Ausgabe 
19.12.1897 Viertes Blatt
 
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Beitrag von 1000 Mk. verwilligt; auch find als neue Patro- neu mit jährlichen Beiträgen von 50250 Mk. beigetreten die Städte Eassel, Hanau, Fulda, Marburg, Gießen und Friedberg, ferner die Grafen Berlepsch, Solms-Rödelheim, Director der Trebergesellschaft, Ad. Schmidt in Cassel, Galleriedirector Dr. Eisenmann u. s. w. Die Berichte über de« Fortgang der begonnenen Untersuchungen lauten recht befriedigend; die Jnangriffe neuer Arbeiten wurden bis zu« Frühjahr verschoben. Der Plan für die Herausgabe der Chronik von Hessen und Waldeck wurde festgelegt.

Die Leute» armedatlle kommt soeben tm Herzog- thum Sachseu-Alteaburg zur Verleihung- d ist bie­der erste deutsche Bundesstaat nach Preußen, wo dies ge« schicht, und steht daher nunmehr zu erwarten, daß die anderen S -raren bald Nachfolgen.

** Vermehrung der Zehumarkstucke. Einem Beschlüsse des Bundesraths zu Folge sollen, um dem in neuerer Zeit fühlbar gewordenen Mangel an Kronen (Zehnmarkstücken) abzuhelfen, bei den nächsten für Rechnung der Reichsbank stattfindenden Goldausprägungen bis zur Höhe von 20 Mill. Mark unter Vertheilung auf sämmtliche deutsche Münzstätten Kronen ausgeprägt und die hierdurch entstehenden Mehrkosten auf die Reichskasse übernommen werden. Ferner sollen, um dem wachsenden Bedürfniß nach silbernen Scheidemünzen «achzukommen, etwa 16 Mill. Mk. in silbernen Fünfmark- ftücken, etwa 8 Mill, in Zweimarkstücken und etwa 41/, Mill, in Einmarkstücken geprägt werden.

Worms, 17. Decrmber. Die Stadtverordneten Ver­sammlung hat dea Antrag auf Eingemeindung der Ge­meinde Pfiffltgheim unter den gleichen Bedingungen wie bet der Eingemeindung von Neuhausen einstimmig an­genommen^

Dortmund, 17. Drcewber. Drei Bergleute wurden auf 3'dic »Monopol" durch Schlagwetter getödtet.

* Straßburg, 17. Decewber. Heute Nachmittag fand zwischen Schlertstadt und EberShetm ein Zusammen­stoß zwischen einem Güterzug und einem ArdettSzug statt. Neun Etsenbahnaogestellte wurden theilweise sehr erheblich verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. Zwei Loco- motiven und mehrere Wagen wurde« zertrümmert. Der Verkehr erlitt eiue wesentliche Störung. Die Züge aus der Richtung Schlettstadt kommen in Straßburg mit mehr als etnstündtger Verspätung an.

* Karlsruhe, 14. Deeember. DieBd. Ldp." berichtet: Dir vielfach verbreitete Ansicht, daß der durch die Blutthat im Tannhäuser" zu Karlsruhe bekannt gewordene ehemalige Lieutenant v. Brüsewitz tm Gesäugniß eine bevorzugte Behandlung erfahre, ist nicht richtig. Brüsewitz muß gleich den übrigen Gefangenen die ihm zugewteseneu Arbeiten verrichten und wurde in der letzten Zeit mit Düten- machen und mit Entrippen von Tabak beschäftigt. Auch fand er zeitweise tm Krankenzimmer und im Bureaudieust Ver­wendung.

