Ausgabe 
19.12.1897 Zweites Blatt
 
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gewinn hat ein Le pz'ger launische Glücksgöttin warf AuSstellungSlo terie eine mit spritze in den Schooh.

lhm näml-ch bet der heutigen 8000 Mark bewerthrte Feuer- Die glückliche Lp itzenbrfitzciin LeibrnSgenoffen. Bei betfelbtn

tuna ein Damensatiel und einem hoffnungsvollen Quar­taner de» StaatStzymnafiumS eine vollstäadige B.aut- auSstattung bescheert.

Helden.» Der Plan zur S'richtung der Tafel wurde bereit» 1816 von dem damaligen Verein zum Ewpiange der Krieger gefaßt, die Ausführung verzögerte sich aber, weil e» der Effenguß-Techntk Schwierigkeiten machte, eine Tafel von solcher Größe in einem Guß herzuftellen. Die Ausführung übernahm da» Eisenwerk in Clausthal unter Leitung de» Berghauptmaune» v. Meding in Hannover.

Die Anwendung der SlectrictiSt bei bte van bei Eimplou Tunnell wird in der italieuiichea Fachzeitschrift .L'Electtricirä" in tntereffanter Weise besprochen und zeigt deutlich, welche Verbilligung und Beschleunigung im Tunnel­bau die Anwendung electrischrr Kräfte herbeigeführt hat. Bisher find die längsten E senbahniunnel» Europa» bekannt- lich der St. Gotthard mit 15 Kilometern nnb der Mont Cent» mit 13 Kilometern Länge. Der Simplon-Tunnel wird beide bedeutend übertreffen und eine Länge von 20 Kilo­metern erhalten, dieselbe Länge wie der samose Tunnel zwischen England und Frankreich unter dem Kanal, der schon seit Jahrzehnten geplant und noch immer nicht gebaut wird. Der Bau de» Simplon-Tunnel» ist dem Ingenieur Brandt, der auch den Bau der Arlbergbahn geleitet hat, übertragen, dabei wirb die E'ectricität in einem bisher noch niernal» er­reichten Grade angewandt werden. Bet einem Bruch von zweihundert Tonnen Gesteh pro Meter Tunnel-Länge erhält man auf zwanzig Kilometer die fabelhafte GefteinSmaffe von 4 Millionen Tonnen oder 80 Millionen Eentner, welche durchschnittlich 4 Kilometer weit fortzuschaffen find, so daß im Ganzen 10 Millionen Tonnen Kilometer zu leisten find, mal schließlich mit Hilfe der Electricität geschieht. Wie groß dabei die Ersp-roiß an Geld und Zeit ist, zeigt ein Vergleich bk» Simplon Projekt» mit den frühe,en großen Tunnelbauten. Beim Mont Ce. iS Tunnel kostet jedes Kilometer 6 Millionen

Dreirad Vierraden er raucht. Wenn ein Backfisch einen Rabenvater hat. Wenn ein Sitzretacteur ein Stehseidel trinkt. Wenn ein Oberkellner am Unterarm ein Ueberbein hat. Wenn sich der Mtn ster de» Innern äußert. Wenn sich Jemand im Weitend ostentativ b nimmt.

Heber ben Werth eine» anlgebienten Vlrtilleriepferbel giebt der folgende Fall intereffanten Aufschluß. Der Land- wirth Bierod in Dotzheim kaufte im September 1883 ein zum Militärdienst unbrauchbare» und deshalb aulrangine» Pferd mit dem Namen ,Jo" von der in Wiesbaden gatni- sonirenden 6. Batterie für den Preis von 32 Mk. Dasselbe hatte 16 Jahre tn der Batterie gestanden. Herr D ver­wandte da» Thier nun ta der Landwirthschaft und besuchte auch mit demselben ver chledene landwirtbschaf l che Rennen. Hierbei gewann er tn Mainz sieben Rennen & 100 Mk., außerdem in Mannheim einen ersten Preis mit 150 Mk., in Kreuznach einen ersten mit 100 und einen zweiten mit 75 Mk., zusammen allo 1075 Mk. Herr B. hat da» t -ut Thier 14 Jahre lang gut gehalten und j'tzt, damit efl nicht mehr ia andere Hände kommen soll, birect zum Schlachten

