Ausgabe 
19.9.1897 Erstes Blatt
 
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WB. Panbschora, 17. September. (Reutermeldung). ®,n« Brigade unter General Jeffreys zog sich nach dem gest. rlgen heftigen Kampfe mit Mohmandö in ihr Lager zu- rück,- fie verlor neun englische Osfiziere und 129 Mann todt und verwundet. Jeffrey« wurde leicht verwundet.

| Wohnung errichten will, wird ausnahmsweise und widerruflich | befürwortet.

Desgleichen wird befürwortet da« Gesuch des Herrn I H. Winn um Trlaubniß zum Bauen an derselben Straße.

Die Hochbauteo, welche zum Betrieb der im Bau be­griffenen Bteberthal-Bahu oöthig find: Wagenschuppen, I Locomotivschuppen mit Werkstatt, Güterschuppen in Gießen, I bedürfen, da ihre Coustructiou tu Holzfachwerk gedacht ist, I deS Dispenses von den Massivbau vorschretbendrn Beding- I ungen der Bauordnung. Die Versammlung sprach sich für I Ertheiluog deS DtSpenseS aus. Der Wagenschuppen soll tu I Nähe deS zum Stationsgebäude eiuzurichtendeu südlichen Thor- Hauses io der Reustadt parallel zur Rodhetmerstraße, der I Locomotivschuppen senkrecht zu derselben errichtet werden. Auch für die Erbauung eines Station-hauseS in Heuchelheim, I welches auf die Gemarkung Gießen zu stehen kommt, wird I nach § 5 deS OrtSbauftatutS ausnahmsweise Besürwortung I beschlossen. Mit dem Vorschläge de« StadtbauamtS, der I KletobahN'Gesellschast das auf dem bisherigen Vtehmarktplatze I befindliche Steinpflaster zum Preise von 10 Psg. pro Quadrat- I Meter zu überlassen, erklärt sich die Versammlung etuver- I standen.

Gegen daS Gesuch der Levi Löwenstein Ehefrau um Trlaubniß zur Versetzung ihrer Verkaufsbude nach dem nördlich der Rodhetmerstraße befindlichen Thetle deS Bieh- marktplatzeS hat die Versammlung nichts etnzuwenden.

Großh. Polizetamt hat den Entwurf eines Polizei- Reglements vorgelegt, nach welchem die Bestimmungen über das Anbringen von Schneefang-Vorrichtungen an den Wohnhäusern auf alle Gebäude ausgedehnt wird, welche an öffentlichen Straßen und Plätzen stehen, bezw. deren Dach­traufen in die Straßen münden. Ausgenommen von dieser Bestimmung sollen diejenigen Häuser sein, deren Dächer eine I Steigung von weniger als 1:3 haben. Die Versammlung erklärte sich bis auf die von Herrn Heyligenstaedt für Wünschenswerth erachtete präctsere Fassung des Entwurfs mit demselben einverstanden.

Nach den Bestimmungen der Wilson-Stiftung ist es in das Ermessen des Stadtvorstander gestellt, die Zinsen dieser 20,000 Mk. betragenden Stiftung im Betrage von 800 Mk. jährlich und zwar am 11. November für Zwecke der Wohlthätigkeit an einzelne Personen oder Wohlthätig- keitSeinrichtungen zu vergeben. ES wurde für dieses Jahr beschlossen, diese Zinsen so zu Vertheilen, daß je 250 Mk. dem Knaben- und Mädchenhort überwiesen, je 150 Mk. aber -ur Beschaffung von Frühstück für schwächliche Kinder der Stadtknaben- und Stadtmädchenschule verwendet werden. Bekanntlich erhalten auch in den beiden Kinderhorten die Kinder Nachmittags ein aus Milch und Weck bestehendes Vesper, wogegen in den Stadtschulen während der Winter­monate Vormittags den bedürftigen Kindern ein ebenfalls aus Milch und Weck bestehendes Frühstück gereicht wird.

