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Donnerstag den 10. June
Nr. 133 Zweites Blatt
Die Kiehrner A«»ikienßkSlter »erden dem Anzeiger wüchenllich dreimal beigrlegt.
Liertkljährigec A0o»aemeat»pretO r 2 Mark 20 ^1- eit Bringerloh«. Durch die Potz bezogt» 2 Mark 50 Pfg. .
Redaction, kxpeditio» und Druckerei:
Kchutsirahe Ar.7.
Fernsprecher 51.
Der
AnzUger erscheint täglich, »it Ausnahme HS MontagS.
Mehener Anzeiger
Kmerat-Mnzeiger.
Amts- und Elnzeigeblatt für den Äreis Giefzen.
chratisöeikage: Gießener Kamitienbtätter.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags fSr de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr.
Locales und ^provinzielles.
Sieben, den S. Juni 1897.
••V.A. Die LerficherungSanpalt Trstzher-igth»« Hesse«
hat fett 1895 folgende Ergebnisse im Heilverfahren:
a. 1895:
Das Heilverfahren wurde übernommen in 25 Fällen. ES wurde ausgeführt:
1. Durch Aufnahme der Berficherteu in Krankenhäuser
in 7 Fällen
2. Durch Entsendung in Bäder , 13 „
3. Durch Entsendung in einrn Luftkurort „ 2 „
4. Auf sonstige Art (Maffage rc.) , 3 „
Sa. In 25 Fällen.
von diesen Fällen betrafen:
1. Gelenk- und MuskelrheumatiSwuS rc. 14,
2. Lungeukcankheiten 4,
3. Sonstige Krankheiten 7.
Trfolg hatte das Heilverfahren in 9 Fällen, während in den übrigen Fällen die Rente trotz des Heilverfahren» zugebilligt werden mußte.
b. 1896:
DaS Heilverfahren wurde übernommen in 89 Fallen. Daffelbe bestand in:
•) 47 Fällen in Aufnahme in Lungenheilanstalten bezw. Luftkurorte,
b) 25 „ „ Gebrauch von Bädern (Bad-Nauheim,
Wiesbaden re.),
c) 13 „ „ Aufnahme in Krankenhäuser (Kliniken rc.),
d) 4 „ „ sonstiger Weise (Bewilligung von Baar-
__________________ Mitteln rc.), Sa. 89 Fälle.
ES betraf in
a) 47 Fällen Luugenkrankheiteo,
b) 19 „ Gelenk- und MuskelrheumatiSwuS und Gicht,
c) 23 „ sonstige Krankheiten,
Sa. 89 Fälle.
Erfolg hatte daS Hetlverfahaen in 63 Fällen derart, daß Erwerbsfähigkeit zu mehr al» 1/3 erzielt wurde.
Keinen Erfolg in 24 Fällen, während e» in einem Falle von dem Kranken abgelehot wurde und in einem anderen noch nicht zum Abschluß gebracht ist.
In 12 Fällen, in denen Erwerbsfähigkeit erzielt wurde, mußte sehr bald nach Beendigung de» Heilverfahrens die In« valtdeurente bewilligt werden. 7 dieser Fälle betrafen Lungen- kraukhetten.
Die DurchschnittSdauer der Pflege in Lungeuhetl- austalteo bezw. Luftkurorten betrug 13 Wochen, in Bädern 4 bis 6 Wochen, während in den sonstigen Fällen die Dauer verschieden war.
An den 63 Fällen „Besserung zu mehr als 1/3" waren betheiligt:
34 Lungenerkrankungen,
13 Erkrankungen an Gelenk- und MuskelrheumatiSwuS, 16 sonstige Erkrankungen.
c. 1897:
DaS Heilverfahren wurde dis jetzt — 28. Mat 1897 — beantragt in 182 Fällen. In 28 wurde e» von der Der« ficheruugSanstalt abgelehot, da dasselbe nach ärztlichem Da« fürhalten Heilung oder doch wesentliche Besserung nicht versprach. Zwei weitere Aufträge erledigten sich durch Zurücknahme. SS bleiben demnach 102 Fälle, von denen in 80 Fällen daS Heilverfahren übernommen wurde. Der Rest von 22 Fällen vertheilt fich auf Anträge, die noch nicht definitiv beschteden find.
DaS Heilverfahren in den 80 Fällen bestand bezw. besteht in:
a) 53 Fällen in Aufnahme in Lungenheilanstalten bezw. Luftkurorten,
b) 15 „ „ Gebrauch von Bädern,
e) 10 „ „ Ausnahme in Krankenhäuser,
d) 2 „ „ sonstiger Weise (Baarmittelbewilligung)
Sa. 80 Fällen.
Alle Ao»»»cen-Bure,ur bei In- »nd Auslandes ach«« A»zeigen für den „Gießener Anzeiger- entgege«.
Es betraf in:
a) 53 Fällen Luogenkraokheiten,
b) 14 „ Gelenk- und Mu»ke!rheumatiSmuS, Gicht.
e) 13 „ sonstige Krankheiten.
