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Freitag dm 26. Februar
Lieber
Amts- iiitb Anzsigrblatt für ben Krci» ließen
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ellen-Gesuche.
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Uunahme von «njcigen zu der Nachmittag» für bex foTgenben Tag rrfdjeinenbtn Nummer bis Bonn. 10 Uhr.
schuß prs Jahr meist die Zahl von 200 Stück, ja im letzten Jahr wesentlich mehr erreichte. Der Mangel an Bahn- verkehr war seither Ursache, daß diese Jagd nur wenig Lieb- Haber sand, und so mag eS sich auch erklären, daß der Pacht« preis derselben bis zum Jahre 1885, 40 Gulden bezw. 70 Mk., und in den letzten 12 Jahren 310 Mk. pro Jahr betrug. Jetzt, nachdem die Oberhessische Nebenbahn Gedern —Stockheim ihrem baldigen Wetterbaue bis Lauterbach entgegengeht, und das in Rede stehende Jagdgebiet dann, wenn nicht durchschnitten, so doch Han gestreift wird, heute schon die Station Gedern nur 1 Stunde von dem Jagdgebiet entfernt liegt, kann jeder Jäger von Gießen, Hanau, Offenbach, Frankfurt a. M., Darmstadt rc. tn wenigen Stunden da» Gebiet erreichen. Der Vogelsberger Höhenclub hat mitten im Gebiet ein herrliches ClubhauS errichtet, in welchem ganze Jagdgesellschaften für Tage und Wochen billige Unterkunft inden. Ebenso ist man tn den Orten durchweg sür gutes Quartier und Verpflegung besorgt. SS kann darum die in Rede stehende Jagd nicht warm genug empfohlen werden. Jagdgenoffenschaften, wie einzelne Jäger, welche auf die Jagd reflectiren und ihr Anliegen unter H. W. Nr. 4670 postlagernd Gedern vorbringen, erhalten bereitwilltgst nähere Auskunft durch den Schreiber dieses, kostenlos."
H. Mainz. 23. Februar. Die dieser Tage in Berlin zusammengetretenen Bürgermeister deutscher Festungs- städte haben nach dem „Mainzer Journ." beschloffen, den ehemaligen Verein „Norddeutscher Festungsstädte", der in den 70er Jahren bestand, wieder aufleben zu laffen. Der Verein hat den Zweck, den Bürgern der betreffenden FestungS- städte Erleichterungen zu schaffen. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Oberbürgermeister Dr. Becker-Köln, und zum Schriftführer Oberbürgermeister Dr. Gaßner-Matnz ernannt. .
Mainz. 24. Februar. Heute Nachmittag sprang ein Soldat eines hessischen Regiments von der Eisenbahnbrücke in den Rhein und ertrank. Mütze und Säbel ließ der Unglückliche am Thatorte zurück. ~
△ A«8 dem Grotzherzogthnm Hessen, 24. Februar. Die Mitglieder der EentrumSsractton in der zweiten Kammer haben der Regierung über folgende Gegenstände Anträge und Interpellationen unterbreitet: 1. Anfrage bezüglich der Auslegung und Verordnung vom 27. Februar 1826, die religiöse Erziehung der Kinder auS gemisch« ten Ehen betreffend. 2. Anfrage bezüglich der Anstellung von Militäranwärter im Gemetndedienst. 3. Anfrage bezüglich der Errichtung von Waarenhäusern. 4. Antrag auf Einführung directer Wahlen zum hessischen Landtag. 5. Anfrage bezüglich des Fortganges der Vorarbeiten zur Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches. 6. Antrag auf Ermäßigung der Gericht-- und Stempelgebühr beim Eigenthumswechsel von Grundstücken. 7. Antrag auf Aufhebung deS Brückengeldes an den staatlichen Brücken und Fähren in Heffen. 8. An- trag auf Erlaß einer Vorlage über Wahlvorfchriften, durch welche die Verpflichtung der Wahlberechtigten zur Stimmen- abgabe bei allen Wahlen ausgesprochen wird. — Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte heute den Metzger Hessent Haler aus dem nahen Castel wegen Wurstverfälschung zu 100 und zu 50 Mark Geldstrafe. ’ Neben Kartoffelmehl hat Heffenthaler erwiesenermaßen der-
’ dorbeneS Fleisch bet der Zubereitung von Wurst verwendet.