Die vorliegenden acht Gesuche um Ertheilung der Wirth- schaftScovcession werden bis auf dasjenige des Herrn Carl Orbtg in der Bahnhofstraße, zu welchem die Commis­sion Verneinung der Bedürfnißfrage beantragt hatte, dem An­träge der Commission entsprechend behandelt. ES wurde demnach die Bedürfnißfrage zum AuSschank von Branntwein bejaht bezüglich der Geiuche von Joseph Kranawetter für da« Hau« Frankfurterstraße 23 (Russischer Hof)/ Max J a S- kows kh für das Hau« SelterSweg 79 (Busch)-'Karl Orbig für daS HauS Bahnhofstraße 30; Johann Thoma für das HauS Bahnhofstraße 43; Wilhelm Busch sür daS HauS Riegelpfad 38; Georg Bichl er für daS HauS An den Bahnhöfen 40; Friedrich Felfing für da« HauS Markt­straße 22; Jean Luther für daS HauS Klinikstraße 2, (siehe Heggemüller).

totales rrird ^provinzielles.

Gieße», 18. September 1897.

* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog Haven Allergnädigft geruht, dem Bürgermeister Kaspar Lommel in Froschhausen daS Allgemeine Ehren­zeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" zu verleihen.

Knustverein. Wie wir vernehmen, trifft im Laufe der nächsten Woche eine größere Sendung Gemälde im ThurmhauS am Brand wieder ein, woraufhin die Eröffnung der Ausstellung in aller Kürze bevorsteht.

* * Gestorben. Der im Duell am Donnerstag schwer verwundere Einjährige Gefreite Jacobi ist gestern Mittag in der Klinik gestorben. Hebet die Veranlassung zu dem folgenschweren Zweikampf, dem möglicherweise auch der eben­falls schwer verwundete Einjährige Gefreite Schmitz zum Opfer fallen wird, curfiren verschiedene Vermuthungen. Wie ziemlich allgemein verlautet, schwebte zwischen Beiden eine schwere Säbelforderuag, die nach Beendigung der Dienstzeit zum AuStrag kommen sollte. DaS feindliche Verhältniß Beider blieb mit Rücksicht auf ihre derzeitige militärische Stellung al« Kameraden äußerlich verdeckt. Im gemein­schaftlichen Biwak oder Nothquartier deS letzten Manövers fühlte sich der eine durch den anderen in seiner Nachtruhe gestört, der darüber entstehende Wortwechsel führte zu thät- ltcher Beleidigung, wegen der der Geschlagene eine Pistolen- sorderung stellte. Nachdem insbesondere mit Rücksicht auf die schwebende Sabelforderung eine gütliche Beilegung der Umwandlung der Pistolenforderung in eine solche auf Säbel sich als unmöglich erwiesen hatte, kam daS Duell auf CorpS- waffeu zum AuStrag. ES wurde auf 10 Sprungschritt- Distanz (16 Meter) geschossen. Im ersten Gang erhielt Schmitz einen Streifschuß an der rechten Hüfte. Ein er­neuter Versöhnnngsversuch scheiterte und im zweiten Gang trafen sich beide Duellanten gegenseitig in den Unterleib. Die Beerdigung Jacobi -, der elternlos ist, findet in Rod- Heim v. d. H. statt.

Angeschossen. Zwei hiesige Einwohner (ein Schorn- steinseger und ein Metzgermeister) begaben sich gestern in

Sitzung der Stadtverordneten

am 17. September 1897.

Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Heichelheim, Heyligenstaedt, Jughardt, Kirch, LooS, Orbig, Petri, l)r. Ploch, Scheel, Schiele, Schwall und Wallenfels. - u.&er heutigen Sitzung, der ersten nach beinahe siebenwöchentlicher Ferienpause, wurden zunächst folgende cn Obligationen deS 1893er, 1894er und 1995er AnlehenS auSgeloost. 1893er An- V-t C5r: 2000 E- Nr. 12, 132, 265, 224, 86, 14.

