Ausgabe 
14.2.1897 Erstes Blatt
 
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Mohamebaner getöbtet worbe«. Mau befürchtet, die f* der btadr wohoeuden Mohamedauer würden Wieder-Vergeltung au den Christen üben.

Konstantinopel, 12. Februar. Im Albig-Palast herrscht wegen der Haltung Griechenland» und wegen des großen Geldmangel» Bestürzung und Rathlosigkeit. Der Sultan hatte dte rbsicht, sofort Befehl zum Einmarsch türkischer Truppen in Griechenland zu erthetleu. Der Sultan wurde jedoch von diesem Vorhaben durch eine eivstußreiche Persönlichkeit abgebracht. Man soll hier Beweise haben, daß Griechenland von zwei Großmächten im Geheimen unter­stützt wird.

Atheo, 12. Februar. Der türkische Gesandte er­hielt aus sein an den Minister de» «äußeren gerichtete» Ersuchen, für dte Rückberufung der griechischen Flotille Sorge zu tragen, dte Antwort, daß dte Flortlle so lange in den oretenfischen Gewässern verbleiben werde, al» dte Gründe, welche dte Entsendung dorthin veranlaßt haben, fortbeftehen würden.

Verli«, 13. Februar. Die9?orbb. Allg. Ztg." melbet au» Wien: Die Stimmung wegen Kreta ist wesentlich beruhigter. Jo biplomattschen Kreisen bestaub bie Auffassung, Griechenlanb habe geglaubt, in seinen Plänen burch Rußlanb begünstigt zu werben. Fall» Rußlanb eine solche Absicht überhaupt gehabt, wäre sie heute ein überwundener Stand­punkt. Eine srtedltche Lösung der cretenstschen Frage scheint kaum noch zweifelhaft.

Berlin, 13. Februar. DerLocalauzeiger" meldet au» Kiel: Der KreuzerGefion" erhielt Befehl, sofort sich nach Kreta zu begeben. Da» Schiff wird heute burch beu Norbostsee-Canal seine Reise antreteu.

Hamburg, 13. Februar. Eine von 2500 Mitgliebern besuchte Versammlung ber Hamburger Innungen beschäf­tigte sich mit ber Hanbwerker-Vorlage. Die Ber« sammlung beschloß, beu Senat zu ersuchen, im BundeSrath der Vorlage zuzustimmen.

Wien, 13. Februar. Der hiesige griechische Ge­sandte hatte gestern eine längere Conferenz mit dem Grafen Goluchowsky. Letzterer dürfte auf den Ge- sandten einen starken Druck ausgeübt haben.

Wien, 13. Februar. Der russische Botschafter, Graf Kap nist, stattete gestern Nachmittag dem Grafen Golu­chowsky abermals einen längeren Besuch ab.

Wien, 13. Februar. Die österreichischen Dele- girten für dte internationale SanitätS-Conferenz reisen morgen nach Venedig ab, wo dte Verhandlungen am 16. b. Mtö. beginnen. Die Grunbzüge für bte Verhanb- lungen würben gestern im auswärtigen Amt festgestellt.

Wien, 13. Februar. In diplomatischen Kreisen verlau­tet, bte Großmächte hätten tn Athen gleichlautenbe Noten überreichen lassen, worin sie die Angliederung Kreta» durch Griechenland nicht zugeben, überhaupt einen FrtedenSbruch durch Griechenland nicht dulden würben. Im Sinne dieser Noten seien an die in den griechischen Ge­wässern stationirten fremden Kriegsschiffe entsprechende Wei­sungen ergangen.

Gießen, den 13. Februar.

* Empfang Se. König!. Hoheit ber Großherzog empfingen am 11. Februar 12'/, Uhr das Bureau der Ersten Ständekammer, um 12s/4 Uhr da» Bureau der Zweiten Kammer.

* Von der Universität. Dec Professor ber classischen Philologie vr. Schw artz ist nach Straßburg berufen worben.

* Ernannt würbe am 30. Januar 1897 der Steuer­aufseher bei dem Hauptsteuerawt Gießen Johann Konrad Oehler zu Friedberg zum Pfandmeister für den Bei- treibungSbeztrk Friedberg, mit Wirkung vom 1. Februar

1- I- an.

