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Kr. 44 Drittes Blatt. Sonntag den 2t. Februar
1897
Drr^ Hießencr «Änjeiger erscheint täglich, eit Ausnahme deS Montag«.
Die Gießener Aamikieab kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt.
Weßmer Anzeiger
Kenerak-Mnzeiger.
Lierteljähriger ^öonncmeutsprelr: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg.
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Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gießen.
an
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr.
eine Commission. c kN
Morgen i Uhr: Etat des Pensionsfonds, JnvattdenfondS. Schluß SV, Uhr.
neuerdings ein solches gefunden in dem Dimethylamido azobenzol (Heiterkeit). Ob dieses absolut geeignet sei, siehe noch nicht vorläufig fest. Aber er und die preußische Regierung seien bereit, eine Gesetzesbestimmung zu acceptlren, welche dem Bundesrath die Vorschrift eines geeigneten E'kennungsmittels anheim gibt. WaS die Trennung der VerkehrSräume anlange, io sei dieselbe nicht ohne Bedenken, auch gerade vom Standpunkte der Interessen der Buttn- probucenten, der Landwirthschaft. Auch in landwtrthschastlichea Kreisen selber hege man diese Bedenken. Er könne daher nur bitten, das Verlangen nach einem solchen Verbot für daS ganze Land, und ohne Unterschied von Stadt und Land und der einzelnen Lande,- theile, sollen zu lassen. Eine Kennzeichnung der Margarinefasser, etwa durch einen rothen Streifen, werde wohl keinen Stein des An- stoßes bilden. Er halte demgemäß den Vorschlag des Vorredner« für zweckmäßig, die vorliegenden Anträge an eine Commission zu oerroeUen. (^.) stimmt dem zu und verzichtet aus weitere
sachliche Ausführungen angesichts der entgegenkommenden Erklärung des StaatbsecretSrs, deren T,agwette sich noch nicht ganz erkennen lasse.
Abg. Kruse (nl.) hält die vorgeschlagene Regel nicht für uns bebennicfc. ~(oe$ (c.) constatirt, daß von seinen Freunden bei den gegenwärtigm Vorschlägen großes Entgegenkommen bekundet werde. In der Frage der Trennung der Verkaufsräume werdee« jedenfalls positiver Vorschriften bedürfen, damit nicht hinterher 151161 abflU ©d^ne ib er"'(frf.) bestreitet, baß die Fälschungen eine Ausdehnung gewonnen hätten, welche überhaupt zu neuen gesetzgeberischen Schritten nöthige. n
Abg^Wurm (Soc.): Daß betrogen wird, ist zweifellos, nicht nur beim Klein- und Großhändler, sondern auch beim Klein- und Grohgrundbrsltzer. D-n B-trug wollen auch wir oer-
hindern. Deshalb wird Niemand etwas gegen die Verwendung eine« unschädlichen Eikennungsmittels haben, wenn ein solches gefunden wird. Aber wir werden auch dann wieder vor bet alten Geschichte stehen: Der Unmöglichkeit der Controle bei der Einfuhr; wir können wohl die Art Der Production im Jnlande controliren, aber nicht im Auslande. Redner bekämpft sodann entschieden die Trennung der Verkaufsräume. ,.
Ada. Benoit (srs. Vg.) widerspricht ebenfalls lebhaft der Trennung der Verkaufsräume. Habe doch selbst der Beamlen- Waaren-Verein Butter und Margarine feil.
Nach einem Schlußwort des Abg. Humann gehen die Anträge
Deutscher Reichstag.
