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11/09/1897 Erstes Blatt
 
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°uch eine gesellschaftliche Unart ist, erscheint eS als gerabezn beleidigend, wenn einzelne Personen als Wache für einen Tisch mit zehn Plätzen anftreten, der wie eine Oase in dem überfüllten Saale oder Garten dasteht, um endlich von zwei oder drei Personen wirklich oder unter Umstanden auch gar Vicht besetzt zu werden.

* Wetterbericht. Die Luftdruck-Bertheilung ist sehr un­regelmäßig. Bom Eingang deS Kanals erstreckt sich eine Depression über Frankreich bis nach Westdeutschland. Die­selbe wird nur durch einen schmalen Rücken hohen Druckes von dem noch vorhandenen Minimum getrennt. Ueber Eng« land ist das Barometer wieder gestiegen. Außerdem lagert heute hoher Druck im äußersten Südosten. Daö Wetter ist vielfach wieder trüb und find am Morgen namentlich in den nördlicheren GebietStheilen Niederschläge gefallen.Bor- auSsichtliche Witterung: Meist trübes, ziemlich kaltes Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.

* Für Butzbach ist gesorgt. Ein Correspondent der Köln. Ztg." berichtet auS Groß Karben u. 21.: Gegen 8 Uhr trafen der Kaiser und König Humbert nebst Gefolge, die von Homburg zu Wagen nach Groß-Karben gefahren waren, auf den Karcher Höhen ein. Der deutsche Kaiser, der die Uniform seines 116. Regiments trug, nahm mehrere Meldungen entgegen und erkundigte sich bei den Schieds­richtern nach dem Stande der Kriegslage am gestrigen Abend, wobei er sich an der Hand der Karte Alles eingehend er­läutern ließ. Bon dem inzwischen durch die sichtbare gelbe Kaiserstandarte angelockten, zahlreich versammelten Publikum wurde der oberste Kriegsherr und sein hoher Gast begeistert begrüßt. Der Kaiser, der bester Laune zu sein schien, ritt durch die hochrufende Menge auf einen am Wege stehenden Herrn und eine Dame zu und zog Ersteren in eine längere emgehende Unterhaltung, während König Humbert mit mehreren Offizieren feiner Suite freundliche Worte wechselte. Es war Graf Oriola, der nationalliberale Reichstagsabgeordnete, der, in hiesiger Gegend begütert, vom Kaiser zu einer Unter­redung gebeten worden war. Der Kaiser unterhielt sich in liebenswürdigster Weise mit dem Grafen und erkundigte sich nach dem Stande der Reparaturarbeiten der in gothischem Stil erbauten Hallenkirche in dem nahegelegenen Friedberg, für die er großes Interesse hegte. Der Kaiser erzählte dem Grafen u. A., daß bei den Arbeiten an der Marienburg in Westpreußen interefjante alte, anscheinend von Waffer- leitungen und alter Luftheizung herrührende Ueberreste ge­funden seien. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß für den Ausbau der Friedberger Kirche in die nächstjährigen Etats Mittel bereit gestellt werden sollten,' der Monarch sprach sich aber auch dahin aus, daß eS Sache des Groß- herzogthumS Heffen sei, hier bei den RrnovirungSarbeiten durch Bereitstellung von Mitteln hilfreich einzugreifen. Auch das Thema der Garnison Butzbach, die auf eine Eingabe der dortigen Bevölkerung vor Kurzem errichtet wurde, berührte der Kaiser am Schluffe der Unterhaltung und bemerkte dabei, sich an den Grafen Oriola wendend, er habe nun für die Gar­nison (Butzbach) gesorgt, nun möge der Graf auch mit dafür sorgen, daß ihm (dem Kaiser) die Schiffe bewilligt würden. Dem Grasen und der Gräfin reichte Kaiser Wil­helm die Hand und verabschiedete fich mit kräftigem Hände­druck. Bald darauf wurde dem Kaiser, der eine Cigarette rauchte, die Ankunft der Kaiserin gemeldet. Kaiser Wilhelm ritt dem von der Leibgarde der Kaiserin geleiteten Wagen entgegen und entbot der liebreizenden Königin Margherita und seiner Gemahlin, denen begeisterte Huldigungen darge- bracht wurden, herzlichen Gruß. AIS der Kaiser, zur Seite der Königin reitend, die Aufstellung des kaiserlichen Wagens anordnete, stürzte einer der vielen Hundert Neugierigen, der sein Augenmerk nur auf die allerhöchsten Herrschaften und nicht auf das den Weg füllende Schlammmeer gerichtet hatte, infolge eines Fehltritts vornüber mit Kopf und Händen dicht vor dem Kaiser in die dicke Brühe. Als der Gestürzte sich aus dem Schlammbad erhob und mehr einem -Handelnden Schmutzhaufen als einem Menschen ähnlich, selbst lachend über fein Mißgeschick, mit erhobenen Armen davonlief, mußte auch der Kaiser selbst herzlich lachen über baß tragikomische Bilb, das fich ihm bot. Ehe ber Kaiser den hohen Frauen ent= gegenritt, warf er den Rest der Cigarette weg- tote eine Heerde Wilder stürzten die Umstehenden darauf los, und ein Bauersmann war so glücklich, daS Endchen zu erhaschen. Bon mehreren herbeieilenden Engländern erstand einer, ein Raritätensammler, den Cigarettenreft von dem Manne für einige Goldstücke.