Lit. M A 1000 Mk. Nr. 374, 265, 119 292 139 55 ^0- 76. Lit. N A 500 Mk. Nr. 658, 597, 738, 384^ 8T\42n'?onn601' 771' 789' 439' 669, 424, 120, ? , 200 Mk- Nr. 38, 246, 170, 141, 108,'

Lit. P A 100 Mk. Nr. 268, 136, 342, 247, 190 336 17, 202. __ 1 894er Anlehen: Lit. L A 2000 WL ^ 629, 364. Lit. M A 1000 Mk. Nr. 477, 475. Lit. N a 500 Mk. Nr. 1033, 910, 934, 1041, 970 814 Lit. O A 200 Mk. Nr. 410, 379, 359. Lit. P a 100 Mk «r- 687, 421, 478, 553. - 1895er Anlehen: Lit L a 2000 Mk. Nr. 407. Lit. M A 1000 Mk Nr 503 Lit. N A 500 Mk. Nr. 1127, Uli.

von den nach dem generellen Voranschlag auf 10200 Mk normirten Kosten de« Ausbaues der M olt kestraße zwischen vrünbergerstraße und Wieseck werden zunächst diejenigen für den fertigen Ausbau der Theilstrecke zwischen GrÜnberger- ürahe und den Wiesen, sowie für die Auffüllung der über diese bi« zur Wieseck führenden Theilstrecke bewilligt.

DaS Gesuch deS Gärtner- Bernhardt, welcher bei feiner Gärtnerei an der Süßeren Frankfurterstraße eine

Berlin, 18. September. Reichskanzler Fürst Hohen­lohe wird im Laufe der nächsten Woche in Berlin zurück­erwartet.

X^orn, 18. September. Die hiesige Strafkammer ver­handelte gestern gegen den Reichstagsabgeordneten Carl L e g i e n aus Hamburg wegen Beleidigung des Gendarmen Bartel. Demselben soll der Angeklagte in einer öffent­lichen Versammlung, welcher der Gendarm als beaufsichtigen- der Beamter beiwohnte, Gesetzes-Unkenntniß und wesentliche GesetzeS-Uebertretungen vorgeworfen haben. Die Straf- karnmer billigte dem Angeklagten den Schutz des § 193 des Strafgesetzbuches zu und erkannte auf Freisprechung.

Hamburg, 18. September. DemHamb. Corresp." meldet man aus Berlin: Von einem demnächstigen Besuch de« Kaisers in London sei dort nichts bekannt, ebenso­wenig von der Meldung derTribuna", daß gelegentlich der Anwesenheit deS Königs von Italien in Hornburg zwischen diesem und dem Großsürften Nikolai die Modalitäten über einen Zarenbesuch in Rom verabredet worden seien.

bedeutendem Erfolge gepirscht. Heute findet in Koeroeserdol große- gemeinsames Diner statt.

vrzen, 17. September. Der bekannte Maler Pro- feffor Schön ist iu Gruudeudorf am Wörther See gestorben.

Hermauustabt, 17. September. Der Director de« EleetrtcitätSwerke« in Zoost kam zufällig dem Drahte einer elektrischen Maschine zu nahe und wurde von dem electrischen Strom sofort getödtet.

Brüssel. 17. September. Der von Brüffel nach Gent fahrende Schnellzug fuhr gestern bei der Einfahrt in den Genter Bahnhof mit solcher Vehemenz über den Haltepunkt hinaus, daß er die Bahnhofsmauer durchbrach. Jusaffen des ZngeS wurden nicht verletzt, dagegen ein Kutscher getödtet, welcher mit seinem Gefährt in der Nähe der BahnhofSmauer hielt. Rach anderen Meldungen find zwei Personen getödtet und mehrere verletzt worden.

Brüssel. 17. September. Zuverlässigen Mittheilungen zufolge hatte die Kaiserin Charlotte von Mexiko in letzter Zeit mehrfach TobsuchtSanfSlle, deren Wieder- holung die Aerzte für lebensgefährlich halten.

Brüssel, 17. September. Louife Michel aus Paris wurde mit zwei Begleitern gestern hier verhaftet. Auf der Polizeidirectiou wurde ihr ein Ausweisungsbefehl zu- gestellt.

Madrid, 17. September. Die Nachrichten von den VH Hipp in en lauten wieder sehr pessimistisch. Zwei (Kolonnen von 4000 und 3000 Mann verheeren erneut Städte und Dörfer.