* Messung der Ermüdung bei Schulktuderu. Unter dem Titel Unterricht und Ermüdung (Berlin, Reuter und Reichard) hat Dr. L. Wagner die Ergebnisse einer Reihe sehr bemerkenswerther versuche veröffentlicht, in denen er den SrwüdungSgrad einiger Schüler aus verschiedenen Klaffen und zu verschiedenen Stunden festzustelleu sucht. Er legte die sogenannte Grtesbach'sche Methode zu Grunde, die nach seinen Ausführungen auf folgenden Thatsacheu beruht: Setzt «an über irgend einer Hautstelle (z. B. dem Jochbein) zwei Spitzen eines Zirkels unter mäßigem Druck auf, so werden im Allgemeinen auch zwei Spitzen empfunden, bet relativ geringem Spttzenabstand unter Umstanden aber nur eine, ob­wohl zwei Spitzen aufgesetzt sind. Da» Seusorinm vermag örtlich oder zeitlich nahe Eindrücke nicht von einander zu trennen. Dies ist längst bekannt, neu aber ist die von Griesbach gemachte Entdeckung, daß die Fähigkeit des Sen- sortumS, zwei aufgesetzte Spitzen der Empfindung nach zu trennen, nicht bloß von dem Abstand der Spitzen, sondern auch von dem Grade der Ermüdung des Empfindenden ab­hängt - ein auSgeruhter Mensch empfindet die Spitzen als zwei in viel geringerem Abstande, mit andern Worten, der Tastfinu ist ein ziemlich genauer Gradmeffer der Ermüdung überhaupt. Gemessen wurde tm vorliegenden Falle nicht mit allmählich fich verringernden oder fich vergrößernden, sondern mit wechselnden Spttzenabstäudeu, die nach Anficht des Verfasser- ein zuverlässiges Ergebutß liefern. Als geringster noch empfundener Abstand ergab fich fünf Millimeter, als größter nicht empfundener (bet einem Quartaner) 25 Millimeter, das arithmetische Mittel ergab 10 Millimeter. Interessant find die Schlußfolgerungen, die der Verfasser tm Einzelnen zteht. Wtr heben eine Tabelle Aber Stvffwirkung hervor, wonach die einzelnen Fächer in folgender Reihenfolge ermüdend wirken: Mathematik, Latein, Griechisch, Turnen, Geschichte, Geographie usw., am wenigsten ermüdete dir Religion. Wtr heben ferner noch folgende That- sachen hervor: Sehr aufmerksame Schüler find mehr ermüdet, als unaufmerksame, begabte Schüler weniger al» unbegabte- auswärtige und nervöse Schüler beginnen am Morgen häufig mit großer Ermüdung, erholen fich aber vielfach wieder- Turn» und Sptelstunden wirken nicht weniger ermüdend al- andere, wenigsten- nicht für die dtejeuigeu Schüler, die fich eifrig daran bethetligeu- der vormittag-noterricht hat große hygienische Borthrile vor dem Nachmittagsunterricht, der auch pädagogisch wegen starker Ermüdung der Schüler fast werth- lo- ist. So bestätigt auch dieser Versuch Ansichten, die aus praktischer pädagogischer Erfahrung heran» vielfach geäußert worden find. Wir begrüßen darin auch eine neue und zu­kunftsreiche Ausdehnung der Schulhygiene.

Wie in einzelnen Thetlen in» Hannoverschen nach gefreit wird, ersehen wtr aus etuem Brief, den die »Magdeburger Zeitung" aus Scherßtel bet Rothenburg erhält: Hier zu Lande, besonder- in den umliegenden Dörfern, besteht noch

vielfach die Sitte und der Brauch, daß, wenn der Junge oder da- Mädchen das heirath-fähige Alter erreicht haben, die Alten, Freemaaker- genannt, losziehea von Ort zu Ort, ausspüren und Nachfragen: (JBo väl Geld bat Htnnerk oder Trtua hat, wo väl Morgen und Land und Wischen und wat süß noch all iS." Da werden dann manchmal drollige Sachen erzählt, u. A. soll eine alte Frau, zu der auch die FreemaakerS gekommen find, gesagt haben: ,®ie heft HuS und Hof, wie heft Land und Wisch, Göö» und Anten, wie heppt to leben und to geben, «t dücht, see schüllen fick mau nehmen." Wenn die Alten daun die Sache abgemacht, gibt- bet den Jungen kein Wenn und Aber, und so kann es kommen, daß Braut und Bräutigam fich kaum kennen, tja fich manchmal in ihre« Leben noch nicht gesehen haben. Daß die- wirklich vorkommt, zeigt folgender Fall: Also der Vater deS Bräutigams und letzterer fahren zusammen, um die Braut zu besuchen. Im Hause der Braut geht der Bräutigam in die Döosen (Grube), da findet er ein Mädchen. Holt, denkt er, schöll see dütt woll'u, aber er getraut fich erst gar nicht. Schließlich rafft er fich zur Frage auf: »Bist Du de Brut?"Ja, Junge, dar bin ick, Du bist wohl de Brögam?"

