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Brodpreise
vom 17. bis 31. October 1897.
Der
1 Kg. (2 Pfd.) T-felbrod
2 Kg. (4 Psd.) Tafelbrod
•• veuShei«, 14. October. Die im Rheine bei der GernShetmer Fähre verunglückten Pferde des Fuhrunternehmers K. Hillenbrand von hier wurden gestern Nachmittag ans Land gezogen, ebenso der Wagen mit den gefüllten Fässern. Letztere waren vollständig toract geblieben. Der Fuhrmann konnte noch nicht geländet werden.
Laubach, 14. October. Schon seit einigen Wochen weilen mehrere Ingenieure hier, die mit Vermessung der Linie Laub ach—Mücke beschäftigt find. Die Linie ist in Nähe der hiesigen Stadt bis zum Wege nach Gonterskirchen zu, tu Abständen von durchschnittlich 1 Meter marktrt, wovon dir definitive Linie nur geringe Abweichung zeigen wird. Bon da bis zum Bahnhofe wird eine genaue Vermessung vorerst u 7_ g MMWVe . t
uuterbletden, da man höheren Orts für noch keine der drei I hinter die Thüre der Backstube gestellt batte,^wird" auf Grund projeetirteu Linien, in oder an der Stadt vorbei, sich ent- 1 ' ' ' ~ '
schieden hat. Dem Vernehmen nach soll jedoch die Linie auf
der heutigen Verhandlungen demnächst gleichfalls das Straf- verfahren eingeleitet werden.
in der Schulstraße dahier wohnenden jungen Kaufmann, Herrn K., gefallen. Derselbe hatte von einem Freunde den Auftrag bekommen, diesem zwei Loose mitzubrtngen, welchen Auftrag er auch ausführte, gleichzeitig aber auch ein LooS für sich erstand. Auf letzereS fiel der Gewinn.
** Seligenstadt, 14. October. Der unvorsichtige Gebrauch einer Schußwaffe führte heute einen 16 jährigen Bäckerlehrling auf die Anklagebank des hiesigen Schöffengerichts. Derselbe legte am 5. August d. I. mit einem Flobertgewehr, das er für ungeladen hielt, in der Behausung seines Meisters auf die 16jährige Tochter einer Wittwe im Scherze an und verletzte durch die losgegangene Ladung das Mädchen nicht unerheblich an der Unterlippe. DaS Gericht verurtheilte den unbesonnenen Burschen wegen fahrlässiger Körperverletzung in eine Geldstrafe von 20 Mk. uni) zur Kostentragung. Gegen den Meister, welcher daS geladene Gewehr zum Rattenschießen unvorsichtiger Weise
fitzen will — außer den dort Abonnirteo, denen nichts Anderes übrig bleibt. Aber eigentlich könnte diesen die Zarin auch einmal den Spaß machen, fich in der linken Fürstenloge bewundern zu lassen. Bor dem Interesse an den fürstlichen Damen tritt das für die Herren, auch den Zaren, etwas zurück. Und fast sollte «an glauben, daß ihm das gar nicht so unlieb wäre, wenn man seinen stets gleich ruhigen freundlichen, etwas zurückhaltenden GefichtSauSdruck sieht. Denn allem Anschein nach möchte er sich, gleich wie sein Vorfahr Alexander II. seinerzeit in Jugenheim, hier ganz als erholungsuchender Privatmann fühlen. Wie die Darmstädter Rentner wacht er Morgens seinen Bummel auf der Rheinstraße, fährt Mittags zu« Kaffee und Zimmtknchen — den die Kaiserin besonders gern wag und den deshalb der eine der sieben russischen Leibköche letzte» Jahr für die Petersburger Tage hier mußte backen lernen — nach dem Einsiedel Seeheim oder Jugenheim und Abends in» Theater. Sieben Köche! Daß diese auf der Reise nöthig waren, begreift man, wenn man den aus elf riesigen Wagen bestehenden Hofzug von außen betrachtet,- die Besichtigung der inneren Einrichtung wird leider Niemand gestattet. Erzählt sei noch, daß vor einigen Tagen ein hiesiger Fahrradhändler zwei thenre Räder in» Schloß liefern durfte. In eingeweihten Kreisen will man wissen, daß die Kaiserin das Radfahren auf den verschwiegenen Pfaden der großherzoglichen Gärten hier erlernen will. Ob daun, wie e» jetzt in England in höchsten Kreisen Mode ist, der erste Lakai, in diesem Fall der von den Kindern viel bestaunte rothröckige Tscherkesse, auf dem zweiten Rad nachfolgen wird? Und, wag eS eine etwas seltsame Gedankenverknüpfung sein, ich muß dabei an Murawjeff denken. Wir sahen ihn hier zum ersten Mal und waren naturgemäß sehr gespannt auf diesen Lenker der äußeren Politik Rußlands, und Jeder versuchte, sich etwas au» diesem Gesicht herauSzulesen. Aber der Kopf, der auf der fast etwas zu modern gekleideten Gestalt fitzt, läßt nur daS lesen, was er wissen lassen will. Ein gescheiter, echt slavischer I TYPUS, bei dem man unwillkürlich das Gefühl hat, als stände zu seinem Aenßeren russische Uniform, Nationaltracht oder alles Andere besser, als der nichtssagende Frack.