Militärisches. In den BekleidungSabzeichen für Infanterie ist eine Abänderung dahin getroffen wor­ben, daß beim 16. Armeecorp» (Lothringen) die Infanterie- Regimenter künftig am Waffenrock citronengelbe Schulter­klappen und am Mantel dunkelblaue Schulterklappen mit zitronengelbem Vorstoß, bte Nummer in rother Schnur zu führen haben. Ausgenommen hiervon ist ba» Königs-Jnfan« terte-Regiment Nr. 145 in Metz, welche» bte blauen Schulter­klappen beibehält. Außerdem sollen beim 9., 10. und 17. Ar­meecorps bte Regimenter, welche noch anbersfarbige al» die sür da» Armeecorp» festgesetzte Schulterklappen tragen, diese nach der tn ber neuen Bekletbungßorbnung vorgeschriebenen Farbe tragen, also bte betben erstgenannten weiß, baß letztere eitronengelb. Ferner ist bestimmt worben, baß sämmtltche Jnfanterie-Regtmenter, mit Ausnahme bet Garbe, aus beu Helmüberzügen bte Nummer beS Regiment» zu tragen haben- die» gilt auch für bte Regimenter, welche Namenszüge auf den Schulterklappen führen.

* Eoncert Verein. Auf Anregung bes Vorstände» be» Eoncert Vereine» hat sich bet Vorstanb bei Gesellschaft»- Verein» freunblichft bereit erklärt, den sogenannten Garren- f aal al» G arberobe einzuräumen. Für ba» am kommenden Sonntag stattfiabende Covcert steht bieser Saal bereit» zur Verfügung bet Concertbesucher, unb bürsten damit die Klagen wegen ungenügenden Garderoberäumen ver­stummen.

Stenographie in Heer. Im Reichstag wurde au» der Mitte des Eentrums ein An trag etngebracht, den Reichs­kanzler zu ersuchen, aus Etnsührung ber GabelSberger'schen Stenographie im Heer hinwirken zu wollen.

* Gießener Etraßenbild. Ein Eckeasteher hindert eine Straßenkehrer-Colonne an ber flotten Erledigung ihrer Kehr- thätigkeit unb wirb deshalb vom Vorarbeiter weggewtesen. ^Dau hast mir goat naut zon sah", erwiderte darauf bet Eckensteher.Aich hunn dt boch zou sah" entgegnete der

Vorarbeiter, indem er auf sein an der Kopfbedeckung be­festigte» Messingschild verwies: »Siehst dou 'S Stea* net vorm Hirn?"

Gebranchsmuster-SintragnUg. Spülkasten für Clofet» ohne Bodenventil, mit oben verjüngtem unb verschließbare Abflußöffnung tragendem Glockenheber, in beffen unterer Hälfte ein Ring beweglich ist. Ehr. Zimmer, Gießen. 24. 11. 96. Zusatz 944.

Die Kaisermanover im kommenben Herbste find, schreibt berDarmst. Tägl. Anz.", für Bayern noch in- sofern von besonberec Bebeutung, al» zum ersten Male im Frteben fast bte ganze bayerische Armee vereinigt sein wirb. Die Stärkeverhältnisse sind auf beiden Seiten ziemlich gleich, nämlich je fünf Infanterie Divisionen unb eine Cavallerie- Division. Im Ganzen werben etwa 100,000 Mann unb 18,000 Pferbe im Manövergelänbe versammelt fein.

Die Ergebnisse bet LandeS-Feuer-Berficherungs Anstalt finb trotz der vielen kleineren Brände, welche im letzten Jahre im Großherzogthnm fiattfanben, doch recht günstige, so baß der diesjährige Ausschlag an LandeSoersicherungS- beiträgen nur 7 Pfennig pro 100 Mk. Umlagecapital beträgt. Ein so geringer Ausschlag ist innerhalb der letzten 50 Jahre nicht dagewesen.