* Briefwechsel zwischen dentschen und franzöfischen Gywnafiasten. Seit einiger Zett besteht zwischen Schülern französischer und deutscher Gymnafien ein Briefwechsel, der den Zweck verfolgt, fich gegenseitig in der betreffenden Sprache zu vervollkommnen. Auf dem städtischen Gymuafium zu Danzig ist der Brief eines Schülers aus Le ManS einge­troffen, welcher die Adresse trug: »An den ersten Schüler der 4. Klaffe im Gymnasium zu Danzig." Der Brief lautet in der Uebersetzung: »Mein Herr! Seit mehreren Jahren lerne ich Deutsch, und in dem Wunsch, e- gut kennen zu lernen, fragte ich meinen Lehrer, was ich thun sollte. Er antwortete mir: ich solle mit einem deutschen Schüler in einen Briefwechsel treten. Ich wende mich nun an Sie, mein Herr, und wenn es Ihnen paßt, schreiben wir uns alle Donnerstage. DaS wird auch Ihnen nützen, weil Sie bei dieser Gelegenheit auch werden Französich lernen können. Seien Sie im voraus meiner Freundschaft versichert. Wollen Sie meine aufrichtigen Grüße genehmigen. E. Devanx, Schüler der 4. Klaffe vom Gymnasium in Le ManS an der Sarthe in Frankreich."

* Die Ansichtspostkarten fesseln schon das Jntereffe hoher Staatsbehörden. Ein Preisausschreiben für Künstlrr- poftkarteu hatte da» König!, sächsische Ministerium des Innern im August erlassen. E» find nun nach denHamb. Nachr." in 221 Einsendungen zusammen 594 Entwürfe eingegangen. Die Entwürfe werden in dem König!. Kunstgewerbemuseum geordnet und man findet sämmtliche Entwürfe, die VolkS- bräuche oder Volkstrachten darstellen, sämmtliche Städte- bilder u. s. w. neben einander. Die Landschaften und Bau­werke wiegen vor. 12 Preise erster und 12 Preise zweiter Ordnung wurden zugesprochen, 16 Entwürfe find vom Ministerium angekauft, mehrere Serien von Künstlerpoft- karten mit Bildern aus dem Sachsenlande werden heraus- gegeben.

Der «oblitt wohnende Herr gedeiht von allen preußischen Großstädten am besten in Hannover. Dort kommen nach einer Zusammenstellung de» Statistischen Amts der Stadt Eharlottenburg nicht weniger als 122möblirte Herren" auf 1000 männliche Einwohner. Berlin, wo deren Zahl 49 auf 1000 beträgt, wird darin von der Mehrzahl der Städte übertroffen und kommt erst an f4. Stelle. Nächst Hannover hat am meisten Frankfurt o. M., nämlich 98, dann Dort- muub 87, Altona 86, Halle 78, Eharlottenburg 75, Stettin 74, Düffelborf 72, Königsberg 70, Danzig 65, Breslau unb Köln 61, sowie enblich Magdeburg 51. Nur in Elberfeld, Barmen, Aachen und Lrefeld wohnen weniger männliche Ein- wohner möblirt als in Berlin. Seine Erklärung findet dies darin, daß der Arbeiter in Berlin in der Regil in Schlaf­stelle wohnt, in Städten wie Hannover, Frankfurt a. M. uiw. mehr in besonderen Zimmern. Auch in Beziehung auf möblirt bei fremden Leuten wohnende Frauen und Mädchen steht Berlin hinter vielen der preußischen Großstädte zurück. An der Spitze steht Königsberg mit 45 »möblirten Damen" auf 1000 weibliche Einwohner, in Berlin nur 15. Mehr a!» Berlin zählen möblirt wohnende weibliche Einwohner außer Königsberg noch BreSlau, Frankfurt a. M., Hannover, Altona, Stettin und Danzig, weniger als Berlin haben Köln, Magdeburg, Düsseldorf, Elberfeld, Eharlottenburg, Bremen, Halle, Dortmund, Aachen und Erefeld.

e Eine fechsliigige Rad-Wettfahrt. Am Samstag Abend ein viertel nach 10 Uhr kam die große sechst ägige Rad-Wettfahrt im RewyorkerMadison-Garten zum Ab­schluß. 10000 aufgeregte Zuschauer wohnten der Schluß- eene bei. Seit Stunden hatten sie die Wettfahrer durch wilde Rufe angespornt, auszuhalten. Charles Miller, der Ehampion von Chicago, errang den Sieg. Seit Montag )at er 2093 englische Meilen durchfahren unb auf biefe Weise leben bisherigen Recorb hinter fich gelassen, von seinen Eoncurreuten hatte Rice 2026, Schinneer 2000, Hele 1920 unb Weller 1883 englische Meilen durchstreift. Am Montag hatten 36 Rabsahrer die Wettfahrt begonnen, aber nicht die Hälfte hielt bi» zum Samstag au». Ein ohrenbetäubender Jubel brach au», al» die Wettfahrt für beendigt erklärt wurde. Al» die Radfahrer fich zurückgezogen, begann die ärztliche Untersuchung. M'ller und Rice befanden fich in erträglich gutem Zustande, obgleich auch ihre Nerven furcht bar gelitten hatten. Die Uebrtgen mußten ohnmächtig an» der Rennbahn fortgetragea werden. Fast Alle litten während deS letzten Theiles an Hallucinatiouen. Der Franzose Rivierre mußte am Freitag plötzlich die Fahrt aufgeben, weil er an Geistesstörung litt. Arn Samstag ober nahm er die Fahrt wieder auf unb errang bie zehnte Stelle. Der neue Champion- Rabsahrer bet Welt, Miller, ist 24 Jahre alt unb ein Deutscher. Er wiegt 160 Pfunb und ist mittelgroß. Währenb ber Wettfahrt hat Miller gänzlich von flüssiger Nahrung gelebt. In ber ganzen Woche hat er kaum fünf Stunden geschlafen. Außer dem Preise von 1800 Dollars