*• Darmstadt, 15. October. Wie verlautet, ist der erste Preis der Frankfurter Pferdemarkt-Lotterie an einen
feiger Staufe ^roßh. a
M auf °tt Gen
<t »n (csmvmr* k k Weitzel von Lang-Gön» S Kg. (6 Pfo.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck WLH. Fabel von Wteseck G. Jacoby o. Sltm-Buseck „ Der Broö»rrf4uftr.
Treiben Preise wie M den hiesigen Bäckern. Gieße«, den 16. October 1897.
Grobherzogliches Polizeiamt Gieß«, v. Bechtold.
1 «g. (2 Pfd.) Weißbrot)
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2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)
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Vermischte».
• Frankfurt a. M., 15. October. Der StabStrompeter Hecht von der Bockenheimer Hufarencapelle stand vorgestern vor dem Militärgericht unter der Anschuldigung, Spielgelder, die er den Mannschaften der Capelle auszuzahlen hatte, unterschlagen zu haben. Er wurde zu zwei Jahren Festung und zur Degradation verurtheilt. Noch vor wenigen Tagen
hatte er feine Capelle dirigirt. — Von anderer Seite erfahrt die „Kleine Presse", daß die Strafe deßhalb so hoch bemessen wurde, weil Hecht seinen Putzer zu falschen Aussagen beim Auditeur verleitet hat. Die Unterschlagung datirt von längerer Zeit her. Hecht hatte einen großen Theil des Spielgeldes für eine Schulfestlichkeit den Mannschaften nicht ausgezahlt.
Die Affaire wurde bekannt, als Hecht mit einem Unter- offizier, der schon elf Jahre im Dienst ist, nicht mehr capitn- ltren wollte. Der Unteroffizier schrieb an Hecht einen Brief, worin er ihn mit Anzeige wegen Unterschlagung bedrohte. Hecht legte den Brief dem RegimentScommandeur vor, und die Folge war, daß der vrtefschreiber fünf Tage Mtttelarreft erhielt. Aber auch gegen Hecht wurde die Untersuchung ein- geleitet, die mit der vorgestrigen Derurtheilung ihren Abschluß fand.
• Rieder Lahnsteiu, 15. October. Gestern Nachmittag bewerkce eine Frau zwei fremde junge Mädchen, die weinend am Rheinufer faßen. Bei der Annäherung der Frau liefen die Mädchen in den an dieser Stelle sehr riesen Rhein und verschwanden in den Fluthen.
• Jena, 14. October. Auf dem nahegelegenen Bahnhof Göschwttz hatten zwei Landwirthe einen Eisen- bahnwagen mit Futter beladen und wollten eben den Wagen bedecken, al» von einem Rangirzug ein Güterwagen auf demselben Geleise angefahren kam und gegen den Futterwagen stieß. Die beiden im Geleife stehenden Männer kamen zwischen die Puffer. Der eine war sofort tobt, dem zweiten I wurde ein Arm zerquetscht. Wen die Schuld an de« Unglücksfalle trifft, ist noch nicht aufgeklärt.
