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Gießener Anzeiger
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Arnts- und Anzeigeblatt für den Avers Grefzen.
folgenben Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. *£ | Hratisöeikage: chießener Aamitienötätter.
Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Lu»lande» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«.
Amtlicher Theil.
Gießen, den 16. November 1897.
Betr.: Aufnahme von Kranken in die Großh. neuen Kliniken in Gießen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an ^roßherzogl. Bürgermeistereien und die
Vorstände der Krankenkassen des Kreises.
Nachstehende Bekanntmachung der Großh. BerwaltuogS- Directiou der neuen Kliniken bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß.
v. Gagern.
Bekanntmachung.
TS kommt vielfach vor, daß erkrankte hilfsbedürftige Gemeindeangehörtge und Kaffenmitglieder sich behufs Auf- nähme in unsere Kliniken hierher begeben, ohne die vor- schristSmäßige Bescheinigung deS Gemeindevorstonde», bezw. des Vorstandes derjenigen Gemeinde« oder Krankevkaffe vorlegen zu können, welche znr Tragung der entstehenden Ber« pfiegunglkosten verpflichtet ist.
Da von Setten der KaffenvorstSnde mehrfach die Zahlung der entstandenen BerpflegungSkosten für erkrankte Kaffen« Mitglieder au» dem Grunde abgelehnt wurde, weil der be« treffende Kranke von ihnen nicht eingewtesen worden fei, fo lthen wir unS veranlaßt, um die hierdurch uns entstehenden Nachtheile für die Folge zu vermeiden, künftighin nur
1. diejenigen Erkrankten tn unsere Anstalten aufzu« nehmen, welche eine Bescheinigung drs Gemeinde« Vorstände», bezw. des Vorstandes der zur Zahlung verpflichteten Kaffe vorlegen, woraus hervorgeht, ob und event. wie lauge die br r-ffende Kaffe zur Zahlung der entstehende« Koste» sich verpachtet ober
2. welche eine entsprechende Kostenvorlage machen.
Ganz besonders w-rd noch hervorgehoben, daß die von den Herren Aerzten ausgestellten Bescheinigungen bezüglich Uebernahme der Kosten auf die zahlungSpflichttgen Kaffen nicht genügen, vielmehr diese Bescheinigungen nur vom
Borstaude auszustellen sind.
Gießen, 8. November 1897.
Großh. BerwaltungS Directiou der neuen Kliniken.
Riegel.
Nr. 48 des ReichS-GesetzblattS, ausgegeben den 11. d. M., enthält:
(Nr. 2429.) Verordnung, betreffend die Einberufung de» Reichstags, vom 10. November 1897.
Gießen, den 16. November 1897.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 16. November. Ihre König!. Hoheit die Großherzogin stattete vorgestern vormittag dem Atelier der Fräulein Judith Köhler einen Besuch ab und ließen Sich die letzten Studien der jungen Künstlerin, welche theil» der hiesigen nächsten Umgebung, theils der Gebirgslandschaft am Chiemsee entnommen sind, vorlegen, ebenso die Arbeiten der im Atelier der Fräulein Köhler arbeitenden Schülerinnen, und geruhten, Allerhöchstthre größte Anerkennung für daS Geleistete auszusprechen. — Heute findet im Escholldrücker Etchwäldchen eine kleine Hofjagd statt. (Darmst. Ztg.)
LoeuLes und protHttjitHe»*
Grnnberg, 15. November. Der Vorstand des hessischen LandeSlehrerveretnS hat tn einer Sitzung in Darmstadt vom 16. October gemeinschaftlich mit dem Vorstand der Ludwig« und Alicefttftung einstimmig beschloffen, an Großh. Regierung ein Gesuch um Erhöhung der Wi tt wen Pension von 450 Mk. auf 600 Mk. einzureichen.
+ Nidda, 16. November. An Stelle des seitherigen Direktors unserer BezirkS-Sparkaffe, Herrn Decan Hof- meyer, welcher sein Amt niedergelegt hat, wurde der Landtags« adgeordnete und Mühlenbesitzer W. Erk zu Nidda gewählt.
Laubach, 15. November. Wie in Schotten bereit» ein WohlthätigkeitSconcert in der Turnhalle zum Besten der Michelbacher Abgebrannten veranstaltet wurde, so beabfichtigt man zu gleichem Zweck im Dezember in der hie« stgen Kirche ein größeres Concert zu veranstalten; auch der hiesige Musikverein plant ein solches für den Monat Januar. Es steht zu hoffen, daß diese Unternehmen allseitige Unterstützung finden, und jeder nach Kräften beiträgt, die Noth der schwer Geschädigten zu lindern.
Friedberg, 16. November. Gestern waren eS 40 Jahre, daß unser allbeliedter und verehrter Herr Dekan Meyer alS Pfarrverweser in unserer Gemeinde angestellt wurde. Wir wünschen dem Jubilar noch manches Jahr fegens« reicher Wirksamkeit in der Gemeinde.
• Hanau, 15. November. Die Diamantschleifereibesitzer haben an die Strikecommtsfion ein Schreiben de» Inhalts gerichtet, daß fie bereit seien, zwecks Beilegung bei StrtkeS in Unterhandlung zu treten, aber nicht mit der Strikecommtsfion, sondern mit einer Deputation der anderen ausständigen Arbeiter. Eine Versammlung der Schleifer wird darüber heute Abend Beschluß faffen.
