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enntage 1897 gültig, ftr. 81, «inmeldrn
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Der -tetzener Anzei-er erscheint täglich, Mt Ausnahme deS Montags.
Die Gießener -««tkteuSrLtter »«den dem Anzeiger »Achmtlich dreimal brigrlegt.
Zweites Blatt. Mittwoch de» 12 Mai__
Gießener Anzeiger
Kenerat-ZOizeiger.
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vierteljähriger ^donnementspreisk 2 Mark 20 Pfg. Wit Bringerlohu. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Acdaction, Lpreditio» und Druckerei:
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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»««ahme do« Anzeige« zu der Nachmittags für d« MüüfiY ÄEe Annoncen-Vureaux deS In. und Auslandes nehm«
fMflenbm tag erscheinenden Nummer bi» vor«. 10 Uhr. ^rUUSvtllliyCe ^UUlUUllVlUlUl, Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeh«.
Feuilleton.
Frankfurter Dries.
(Origtn«lbericht für den „Otefcener Anzeiger ^.)
(Nachdruck verboten.)
BrahmS-Keier. — „Der Pfeifer von Haardt." — Eta itttimtscher Tetur. — „TrUby" tm BolkStheater.
Dr. M. Gin großer Raum tm Fravkfurter Eoveert- leben ist gegenwärtig auSgesüllt durch die Gedächtnißfetern für Joh. BrahmS. Die Museumsgesellschaft und der RÜhl'sche Gesangverein hatten sich zur Wiedergabe eines vrahmS-ProgrammS vereinigt, welches die Tiefe und Strenge der «ufikaltschen Empfindung des entschlafenen Meisters dem Hörer mit vollster Kraft und Deutlichkeit zum Bewußtsein bringen konnte. Werke wie das „Deutsche Requiem", auS welche« der erste Lhor gesungen wurde, die wunderbare „Nänie", in welcher der Ton so unvergleichlich mit dem hohen Schtller'schen Gedaokenfluge Schritt hält, und daS erhabene „Schicksalslied" — sie werden stets zu den edelsten musikalischen Offenbarungen gerechnet werden, welche der deutsche Geist tu der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts hervorgebracht hat.
Der Lhor stand unter Herrn Professor Scholz' Leitung, während Herr Lapellmetster Kogel die Instrumental- rompofitiouen, wie „Tragische Ouvertüre" und F-dur- Sinsonte, dirigirte.
Im Opernhause hat mau eine neue Oper von Ferdin aud Langer „Der Pfeifer von Haardt" unter großem und auch gut begründetem Betfall des Publikums herauSgebracht. Der Eomponist, welcher uns vor einigen
Jahren als geschickter Bearbeiter der Wrber'schen „Silvana" entgegentrat, scheint mit Vorliebe die woudbeschteuenen Pfade deutscher Romantik zu wandeln. Damals hatte ihm der rührige Ernst PaSqus daS Libretto geliefert/ für den „Pfeifer" besorgte den Text Herm. Haas, indem er der Hauff'icheu Lichteustetu-Gage ihre dankbarsten Motive und Gestalten entnahm. Die Figur des Spielmaou», de» Sängers eignet sich wie kaum eine zweite für die Bedürfuiffe der Oper. Langers Mufik hat nun vor allem das Gute, daß sie nicht auf der großen, platten Heerstraße der bänlelsängerischeu Weise ReßlerS einherzieht, sondern den gefälligen Stoff mit Sünstlertscher Gewtffenhaftigkelt verarbeitet. Harmonifiruog und Jnstrmeutation, obwohl Wagner'sche Schule nie ganz verleugnend, zeigen charactervolle Selbstständigkeit. Die Oper wird e» jedenfalls zu einer stattlichen Reihe von Aufführungen bringen, und die in ihr beschäftigten Künstler: Herr RawtaSktz (Pfeifer), Herr Pichler (Georg Sturm feder), Frau Jäger (Marie), Fräulein Schacko (Bärbele) können sich mit Befriedigung sagen, daß ihren vereinten Bemühungen die gebührende Anerkennung in diesem Falle nicht voreuthalten bleibt.