Wetterbericht. Da» Haupt-Depresfions-Centrum be­hauptet seine Lage im hohen Norden unb hat bet niedere Druck seine Herrschaft über ganz Europa auSgebreitet. Auch über Ober- unb Mittel-Italien ist das Barometer gesunken. Ein unregelmäßig begrenzte» Maximum erstreckt sich vom Sübwesten zunächst in nordöstlicher Richtung über Frankreich bis nach Süddeutschlaub, sodann nach Nordwesten umbfegenb bis über England hinau», während westlich ber britischen Inseln sich toteber nieberer Druck geltenb macht. Die Witte­rung ist auf unserem Gebiet vor ber Hanb noch unbestänbig geblieben. In ber Pfalz war am Morgen Aufklärung auf- getreten, im Gebirg unb dessen Vorlande sind jedoch dte Temperaturen neuerding» gesunken. Voraussichtliche Witterung: Zunächst wieder besseres und kälteres, aber noch nicht beständiges Wetter.

Grnnberg, 13. Februar. Unser Landsmann und Ehren­mitglied de» Grünberger Turnvereins, Herr Philipp Heerz aus New Uork, tritt heute in fein 80. Lebensjahr. Wohl selten hat ein Mann draußen in der Fremde seiner Heimath, seiner Vaterstadt tn so hohem Maße Liebe und Treue bewahrt, wie unser Philipp Heerz. Selbst nicht reich gesegnet mit irdischen GiückSgÜtern, hatte et trotzdem allezeit ein warmes Herz und eine offene Hand, wenn es galt, Gemeinnützige» zu unterstützen oder Noth zu lindern. Dem Achtziger" zu seinem heutigen Geburtstage unsere herz­lichsten Glückwünsche!

W. Aus ber Wetteran, 12. Februar. Da unsere Neben­bahnen mit raschen Schritten ihrer Vollendung entgegen gehen, werden von der oberen Postbehörde gegenwärtig Er­hebungen darüber angestellt, wie ber Postverkehr nach Er­öffnung ber Bahnen georbnet werben soll. Dte Postverbtn- dungen von Frtebberg über Reichelsheim nach Echzell werben ganz wegfallen, wa» auch sehr begreiflich ist. Es verlautet aber auch, baß bte Poflverbinbungen von Reichelsheim über Leibhecken, Staben, Ober- unb Nleder-Mockstabt nach Ranstadt verschwind,n sollen. Die Orte Staden, Nieder- und Ober- Mockstadt würden diesen Wegfall sehr schmerzlich empfinden, we l dort viele Geschäftsleute wohnen, für die eine Wagen- Verbindung sehr erwünscht und förderlich ist. Man gibt sich daher der Hoffnung hin, daß diese Orte nicht hintenan gefetzt werden möchten.

-h- An8 dem Nidberthale, 11. Februar. Wie ander­wärts, fo gewinnt auch tn hiesiger Gegend die Geflügel­zucht immer mehr an Interesse. In Lindheim hat es die Wittwe dis vor noch nicht langer Zeil verstorbenen Schrift­steller» von Sacher-Masoch unternommen, einen Geflügelhof unter dem NamenHassia" zu gründen. Derselbe scheint sich vorläufig ausschließlich auf Hühnerzucht zu erstrecken. Der Hauptzweck ist die Züchtung der bewährtesten Lege- hühnerrassen. Solche werden alsdann nicht bloß Verkaufs­weife abgegeben, sondern es werden auch junge Hähnchen gegen Hennen, sowie junge Raffekücken gegen frische Eiet umgetauscht.

-f- Nidda, 13. Februar. Unsere Tutngemeinde beab­sichtigt die Erbauung einer neuen Turnhalle, und hat sich unter Leitung, bezw. Mitwirkung de» altbewährten ClubSFidelio" hier eine Gesellschaft gebildet, die behuf» Mithilfe für Beschaffung de» Baufonds morgen mit einer mustkalisch-theattalischen Vorstellung den Reigen angenehmer Abendunterhaltungen im Saalezur Traube" dahier eröffnet.

