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Amts- und Anreiseblatt für den Areis GieHen
Feuilleton
Am Abend noch-
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr.
Sonntag dm 24. Januar
Sießen).
Januar 1897, jener Mach:
Kaiser von Rußland heute anböte, ich sollte mit ihm tauschen, würde ich sagen: Danke schön. Herr Kaiser, ich sitze in meinem gewuthltchen Obeihcsien sicherer und molliger als Ihr mit Eurer goldnen Krone in Petersburg, ich bleib' wo tch bin.
Untere Nachbarn in Frankreich schlagen immer noch ähnliche Purzelbäume wie vor 10 und 20 Jäheste sind die Lakaien von Ruß land. Ja späteren Jahren rohb die Geschichte noch manches darüber zu beruhten haben, wie sich das Franzosenvolk dazu hergab, den . Russen als Stieselputzer und Stallknechte zu dienen. So hat sich noch kein großes Volk erniedrigt und einem anderen an den Hals geworfen, um dereinst sich rächen zu können. Die Zukunst wird I lehren, daß alle diese schimpflichen Opfer vergeblich gewesen wmen. Jndtrect hat dieses velächtltche Treiben einen Nutzen sür Deutschland, nämlich: Wir erkennen daraus, daß wir auf unterer Hut sein müssen, I daß wir nicht träge und faul fein dürfen, daß wir, unsere Kräfte üben tollen, daß wir allezeit wacben mögen über das, was untz n 1870/71 bescheert worden ist. Ohne den französischen Druck wären wir wahrscheinlich heute schon wieder versumpft, wir lägen uns in den Haaren, wenns Brei regnete, hätten wir keine Löffel und wenn wir Löffel hätten, benutzten wir sie nicht, um damit zu essen, sondern uns damit zu hauen. Die Deutschen sind ganz absonderliche, curtose I $äU%ei unseren Bundesgenossen in Oestreich-Ungar« und in ‘Italien bleibt auch Vieles zu wünschen übrig. Das bunt zusammen I geletzte Oestreich hat das ganze Jahr über feine liebe Noth, um die widerstreitenden Elemente seiner verschiedenen Volkerschafteu in ] Einklang zu bringen; es muß scharf Obacht geben daß ^ber der groß n Thetlung auf der Balkanhalbinsel ein hübsches Stuck empfängt und sich bis hinunter ans griechische Meer ausdehnen kann. Die guten Italiener haben in Auika einige etliche Schlappen er- litien und dabei will der Ueberfluß an Geldmangel gar nicht alle werden. Geld ist zwar auch bei uns das wenigste, wie überall Nur die Franzosen haben soviel sie brauchen; glücklicherweise mangelt ihnen das brauchbare Menschenmaterial empfindlich, tonn konnte es kein Teufel mit ihnen autzbalten, viel weniger die Menschen.
In Spanien, Portugal und Griechenland würbe man gar zu gerne wieder pumpen, wenn nur die auswärtigen Brunnen nicht alle «.schlossen wären. Den Spaniern geht es über kurz ober lang an den Kragen, weil sie schwerlich bi? Fähigkeit besitzen, ihre Kolonien zu halten. Vor dreihundert Jahren war Spanien das größte Reich der Welt, in dem die Sonne nicht unierging; heute ist ' es zu einer Macht zweiten oder dritten Ranges heradgesunken, die gar keine Stimme mehr bcsitzt und nichts mehr gilt. Die Spanier sind saul und träge geworden, weil sie zu leicht große Schätze erwerben konnten. Man sieht hier deutlich an einem ganzen Volke, daß übermäßige Retchthümer nicht glücklich machen, wohl aber Fleiß, Müßigkeit und Sparsamkeit.
Nicht so schlimm siebt es in de« «ordifche« Königreichen Schwede« Norwegen «nd Dänemark aus. Sie baden «b<r auch hier ihre liebe Nath mit ihren V^rhä'tniffen, es rumort und brodelt bei ihnen nach nördlicher Weise und die Regierungen haben ihre liebe Noth, um ihre Staa'smaschinen im richtigen Gange zu erhalten.