Die Zeiten find wohl gewesen, da ein italienischer Tenor, wenn er daheim oder tm AuSlande seine berückende Stimme ertönen ließ, sofort und auf Wocheu hinaus alle anderen TageSiutereffeu zum Schweigen brachte, um ganz allein von den Gemüthern der Menschen Besitz zu ergreifen, — aber ein tm bei canto geschulter Sänger wacht auch heute noch sein Glück, und Signor FrantzeSco Tamagno, der am Mittwoch bei aufgehobenem Abonnement den „Trovatore" sang, sollte daS auch erfahren. Der Gast gehört nicht mehr zu den Jüngsten, hat vielmehr schon eine längere Bühnen-
carrisre hinter sich, besitzt aber alles, waS das Wesen stueS italienischen Heldentenor auSmacht: phänomenale Tragkraft des Tones, feurigen Vortrag und jene treffliche Schule, welche die Stimmen so wunderbar conservirt. Allerdings scheint sich die Kunst Signor Tamagno» innerhalb der alten opera eeria zu bewegen, aber wa» er in diesem Rahmen gibt, ist von packender Schönheit und jene« virtuosen Glanz, der unwillkürlich mit sortreißt.
I« BolkStheater hat man sich aus „Trilbh" gestürzt, jene» rührselige Schauerstück, in welchem englische Nüchternheit nnd französische Sentimentalität einen eigenen Bund geschloffen haben. Au dem „Roman" hatten wir gerade genug. War eS nicht ausreichend, daß mau an allen Schaufenstern der Buch- und Kunsthandlungen mit „Trilbh"- Ausgaben und „Trilbh" - Illustrationen geödet wurde ? k Muhte daS fade, kunstlos zusammeogestoppelte Machwerk auch noch die Bühne unsicher machen?! Die Erfolge vieler Bücher werden den denkenden Köpfen stets ein Geheimniß bleiben. „Trilbh" gehört zu ihnen! Wie ist es nur möglich, fragt mau unwillkürlich immer von Neuem, daß diese sentimentale, mit HhpootiSmuS verquickte Modellgeschichte dieffeitS und jenseits des Lavals solche „Sensation" erregen konnte?! Die Engländer scheinen sich mit ihre« Shakespeare dramatisch dermaßen auSgegeben und erschöpft zu haben, daß sie sür die „hohe Kunst", wenigstens zur Zeit, gar nicht mehr in Frage kommen. Zwischen Criminalfällen und CircuSscherzen gondelt ihre Theatermuse unruhig hin und her! Aber wir Deutsche haben doch noch ein starkes kritisches Gewissen und rühmen uns unserer ästhetischen UrtheilSkrast — warum also laffen wir un», über Berlin, diese „Trilbh" aufzwingen!
|Behördliche Anzeigen |
werden.
Guntru m.
4714
4199
4598
Doering.
4462
Strecken Lieh—Birklar, in Birk j larundBetteuhausen—Bellers;
heim soll vergeben werden und sind
gegenstände.
4633
4719
Stahl.
Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Eisenlieferungen. Schreinerarbeiten, Schlofferarbeiten, Glaser- und Weißbinderarbeiten sollen öffentlich verdungen
Angebote ans einzelne Arbeiten oder anss Ganze sind auf vorgeschriebenem Formular bis Samstag, den 15. d. Mts., Vormittags 12 Uhr, bei dem Architecten G. Hamann, Bleichstraße 3, einzureichen.
Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei demselben zur Einsicht offen; Angebotsformulare find gegen Erstattung der Abschreibe' gebühren in gen. Bureau in Empfang zu nehmen.
Gießen, den 7. Mai 1897.
