Aufenthalt nach Tchwiedeberg weiter. Dort fuhr fie zu Wagen in das UeberschwemwungSgebiet. Den am schwersten betroffenen Bewohnern sprach die Kaiserin Math zu und ver. theilte au dieselben Geldspenden in Höhe von 100 Mk. bis 2000 Mk., im Ganzen 14,600 Mk. In Htrschberg, wohin die Kaiserin von Schmiedeberg Mittag» zurückkehrte, hat die Kaiserin etwa 10,000 Mk. vertheilt. Da» Programm der Kaiserin mußte wegen der Kürze der Zeit beschrankt werden, so daß fie den überschwemmten Theil der Stadt Htrschberg nicht zu befichtigeu vermochte.
Budapest, 21. September. Nach dem gestrigen Hof« dtner fand großer Empfang statt, zu welchem die Etn- geladenen überaus zahlreich erschienen waren. Die Magnaten und Damen der Aristokratie wurden Kaiser Wilhelm vorgestellt. Beide Kaiser wie auch der Erzherzog trugen ungarische GeneralSuniforw. Kaiser Wilhelm unterhielt sich lange mit Sztlagyi und Jokai, welch letzteren er fragte, ob er noch fleißig literarisch thätig sei. Zu Max Falk sagte der Kaiser, er sei ergriffen von dem großartigen Empfang in Ungarn. Die gesammte Familie Audraffy und die Cardinale BaSzary uud Schlauch ließ sich Kaiser Wilhelm vorstellen.
Budapest, 21. September. Bei dem heutigen Galadiner brachte Kaiser Franz Josef folgenden Trtnkspruch auS: Hocherfreut über den Besuch Euer Majestät, gereicht e» mir zur besonderen Genugthuung, Euer Majestät diesmal in meiner ungarischen Haupt« und Residenzstadt bewillkommnen zu können. Ich begrüße in Euer Majestät den Mitarbeiter in dem großen Friedenswerke, dem unsere besten Kräfte immer gewidmet sein mögen, und von der gleichartigen Zustimmung überzeugt, die uu» bet dieser erhabenen Aufgabe geleitet, leere ich mein Gla» auf daS Wohl Euer Majestät mit dem Rufe: Seine Majestät Kaiser Wilhelm lebe hoch! — Kaiser Wilhelm antwortete in freier Rede mit folgenden Worten: Mit dem Gefühl tiefsten Dauke» nehme ich Euer Majestät herzlichen Willkommengruß entgegen. Dank der Einladung Euer Majestät habe ich diese herrliche Stadt besuchen können, deren großartiger Empfang mich geradezu überwältigt hat. Mit sympathischem Interesse verfolgen wir daheim die Geschicke des ritterlichen Ungara-DolkeS, dessen Vaterlandsliebe sprüchwört- lich geworden ist und in seiner kampfeSreichen Vergangenheit Gut und Blut für die Vertheidigung des Kreuzes eingesetzt hat. Namen wie Zrtngi und Szaget lassen heute die Herzen jede» deutschen Jünglings höher schlagen. Mit sympathischer Bewunderung haben wir die Feier des tausendjährigen Geburtstage» begleitet, den daS getreue Ungarn-Volk, um seinen geliebten König geschaart, in überraschender Herrlichkeit gefeiert hat. Die stolzen Baudenkmäler geben von seinem Kunstsinn Zeugniß, während die Sprengung der F-sseln de» eisernen Thore» dem Handel uud Verkehr neue Wege geöffnet und Ungarn gleichberechtigt unter die großen Cultur- Völker einreihte. WaS aber während de» Aufenthalts in Ungarn und zumal beim Empfang in Budapest den tiefsten Eindruck auf mich gemacht hat, ist die begeisterte Hingabe der Ungarn an Euer Majestät erhabene Persönlichkeit. Aber nicht nur hier, sondern in Europa und vor Allem bet meinem Volke erblüht diese Begeisterung für Eure Majestät, daran ich mich theilhaftig zu machen erkühne, indem ich nach GohneS« art zu Euer Majestät al» meinem vaterländischen Freund aufblicke. Dank Euer Majestät Weisheit besteht unser Bund, zum Heile deS Volkes geschlossen, fest und unaufhörlich. Er hat Europa schon lauge den Frieden bewahrt und wird dies auch ferner thuu. Die begeisterte Hingebung für Eure Majestät, deß bin ich gewiß, lodert auch heute in den Herzen der Söhne ArpadeS, wie damals als Euer Majestät große Ahnherren moriamua pro rege noatro zuriefeu. Diesem Gefühle Ausdruck gebend, wollen wir Alle», was wir für Euer Majestät fühlen, in den Ruf zusammenfassen, den jeder Ungar bi« zum letzten Athemzuge auSruft: Eljen a Kiraly!