• Sine wenig erfreuliche Ueberrafchung ist — wie die „Lüchower KreiSztg." au» Schnega meldet — 129 Familien- Vätern au» Schnega und Umgegend bereitet worden. Die I
städtische und Berkehr»einrichtnngen zu unterstützen nicht die letzte Aufgabe de» Vereins sein. Mit Worten de» Dankes an die Vorstandsmitglieder für die getreue Mithilfe schloß Herr B. seinen Jahresbericht. — Sodann erstattete Herr Holt erhoff Bericht über die Kasse. Die Einnahmen betrugen Mk. 545, die Ausgaben Mk. 299.56, mithin Kassen- bestand Mk. 245.44. Nach der Revision durch die Herren Fischbach, FreuSdorf und HaaS wurde dem Kaffirer Decharge ertheilt. Die Ersatzwahl de» Vorstände» ergab folgende» Resultat: Wiedergewählt wurden Balser, Herbert, Holterhoff- neugewählt: Aug. Noll H, R. Stuhl, W. Haa». Unter dem letzten Punkt der Tagesordnung wurde u. A. noch beschlossen, regelmäßige Vortragsabende vorzusehen. Eine vorgebrachte Klage, daß eS Kaufleute hier gibt, welche ihren Lehrliugen nicht einmal die Abendstunden znm Besuch der kaufmännischen Fachschule freigeben, sprach fich die Versammlung dahingehend ans, die Fachschule zu unterstützen und darauf hin zu wirken, daß den Lehrlingen die nöthige Zeit zum Abendunterricht der Fachschule gegeben wird, und erforderlichen Falles, wenn später TageSunterricht eingeführt werden sollte, auch hierfür. Sehr richtig wurde bemerkt, daß ein großer Bortheil in einer tüchtigen Vorbildung deS Lehrling» durch die Fachschule auf Seiten de» PrivcipalS zu suchen sei. In Wiesbaden, Darm- stadt re., wo TageSunterricht eingeführt wurde, haben sämmt- liche Pricipale ihre Bereitwilligkeit erklärt/ auch hat sich die Detaillisten-Conferenz in Wiesbaden dafür ausgesprochen. Nachdem noch einige geschäftliche Mittheilungen gemacht worden, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit den Worten: „Mögen die Verhandlungen zu« Segen unsere» Staude» reiche Früchte tragen."
•* bezüglich der neuen ungarischen Klaffen Lotterie, mit deren Prospekten zur Zeit ganz Deutschland überschwemmt wird, erhält die „Franks. Ztg." eine Zuschrift, in welcher zunächst festgeftellt wird, daß die ungarische Regierung einer zu diesem Zweck gebildeten Actiengesellschaft mit einem Nominal- capital von drei Millionen Gulden da» Privilegium ertheilt hat, gegen Zahlung einer jährlichen Summe von 1200000 Gulden eine Klaffen-Lotterie zu veranstalten und 100000 Loose A 80 Gulden auszugeben, und daß die Regierung fich | vorbehalten hat, die Ziehungen zu überwachen,- jedoch eine I Garantie für Auszahlung der Gewinne hat der Staat nicht I übernommen,- ebenso gibt es auch keine „staatlich concessionirten I königlich ungarischen Lotterie-Einnehmer", mit welcher Bezeichnung die vielverheißenden Einladungen zum Lotteriespiel I versehen find. Von allen Gewinnen werden 20 Procent für I die Actiengesellschaft gekürzt und der höchste Gewinn ist deßhalb im günstigsten Falle um ein Fünftel niedriger. Diese ungarischen Loose sind in Deutschland nicht umlaulSlähig, da fie keine ReichSstewpel-Abgabe gezahlt haben- sie dürfen schon deßhalb weder gekauft noch gespielt werden.
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Klage deS Pastor» Budde in Schnega auf bei letzten Synode zu Lüchow, daß in Schnega Kinder an Tavzluftbarkeittn theiluähmeo, ohne daß die Polizei dagegen einschceite, hat Früchte getragen. Der Gendarm Hille an« Bergen hat die Väter aller Kinder, welche an dem letzten Erntefest theil- genommen hatten, zur Anzeige gebracht, und da» Kgl. Land- rathSamt zu Lüchow hat jetzt jeden Betheiligttn mit einem Strafbefehl über 1 Mk. bedacht — darunter auch Herrn Pastor Budde selbst.