Bangenofsenschaft des evangl. Arbeitervereins zn Gießen.
Eingetr. Gen. mit beschr. Haftpflicht.
Angebote bei dem Unterzeichneten bis Samstag, den 15. d. M., Bormittags IO Uhr, schriftlich einzureichen.
Gießen, den 10. Mai 1897. Der Großh. Kreisbauinspector.
Versteigerung wegen Wegzug.
Donnerstag den 13. Mai,
Nachmittags i/i2 Uhr, werden Neuenbäue 161. folgende Sachen versteigert:
1 Tafelclavier, 1 vierarm. Kronleuchter , 1 Sopha, 1 Kommode, einige Betten, Schränke, 1 Küchenschrank, Tische, Stühle, 1 Sitzbadewanne, versch. Haushaltung»
Fuhraceord.
Die Stellung der Gespanne für 2 Sprengwagen beim Walzen der
Gießen, den 27. April 1897.
Großh. OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt.
Grassamen-Submisfion.
Aus den Großh. Hess. Domanialwaldnngen soll der särnmt- liche Grassamen im Gnbmisfionswege unter den seither üblichen Bedingungen verkauft werden. Kaufliebhaber wollen ihre nach den einzelnen Oberförstereien zu trennenden und für jede Oberförsterei auf ein besonderes Blatt einzutragenden Offerten unter genauer Bezeichnung der Walddistricte mit der Aufschrift: „Submissions Grassamenverkauf" bis längstens den 30. Mai l. Js. bet dem unterfertigten Secretariate, woselbst die Er- öffnung der Gebote an dem daraus folgenden Tage, Montag, den 31. Mai, Vormittags 11 Uhr, in Gegenwart der erschienenen Submittenten erfolgen wird, schriftlich einreichen. Die Submittenten erkennen die Submissionsbedingungen, welche auf Verlangen von der unter- zeichneten Stelle portofrei bezogen werden können, durch Einreichung ihrer Offerten als rechtsverbindlich an und sind dieselben 14 Tage an ihre Gebote gebunden. Wegen Auskunftsertheilung beliebe man sich an die betreffenden Obersörstereien zu wenden.
Darmstadt, am 3. Mai 1897.
DaS Sreretarial Großh Ministeriums der Finanzen,
Adtheilung für Forst- und Eameralverwaltuag.
Verdingung.
Die zur Erbauung von 4 Doppel- und 1 Einzelwohnhause erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie:
Erd und Maurerarbeiten,
Arbeitsvergebung.
Die zur Unterhaltung der Kirche und Pfarrgebäude zu Alten-Bnseck erforderlichen Arbeiten sollen Montag, den 17. I. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in dem dortigen Gemeindehause öffentlich in den Accord gegeben werden und zwar: Maurerarbeiten veranschlagt zu
Mk. 90 — Glaserarbeiren veranschlagt zu
Mk. 17,64 Schreinerarbeiten veranschlagt zu
Mk. 24,20 Weißbinderarbeiten veranschlagt zu
Mk. 82,85 Pflasterarbeiten veranschlagt zu
Mk. 105,-
Gießen, den 11. Mai 1897.
Der Kreisstraßenmeister.
Senßfelder. 4727
der L. Sahlseld'schen Maaren, als:
Spitzen, Bänder, Stickereien, Seiden- und Sammtreste
iu billigsten Preisen, Strohhüte 30 Pfg. per Stück, im Hause
Lndwigsplatz 15 dauert nur noch bi« zum 20. Mai.
4515 A. Hoffmann, Concursverwalter.
Mittwoch den 9 Juni l. I.,
Nachmittag« 2 Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Martin Lämmer Eheteuten in Gießen, an nachstehender Hofraithe gehörige ideelle Hälfte
Flur 1 Nr. 4’/10 — 231 qm in der Neustadt öffentlich meistbietend versteigert werden.
Textors Terrasse.
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