Ausgabe 
24.10.1897 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

die Fundamente gelegt, und der Bau bis zum Dach gediehen mar, stür-te er immer wieder ein. Man grub daher die Ausschachtungen für die Fundamente immer tiefer und tiefer. Und da stieß man endlich auf ein Verließ, in dem zwei Drachen waren, die stch unaufhörlich bekämpften. Sie be* wirkten es, daß der Bau immer wieder einstürzte. M. H., ich will die Lehre dieser Fabel anweoden auf unser deutsches Vaterland. Wenn in nuferem Baterlande stch die Drachen confesfioneller Zwietracht unaufhörlich bekämpfen, dann kann die Veste des deutschen Reiche- nicht feststrheu in alle Zu- kunft. (Lebhafter Beifall.) Schulter au Schulter haben wir im Kriege 1870 neben einander gekämpft für die Freiheit und die Ehre de- Vaterlandes. Durch da- Blut, da- in den Schlachten vergaffen ward, find wir zusammengekittet. Und wer heute kommt, und diesen Kitt lösen will durch confesfio- nelle Entzweiung, der begehr ein Verbrechen am Baterlande. (Stürmischer Beisall.) M. H., ist nöthig, den coufessio. uellen Frieden zu wahren, auch in Rückficht aus die wirth- schaftliche Frage. Im wirthschaftlichen und sozialen Leben bewegen Katholiken und Protestanten sich auf demselben Ge­biete, in denselben Betrieben, Werkstätten u. s. w. TS ist nicht möglich, Gewerbe und Arbeit confesfiouell zu trennen. Im Hinblick darauf ist eS die Pflicht aller Gutgesinnten, den coufesfiooeüeu Frieden gerade auch tu der Arbeiterbevölkerung zu erhalten und zu befestigen, wie da- beispielsweise mit so großem Ersolg tu der Montan-Jndustrie tu Effru geluugeu tst, wo sich auf meine Anregung vor einigen Jahren ein christlicher Gewerkveretn gegründet hat. Dieser Verein hat jetzt an die 18,000 Mitglieder, und die Arbeiterschaft, die ihm augehört, ist zerstreut über daS weite Gebiet von Effen bis hin nach Bochum. Sie alle bekämpfen gemeinsam den einen und etuzigen Feind: den Gedanken an die Partei de- Umsturzes. (Bravo.) In der That, m. H., wer heute die confesfiooelle Verhetzung in die Mafien trägt, der tst der willkommenste Handlanger für die Geister de- Umsturzes, die sich vergnügt die Hände reiben, wenn sie sehen, wie Die­jenigen in Hader miteinander entzweit find, die ihre gemein­samen Gegner sein sollten. Hüten wir daher un- wohl, tu den Fehler confesfioneller Hetze unserseits zu verfallen! Und wir werden uns davor bewahren am sichersten, wenn wir treu und innig hängen au unserer heiligen Kirche!.....

Feierlich und offen wollen wir erklären, daß wir Alle, jeder auf seinem Gebiete, im Leben des Staate- und im commu- nölen Leben der Stadt, in wirthschaftlichen und industriellen Berhältuiffeu ernstlich mitzuarbeiten gewillt find an dem Wohle der Gesammtheit, daß wir gewillt find, uns durch Regsamkeit und Tüchtigkeit von Niemand im Lande über- treffen zu laffen. Proclamtreu wir die Parität der Leist- uugen, so wird man un- endlich die Parität der Rechte,utcht vorenthalten können!"

