Rr. 106 Zweites Blatt. Freitag de- 7 Mai
189»
Der Kießener Anjeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
Die Gießener Aamllienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Wchener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Vierteljähriger Abonnemeutspret« r 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
Kchulgratze Kr.7.
Fernsprecher 51.
Atnts- unb AnZeigebl^tt für den Tivsrs Giefzen.
| Hratisöeikage: Gießener Aamikienökätter.
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr.
SintUche* LheiL.
Gießen, den 4. Mai 1897.
Btr.: Statistische Nachweisungen über das BolkSschnlwesen. Die
Moßh. Kreis-Schlktrommifßou Gieße« au die Schulvorftäude des Kreises «ud die Borsteher vou Privatschulen.
Wir sehen ihren Berichten in rubr. Betreff bis spätestens am 15. ds. MtS. entgegen über:
I. Stand der einfachen Volksschulen nach Beginn des Schuljahres 1897/98 a. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld.
Zahl der Schulkinder:
1) Nach Klaffen (nicht Abtheiluugen) getrennt: a. Im Ganzen, b. Knaben, c. Mädchen.
2) Nach dem Bekeuntniß:
a. evang., b. röm.-kath., c. isr., d. anderer Con- fesstouen.
II. Stand der Fortbildungsschulen «ach Beginn der Schulprriode 1896/97.
Zahl der Fortbildungsschulen: a. einklassig, b. zweiklasfig, c. dreiklasfig u. s. w.
Zahl der Schüler nach dem Bekeuntniß: a evang., b. röm.-kath., c. tSr., d. anderer Con- fesfionen, e, im Ganzen.
III. Stand der erweiterten Volksschulen nach Beginn des Schuljahres 1897/98 (wie unter I).
IV. Stand der Privatschulen nach Beginn deS Schul- jahreö 1897/98 (wie unter I).
Die Berichte find genau nach vorstehendem Schema unter Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzufaffen.
v. G agern.
Bekanntmachung, betreffend: Die Maul' und Klauenseuche; hier Abhaltung von Viehmärkten.
Das Großh. Ministerium des Innern hat die Abhaltung eines Viehmarktes zu Lißberg am 10. Mai I. Js. unter den nachstehenden Bedingungen genehmigt: 1. Für Auf- und Abtrieb ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Der Marktort hat das nöthige Aufsichtspersonal zu stellen, damit den getroffenen Anordnungen genau nachgekommen wird. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten deS Großderzogthums Heffen, Thiere von Händlern nur dann, wenn sie mindestens sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchenfreiem Zustand zugebracht haben, aufgetrieben werden. Beim Auftrieb der Thiere ist durch eine streng zu handhabende Controle der betreffenden Ursprungsscheine zu verhüten, daß andere Thiere auf den Markt gebracht werden. 3. Außer der Controle der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftrieb zu erfolgen.
Büdingen, den 1. Mai 1897.
Großherzogliches Kreisamt Büdingen.
Klietsch.
* Der R5eig von Grandenz. Wie ein preußischer General sich auS eigener Machtvollkommenheit zum Monarchen procla« wirre, das wird in dem soeben erschienenen 4. Hefte deS von Tag zu Tag neue Freunde gewinnenden, hochinteressanten Prachtwerke- „Deutsche Helden aus der ZeitKaiser Wilhelm- des Großen," Ernstes und Heitere- auS der vaterländischen Geschichte von Hans Kraemer (Berlin, Deutsches VerlagshauS Bong & Co.- 15 Lieferungen L 50 Pfg.) also erzählt: „Als im Jahre 1807 der französische Marschall Victor den General Courbiäre aufforderte, die Schlüffe! von
Graudenz auszuliefern, weil es keinen König von Preußen mehr gäbe, da antwortete der Alte stolz: „Nun wohl, dann bin ich König von Graudenz!", uod der neue Monarch ergab fich nicht, ehe der Frieden von Tilsit geschloffen war. Aehn- lieh verfuhr der 75 jährige Obrist Herrmann, der in Pillau den Befehl führte: Als die Franzosen vor der kleinen Veste erschienen, ließ er die Besatzung fich versammeln, einen Sarg in ihre Mitte stellen und sprach: „Kameraden, lebendig übergebe ich die Festung nicht! Hier ist mein Sarg, wer mich überlebt, wird hoffentlich meine Ueberreste hineinlegen. Wer ein braver Soldat ist, wiederhole mit mir den Schwur: Preußen oder den Tod!" Alle schwuren und die Festung blieb dem Könige erhalten. Aehnliche reizvolle Einzelheiten au- der Geschichte unseres Jahrhundert- enthalt Hans Krae- merö neue- Werk in Hülle und Fülle. Auch der Bilderschmuck deS Hefte- bietet der Ueberraschungen viele, die auf* Neue beweisen, daß die Verlag-Handlung ihr Versprechen, ein Prachtwerk von concurrenzloser Ausstattung zu liefern, voll und ganz einlöst.