Friedberg, 9. September. Mit der Main Weser-Bahn traf gestern Morgen auS dem Bivouak bei Burggräfenrode ein Unteroffizier deS Infanterie Regiments Nr. 118 im Hauptbahnhof zu Frankfurt ein, welcher fich dadurch erheb­liche Brandwunden an der linken Hand zugezogen hatte, daß er in der vorausgegangenen Nacht die Flammen eines in Brand geratenen Zeltes ersticken wollte. Er fuhr in Be­gleitung eines Soldaten mit dem nächsten Zuge nach seiner Garnison WormS. Die der Maschinen-Jnspection Frank­furt unterstellten Maschinen reichten während deS Kaffer- manöverS nicht auß, die enormen Züge zu befördern, so daß andere Directionen, wie Halle, Magdeburg, Saarbrücken, Hannover rc. noch einige 20 Maschinen stellen mußten. ES Und allein jeden Tag für den Kaiser und die fürstlichen Gäste, sowie die deutschen und die fremdländischen Offiziere fünf Maschinen erforderlich, um die vier Extrazüge zu befördern. Außerdem standen jeden Tag noch fünf Maschinen in Bocken- heim in Reserve, falls der Kaiser bittet noch Dilbel fahren wollte. Die Hofzüge bet Könige von Sachsen unb Italien stehen in Oberursel, gleichfalls noch einige Wagen deS Kaiser- zugeß. Der Kaiserzug besteht auß 16 vier- unb sechSachfigen Wagen. Der Zug wird stets von einem Werkstätten- Lonttolleur, sowie zwei Wagenmeistern und mehreren Wagen- Wärtern aus Potsdam begleitet, damit im Falle der geringsten Reparaturbedürftigkeit geeignete Leute zur Stelle sind.

Eschenrod, 9. September. Eine nachahmenSwetthe

Einrichtung ist hierorts durch den derzeitigen OrtSpfarrer getroffen worden. Derselbe hat bis jetzt 46 Einwohner privatim dazu veranlaßt, einer Bereinigung freiester Art bei- zutreten, die sich die Berschönerung des Friedhofes dahier an ihrem Theile angelegen fein laffen wollen. Pflichten sind: Die zuständigen Gräber von Unkraut frei zu halten, im kommenden Herbst oder Frühjahr einen wilden Rosenstock, wie sie sich in jeder Gemarkung vorfinden, auf das bett. Grab zu pflanzen unb sobald diese veredelt sind, in ber folgenden falten Jahreszeit gegen Frost zu verbinden. Rechte sollen sein: unentgeltliche Beredelung dieser Stämmchen, Besorgung von geeigneten Pflanzen ober Sämereien zum Selbst­kostenpreise.

4- Bübingen, 9. September. Wieberum ereignete fich bei unsrer Stadt ein bedauerliches Unglück. Ein hiesiger Knabe stürzte nämlich gestern Nachmittag von ber über die Gymnasimustraße führenden Eisenbahnbrücke in die Tiefe, unb zwar fiel er auf die Kopfseite. Der gerade vorübergehende Pfarrcurator Fickel auß Nidda brachte den erheblich verletzten unb auß mehreren Wunben blutenden Jungen mit Hülfe feiner inzwischen herbeigeeilten Eltern nach einem nahen Hause, woselbst dem Verunglückten die erstnöthige Behandlung zu Theil ward.

-g- Allfeld, 9. September. Bekanntlich hatte der land- wirthschaftliche Provinzial-Verein dieseß Frühjahr die Er­richtung von Herdbüchern für daß in der Provinz gezogene Vogelsberger und Simmenthaler Vieh beschlossen. Nachdem nunmehr in den drei Körbezirken die Störungen für dieses Jahr im Wesentlichen beendet find, hat fich ergeben, daß in die Herdbücher ca. 1200 Stück Simmenthaler und ca. 280 Stück Vogelsberger Vieh eingetragen werden konnten. Zweifellos befindet fich aber in einzelnen Gemeinden noch eine Menge Vieh, das aufnehmbar ist, aber noch nicht an­gemeldet wurde, weil die Besitzer die Bedeutung des Nach­weises der Abstammung noch nicht erkennen. Immerhin hat aber diese erste Aufnahme in die Herdbücher die Erwartungen bet Weitem übertroffen und vor Allem gezeigt, daß eine Menge werthvollen Zuchtmaterials in der Provinz vorhanden ist, das nur zusammengefaßt und einheitlich geleitet werden muß, um unserer Provinz einen ebenbürtigen Rang au diesem Gebiete neben den Nachbarländern einnehmen zu laffen. Die Herdbücher sollen demnächst gedruckt und an die Ge­meinden und Privaten abgegeben werden, wodurch sie ja dann erst ihren Zweck voll erfüllen dürften.

