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I tm Interesse der Mitglieder stet- an dem vorhergehenden I oder nachfolgenden Sonntag gefeiert und so fand auch dies« I wal diese Feier am Sonntag den 15. August statt. DaS I Denkmal für die verstorbenen Kameraden war wie üblich von I dem Verein geschmückt und nachdem Herr Pfarrer Dr. Nau I mann eine zu Herzen gehende Gedächtnißrede gehalten hatte, I wurden vom ersten Vorsitzenden des Vereins. Herrn Louis I Petri III., zwei Lorbeerkränze, einer für ßte deutschen Kameraden mit schwarz-weiß-rother und einer für die fran.
I zöstschen mit weißer Schleife in kurzer kerniger Ansprache I gewidmet. Am Abend versammelte sich der Veteranen-Verein I mit seinen geladenen Gästen im Saale des Cafv Leib. Nach der üblichen Begrüßung der Gäste und nach einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse vor 27 Jahren brachte der erste
I Vorsitzende das Hoch aus auf Kaiser und Großherzog. In liebenswürdiger Weise hatte sich die Bürger-Gesellichaft an dem Feste betheiligt und erfreute die Anwesenden mit dem Vorträge einiger kerniger Volkslieder, darunter auch einer Compofition ihres Dirigenten, die großen Beifall erntete. Viele schöne und kräftige Worte wurden noch gesprochen, aus denen wir besonders die Reden der Herren Meyer, Jastizrath Batst und Rechtsanwalt Wetdig bervorheben. Ein Tänzchen bildete den Schluß der schönen Feier.
Für Briefmarkensammler. Die allen Marken, sammlern wohlbekannten italienischen 1- und 2 Centesimi- Marken mit ihrer characteristischen großen I und II find durch neue ersetzt worden. Die neuen Marken sind ganz nach dem Vorbilde der Marken zu 5, 10 und mehr Cente- fimi hergcstellr worden, so daß jetzt alle italienischen Briefmarken gleiches Gepräge tragen.
.** 6in allgemeiner deutscher Touristeutag soll bekanntlich in diesem Jahre in Verbindung mit der Hauptversammlung des Verbandes deutscher Touristenvereine zu Coburg vom 11. bis 13. September abgehalten werden. Der Ver- band, dessen Präsident gegenwärtig Herr Bürgermeister Wagner-Plauen i. V. ist, zählt nunmehr 74,000 Mit- glieber, die sich auf über 40 der namhaftesten deutschen Touristen-, GebirgS« und Fremdenverkehrsoereine vertheilen. Das osficielle Organ deS Verbandes, der in Berlin er- scheinende „Tourist", veröffentlicht soeben die Tagesordnung der Hauptversammlung, wovon der die Errichtung einer Centralstelle für den Austausch von Landschaftsphotographien, die mittelst Skiopiikon vorgeführt werden, die Aufmerksamkeit weiter Kreise und namentlich auch der Awateurphoto- graphen in Anspruch nimmt. Die herrliche Umgebung CoburgS dürfte manchen deutschen WanderSmann anlocken. Der Coburger Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs versendet auf Wunsch an jeden Interessenten unentgeltlich und postfrei eine künst. lerisch aurgestattete, in Farbendruck gehaltene Einladung mit ausführlichem Programm und Ansichten von Coburg und Umgegend und erbietet sich, allen Gästen mit Rath und That zur Seite zu stehen. Es sei bemerkt, daß der Verband, abgesehen von Verkehrs- und volkswirthschaftlicheu Interessen, in erster L.nie das alte deutsche Wandern zu Fuße pflegt, wenn er sich auch gegen die verwandte Rad- und Boottouristik nicht ablehnend verhält.
** Wetterbericht. DaS umfangreiche DrpresfionSgebiet, welches gestern noch den größten Thetl des continentalen Europa bedeckte, ist außergewöhnlich rasch nach Norden und Nordosten zurückgewichen. Gleichzeitig hat sich über Central Europa daS Niveau deS Luftdruckes bedeutend gehoben und dringt heute von Westen her ein barometrisches Maximum über die Centrale Frankreich, daS Alpengebiet, Süddeutsch- land, Böhmen und Schlesien herein. Unter dem Einfluß des hohen Barometerstandes ist in Süddeutschland eine rasche Besserung des WerterS eingetreten. — Voraussichtlich e Witterung: Bei wechselnder Bewölkung warmes, »ul Gewittern geneigtes Wetter.