180. Sitzung. Freitag de« 19. Februar 1897.
Präsident v. Buol: Ehe wir in die Tagesordnung eintreten, »ill ich aus ein Vorkommniß am Schlüsse gestriger Sitzung zurück- kommen. Wie Ihnen bekannt, mußte ich gestern den Abg. Ahl roerbt jur Ordnung rufen, weil er von der möglichen Reinigung dieses germanischen Hauses von dem jüdischen Ungeziefer gesprochen hatte. In einer persönlichen Bemerkung, welche er ausdrücklich nachgesucht hatte, um sich zu entschuldigen, gab derselbe nur zu, einen Vergleich zwischen gew'fien Thieren und bestimmten Bewohnern des Reiches angestellt zu haben. Er stellte jede Beleidigung in Abrede und fugte hinzu, wenn doch eine Beleidigung darin gesunden werde, so würde er sich nur bei dieser Thierklasse zu entschuldigen haben. Es war dies nicht nur keine Entschuldigung (Rufe: Sehr richtig!), sondern eine an sich zulässige und Überdies ungehörige Kritik meiner Zurechtweisung. Dieselbe enthielt ferner eine mehrfache Wiederholung der in meinem Ordnungsruf gerügten Aeußerung. Ich rufe deshalb ten Abg. Ahlwardt wiederholt auf da«.Nachdrücklichste zur Ordnung. (Lebhafter Beifall)
Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Berathung des Antrages Auer, betr. den achtstündigen Normalarbeitstag.
Die hierzu gestellten Unter antrage lauten:
1. Hauptantrag Hitze auf 63stündtges Arbeitsmaximum pro Woche.
2. Eventualantrag Hitze auf weitere Ausbildung des sogen, sanitären Arbeitstages gemäß S 120s der Gewerbeordnung.
3. Antrag Rösicke-P ach nicke aus Erlaß der Bestimmungen gemäß S 120e entweder durch Verordnung oder im Wege derReichS- gesetzgebung.
4. Antrag Schneider auf Erlaß bezüglicher (sanitärer) Bestimmungen nur im Wege der Reichsgesetzgebung.
5. Antrag Förster (Res.-P.), den sanitären Arbeitstag auch auf das Verkehrswesen auszudehnen.
Abg. d. Stumm (Rp.) erklärt, nur den Eventualantrag Hitze ecctptiren zu können. ES genüge, die Regierung aufzufordern, weitere Erhebungen anzustellen, um eventuell auf Grund derselben in Betrieben, wo sich eine zu ausgedehnte Arbeitszeit als gesundheitsschädlich erweise, ein Maximum der Arbeitszeit vorzuschreiben. Wetter verwahrt Redner sich u. A. gegen die Legende in soctaldemo- krattschen Blättern, daß er in Hamburg z. Z. deS StrtkeS gewesen sei, und beleuchtet dann den Terrorismus, den die Soctaldemokratie *" e%6,“VÄ6»rni6e.m «Hirt, d.° wirben einstimmig für den Eventualantrag Hitze eintreten und alle anderen Anträge ablehnen. Ausdrücklich widersprechm müsse er der
Behauptung Legiens, daß alle die, welche den Antrag Auer adlehnten, lediglich Unternehmer-Jntereffen verträten. Bei Annahme dieses Antrages würden alle die von Hertling geschilderten Folgen für die Landwirthschaft eintreten. Letztere würde zahllose, sich den städtischen Industrien zuwendende Arbeiter verlieren. t cr
Abg. Dr. Förster (R.f.-P.) kann sich von einer so schablonenhaften Regelung, wie Auer sie fordere, nichts versprechen. Seine Freunde würden daher gegen den Antrag stimmen. Weshalb gerade 8 Stunden? weshalb nicht noch etwas weniger ? Der Sprung von der bestehenden Arbeitszeit bis zu 8 Stunden sei in vielen Betrieben zu groß. Rur das organifirte Handwerk werde die Arbeitszeit in der rechten Weise zu regeln vermögen.
Abg. Hitze (Ctr.) tritt nochmals sür seine Anträge ein, für welche sich auch Abg. Galler Namens der süddeutschen Volkspartei ertl5r^bg. Fischer (Soc.) vertritt im Schlußwort de« Antrag seiner Fraction und macht dem Centrum einen Frontwechsel gegenüber der Forderung verkürzter Arbeitszeit zum Vorwurf, wogegen Abg. Frhr. v. Hertling seine Partei verwahrt.
Hierauf erfolgen die Abstimmungen. Angenommen wird nur der Eventualantrag Hitze, alle anderen werden abgelehnt.