Recht oft hat sich im verflossenen Jahre England bemerkbar gemacht, man könnte aber nicht sogen, baß es in lchonerWeise geschehen ist. Wo es etwas zu schlucken, »u ergattern gibt, ist John Bull fast immer vornen dran. Für das deuische Volk haben die Engländer nichls übrig als Neid, Mißgunst, Hatz und Bosheit, weil eS sich von den Engländern nicht mehr mißbrauchen lassen will. Em weiierer Grund ist der, daß die Deutschen das eigennützige Albion in Handel, Schiffahrt, Industrie und Gewerbeerzeugnitsen theilwetse Überboten Haden und noch weiter überbieten werden. Die England-r sind vollständig isolirr, kein Volk will sich mit ihnen einlassen und allein können sie nur wenig ausrichten. Wenn die unteriochfen
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fahrt nach Deutschland.
Nach Deutschland lechzt' ich nicht so sehr, Wenn nicht die Mutter dorten wär.
Bon Kopenhagen nach Stettin war eS nicht Norwegen und seine Wunder die unS beschäftigten, daS Thema war vielmehr rin recht prosaisches, nämlich die bevorstehende Revision unserer Eff cteu durch daS Zollamt, und allerhaad Pläne wurden geschmiedet, wie man dem gesürchteteu I» stitut ein Schnippchen schlage. Am 21. Juli, Morgens 10 Uhr, war unsere Spazierfahrt beendigt, da hieß et: -Meine Herren, machen Sie gefälligst Ihre Koffer aus. Die erste v.kanntschast die wir in Stettin, b. h. in Preuße«, »achten, war die der liebenswürdigen, königliche« Zollbeamte«.
Alle Annoncen-Bureaux des Ju- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
stabt viel Covcurrenz zu machen scheint.
malS Rendezvous im Tivoli. Dann am nächsten Tage Ab-
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Öhr. - Ende? imkvtsmM geSelli. g., Herren 1 d, Sdtertaefi nttt, Siller-weg 16, , aikfftr 20, v. SretzfL«^ aM9ieUNt33,W- ® bei H. Wh w), mk 120., Aeri cnnkarün Ml .
t stad bei H MYl,
Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
Die Gießener I>amikienbkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Am folgenden Tage besuchten wir die schwedische Schwesterstadt Malmoe, die geschäftlich der dänischen Haupt
Völkerschaften einmal ihre Ketten zerbrechen geht e« den Engländern schleckt und sie dürfen sich sagen: sie Hütten ihr Schicksal verdient.
Von außereuropäischen Ländern verdient Japa« noch mit kurze« Worten erwähnt zu werden. Es ist erstaunnch was die Javaner in wenigen Jahrzehnten geleistet haben. Nirgends kommt em Volk in der Weltgeschichte vor, das in kurzer Seit Hine ganze Eul ur so vollständig umgeslaltet und sich dem besseren Neuen anb.quemt haI, ohne durch fürchterliche Revolutionen erschüttert zu werden. Die Japaner haben noch eine bedeutende Zukunft vor sich. Dagegen wird das imense chinesische Reich nach und nach ein lämmerliches Ende nehmen,^ w^e Mx uns noch mit ««serem liebe« dentsche«
ÄW, »W unb riionnir., .* könnte Vieles besser sein, das M wahr doch trotzdem und alledem ralhen wir unseren Berufs- und Standesgenossen, fest am »ale«- lande z« halte« «nd sich durch falsche Propheten uicht it e führe« z« lassen. Eine langjährige Erfahrung hat uns bewiesen, daß die falschen Propheten nicht bbjentgen finb, die uns bessere Z.ilen zu bringen vermöchten. Wer ben Leuten iuviel verspr ch , von bem kann man stets annehmen, baß er ntdj|» Wt. Jahrtausenden weiß man, daß es ein go.venes Zeitalter niemals gegeben ha'. Wenn die Leute nichts mehr arbeiten wollten sondern ! in Trägheit und Müßiggang ve fielen , ging es 'ückwärtS.DaS I sieht der Bauer recht wohl ein. Ec findet, daß es anfangt besser zu gehen und freut sich, daß das Zusammenhal er., ßernen unb Probieren gute Früchle bringen wirb. Harte Leh jabre sind mitunter gar nicht bie schlechtesten für einen gediegenen Mann. Da» sollten auch die Handwerker