fand unter großem Zudrang in der Jerusalemer Kirche zu Berlin statt. Der Täufling war bie in Berlin geborene jüngste Tochter de» AschantihänptlingS der Feenpalast Truppe. Da» Kind wurde auf die Namen Aschio Sari, Berlina, Augusta getauft. Da» zahlreich erschienene Publikum, hauptsächlich Damen, drängten fich mit lebhaftem Interesse der Taufgesrllschaft zu, und die Eltern wurden von vielen Seiten herzlich beglückwünscht. Vor dem Portal der Kirche hatte sich eine große Menschen­menge gestaut, die neugierig war, da»Berliner Aschanti- ktnd" zu sehen, daS nun auch als ein mit Spreewaffer Ge­tauftes gelten kann.

lieber da» VerhSltniß zwischen unseren Soldaten in Kiaolschan und den Einheimische» gibt der Brief eine» Unter- osfizierS in derK'el. Ztg." folgenden Aufschluß:Mit den Chinesen können wir uns sehr gut vrrtragen, denn fie find sehr freundlich. Es sind täglich 200 Chinesen in deutscher Arbeit und zwar in den Fort», wo sie mit großer Anstreng­ung und Lull arbeiten. Der Taglohn beträgt 45 Pfennig. Davon sparen sie noch etwas. Was man hier kauft, ist sehr billig. Eine Gans kostet 45 Pfennig, ein gebratener Hase 1,20 Mk., ein Ochse ist für 8 Mk. zu haben. (Hört, hört!)

fie Hoffmann 1840 in die Welt, fiebenSitzungen" mit je zwanzig Gedichten und einervertrauten Sitzung" al» Anfang. Auf der Rückkehr von einer Reise nach Helgoland schloß er am 26. September in Hamburg mit dem Verleger einen Vertrag ab über eine sofort zu brockende zweite Auflage und Über einen bereits wacker vorbereiteten zweiten Theil derselben, der im Sommer erschien.

Die revolutionäre Tendenz tritt hier noch deutlicher zu Tage Dem preußischen Culrusmioisterivm, au dessen Spitze seil 1840 Eichholz stand, erschienen diese Gedichte floate« gefährlich. Er verbot in Preußen den gesummten Verlag und leitete gegen Hoffmann eine gerichtliche Untersuchung ein, welche am 9 April 1842 seine Suspenfion vom Amte und am 20. Deccmber seine Entlassung ohne ehalt zur Folge hatte. Am 25. Februar schied er au» BreSlau und erhielt erst 1845 ein Heimath-recht auf dem Gute Buchholz bet Schwerin.

Jetzt gab er nur politische Lieder heran-.

1843 erschienen in ZürichDeutsche Lieder au» der Schweiz" undDeutsche Gaffenlieder", 1844Deutsche Salonlieder" undMaitrank", 1845Hoffmann» Tropfen" undDiavolioi", 1847Schwefeläther" usw.

Diese Gedichte hatten denselben Character, wie die unpolitischen Lieder". Sie reichen jedoch im Allgemeinen nicht entfernt an die poetisch bet Weitem werthvolleren Gedichte eine» Lebendigen" von (Seo g Herwegh heran und

Die Anhänglichkeit der Chinesen an un» ist groß. Bi- jetzt find hier schon zwei, die tu die demsche Marine eingestellt werden.

Der Eiffelthur» ist ein bevorzugter Gegenstand phantastischer Pläue, deren Verwirklichung die nächste Welt» au-stelluug bringen soll. Berger au» Bordeaux schlägt, wie man derMagdeb. Ztg." berichtet, vor, durch ein Kabel mit dem Trocadero zu verbinden, an tem ein von Slcctrlcltat getriebener Luftballon, dessen Gondel Personen befördert, läuft. Ein Herr Cauziu von Medeah in A'gerien will den Eiffel- thurm in einen mächtigen Waffersall verwandeln. Herr Marecaur von Pari» räth, die dritte Etage mit dem Gipfel de» Montmarte durch ein Seil zu verbinden, an welchem Feffelballou» circuliren. Herr Woodford-Brook» in Texa» will den Elffelthurm von oben bl» unten mit Kristallpri»men schmücken, die Nacht» electrisch beleuchtet werden sollen. Der Engländer Tompson gedenkt den Thurm ganz in künstliche Blumen zu kleiden. Herr Leeour an» Blot» schlägt vor, vor feiner Spitze in einen an seinem Fuße gegrabenen Schacht ein große» Ei hiuabfallen zu laffen, in dem fich mehrere Personen befinden, um diesen da» Schaudergefühl eine» Sturze» in die Tiefe zu gewähren. Audere Projeete beziehen fich auf die Erbauung eine» ThurrneS von 100 Vitr. Höhe, der mit Waffer- und Licht-Effecten versehen sein und die Apotheose der Republik darstellen soll. Herr Freffee in Chicago schickc Pläne für einen lebenden (Sorten, einen Koloß von Rhoda», ein Papiersch ff, ein Draht- und ein Sla»hau». Frau Adensonn in Pari» will ein Puppen-Theater mit Puppen errichten, bi: sprechen, fingen und mimen. Herr Pierron in Luxemburg gedenkt die Idee, daß die Weltausstellung von 1900 ein Jubelfest de» BölkerfriedenS fein foll, dadurch zum Au»druck zu bringen, daß er über da» Au»stellung»gebiet einen mächtigen Regenbogen spannt. Etwa» Originelle» hat der Amerikaner Stephen ersonnen, der den Au»stellung»besuchern Adam und Eva mit Schlange und Apfelbaum in ungeheuren Dimenfionen vorführen will. Bon letzeren macht man fich einen Begriff, wenn man erfährt, daß der Apfel ein kleine» Restaurant ent- halten soll.

