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2.6.1898 Erstes Blatt
 
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der beiden befreundeten und alliirten Nationen hiozuweisen, fei tl, daß beide Nationen ihre Stimmen im Rathe der Großmächte zvm Nutzen des allgemeinen Frieden» ertönen ließen, sei e», daß wir auf friedlichem Wege unsere Interessen sicherten. -Betreff» de» spanisch-amerikanischen Kriege», dessen Ausbruch beide Nationen bedauern, kann ich nur erklären, daß wir infolge der Freundschaft, welche wir mit beiden Nationen Pflegen, entschlossen sind, vollständige Neutralität zu bewahren. Wir können hoffen, daß heute die Umstände eine gemeinschaftliche Action der neutralen Staaten ermöglichen, um den Frieden wirderherzustellen. Die allgemeine Lage FrankreiqS gegenüber dem Auslände beweist, daß Frankreich auch heute, wie immer, das größte Vertrauen de» AuSlaude» besitzt. Niemand kann bestreiten, daß unser Land den ihm von Recht» wegen zukommendev Platz im europäischen Concert wieder eingenommen hat. Dies ist das Resultat des politischen Geiste» unserer Demokratie. Letztere hat zwei große Auf. gaben zu erfüllen, nämlich: mit Weisheit und Festigkeit im Borhaben überall ein,ustehen, und bann, für die Armee und die Flotte die erforderlichen Opfer zu bringen, damit der Frieden erhalten werden kann, welcher zugleich Mittel zum Zweck de» demokratischen Fortschritt» im Innern ist." Die Rede wurde mit lange andauerndem Beifall ausgenommen. Es wor da» erste Mal, daß ein StaatSchef in Frankreich sich auf politischem Gebiet soweit hervorwagte.

Madrid, 31. Mat. Auf den amerikanischen Kriegsschiffen vor Manila find Blattern und Dysenterie auS- gebrochen, welche zahlreiche Opfer nuter der Mannschaft fordern.

Madrid, 31. Mai. Der Marineminister erhielt ein amt. liche» Telegramm au» Manila, wonach in der Seeschlacht bei Cavite 50Spanier getödtetund 174verwundet wurden, darunter 15 Offiziere. Die Mehrheit der Verwundeten bestand au» eingeborenen Seesoldareu.

Petersburg, 31. Mai. Auf Befehl de» Czaren wurde ein Comtlü gebildet, welche» sich eingehend mit der infolge der Mißernte entstandenen HungerSnoth beschäftigen soll. Da» Präsidium de» Comilvs hat der Czar selbst über, nommen.

Key West, 31. Mai. Ein spanischer Dampfer wurde abgesangen in dem Augenblick, al» er versuchte, in den Canal von Key West einzudringen. Der Dampfer hatte ein großes Leck. Man vermuthrt, er sei bestimmt gewesen, in den Canal versenkt zu werden, um diesen zu sperren.

wahlbewegirng.

AlSfeld, 29. Mai. In der gestrigen Versammlung de» freisinnigen Wahlverein» wurde der Schriftsteller Dr. Ehler» in Frankfurt als deutschfreifinniger Candidat für den hiesigen Wahlkreis aufgestellt.

Die Verstaatlichung der Reichsbank.

(Schluß.)