: Einer sehr zu lobenden Praxis der hiesigen Gerichte ent-
1 sprechend, wurde außer den erkannten Geldstrafen auch eine
' Publication des UrtheilS in zwei Zeitungen ausgesprochen.
Vierteljähriger Aöonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit. Bringcrlohn. Durch bie Post bezogen 2 Marl 50 Pfg.
Rebaction, Expedition unb Druckerei:
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Fernsprecher 51.
MsmannLÄ oirisi, Büreackmr, $ortl» n Auslauf" oder HaMunL. t unter A.H. 1887 «C' i b. dl. 1K
Nr. 48 «weites Blatt.
-h- An8 dem Kreise Büdingen, 22. Februar. Seitdem sich tn den letzten Jahren mehr Auswärtige an den Jagd- Verpachtungen in unserer Gegend bethetligeu, werden noch nie dagewesene Preise erzielt. So wurde die DüdelSheimer Jagd, deren seitheriger Preis 400 Mk. betrug, sür 1136 Mk. und die Calbacher, welche bisher sür 220 Mk. verpachtet »ar, sür 800 Mk. jährlichen Pachtpreis an eine Offenbacher Gesellschaft abgegeben. Die Pachtsumme der Lorbacher Jagd, welche im Besitz deS seitherigen Pächters, Sr. Durchlaucht des Fürsten Bruno zu Ysenburg und Büdingen blieb, wurde von 153 aus 315 Mk. gesteigert.
Lauter, 20. Februar. Aus Grund einer schon mehrfach bei ähnlichen Gelegenheiten erprobten trügerischen Rechnung S au s g a b e erlebte dieser Tage ein hiesiger Einwohner einen Reinsall. Er ging eine ihm von einem anderen an- X« X ein, d°-z»!°lg- er iefien 30 Schaft kauft- und sür das erste Stück 1 Pfg., für das zweite 2 Pfg. und so fort sür jedes weitere Stück den doppelten Preis des vor- hergehenden bezahlen wollte. Froh war aber der unvorsichtige Käufer, daß er sich von dem Handel drücken konnte, als er das Ergebniß der alsbald aufgestellten Rechnung wahr- nahm, welches zu ermitteln den sich hierfür interesfirenden Lesern wohl ein angenehmer Zeitvertreib sein wird.
4- Uj,selb, 23. Februar. Der erst vor Kurzem tn den Ruhestand getretene srühere Kreisrath des Kreises Alsseld, Herr Conr. v. Grolman, ist vorgestern in Darmstadt
Der -ietzeuer Anzeiger erscheint täglich, »il Ausnahme deS MontagS.
Die Gießener IamitieuVkätter »erben bem Anzeiger wöchentlich breimal beigelegt.
Gießener Anzeiger
chmeral-Mnzeiger.
