Ausgabe 
2.3.1898 Erstes Blatt
 
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in der Abteilung zu 170 Silben den ersten Preis Herr Han» Leister zu Gießen, in der Abteilung zu 120 Silben Herr Fritz Ploch zu Gießen ebenfalls den ersten Preis.

Die öffentliche Lesehalle und BolkSbibliothek, deren Er­öffnung hoffentlich tu kürzester Zeit zu erwarten steht, hat durch Ueberlaffung de» ThorhauseS am SelterSweg nun auch ein Heim gefunden, ja die Manificenz unsere» Stadtvorstandes hat dem Verein sogar die Sorge für Heizung und Beleuch- rung abgenommen. Ob da» bezeichnete Gebäude, so wie e» dasteht, den Zwecken vollkommen entspricht, vermögen wir nicht zu beurtheilen, doch wird dasselbe im Inneren wohl einige Veränderungen erfahren müssen; wir vermmhev, daß der Stadtverordneten-Versammlung am nächsten Donnerstag bereits geeignete Vorschläge hierzu unterbreitet werden und hoffen, daß die Stadt auch die noch entstehenden Kosten über­nehmen wird. So wett un» Mittheilungen über auswärtige Anstalten dieser Art zu Gebote stehen, finden die öffentlichen Lesehallen überall nicht nur Förderung von Setten der Ge­meinden und Privaten, fie werden auch fleißig benutzt, und zur Hebung de» Besuches trägt nicht in letzter Linie die bau­liche Einrichtung derartiger Anstalten bei. Vor uns liegt ein Aufsatz über die in diesen Tagen eröffneteStadr- bibltothek" in Gotha, die auf Anregung der städtischen Behörden von einer gemeinnützigen Gesellschaft gegründet wurde. Der Gesellschaft gingen von der Bürgerschaft neun« hafte Spenden an Geld und Bücheru zu und auch da» GtaatSministerium bewilligte einen ansehnlichen Beitrag, des­gleichen der Sparkaffrn-Verein. Der bereits erschienene Eatalog weist die stattliche Anzahl von 3400 Bänden auf und dürfte fich sonach das Wort bestätigen:Wer Viele» bringt, wird Manchem etwa» bringen!" Die freundlichen Hellen Räume und die Stille ringsum laden zum Niederlaffen und Vertiefen in die Seetüte ein. In drei einfach, aber geschmackvoll aus­gestatteten Zimmern, denen ein Vorz'mmer und eine Garde­robe fich anschließen, find die Bände, wohl und übersichtlich geordnet, untergebracht. Selbstverständlich find Schiller, Goethe, Leffing, Wieland, Klopstock, Körner, Seume u. s. w. vertreten. Aber auch die Schriftsteller und Schriftstellerinnen neuerer Periode fehlen nicht. Mögen die Namen einiger hier genannt sein: Gustav Frehtag, Berthold Auerbach, Fr. Boden- stedt, Georg Ebers, Friedrich Gerstäcker, F. W. Hackländer, E. Marlitt, W. Heimburg, S. Juughan», Fanny Lewald, Louise Mühlbach, August Niemann, Paul Hkhse, Julius Rodenberg, Otto Ruppius, Sacher-Masoch, Paul Lindau, H. Laube, Franz v. Schönthan, Offtp Schubin, Levin Schücking, HanS Wachenhusen, Fritz Reuter und viele, viele Andere. Zudem find auch Uebersetzungen fremder Werke vor­handen. Shakespeare, Bulwer, Cooper, Danilewski, Alphonse Daudet, Dicken« (Boz), Alexander DumaS, MauruS Jökai, Mar«hat, Tegrär, Tolstoi, Tugevjew, JuleS Berne und in geeigneter Auswahl feiner Werke auch der jetzt in der ganzen ctvilifirten Welt so viel genannte Emile Zola. Rühmend muß hierbei der bedeutenden Bücherschenkungeu einiger hiesiger und auswärtiger Herren gedacht werden. Zwar weisen ja die Reihen noch Lücken auf- diese werden aber sicher im Laufe der Zeit auSgefüllt werden, denn die Baarmittel sind glücklicher Weise noch nicht erschöpft. Den übersichtlichen, 70 Druckseiten enthaltenden Catalog erhält man an Ort und Stelle zu dem billigen Preise von 25 Pfg. Nach ihm ordnet fich der jetzige Bücherstand so: 1. Seite 4 bis 6: Lexica und Allgemeines- 2. Sette 6 bis 7: Philo­sophie und Theologie- 3. Seite 7 bis 8: Literatur- und Kunstgeschichte- 4. Sette 8 bi» 15: Geschichte- 5. Seite 15 bis 16: Biographien: 6. Seite 17 bis 18: Naturkunde und Technik- 7. Seite 19 bis 20: Geographie, Retsebe- fchretbungen, Kartenwerke- 8. Seite 20: Rechts und Staats- Wissenschaft- 9. Seite 20: WinhschaftSlehre, Gewerbe, Handel und Verkehr- 10. Seite 21 bi» 69: Schöne Literatur, Er­zählungen, Romane u. s. w.- 11. Seite 69: Vermischte»- 12. Seite 69 bis 70: Zeitschriften. Natürlich hat die Stadt- bibltothek im Jaterrffe ihrer Leser auch auf eine nicht unbe­deutende Anzahl Journale der periodischen Literatur abonnirt. Die Hefte liegen stet» druckfrtsch und neu im Lesezimmer au». Die Stadtbibliothek ist an den Wochentagen Vormittags von 11 bi» 1 Uhr und Nachmittags von 3 bis 9 Uhr, Sonntag Nachmittags von 3 bi» 7 Uhr geöffnet. Die Zett der Verleihung von Büchern währt 14 Tage- indeß wird eine Prolongation der Frist gestattet. Da» eine größere Gemach der Bibliothek verdient eigentlich mit gewiffem Rechte die BezeichnungRath-zimmer", denn man kann sich dort Rath holen". Es enthält eben vorherrschend Nachschlage­werke, Lexica, nicht allein in deutscher, sondern auch in fremden Sprachen. Nicht Jedermann besitzt einen kostspieligen Meyer" oderBrockhouS", aus dem er Informationen und

