Ausgabe 
1.11.1898 Zweites Blatt
 
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Da- arme, abgemagerte Wesen kauerte

sich in den Stuhl zurück und schloß wie tobt die Augen.

Berlin, 29. October. Nach den bis hmte Abend bekannt

gewordenen Resultaten der Wahlmännerwahlen zum , ------ &-------- - - - ----------

preußischen Abgeordnetenhause erscheinen gesichert: 85 Confer» , leuchte ihr al- ein Hoffnungsstrahl, sie werde die Menschye vative, 24 Frei-Couservative, 55 Certtrum, 60 Nationalliberale, I einander näher bringen... . «aum, daß einige vanoe 12 freisinnige Vereinigung, 30 fteifinnige Volkspartei, elf I Beifall klatschten.«. .T

verschiedene Liberale, 1 Antisemit und 1 Däne. | sich in den Stuhl zurück und schloß wie tobt btt Augen.

Hamburg, 29. Oktober. Die letzten Reich «tag,- wählen brachten der hiesigen socialistischenPartei ein Defizit von 4000 Mk. Die Gefammt-Ausgaben betrugen 28000 Mr.

übertragen werden sollen. Za dem Gesetzentwurf, da- Grund» buch betreffend ist der LaudwirthschaftSrath der Ansicht, daß! ein BuchungSzwang der zur Zeit der Anlegung de- ®runb» buche- bestehenden Grunddienstbarkeiten einzuführen fei, die Kosten de- neuen Grundbnche- dem Staat zu übertragen und | Großh. Regierung zu ersuchen sei, die Anlegung desselben in kürzester Zeit zu ermögliche«. Auf einen Bericht de- Aus» fchuffe» für UnterrichtSwefru, betreffend Abhaltung von Bor» tragscarfen wird beschlossen, Bortrag-curse abwechselnd in den drei Provinzen alljährlich abzuhalten und zwar den nächsten 1899 in Gießen. Nach eingehender Berathung werden zu Punkt 17, betreffend: Die Beschickung der Frank­furter Ausstellung, die Anträge der betr. Ausschüsse dahin angenommen, daß außer den zu diesem Zwecke dem hessischen Landwirthschaftrath zusteheuden 17,500 Mk. noch 12,000 auS dem Dispositionsfonds von Großh. Regierung nachgesucht werden sollen. Die Anträge des Ausschusses für Wein», Obst» und Gemüsebau, eine Apfelweinkosthalle auf der Frank» furter AuSstelluur zu errichten, die Ausstellung mit Frischobst von 1898 und Obst und Gemüse von 1899 zu beschicken, werden angenommen, desgleichen die Anträge der Au»schüffe für AuSstellungSwesen, für Viehzucht, um Frachtermäßigung für «chweinebeförderuug nach Ausstellungen bei den zuständigen Eiseubahnbehörden nachzusuchen. Ferner wird beschlossen, um Vertretung deS LandwirthschaftSrathS im BezirkSeiseubahnrath nachzusuchen.nr^o ^r LaudwirthschaftSrath die Be­

willigung von Gebühren an die Mitglieder der Wiefenvor» stände unter der Bedingung, daß geeignete Sachverständige den Wiesenrundgängen beiwohnen.

Bon dem mündlichen Bericht über Ausarbeitung eine- Planes zur Hebung des Ackerbaues, in welchem u. A. die Errichtung einer BersuchSwirthschaft im Großherzogthum und Ausführung von FelddüngungSversuchen im engsten Anschluß an die Bersuchöstation sowie die Anstellung von Sorten, anbauversuchen vorgesehen ist, wird mit Freude Kenntuiß ge­nommen und solchen der Commission zur weiteren Bearbeitung überwiesen: auS diesem Grunde wird daS Anerbieten der Deutschen LaudwirthschaftS-Gesellschaft zweck- Anstellung von Felddüngung-versuchru vorerst abgelehnt.

Der Antrag der Au-schuffe- für Viehzucht, die in Be­tracht kommenden EisenbahmDirectionen um Frachtermäßigung für Weidefohlen und Weiderindvieh, sowie Großh. Regierung um Unterstützung de-Antrags zu ersuchen, wird angenomrmn.

Betreffs Aufhebung der Zolleredite für eingeführter Ge- treibe und Aufhebung der gemischten Trausitlager wird der Beschluß gefaßt, Großh. Regierung zu ersuchen, einer neuer, lichen Eingabe der Großh. Handelskammer zu Mainz keine weitere Folge zu geben.