Budapest. 21. September. Kaiser Wilhelm hat den Präsidenten beider Häuser de» ungarischen Reichstage», Wilhelm Toth und Dr. v. Sztlagyi, und den Ministern Perczel und Dr. Dananyt den Rothen Adlerorden 1. Klasse verliehen. Bürgermeister Marku», der Polizeichef Ruduah, der Postdirector Demeoy und der Etseu- bahndirector Marx erhielten den Krooenorden 2. Klaffe, sowie der Präsident des Verein» „Otthon", Rakost, und der Präfideur des Jourualtstenverein» „MikSzoth" den Kronenorden 3. Klaffe.
Budapest, 21. September. Der Bürgermeister richtete an setue Berliner Collegen eine Begrüßungsdepesche.
Triest, 21. September. Heute Nachmittag 2Uhr2Min. faud hier ein 4 Secuaden dauerndes ziemlich heftige» Erdbeben statt, welche» keinen großen Schaden anrichtete.
Haag, 21. September. Die Köuigin-Regeutio eröffnete heute die Tagung der Generalftaaten. In der Thron« rede wird der Wunsch außgedrückt, die junge Königin möchte im September nächsten Jahres zur Königin proclamirt werden. Ueber die Handel»- uud politischen Beziehungen Holland» zu den anderen Staaten betont die Thronrede da» beste Einvernehmen. Ferner wird augekündtgt, daß da» Ersatzsystem in der Armee abgeschaffl werden soll.
Loudon, 21. September. Einer Newporter Drahtung der „Central New»" zufolge griff General Dacosta die spanische Besatzung von Managua an uud besiegte fie. Die Ausständischen besetzten Managua und erbeuteten alle Waffen und MunittonSvorräche in den Fort». Ein von Havanna abgesandte» spanisches Entsatz Corps wurde von den Aufständischen zerstreut. Dacosta uahm Placetcr in der Provinz Santa Clara ein.
Athen, 21. September. Sämmtliche Deputirten fiod telegraphisch oach Athen berufen. — Bei Kalabaka fand ein Zusammenstoß zwischen griechischen Landleuten uud türkischeu Soldaten statt. Don letzteren wurden fünf getödtet.
Budapest, 22. September. Nach dem Diner fand im Opernhause Theater par6 statt. Die beiden Kaiser
folgten der Aufführung von Bruchstücken au» ungarischen Operowerken mit lebhafter Theiluahme. Nach der Vorstellung fahren beide Kaiser nach dem Bahuhofe, von der nach Zehntausenden zählenden Spalier bildenden Menge begeistert begrüßt. Auf dem Bahnhofe äußerte Kaiser Wilhelm seine tiefe Ergriffenheit über die Dolk»koudgebuogen uud die herzliche Aufaahme, die ihm unvergessen bleiben werde. Nach herzlicher Verabschiedung von Kaiser Franz Joseph reiste Kaiser Wilhelm nach BreSlau ab. Ersterer dankte den Vertretern der Stadt Budapest für das, wa» fie zum Empfang de» deutschen Kaisers gethau habe.