erhält er eine Prämie, weil er den Record gebrochen hat. Der ©efammtbetrag ber Preise ist 35 000 Dollar». Die gesammte New Korker Presse, barunter auch bie Organe der Radfahrer - Bereinigungen, bespricht ohne Ausnahme bie Brutalität biefer Wettfahrt. Das Schauspiel würbe schließ­lich so abstoßenb, daß bie Anficht allgemein war, so etwas dürfte niemals wieder in New-Uork erlaubt werben. Wahr- schetnlich wird die Legislatur des Staates in ber nächsten Tagung eine Bill gegen solche Wettsahrten genehmigen.

Eingesandt.

vetr. Verlegung ve» viehmartt».

Gieße«, 18. Deeember 1897.

Herr Stadtverordneter Emmeliu» Hai in ber Sitzung vom 16. Deeember erklärt, daß die projeettrte Anlage des Viehmarkt» hinter dem Schlachthaus eine durchaus unrentable fein unb einen jährlichen Zuschuß ber Steuerzahler von mindestens 6000 Mk. er­fordern werbe.

Das Recht zur Abgabe einer Erklärung steht Herrn EmmeliuS unbeftritten zu; nicht so unbestritten barf ex aber Behauptungen anfstellen, welche geeignet finb, der Mehrheit der Stadtverordneten, die auS klargelegten Scünden jenen Beschluß befürwortete, durch eine solche Erklärung inbirect zu imputtren, daß sie auf den Säckel ber Steuerzahler hin sündigte.

Zu letzterer Annahme muß jedoch ber Leser jener Erklärung bes Herrn EmmeliuS gelangen durch die positive Art seiner Aus- bruckswetse.

Wer fich nun solcher positiven Behauptungen, gegenüber anberen wohlbegründeten Anschauungen, bedient, von dem kann man auch verlangen, daß er für seine Ausführungen eine Begründung beibringt; die zu den Akten gegebene Erklärung oeS Herrn EmmeliuS entt ehrt aber jeder Begründung.

Verlangen müßte man deßhalb von Herrn EmmeliuS, daß er nachträglich eine solche Begründung gibt.

Dankbarer noch würben wohl Steuerzahler und die Mehrbeit der Stadtverordneten sein, wenn Herr EmmeliuS mal nachweisen wollte, wie bei der von ihm geplanten Verlegung de» Vieh markt» hinter die Bahnhöfe eine Rentabilität zu ermöglichen sei gegenüber dem Anlage-Capital, das sich aus mindestens das Doppelte erhöht, also auf 480000 Mk. gegen 200000 Mk., welche da» Project hinter dem Schlachthaus wahrscheinlich noch nicht einmal kosten dürste.

Man ist gespannt, zu erfahren, aus was sich die Rentabilitäts­berechnung deS Stadwerordneten EmmeliuS für die Anlage hinter den Bahnhöfen aufbaut.

Noch gespannter darf man darauf sein, zu hören, wie jener Stadtverordnete, der den direkten Bahnanschluß al8 bas einzige Mittel zur Rentabilität ber Viehmarktanlage anzusehen scheint, ben Beweis bafür erbringen kann, baß bie Anlage hinter den Bahn­höfen, trotzdem sie mindestens 200000 Mk. mehr kosten würbe, lediglich durch den Bahnanschluß rentabel wird, daß dadurch zuerst jenes von ihm befürchtete, von den Steuerzahlern zu deckende Deficit von 6000 Mk. Dtrmieben bleibt, unb außerdem noch eine Rentabilität beS um 200000 Mk. höheren Anlage-Cap it als eintritt.