bedenken, für die- noch Vi-l s ge hau werden mutz. Zunächlt liegt es an ihnen selbst, dahin zu wirken, daß ihre Interessen besser gewahrt werden. Gcoßhandel, Gtoß>n- | dustrte, Großkapital sind ewig rührig und thätig, um immer weiter I vorwärts zu kommen. Die kleinen Leute sitzen zu Hause auf der Ofenbank, kratzen sich hinter den Ohren, essen sich »Dreimal rundsich herum soati" — wenn es möglich ist — und denken goar naul , wie der Bürgermeister von H. — Wenn Vorträge für die Handwerker gehalten werden, kommt der vierte Thetl oder mitunter nod,. weniger um zuzuhören, der größere Theil sitzt daheim, oder im
I Wirthshause unb spielt Skat ober Solo. Wie kann es da b« ff er werden, wenn die Nächstbethetligten nicht mitrathen oder mwhaun. Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann und Einigkeit macht stark, heißt es bei ben landwirthschastlichen Genossenschaften, die sich binnen zwei Jahrzehnten zu ungeahnter Höhe emporgeschwungen habe«.
I Wer rastet, der rostet.
Man wirst dem vergangenen Jahre 1896 vor: eS habe keine That, fein Werk, keine Erfindung von weltbewegender Bedeutung heroorgebracht. Das bürgerliche Gesetzbuch ti at im Jahre 1896 an» Licht, es ist des Schweißes der Edlen werth, seit Jahrhunderte« ersehnten bie Patrioten ein solches Werk. Abgesehen davon muß nicht jedes Jahr mit einem gewaltigen Sprunge vorwärts fuhren. Wir haben in den letzten 25 Jahren soviel erlebt, daß es nicht» schadet, wenn wir alle diese Erlebnisse ruhig durchdenken unb eine richtige Nutzanwenbung davon machen lernen.
Von fonftigen Ereignissen in unserem Vaterlanbe musfen wir leider einige recht traurige Vorkommnisse berühren: Das Duell Kotze, dos Schreiben von anonymen Briefen — nicht blos in unserer Gegend, sondern bis in die höchsten Kreise hinauf -- der Fall Brüsewitz und da» jüngste Duell in Stuttgart. Das find sehr bedauer« I Hdbe Ereignisse, die kein schönes L'cht auf die betreffenden Kreise werfen, am wenigsten der Proeeß Tausck-Leckert-Lvhow.
Wir brauchen aber nickt mit Fmgern auf diese Falle zu deuten, denn in ben letzten Wochen laS man bes Oefteren Nachrichten über | Messerstechereien unb anderen Un'.haten im VogetSberge unb sonstige«
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G iebener Anzeiger
Aeneral-Mnzeiger.
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Strauß.
In Odde hielten wir uv» nur lange genug auf, um bie Läden mit norwegischen Euriofiläten zu betrachten oder die vielen Gasthöfe mit ihren modernen Einrichtungen in Augenschein zu nehmen.
Auf unserer Fahrt nach Stavanger pasfirten wir viele kleine S'randorte, die von Lootsen, Fischern und Anberen, die ihre Existenz bem Meere verdanken, bewohnt sind. Eigen- thümltch erschien unS der frische, saftig grüne Pflanzenwuchs auf ben kleinen Erdflecken zwischen Felsenspitzrn und die dichte Blattdecke der Bäume oder vielmehr Gesträuche, da kein Baum außer an der Bergseite wachsen kann, und wie abgeschnitten auSfieht, wenn er sich über den FelSrücken erheben soll.
Am Montag Morgen des 18. Juli lagen wir wieder vor Kopenhagen. Nun mußte daS, wa» wir beim ersten Aufenthalte versäumten, nachgeholt werden. In erster Reihe stand daS ethnographische Museum, daS unS beinahe einen halben Tag nahm, dvrchzuwandern. Welche Fülle von Gegenständen aut allen Welttheilen und Zeitaltern, von den ältesten Stämmen, die in Europa hausten, bis nach Süd- Amerika, nach Indien, China oder Japan. Auch der älteste Stamm der Menschheit, der noch in Höhlen wohnte, hatte schon das Bedürfniß, sich zu schmücken, «nd nicht allein der Kampf um seine Existenz drückte ihm das Werkze«g in die
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jit sind wMvmwti
FandwirvischafUlche Winke und Kathschiäge.