Eine schlechtere Währung würde unbedingt einen höheren Zinsfuß mit sich bringen, und ein solcher könnte den große.n Banken sehr wohl paffen; eine schlechtere Währung würde sicherlich Schwankungen in der Valuta im Gefolge haben, und dieselben würden den Banken und Bankier» ein will­kommene» neues Geschäftsfeld eröffnen; eine verstaatlichte Reichsbank würde sicherlich eine weniger zu fürchtende Con- currenz sein, als es die heutige Reichsbank ist. Ich will sagen, durch das Dunkel, in das alsdann die wirthschaftliche Zukunft Deutschlands gehüllt sein würde, würden wir noch am allerersten unseren Weg zu finden wissen. Aber, meine Herren, wir Banken und Bankiers sind stolz darauf, dem deutschen Handelsstande zugezählt zu werden, und wir würden uns einer solchen Zugehörigkeit und den Principien des deutschen Handelsstandes unwürdig erweisen, wenn wir in diesen wichtigen Fragen auch nur einen Augenblick daran denken wollten, unseren persönlichen Vortheil den Interessen der Allgemeinheit voranzustellen! (Bravo!) ES hat neulich der Herr Finanzminister Dr. von Miquel im preußischen Abgeordnetenhause ein Wort gesprochen, welches wir niemals vergessen wollen. Er erwiderte dem Abgeordneten Eugen Richter, als dieser Bedenken hatte, der Cenlralgenossenschafts- lasse schon wieder 30 Millionen Mark aus Staatsmitteln zu bewilligen, daß er der Abgeordnete Richter von seinem Standpunkte aus auch ihm ganz sympathisch gesprochen habe, es fei nur schade, daß diese guten Lehren etwas zu spät kämen. Es käme ihm vor, als ob der Senf nach dem Mittagessen fervirt werde. Die vorliegende Frage fei im Princip bereits entschieden, als das Abgeordnetenhaus vor zwei Jahren die ersten 5 Millionen Mark bewilligt habe; mit anderen Worten, damals habe es A gesagt, im vorigen Jahre mit weiteren 15 Millionen B, jetzt müsse es auch mit abermaligen 30 Millionen C sagen und also wohl das ganze ABC durchbuchstabiren. Nun, meine Herren, wir wollen hieraus die Lehre ziehen, daß wir nicht früh genug unsere Stimme erheben können,- wir wollen schon jetzt gewissermaßen denSenf" auf die Mittagstafel stellen, und damit, soweit ce an uns ist, es nicht etwa mit der Reichsbank demnächst so gehe wie mit der Centralgenossenschaftskasse, wollen wir schon heule laut und deutlich erklären, daß nach unserer gewissenhaften Ueberzeugung an der Organisation und Leitung der Reichsbank gar nichts auszusetzen ist, (Bravo!) daß die Gefchäftsgebahrung die allerbefriedigendsten Resultate ergeben hat; daß namentlich für die Allgemeinheit das jetzige Reichs, banksystem von großem Segen gewesen ist; daß die gegen die Reichsbank erhobenen Vorwürfe sich nach sorgfältiger Prüfung als ungerechtfertigt und verwerflich erweisen; daß aber die Gefahren, die durch eine Veränderung de» Reichs­banksystems der Allgemeinheit erwachsen würden, ganz eminente sein würden, so daß wir nur auf das dringendste für eine unveränderte Verlängerung des Privilegiums eintreten können. Wir wollen aber auch der Ueberzeugung Ausdruck geben, daß die verbündeten Regierungen ihr eigenstes Werk nicht bei« avouiren, sondern standhaft für da» altbewährte jetzige System

