Ausgabe 
16.6.1897 Erstes Blatt
 
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Berit», 14. Juni. Die Unterredung, welche Finanz« Wimper Miquel heute Vormittag mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe hatte, währte nach demLocalanz." mehr als 1% Stunde.

Berlin, 14. Juni. DerPost" wird aus Wiesbaden telegraphirt: Die VertrauenSmänner-Bersammlung der dortigen socialdemokratischen Partei habe beschlossen, bet der bevor­stehenden Stichwahl für den CentrumS-CaudidatenFreiherr« ». Fugger zu stimmen und kräftig für diesen zu agitireu. DemBerl. Tagebl." zufolge findet die Stichwahl am 23. d. M. statt.

Hanan, 14. Juni. Gestern Mittag fand Hierselbst unter Vorsitz des Geh. Raths Küster-Marburg die 1 5. General­versammlung des Aerzte-DereivS für den Regie- rungS-Beztrk Caffel statt. Erschienen waren ca. 40 Aerzte aus den verschiedenen Städten bei Bezirks. Bei der Be« sprechung der Tagesordnung für den 25. deutschen Aerztetag wurde u. A. empfohlen Stellungnahme gegen dal Kurpfuscher- thum und Hinwirkung darauf, daß die Aerzte aul der Ge­werbeordnung auSschetden. Als Delegirte für den Aerztetag wählte die Generalversammlung Profeffor v. Henfinger- Marburg, all nächstjährigen Versammlungsort Marburg. Hierauf folgten Vorträge und Demonstrationen der Herren Dr. Noll-Hanau, Professor v. Bünguer-Hauau, Dr. Avellil- Frankfurt a. M. und Geh. Rath Küster-Marburg.

Aachen, 14. Juni, vier an der Thurmstraße gelegene Fabriken, nämlich die Weberei von Emil Kahn & M. Salomon, ferner die Tuchfabrik Schneider & Burgherr, die Spinnerei von Finger & Schneider, sowie ein Gebäude der Spinnerei Lennartz find Sonntag Nachmittag vollständig nieder­gebrannt. Der entstandene Schaden ist enorm. Hunderte von Arbeitern find brodlol.

Bozen, 14. Juni. Die Eisackbrücke ist vollständig abgebrannt. gg Wtz

Sharlerot, 14. Juni. Gestern Abend sollte hier eine Vorstellung einer französischen Theater-Gesellschaft stattfinden. AIS die Schauspieler auf der Bühne erschienen, drangen zehn Polizisten in dal Theater und verhafteten die ganze Truppe, welche hierauf mittelst Gendarmen an die Grenze befördert wurde.

Semlin, 14. Juni. Das Hochwasser durchbrach die Schutzdämme zwischen Kubin und Jvanowa. Beide Ort­schaften wurden überschwemmt, vier Dampfer find von hier zur Errettung der Einwohner abgesandt worden.

Berli», 15. Juni. Wie auS Cuxhaven gemeldet wird, trifft daselbst der Kaiser am nächsten Sonntag ein, um persönlich mit der Macht Meteor an der vomNorddeutschen Regatta-Verein" veranstalteten Regatta theilzunehmen.

Berlin, 16. Juni. Der 11. ordentliche Berufs- geno ssenschaftStag tritt heute hier unter dem Borfitz del Reichstagsabgeordneten Rösicke zusammen. Gegenstand der Tagesordnung bildet außer dem Geschäfts- und Kaffen- berichr auch die ErgäuzungSwahl zum Ausschuß, die Frage der Vereinfachung der Arbeiterverficheruug und die Abänderung der Unfall'verficherungSgesetze.

Berlin, 15. Juni. Zu der plötzlichen Ankunft des FinanzmiuisterS Miquel auS Wiesbaden schreiben dieBerl. Reuest. Nachr.": Man kann wohl vermuthen, daß hier Be­sprechungen über wichtige politische Fragen stattstnden, aber alle Combinationen, die an diese Rückkehr geknüpft werden, haben doch keinen sicheren Boden. DemHamb. Corresp." zufolge hatten Miquel und Contreadmiral Tirpttz gestern eine längere Besprechung. Letzterer wird heute vom Kaiser em­pfangen worden.