Rückschau auf da» Schaltjahr 1896.
A tlui Vberyeffe«, Milte Januar.
Dir Landwirthe machen unS nicht viel aus Politik: Das hat seinen Grund darin, daß uns nicht viel Zett übrig bleibt zum Po. iitifiren. Min könnte nicht behaupten, daß die geringe Neigung um Polttisi'en unb Kannegießern em besonderer Schaden verursachte, tm Keaenthetle: Diejenigen Bauern, die viel poliustren, sind gewöhnlich Leute, in deren Wi-thschast es nicht sonderlich aussteht. Huf bcr Bierbank sitzen, politifche Weisheit verzapfen, Jägdlen, Kartenspielen und ähnliche Plaifirchen tragen verteufelt wenig ein. Am Schluffe eines J-Hres baxf man aber schon ein Bischen politistren, auch um deswillen, weil es bem Bauer nicht schadet zu hören, wie fich bie politischen Ereignisse tm Kopfe eines anderen Lanbwi ihrs BbfPlC$iginnen wir mit der Türkei. Es ist doch gar zu traurig, unter Umständen kann man lagen; es ist ein sehr bedauerliches Ä?ich>n der Zeit, baß die christ ichcn Mächte küyl zuschauen, wie die M nschen in der Türkei adgeschlachlet werden. Zwar sind die Armenier keine sonderlichen Tugendbolde, aber die Schlächtereien gehen hoch weit über bas Maß bes Zulässigen hinaus. Unb warum? weil keine Macht ber anberen ben fetten Bisen gönnt. Soviel scheint aewlß, daß Rußland dereinst den Löwenanthe'l davon tragen wird, weil Niemand vorhanden ist, bem russ schm Bären bie Beu'e streitig zu machen. Wenn bie Engländer auch noch soviele Schiffe in den Bosporus senden, so machen es diese nicht allein fertig, die Engländer haben kein Landheer. Je fauler bie Zustänbe in ber Tu, kei e rben, besto leichter schluckt Rußlanb ben B ffen, unb darum wartet e8 ruhig ab, bis seine Zeit kommt. Neben all diesem Elend vertrödelt ber Sultan alljährlich 150 M-llionen für seine Person. Das Einkommen bes deulschen Kaisers beträgt 16 Millionen. Man steht .ber Sultan lebt in Saus unb Braus", wie es in jenem schönen Liebe heißt und er wiib es solange treiben, bis es alle mit ihm ist. Nach Europa gehört er nicht mehr.
Ein abscheuliches Ländchen ist die Bttlger<i, bie ja in unb «eben ber Türkei liegt. Ihren tüchtigsten Siaaismann Stambulow haben biese Scheufäler von Bulgaren schmählich morben lassen, und nun machen sie diesen Mördern den Prozeß in einer Art unb Weise, -atz fich bie ganze gebtibele Welt schämen mutz. Eine schöne Ge- lellschast, diese bulgarischen Richter; wenn fteftd) in fo Weise betragen, was mag die gewöhnliche Menge werth sein. Fürst Kerdinanb, ber römisch-kathol-sch ist, Hai seinen Sohn griechisch katholisch taufen lassen, um sich bei Rußland und ben Bulgaren beliebt zu machen. Er wirb später lernen muffen einzusehen, daß .hn liefe Handlungsweise gar nichts nützte. ~
In Rußland ist man bemüht, E senbahnen Kriegsschiffe Ka- «onen uno Baiaillone herzurichten, denn es gilt für bteses Reich, das Größte zu erreichen. Der junge Kaiser ist ein kluger Mann, er versteht weise zu verschweigen, was er denkt. Ueberhaupt sind^die Ruffen feine Diplomaten, mit großer Schlauheit und Zähigkeit ver- folaen sie ihre Pläne und wmn ihre Versuche auch mißglücken, wissen sie stets einen neuen Punkt aufzufinden, wo sie ihre Hebel ansetzen können. Durch seine Reisen in Europa hat der Kaiser einen großen Einfluß gewonnen, den er gesckicki zu oerwer then weiß In seinem Trübe ist es scheinbar ruhig; die Nihilisten und AnarListen scheinen ganz verschwunden zu sein. Man wird aber schon wieder von ihnen hören Von Zeit zu Zeit werden immer noch ganze Trupps nach Sibirien gefchickt. Daß viele ganz unschuldige M'nfLen darunter sind, weiß Jedermann; es wirb aber ebenso wenig nach ben Unschuld> gen gefragt, wie in ber Türkei, wn es auch auf ein pur Dutzenb Menschenleben mehr ober weniger nicht antommt. Darum wirb es über turj aber lang auch in Rußland wieder loSgehen und wenn mir der
Eine Spssierfshri nach Norwegen
Itdlecrlebniffe von Joseph Kohn, Ravstodt (Db«6tffui).