Die Entführung der Schwiegermutter. Daß nichts un­möglich ist, beweist die versuchte Entiührung einer Schwieger­mutter. Die Strafkammer beim Amtsgericht Neustettin hat den Bauernsohn Ernst Z, sowie die Brüder Friedrich und Karl E. wegen gemeinschaftlicher versuchter Nölhigung zu je 14 Tagen Gesängmß verurtheilt. Bei Z. wohnte f.üher seine Schwiegermutter, die Wittwe Henriette M., der er tiu Ausgedinge zu liefern hatte. Wegen schlechter Behandlung zog Frau M. zu ihrem Sohne Friedrich. Daß er nun dort­hin die seiner Schwiegermutter zuftehenden Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände liefern mußte, war cem Z recht unbequem und er hatte es deßhalb gern gesehen, wenn die Schwiegermutter wieder zu ihm gezogen wäre. Da fie aber freiwillig nicht kommen wollte, plante er, fie gegen ihren Willen zurückzuholen. Er fuhr mit den Brüdern E. nach ihrer neuen Behausung und in einem geeigneten Augenblick ergriffen die Letzteren die alte Frau, um fie auf ben mit» gebrachten Wagen zu heben. Auf da» Geschrei ber Fran eilte ihr Sohn Friebrtch herbei, um fie zu befreien. Schnell war nun Z bei ber Hanb unb packte seinen Schwager an dem Kragen. Mutter und Sohn blieben jedoch in dem Kampfe Sieger und Z. mußte ohne seine Schwiegermutter wieder ab'ziehen. Die Revision der drei Angeklagten wurde vom Reichsgericht verworfen.

Citeramr Kanft

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Universität» > Nacheichten.

Geheimraih Krupp in Esten stiftete 20 000 Mark für die Göttinger Unimrsilätvansta t für physikalische Chemie und Electro- chemie, die von Pcosestor Nernst geleitet wnd.

Berlin. Die sehr umfangreiche Bibliothek des verstorbenen Geb. Justiz,aihs Professor Dr. L. Goldschmidt, welche gegen 10 000 Bände umfaßt, ist der hiefigen Unioe.sttätS Bibliothek ocr- l macht wo. den.

find, namentlich die letzten, oft im flachsten, poesielosesten Bänkelsängerthum gehalten. Wer fie liest, ber sieht fich ver- wundert um nach Hoffmann, in bei Meinung, ein Anderer habe sie geschiieben. Einen grelleren Contrast in einem Menschen, wie in dem Berfaffer berKinderlieber" unb der Dlavolini*, läßt sich psychologisch kaum autfcenfen. Hcff mann hat benn auch mit einigem TactgefÜhl nicht weiter dergleichen geschrieben und erst da» Jahr 1872 ließ ihn mk seinenStreiflichtern" auf» Neue, doch, Gott sei Dank, zum letzten Male hineinfallen. DieseStreiflichter" find schließlich nicht» mehr al» unbeholfene, reim- unb reizlose Jamben.

Seit 1848 in Preußen rehabilitirt, bezog er von ba an ba» gesetzliche Wartegeld al» Penfion. Nachdem er fich 1849 verhetrathet, lebte er am Rdem, zuerst in Bingerbrück, seit 1851 in Neuwied, bi» er 1854 einer Einladung nach Weimar folgte, wo rr mit Schade da»Weimarische Jahr­buch" herau»gab. Siit 1860 Bibliothekar de» Herzog» von Ratibor, lebte er auf Schloß Corvei a. d. Weser, wo er tn der Nacht vorn 19. zum 20. Januar 1874 starb.

In seiner GeburtSstadt wurde ihm am 23. November 1883 ein Denkmal errichtet.

So lebte, so dichtete, so forschte nab so starb ber Sänger mit dem Kindetherzen unb ber Gelehrtenstirn", Heinrich Hoffmann von Foller»leben.

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