Wiffen schöpfen kann. Die Stadt-Bücherei hilft aus. Ferner stehen dort Fachbücher für Kaufleute, Landwirthe, Hand­werker usw., sogar für Frauenthärigkeit, zum Nachschlagen aufgereiht. Die Fürsorge der Verwaltung hat in einem anderen Zimmer Schreibzeug auf die grün überzogenen Tische stellen lasten, damit der Rechtsbedürftige auch die Früchte seines Forschens gleich zu Papier bringen kann, denn wahr soll eS sein:Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen!" Auch zur Abfassung von Briefen ist hierdurch Gelegenheit geboten.

** 50jährige» Dieustjubtlaum. Am heutigen Tage blickt Herr Caazletdiener Heinrich Nahrgang bet Großh. Land­gericht der Provinz Oberheffen auf eine 50jährige Dienstzeit zurück. Er trat am 1. März 1848 in da- Großh. Hessische Reiterregiment in Darmstadt ein und wurde am 26. Juli 1852 zum Gendarm zu Pferd bestellt. Am 28. Januar 1873 wurde er zum Landgerichttdiner in Schlitz und am 1. Oc­tober 1879 zum AmtSgerichtSdiener tu Oppenheim ernannt. Am 31. August 1887 erfolgte seine Ernennung zum Canzlet- diener bet Großh. Landgericht der Provinz Obe»hssen. Derselbe wachte die Feldzüge 1849, 1866 und 1870/71 mit und ist im Besitz deS Milttärdienst-EhrenzeichenS für 25 Dienst­jahre, des FelddienstzetchenS, der Gedächtntßmedatlle für 1849, der deutschen KrtegSdenkmünze für den Feldzug in Frankreich und des eisernen Kreuze» 2. Klaffe. Au« vorstehendem Anlaß wurde diesem treuen und bewährten Beamten mit Rücksicht auf seinen im Dienst betätigten Fleiß und Eifer von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog daS Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps de» Großmüthigen verliehen. Seiten» der Herren oberen Gerichtsbeamten wurde dem Jubilar durch den Herrn Präsidenten des Großh. Land­gericht», Fceihcrrn v. Ricou ein würdige» Geschenk über­reicht. Ebenso ehrten Registratur und Canzlei denselben mit einem Andenken.

R. Jubiläum. Wie bereits an dieser Stelle kurz er­wähnt, blickte Herr Geschäftsführer Friedrich Bender am 21. Februar dss. Js. auf eine 25jährige Thätigkeit in seinem Berufe zurück, welche Jahre er f. Z. bei der Firma Georgi u. Klinzspor, jetzt Ludwig Georgi, ununterbrochen thätig war. Da« Comptoirpersonal überreichte am Sonntag dem Jubilar einen prachtvoll gearbeiteten silbernen Pokal mit entsprechender Widmung, aus welchem Anlaffe derselbe seine Freunde zu einer kleinen Festlichkeit im Kaufmännischen Vereinshause auf gestern Abend eingeladen hatte. Ber- fchiedeue Toaste auf den Jubilar und deffen Familie, sowie einige Clavier- und Liedervorträge trugen zur allgemeinen Hebung der Feier wesentlich bei, so daß fich die Betheiligten erst zur frühen Morgenstunde mit dem Bewußtsein trennten, einige recht srohe Stunden verleby zu haben. Möge e» dem allseitig beliebten Jubilar vergönnt sein, noch recht lange zum Segen feiner Familie und feine» Berufes zu wirken.