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Verband reifender Kaufleute. Vergangenen SamStag ] Abend wurde im oberen Saal der „Restauration Weidig" die Gründung der „Section Gießen" vom Verband reisender Kaufleute Deutschlands in Leipzig, I worüber wir bei Einleitung der ersten Versammlung an gleicher Stelle berichteten, vollzogen. — In den Vorstand wurden gewählt: Als Vorsitzender: August Rinn- al» stellvertretender Vorsitzender: Carl Klemmrath- als Schrift« führen August Bender- al» stellvertretender Schriftführer: Heinrich Selbst- als Kassierer: Gust. Schad- al» stellvertretender Kasfirer: August Struck. Die Gründung der Section wurde allseitig freudig begrüßt. Als SectionSlocal wurde daS „Hotel Schütz" gewählt. Wir wollen hoffen, daß sich die Wünsche der Versammlung bewahrheiten, indem ' fich auch die hiesigen kaufmäanischen Firmen sowie die noch nicht beigetreteven College» dem Verbände anschließen und die gute Sache unterstützen. Der Verband, welcher die kaufmännischen Interessen voll und ganz vertritt, hat sich außerdem die Aufgabe gestellt, für seine Mitglieder durch die tnS Leben gerufene Wittwen- und Waiseokafle, Altersversorgung, Kranken« und Begräbnißunterstützung rc. zu sorgen.
• Marine-Verein. Der am 14 August dS. IS. statt« gehabte 35jährige Geburtstag Sr. Kgl. Hoheit deS Prinzen Heinrich von Preußen, mit welchem zugleich daS 25jährige Dienstjubiläum verbunden war, hatte die Mitglieder des hiesigen MarinevereinS zur festlichen Begehung dieser Doppelfeier in deren VereinSlocal zu frohem Commers zusammengeführt. Auf ein im Verlauf desselben an Seine König!. Hoheit nach Kiel abgesandteS Glückwunschtelegramm lief gestern ein den Poststempel „Neufahrwasser" tragendes Antwortschreiben von der Adjutantur ein folgenden Inhalts: M. S. König Wilhelm, den 15. August 1897! Seine Köntgl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen spricht dem Marineveretn zu Gießen Seinen besten Dank aus für die freundlichen Glückwünsche. A. H. B. v. Brengel, Rittmeister und persönlicher Adjutant. Au den Marine-Verein zu Gießen."
• • Veteranen-Verein. (Verspätet eingegangen.) Die Gravelotte-Feier des Beteranen-VereinS wird
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! Vad-Nauhettn, 17. August, lieber den blutigen Vor« fall, der sich in der Nacht auf Montag in Rödgen ab« i spielte, ist folgende» Nähere mitzutheileo: Der Kesselschmied Gg. EverS au» Schwetzingen, der in den letzten Sommern mehrfach bei einer Dreichmaschine in der Wetterau arbeitete, unterhielt mit einer Dienstmagd, Elise Ehm in Schwalheim, Beziehungen- letztere trat in der letzteren Zeit einem Bur- scheu von Schwalheim, Konrad Säckiager, näher. Zwischen beiden Nebenbuhlern kam e» heute Nacht in der Krauch'sckea Wirthschaft in Rödgen bei der Tanzmusik zu Disserenzen. Der Vater de» Konrad Säckinger, Philipp Säckiager, stellte den Euer» zur Rede und erhielt sofort von ihm einen Messerstich in den Unterleib. Als nun Bürgermeister Hartmann von Rödgen den Messerhelden für verhaftet erklärte, erhielt auch er von ihm einen mit großer Wucht geführten Messerstich in den Leib- infolge de» Stiche» traten die Ge därrne hervor. Beide Gestochene wurden noch in der Nacht per Wagen in da» städtische Krankenhaus hier verbracht. EoerS, der einige leichtere Verletzungen davontrug, sistirte sich noch in der Nacht im Spital in Friedberg, wo er ermittelt und verhaftet, und von