Budapest, 22. September. Dte TrtnksprÜche erregen hier ein gewaltiges freudiges Aufsehen. Der Toast Kaiser Wilhelm» übertrifft die kühnsten Erwartungen. Die Toaste wurden stehend angehört. Als beide Kaiser sich die Hände reichten, brach ein Sturm der Begeisterung au» und tausende freudige Eljeurufe ertönten. Mir eiutretender Dunkelheit begann die Illumination, deren Anblick feenhaft schön war.
Fiume, 22. September. Der englische Dampfer „SLtrta* fuhr gestern bei der Ausfahrt aus dem Hafen in deu ungarischen Personeudampfer „Jka" hinein, welch letzterer sofort sank. 30 Passagiere, zumeist Leute au» Fiume, find ertrunken.
"WB. Bayonne, 22. September. General Bourbaki ist gestorben.
WB. Konstantinopel, 22. September. Ein Telegramm de» Wiener Correspondenz-BureauS meldet, daß der Vor- friedensvertrag gestern ratificirt worden ist.
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Mit Beginn des neuen Quartals gelangt der hochinteressante und äußerst spannende Roman
Der Majoratsherr
von
Natsly von Eschstruth
in unserem Blatte zur Veröffentlichung, worauf wir unsere verehrten Leser besonders aufmerksam machen.
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Gießen, den 22. September.
** Kirchliche Dieustuachricht. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, der durch die DecanatSsynode des Drcanats Büdingen für den Rest der im Jahre 1898 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl deS evangel. Pfarrers Theodor Weber zu Ltßberg zum Stellvertreter des Decan» des DecavatS Büdingen die Bestätigung zu ertheilen.
*• Stadltheater. Dem Easemble der Direktion Kruse und Helm gehört für die bevorstehende Saison eine junge Künstlerin au, die laut uns vorliegenden Berichten als Darstellerin zu den besten Hoffnungen berechtigt) wir meinen Frl. Maria Marlo ff. Die „Stralsunder Ztg." schreibt über die junge Dame: „Heinrich Laubes Schauspiel „Graf Effex" ist reich an dramatisch bewegten Szenen. Die Darstellung am Freitag hielt sich in den meisten Fällen von Ueberschwängltchkett frei. Die Palme des Abends gebührt Maria Marlo ff. Ihre Gräfin Rutlaud war im Charakter psychologisch wahr und lebenStreu, in der Ausprägung der einzelnen Züge maßvoll und treffend. Der intriguaate Zug, den dieser Gestalt zu geben, die Versuchung so nahe liegt, war bei dieser Rutland ganz der fich über alles hinweg- setzenden Liebe gewichen) die Liebe zu dem Manne ihres Herzens füllt ihr ganze» Leben au», fie flieht daS Maß ab zu Gedanken und Handlungsweise. Die Durchführung dieser Auffaffung war sehr glücklich uud wurde der Künstlerin mit dem Fortschreiten der Handlung sichtlich leichter.
*• Sin frecher Dieb trieb am vorigen Montag hier uud in Marburg sein saubere» Haudwerk mit Erfolg. Nachdem er in Marburg eine goldene Uhr gestohlen, begab er sich nach hier und verkaufte solche bei einem Trödler, entwendete aber sogleich einem hiesigen Uhrmacher ebenfalls eine goldene Uhr. Der Dieb wurde hier ermittelt, es gelang demselben aber im Dunkel der Nacht zu entweichen. In derselben Nacht begab fich der Gauner wieder nach Marburg, woselbst er alsbald am anderen Morgen einen wetteren Uhreudiebstahl auSzusühreo suchte, hierbei jedoch abgefaht uud verhaftet wurde. Ueber die Person de» Gauner» ist mau fich bis jetzt noch nicht klar, da er verschiedene Namen sich beilegte. Die hier gestohlene Uhr fand fich noch bet ihm vor. Derselbe dürfte sein Handwerk auch in anderen Städten mit Erfolg betrieben haben.