88 HartmaunShain, 23. Februar. Wie den Lesern deS Gießener Anz." bekannt sein dürfte, wird am 4. Marz, Morgens 10 Uhr, die hiesige Feldjagd, sowie die der Ge« markung Sichenhausen auf eine weitere Bestandzeit verpachtet werden. Beide Feldgemarkungen bilden zusammen den dritten Domanialjagd'Bezirk der Obersörsterei Grebenhain und bestehen aus 33,54 Hectar Wald, 835,01 Hectar Feld, Wiesen und Oedungen, zusammen 868,55 Hectar. Diese sehr er« «lebige Jagd kostete seither nur einige Mark und soll diesmal eine bedeutende Preiserhöhung erfahren. Ferner wird an demselben Tage die große „OberwaldS -Jagd, Domanialjagd- Bezirk 1 der Oberförsterei Grebenhain, bestehend aus 1865 35 Hectar Wald, 222,47 Hectar Wiesen, zusammen 2087,82 Hectar, verpachtet. Der seitherige i betrug
310 Mk Jaadpächter waren Bürgermeister Schmalbach in Erainseld unt? Obersörfter Weber in Grebenhain. Bei der großen Waldfläche und dem schönen Wildstand haben die väckter alljährlich einen bedeutenden Gewinn erjtelt. —
Vogelsberg" geschrieben: „Sehr wtcktia sür Jäger und solche, die eS werden wollen. Dnnnerötaa der? 4. März d. IS. kommt in der Wirthschaft der Johs. Ruhl Wwe. zu Grebenhain die Jagd der Domauial- waldbeztrks der Sro&l;. Dberfätfietei @«6*1« n* nnf w-itere 12 Jahre zur Verpachtung. Diese Jagd, dft et-nFch-nnhai. bon 890 Morgen W.eftn und von 4«0 M°rke° W°-d ausw-tst, gehör. ,u den «ildre.chsten v,. KroßberzogthumS. ES klingt wie Jägerlatein, ist aber nachweislich ^flliue Wahrheit, datz der Rehstand b-sagter Jagd regelmäßig ein ganz eminenter ist, und daß der Ab
Betreffend: Die Revision der Hypothekenbücher de» Amtsgerichtsbezirks Gießen aus dem Geschäftsjahr 1896/97.
N« fämmtliche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks Gießen.
Wir benachrichtigen Sie, daß wir in der Kürze mit der Revision der Hypothekenbücher beginnen werden und for« lern Sie daher auf, die seit der letzten Revision vorgenom- »enen Einträge in Spalte A und B einer sorgfältigen Durchsicht und Vergleichung mit den amtsgerichtlichen Verfügungen zu unterziehen und die dabei in Bezug auf die Form sich ergebenden Anstände, insoweit dies ohne unsere Mitwirkung geschehen kann, - z. B. Berichtigung von Schreibfehlern. Nachholung von fehlenden Unterschriften und dergl., zu beseitigen. — Sie wollen sich davon überzeugen, saß die Einträge und Löschungen im Namensverzeichniß und in dem topographischen Pfandregister nach Vorschrift vollzogen worden sind. Das Protocoll über die erfolgte Vor- reviston ist unfehlbar in dem Revisionstermin vorzulegen. Die Termine werden Ihnen noch bekannt gegeben werden.
Gießen, den 20. Februar 1897.
Großherzogliches Amtsgericht.
Langer mann.
fchretbung die wichtigsten Impulse gegeben und den bistorichenSüin der namentlich in den Städten am Rheine selbst in der schlimmsten Zeit nationaler Erniedrigung und der Fremdhnrschaft nie ganz erloschen, kräftig belebt. Die Art und Weise, wie der Verfasser die Gedanke« darlegt, die ihn bet seiner Arbeit leiteten, wie er sozusagen eine Geschickte der Geschichte" gibt, wirkt onregenb und belehrend ^ugleE sie läßt auch erkennen, welcher Mühen und Ausdauer im Erforschen von Quellen e8 bedurfte, welche fcinbetniffe »u überwinden waren, ehe ein Werk wie das vorliegende zu Stande kam. Der uns vorliegende erste Band behandelt ersehend folgende Capilel Die Vorzeit. — Die Romanisirung der Rheinland«. — Der Kamps um den Rhein. - Das Reich der Burgunder in Worms. - Das Chrtstenthum und die Gründung deS Fränkischen Reiches. — Die Eultur der Germanen am Rhein. -DaS Reich Karls deS Großen (a. allgemeine Verhältnisse, b die Kirche, o. d^vsta^ - Die Begründung der bischöflichen Herrschaft. - Bischof Burchhard von Worms. — Die kirchlichen Ordnungen Bischof BmchhardS. Die rechtlichen und wirthschaftlichen Ordnungen Burchhards.DaS Zeitalter der salischen Kaiser. — Die Stadt als Markt. Stadtluft macht frei. — DaS Zeitalter Friedrich« I. — Der Stadtfriede und die Einwohnerstände in der Stadt. - Der Kampf um die Krone. — Die Entstehung deS RatheS. — Türstm und Städte.