Hiermit schließt die Sitzung am zweiten Berhandlung-- tag um 31/2 Uhr Nachmittags.

an einer Krankheit leidet, nehme er einen mit Mumieusaft getränkten und mit fetter Erde gemischten Magnet. In diese Erde säe er einige Samenkörner, die eine gewiffe Gleich» artigkeit mit der Krankheit haben. Dann bringe man die gut durchsiebte Erde in ein Grfäß, begieße den Samen täglich mit Absud, in welchem der kranke Theil oder der Körper gewaschen wurden. Auf diese Weise werde die Krankheit auf den Samen übertragen, der darauf in den Boden verpflanzt wird, wo er Blätter za treiben beginnt. So wie diese wachsen, verschwindet da- Leiden.

(Schluß folgt.)

Wien. 29. Oktober. Da» Befinden der Wärterin Pecha ist sehr ungünstig. Dieselbe ist seit Vormittag an. dauernd bewußtlos.

Paris, 29. November. Mit der Bildung des neuen Ministeriums Dupuy geht es etwas langsamer als erwartet. Doch verlautet, die einzige Schwierigkeit bestehe darin, daß Freycinet schwanke, das Portefeuille des Krtegs- ministers anzunehmen, und daß ein General für dasselbe kaum zu finden sein werde. EinMinisterium der starken Hand" hat die Republik um so nöthiger, als neuerdings wieder von sehr verdächtigen Bewegungen der Thronforderer die Rede ist. Herzog Philipp von Orleans ist, zwar ohne feine Gemahlin, aber in Begleitung desPräsidenten der royalistischen Jugend" Frankreichs in Brüffel emgetroffen, wo ihn mehrere Häupter der Partei erwarteten. Diese werd nunmehr von dort aus für die nächste Zeit eine rege Thattg- keit entfalten. Der Herzog selbst erklärte,dar Aeußerste wagen zu wollen". Ferner verlautet, daß Prinz Loms Napoleon nach seinem jüngsten Besuche in Turin nicht, wie es hieß, nach Rußland zu seinem Regiments zuruckgekehrt, sondern vor wenigen Tagen noch in Genf gewesen sei, wo er unter besonderer Sicherheit eine Anleihe von solchem Um­fange ausgenommen habe, daß die Annahme, sie sei zu Privat­zwecken bestimmt, ausgeschloffen scheine. _

Loudon, 29. October.Daily News" sieht voraus, daß die erste Etappe der Reise Marchands Pans sei. Die anglo-ägyptische Regierung würde sich glücklich suhlen, Mar­chand alle möglichen Erleichterungen bieten zu können, wUrve es aber nicht gern sehen, wenn Marchand nach ^aschoda zurückkehre, es sei denn zu wiffenschaftlichen Zwecken.

Athen, 29. October. Gerüchtweise verlautet, Prinz Georg von Griechenland werde am 4. November die Functionen eines General-Gouverneurs von Kreta über­nehmen.

Asten. Die Lage in und um Peking zeigt nach neueren Drahtnachrichten eine gew'.ffe Unsicherheit. So cheißt e- m einer englischen Meldung au- der Hauptstadt China-: Hier ist eine allgemeine Bewegung der Truppen nach bet Rupe des GottS von Petschili im Gang, weil man annimmt, vav eine srewde Macht den Versuch machen könnte, ftd) ber <5t)cn- bahnliuie zu bemächtigen. Yung-lu gestartete die Auwrsenheit j der Truppen KangsuS al- Gegengewicht gegen die in Den Gesandtschaften stationirten Marinemannschaften. Gue andere Nachricht besagt: Die fremden Missionen in Peking Müssen für den Schutz ihrer Häuser und Angehörigen besorgt sein. Die Unsicherheit der Lage wird erhöht durch den Um- stand, daß sich um Peking 15000 Soldaten befinden, welche feit Monaten keine Löhnung erhalten. Wenn mit dem Ein­tritt der strengen Jahreszeit die Schifffahrt geschloffen wird, tst!ht die Gksehr, daß diele uadircipttuttteu Schaaren di» Eisenbahn.Cowmunicationen zerstören.