Wien, 15. Juni. Charlotte Wolter ist gestern Abend gegen 9 Uhr gestorben.

"WB. Berlin, 15. Juni. Der Kaiser empfing um 12/i Uhr den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe, sowie den Finanzmtnister v. Miquel.

Schwurgericht.

W. Gießen, den 15. Juni 1897.

Um 9 Uhr eröffnete Herr LandgerichtSrath Doruseiff die heutige Sitzung. verbandelt wird gegen den am 14. November 1874 geborenen Landwirth Wilhelm Reichert auS GelterS wegen Anstiftung zum Meineid. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Koch. Als Dertheidiger deS bisher noch unbestraften Angeklagten ist Herr Rechtsanwalt Grünewald erschienen. Es find etwa zwanzig Zeugen zu hören.

Die heutige Verhandlung bildet daS Nachspiel zu einer Verhandlung, welche am 10. März d. I. gegen Johannes Ritzel von Gelnhaar wegen wiffentlichen falschen EideS anstand und welche trotz bei Leugnens beS bamaligen Angeklagten mit beffen verurtheilung zu 3 Jahren Zuchthaus endete. Der bamalS verurtheilte Ritzel har nun nach seiner verurtheilung dal verbrechen als von ihm begangen zugestanben unb behauptet, der heutige Angeklagte Ludwig Reichert habe ihn unter aller­hand Versprechungen auf Belohnung angestiftet, den betref­fenden Eid, wegen deffen er verurtheilt, zu schwören, und wegen dieser Anstiftung handelt es sich im vorliegenden Falle. Die Vorgeschichte deS ProzeffeS ist kurz die folgende: Der heutige Angeklagte war in einem Civilprozeß von einer Dienstmagd WilhelmineReitz wegenZahlung von Alimenten ver- klagt. Der Prozeß endete damit, daß Reichert den Eid darüber zugeschoben erhielt, daß er nicht der Vater des unehelichen Kin- del sei; diesen Eid hat Reichert geleistet und damit ging die Ali- «entarionüklage für die Reitz verloren. Während deS ProzeffeS erfuhr die Klägerin von Ritzel, daß ihr Proceßgegner Reichert eine obscöne Aeußerung gethan, welche ihr für ihre Sache von Wichtigkeit zu sein schien und womit dieser indirect die Vaterschaft deS fraglichen Kindes zugab. Die Reitz machte von dem, was sie erfahren, ihrem Rechtsbeistand Mittheilung- dieser lud den Ritzel als Zeugen vor dal Amtsgericht Orten­berg und hier beschwor jener am 15. Mär> 1895, daß

nicht Reichert, sondern er sei eS gewesen, der diesem gegen- über auf dem Acker die diesen, wenn er sie getlan, sonst belastende Aeußerung gethan. Der Angeklagte ist am 10. März b. I. in ber Sache Ritzel vor ben Geschworenen als Zeuge vernommen, boch würbe er nicht öereibet. Er hat damals entschieden m Abrede gestellt, die fragliche Aeuße- ruug gethan zu haben. Ritzel habe ihm in Bezug aus den Proceß Reitz einmal gesagt, der Acker, auf de« er gerade zu thun hatte, würde wohl drauf gehen, die Reichert so verstanden haben wollte, als solle er doch gutwillig bezahlen. Heute bleibt der Angeklagte bet diesen Behauptungen und er­klärt die gegen ihn gerichtete Anklage für grundlos.

(Schluß folgt.)