da h erher traoSportirt wurde. Wie und von wem er verletzt wurde, muß die im vollen Gang befindliche Untersuchung aufklären. Der Verhaftete behauptet, in Notdwehr gehandelt zu haben, womit freilich wenig Übereinstimmt, daß er kurz vorher von einem Messerschmied in Friedberg ein M-sser mit einer Vorrichtung zum Feststellen der Klinge gekauft haben soll. Jedenfalls kann dem Bürgermeister Hartmann gegenüber von keiner Nothwehr die Rede sein. Der bedanernSwerthe Bürgermeister ist gestern Abend infolge der Verletzungen gestorben. DaS Befinden des Philipp Säckinger hat fich gestern Abend so verschlimmert, daß sein Leben in Gefahr schwebt. Die ge- richtliche Section der Leiche deS Bürgermeisters Hartmann von Rödgen wird vorauSfichtlich heute noch statt- finden. Hartmann hat unversehrt den ganzen franzöfiichen Krieg mitgemacht, um einem Mordbuben zum Opfer zu fallen. Er war ein ebenso gewissenhafter Gemeindebeamter, wie zärtlicher Familienvater. Er betrieb mit gutem Erfolge Landwirthschaft und Bäckerei und erreichte ein Alter von 47 Jahren. Seine Frau ist schon seit zehn Jahren nerven leidend. Bon den drei der Ehe entsproßten Kindern find zwei erwachsen, ein Mädchen noch schulpflichtig. Der ruchlose, zum Glück verhaftete Thäter ist erst 22 Jahre alt und noch ledig. Darmst. Ztg.
A Mainz, 17. August. Wegen Lohnbifferenzeo haben heute Vormittag die Arbeiter der Fahrradfadrik der Firma Göbel & Cie. hier die Arbeit niedergelegt. Anfänglich find nur die Schlosser der Fabrik in den AuSstand getreten, doch haben fich demselben auch später die Übrigen Arbeiter angeschlossen. Das Verlangen der Ausständigen geht dahin, bei zehnstündiger Arbeitszeit einen Stundenlohn von 40 Pfg. zu erhalten. — In der Bierbrauerei Schöfferhof.Dreikönigshof ist auch unter einem Theil des Personals eine Differenz mit der Braueretleitnng entstanden, die durch das Entlassen einiger Brauer hervor- gerufen wurde, die angeblich einem neu gegründeten Brauerei- arbeiterverein nicht beigetreten find. Zur Beilegung de» Conflicis hat man die Intervention des Oberbürgermeisters angerufen.
A «ns Rheinhessen, 17. August. Die Entwickelung der Trauben ist eine derart günstige, daß in einzelnen Ge- meinden, so in Büdesh-im, bereits der Wembergschluß für die Frühburgunder Trauben angeordnet ist. Wenn der Nachsommer nicht ungünstiges Wetter bringt, verspricht der Herbst in qualitativer wie in quantitativer Beziehung ein vorzüglicher zu werden.
Worms, 16 August In der Nacht vom letzten SamStag auf Sonntag zeichnete sich eine Anzahl Swüler der hiesig,n Brauer-Akademie durch fortgesetztes Skandaliren und alle lei Unfug in den Straßen der Stadt dermaßen au», daß pr vn 2 Uhr zwei Schutzmänner sich genöthigt sahen, zur Der- Haftung derselben zu schreiten, da sie fich außerordentlich renitent zeigten, namentlich mit Stöcken auf die Schutz'e-ite eindrangen. Auf dem Wege zur Polizeiwache und selbst tm Wachtlocrl und später m der Haftzelle verübten die Verhafteten einen solch fürchterlichen Skandal durch Brüllen und Schreien, daß die Bewohner sämmtlicher benachbarten Straßen aut ihrer Nachtruhe aufgeschreckt wurden. Daö Betragen der Arrestanten war ein derartiges, daß selbst den ältesten Beamten nicht erinnerlich ist, einen ähnlichen Auf- tritt je erlebt zu haben. Mit Rücksicht auf die Rohheit und namentlich darauf, daß die Thäter fluchtverdächtig find, wurden dieselben in Untersuchungshaft behalten.