eintreten werben, und wir wollen die Hoffnung aussprechen, » daß auch die Majorität des Reichstags dem Ansturm wider- stehen werde. Zugleich wollen wir bei dieser wie bei jeder nächsten Gelegenheit uns dagegen verwahren, daß es einzelnen Berufsständen gestattet werden darf, immer wieder den Versuch zu machen, sich vermeintliche und noch nicht einmal erwiesene Vortheile auf Kosten^ anderer und zum Schaden der All- gemeinheit zu verschaffen. (Bravo!) Es wird der Handels­stand der letzte sein, der nicht gern bereit wäre, einem anderen Erwerbstand, der in der Entwickelung und Prosperität zurück- geblieben, die helfende Hand hinzustrecken. Wir wollen gar nicht in Abrede stellen, daß ein gewiffer Theil der Land- wirthschaft unter Mißständen krankt. Aber es will mir scheinen, als ob dieser Kranke sich schon viel zu lange selbst zu curiren sucht; es will mir scheinen, als ob die vielen großen und kleinen Mittel, die er sich selbst verschreibt, recht gemeinschädlich sind, ohne ihm zu nutzen; (Sehr richtig!) es kommt hinzu, daß Kranke, die sich selbst behandeln, nur zu geneigt find, sich Gerichte zum Esten zu bestellen, die ihnen zwar am besten schmecken, ihnen aber am unzuträglichsten ind, (Heiterkeit) und es will mir scheinen, daß es hohe Zeit st, daß einmal ein sachverständiger und practischer Arzt hin- zugezogen wird, der ergründet, wo eigentlich die Ursachen >es Nebels fitzen, damit dieses Nebel von Grund aus geheilt werden kann, oder, wenn das sich als unmöglich Herausstellen ollte, dem Kranken durch natürliche Mittel Linderung und kräftigung zugeführt werden. Möge man doch wie das ja auch schon in anderen Fällen geschehen ist von Reichs­wegen eine öffentliche Enquete über den Rothstand der Land- wirthschaft abhalten! (Sehr richtig!) Ich bin überzeugt, wir alle werden gern unsere Kräfte zur Verfügung stellen und Reciprocität üben für die freundliche Beihilfe, die jene Herren uns bei der Börsen-Enquete geleistet haben. (Bravo! Sehr gut!) Das Leben ist ein Kampf, und so lange die Welt steht, hat es Kämpfe gegeben. Aber von jeher hat man unterschieden zwischen dem wirklichen Kriege, der dem Feinde des Landes bereitet wird und in dem es erlaubt ist, mit aller List und Tücke dem Feinde jedweden Abbruch zu hun, und zwischen dem friedlichen Wettkampf. Ich bin der Meinung, daß alle Kämpfe auf wirthschaftlichem Gebiet nur auf dem Wege des friedlichen Wettkampfes ausgefochten werden sollten. (Sehr richtig!) Ich glaube, daß auf diesem Wege ganze Völker mit einander vereinigt und befreundet werden können. Aber es würde unerhört und unerträglich sein, wenn im eigenen Vaterlande wirthschaftliche Gegensätze nach den grausamen Regeln des Krieges ausgefochten werden ollten. Wir wenigstens wollen in unserem eigenen Lande wenn möglich nur Freunde haben, und wenn das nicht sein kann, jedenfalls nur Gegner und keine Feinde kennen! Bei )en berühmtesten aller Wettkämpfe im alten Griechenland gab es ganz feste Regeln, welche auch heute noch für alle civili- irten Nationen maßgebend sein sollten. Es durfte jeder ohne Ansehen der Person, des Standes oder des Berufes, so lange er nur seine Freiheit bewahrt hatte und nicht zum Sclaven geworden war, an den Wettkämpfen theilnehmen. Jeder hatte Has Recht, sein Bestes und seine ganze Kraft einzusetzen, um den Siegeskranz zu erringen. Nur eines war Jedem verboten: es durfte Niemand dadurch, daß er dem Gegner ein Bein stellte oder ihn im Laufen behinderte, sich selbst Vortheile auf Kosten der anderen zuführen. Wer das that, ward für immer ausgeschlossen und verfiel der ewigen Schande. Dieses Bild, meine Herren, wollen wir un» immer vor Augen halten! Möchten es aber auch diejenigen unserer Gegner thun, welche sich so gerne und mit Recht auf den Vorzug der Ritterlichkeit berufen! Ueberall wird jetzt zum Sammeln geblasen! Wohlan, auch wir vom Handel und von der Industrie sind bereit, uns einzufinden! Aber nur, wenn es gilt, aufzubauen und durch gemeinsame Arbeit neue Werthe zu schaffen; wir sind nicht zu haben, wenn es darauf abgesehen sein sollte, die Früchte jahrzehnte­lang e n F l e t ßes zu zerstören oder gar zu plündern!

Gießen, 1. Juni 1898.

Ernennungen. Seine Königl. Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht, den Dr. Carl Ebel zu Gießen zum zweiten EustoS der UniverfitätS-Bibliothrk, den Director an der Realschule und dem Progymnasium zu Friedberg Dr. Theodor Goldmann znm Director am Gymnasium und der Realschule daselbst zu ernennen.

* Ernannt wurde der seither al» Gärtner verwendete Friedrich Möser zu Salzhausen zum Gärtner bei der Bade- anstatt Salzhausen.

Parlamentarisches. Die Erste Kammer der Stände wird am 3. Juni d. I., Vormittag» 10 Uhr, zu einer Sitzung zusammevtretev.

Die Rettungsmedaille am Baude ist, wie derReichs- auzeiger" meldet, der Prinzessin Eleonore zu Solms- Hohensolms-Lich verliehen worden.