Amerika. Recht lehrreich sind die jetzt vollständrg vor­liegenden amtlichen Angaben der Vereinigten Staaten» Marine über ihre Verluste während des spanisch ameri­kanischen Krieges. Die Gesammtzahl der Tobten in allen Kämpfen beträgt nicht mehr als 16, zu denen noch 74 Ver­wundete kommen. Von den letzteren starb nicht ein einziger. Fast 80 v. H. der Verwundungen waren leicht, und mit bret oder vier Ausnahmen find alle Verwundeten bereits als ge­heilt aus dem Hospital entlasten. In dem Seegefecht von Cavite, das die Amerikaner mit vollem Munde bekanntlich alsdie größte Seeschlacht des Jahrhunderts" bezeichnen, wurde nicht ein einziger Mann getödtet, und von den neun Verwundeten nahm jeder einzelne bereits im folgenden Monat wieder den Dienst auf. In der Seeschlacht von Santiago wurde ein Mann getödtet und elf verwundet, alle Verwundeten I sind heute jedoch schon wieder im Dienst. Am meisten litten die Amerikaner vor Guantanamo, wo sechs Marinesoldaten im Landkampfe fielen. Gegenüber den erzielten Ergebnisten ist dies jedenfalls die geringste Verlustliste, von der die Ge- I schichte weiß. Sie legt in beredter Weise Zeugniß ab von I der völligen Umgestaltung der Bedingungen des modernen j Seekrieges und von der gewaltigen Bedeutung der Artillerie I im Seegefecht. Konnten doch die Amerikaner mit ihren I schweren, weittragenden Geschützen, den artilleristisch in der I denkbar schlechtesten Weise ausgerüsteten Gegner schon ver- I Nichten, bevor sie vom Feuer feiner veralteten Geschütze er- ! reicht wurden._____________________

Deutsches Reich.

Darmstadt, 29. October. Bezüglich der Reisedispofitionen | Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Heinrich von I Preußen, welche bekanntlich demnächst ihrem in Kiaotschou I weilenden Gemahl einen Besuch abzustatten beabsichtigt, ver- I lautet jetzt: Die hohe Fran wird in den erste» Tagen de- I November Kiel verlassen, um einigen befteundeten Höfen Br» I such zu machen. Unmittelbar nach Rückkehr von diesen wird j sich Prinzessin Heinrich in Bremerhaven auf dem Dampfer I Prinz Heinrich" einschiffen, nachdem inzwischen da- gesummte Reisegepäck nach dem genannten Hafenort befördert worden ist. Dem Vernehmen nach beabsichtigt Seine Majestät der I Kaiser, der Feier der Enthüllung de- LudwigS-Denkmal-, die nunmehr am 25. November stattfinden wird, beizuwohnen.

Berlin, 29. October. DerReichs. Anzeiger" schreibt in seinem nichtamtlichen Theile: Am heutigen Tage sicht se ne Majestät, der König von Sachsen auf eine 25lährige reich gesegnete Regierungszeit zurück. Seine MaMät der Kaiser mit den verbündeten Regierungen und dem gesammten Vaterlande fühlen sich in dem aufrichtigen Wunsche vereint, daß der erlauchte Monarch noch viele Jahre seines hohen Amtes in ungeschwächter Kraft zum Wohle seines Landes und des deutschen Reiches walten möge. .

Berlin, 29. October. Ueber den Zweikampf, der vor einigen Tagen hier stattgefunden und bei dem em Rechts­anwalt verwundet worden fein soll, erfährt dieNorddeutsche Allgemeine Zeitung", daß dabei kein activer Offizier der | hiesigen Garde-Regimenter betheiligt war. ,

Berlin, 29. October. Die Reichstags-Ersatzwahl ür Schaumburg-Lippe, wo für die freifinnige Volkspartei der Kammer-Gerichtsrath Dr. Müller candidtrt, finden am 5. November statt.