* Wien, 15. October. Der Agent Dolezal, der zwei Greisinnen ermordete und beraubte, wurde heute gehängt. Die Hinrichtung wurde im Hofe de» Wiener Landgerichts ohne Zwischenfall vollzogen.
* Der Feldzug gegen die Claque. Ein Schreiben, da« der neue Director der Wiener Hofoper, Herr Mahler, an die Mitglieder diese» Kunstinstitut» wegen Abschaffung der Claque gerichtet, hat folgenden Wortlaut: „Um de« widerwärtigen Treiben der Claque zu begegnen, wurden von Seiten der Theaterleitung bereit» wiederholt Schritte unternommen, und c» wäre auch beinahe gelungen, diesem Unfuge ein Ziel zu setzen, wenn nicht in unwürdiger und vermeintlicher Wahrung ihrer persönlichen Interessen heimlicher Weise einige der Mitglieder die erlassenen Verordnungen umgangen hätten. Da ich nun im mündlichen Verkehr mit Ihnen zu meiner Freude ersehen habe, daß Sie mit mir darin völlig übereiustimmeu, e» müsse die Claque gänzlich beseitigt werden, indem dieselbe nicht nur die Erreichung unsere» künstlerischen Ziele» unmöglich macht, sondern uns auch nach Außen hin diScreditirt, so erlaube ich mir, an Sie die Aufforderung zu richten, fich mit Ihrem Ehrenworte zu verpflichten, jede wie immer geartete Verbindung mit der Claque aufzugeben, daher sowohl die Abgabe von Freibilleten, wie auch die Bezahlung einzuftellen, und hoffe, daß wir auf diese Weise diesem mit der Würde de» Instituts unvereinbaren Mißbrauche ein Tube bereiten werden. Ich meinerseits versichere, daß ich Sie nicht nur in diesem Vorhaben auf das Eifrigste unterstützen, sondern auch durch alle mir zu Gebote stehenden Mittel in unserer Aller Interesse eine Controle darüber, daß Ihre gegenseitige Vereinbarung nicht Übertreten wird, aufrecht erhalten werde." Die meisten Mitglieder haben ihre Unterschrift bereits unter die folgende Erklärung gesetzt: „Ich verpflichte mich mit meinem Ehrenworte, jede wie immer geartete Verbindung mit der Claque aufzugeben."
* Innsbruck, 15. October. Gestern Abend find drei Arbeiter, die oberhalb Innsbrucks mit einem Kahne Sand über den Inn fuhren, verunglückt, da der Kahn umkippte. Alle drei sind ertrunken. — In Cinte Tessins find acht Häuser abgebrannt. Zwölf Familien find obdachlos. Dies ist binnen acht Tagen der dritte größere Brand i« Welfchthrol.
* Eia Kartoffeldenkmal. Auf dem sogen. Brandhai im Oberharz ist unter dichtem Waldgestrüpp ein zwei Meter hoher Granit block auf steinernem Unterbau beim Lichten de» Waldes aufgedeckt worden, der auf einer eisernen Tafel die Inschrift trägt: „Hier wurden im Jahre 1747 die erste« Versuche mit dem Anbau der Kartossel gemacht." Da« fei.- fame Denkmal beurkundet also, daß hier zu einer Zeit, da Friedrich II. noch durch Gewaltmaßregeln die Schlesier und Pommern znm Kartoffelanbau veranloffen mußte, von der Bevölkerung freiwillig die Knollenfrucht angepflanzt wurde. Die Harzer waren demnach anderen Gegenden voraus.
dem rechten Wetterufer mit zwei Ueberbrücknngeu die meiste Aussicht zur Verwirklichung haben. Der Bau der neuen Strecke wird frühstmöglich ins Jahr 1900 fallen. — Am gestrigen Abend tagte im „Solmser Hof" da» hiesige Fest- comitv, fich beschäftigend mit der Frage der Festlich, keilen für den 22. November, an dem eS 25 Jahre find, daß Se. Erlaucht Graf Friedrich die Regierung der hiesigen Grafschaft übernahm. Zur Deckung der Festkosten beabfich- tigt man zunächst eine Sammlung freiwilliger Beiträge zu veranstalten.