Beendet ist daS Heilverfahren in 25 Fällen.
Erfolg hatte daS Heilverfahren in 12 Fällen derart, daß Erwerbsfähigkeit zu mehr als 1/3 erzielt wurde, in 13 Fällen war es ohne Erfolg, in allen übrigen Fällen — 55 — ist eS noch im Gauge.
In zwei Fällen mußte alsbald nach Beendigung de» Heilverfahrens, da« ein gutes Resultat hatte, die Invalidenrente bewilligt werden.
Was nun speciell die Lungenkrankhetreu betrifft, so sei hier Folgende» erwähnt:
1895:
DaS Heilverfahren wurde übernommen in vier Fällen und hatte dasselbe folgende» Resultat: In zwei Fällen hatte daS Heilverfahren einen guten und nachhaltigen Erfolg, während eS in den zwei anderen Fällen gar fernen Erfolg hatte und alsbald Bewilligung der Invalidenrente eiurreten mußte.
1896:
DaS Heilverfahren wurde übernommen in 47 Fällen und hatte dasselbe folgendes Resultat:
a) In 31 Fällen war der Erfolg ein guter, doch mußte lehr bald nach Beendigung des Heilverfahren» in sechs Fällen die Rente bewilligt werden.
b) In drei Fällen war der Erfolg gering und kam hier eine Rente zur Bewilligung.
c) In 13 Fällen hatte da« Heilverfahren keinen Erfolg und es wurden hier bi» jetzt elf Renten bewilligt.
1897:
Bon den erledigten 25 Fällen betreffen 15 Luugeukrauk- heiten. Hiervon war in acht Fällen da» Heilverfahren von Erfolg, in sieben ohne Erfolg.
vis jetzt wurde eine Rente zugesprochen, doch ist die Bewilligung mehrerer Reuten binnen Kurzem zu erwarten.
Verdingung.
Die nachstehenden, zum Ausbau der Tüdaulage erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen
Dienstag den 22. Juni d. I., Bormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
a) Erd- und Maurerarbeit.
1. Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton . . .
2. „ „ Bandsteinen „ „ . . .
3. „ „ Straßensinkkasten......
4. Verlegen „ Steinzeugröhren.......
5. Ueberwölbung eines Schlammfangs.
570,00 Ifdm, 769,84 „
19 Stück, 239 Ifdm.
b) Pftasterarbeit.
6. Aufbruch von Banket- und Gossenpflaster . . . 1400 qm,
7. Herstellung neuen Goffenpflasters...... 1044 „
8. Aufbruch alter Chauffirung........ 1200 „
9. Herstellen neuer „ . ....... 1800 „
10. Lieferung von Basalt zur Packlage..... 50 cbm
11. „ „ Basalt-Kleinschlag......150 „
12. „ „ Pflasterkier........100 „
13. Herstellung von gemustertem Mosaikpflafter, einschl. Materiallieferung...........810 qm.
e) Asphaltarbeit.
14. Asphaltbelag von 20 mm auf Betonunterlage von 12 cm..............1150 qm,
15. DeSgl. von 30 mm auf Betonunterlage von 15 cm 190 „ d) Gteiuzeuglieferuug.
16. Lieferung von Steinzeugröhren von 250 mm Dchm. 204 Ifdm,
17. Desgleichen von 200 mm Durchmesser .... 35 „
18. „ „ Sinkkasten aus Steinzeug, mit Aufsatz, 45 em l. W........... 19 Stück.
Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin bei uns etnzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießjen, den 5. Juni 1897.
Das Stadtbauamt. Schmandt.
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Die Lieferung des GesammtbedarfS an Aleisch- und Wurfiwaare« für die Unteroffizier- und Mannschaft?-Menage der drei Bataillone des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Rr. 116 soll für die Zett vom 1. Juli bis Ende De- cember 1897 im Wege öffentlichen Aus- gebotS vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können hier in der ZeughauStaserne, Zimmer Nr. 16, Vormittags von 10 bis 12 und Nach, mittags von 4 bis 6 Uhr, eingesehen, und bezügliche Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden.
Angebote mit der Aufschrift: .Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurst- waaren' find versiegelt, portofrei bis zum Berdinguugßterrnin feen 16. J««i d. 3»., Vormittags 10 Uhr, an das unterzeichnete Bataillon etnzureichen.
Gießen, den 8. Juni 1897.
2. Bataillon Jnsant «Regiment» 6566 Kaiser Wilhelm Rr. 116.
Verdingung.
Die zur Ausführung erhöhter, aSphaltirter Bürgersteige auf dem Marktplatz und in der Straße Mäusburg erforderlichen Maurer- , Pftaster- und Asphalt arbeiten sollen
Dienstag, 22. Juni d. I., Bormittags ll*/a Uhr, öffentlich verdungen werden.
Plan, Arbeitsbeschreibung und Be dingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 5. Juni 1897.
Das Stadtbauamt:
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