Wenn Herr Stadtverorbneter EmmeliuS biefen Beweis erbringt, dann hat er Recht mit feiner Erklärung sonst aber nicht.

Einer für Biele.

<ms tot Xatowwtoeglfto* * to Stock ei**.

»aksetzole.

Deeember: 11. Daniel Ludwig Sommeriad, Schneider zu Beuern, mit Margarethe Schomber daselbst. 11. Heinrich MathäuS, Handarbeiter zu Büdinaen, mit Margarethe Kaiser daselbst. 11. Carl Johannes Alexander Rönnau, Maschinentechniker zu Gießen, mit Marie Effer zu Rheydt. 15. Wilhelm FuchS, Former dahier, mit Sophie Lenz hierselbst. 16. Carl Armin Böttger, Schriftsetzer dahier, mit Äaroline Luise Becker hierselbst. 17 Peter Euler, Sergeant dahier, mit Margarethe Grünewald zu Alsfeld. 17. Fuhrmann und Handelsmann Johannes Ruth dahier, mit Anna Katharine Elise Wendland hierselbst.

Deeember: 11. Adolf Repp, Sergeant dahier, mit Marie Lich hierselbst. 14. Johann Schmidt, Hüttenarbeiter dahier, mit Marie Karoline Koch hierselbst.

MotttM.

Deeember: 6 Dem Bankvorstand Ludwig Hugo Emil Lauster ein Sohn. 8. Dem Gerber Heinrich Schulz eine Tochter, Katharina. 8. Dem Photographen Paul Prinz eine Tochter, Anna Paula. 10. Dem Zahntechniker Fritz Flach ein Sohn. 11. Dem Eisendahnschaffner Albert Pascher ein Sohn. 11. Dem Taglöhner KaSpar Schmidt ein Sohn, Heinrich Johannes Wilhelm. 11. Dem Kaufmann Wilhelm Haas ein Sohn. 13. Dem Spengler Anton Bellnhöfer eine Tochter. 13. Dem Bureaudiener Ludwig Adolph eine Tochter, Anna Maria Margarethe. 14. Dem Fuhrknecht Karl Röhm ein Sohn, Hermann. 15. Dem Laternenausseher LouiS Petri eine Tochter, Elisabeth Marie Anna.

etatbem.

Deeember: 7. Wilhelm Zutt, 58 Jahre alt, Sparkaffe-Diener dahier. 11. Ein Kind männlichen Geschlecht», 3 Minuten alt, Sohn von Eisenbahnschaffner Albert Pascher dahier. 12. Hermann Rebling, 55 Jahre alt, Landwirth dahier. 13. Heinrich Emil Wenzel, 2 Monate alt, Sohn von Taglöhner JustuS Wenzel dahier. 13. Karoline Grünenklee, 54 Jrhre alt, Prioatin dahier. 14. Margarethe Schmidt, geb. Reeh, 68 Jahre alt, Taglöhner in von Krofdorf.

Auszug atts den Airchenhücheru

der CUM Girtzrrr.

Evaugelische «eweiude.

etimue.

Militärgemeinde.

Den 11. Deeember. Adolf Repp, Sergeant, und Marie Lich, Tochter deS verdorbenen SckerSmanns Heinrich Lich von Londorf.

etexfu.

MarkuSgemeinde.

Den 12. Deeember. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Schneider ein Sohn, Eduard Emil Ludwig Karl, geboten ben 29. Dcieber.

LukaSgemeinbe.

Den 14. Deeember. Dem Schlosser Heinrich Pfeuster ein Sohn, Willy Hermann Karl, geboren ben 3. August.

BeetMgii.

LukaSgemeinbe.

Den 14. Deeember. Hermann Repling, Privatmann, 55 Jahre alt, starb den 12. Deeember.____________________________________________

Verkehr, Cato» uto Volf»tt>irtbkbafl

LebenSverfichervngS'SeseVschaft |« Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegr. 1830 (alte Leipziger). Ls sinb vom 1. Januar diS Ende November 1897 5867 Versicherungen über 46446300 Mk. be­antragt worben, 2429250 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum de» Vorjahres. Als gestorben wurden in betreiben Zeit angemdbet 762 Mitglieder, die mit 5556650 Mk. versichert waren. Der VerficherungS- destond stellte sich Ende November 1897 auf 69000 Personen mit 509 Millionen Mark Versicherungssumme, daS Vermögen auf 157 Millionen Mark. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine SegenseitigkeitSanstaU ist, stießen alle Ueberschüffe ben Ver­sicherten wieder zu.