"" Lehuheim, 13. October. Ein überraschend günstiges Ergebniß hatte die gestrige AuSfischung de» in hiesiger Gemarkung gelegenen fi»calischen Teiches. Im Ganzen wurden 18 Centner Karpfen und Hechte gezogen, durchweg Exemplare von durchschnittlich 3 Pfund. Ein großer Theil der Fische wurde von dem Pachter, einem Händler auS Billingen, noch gestern auf dem Marktplatze zu Grünberg -bgesetzt.
e Da« russische Kaiferpaar in Darmstadt. An» der hes- fischen Refidenz erhält die „Frkf. Ztg." eine Schilderung, der wir Folgende» entnehmen: Darmstadt steht wieder einmal unter dem Zeichen de» ZarenbesuchcS. Fürsten al» Gäste find zwar hier etwa« fast Alltägliches, so daß man schon blafirt zu werden anfängt in dieser Hinficht, aber, wenn „unsere Prinzeß Alix", wie man Rußland- junge Herrin hier immer noch nennt, kommt, dann ist doch alle Welt auf ben Beinen, um fie zu bewundern und fich ihres Liebreizes zu erfreuen. Da« Gesprächsthema für die nächsten Tage ist ziemlich feststehend- wo Zwei zufammenkommen, feien eS Männlein beim Bier ober Weiblein beim Kaffee, ba unter- tyUt man fich von ben fürstlichen Gästen und freut fich über da» vorzügliche Aussehen der Kaiserin. Daß dabei in Damenkreisen ihre Brillanten und Kleider einer bewundern- ben »ritt? unterworfen werden, versteht fich von selbst. Und daß Über diesen Punkt der Gesprächsstoff nie auSgeht, ist ebenso selbstverständlich — zum Entsetzen mancher Theaterbesucher. Ja, böse Menschen behaupten, während deS ersten Acte» eines jeden Stücke» sähe kein Damenauge, von den Sperrsitz- und Logen-Plätzen link», auf die Bühne, sondern nur auf die Fürsten-Loge, bi» die Toilette der Kaiserin ganz genau festgestellt, beguckt und — baß Schlimmste — besprochen fei, vom zweiten Acte an höre man (ba« heißt der weibliche Theil der Zuschauer) wieder auf Sänger und Schau- spieler. Unsere Theaterdirection soll sogar ganz ernstlich mit dem geldgierigen Gedanken umgehen, die Taxe für die links fettigen Plätze, die Rnffenplätze, wie man fie hier nennt, zu erhöhe«, da, fo lange Besuch am Hofe ist, Niemand recht»
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1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod.
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3 Kg. (6 Psd.) Schwarzbrod Der ««»würtige» Bäcker.
1 Kg. (2 Psd.) Weißbrot) bei L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-Gön«
2 Kg. (4 Psd.) Weißbrot) bei L. ©k^müaer^^fii^at Joh-Kd. Belte v. Ktrch-Gön« W. Weitzel von Lang-Göns
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2 Kg. (4 Psd.) Schwarzbrot) bei Joh. Kd. Belte v. Ktrch-Gön« L. Steinmüller, Gr.-Ltnden W. Stetnmüüer v. L.-Gön«, G. Jacoby o. Alten-Bufeck
ünioerfttäts - Nachrichten.
Göttingen. Der Prioatdoceni der Geschichte, Dr. Karl Brandt Hierselbst, ist al« Professor an die Universität Marburg berufen worden.
m)... B-rlin, 15. October. In der UnioerfitätSaula sand heute Mittag die feierliche RectoratSübergabe von Professor Brunner an Professor Schmoller statt. Letzterer leistete den Eid, legte die Insignien an und hielt eine Rede über den Unterschied zwischen der anerkannten Wissenschaft und ben Theorien, namentlich aut dem Gebiete der sittlichen Probleme, zumal der BolkSwirthschaft«- lehre.
Der Nachfolger von Du Bois-Reymond, Professor
vr. Th. W. Engelmann, wird seine Lehrtbäligkeit in Berlin mit einer sechsstündigen Vorlesung über die Physiologie de« Mensch« eröffnen, die er in Gemeinschaft mit Professor Dr. San« Thierselder halten wird.