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LudwigS-GeorgS-Gymnafium zu Darmstadt Neue Gymnasium zu Darm­stadt Gymnasium zu Bensheim . Gymnasium und die Real­schule zu Offenbach . . . Gymnasium zu Gießen . .

die Staatszuschüsse zu den höheren Lehranstalten folgt:

als eines der besten der bayerischen Armee, halb auch zu wünschen, daß eS in Gießen kommende Lob vollauf finden möchte.

** Berunglnckt. Im Fernewald, an der schneise, fand gestern Mittag ein junger Mann

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einen umgestürzten, mit Reisig beladenen Wagen mit Pferd. Unter dem Wagen lag der Besitzer desselben und war tobt. Man machte ber Gr. Bürgermeisterei Annerob Mittheilung unb begab fich ber Gr. Bürgermeister mit einigen Leuten an Ort unb Stelle unb ließ den Wagen beseitigen. Der verunglückte wurde all der 32jährige Landwirth Gg. Zörb von Lützellinden erkannt und nach Erledigung der amtlichen Formalitäten von ben Angehörigen nach Lützelltnben abgeholt.

** Bei der Hnndeschau am Sonntag erhielten u. A. von hiesigen Ausstellern Preise: Fr. Schreiner für einen deutschen Vorstehhund ben 2. Preis, A. Bieler für einen kurzhaarigen vorstehhunb ben 1. Preis (Ehrenpreis), Carl Müller für langhaarigen vorstehhunb ben 1. Preis (Ehrenpreis), Dr. Seiberer für stichelhaarigen vorfteh- hunb ben 2. Preis, C. F. A. Scherer für einen Griffon ben 1. Preis, S. Palcoe für einen Spaniel ben 1. Preis, F. Schmibt für züchterische Leistung ben 2. Preis, I. Reif für drahthaarigen Foxterrier den 1. Preis, Fr. Schreiner für züchterische Leistung ben 2. Preis, I. Reif für züchterische Leistung den 2. Preis, A. Adrie für Kreuzungshunde ben 1. Preis, Wilh. Hamel für beutsche Doggen den 3. Preis, Kaufmann Eberh. Metzger für rauhhaarigen Pinscher, H. Tichy für Winbspiel, PH. Schneiber für Zwergpinscher. Beim Schliefen er­hielten Preise bte Hunde ber Herren I. Reif-Gießen, gerb. Schmidt, gerb. Winbecker.

Das Steneramt Vilbel wirb mit Wirkung vom 1. Juli I. I. au aufgehoben.

** StaatSzuschuß zu den Kosten der höheren Schnlen. Nach einer im StaatSbubget veröffentlichten Ueberficht stellen

StaatSzuschuß- bebarf Mk.

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Sieten, ben 15. Juni.

Concert. Unsere Leser seien hiermit auf bas am DonnerSrag Abenb stattfinbenbe Concert inSteins Garten" aufmerksam gewacht. Die hier noch ganz neue Capelle zeichnet sich nicht nur burch tabelloseS Zusammenspiel ihrer nur auS tüchtigen Musikern bestehenden Mitglieder aus, son­dern insbesondere auch durch eine ebenso eigenartige als feinfühlige Zusammenstellung ber Conceriprogramme, bie auch wohl manche neue unb hier noch nicht öffentlich vorgetragene Composition ausweisen werben. Herr König!. Mufikbirigent Alex. Löwe hat weit unb breit ben Ruf eines vorzüglichen Dirigenten unb sein wohlgeschultes CorpS gilt

Armee Postkarte». Ein Berliner LanbschaftSmaler reichte vor Kurzem bem Kaiser Entwürfe zu sogenannten Armee-Postkarten ein, bie für jeben Truppentheil be» sonberS angefertigt werben sollen. Auf ber Correspondenz- feite befinben fich künstlerisch auszesührte Ansichten ber Ca- scrne und anderer militärisch intereffanter Punkte der betreffenden

Ghwnafium zu Mainz . . und die Realschule zu Worm! Realgymnasium z. Darmstadt Realschule z. Darmstadt (388) zu Gernsheim und Landwirth- schaftSschule zu Groß-Umstadt Realschule zu Heppenheim . unb baS Progymnasium zu Michelstadt Realschule zu Wimpfen . . Realgymnasium und die Real­schule zu Gießen . . . . Realschule zu Alsfeld . .

