1897
den 25. December
Hratisöeitage: Hkeßener Kamitienbkäiter
am leiben 2benb die
Vorstand.
Luker
Bekanntmachung
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ungßftüd’f find von zu Zedemannr Ln-
und WtinhMliW, Eckk WMthorstrist.
Lecbr. 1897, lb,
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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr.
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Vorstands
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Nr. 303 Drittes Blatt.
Immer näher rückt er auf Elsbeth an. Diese weicht langsam zurück, den Blick auf die Muttergottes gerichtet, al» mühte ihr Hilfe von derselben nahen. „ . .
„Halt. Schurke, oder Du bist des Todes! Und ehe
(1897er Ernte) 2Vr, 3, 4 und 6 M. per W., in>sorgfäl1ig zusammengesetzten Mischungen
Emil Fischbach.
iw Jauern, ob fie eS wagen soll, dann reckt fie stch und eilt leichten Schrittes der Capelle zu.
Bor dem der schmerzreichen Jougsrau geweihten Kirchlein steht eine in rohem Stein gemeißelte Statue derselben. Hier hat schon so mancher Kummer« und Schmerzbeladene sein volles Her- auSgrschüttet und auf Erhörung und Er- sülluog seiner Bitte gehofft.
Tiefe, tiefe Stille herrscht im Walde, kein Hasr, kein Reh läßt sich sehen, kein Bogelschrei sich hören. CS ist, all ob alle Lreaturen wüßten, daß heiliger Abend sei.
Mit raschen Schritten naht ElSbeth dem Gnadenbilde, wirft sich davor tm Schnee nieder, und al» wenn aller Schmerz sich in dem gequälten Hrrzen drS Mädchens los- lösen wollte, fleht sie, den Blick zur heiligen Jungfrau ge« richtet: »Heilige Muttergottes, die Du heute die Geburt Deines Sohne! feierst, sehe gnädig auf mich, die Anders-
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hast besten» dankend, -Wen zu wollen.
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|BehördlicheAnzeigen| Steinbruchs« Berpuchtung
V°n den der G-fammifaMie der ^reiberrn von Nordeck zur Rabenau aehörigen, in dem Walddlstncte Kahlenberg gelegenen Ba, alt> Lava- Brüchen (Lungfiem) soll d-r am weitesten, westlich, ungefähr '/- K>l° meter von der Bahnstation Londorf Xt gelegene Bruch Nr I, dch^ letzter und laugiährlger Wer b« »erstorbene Steinhau-rmeister Bal- tbaser Müller au« Geilshausen war, aus dem Wege der Submission auf 10 Satire verpachtet werden. 2l Gebote wie ein Betriebsplan, aus welchem ,u ersehen ist. in welcher Weste d-r Abbau n>^‘n
der Schutt verbracht werden sollms-w. und in dem enentueU be“br‘^ Betriebsanlagen angegeben £nb, ftnb SU” »Ä Stelle einzuretchen.
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Raucher ist ein Kistchen Cigarre« eine willkommene Beigabe zum Weihnachtsgeschenk. 11626
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Feuilleton.
Zur rechten Stunde.
Erzählung von L. Lösch.
»Bei* prachtvolles Weihnachtsweiter/ sagte der alte Oberförster, aus der HauSthür tretend, zu seiner blonden Tochter Elsbeth, die, -um AuSgehen gerüstet, mit Jacke und Pelz bekleidet, neben ihm stand. „Du hast also verstanden, waS ich Dir aufgetragen, eile Dich, damit Du nicht so spät zurückkommst, damit Mutter sich nicht ängstigt. Müßte ich nicht nochmals nach den Tannen gehen, so würde ich Dich begleiten. Bringe mir endlich wieder einmal ein fröhliche! Besicht und rothe Backen mit heim."
Ihr noch einmal schalkhaft zunickend, ging er, flotte Dampfwolken auS seiner Pfeife blasend, durch den Garten davon.
ElSbeth befahl dem Hunde, welcher stch ihr anschließen wollte, zu Hause zu bleiben, denn heute wollte ste einmal ganz allein sein, um einen längst gehegten Wunsch stch zu erfüllen.
Mit raschen Schritten eilte fie vorwärts und erreichte nach einer halben Stunde den Pflanzgarten, wo fie den ar- beitendeu Leuten den Auftrag des BaterS mittheilte und den fälligen Lohn eiuhändigie. Sie erkundigte fich bei diesem nach seine» kranken Kinde, trug jenem einen Gruß an sein Weib ouf vnd sagte, fie möchten Feierabend machen, da der heilige Abend bald anbreche.