0. AuS Oberhessen, 9. September. Ja verschiedenen öffent­lichen Blättern wird mitgetheilt: Der Gemeinde-GeiSbock gibt Milch. Diese Nachricht wird alß Naturwunder, alß eine Seeschlange bezeichnet, die allgemeines Schütteln des Kopses erregen wird. Pardon! Ihr Herren, die Nachricht ist durchaus keine Sreschlange, denn daß Ziegenböcke zuweilen neben dem Hodenbeutel noch ein Euter haben, das fich später bildet und daß die Böcke daraus Milch geben, ist eine schon seit Menschengedenken vorkommende Thatsache, die auch im vorigen Jahre in der Provinz Oberheffen beobachtet und festgeftellt worden ist. Häufig ist die Erscheinung nicht, aber sie kommt vor und darum ist eS keine Seeschlange.

Darmstadt, 9. September. Heute wurde in einer aus den besten Kreisen unserer Stadt, darunter die Herren Staatsminister Finger und Provinzialdirector Geheime Rath von Marquard, sehr zahlreich besuchten Versammluag unter dem Vorfitze deß Herrn Bürgerm-isterS Köhler ein aus 17 Damen und Herren bestehendes Comitv mit dem Recht der Zuwahl gewählt, daß die Frage erörtern soll, ob sich etwa an den Aliceverein für Waisenpflege eine Institution angliedern laffe, welche die Fürsorge für die schul­entlassene Jugend zum Gegenstand hat, ober aber eine neue Organisation in dieser Angelegenheit zu schaffen sei. Vorher hatte Herr Lehrer Pagel vomErziehungSdeirathe ür schulentlassene Waisen" tn Berlin in längerem, hochinter­essanten Vortrage die dort geschaffene, wirklich bewunderns- werthe Organisation klar bargelegt. An ber Spitze deß Ganzen, zugleich alß bereu Ehrenpräfibeut, steht Staats­minister a. D. von Heerfnrth; den ErziehungSbeirath bilben etwa 100 Personen aus ber besten Gesellschaft Berlins, einen Ausschuß zur Erledigung der laufenden Geschäfte ca. 30 Personen. Den Vorstand umgibt ein Stab fach­männischer Berathtr und zwar eine juristische Commission unter dem Vorsitze eines Vormundfchastßrichters, eine ärzt­liche Commission, die bereits ein großes Arbeitßfeld hat (mangelhaft genährte K.nder von 14 Jahren werden reichen Besitzern auss Land gegeben), eine gewerbliche Commission mit Vertretern aller möglichen Gewerbe, ber kaufmännischen Richtung unb Beamtengruppen- ferner steht dem Vorstand eine Armee von Pflegern unb Pflegerinnen zur Seite. Alle Organe arbeiten unentgeltlich. Die Riesrnstabt Berlin ist in 240 Bezirke eingekeilt unb die Bezirksmitglieder stellen sich mit ihren Diensten dem amtlichen Waisenrath zur Verfügung. Jedem Pfleger ober Pflegerin wirb in ber Regel ein Kind zur Fürsorge überwiesen, über besten Ver- hältnifle er sich in der Schule unb bei der betr. Mutter unter­richten unb bei besten Lösung ber Fragen ber Berufswahl und beß Gebenß in die Lehre) usw. er mitzuwirken hat. Eine ganze Reihe guter Meister hat sich bem Erziehungsbeirathe zur Verfügung gestellt, darunter die ersten Firmen Berlins- Lehrgeld wird in geeigneten Fällen aus des Beirathes Mitteln entrichtet. Mit der ganz-n Institution ist auch ein Arbeitsnachweis für Knaben unb Mädchen verbunden. Endlich will ber ErziehungSbeirath den Alleinstehenden ein liebevoller Berather in wichtigen Lebensangelegenheiten fein unb fo an ber Ueberbrücknng ber Kluft zwischen den Bevölkerungß- schichten beitragen helfen. Der Berliner Verein besteht seit IV2 Jahren unb zählt schon 2500 Mitglieber- der Kaiser unb Prinz Heinrich haben wieberholt ihre Sympathie unb Interesse bem Unternehmen zu erkennen gegeben, ebenso baß preußische Ministerium. Die jetzt geschehenen guten An­fänge hier in Darmstadt lasten erhoffen, daß baß segens­reiche Werk auch bei unß zu Stande kommt.