Berlin, 18. August. In Gegenwart des Kaisers und anderer Fürstlichkeiten findet am 5. September auf dem Paradefelde bei Homburg v. d. Höhe großer Feldgottes« dienst statt.
Berlin, 18. August. Das Hoflager im Neuen Palais wird vorauSfichtlich vom 24. d. M. ab etablirt. Die Ankunft de» Kaiserpaares dortselbst ist nach den bisherigen Bestimm- vngen für den 25. oder 26. d. M. vorgesehen.
Bozen, 18. August. Der Schnellzug Berlin- Rom ist gestern Nacht hinter dem Tunnel von Bozen infolge Felssturzes entgleist. Der Maschinist und der Heizer sind todt, 2 Postbeamte verletzt. Die Reisenden blieben unbeschädigt. Die Locomotive stürzte den Abhang hinab, der Postwagen wurde zertrümmert und zwei Personenwagen wurden auS dem Geleise geschleudert.
•HC. Schonung den Kletlervogeln. Alle Klettervögel, wie Spechte, Spechtmeisen, Baumläufer und wie sie noch sonst heißen mögen, sind in einem hohen Grade nützlich, kein einziger verursacht nennenSwerthen Schaden. Unser Wald, unsere Bäume überhaupt haben in dieser Vogclordnuvg ihre besten Freunde, ihre Erhalter. Rohe Hob ungebildete Men- scher, wollen d.eS freilich nicht einsehen und sie stellen den- selben auf alle mögliche Weise nach. Wir bitten daher recht inständig alle Gebildeten, alle Doqelfreunde, namentlich die Herren Forstbeamten und Lehrer, sich nach allen Kräften der Klettervögel anzunehmen und besonders dahin zu w.rken, daß dieselben auch, wie alle anderen nützlichen Vögel, für unantastbar und unverletzlich gehalten werden mögen.
• Frankfurt a. M., 17. August. Den „Hafen Achter" gewann gestern die Ruder-Gesellichaft „Sachsenhausen" nach
charfem Rennen mit drei Längen- zweites Boot Frank- furier Rudergesrllschast „Germania", drittes Frankfurter Rud-roerein, Club abgestoppt. Nach dem Rennen fand tm DootShauie der „Germania" PretSvertheilung statt, die Herr Stadtrath Grimm vornahw. — Ein Berichterstatter meldet, daß gestern in einer Wirthschaft am Oederweg ein Bäcker-
CoceU# nnö proHnjklki,
Gießen, den 18. August.
** Ernennung. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz vom 14. August ist der Land- gerichtSrath am Landgericht der Provinz Starkenburg Hugo Taschä zum Mitglied der Commission zur Prüfung der Gerichtsschreiber, und Gerichtsvollzieher-Aspiranten bestellt worden.
•* * Süddeutsches Mannerfextett. Den Wünschen Bieler entsprechend, wird die beliebte Sänger - Vereinigung am Montag den 23. August einen Gesangsabe nd auSführen. Der Erfolg beim ersten Auftreten war ein so durchschlagender, daß sich auch der zweite und letzte Goncertabenb eine zahl- reiche Hörerschaft anlocken wird. DaS Programm ist ein ganz neues und birgt wieder eine Fülle herrlicher Solo- und Chorlieder. Die Mitglieder von Gesang-Vereinen wollen fich gefl. an ihre Vorstände wenden, die mit Billets versehen flnb. Wir verweisen gleichzeitig auf unseren Jnseratentheil und wünschen den Künstlern ein volles Haus.
•• Kauf. Die Restauration „Zur Stadt Marburg ging heute für den Preis von 32,000 Mk. in den Befitz des seitherigen PäckterS, Herrn Restaurateur Berg, über.