Die erste Rachtung. — Sturm und Drang. — Bischof Landolf von Worms. — Der große rheinische Städtebund. — Sprache und Schreibweise bewegen sich in edlen Formen, Allen verständlich, der Stoff wirkt anregend und belehrend zugleich und es eröffnet sich dem Leser manch' neuer Gesichtspunkt in klarer Weise, der ihm bisher undeutlich erschien. Den Anforderungen, die man an em Geschichtswerk stellen kann, wird das Buch in vollem Maße gerecht, der Leser ist im Stande, manche Lücke in seinem Wissen auf geschichtlichem Gebiete, das sich bis auf die graue Vorzeit erstreckt, auszufüllen, sich ein Urtheil über bie Zustände früherer Zeiten und die Umstande, unter denen unsere Vorfahren ihr Daseini fristen, ihre Scholle vertheidigen und in Beziehung mit anderen *21*" mußten, zu bilden. Die den Text begleitenden, in mittelalterlicher Manier gehaltenen Illustrationen fördern das Verständniß in hohem Maße. Die Ausstattung des Buches in seinen markiger' Schriftzeichen, seinen Zierleisten, Initialen und Schlußvigne ten macht bas Werk auch für ben Kunstfreund werthvoll, es macht in v'«ser Beziehung den Eindruck, als ob die ohne Zwerset sehr.hohen^Aus- stattungskoften Nebensächliches seien und nur ein Ziel Allen, die daran mitgewirkt, vorgeschwebt, nämlich ein Werk zu schaffen, das, inhaltlich wie äußerlich gleich werthvoll, sich hoch erhebt über die alltäglichen literarischen unb künstlerischen Erscheinungen. DaS Ziel wurde erreicht und somit sei das Buch hiermit bestens empfohlen. L.
CHcrotur «ttd Kauft
- Unter dem Titel: Geschichte der rheinische« «Adte- dtlhie ist vor Kurzem im Verlag v. I. A. Stargardt in Berlin ein Werk erschienen, das sowohl in Ausführung wie inhaltlich «IS monumental unb wohl einzig in seiner Art bezeichnet werben kann. Das Verbtenst, bem brutschen Volke ein solches Werk bieten zu können, gebührt wohl in erster Linie Herrn Retchstagsabgeorbneten Frhrn. Heyl zu HerrnSheim, und ist es deshalb gerechtfertigt, daß die Stadt Worms besondere Bei ücksichtigung gefunden, ohne daß dadurch die Schilderung des großen Ganzen im Zusammenhänge beeinträchtigt worben. Die Durchsicht des Werkes bring aber^auchdie Er- kenntniß, daß der Förderer d«8 Gedankens einen glücklichen Griff gethan, als er bie Bearbeitung bes gewaltigen Stoffes dem Baseler Professo Herrn vr. Heinrich Boos übertrug, der seinerseits in Joseph Sattler wteber einen Künstler fanb, welcher mit bem Stift dem Gedankengang des SB.ifafierä wie de-nientgen d-s°erdtentm Auftraggebers zu folgen verstand. Freiherr W.^or"eliuS H^yl zu Herrnsheim widmet den Burgern der Stadt Worms dieses Gefckichts- werk, „in welchem der mächtige Einfluß der geliebten Vaterstadu auf die Eulturentwickelung Deutschlands unb die patriotischen Gwß- thaten bet Altvorberen von berufener H-md seschilbert sind. Mit Dank sieht et babei auf bie große Zeit ber Neubegrüudung des Reiches zurück, in welcher es ihm zuerst vergönnt war, bie Vaterstadt im Reichstage vertreten zu dürfen. Die Ereignisse von 1B70 sind es nach Darlegung des Verfassers auch, welche bet Geschichts-
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iS. 28. Februar 18S Ebenda 5 Uhr, en Saale des Gesellsch't
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unter Leitung sh. Univertitäto-Mt* errn Gustav Trautmann.
Mitwirkende:
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All« Annoncen-Bureaux de« In- und Au-landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.