Berlin, 29. October. Die amtlichen Erhebungen über die Fleischuoth in Preußen werden sich nach der Voss Ata." auf die Beantwortung folgender Fragen er» ftkeckeu: E- soll eine die Zeit vom 1. Januar 1896 biß etzt umfassende Ueberficht über die an den Hauptwarktorten im Kleinhandel für ein Kilogramm Rindfleisch, Schweine» fl-isch und Speck im monatlichen Durchschnitt gezahlten Preise, owie über die Marktpreise sür lebende- Vieh aufgestellt werden. Außerdem aber wünscht der Minister noch einige «taten, möglichst unter ziffermäßiger Begründung, näher erörtert zu sehen. Die Fragen beziehen sich auf etwaige Verschiebungen in der Bevölkerung und auf Schwankungen de- absoluten wie de- relativen Fleischbrdars-, ferner auf den Stand und die Ausfichten der inländischen Viehzucht, namentlich der Schweinezucht, sowie auf Vieh»Zu» und -Au-fnhr, endlich auf die Prei-gestalwug auf den Vieh»

Dermifd?te*.

'Lonife Michel, so schreibt man derN. Fr. Preffe" au- London, lebt noch. E- ist jetzt selten, daß sie von sich hören läßt. Auch sie, die rothe Communarde, hat in der englischen Verbannung Resignation gelernt. Kümmerlich fristet sie ihr Dasein mit dem Unterricht kleiner Kinder, die ihre süße Muttersprache reden, der einzigen, von der sie wiff« will, trotz der platonischen Verehrung, die sie dem englischen Lande und Geist entgegenbringt. Nur hie und da noch flackert da- alte Feuer in ihr auf, ein schwache- Flämmchen, dem der Athem fehlt. Sonntag Nachmittag sprach sie überDie Lage in Frankreich". Nicht auf Trafalgar Square zu einer von Leidenschaften beseffenen Menge, sondern ganz akade» « in einem kleinen Leseoerein, der sich nicht einmal anarchistisch nennt, einem wirklich harmlosen Leseverein. Sie sprach von der Drryfu-'Affaire, vom Strike in Pari-, von Faschoda so­gar. Die Institutionen seien der Feind, nicht Individuen. Sie gebe die Hoffnung nicht auf. Wie die erste Bastille vor hundert Jahren, so werde dereinst auch die zweite fallen, la betise humaine generale. Die Weltausstellung von IvOtt

Bericht über die Verhandlungen der Gesammtfitznng des Hessischen Landwirth.

schaftsraths in Darmstadt.

Am 21. und 22. October dS. I. fand in Darmstadt in dem Gebäude der Centralstelle für Gewerbe eine Gesummt- fitzung de- Hessischen LandwirthschaftSrathS statt.

Der Präsident, Herr Geheimer RegierungSrath HaaS er­öffnete die Verhandlungen am 21. October Bormittag- 10 Uhr.

Zn Punkt 1 der Tagesordnung: Die Bedeutung der Lebensversicherung für die Landwirthschaft beschließt der Hessische LaudwirthschaftSrath, fämmtlichen Landwirthen die Bedeutung der Lebensversicherung durch Zeitschrift und ge­legentliche Versammlungen vor Augen zu führen und unter Anschluß an die diesbezüglichen Einrichtungen de- Berbande- Heffischer Landwirthschaftlicher Genoffenschaften mit den solidesten Gesellschaften Abschlüffe zu treffen, um den Land- wirthen gewisse Bortheile zu verschaffen, sie wenigsten- vor Uebervortheilung au- Unkenntniß zu schützen. Zu Punkt 2. Schulderleichterung deS ländlichen Grundbesitze-, insbesondere Ablösung der Nachhypotheken wurde beschlossen, daß eine Er­leichterung der Ablösung der sogenannten Nachhypotheken durch besondere Staat-mittel nicht zu empfehlen sei. Zu Punkt d: Die Ausdehnung de- Fernsprechverkehrs auf da- platte Land wird der Beschluß gefaßt, daß die Reich-postbehörde ersucht werden solle, den Anträgen von Gemeinden und Privaten auf Fernsprechanschluß rascher zu entsprechen, dergleichen die Krei-- ämter, auf die Verbreitung deS Fernsprechverkehr- in den einzelnen Gemeinden befürwortend hiuzuwirken. Betreff- Lohnzahlung an Minderjährige spricht sich der Landwirth» fchaft-rath gegen eine Borenthaltung de- Lohne- an Minder­jährige au-. Zn Scharfschießübungen und Beurlaubungen von Mannschaften während der Erntezeit wird beschloffen, Großherzogliche Regierung zu ersuchen, auf Abstellung der durch Absperrung der Felder bei Scharfschießübungen hervor- gerufeneu Mißstände hiuzuwirken und eine vielseitige Be­urlaubung während der Ernte in Anbetracht des empfind­lichen Arbeitermangel- zu veranlassen.