••Warnung für Händler und Kaufleute. Im südweft- * j Deutschland, namentlich Pfalz, Baden, Rheinland, Hessen-Nassau und Umgebung, schkint sich eine ganze Bande
Ho^staplern die Aufgabe gestellt zu haben, Händler und Kaufleute dadurch zu schädigen, daß sie sich als Reisende von Hausern vorstellen, von denen die ersteren ihre Maaren beziehen, Auftrage zum Schein annehmen und Gelder ein zukassiren versuchen, wa» ihnen auch schon in mehreren Fällen m fcabaf- und Cigarrenreisende gelungen ist.
Vnntvn *WÄ Q-„ r _ _ v.rr-._ n • betreffenden Fabri-
fanten au«, infolge dessen sie keiner Legitimation bedürften, oder sie geben an, der betreffende Reisende sei erkrankt und sie kamen nur zur Vertretung oder machen sonstige unwahre Angaben. Allen Geschäftsleuten sei daher in ihrem eigenen
Vorsicht anempfohlen, namentlich wollen sie keinem Fremden Gelder einhändigen, sondern die schuldenden Beträge "^rihrem Hause dtrect durch die Poft einsenden, weil ein b"durch umstandener Schaden nur allein sie selbst trifft, denn ber S°bnkant kann unmöglich eine Zahlung anerkennen, bie ■ ber Hanbler durch Leichtgläubigkeit einem Schwindler über- geben hat. Von den bis jetzt bekannten Fällen dieser Be- ! tiügereien sind die Behörden in Kenntniß gesetzt und ist es ! auch gelungen, eines Schwindler» habhaft zu werden, trotzdem kam erst kürzlich wieder ein ganz gleicher Fall in ber Koblenzer Gegend vor, weshalb dringend zur Vorsicht bei Bezahlung gerathen wird. Da es nicht ausgeschlossen ist, daß die Bande ihr Operationsfeld in andere Gegenden ver! legt, sobald ihnen der Boden in genannten Distrikten zu j heiß wird, werden alle Zeitungen im Interesse und zur '
wie verlautet, zum Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts in Aussicht genommen.
Berlin, 17. August. Wie der „Reichsanzeiger" mit» »heilt, ist in ber Nacht vom 5. auf ben 6. August in Athen ber griechische AlterthnmSforscher, frühere Director be» Natioual-Münzcabinets zu Athen, Herr Achilleus Posta- Uta», gestorben. Er hat seine ganze Bibliothek, seine Sammlung von Photographien unb von Abgüssen antiker Münzen bem deutschen archäologischen Institut letztwillig vermacht.
Kol>, 17. August. Der „Köln. Ztg." zufolge hat ber Minister ber öffentlichen Arbeiten bestimmt, baß am 1. September d. I. ber Ausnahme tarif für Eisenerze zum Hochofenbetrieb auch auf bie im Bleihüttenbetrieb Verwenbung finbenden Eisenerze unb eisenhaltigen Schlacken auSgebehnt wird, sowie ferner, baß Erze, bie in ben Sonbertarif UI gehören, in ben Rohstoff-AuSnahmetarif ausgenommen werden.
Breslau, 17. August. Ein Telegramm, welches dem „Bresl. Gen.-Anz." aus Rom zugeht, besagt, Kaiser Wilhelm habe an König Humbert auS Anlaß des Duells deS Grafen von Turin mit dem Prinzen Heinrich von Orleans ein GlÜckwunfch.Telegramm gerichtet. Der Kaiser habe darin gesagt, er fei zwar fein Freund deS i Duells. Der Offizier müsse ober feine angegriffene Waffen- i ehre bis zum letzten Blutstropfen vertheidigen. Er freue fich umsomehr über den Ausgang des Duell», als eS fich um Wahrung der Waffenehre einer engverbündeten Armee ge« handelt habe.
Brussel, 17. August. Die Blätter melden, der König resse nach Dünkirchen ab, um dort ben Präsidenten Faure I auf feiner Reife nach Rußland zu begrüßen.
Madrid, 17. August. Heute wird daS Urtheil gegen I ben Mörder CanovaS' bestätigt werden. Der Minister- rath wird alsdann endgültig übet die Todesstrafe entscheiden.
London, 17. August. Der Tischler FrancaiS wurde zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er auf der I Straße Hochrufe auf die Anarchisten ausbrachte und fich dem I ihm abführenden Schutzmann widersetzte.