Berit«, 20. October. Dieser Tage ging eine Mit- theilung de-Hamb. Corresp." durch die Blätter, wonach die Militärverwaltung die Einsührung eines neuen In- fanteriegewehres angeordnethabe,derart,daßdieRekruteu schon damit ausgebildet werden würden. Die ganze Faffung dieser Aufsehen erregenden Meldung mußte zu der Ansicht führen, daß die Armee ein ganz neue- Gewehr erhalten und daß die alten daher verworfen werden sollten. Die Nachricht tst inzwischen dementirt und auf den richtigeu Sachverhalt zurückgeführt worden. Dieser besteht darin, daß jetzt alle Jnfauterietruppen neue Gewehre de- alten Modell- 88, die schon längst vorräthig in den Depot- lagern, erhalten- die sämmtltcheu alten, nunmehr seit verschtedeueu Jahreu im Gebrauch befindlichen Gewehre werden etngezogen und in den Gewehrfabriken, soweit erforderlich, reparirt. Angesichts der neuerlichen Meldungen zur Gewehrfrage erscheint e- angebracht, deu gegenwärtigen Stand der staatlichen wie der privaten Gewehrtndustrie einer Betrachtung zu unterziehen. In allen staatlichen Gewehrfabriken Preußen-, zu Spandau, Erfurt und Danzig, sowie der bayerischen in Amberg ruht die Gr- wehrfabrikation vollkommen. Die Depot- sind mit Gewehren de- Modell» 88 gesüllt- der Vorrath, der sich auf Millionen beläuft, reicht für jeden Ernstfall. Nachdem dieser Bestand erreicht worden, stellte man die Gewehrfabrikation ungefähr vor Jahre-frist gänzlich ein. Da- Arbeiterpersonal wurde auf ein Minimum herabgesetzt, und der zurückgebliebene kleine Stamm in Spandau etwa 200 wird mit anderen Arbeiten, z. B. für Zwecke der neuen Artillerieau-rüstung, beschäftigt. Nicht ander- liegt die Sache seit einiger Zeit in den großen Werkstätten der deutschen Waffen- und Munition-- sabrtk (früher Ludwig Loewe) zu Martiuickenfelde. Dort wird der Betrieb seil etwa Jahre-srist uur in sehr geringem Umfang auftecht erhalten- da- Inland hat gar keinen Be­darf und vom Au-lande liegen auch nur kleine Bestellungen vor. Zu der bekannten Thatsache, daß seit einiger Zeit in der Armee und von der Gewehrprüfung-commisfion zu Spandau- Ruhlebeo eingehende Versuche mit einem Gewehr kleineren Kalibers gemacht werden, tst zu bemerken, daß diese ganz tuen Gewehre, ca. 3000 Stück, in einer Privatsabrik her­gestellt worden sind, deren Begründer und Leiter al- Erfinder der neuen Waffe gilt. Wenn nun weiter gesagt worden ist, daß diese Versuche günstige Resultate ergeben hatten, so liegt die Sache doch nicht so, daß die Einsührung der neuen Waffe al» in sicherer Aussicht stehend angesehen werden kann. Denn da- jetzige Gewehr wird an Brauchbarkeit noch von keinem der verschiedenen neuen Modelle, mit denen Versuche angestellt worden find, übertroffen. Sollte aber wirklich in absehbarer Zeit ein neue» Modell von der Heeresleitung angenommen «erden, so würde deffen Einsührung io die Armee, also Der- theiluug an die Truppen, erst in drei bi- vier Jahreu vou dem Beginn der Maffenfabrikation ab bewerkstelligt werden können. Zu diese« Zweck müßte erst jede der staatlichen Gewehrfabriken sowie die ehemal- Loewe'schen Werkstätten aus einen Bestand vou «ehrereu Tausend Arbeitern gebracht werden bei einem Betriebe von Tag und Nacht. Solcher Apparat ist erforderlich zur Anfertigung der Millionen Ge« wehre, deren die deutsche Armee im Kriegsfall bedarf. Bei der Beschaffung de- jetzigen Gewehr- wurden sogar Über

500000 Stück noch vom Ausland, der österreichischen Waffen- fabrik in Steyr, bezogen. Also mit der thatsächlichrn Ein­führung eine» neuen Jnfantrriegewehr» hat e- noch gute Wege.

Stetti«, 20. October Der Kaiser hat dem Vulkan für die vorzüglichen mit dem Schnelldampfer Kaiser Wilhelm der Große erzielten Ergebnisse die goldene Medaille für Ge- werbefieiß verliehen.

Wie«, 21. October. Da- Abgeordnetenhaus be­schäftigte sich heute u A. mit den Ministeranklagen wegen der Vorgänge in Eger. Antragsteller Abg. Türk polemifirt in längerer Rede gegen die gestrigen Ausführungen de» Abg. Herold- er erkennt auch da- tschechische Volk als Culturvolk an und hebt hervor, daß dasselbe viel germanische» Blut enthalte. Die Tschechen würden sogar in Rußland al» böhmisch sprechende Deutsche bezeichnet. Wenn Abg. Herold sagte, die Tschechen seien böhmische Patrioten und eben deshalb gute Oesterreicher, so sage Redner, seine Partei seien gute Deutsche und eben deshalb auch gute Oesterreicher, jedoch seien sie nicht für da» neue, erst zu schaffende Oesterreich, wie eS die Jungtschechen wollen, sondern für da» alte, seit Jahrhunderten bestehende Oesterreich. (Beifall link».) Redner bespricht kurz die Vorgänge in Eger und behauptet, daß wenigsten- hundert Verletzungen stattfanden. Er erklärt, daß die deutschen Minoritäten in den tschechisch'.» Gemeinden keinen genügenden Schutz haben und bringt einen Fall vor, wo ein Deutscher getödtet wurde. (Rufe rechtS: ES war ein gewöhnlicher Raufhandel.) Redner schließt, die Deutschen werden allen Anfeindungen zum Trotz nicht wanken. (Lebhafter Beifall, Händeklatschen links.) Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen.