Fr-, und ein Jahr Arbeit, beim Gotthard-Tunnel nur 4 Millionen FrS., beim Simplon-Tunnel wird bei einer Conveniionalstrafe von 5000 Frs auf jeden Tag Verzöger­ung der Fertigstellung daS Kilometer nur 3 Millionen FrS. und ein Viertel Jahr Zeit kosten. Man arbeitet heute also an einem solchen Riesenunternehmen viermal schneller und zweimal billiger all vor bre feig Jahren am Mont (Senil. Die Electric töt spielt auch eine bedeutende Rolle für Be leuchtung eine» solchen Riesentunnel».

Hebet eine romantische Herrath wird au» Neapel geschrieben: Bot einigen Monaten wurde da» benachbarte Städtchen Mazzano Appio durch ein Lieberdrama in Auf­regung versetzt. Ein junge» Mädchen au» guter Fam'lie, Carolina Trucco, hatte ihrrn Verführer, den Polizeicommiffar Vincenzo Raggio, durch vier Reoolverkugeln niedergeftreckk. Der dramatische Vorgang spielte sich im Gerichtssaale ab, denn die Eltern der Berfüht.n hauen gegen V'cenzo Raggio Strafantrag gestellt. Die vier Kugeln hatten den Unglück­lichen in HalS und Gesicht getroffen und er schwebte drei Monate zwischen Tod und Leben. In dieser Noth entschloß er fich, die verlaffene Geliebte, die natürlich verhaftet worben war, zu heiralhen. Die Trauung wurde im Krankenhame vorgenommen und die junge Frau dann sogleich wieder inS Gefängniß zurückgebracht. Sein ehrlicher Entschluß brachte dem Kranken Genesung. Al» seine Frau vor dem Schwur­gericht erschien, konnte er selbst als Entlastungszeuge auf» treten und die Geschworenen um em milde» Urtheil bitten. Die Jury verneinte denn auch die Schuldsrage und untet dem Jubel de» Publikums eil e die befreite Rächerin ihrer Ehre in die Atme ihre» Mannes.

Ungereimtheiten. Wenn ein Logenbruder im Parqaet fitzt. Wenn etn Einjähriger in Zweibrücken ans einem

wider Willen feat übrigens

Lotterie würbe einem alten Herrn au» L.-Gohli» von For-

gegeben, wofür er noch 45 Mk. erhielt.

Der Glücksgöttin Lannen. Emen seltsamen Lotterie- Zimmermädchen gemacht. Die

Bekanntmachung.

Die diesjährige Generalversammlung hat uns aus den Ueberschüffen pro 1896 einen Betrag zur Verfügung gestellt, um <mch im nächsten Sommer wieder eine Anzahl armer serophulöser Kinder in der Kinderheilanftalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können. Es werden deshalb alle diejenigen Bewohner des Sparkaffenbezirk» Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage find, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Rothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. E» ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, bte Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können.

Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns bte ein­laufenden Meldungen mit dem ärztlichen Atteste und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen.

Gießen, den 7. December 1897.

Direction der Spar- und Lechkaffe Gießen.

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Spar- und Leihkasse Gießen.

Im Monat December lfd. Js. werden bei der unterzeichneten Kaffe außer den feststehenden Zahltagen Mittwochs und Samstags auch noch jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftstage abgehalten

Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Bücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen, oder beischreiben zu laffen. Zinsen, welche bis zum 1. Januar k. I. nicht erhoben sind, werden von diesem Tage in unseren Büchern ohne Weiteres zugeschrieben und als Capitalzulage ver­zinst. E» brauchen hiernach alle diejenigen Einleger im December n chl zu erscheinen, welche nur Zinsen beischreiben laffen wollen, dies kann viel mehr ganz gelegentlich im nächsten Jahre erfolgen.

Gießen, am 4. December 1897.

Spar und Leihkasse Gießen.

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Steinbach, den 16. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Steinbach.

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