De«ts»la«d» Export. Spirituose Betrachtung eines Feinschmeckers. Es ist eine erfreuliche Thatsacke, baß ber beutsche Expoit seit etwa einem Jahrzehnt einen bebeutenben Aufschwung genommen hat, einen Aufschwung, der nicht nur in Frankreich , sondern auch in dem industriereichsten Lande der Welt, in England, hochgradigsten Neid unb bissigste Mißgunst erregt hat. Leider ist eS ledoch eine uralte, vielbekritelte Eigenart ber Deutschen, baß sie allen Gedrauchs- unb Luxusartikeln bes AuslanbeS gegenüber den iumeift viel gediegeneren heimischen Pcoducten immer noch den Vorzug geben. Insbesondere auf einem Gebiete der heimischen Production ist noch immer sehr wenig von einer Besserung zu spüren, und zwar auf jenem Gebiet, auf welchem Deutschland zur bominirenben Führung tm Weltverkehr einzig unb allein berufen ist: auf dem Gebiet ber svirituosen Getränke. Wohl ist in der Geschmacksrichtung bere ts eine bedeutende Schwenkung zu verzeichnen; es haben sich beispielsweise süße „Liqueure" fast ganz überlebt. Trotzdem bekommt man in den Kreisen unserer sogenannten "besseren Gesellichaft- einen wahren Horror, wenn irgend Jemand das Wort „Branntwein über seine Lippen bringt, und solches Plebejer-Naß gar zu trinten, wäre eine unsühnbare Versündigung gegen guten Ton und gute Sitte. Ja - „Cognac", „Genever", „Whisky", "Wutt st" uswi. zu trink»> -, ja Bauer, das ist ganz was Anderes', bas ist selbst in ben seinste" Salons schon längst modern geworben. Unb was sind»benn diese ausländischen Getränke anders, als Branntw^n? Was sind selbst Rum und 2Iroc? Branntwein! nichts als Branntwein. Diesem leidigen, anererbten Vorurtheil zu begegnen, hat die s/ii anderthalb Jahrhunderten bestehende, weltberühmte Sornbranntrodnbrenneret i Magerfletsch in Wismar a. d. Ostsee mit vielversprechendem Erfolge begonnen. Diese schon durch ihren unübertrefflichen, unver- süßten, alten Kornbranntwein in weitesten Kreisen hochangesehene Firma erzeugt schon seit einiger Zeit ein köstliches, hocharomatisches Dessertgetränk, dem sie, um den oben gekennzeichneten Vorurtheilen die Spitze abzubrechen, den gesetzlich geschützten Namen »Malz-Cognac beigelegt hat, einen Namen, den baS Probuct mit Fug unb Recht führen barf. An chemisch erprobter Reinheit, welche burch Analyse hervorragendster Cepacitäten festgestellt wurde Wohlgeschmack, und was bie Hauptsache ist, an biättscher Bekömmlichkeit übertrifft bie» Malz-Cognac alle in Betracht tommenben Spirituosen, er M auch infolge feiner Billigkeit geeignet, ein allgemein beliebtes Getränk selbst^ ber Minberbegüterten zu werden. Schon hat sich ber Malz- Cognac zahlreiche Freuabe biesseitS unb jenseits deS Oceans erworben unb wer nur ein einziges Mal eine Probe mit biesem M°lz Cognac gemacht hat, der unterläßt eS sicher nicht, fortlaufenbe Nachbestellungen zu machen. (Siehe heutige Annonce.)
Verfälschte schwarze Seide. ^Müst^rchen
ZS verW baw und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbrauulicher Farbe. — Verfälschte Seide (die At speckig wrrd und bricht) brennt langem fort (namentlich slünmen Re „SchußsLdm weiter, wenn sehr mit Farbstoff erschwert), unb hinterlaöt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselff "ondern krümmt. Zerdrückt man di- Asche der ächt^n LLL Ä^ber«(t. «’Ä* ÄÄ fenben gern Muster von Ihren echten Seidenstoffen »n Jedermann Luesen, einzelne Roben und ganze Stücke porto- u.d rt.ii.rfnM ins Haus.
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