CoceU* rrird prMHnjköCf,

Nidda, 22. October. Einem hiesigen Geschäftsmann wurde gestern ein Geldbrief zugestellt, welcher nach dem DeclaratiouSvermerk 851 Mark enthalten sollte. Der Em­pfänger deffelben will aber darin einen 100 Mark-Schein weniger bekommen haben, als der beigelegte Sorteuzettel des Absender» aufführt. Da nun Letzterer eine bezügliche telegraphische Nachricht selten- de- Adreffaten mit der Ver­sicherung richtiger Einlieferung beantwortet hat, so dürfte, fall- keine Aufklärung oder Verständigung in Kürze erfolgt, da- räthselhafte Vorkommniß noch die Gericht-behördeu be­schäftigen.

Laubach, 21. October. Die von dem hiesigen Festcomite zur Bestreitung der Festkosten bet der 25jährigen Jubiläums­feier der Regierung de- hiesigen Herrn Grafen in Circu- lation gesetzte Liste hat solch namhafte Zeichnungen aufzu- weisen, daß man außer dem hiesigen Mufikvrrein noch eine auswärtige gute Musikcapelle zu cngogiren beabsichtigt. Au dem betreffenden Abend wird ein Fackelzug sowie ein Com- merS imSolrnser Hof" geplant. Bei großer Betheiligung ist eine besondere Feier für dieJugend" imHotel zum Schützenhof" vorgesehen. Ende voriger Woche wurden die in hiesiger Umgebung liegenden Teiche abgrlaffen. DaS Ergebniß war ein recht zusriedenftellendes - in dem gräflichen Thiergärtner-Teich wurden über 200 Karpfen im Gewichte von sieben Centnern gefangen, wovon der größere Theil, etwa sechs Gentner, an einen Fischhändler in Villingen Der* kauft wurde. Auch der an dem Wege nach Lardenbach ge­legene Teich, in dem Herr Hofapotheker Roßbach seit mehreren Jahren eine ausgedehnte Fischzucht betreibt, ergab eine an- sehnliche Zahl von Karpfen, Karauschen und Hechten, wovon ein kleiner Theil auf Einladung des B fitzer» noch an dem- selben Tage von einer größeren Anzahl Herren im Hotel zum Schützenhof verspeist wurde.

E. Echzell, 21. October. Hier hat sich seit Kurzem ein Thierarzt niedergelassen - da in unserer Gegend ein be­deutender Viehstand gehalten wird, wächst die Praxis des betreffenden Herrn von Tag zu Tag.

V. Arr» dem Sogellberge, 21. October. Zwei Dritt- theile des MonatS October find in herrlichem Herbstwetter verstrichen, nun aber wird es rauh und man rüstet sich für den Winter. Dazu gehört für die Städter und solche Per­sonen, die im Winter viel fitzen müffen, die Sorge für an- gemeßene Bewegung, wozu fett einigen Jahren da- Schnee- f ch u h l a u f e u gehört. Ein Paar Schneeschuhe kosteten seither 20 Mk. und mehr. Unsere Vogelsberger Hölzer, besonders das Eschenholz, sind vorzüglich zu solchen Geräthschasten zu gebrauchen, daher bürgert sich jetzt die Holzindustrie immer mehr ein und auch da» Unfertigen von Schneeschuhen wird bereit» in Bermuthshain von Herrn F. Jost betrieben. Da» Paar Schneeschuhe kostet nur halb soviel (also nur 10 Mk.) wie anderswo. Da sich gewiß Mancher dafür interesfireu wird, soll nicht versäumt werden auf diese billige Bezug»- quelle ausmerksam zu machen.

B. Sübingea, 22. October. Die hiesige laudwirth- schäftllche Winterschule erhält auch dieses Jahr wieder den namhaften Staatszuschuß von 1000 Mk. Die Schule erfreut sich eine» stetigen Aufblühens, ein Beweis dafür, daß die jungen Leute und deren Eltern immer mehr eine weitere Ausbildung in ihrem Berufe zu würdigen wiffen.

Darmstadt. 22. October. Don der hiesigen Reich»- bankstelle wurde gestern der Betrag von 1,300,000 Mk. in Silber nach Effen abgesandt. Der Transport zur Bahn erfolgte unter der nöthigen Aufsicht auf zwei Rollwagen.