AuS Rheinhessen, 9. September. Infolge der an-

haltenden regnerischen Witterung muß das Einherbsten der Frühburgundertraubeu beschleunigt werden. findet deßhalb in fast allen Gemeinden, die Frühburgunder ziehen, am Montag die Lese statt. Die weißen Trauben werden durch den Regen ebenfalls sehr beschädigt.

In dem Dorfe W. bei Celle fand die erwachsene Tochter beß Lehrers 2lnfangß Juli im Holzstalle ber Schule einen Igel. Da im Keller und in ber Speisekammer fich in ber letzten Zeit Mäuse gezeigt hatten, nahm ihn die Lehrerßtochter in ein Tuch unb brachte ihn Abenbs in den Keller, daß er die Nager dort jage. Am Morgen trug sie das Thier wieder in den Stall. Alß fie nun vier Tage lang den Igel abwechselnd in den Keller unb in bie Speisekammer gebracht hatte, war im ganzen Hause von keiner Mauß mehr fttoaß zu merken. Noch am selben Tage erfuhr von dem Erfolge der neuen Dorfkatze die Nachbarßfrau D., die auch über Mäuse arg zu klagen hatte, unb meinte, ob fie fich den Igel nicht auch mal leihen könnte. Ruhig ließ fich am Abend der Igel nach dem fremden Hause holen unb am Morgen im Korb toieber nach seiner Ruhestatt im Holzstall tragen. Auch boxt ist nach mehreren Tagen Alles von Mäusen befreit. Im folgenden Haufe, worin Bäckerei und (Saft- wirthschaft betrieben wird, hat man den neuen Kammerjäger fich mehrere Male Nachlß übergeliehen" und zwar mit dem besten Erfolge. Auch ein Hofbesitzer ist gekommen, ganz artig hat er gefragt:Wült Se mi nich mal ören Swinegel lehnen?" Jetzt war schon zu sehen, daß baß Thier sich auf seinRecht auf Arbeit" verließ, denn Abends hatte er schon stets fein Lager verlassen unb saß wartend» an ber Thür in der sicheren Hoffnung, daß man ihn hole. Auch auf tiefem unb bem fünften Grunbstücke hat er schon aufgeräumt, und er hat schon Bestellung auf den sechsten unb siebenten Reihetisch".

Schiff-nachrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl L00S und I. M. Schulhos.

Bremen, 8. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Doppelschrauben-Postdampfer Königin Luise, Capt. W. v. Schuckmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten tn Newyork angekommen.

Bremen, 8. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Crefeld, Capilän H. BrunL, vom Norddeutschen Lloyd <n Bremen, ift heute 9 Uhr Vormittags wohlbehalten in Galvellon angekommen.

Bremen, 9. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Trave, Capitan C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 9. Septbr. (Ber transatlantischen Telegraph.j Dcr Postdampfer Roland, Capitän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Anzeigers de^ Stad» Oietzen.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 12. September. 13. Sonntag nach Trinitätit Gottesdienst

2« der AohaaveSkieche.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein

Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde fällt auS.

I« der FriedhofSeapeve.

Vormittags 9/s Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 11. September

Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Ubr Gelegenheit zur hl Beichte;

Sonntag den 12. September. 14. Sonntag nach Pfingsten.

Mariü Geburt.

Vormittags von 6*/r Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte;

, um 6V1 Uhr erste hl. Messe;

» um 7Ve Uhr AuStheilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: hl. Messe;

* um 9Vr Uhr Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Muttergottesandacht

Gottesdienst der israelitische« Religionsgeseüschast.

Freitag Abend 6" Uhr, Samstag Vormtttag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 7 Uhr

Nachmittag Uhr Lchriftertlürung Bahnhofstr. 50.

Wochengottesdienst Morgens 68° Uhr, Abends 610 Uhr

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemessen am 10. Septbr., zwischm 11 und 12Uhr Mittag»;

Wasser IOV20, Luft 12°.

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Bingen a. Rh. DaS Rheinische Technikum, eine Lehranstalt für Maschinenbau und Electrotechnik, ist auf Antrag des Directore Hoepke nach einstimmigem Beschluß der Stadtver­ordneten" Versammlung unter städtische Aufsicht gestellt worden. Die Stadt übernimmt dadurch die Bürgschaft dafür, daß stets nach den einmal veröffentlichlen Lehrplänen unterrichtet und bie Anstalt ganz im Sinne bes Programms geführt wird. Den Abgangsprüfungen wohnt ein Commtssar ber Aufsichtsbehörde bei, der auch die Zeug­nisse mit unterschreibt. Die Anstalt wird bei ihrer Eröffnung im Oc'ober d. I etwa 100 Schüler zählen.