Nachdem sich alle -um Fortgehen gerüstet, reichte der Vorarbeiter ihr den Schlüffel, wünschte vergnügte Feiertage und fie solle sich etwa! Schöne» vom Ehristktnd bringen ‘^^anfic Iah Elsbeth den Abziehenden nach. Als der letzte Schritt im Walde verhallt war, blickte sie nach dem Äimmel der im Westen von der untrrgehenden Sonne roth S »ar, und ging langsamen Schrittes den Weg entlang, welche zu der im Walde befindlichen, der heiligen Muttergotte» geweihten Capelle führt.
Ihr ganzer KLrp?r bebte zuweilen wie in verhaltene« Schmer- In ihrem Gesicht streiiet fich Wechsel von Hoff. 7uu""°d L-gung. S" küwps» eine» «amps
Alle «nnoncen-vureaux de» In« und Nu-landk» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
■ Mi» v-rkl-rl-m Blick si-h» st- 8“ dlm Büde -mpo», da, ist ti ihr, al» wenn die heilige Jungfrau ihr Antlitz, gnädig | lächelnd, nach ihr geneigt hätte. In Ehrfurcht und auf Gewährung ihrer Bitte neigt Elsbeth in Demuth da» Lauvt und betet voll Inbrunst.
9 Wie lange fie so in Sinnen im Schnee gelegen, weiß fie nicht. Da horch, ein Schuß! Da erwacht daS Jagerblu in ihr und jäh richtet fie fich auf. Drüben im nahen Dickicht fleht fir ein Reh verschwinden, und fich umdrehend, gewahrt fie hinter fich den verwegensten Wilderer au» dem nahen Fl.? den Todfeind ihre» BaterS. DaS Gewehr schwingend, gibt er auf fie zu und knirscht durch die Zähne: -Verdammte Brut! Habe ich Dich endlich. E.ne W°hlthat wäre e» sür den Alten, wenn Du wenigsten» durch einen Schuß flohest. Aber nicht waidgerecht sollst Du endigen, sondern ich w'll Dich zerschmettern, wie mich Dein Alter gerne zcrwalnnn
geliebte^Stim Starrheit und vor dem snadenretchen Bilde hinfinkend, sagt fie einfach: „Mutter Gotte», 4 banfeÄ ihm I-in- Ruhe, 'er eilt °usfi.i°,^- fchlivgt die Idjtanle Gestalt, h-bt st- auf uud drückt fie i° ®’”" TOeta^etUt, mein All--," ist da- -in»'--, «°« st- herva^bringen »„sanken da. Feierliche Ruhe
um fie h«um Dämmerung hüllt die «rde -in und nur das ewiae Licht au» der Capelle wirft einen verklärenden Sch-in auf da- ihr jetzt so bunte Gesicht der schmerzens- reichen Wu t . tr[Un pe 61n Heimweg an. I" Dorfe läuten die Glocken Weihnachten -in. Au. ,-dem Hau« lenket d-r WeihvachiSbaam uud dringt Siud-rfabel. Am 8-nst» des Farfthauie« steht d-r Ob-rfs.st-r! a - er d Bd-° kommen st-ht, zünde» er die Lichter an und b-fcheert feine
j staunenden Frau da» Brautpaar.
zeichnete Stelle, sowie Herr Bau- vermalter Unger in S^nbotf.
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fich der Wilderer versah, ist er von hinten gepackt, zu Boden geworfen und von kräftigen Händen gehalten. »Ich will Dich lehren, ein einsame», wehrlose» Weib zu Überfallen. Jedord ein Blick auf da» zitternde Mädchen und er gibt d» Swurken frei. „Nur weile» heiliger »be°d ist, will ich Dick straflos auSgeheu laffen, damit Dein Weib un^ Kinder nicht die Schmach erleben, Dich heute «Elefielt zu sehen.
Wüthend springt der Bursche auf und wllde Flüche au» stoßend, eilt er ins Gehölz.
^ElSbeth, mich schickt Dein Vater, Dich heimzuholen, willst Du mit mir kommen?" _
Nt i tS regt fich an ihr. Starr und staunend W f“ nach dem Btldntß. Hat denn die Gottesmutter ihr Flehe io schnell erhört? Ist ba» Wunder vielleicht?
Bor io? ftrh» li-b-h-istd-ud, stolz uud staiili» d-r Wauu, d-u si- im jag-udlich-u Trotz d-«i°ftv-ckchwübt,d- dauu
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