** Den 70. Geburtstag beging vorgestern der durch feine zahlreichen Schriften über Naturheilkunde und feine Vorträge in weiten Kreisen bekannte Herr Oberst Spohr hier. Aus diesem Anlaß gingen gen. Herrn von auswärtigen Vereinen für Gesundheitspflege usw. Glückwünsche zu.

* Der HauS- nnb Gruudbefitzer-Bereiu beabsichtigt, wie wir schon berichteten, demnächst eine Generalversamm­lung abzuhalten, in welcher neben der nothwendigeri Statutenänderung über den Beitritt des Vereins zumCen- tralverbande der städtischen HauS- und Grundbesitzer-Vereine Deutschlands" beschloffen werden soll. Wir machen In- tereffenten schon heute auf diese Versammlung aufmerksam. (Siehe Inserat in heutiger Nummer).

* Bei der Berloosung gelegentlich de» Friedberger FrühjahrS-Pserdemarktes fielen auf folgende ßoofe Pferde: Nr. 1104, 1855, 3852, 4490, 6694, 7769, 10856, 10905.

N ** Turnerische». Auf dem am Sonntag hier stait- gesundenen Gauturntag wurde beschloffen, daß da« dies­jährige Gauturusest in Lauterbach am 26. Juni ober 3. Juli (je nachdem daS Feldbergseft fällt) stattfinden soll. Für die Turnsahlt ist Anspach vorgesehen. Da» nächst­jährige Gauturnfest soll in Friedberg abgehalten werden.

** Vor 50 Jahre»! Am 28. Februar 1848 beantragten in der Zweiten Kammer die Abgeordneten Heinrich von Gagern, Wilhelm Wernher, Lehne und Frank: Die Kammer möge in einer Adresse an den Großherzog die Bitte richten, unverzüglich in der Bunde»versammlung und außer derselben in geeigneter Weise dahin wirken zu wollen, daß unter so dringenden und von außen gefahrdrohenden Umständen, und für die Dauer de selben 1) die Sorge für den Schutz der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands,

insbesondere die Stitnng der auswärtigen Angelegenheiten, de» Heerwesens und der Volksbewaffnung in die Hände eine» Cabinets gelegt werde, deffen Minister dem interimistischen Haupt Drutsch'andS und der Nation verantwortlich seien - 2) daß daS interimistisch e Haupt Deutschland« Gesetzgebung und Besteuerung in Übereinstimmung mit einem Rath der Fürsten und einem Rath de» Volke» nach den wesentlichen Formen de» repräsentativen Systems ausübe, und daß die Berufung der Nationalrepräsentation gleichzeitig mit der Ernennung des Bundesbauptrs erfolge.

Sietze«, 1. März. Marktbericht. Auf dem heutige» Wockenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 0,800 95, Hühnereier pr. St. 1-0 4, 2 St. U134, Enteneier 1 St. 7-8 4. Gänse - eier pr. St. 1213 4, Käse pr. St. 4-8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Pa« X 1,00 bis 1,30, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,301.80, Gänse pr. Pfund X 0.00-0,00, Ochicnfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 4, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 4, Kalbfleisch pr. Vfd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,10 bi, 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 000 4, Zwtebeür pr. (Sentit er 7,008,00 X, Milch pr. Liter 16 4-

Neueste Nachrichten.

Depeschen des BureauHerold".

Wien, 1. März. Die Kronprinzessin-Wittwe Stephanie ist schwer erkrankt. Nach dem letzten Krankenbericht ging die influenzaactige Bronchitis, woran fie zuerst erkrankte, in eine linksseitige Lungen- und R-Ppenfell- Entzündung über.

Rom, 1. März. Der Botschafter in London, General Ferrero, soll demnächst zurückberufen werben und wird er ein Corpßcommando übernehmen. Al» Nachfolger wird Canevaro bezeichnet.

Brussel, 1. März. Der , Courier de Bruxelles" de- mentirt ebenfalls die Nachricht von der Verlobung der Prinzessin Clementine mit dem Prinzen Albert.

Paris, 1. März. Nach demFigaro" find die Kamm er­wählen auf den 8. Mai festgesetzt worden.

Parts, 1. März. Picquart sandte dem Obersten Henry seine Zeugen. ES wird jetzt erst bekannt, daß der Ministerrath über die Maßregeln PicquartS getheilter Meinung war. Mehrere Minister, darunter Hauotavx, widerstrebten der Verabschiedung, welche Billot nur mit einer Stimme Mehrheit durchs-tzte.