Hebet den SefangSwettstreit in Kreuznach ging un» unterm 30. Mai folgender Bericht zu: Der au» Anlaß de» 65jährigen Bestehen» des Männergesangverein»Lieder- kränz".Kreuznach veranstaltete Gesangswettstreit wurde durch ein im prächtig illumuvirteu Kurgarten abgehaltenes Doppel- concert, bei welchem die vereinigten hiesigen Gesangvereine, wie das Kurorchester mitwirkten, stimmungsvoll eingeleitet. U. A. gelangte das von den vereinigten Männergesavgvereiuen sehr wirkungsvoll zu Gehör gebrachte Gedicht von Ernst Renck Offenbach:NahethalS Lobpreis" zum Bortrage. Zur Compofition biete» Gebichte» traten 33 am Wettstreit be- theiligte Dirigenten in einen Wettkampf, au» be« Herr Kern-Frankfmt als Sieger hervorgiug. Der Preis bestaub aus 100 Flaschen hochfeinem 1893er Nahewein. Dichter wie Componist erhielten Lorbeerkränze. Heute Mittag setzte sich Iber auS 123 Vereinen bestehende Festzug durch die mit Ehrenpforten, Fahnen, Emblemen und Guirlaudeu geschmückte Stadt nach de« Kurgarten zu in Bewegung, wo die Er­

innerungsmedaillen vertheilt wurden. Bei dem Nachmittag 3 Uhr beginnenden Wettstreit erhielt der Bauer'fche Gesangverein unter 15 Bewerbern, von denen acht mehrfach preisgekrönt, den 5. Preis (eine vom Kreuznacher Ränner-Turnverein gestiftete Bowle). Bei dem Wettstreit der Ehrenklaffen entschied da» Preisgericht zu Gunsten be» Säugergrub"-Frankfurt, hinter welchem ber Bauer sche Gesangverein nur mit 3 Punkten zurückblieb.

Die Wählet verfammluug, welche die socialbemokra- tische Partei auf gestern Abend in Röhrle» Bierhalle einberufen hatte, war, vermuthlich in Erwartung be» Er- cheinenS der besonders eingelabenen Gegner, sehr zahlreich besucht. Der Candidat der Partei, Redactenr Sch eid emanu, verbreitete sich in ungefähr anberthalbstündiger Rede über )ie Arbeiten be» verflossenen Reichstag», besprach abfällig >ie Stellung der sog. bürgerlichen Parteien gegenüber den »erechtigteu Forderungen des Arbeiter- unb Mittelstände», wendete sich dann gegen die liberale Vereinigung im hiesigen ! vahlkreise und ihren Candidateu und forderte schließlich die iZersammetten auf, am 16. Juni nur dem Candidateu der Arbeiterpartei ihre Stimmen zu geben. Kaufmann Krumm wendete sich gegen die wider die Tocialdemokratie oft er­hobenen Vorwürfe, betreffend Abschaffung de» Eigeuthum», >er Religion, der Ehe u. s. w. Nachdem der Vor- itzende festgestellt, daß von den elngelnbenen Gegnern Nie­mand erschienen, auch sonstige Gegner sich nicht gemeldet, erhiett Herr Scheidemann das Schlußwort. Er empfahl den Anwesenden eindringlich die Unterstützung der Arbeiterpresse nnb forberte fie nochmal» auf, am 16. Juni von ihrem Wahl­recht Gebrauch zu machen, unb ihre Stimmen bem Candidateu »er Socialdemokraten zu geben.

Jubiläum. In aller Stille feierten am 1. Juni im kreise ihrer Familie die beiden Wageumeister der Main- Weser-Bahn Wenzel und Schul«eher ihr 25jährige» Dienstjubiläum.

Radfahren. Die Fahrwarte de» Gaue» 9 de» D.-R.-B., die Herren Herrn. Johl unb Albert Wämser laben mDeutschen Rabfahrer Bunb" die Vereine be» Gaue» zu einer Wanberfahrt in ben Tagen vom 18. bi» 19. Juni, »eren Ziel diesmal Gießen sein soll, ein. War schon tat vergangenen Jahre diese sportliche Veranstaltung im Gan ein Ereigniß, welchem großes Interesse entgegen gebracht wurde, o wird in diesem Jahre noch eine größere Betheiligung zu erwarten sein, da die Werthung, hierfür vollständig um­gearbeitet, durch die Klasien-Eintheilnng auch ben kleinen weniger zahlreichen Vereinen gerecht wirb. DaS Arrangement für ble Veranstaltung ist benWanberern" G.-R.-G. schon vor längerer Zeit übertragen worben. Da» Programm hierfür wirb in ben nächsten Tagen erscheinen.