•* Der GabelSberger Stenographen-Verein beginnt Donnerstag, 23. ds. Mt». einen neuen Anfängercur» tu der deutschen EtnhettS-Strnographie. Der verehrl. Vorstand des kaufmännischen Vereins hat in dankenSwerther Weise einen Lehrsaal im neuen DeretnShause zur Verfügung gestellt. AlS Cursu»letter ist Herr Lehrer Schlecht weg, früher Leiter de» UuterrichtScurseS am Seminar Alzey, gewonnen worden.
•• Zur Steuerreform. Am Montag hat in Darmstadt wieder eine Sitzung der Steuerreform-Commtsfiou statt- gesunden. ES handelt fich bet der geplanten Steuerreform um Abschaffung der Grund-, Gewerbe- und Cspitalrenten- steuer, Beibehaltung der Einkommensteuer und eventuelle Einführung einer Vermögenssteuer. Auch neue indirekte Steuern stehen im BetrachtungSbereich, ebenso die Errichtung einer hessischen Staatslotterie. Es finden noch weitere Sitzungen dieser Commission statt.
** Hessischer HaudelSkammertag Am Donnerstag den 28. October findet in Mainz eine Sitzung des hessischen Handelskammertages statt. ES werden eine Reihe wichtiger
Gegenstände zur Verhandlung kommen, so wird u. A. über die Denkschrift zur Steuerreform iw Großherzogthum Heffeu berathen werden.
•• Verband deutscher Gewerbeveretne. Deu Berathungeu der 6. Hauptversammlung deS Verbandes deutscher Gewerbevereine, die gegenwärtig in Nürnberg statt- finden, wohnten u. A. bei Ministerialrath Braun, Referent deS Großh. Heff. Ministerium» de» Innern, Baumeister Noack, Vertreter de» Großh. Hess. Ministerium» de» Innern. AuS dem Geschäftsberichte ergibt fich, daß dem Verbände gegenwärtig 59,056 Mitglieder augehöreo. Reich»- tagSabgeordoeter Baffermann hielt einen Vortrag über da» Thema: „Welche Aufgaben erwachsen den Gewerbe- vereineu au» dem Gesetz über die Organisation de» Handwerk»?" Die Versammlung uahm folgende Thesen an: 1) Nachdem durch da» RetchSgesetz vom 26. Juni 1897 die Neuorganisation de» Handwerk» zum Abschluß gekommen ist, erwächst den Gewerbevereinen die Aufgabe, diese Neuerung so nutzbringend als möglich für da» Handwerk zu gestalten. 2) Wenn die Handwerkerkammern zu einer segensreichen Thätigkeit für die Handwerker gelangen sollen, bann ist eS nothwendig, daß überall locale VeretnignngSpunkte für die Handwerker vorhanden find. Da nach den bisherigen Erfahrungen die ZwangSinnuogen hierzu nicht geeignet find, fällt diese Aufgabe den Gewerbevereinen zu. 3) Die Ge« werbevereine haben nicht nur berathend in den Handwerkerkammern zu wirken, fie haben auch bet der verwaltenden und gutachtlichen Thätigkeit der Kammern ihren Einfluß geltend zu machen. Besonders muß dies der Fall sein in den hochwichtigen Fragen des LehrlingSwesen» und der Fachbildung. Nur durch regste Wechselbeziehungen zwischen den Gewerbeveretnen und den Kammern kann diese Organisation nutzbringend werden. 4) In allen Orten find Gewerbevereine inS Leben zu rufen und wo solche bestehen, find Handwerker, die den Bestrebungen der Gewerbeveretne bisher gleichgiltig gegenübergestanden haben, zur Mitarbeit an diesen Bestrebungen herauzuziehen. — Ferner wird betont, daß die Gewerbevereine bestrebt sein müßten, die Kammern mit dem in den Vereinen gepflegten Geiste zu erfüllen, uud zugleich darauf hinzuwirkeu, daß die Kammern dem Befähigungsnachweis und der Zwangsinnung entgegenarbeiten.