Oppenheim, 20. October. In der Kellerei der Firma Gebrüder Schmidt wurden gestern Abend durch die sich au» dem neuen Wein entwickelnden Stickstoffgase zwei ar­beitet bewußtlos. Der zur Rettung herbeieilende Tage­löhner Wilhelm Looö verlor ebenfalls, als er gerade einen Mann erfaßt hatte, da- Bewußtsein. In diesem krttischev Moment eilten von allen Seiten Leute herbei, und e» gelang denselben nach vieler Mühe und Gesahr, die drei im Keller liegenden Männer in» Freie zu schaffen.

Die BernfSthätigkeit der Zlraelile«. Zum ersten Mat ist bei der Berufszählung in Deutschland am 14. Juli 1895 auch eine Stattsttk über daS ReUgionSbekenntnih in den ein­zelnen Berusskreisen anfgevommen worden. Man unter­scheidet in der Statistik die Erwerbthätigen, da» heißt die­jenigen, welche ein selbständiges Einkommen erzielen, und die Angehörigen, daS heißt diejenigen, bte von diesem Einkommen ihren Unterhalt beziehen. ES ergab sich nun 1895, daß von der erwerbsthätigen Bevölkerung 1,01 pCt. Israeliten find. Die erwerbsthätigen Israeliten sind 54,56 im Handel, 18,80 in der Industrie thätig, 16,30 selbständig ohne Beruf, 5,99 in öffentlichen Diensten und den freien Berufsarten, 2,61 als häusliche Dienstboten, 1,38 in der Landwirthfchaft, 0,36 in Lohnarbeit wechselnder Art. Wenn nun auch die Israeliten mit 54,56 pEt. im Handel tdätig find, so machen sie doch von den Erwerbsthätigen im Handel InSgesammt nur 5,71 pCt. aus. Nach dem Geschlecht find von 100 männ­lichen Israeliten 62,28 im Handel, von 100 weiblichen erwerbsthätigen Israeliten 31,34 im Handel thätig. Nennen»- werth ist, toie bte amtliche Statistik dervorhebt, bet flntbetl der JSroeliten auch in die Rentier-, Pensionäre u. f. w. mit umfassenden Beruf-abtheilung und in den B-rufSadtheilungen öffentlicher Dienst und freie Berufsarten, wo sie hauptsächlich im Militär und Marine mit 2878, ,m Civtldienst und al» Rechtsanwälte mit 2520, im Dienst der Bildung, der Biblio­theken, der Wiffenschaften und Kunstsammlungen mit 3188 und in der Gesundheitspflege und im Krankendienst mit 3252 vorkommen. In Bezug auf die sociale Stellung unterscheidet man in der Statistik unter den Erwerbsthätigen zwischen Selbständigen einerseits und Angestellten und Arbeitern anderer» feite. Bei den israelitischen ErwerbSthätigkeiten gehören unter 100 57,71 der Klaffe der Selbständigen an, 11,29 der Klaffe der Angestellten und nur 31,10 der Klaffe der Arbeiter an. Im Handel, in der Industrie und in der Landwirth- schäft sind die in selbständigen Stellungen beschäftigten Israe­liten gegenüber den al- Angestellt n und Arbeiter beschäftigten Israeliten weit in der Uederzahl. Die israelitischen Erwerbs- thätigeu überragen den ReichSdurchschnitt (1,01) in besonderem Maße in Berlin (4,60) und Hamburg (2,51), ferner in den Provinzen Posen (2,22), Heffen - Nassau (2,53) und i« Großherzogthum Hessen (2,04).

Erster Gedanke. Buchhalter:Herr Tulpenthal, denken Sie sich, unser Kasstrer ist mit Ihrer Tochter durchgegangen die Kasse hat er aber dagelassen!" Chef:Gott, was e' schlechter Geschäftsmann!"____________________