Theologische Conferenz. Wie alljährlich wirb auch diese» Jahr die rheologische Conferenz zu Gießen am Donnerstag nach Trinitatis (9. Juni) und zwar in Stein» Garten von 101/» Uhr an tagen. Professor D. G. Krüger -Gießen wird Über:Die neuesten Funde auf bem Gebiete ber ältesten Kirchengeschichte" referiren. Hieran wirb sich ein Vortrag be» Privatbocenten Lic. I. Bauer-Marburg über:Den evangelischen Gottesdienst und das Cultusgebäude" schließen, der durch Photographien und Grundrisse erläutert werden soll.

Lehrerheim Vogelsberg. Seine Großherzozl. Hoheit Prinz Wilhelm haben gnädigst geruht, das Protectorat über den Verein Lehrerheim Vogelsberg zu über­nehmen.

Oberheffifcher Feuervehrtag. Die Vorbereitungen zu bem in Nibba stattfiudenben 17. Oberheffischen Feuerwehrtog fiub im Gange. Da» Programm ist folgenbe»: SamStag ben 25. Juni, Abend», kleine Borfeier mit Biercommer» aus dem Festplatze, wo ble Capelle Arcari au» Frankfurt a. M. concertirt. Sonntag ben 26. Juni, Morgens, Weckruf burch bie Straßen ber Stadt burch die Spielleute bes TumvereiuS Nibba- von 7 Uhr ab Empfang ber auswärtigen Fest- theiluehmer- 9»/, Uhr Delegirreutag in ber BrauereiZum GambriuuS"- lP/i Uhr Gesammrübnng ber Feuerwehr Nibba; 12</a Uhr Festessen tmGambrinuS" (Couvert mit Wein 3 Mk.)- Nachmtttag» 2 Uhr Aufstellung be» Festzuge» unb Abmarsch nach ber Stadt und bem Festplatze, daselbst großes Concert von der Musikcapelle be» Kaiser Wilhelm- Regiment» Nr. 116 zu Gießen, barauf Tanz auf bem Fest- platze; Abenb» große» Brillant - Feuerwerk burch Herrn Sturm an» Frankfurt a. M., währenb desselben Turner­reigen. Montag den 27. Juni Volksbelustigung ans dem Festplatze.

Kriegerkameradschtst Hasst«. Zürn Hassia-Dele- girtentag in Jugenheim hat der Bezirk Lembach zu Pos. 11 der Tagesordnung folgenden Antrag eingebracht: Der Delegirtentog wolle beschließen, baß außer ben vom Präsidium für lluterstützuogen nnb veteraueuzulagen bereit» eingestellte« Beträgen eine weitere Summe für Unterstützungen in ben Voranschlag eingestellt wirb, welche ber finanziellen Lage be» verbanbe» entspricht unb bereu Höhe burch den Berbaud»tag festgestellt wirb.

Da» 45. yeldbergfest findet am 19. Juni statt unb wie bisher ist Homburg der Vorort. Es wirb in biesem Jahre geturnt: Stabhochspringen, Weitspringen, Freihoch­springen unb Gewichtheben, ben 45-Pfunb-Hantel mit zwei Armen nach ber brutschen toetttnroorbauog. 24 Punkte berechtigen zu« Siege. Die Wettturner mflfien spätesten» bi» zum 12. Juni bei Schriftwart A. Langel in Hom­burg v. b. H. gemeldet sein. Auf dem Berge werben Sn- melbungeo unter keinen Umstänben mehr angenommen.

Versammlung der Spengler unb Installateure aus Hesse, und Nassau. Auf Anregung ber Offenbacher Collegen ver­einigten fich am Sonntag den 22. Mai er. in Frankfurt a. M. eine große Anzahl selbständiger Spengler nnb In­stallateure au» Hessen unb Nassau. Dieselben nahmen Stellung zur freiheitlichen Entwickelung ihre» Berufe» nnb in»befonbere gegen Bebrohung derselben durch einige städtische Gaswerke. Auch wurde Über den demuächstigen

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