Lanbach, 11. Februar. Heute Mittag 2 Uhr ging in der Richtung de» RamSberg nach Norden ein größerer Zug Kraniche. Dieselben werden als Vorboten de» nahenden Frühling» angesehen, doch hat man schon beobachtet, daß bei starkem Schneefall dieselben wieder nach Süden zogen, jedoch ein seltener Fall.

Laubach, 11. Februar. Da» Schöffengericht verurtheilte heute einen Schüler, der einem Lehret eine Fenster- scheibe eingewotfen hatte, zu einer Geldstrafe von 50 Mk. ober 10 Tagen Haft. DaS Gericht ging habet we.t über ben Antrag bes Amtsanwalts hinaus, ber sich nur auf 5 Mk. ober 1 Tag Haft erstreckte.

Flensungen, 9. Februar. Am verfloffenen Sonntag Abenb stürzte bet Lanbwirth Georg Btäuning II. von bem Gerüste seiner Scheune und zog sich hierbei einen Schäbelbtuch zu. Der Verunglückte, ein allgemein geachteter unb braver Mann, war bis heute, wo er bte Sprache wleber erlangte, besinnungslos.

Alsfeld, 12. Februar. Die Sladt will bte eie ctrische Beleuchtung ihrer Straßen und öffentlichen Plätze einem leistungsfähigen Unternehmer übertragen. Angebote bezüglich ber Dauer de» ConcesfionSgesuch», den Preis für die Stadt- ' beleuchtung, für Privatabnehmet und Abgabe von Kraft find

6t» zum 1. März d. I. bei ber Großh. Bürgermeisterei ein- zureichen.

Mainz, 12. Februar. Bon zustänbiger Seite hat baSMainz. Tagbl." Kknntniß von zwei Anordnungen ber neuen Eifenbahnblreclion Mainz erhalten, welche von allgemeinerem Interesse sind. Beide Anordnungen berühren die Beamten unb Angestellten be» DirectionSbezirkS Mainz. Die erste betr fft die Amtsverschwiegenheit unb wirb ben Beamten ausdrücklich untersagt, Mittheilungen an Privat­personen, Beamten ober andere Behörden au» den Acten, au» Planen, Rechnungen und anderen amtlichen, nicht für die Oeffentlichkeit bestimmten Schriftstücken ober über sonstige dienstliche Anordnungen ohne besondere schriftliche Ermächct- guog zu machen. Bezüglich der mitGeheim" oder ,Ver­traulich" bezeichneten Schriftstücke wird die sorgsamste Wahr­nehmung zur Pflicht unJ die betreffenden Beamten dafür verantwortlich gemacht, daß kein Unberufener E nbl'ck in solche Schriftstücke nehmen kann. Es wird auf ba» Embrücküchste betont, baß Verstöße gegen biefe Anordnungen auf ba» Nach- brückilchfte, je nach Lage de» Falle» auch mit Dienstentlassung, bestraft werben. In der zwctren Verfügung wird ben Be- amten eine thunlichst vereinfachte, aber sachgemäße unb schleunige Behandlung be« Schriftwechsel» zur Pflicht gemacht, wobei gewünscht wird, baß olle übetflüifigen Zusätze wie ergebenft",gehorsamst",geneigtest",gefälligst" unb der­gleichen vermieden und die Schriftstücke in kurzen, klaren Sätzen abgefaßt werden.

Leipzig, 7. Februar.Papa, schieß mich mal tobt" mit diesen Worten wendete sich das 2^/,jährige Söhnchen de» in der Elfterstraße wohnhaften Kutschers A. an feinen Vater, als dieser heute Vormittag mit dem Putzen eine» Jagdgewehrs beschäftigt war. Da der Angeredete der Meinung war, da» Gewehr fei nicht geladen, erfüllte er ben Wunsch seines Kinbe», hielt ihm, nach bemLeip. T.", den Ge­wehrlauf auf ben Leib unb brückte los unmittelbar da- rauf sank baß Kinb entseelt zu Boden, ein Schuß hatte feinem Leben ein Ende gemacht. Die Annahme beß über baß ver- hängnlßvolle Ereigniß unb über feine Unvorsichtigkeit aufß Fürchterlichste erschrockenen Mannes, baß ba» Gewehr nicht geloben sei, hatte sich als Irrig erwiesen.