♦* Wetterbericht. Die Nordhälfte Europa» bedeckt eine ausgedehnte Depression, deren Centrum über Jütland liegt. Ihr Einfluß reicht aber weit nach Süden und umfaßt einen großen Theil de» Contiuent». Bon Südwesten her sucht hoher Druck über die Alpen vorzudringen. Doch treten auch im Süden mehrere Theilmtnima auf. Eine allgemeine Besserung der Wetterlage bleibt daher noch zweifelhaft. —Voraussichtliche Witterung: Im Norden trübes, kühle» Wetter, im Süden wechselnde Bewölkung und etwas wärmer.
ötinberg, 20. September. Am vergangenen Sonntag veranstaltete der hiesige SchÜtzenverein sein Ab schießen verbunden mit einem BeretnspretSschteßen. Den ersten Preis errang Herr Hermann Kreuder, den zweiten und dritten die Herren Ehr. Wagner und Schlossermeister Hch. Schmidt, letzterer erhielt auch die Ehrenscheibe mit Ehrenpreis. — Heute tagte hier die diesjährige Synode de» Decauat» Grünberg. Derselben ging ein Gottesdienst voraus, in welchem Herr Pfarrer Frank von Merlau predigte. Herr Pfarrer Michel zu Nieder-Ohmen referirte über den Hanpt- gegenstand der Tagesordnung: Wie hat fich die Kirche in Bezug auf die Beerdigung von Selbstmördern zu verhalten? — Als Termin zur Einweihung der Turnhalle ist der letzte (Sonntag im October bestimmt worden.
Butzbach, 19. September. Nachdem die Verträge bezüglich Errichtung eines städtischen ElectricitätSwerkeS in hiefiger Stadt zwischen der Allgemeinen ElectricitätS- Actien-Gesellschaft Berlin, Filiale Frankfurt a. M., und der Stadt endgiltig abgeschlossen worden find, wurde im Laufe voriger Woche mit den JnstallationSarbeiten begonnen. Die Leitung, die über die Dächer der Häuser gesührt wird, muß bis zum 15. November d. I. fertiggestellt sein.
Friedberg, 20. September. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog hat an den KreiSrath Dr. Braden nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben gerichtet: „Mein lieber Geheime RegierungSrath Braden! Bei meinem letzten Aufenthalt in der schönen Wetterau habe ich zu meiner lebhaften Genugthuung allenthalben Gelegenheit gehabt, mich von der Anhänglichkeit und Ergebenheit der Bevölkerung für ihr Fürstenhaus auf» Nene zu überzeugen. ES gereicht mir darum zur besonderen Freude, meinen Dank für den herzlichen Empfang und die mannigfachen Beweise der Zuneigung, welche der Großherzogin, meiner Gemahlin, und mir in meiner getreuen Stadt Friedberg zu Theil geworden find, hierdurch nochmal» Ausdruck zu geben und nicht minder meine Anerkennung für die warme Begrüßung auszusprechen, welche die Landorte, die wir zu besuchen Gelegenheit hatten, un» bereitet haben. Ich beauftrage Sie, dies zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und verbleibe Ihr wohlgeneigter Ernst Ludwig. WolfSgarten, 16. September 1897."
Schotten, 20. September. Seilens des Staates wird hier eine künstliche Fischzucht-Anstalt für Forellen errichtet werden. Dieselbe wird voraussichtlich nächstes Jahr in Betrieb gesetzt werden- das Wasser wird unsere im Bau begriffene Quellwasserleitung liefern.
r. Ranstadt. 21. September. Bet dem iu unserer Nähe gelegenen Forsthause Finkenloch steht ein junger Apfelbaum in voller Blüthe- gewiß etwas Seltenes für diese Jahreszeit.
4- Gettenau a. d. Horloff, 21. September. Unsere Gemeinde hat für Herstellung eine» neuen Friedhofs von dem Großh. Hans 2000 Meter Ackerland für 1700 Mar- käuflich erworben. Die erforderlichen Bauarbeiten find im Gange. — Am 3. October findet in nuferer Nachbargemeiude Echzell das diesjährige Kirchweihfest statt- eS ist eines der letzten für 1897 in der Wetterau. — Mit großer Freude wird auch bei uns die am 1. October stattfiudende Sröff-
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