* Die Crysanthemu« Ausstellung, welche, wie gemeldet, am Dienstag den 16. November tn der Bindereihalle der RosenauSstellung zu Frankfurt au der ForsthauSstraße eröffnet wurde, bringt tn vielen Beziehungen Neue». Namentlich wird, zum ersten Male auf einer Frankturter Crhsanthemum« Ausstellung, da» Ausland feine Erzeugnisse vorsühreu- Oesterreich und Belgien senden ganz besonder» große Schaublumen, darunter ausgesuchte Neuheiten, vom Jnlande wirb Graf Oriola in Büdesheim, in deffea Gärtnereien die Crhsanthemum'Cultur schon lange al» Spectalität betrieben wird, mit großen Schaublumen vertreten sein, ebenso die Hofgärten tn Darmstadt. Die Crysanthemeu find tu der letzten Zett bie bevorzugten Winter Modeblumen geworden und nicht mit Unrecht, denn die zu großartiger Zuchtvollkommenheit gebrachten Blumen haben vor fast allen anderen den Vorzug, daß fie sich abgeschnttten 10 bi» 14 Tage in ihrer ursprünglichen Frische halten. Die au» Japan stammende Pflanze bringt Blütheu im Durchmeffer von 12 bis 15 Ctm hervor^ die Engländer und Franzosen cultiviren da» Crysan« themum auf eine Blüthe und erreichen dadurch Riesenexemplare. Eine Besichtigung der Ausstellung, welche alle Formen und Farben der B.Üthe aufweisen wird, dürfte sich sonach für Züchter und Liebbaber gleich lohnend gestalten.
Cttcratur uuH
— Der cm 16. Januar 1892 verstorbene Prinz Kraft zu Hohenlohe-Ingelfingen, General der Artillerie und General- adjuiant deö Kaisers Wilhelm I., halte letztwillig verfügt, daß seine von ihm ntedergeschriebenen Ledenseetnnernn-e« erst fünf Jahre nach seinem Tode veröffentlicht werden sollten. Der soeben im Verlage von E. S. Mittler & Sohn tn Berlin erschienene erste Band (Preis 8 Mk.) berichtet über die Ereignisse deS JahreS 1848 und dm Aufenthalt deS Prinzen als Militärattache tn Wien, schließt also mit der Schilderung der dortigen Ereignisse und leitenden Persönlichkeiten 1856. Der Prinz erweist sich tn fdnen Memoiren alS eta scharfer Beobachter und gründlicher Menschenkenner, vornehm von Gesinnung, treffend im Urthetl. Insbesondere ist er durch seine mit Witz gewürzte Darstellung Meister der Form und seine seffelndm Mttthetlungen werden sicherlich den weitesten Leserkreisen willkomwm sein.
Güterverpacirtung*.
Gamstag den 20. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem OrlSgerichte die den F. Blocks Erben zustehenden Güter- stücke und zwar:
Ord.-Nr. 1 Flur 29, Nr. 40, 40 a, 41 und 44, Wiese der ZeiselSwiese, stößt auf die Leihgesterner Kreisstraße. Flächengehalt 13385 Hl Meter 2 „ 2, Nr. 168 und 169, Wiese am Superintendent Bechtolds Garten
(hinter der Gail'schen Wollspinnerei), — 11243 lH Meter
, 3 , 40, Nr. 369, Acker auf dem Sandfeld, = 527 O Meter
, 4 „ 40, Nr. 67, Wiese in der Schwarzlach an der Lehmkaute
= 1833 mMeter
„ 5 „ 89, Nr. 113 c, Wiese unter dem Wallbrunnen = 1489 lH Meter
einer öffentlichen Verpachtung auf 9 Jahre, unter den bei dem Ausgebot bekannt zu gebenden Bedingungen, ausgesetzt werden.
10522 Helfrich, Ortsgerichtsmann.
Bekanntmachung.
Unsere in Nr. 262 des „Gießener Anzeiger" veröffentlichte Bekanntmachung vom 30. v. Mts. wird dahin berichtigt, daß der Vorname des Gemeinschuldners nicht Heinrich, sondern Karl ist.
Gießen, den 11. November 1897.
Großh. Amtsgericht.
Neuenhagen. 10599
[Behördliche Anzeigen |
Submission.
Die Füllung des Eiskellers in den neuen Kliniken in Gießen soll aus dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können nuf dem Verwaltungsbureau ge nannter Anstalt Nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden.
Offerten sind mit entsprechender Iirsschrift versehen, versiegelt bis zum Donnerstag, d. 18. Nov. 1897, Mittags 12 Uhr, ichier einzureichen.
Zuschlag erfolgt bis zum 24. November 1897.
Gießen, 10. November 1897.
'Tru-ßh. Verwaltung»«Direction der Neuen Kliniken. 10366
Geffeoiliche Aufforderung.
Durch Liquidation des Confum- vereins I Rödgen werden alle Gläubiger aufgefordert, ihre etwaigen Forderungen bei den gerichtlich bestellten Liquidatoren Wilhelm Jnderthal IV. und Lehrer Michael Wöruer geltend zu machen. 10592
HänNsWäüWWUW
Prospekte durch ben Director A. Kehr.
Verdingung.
Zum Neubau eines physik. chem. Institutes der Landes • Universität Gießen soll die Lieferung und Aufstellung einer eichenen Wendeltreppe von 127 Stufen öffentlich vergeben werden.
Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung und Uebernahme dieser Arbeit wird auf den Ministerial« erlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen.
Besondere Bedingungen und Zeichnungen können auf dem Amtslocal, Stephanstraße 18, eingesehen bezw. soweit der Vorrath reicht, gegen Selbstkostenpreis biogen werden.
Angebote find auf dem vorschriftsmäßigen Formular postfrei, verschlossen, mit bezeichnender Aufschrift bis zum 4. December d. I., Vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 16. November 1897. Großherzogliche Baubehörde für die
Universitäts-Neubauten.
I. V.: Becker. 10600
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