Loudon, 17. September. Aus Simla wird gemeldet, daß die britischen Truppen da« Fort Cavacnarh in Helden- «üthiger Weise verthetdigteu. Ein Unteroffizier unternahm i mit 16 Mann einen Ausfall gegen 300 Rebellen und erbeutete drei Fahnen.

Loudon, 17. September. Aus Konstantinopel wird aus angeblich amtlicher Quelle gemeldet, daß die Botschafter gestern alle Artikel de« Friedensvertrages anerkannt haben. Der Vertrag werde morgen unterzeichnet werden.

Mexiko, 17. September. Die Gerüchte von einem an- ! geblichen Mordanfchlag auf den Präsidenten Diaz stellen sich als stark übertrieben heran«. Der Präsident wurde I gestern Vormittag, als er sich zur Jahresfeier der Un- abhängigkeitSerklärung Mexikos begeben wollte, von einem vollständig unbewaffneten Strolch angefallen und erhielt von I diesem einen Faustschlag in den Nacken. Der Präsident blieb unverletzt. Es ist anzunehmeu, daß der Angreifer, welcher fengenommen wurde, geistesgestört ist. Er heißt Jvaqutu Arroyo und ist 32 Jahre alt.

der Nähe von Marburg auf die Jagd. Hierbei wurde der Metzgermeister von dem Schornsteinfeger durch einen Schuß tn den Leib nicht unerheblich verletzt und mußte nach Marburg in die Klinik gebracht werden. Ob den Schützen ein verschulden trifft, ober ob ein UnglückSfall vorliegt, ist bi« jetzt nicht aufgeklärt.

Mißhandlung. Ein hier beschäftigter Monteur, welcher gestern Abend anschein« etwas über den Durst ge­trunken hatte, wurde angeblich von drei jungen Leuten miß­handelt und ihm eine blutende Wunde am Kopf beigebracht.

** Stenographie und Post. Al« neuer Beweis für die Findigkeit der Post dürfte die Thalsache gelten, daß eine mit Adresse in stenographischer Schrift aufgegebene Post­karte richtig und prompt in die Hände de« Adressaten gelangt ist.

** GeuosseuschastSweseu iu Hessen. Dem soeben erschie­nenen Jahresberichte über die Entwickelung de« Genossen- schastswesen« im deutschen Reiche eutnehmen wir, daß da« Großherzogthum Hessen unter allen deutschen Staaten bezüglich des landwirthschaftlichen Genossenschaftswesen« eine der ersten Stellen elnnimmt. Darnach bestehen zur Zeit in Hessen 306 Creditgenossenschaften (Reiffeisen'sche Darlehn«- kaffen), 164 Bezug«geuossenschaften, 26 Molkereien. Am dichtesten ist die Verbreitung der Genossenschaften auf die BevölkerungSzahl bezogen in Waldeck. E« folgt sodann die Rheinpfalz, Großherzogthum Hessen, Würtlemberg und Hessen- Nassau :c. Auf die landwlrthschaftlich benutzte Fläche be­zogen, ergibt sich folgende Reihenfolge der Dichtigkeit der Genossenschaften: 1) Rheinpfalz, 2) Großherzogthum Hessen, 3) Hessen-Nassau, 4) Württemberg rc. Sämrntliche deutschen landwirthschaftlichen Genossenschaften sind zu einem verbände bereinigt, der nun 26 Specialverbände zählt.

** Li» fit Gastwtrthe bedeutsamer Urtheil ist von dem Schöffengericht in Fürth gefällt worden. Ein Schankwirth war, wie diePost" schreibt, wegen Uebertretung der Polizeistunde angeklagt, weil er bereit« um 5 Uhr Morgen« an Gäste Bier verabreicht hatte. Die Verhandlung ergab, daß der Wirth sein Local de« Abend« zur polizeilich festgesetzten Zeit schloß, es aber in früher Morgenstunde wieder öffnete. DaS Gericht sprach ihn frei, weil kein Gesetz bestimme, wann ein Tchanklocal geöffnet werden dürse.