Ferner wird beschloffen, landwirthschaftliche ArbeitSnach» wei-stellen al- dringlichste Maßregel zur Linderung der land- wirthschaftlichen Arbeiternoth zu errichten. Zur Gewinnung von Material für die Revision der jetzigen Handelsverträge wird eine Erhebung über die Rentabilität landwirthschaftlicher Be­triebe im Großherzogthum Heffen beschlossen und Großherzog­liche Regierung ersucht, 2500 Mk. zur Ausführung der Er» Hebungen durch Sachverständige bereit zu stellen. Za Punkt 10: Rechtsverhältnisse der landwirthschaftlichen Güter und da- Anerbenrecht wird der Antrag de- AuSschuffeS für die Be­richterstattung über die Einführung de- bürgerlichen Gesetz­buches angenommen, welcher die Einführung eine- allgemeinen gesetzlichen Jntestat-Anerbenrecht- für nicht empfehlenSwerth hielt, dagegen die Schaffung eine- Gesetze- wünscht, nach welchem in bestimmten Landrstheilen (Odenwald und Bogels- berg) die Möglichkeit, Erbgüter unter bestimmten Boran-- setzuugen zu errichten, geboten wäre. Dem an Großherzog­liche Regierung vorgelegten Entwurf von Vorschriften betr. bie Bestimmung de- ErtragSwertheS eine- Landgutes wird zugestimmt. Weiter wird zu dem Gesetzentwurf, da- Notariat betreffend mit 8 gegen 5 Stimmen beschloffen, sich dahin zu erklären, daß die Ort-gerichte beibehalten werden und ihnen die sämmtlichen JmmobilienveräußerungSwerthe und die sonstigen nach § 873 Abs. 2 zu beurkundenden Erklärungen au-beutete. Die Sage bemächtigte sich in der Folge seiner Persönlichkeit, ließ ihn einen Bund mit dem Teufel eingehen, der, wenn er Wahrheit gewesen wäre, dem armen Baganten wohl zu einem befferen Leben verholfen hätte, und endlich von diesem im Dorfe Rimlich bei Wittenberg erdrosseln.

Ihm verwandte Geister sind TrithrmiuS, Paracelsu- und Nostradamus, nur daß die beiden erstgenannten für die - wahre Wissenschaft von größerer Bedeutung waren al- der herumstreifende Doctor. Der Theolog Johannes Tritheim ober TrithemiuS, wie er sich latinifirte (geboren *462, ge­storben 1516), war Abt erst zu Sponheim, zuletzt -» Würz- bürg, und ein gelehrter und sonst rechtlicher Mann, der sich aber angelegentlich mit phantastischen Studien beschäftigte und den sein Ehrgeiz schließlich sogar dahin brachte, literarische Fälschungen zu begehen. Paracelsus (geboren 1493 in der Schweiz) war ein tüchtiger Arzt, dem thatsächlich außer­ordentliche Kuren gelungen find, der sich auch durch Schriften einen Namen gemacht und sich wirkliche Verdienste um Medizin und Naturwissenschaften erworben hat. Leider ließ ihn sein Hang zu einem abenteuerlichen Leben nicht ordentlich seßhaft werden, er zog wie Faust in Deutschland umher und stand nicht an, seine ärztliche Kunst marktschreierisch au-zubeuten. Auch er suchte den Stein der Weisen zu entdecken, und wenn er auch, wie alle seine Schicksalsgenossen, nicht so glücklich war, diese Entdeckung zu machen, so brachten ihn seine dies­bezüglichen Studien doch auf manche- brauchbare Heiltränklein. Außerdem rühmte er sich, ein Geheimmittel erfunden zu haben, welche- baß Leben verlängern und alle Krankheiten heilen könne. Die- Geheimmittel war ein Kristall, Agoth, mit magnetischen Eigenschaften, mittel- dessen Paracelsus die Krankheiten auß dem menschlichen Körper in die Erde wollte verpflanzen können. Sechs Methoden Hobe er, die- zu be­wirken. Hier nur eine derselben al-Beispiel: Wenn Jemand

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Mwiag, iral Nachmit versteigere ich Neu Münz'

2 Fahrräder, Bücher (letjtei mehrere Celgen 2Sophas,2W i$ttli(oto,2R(ei i kmMde, 3 Mschm.

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