* „Um zehn Meter". Ein in der belgischen Grenzgemeinde Macon als Bauernknecht arbeitender franzöfischer Deserteur Tri vier hatte in den letzten Tagen auf einem Grundstück seine- Herrn jenseits der Grenze zu thun und wurde hierbei von zwei französischen Gendarmen auS Balve überrascht. Er floh auf belgisches Gebiet, allein die beiden Franzosen setzten ihm nach und machten ihn 210 Meter vou der Grenze dingseft. Nach dem französisch-belgischen Abkommen dürfen die Gendarmen beider Länder bet Verfolgung von Verbrechern die Grenze jedoch nur auf 200Meter überschreiten, und so verwahrte sich T. gegen seine Verhaftung. Die Entfernung wurde darauf durch den Polizeidiener von Baive und die Grenzbewohner vermeffen, wöbe» fich ergab, daß die Hüter des franzöfischeu Gesetze- ihre Befugniß that- sächlich „um zehn Meter" überschritten hatten. Die Gendarmen zogen eS unter diesen Umständen vor, ihren fahnenflüchtigen Landsmann wieder laufen zu lassen.
Bekanntmachung.
Grotzherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz hat lt. Entschließung vom 27. April 1896, Nr. M. I. 12133 die Abhaltung eines weiteren Marktes am
19. Mm d. I. zu Homberg genehmigt, was wir hiermit zur allgemeinen Kenntuiß bringen. 4256
Homberg, am 28. April 1897.
Großh. Bürgermeisterei Homberg.
Repp.
Empfthiungen?
Corsetts
Größte Auswahl vorzüglich fitzender Fa-ons
Brüsseler Corsetts,
Marke P. D.
empfiehlt in allen Preislagen
Robert Haas,
2920__________SetterSweg I«.
KerdiiMk
in den gebräuchlichsten und gangbarsten Arten, aus einer der ältesten und besten Fabriken, empfiehlt 3175
Emil Fischbachs
DaS staatlich geprüfte und begutachtete
KelterM Kaarmsstt
^München) empfiehlt zu 40 Pfg. u. Mk. 1.10
■722 J. H. Fahr, Sonnenstr. 25.
Ktrickbaumwolle!
in allen Qualitäten; Diamant und ächt schwarz, „Marke D.M.C.", sowie die waschechte
lederfarbeneBaumwolle Beinlängen, Strümpfe und Socken empfiehlt billigst 3315 J. H. Fuhr,
Sonuenstraße 25.
NB. Stricken von Strümpfen und Beinlängen wird billigst besorgt.
Biscuil
Frühstück Wittekind Columbus Marie Mixed
per Pfund 50 Pfg.
Nordostsee Orangen-Drops Gewürzbrod
Vorzügliches Gebäck für
Kinder, Kranke, zu Thee und Wein empfiehlt
Emil Orblg,
Bahnhofstrasse 30.
NB. Die verschied. Sorten sind in meinem Schaufenster ausgestellt. 3669
per Pfund
60
pfg.
Pr. Aepselwein
empfiehlt 4273
Wilh. Haas, Michßr. 21.
Fussbodenanstrich, schnell und hart trocknend, sowie olle übrigen Lacke und Aarbert empfehlen billigst 4392
As & G. Wallenfels,
Maritplatz 21. Telephon 46.
Zur
kalten Wäsche
für farbige, wollene, sei- deue re. Stoffe verwende man meine
Panama- GallSeif« (unschädliche jleckseife). W. Kilbinger, Löwen - Drogerie, Seltersweg Nr. 52.
Obige Seife ist ferner in nachstehenden hiesigen Geschäften zu haben: 4206
L. Kalkhof Wwe.. Westanlage, A. Geisse, Seltersweg, R. Schlabach Nchf., LudwigSplatz.
Mllschinkvstrickelki.
Für bevorstehende Saison empfehle mein reichhaltiges Lager in Damen-, Herren- u. Kiuderstrümpfen, anerkannt guter Qualität, in schwarz und braun. 3994
Mache besonders auf einen sehr starken Schulstrumpf sowie prima Schweißsocken aufmerksam.
Stricken, Anstricken, sowie Anweben wird rasch und billig ausgeführt. I
Fh. Schlatter. I
Ihnen
L,
wenn
Borde
der auf die aufgedruckte _, Name I,
nachgewiesen wird.
Vorwerk“
In jeden besseren Geschift za haben.
Bkmstein-Oel-Lackfarbe
von O. Fritze Sf Cie., Offenbach, bekanntlich unübertroffen an Härte, Glanz uod Haltbarkeit, sowie Oelfarbeu in allen Nüaneeu, Parquetwachs, Stahlfpähne und Pinsel aller Art 398^“ August Noll, SahnhMr. 51.
| Vorwerk’s Velour-Schntzborde, 1
bekanntlich das Beete und Beliebteste, was existirt, ist nur ächt,
Der
'\?\^rGesammtwerth^^y^ der Gewinne be- trägt 300,000 m
Weimar-Lotterie
10,000 Gewinne kommen in beiden ziehtingen
Verloo- su ng. \
Erste
Ziehung schon
8.-10. Mai 1897.
Uebermorgen Ziehung
Verlegung
jr Heine < Ziehungs- -
Heine
Ziebungs- ver- legung.
Erste Ziehung
K schon
8.-10. Mai
1897.
Loose ä 1 Mk., 11 Loose für IO Mk.,
(Porto und beide Gewinnlisten 30 Pfg.) zu haben bei:
hm Vorstand irr Mudigru AisÜrhvg in Aeinar. ß