ES folgt die 1. .Berathung der gleichlautenden, einersritS v. Kardorff und Genossen, andererseits von Graf Hompesch und Genossen beantragten Margarine Gesetz Entwürfe. In der Hauptsache wird in denselben vorgeschlagen: Färbeoerbot und Trennung der Verkaufsräume für Butter und Margarine in den Orten von über 5000 Einwohnern. t . .a
Abg. Rettich (cons.) den Antrag Kardorff begrüßend, verweist auf die heute vom Landwirthfchastsminister im Herrenhause abgegebene Erklärung, wonach die Regierung in die Trennung der Verkaufsräume in Orten mit über 5000 Einwohner einwillige, aber das Färbeverbot verweigere und statt deffen eine latente Färbung der Margarine einzuführen beabsichtige. Er selbst, bemerkt Redner weiter, halte die latente Färbung für einen glücklichen Gedanken. Seine Freunde geben sich mit diesen Zugeständnissen der Regierung zufrieden und verzichten auf alle weitergehenden Forderungen.
Staatsfecretär v. Bötticher ist erfreut, daß die Regierung jetzt im Princip mit den Freunden des Vorredners im Einverständ- niß fei. Zum Beweis, wie die ReichSregierung nicht im Gegensatz zur Landwirthschaft stehe, sondern ein warmes Herz für dieselbe habe, verliest der StaatSsecretär einen von ihm an die Bundesregierungen gerichteten «clatz bett, strengere Controle deS Margarine- Handels. Dieses Rundschreiben sei dankenswerther Weise sehr wohlwollend von den Bundesregierungen ausgenommen worden, so daß die Klagen über Betrügereien im Butterhandel auch bereits sehr abgenommen hätten. DaS Gesundheitsamt habe außerdem Untersuchungen angestellt über ein Erkennung-mittel für Margarine und
HratisSeitage: Hießener Iamilienblätter. |
Bekanntmachung.
Zum Genoffenschastsregister wurde eingetragen:
Laut Statut vom 3. Februar 1897 hat sich mit dem Sitze in Burkhardsfelden unter der Firma „Laudwirthfchaftttcher Coufum- verein Burkhardsfelden-Oppenrod und Umgebung, eingetragene Genossenschaft mit uubefchränkter Haftpflicht eine Genossenschaft gebildet. Gegenstand des Unternehmens ist: 1) gemein, schaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des' landwirth- fchaftlichen Betriebes; 2) gemeinschaftlicher Verkauf landrmrthschaftlicher & ^Die von der Genosienschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma derselben, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern, im „Gießener Anzeiger". Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn ste Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die Zeichnung 9eJ(Wt in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genoffenschast ihre Ramensunterschrist beifügen.
Der Vorstand besteht aus:
1) Philipp Nebeling, Director,
2) Ludwig Schmidt I., Stellvertreter,
3) Heinrich Becker, Lagerhalter, 4) Heinrich Schmidt V., Rendant.
Die Einsicht der Liste der Genoffen ist während der gewöhnlichen
Dienststunden Jedermann gestattet.
Gießen, den 16. Februar 1897.
Großherzogliches Amtsgericht. ______Neuenhagen.________
Emil Schmall
Hessischer Hof .. Telephon 83
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.
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2 Bäcker,
1 Conditor,
1 Stelndrucker,
1 Gelbgteßer,
1 Barbier,
1 Glaser,
1 Lacktrer,
1 Tapezier,
4 Bauschloffer,
2 gepiüfte Heizer,
2 ungeprüfte Heizer,
1 Maschinenschloffer,
3 Schuhmacher.
4 Pferdeknechte,
1 Kutscher (Fahrbursche),
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5 Taglöhner,
6 Haußburschen,
2 Schlofferlehrlinge,
3 Dienstmädchen,
1 Hausmädchen._________________
srachsrage der Arbeitgeber.
1 tücht Drechsler für Drechslerei mit Dampfbetrieb bei hohem Lohn nach Auswärts-
4 tücht. Glaser (Rabmenmacher),
1 Wagner nach Auswärts,
1 tüchtiger Schmied,
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1 Haasbursche, 1 Pferdeknecht,
1 jüngeres Bürschchm für Hausarbeit, 20 Dienstmädchen mit gut- Zeugn. für Küche und Haus bei hohem Lohn,
1 perf'de Köchin nach Auswärts bet hohem Lohn,
2 träft. Kindermädchen.