Butzbach . .

unb das Progymnafium zu griedberg Realgymnasium und die Real­schule zu Mainz . . . . Realschule und daS Progym­nasium zu Alzey . . . . und daS Progymnafium zu Bingen Realschule zu Oppenheim

Garnison, auch das Portrat deS Regiments.ChejS, sowie der Name des Regiments bezw. Bataillons. Der Adressat, der eine solche Karte von einem Soldaten erhält, kann auf diese Weise die genaue Benennung deS Truppentheil! ersehen, bei dem der Briefschreiber bient.

Wetterbericht. Das Barometer ist über Central- Europa allenthalben gesunken. Im Westen be» Erdtheil» ist zwar der Luftdruck wieder im Steigen, doch bleibt bie Wetterlage vorerst unsicher, lieber ber Nordsee hat fich eine Depreffion ausgebildet, die heute einen sackförmigen Ausläufer über grankreich bis gegen das Miuelmeer ent­sendet. Bei seinem wetteren Vordringen dürste derselbe wieder Beranlaffung zu Gewittern geben. Heute Morgen war jedoch ber Himmel unter bem Einfluß bei barometrischen Maximum! über ganz Deutschland wolkenlol. Boran!» sichtliche Witterung: Im Allgemeinen ziemlich heitere! unb warme!, jeboch zu Gewittern geneigte! Wetter.

Friedberg, 12. Juni. Herr Oecouom Koch auf ber Haselhecke, der vorige! Jahr zu seinem Hirsch noch eine Hirschkuh erwarb, hatte vor einigen Tage bte greube, daß bie Kuh einen jungen männlichen Hirsch setzte.

B. Echzell, 13. Juni. Bei Überaul schönem Wetter feierte heute unser GesangvereinLieberkranz" sein fünfzig­jährige! Fahnenjubiläum, verbunden mit ber Ein­weihung einer neuen Fahne. Die mit Flaggen, Kränzen unb Guirlanben in reicher Anzahl geschmückten Häuser be­wiesen, baß bas Fest von ben Sympathien der gesammten Einwohnerschaft getragen war. Nicht weniger al! 25 aus­wärtige Vereine hatten sich eingefnnden. Besondere Auf­merksamkeit erregten im Festzuge sechs in einem Sommer­wagen fahrende alte Herren, bie Letzte« von bene«, bte 1836 ben Verein gegrünbet hatten. Auf bem Festplatze angekommen, begrüßte ber Beretnlpräfibent, Herr Mogk, bie Theilnehmer. Dann nahm Herr Lehrer Simon Namens beS Vereins Ab­schieb von ber alte« Fahne. Hierans folgte bie Fest- und Weiherebe, gehalten von Herrn Prälat Dr. Habicht von Darmstadt, der im Jahre 1847 al! Psarrvicar in Echzell bte alte Fahne auch geweiht hatte. Nach einem kurzen Gruß ber alten Sänger an bie neuen überreichte Frl. Möb! bte -neue Fahne, bte ber Fahnenträger, Herr Pipp, mit Danke!- Worten entgegen nahm. Frl. Luther heftete mit entsprechender Ansprache nun noch NamenS ber Jungfrauen Echzell! eine Schleife a« bie neue Fahne, währenb Frl. Reitz ein selbst- gefertigte! Banbelier überreichte. Nu« folgten bie Eivzrl- vorträge ber Vereine, bie ben Songelfreunb burch manch schöne! Lied ergötzten.

Schlitz, 14. Juni. Al! Nachtrag zur Beschreibung ber Jubiläumlfeier in Lauterbach geht derDarmst. Ztg." noch die Abschrift eine! Telegramm! zu, da! Seine Majestät ber Kaiser an ben Jubilar gesendet hat. Es lautet:

Neue! Palai!, ben 8. Juni, 7 Uhr 35 Minute«. Ktrchenrath Diefsenbach, Schlitz.