Welche Bemerkungen find aus der Außenseite eine! Brieses zulässig? Die Außenseite der Postsendungen ist für die auf die Beförderung bezüglichen Angaben bestimmt. Außerdem kann der Absender nach den Bcstimmungen bei § 3 der Postordnung vom 11. Juli 1892 noch seinen Namen und Stand, feine Firma, sowie seine Wohnung ver- merken. Bet Briefen können weitere Angaben und Ab­bildungen, die sich auf den Stand, die Firma ober ba« Geschäft be« Absenders beziehen, unter der Bedingung hin- zugesügt werden, daß die sämmtlichen, nicht die Besörderung betreffenden Vermerke u. s. w. in ihrer Ausdehnung etwa den sechsten Theil de« Briefumschläge« nicht überschreiten und daß sie am oberen Rande be« Briefumschläge« auf bet Vorher- oder der Rückseite sich hinziehen. Auf der Rückseite der Briefumschläge, und zwar auf der Verschlußkappe könne» außerdem solche Zeichnungen und Abbildungen angebracht werden, welche im Allgemeinen al« Ersatz für einen Siegel­oder Stempelabdruck anzuseheu sind. Die Angaben auf der Außenseite der Briefumschläge können handschristlich gemacht werden.

Dcrttriföte».

Die Massage ist ba« Streichen, Kneten, Klopfen u. f. w. von Körperteilen zu Heilzwecken und zur Kräftigung. Die Bewegungen werden einzeln ober verbunden ausgeführt, je nach dem Zweck und Körpertheil in angepaßter Form und Art. Die Richtung der Bewegungen soll immer dem Herzen zustrebend sein, also an Kopf und Hal« nach unten, an Armen und Beinen nach oben u. f. w. Die weitere Ausführung und Wirkung der Maffage behandelt in populärer Form, die auch den Laien zu Handhabung der Massage sowie zur Con- trole be« Masseurs anleitet, ein fachmännischer, reich mit Illustrationen versehener Aufsatz im neuesten Hefte ber all­bekannten iöufhirten FarnilienzeitschristZur Guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis be« VierzehntagShefte« 40 Psg.)

Da« letzte Kuraffterpferd von Mars-la-Tour. In bleien Tagen ist baS letzte Pferd, da« in der blutigen Schlacht von MarS-la Tour einen der Kämpfer deS Halber- ftädter 7. Kürassier-Regiments getragen hat, infolge von Altersschwäche in einem Alter von 35 Jahren verendet. Der alte Braune war s. Zt. von dem OffizlercorpS der 7. Kürassiere erworben und hat seit langen Jahren beim Oberamtmann Walter-Weißbeck Hierselbst treue Pflege und daS Gnadenbrot genossen.

* Einen neuen «lühkirper bringt die Deutsche GaS- glühlicht-Actien-Glsellschast in Berlin auf den Markt. Hier- bei ist daS Gewebe de« Glühkörper« durch ineinander gefügte Ringe ober Retten ersetzt, wodurch der Glühkörper elastischer wird. Diese Neuerung ist der Gesellschaft unter Nr. 92423 patentirt worden.

' Folgeube hübsche Bekanntmachung fiabet sich imNeu- »attter Anzeiger":Hierdurch gebe ich bekannt, daß ich sür überflüssig gemachte Schulden meine« Weibes Katharina unter keinen Umständen mehr auftomme. Fünf Maß Bier in ein paar Stunden und pro Tag ein Loth Schnupstabak, da« braucht« nicht für ein Häuselweib. Niederbergkirchen, Anfang September 1897. I. Hofstetter."

Ein heiterer B-rsall trug sich nach derLeine-Ztg." jüngst in einer Schule bei Neustadt a. R. zu. Der Lehrer hatte für den Naturgeschichtsunterricht mehrere Pflanzen mit- bringen lassen, die unter den Kindern vertheilt wurden. Ein Knabe hatte noch keine Pflanze, sein Nachbar aber mehrere, weshalb der Lehrer zu ihm sagte:Gitb ihm eine." Der also beorderte Knabe war einen Augenblick stutzig, aber gleich daraus verabfolgte er seinem Mitschüler eine wohlgezielte . . . Ohrfeige.