2 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 3 Schlaffer,, 2 Buchbinder-, 2 Schmied-, 1 Glaser-, 2 Schneider-, 1 Schreiner, 1 Lacktrer-, 1 Gelbgteßer-, 1 Barbier-, 1 Bürstenbinder- , 1 Stetndrucker-, 1 Setzer-, 1 Kupferschmied-, 1 Maschinenbauer-, 1 Sattler-Lehrling.___________________
Regierungsbezirk Wiesbaden.
Mittwoch den 10. März 1897 findet zu Dillenburg (Deutz-Gießener Eisenbahn) im Gasthofe „Zur Stadt Frankfurt a. M. , Vormittags 10 Uhr beginnend, der öffentliche meistbietende Verkauf der nachbenannten Nutzhölzer aus sämmtlichen Schutzbezirken statt:: Elchen: 399 Stämme ----- 182 fm, 4 Stg. L, 3 III. Kl., 13 rm Nutzscheit (1,2 m langes Böttcherholz), 2 rm Nutzknüppel; Buchen re.: 415 Stamme — 331 fm (darunter 0,74 fm Ahorn, 2,37 fm Hainbuche), 4 rrn Hambuchen-, 23 rm Buchenschicht. Nutzholz; Weichholz: 1 Birketffiamm == 0,38 fm, 5 rm Birkennutzscheit, 4 rm Knüppel; Nadelholz: 2279 sichten-, Kiefern- und Lärcheuftämme == 2685 fm, 427 Stg. I., 574 II., 1981 III., 770 IV., 520 V., 360 VI. Kl., 13 rm Nutzscheit, 69 ^Kas^Ausgebot findet bei stärkeren Stämmen (über 2 ftn) einzeln, sonst in kleineren und gröberen Loosen statt. Besondere Wünsche werden bis zum 1. März möglichst berücksichtigt. Es kommt eine große Zahl schöner Kiefern- und starker Fichtenstämme (bis 33 m Länge und 6 fm cYnf.Qft) rum Ausgebot. Speciellere Angaben werden auf Verlangen ge- macht. Auszüge, 50 Pfg. pro 100 Nummern, beim Forstsecretär Kasten in Dillenburg^^^ pbnsörsterei Oberscheld zu Dillenburg.__.
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IlflAlflf ArtAh io mäßigen Preisen angefertigt in der
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Holzversteigerung. Donnerstag den 25. ds. M. kommen in dem Grünberger Stadtwald aus den Diftricten Bobenhäuser- köpf, Steinrütsche, Hölzchen, Raubschloß, Zwiebelkopf und Kreuzftein zur Versteigerung:
6 Eichen. Stämme mit 3,64 fm Inhalt,
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59 Kiefern.Stämme mit 31,44 fm Inhalt,
119 Fichten-Derbstangen mit 8,38 fm Inhalt.
Die Zusammenkunft ist Morgen« 9»/, Uhr an der Hospitalswiese am Eingang in den Wald.
Vorg^eigt wird nur das Holz au» den Diftricten Kreuzftein, Bobenhäuser- kopf und Kreuzftein, Babenhäuserkopf 3 und Steinrutsche.
Auskunft ertheilt Forstwart Büttel dahier.
Grünberg, den 19. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Grünberg.
1726 Zimmer.
1. Bei der am Mittwoch bett 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in Salzböden stattfindenden Holzver- steigerung kommen noch 3 Eicheu- stämme, 3—4 m lang, bis 1,10 m Durchmesser, sowie 16 rm Eichenholz zum Verkauf. Das Holz eignet sich für Schreiner und Glaser und liegt an guter Abfahrt.
2. Das am Montag den 22. ds. Mts. in Wißmar zum Verkauf kommende Holz liegt an guter Ab- fahrt nach Krofdorf zu.
Krofdorf, 20. Februar 1897.
Der Bürgermeister:
1757 Kleine.