Sie feiern Ihr fünfzigjährige! Amtljubiläum m rüstigem Alter, unb drängt el mich, Ihnen von ganzem Herzen de» Zoll meiner Verehrung in wärmsten Worten aulzusprecheo. Gott der Herr, ber Sie fo lange zum Wohle ber Gemeinde Schlitz unb Umgegenb erhalten, damit fich dal Wort erfülle Ich will dich segne« unb bu sollst ein Segen fein", möge Sie auch ferner bewahre« zur greube bei mir fo thenren Gräflichen Hauses, und wenn Er bereinst in Gnade« Sie zu Sich nehmen wirb, an Ihne« bei Wort wahr machen Du bist über wenigem getreu gewesen- ich will bich über Vie! setzen, gehe ein zu beinel Herrn greube".

Wilhelm I. R.

Darmstadt, 14. Juni. Se. Kgl. Hoheit ber Groß« Herzog hat aus Anlaß bei Jubiläum! be! Großh. 3. Jnf.- Regtl. Nr. 117 auch bem Großh. Leibgarbe-Regiment, ol­dem Stammregiment be! Leibregiments, Säcnlarbänber für bie Fahnen verliehen, welche heute feierlich bem ersten unb zweiten Bataillon auf bem Jufanterie-Exercierplatz über­geben unb an bie gähnen befestigt wurden. Ans diesen' feierlichen Anlaß war das ganze Regiment zur Parade auf­gestellt. Se. Kgl. Hoheit ber Großherzog ritt bie Front ob, worauf fich bas Regiment zu einem großen Carrs formirte. Hier erfolgte bie feierliche Uebergabe ber Säcularbänber, worauf ber Regimentlcommanbeur ein dreifache! Hurrah auf Se. Kgl. Hoheit ausbrachte. Es folgte darauf ein Parademarsch in Campagniezügen. Die Offiziere bei Regi» ment! trugen bei ber Parabe bereit! ben Helm mit dem neu eingeführlen weißen Beschlag, bie Mannschaften aber noch ben bilherigen gelben Beschlag. N. Heff. volkSbl.

Oppenheim, 14. Juni. Wie wir vernehmen, hat die Allgemetne Electricität! Gesellschaft in Berlin mit ber diesigen Stadtverwaltung einen Vertrag auf bie Dauer von 30 Jahren abgeschlossen, während welcher Zeit die Gesell­schaft bte elektrische Beleuchtung ber Stabt übernimmt.

Mainz, 14. Juni. Bei bem Abladen einer über 20 Zentner schweren, Glas enthaltenden Kiste im Central- dahnhos stürzte die Kiste um und zerdrückte ben 29 jäh­rigen Sohn bei Glaserrneifter! Körner berort, baß er sofort starb.

A Mainz, 14. Juni. Die Wiedereinführung einer be­stimmte« geierabenbftunbe für verschiebene Kategorie» hiesiger Wirthschaften wirb auf Anregung aul Stadtverord« netenkreiseu gegenwärtig bet ben bestimmenben Faktoren in Erwägung gezogen. Man erachtet diese vor einigen Jahren aufgehobene Beseitigung der Beschränkung bei Wirthlchastl- betriebe! feiten! ber höheren Sicherheitsorgane al! dal ein­zige Mittel, um den fich in der letzten Zeit in einzelnen Stadtvierteln auffallend mehrende« nächtlichen Ruhestörungen wirksam entgegentreten zu können. Wenn nicht gleich ge­leugnet werben kann, daß e! in Mainz zur Nachtzeit manch­mal hier unb ba etwas lebhaft zugehr, wird man fich doch schwerlich dazu entschließen, wieder eine Beichränkung ein­zuführen, um deren Beseitigung ein großer Thetl der Be­völkerung langt Jahre gekämpft hat.