* Sigmaringen, 12. Februar. Da» hier abhanben ge­kommene Werthstück mit 40000 Mk. hat sich noch nicht gefunben. Da die Wahrscheinlichkeit, daß in die Donau gefallen, Im Laufe der Untersuchung gewachsen ist, hat ein von Berlin eingetroffener Comm-ssar de» ReichSpostamtß die Absuchung der Donau durch ein Reglernngßsch'ff angeorbnet.

Stuttgart, 11. Februar. Daß Corpß der Stuttgarter freiwilligen Feuerwehr hat gestern nach erregter Ver­handlung seine Auflösung beschlossen. Daß Corpß, da» 40 Jahre thättg gewesen ist unb sich große Verdienste er­worben hat, ist durch die Entwickelung der Berusßseuerwehr überflüssig geworden.

* Bon dankbaren Junggesellen wird auß ®rel| berichtet. Eia dort verstorbener Kaufmann verwachte seiner Pflegerin 10000 Mk. unb eine Stubeneinrichlung unb ein anderer Junggeselle hinterließ seiner W.rthschasterin ein drei- stöckigeß Wohnhaus, beffen Miethsertrag zum Leben anstänblg hlnreicht.

Am Stammtisch unterhielten sich gemüthlich einige gute Freunbe. Jeder gab einen Witz zum Besten, nur Dr. x, der sonst als Haupt-Pfisficu» galt, verhielt sich ruhig. Plötzlich räusperte er sich,--'was Neue»! meine Herren:

Wer nennt mir ein Substantiv, daß man conjugieren kann? Allgemeines Stillschweigen - selbst der Gymnafialdirector, der sonst nicht leicht zugeben wollte, daß unter dem Monde etwas unmöglich sei, schüttelt bedenklich den Kopf. Dr. X. aber conjugiert mit vergnügter Miene:

Magg-i Suppenwürze" Magst du Suppenwürze Mag er Suppenwürze Tableau!

Sd)iff$nad?rid?ten*

Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loo» und I. M. Schulhof.

Bremen, 12.Februar. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Haoei, Capitän H.. Christoffers, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehaUcn in Newyork angekommen.

Der PostdampferIllinois* berRed Star Line" in Ant- roerpen ist laut Telegramm am 11. Februar wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

Citeratur tmfc Kauft

Wiener Photographische vlLtter. Im CommisfionS- Verlag der F.rma R. Lecv^er (Wilhelm Müller). Wien, Graben 31, erschien soeben das erste Heft des 4. Jahrganges Vieser vom Camera- Club herausgegebenen Zeitschrift. Ein Blick in dasselbe kennzeichnet die hohe Stufe, auf welcher die Amateur-Photographie in Wien steht. Ohne andere Gebiete ber Photographie zu vernachlässigen, macht sich der Camera Club fpechd bte Pflege der künstlerischen Photographie zur Aufgabe unb erzielt damit die glänzendsten Resultate. Die vor Kurzem in Berlin geschlossene, bis jetzt größte internationale Au«, stellung für Amateurphotographie, zeichnete den Camera-Club für seine dahnbrechenben, mustergiltigen Arb tten mit dem höchsten Ehren­preise aus, unb auch auf ben Ausstellungen tn Hamburg, Karlsruhe, sowie jetzt In Brünn finben die künstlerischen Aufnahmen ber Wiener Amateur Photographen große Anerkennung und Beifall. Mehrere, jedem Hefte beigegebcne, tn Heliogravüre ausgeführte Kunstbeilagen unb zahlreiche in den Text gedruckte Illustrationen erhöhen noch de» Werth dieser vornehm auSgestatteten Zeitschrift, welche jährlich in 12 Heften erscheint, unb burch die Firma R. Lechner (Wilhelm Müller) in Wien, Graben 31, ober jede andere Buchhandlung für den Adonnementtzpreis von 7 fl. 20 kr. bezogen werden kann.

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Nach Londorf. Den Artikel, Ihr Concert betr., haben wir ' nicht aufgenommen, da ein solcher bereits veröffentlicht. Red.

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