Paris, 1. März Nach einer chiffrirten Athener Privat- depesche war der wahre Urheber deS Attentats gegen König Georg Mitglied einer meist aus Maniaten, d. h. Spartanern, bestehenden geheimen Gesellschaft, welche die ihr ungerecht erscheinende Verurtheiluag deS Schiffsfähnrich» Kckoris zu einem Jahre Gefängniß rächen wollte. KokotiS ist Maniater. Sein Vergehen bestand darin,; daß durch ihn eine geheime Ordre de» Königs von Griechenland bekannt wurde. Vom Marinetribunal schon sreigesprochen, nurbe KokoriS am letzten Donnerstag vor ein neue» Gericht gestellt und verurtheilt. Die» erregte alle spartanischen Hitzköpfe. Der verhaftete Karbitzi ist jedenfalls nur daS Werkzeug uner Gruppe.

Paris, 1. Marz. Gerüchtweise verlautet, baß heute ein Zweikampf zwischen Picquart und Henry statt- finden wird.

Paris, 1. März. Keiner der Advocaten des CaffationS- gerichtShofeS hat sich mit der Bert heidigung im Nichtig- ketti-Berfahren Emil ZolaS befassen wollen. Zola wird jetzt von Amtkwrgen ein Anwalt gestellt werden.

W Madrid, 1. März. Der Ministerrath beschloß die Maß­regelung deS Erzbischofs von Valladolid.

Sofia, 1. März Die Blätter fahren mit Berichten üb?t weitere von türkischer Seite in Macedonien ver­übten Grausamkeiten fort und drücken in deftigster Weise ihre Entrüstung über die Versuche der türkischen Unter» suchungs-Commisfion, da» bulgarische Beschwerde Memorandum Lügen strafen zu wollen, aus.

Athen, 1. März. Die Stabträthe de» Landes sandten an den König TheilnahmS-Adressen. Von ollen Seiten komm-n Tel-arowme 'm Pal^S nn.

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6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k n.k. Hoti.), Zürich

Verdingung.

Die Pflasterung von 8 lieber« gängen in verschiedenen Straßen der Stadt soll

Montag, 7. Mär? d. I., Borm. 11V2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen bei uns zur Ein­sicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin ein­zureichen. 2150

Gießen, 1. März 1898. Das Stadtbauamt.

Schmandt.

Berdinguug.

Die Maurer, Pflaster- und As- phalrarbeiten, sowie die Steinzeug­lieferung zur Herstellung erhöhter

Bürgersteige im Leltersweg, zu nächst dem Kreuz, in der Bahuhof- ftraße, zunächst der Marktstraße und in der vorderen Dammftratze sollen

Samstag, 19. Marz d. I., Borm. 10 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vor­druck sind bis zum Termin bei uns einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, 1. März 1898. [2151

Das Stadtbauamt.

Schmandt.

Verdingung.

Die Maurer-, Pflaster- und As- phaltarbeiten, sowie die Steinzeug­lieferung zur Herstellung erhöhter

Bürgersteige an der Stadtkirche und in der Kirchstraße sollen Samstag, 19. Mär? d.

Borm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur Emficht offen. Angebote auf Vor­druck sind bis zum Termin bei uns einzureichen. 2152

Zuschlagsfrift 3 Wochen.

Gießen, 1. März 1898.

Das Stadtbauamt.

Schmandt.

Verdingung.

Die Maurer-, Pflaster- und As­phaltarbeiten, sowie die Steinzeug­lieferung zur Herstellung erhöhter

Bürgersteige in der Wolkengasse, zunächst der Bahnhofstraße, sollen Samstag, 19. Mär; d. I,

Vormittags 11 Va Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitrbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum Termin bei uns einzu­reichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, 1. März 1898. Das Stadtbauamt.

Schmandt. 2153

Versteigerungen.

Nllhhotz-Nelstkigkruug

Freitag den 4. März er., Vormittags IO Uhr anfangend,

kommen in der Viehmann'schen Wirthschaft zu Kinzenbach zur Ver­steigerung :

12 Eichenstämme 2. und 3. Kl., 35 Fichtenstämme 2., 3. u. 4. Kl., 300 Fichtenstangen L, 2. u. 3. Kl.

Das Holz liegt in den Districten Dreiblaue Enten und Schmit tergrund.

Kinzenbach, den 28. Febr. 1898. Der Gemeindevorsteher.

____________Pfaff._______2158

Mittwoch den 23. Mar?

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Orts^ericht die der »atl Schmidt Wwe., Mathilde geb. Löber, in Gi-ßen gehörige Hofraithe: Flur 1 Nr. 9842,/ioo 427 qm in der

Wallthorstraße öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 1. März 1898.

Großh Ortsgericht Gießen.

I A.: Bogt. 2156