(Schluß.)
fflir fuhren bis jum Laale Boß, der in der Wille zweier anberer ffi-fierfäHe, de» Skor. »nd de» Sspeland Boß, fich donnernd von ben hohen Bergwaffm herunterwalzt. Do» Schau'piel der drei SBafierfäHe, Bon.b'
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,„wand, einem Teich-, wo die Kulicher einstweilen em offen wurden Wir wurden vermilttlst eines Dampfers über- Trfefct Diefe Fohrl nahm eine halbe Slunde in Aufpruch, ' mir uns in Jordal. Von da g-HIS nach d-m
«lelfchel aüf "inem fchlech.en, mll S.eing.rbll beteilen «fobe? Ich pxoteftirte gegen die Anstrengung, meine Koochen dauerien mich, auch waren meine Schuhe nichl mehr ladel> los. Aber mll |w°n,lg g-lehrlen Herren hernmzustreilem l6 nerabe auch kein Plinii. Ich erkläne ihnen daß ich d,h?im im S-mrner auch Gefrorene» haben könne, die tz»rl"n zu 25 Pfennige. Dabei könne man auf einem Lieben Sopha fitzen unb die fchöae Wärlerin der Eon- ditoret würde UN- bedienen. Aber et half alles nichts. Ich wurde sozusagen mitgeschleppt und nach zweistündigem mühsame« Steigen waren wir an Ort und stelle.
Lin weißes Ungerhü« - wo wir unS hinwavdte«, sicht» al» Ti» und Schnee, soweit daS Auge sehen kann Mir »achten »u» da» Vergnügen, im Sommer Schneeballen
Kt. 20 Zweites Blatt
। Hand, auch ber Sinn für daS Schöne, das Ornamentale bt- I schäftigte sein Gehirn. Betrachtet man die primitiven Jn- I strumenre unb Ltnrichtungen, die derselbe hatte, so ist eS staunevLwerth, wie er manche der kunstvollsten Arbeiten her- zustrllen vermochte. ES sp'icht sehr für die Bildung und den Unternehmungsgeist der Dänen, daß fie ein solches Kunst- tnstitut besitzen. Die Stunden, die tch darin verbrachte, warm nützlich und ich kann fie nie vergeffen.
Am Abend besuchte tch meinen dänischen Freund, Apo- theker Conrad Larfen, der wir einst ein lieber Retsecollege auf dem Ocean gewesen ist. Ich verlebte angenehme Stunde« in seinem Familienkreise. Zwei Damen von Jütland war« anwesend. Als ich mich von ihnen verabschiedete und „««f Wiedersehen!" zurief, wies lächelnd eine davon nach de«
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>ep Vorstand.
zum Hz
887 gjr Nivl Minuten 4» aalban.
I zu werfen. An 40 Meter stiegen wir hinauf, denn weiter geht es nicht, da ber Schnee gefroren und glatt von den Sonnenstrahlen geworden ist. In dem kleinen Häuschen, da» dort oben steht, tranken wir Milch und aßen norwegische Krakers, eine Art Zwieback. Bergab sahen wir schöne Erdbeeren am Rande stehen und jeder pflückte fich einen