Citerottur tinfc Kattfit

Katechismus der Odstverwertdumg. Anleitung zur Be- Handlung und Aufbewahrung bes frischen Odile», zum Dörren, Ein- kochen und Einmachen, sowie zur Wein-. Likör-, Branntwein- uni Esstgbereiiung auS den verschiedenst«» Obst- und Beerenarten von Jodannetz Wesselhöst M-t 45 Abbildungen. In Originalleinenband 3 Ma-k. Verlag von I. I Weber in Leipzig Der Obstbau und die gtwinndringende Veiwerthung seiner Product« ist von ganz außerordentlicher volkswirthschafNicher Bedeutung. Seit Alters tst die Ve>Wendung deS ObsteS in der Köche höchst mannigfach; setzt hat auch der Obstwein in der Kellerwirlhschaft eine angesehene Stellung errungen. Verfasser vorliegenden BucbeS, Bearbeiter der 5. Auflage des in demselben Verlag erschienenen Katechi-mu» der Nutzgärtnerei, ist nun bestrebt gewesen, in knapper, allgemein verständlicher Form die Odstverwertbung in ihrem ganzen Umfange möglichst erschöpfend zu bebandeln, so'.die Ernte des Obste», seine Aufbewahrung, Verpackung mrd Versendung, Trocknen und Dörren, Bereitung von Säften, Mu», Marmelade, Fruchtsirup, Gelee und Pasten, da» Einmachen, dir Bereitung von Obstwein, Obstlrkör, -Branntwein und -Essig, schließlich auch die sorgliche Derwe'thung selbst der Obstabfälle im Haushalt und Handel. Da» Buch ist ganz daru angeihan, beträchtlichen Nutzen zu stiften und verdient die freundlichste Aufnahme bei den Betheiligten

Katechismus der Vota«». Zweite Auflage, vollständig reu bearbeitet von Dr. E. Dennert. Mit 260 Abbildungen. In Originalleinenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die Botanik ist völlig dazu geeignet, dem Landwirth, dem Gärtner, dem Forstmann ration-lle Wege zur Bewirtdfchaftung von Feld und Wald zu weifen; der Industrie liefert^die Flora werthvolle Producle. dem Arzt, dem Apotheker einen reichen Schatz von Heilmitteln, uni Allen aber Kleidung und Nahrung. Wer fühlt da nicht da» Be- dürfniß, sich kurz und bündig über die Pflanzenwelt nach dem neuesten Stande her Wissenschaft von einem Fachmann Unterricht ertheilen zu lassen? Der Verfasser vorliegenden Buche», das ganz dazu ongrthan ist, diesen Wunsch zu erfüllen, beschränkt sich keines­wegs daraus, eine trockene Systematik zu geben, er lehrt vielmehr den inneren Au-bau der Pflanze in Zelle, Gewebe und Organ, die Anatomie, zu verstehen, wendet stch dann der äußern Gestalt der Pflanze, ihrer Morphologie, zu und verbreitet sich in der Lehre von der Arbeitsleistung und dem Leben der Pflanze, der Physiologie, über Ernährung, Wachsthum, BewegungSerscheinungen und Fort Pflanzung, wobei zahlreiche Abbildungen da» Verständniß be» leite» überall erleichtern.

An dieser Stelle wurde kürzlich auf eine der leistungs­fähigsten Firmen der Leinen- und Wäschebranche, die La«deSH«tar Leine«« n«d »«bild Weberei F. v. «rünseld in Lande»hu, (Schlesien) hingewiesen und sei deren neue außerordentlich reichhaltige Preisliste des 36. Jahrganges (140) hiermit nochmal» auf da» An­gelegentlichste empfohlen. Welche großartige Auswahl in den einzelnen Gattungen geboten wird, geht u. A. auch daraus hervor, daß Über 300 verschiedene, meist durch naturgetreue Abbildungen erläutert« Ausführungen in Damen- und Mädchen-Leibwäsche verzeichnet find. Eine gleiche Vielseitigkeit ergibt fich bei Bettwäsche, so da? jedem Geschmack und jeder Änforbcrung hlnfichtlich AuSsührnnz Rechnung getragen ist. Ganz besonder» wird aber die Abtheilung für Handarbeiten allen weiblichen Händen für bie Weihnachtszeit eine wahre Fundgrube sein. Vom einfachsten Tablettdeckchen und Täschchen bi» zur hocheleganten Decken Garnitur ist Alle» vertreten, womit fleißige Hände zum Feste Freude machen können.

Sticht unerwähnt soll bleiben, daß die Firma in Berlin W, Leipzigerstraße 25, ein BerkausShau» besitzt, dessen fehenSwerthe Se- fchäftSräume und aufgeftapelten Vorräthe einen Besuch auch auS großer Eotsernung al» lohnend erscheinen lasse».

Wer immer Bedarf in den Artikeln der Firma hat, verlange daher kosten- und postfrei die Hauptpreisliste (140) von der Lan- deshuter Leinen- und Gebild-Weberei F. V. Grünfeld. LandeShut in Schlesien. 912» Kunst-Ausstellung, * s^uIÄaÄ nähme des SamStag«, von 11 bi» 1 Uhr, am Mittwoch auch no­vo» 3 bi» 5 Uhr LorrrrtagS n nun ter brodle« vo« 11 H» 8 Ulrr. Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktage» 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg.